Archiv der Kategorie: 7 .. Genki JACS /

Die 7. Reise nach Japan hat ein 3-wöchiges Sprachtrainung im Fokus. Jede freie Minute nutze ich für Reisen. Der Sprachkurs findet eine Woche in Tokyo statt (mein 40. Geburtstag, Koenji Awa Odori und andere Dinge), sowie zwei Wochen in Fukuoka, Kyushu. Und wenn man schon mal da ist: Nagasaki, Yufuin Onsen, Kurkokawa Onsen und das „Henn Na Hotel“. Abschluss wird Shikoku (Matsuyama, Kotohira, Naruto, Iyadani, …) sowie ein kurzer Stop für das „Kishiwada Danjiri“ und „Ni-Tama“.

6 – Sansou Tanaka (2 Nächte)
281-1 Kawaminami, Yufuin-cho, Yufu-machi, Oita-ken, 〒 879-5103 Japan
  sanso-tanaka@room.ocn.ne.jp; phone: +81.977.854.400; fax: +81.977.85.2843

Das Ryokan: Der Eingang ist überdacht. Noch vor der Tür, zieht man die Schuhe aus. Innen wartet der Holzboden eines traditionellen japanischen Ryokans. Es passt einfach alles zusammen. Der Flur hat sogar einen kleinen Steingarten. Die Treppe hinauf gibt es eine Arte Warteareal. Ein Külhschrank, eine Mikrowelle und ein Monitor. Dieser zeigt die Box mit den Schlüssel zu den Indooronsen und dem Rotenburo.

Das Zimmer: Das Zimmer war ein großer Tatamiraum. Der Eingangsbereich war aus dunklem Holz. Hier gab es ein Waschbecken und einen großen Spiegel. Das Die Toiletten waren auf der anderen Seite vom Flur.

Onsen: Es gibt zwei Indoor-Onsen, klein und fein. Holzlöffel markieren, ob das Bad in Benutzung ist oder nicht. Aber im Vergleich zu dem Rotenburo ziehen die keinen Hering vom Teller. Das Rotenburo ist neben dem Ryokangebäude. Ach, schaut euch einfach das Foto an.

Der Service: Aus meiner Sicht ist der Service sehr gut, selbst wenn man japanische Maßstäbe ansetzt. Der Ryokan-Besitzer hatte sich die Mühe gemacht, für mich den Bus nach Kurokawa zu buchen.

Umgebung: Das Hotel liegt am Südrand von Yufuin. Die direkte Umgebung sind Felder. In das Zentrum von Yufuin sind es etwa 2 km.

Anreise: Zum/Vom Bahnhof sind etwa 1km. Vor dem Bahnhofsgebäude biegt man rechts ab; egal ob die erste zweite oder sogar dritte Straße. Sie alle münden in die Bundesstraße 617. Der folgt man am Hotel Sansui vorbei und über die Brücke. Etwa 75m hinter der Brücke (Zebrastreifen) biegt man links in eine kleine, unbedeutende Straße. Dieser folgt man für 150m bis zur Kreuzung. Hier enden die Häuser. Vor einem sind nur noch Felder. Das Ryokan ist das letzte Haus auf der rechten Seite, direkt an der Kreuzung. Zum Eingang geht man rechts, quasi halb um das Haus herum.

Fazit: Es gibt viele Ryokans und Hotels mit Onsen in Yufuin, aber das nächste Mal würde ich wieder hier übernachten.

7 – Granvia Wakayama (2 Nächte)
5-18 Tomoda-cho, Wakayama-chi, Wakayama, 〒 640-8342 Japan
front@granvia-wakayama.co.jp; phone: +81.73.425.3333; fax: +81.73.422.1871

Das Hotel / Das Zimmer: Die Lobby ist  ein wenig verwirrend, da hier ein kleines Cafe mit verbaut ist. Die Rezeption ist etwas versteckt. Das Design ist normal. Das Zimmer ebenso. Das Badezimmer war zu meiner Freude kein Shower-Cubicle. Etwas beengt, aber durch die Farben Weiß und Grau in seiner Optik modern und freundlich.

Umgebung: Das Hotel ist am Bahnhof und damit direkt am Busbahnhof. In direkter Umgebung gibt es keine Attraktionen. Zu Wakayama Castle ist es ein Stück (2km). Ich empfehle den Bus. Mehr gibt es in Wakayama glaube ich nicht. Von daher ist die Nähe zum Bahnhof ein Pluspunkt.

Anreise: Das Hotel ist direkt und ich meine wirklich direkt am Wakayama Bahnhof. Von Tür zu Tür sind es 2 Gehminuten mit Koffer.

Fazit: Taktisch günstig gelegen, wenn man wirklich in Wakayama übernachten will.

8 – Yumoto Yachiyo Ryokan Kagawa (2 Nächte)

Das Ryokan: Das Hotelgebäude macht nicht viel her. Ich würde sagen ein Betonbau aus den 60/70ern. Der Eingang ist der eines Ryokanhotels. Neben der Rezeption gibt es einen kleinen Bereich mit Souvenirs. Auf dem Weg nach oben merkt man, dass das Hotel schon älter ist.

Das Onsen: Hier beginnen die Minuspunkte. Das Indoor-Bad hat den Charme eines … nein, kein Charme. Es ist Onsenwasser, aber das Bad fehlt es für mich an allem, was es gemütlich macht.

Das Rotenburo auf dem Dach ist nur bei Nacht hübsch. Nachteil hier ist die Beckentiefe, die ich an die Füllhöhe deutscher Badewannen erinnert. Für mich erschwerend kam hinzu, dass das Wasser geheizt wird. Als ich baden wollte, waren die Brenner aus und das Wasser kalt.

Eine völlig andere Nummer ist das Privatbad, dass man buchen und extra bezahlen muss. Das Geld lohnt sich. Dieses Bad ist der Hammer: Ruheraum, Dusche und eine Badewanne aus Holz und Stein.

Das Zimmer: Mein Zimmer war ein Tatamiraum. Ein kleiner Flur für die Schuhe in Front und ein kleines Areal auf der linken mit zwei Stühlen, um am Fenster zu sitzen. Hier war auch das Badzimmer, einer dieser Cubicles. Leider ist das Hotel schon etwas älter und somit ist auch dieser Cubicle in die Jahre gekommen.

Umgebung: Kotohira ist klein, somit ist alles fußläufig zu erreichen. Das Hotel liegt vom Bahnhof aus gesehen an der Straße auf der anderen Flußseite. Viel Verkehr ist hier nicht. Viele Kneipen gibt es aber auch nicht. ich habe für mich eine gefunden, die am Fluss liegt.

Nur wenige hundert Meter entfernt ist die Fußgängerzone an deren Ende die Treppe zum Kompirasan anfängt. Der Bahnhof ist dagegen weit entfernt.

Anreise: Kotohira hat Bahnhöfe von zwei Bahnlinien: JR und Kotoden. Startet man am JR-Bahnhof geht man einfach die große Straße hinunter in Richtung Fluss. Kurz vor der Brücke ist der Kotoden-Bahnhof auf der rechten Seite. Am Ende der Straße (vom Banhhof etwa 400m) biegt man links ab. nach 200m ist das Hotel auf der rechten Seite.

Fazit: Das Hotel sieht aus, als hätte es seine Hochzeit hinter sich. Die offenen Bäder sind die Übernachtung nicht wert, das Private Bath hingegen schon. Allerdings, nächstes Mal würde ich wohl einer anderen Unterkunft einen Versuch geben.

9 – Ryokan Dogoya
6-38 Dogotako-cho, Matsuyama, Ehime-ken 〒 790-0841 Japan
phone: +81.89.934.0661

Das Ryokan: Der Eingang verspricht viel: Eine japanische Mauer mit Tor, dahinter ein gepflasterter Weg zur Tür. Innen wird das versprechen gehalten. Das Dogoya ist ein traditionelles Rokan. poliertes Holz. Einladend. Es gibt kein Restaurant, dafür aber eine Küche, inkl. Getränkeautomat.

Ein Onsen gibt es nicht, dafür aber ein Bad mit gemauerter Badewanne, die groß genug für 2-4 Personen ist. Vorsicht: Der Zeitplan (Männer, Frauen, Privatbuchung) hängt an der Tür und kann von einem zm anderen Tag wechseln.

Das Zimmer: Mein Zimmer war im ersten Stock. Und hier hat mich das Ryokan aus den Socken gehauen (Schuhe stehen ja am Eingang). Vor der Tür zu meinem Zimmer war links die Toilette für alle. (Die Zimmer haben kein private bathroom).

Dann die Tür: Dahinter ein langer Flur mit Shoji auf derlinken und Fenster auf der rechten Seite. Am Ende links. Hier ist der Eingang zum Zimmer. Er jetzt habe ich realisiert, dass das Zimmer so lang ist wieder Flur. Das Zimmer ist riesig.

Der Pfau, der über die ganze Wand gemalt ist, beeindruckt. Er gibt diesem Raum den letzten Schliff.

Umgebung: Geht man vom Ryokan nach rechts und an der Rückseite des großen Hotels vorbei, landet man direkt am Sento, bzw. dem Anfang der überdachten Fußgängerzone. Bis hier sind es nicht einmal 5 Minuten. Nur 2 Minuten weiter ist Dogo Onsen oder, wenn man die andere Straße nimmt, Dogo Station. Alles was wichtig ist, ist nur ein paar Minuten entfernt.

Vorsicht: Bei Anreise mit dem Taxi nimmt eine andere Straße, die der Mitarbeiter des Ryokans „Pink Street“ nennt. Die Straße ist der Rotlichtbezirk mit Hostessenbars und Love Hotels.

Anreise: Von JR Matsuyama fährt eine Straßenbahn nach Dogo Onsen (Endstation). Die Fahrt dauert allerdings über 30 Minuten und die kleinen Trams sind unpraktisch mit Koffern, aber allemal viel günstiger als ein Taxi. Von Dogo Station geht man durch die überdachte Fußgängerzone. Am Ende der Straße geht die Fußgängerzone nach rechts weiter in Richtung Dogo Onsen; schräg links ist das Sento.

Vor dem Sento rechts die Straße bergauf. Die Straße macht einen links- und einen rechtsknick. Dann gleich dahinter links abbiegen, etwas bergab und dann sofort wieder rechtsabbiegen. Die Straße fast bis zum Ende gehen. Das Ryokan ist auf der linken Seite, kurz bevor die Straße einen kleinen Knick macht.

Fazit: Nach Aussage des Hotelpersonals wird der Raum immer wieder neu gestaltet. Sollte ich einen zweiten Trip nach Matsuyama machen, wird dies definitiv mein Hotel, selbst wenn es 30 Minunten zum Bahnhof sind.

10 – APA Hotel Shinagawa (1 Nacht)
2-16-30 Takanawa, Minato-ku, Tokyo, 〒 108-0074 Japan
phone: +81.3.5475.6801; fax: +81.3.5475.6802

Das Hotel: Ein klassisches Business Hotel, das auf Funktion und Effizienz getrimmt ist. Es gibt Check-in-Terminals, aber auch eine Rezeption. Der Check-out, sollte man die Bar nicht geplündert haben, umfasst nur, die Türkarte in einen Briefkasten zu werfen.

Das Zimmer: Das Zimmer ist kompakt. Sollte mein Zimmer ein Doppelzimmer gewesen sein, ist es für zwei Personen mit Gepäck sehr beengt. Riesig war der Fernseher an der Wand; fast zu breit wie das Bett; inklusive PayTV.  Das Badezimmer ist ein typischer Shower-Cubicle.

Umgebung: Hinter dem Hotel, nur ein Gebäude dazwischen, ist der Tempel Sengakuji. Hier sind die Gräber der 47 Ronin. Ein U-Bahnstation nördlich ist Daimon/Hamatsucho, Ausgangspunkt für Zojoji, Tokyo Tower, Kushibarikyu Teien und Hamarikyu Teien. In Hamamatsucho startet zudem die Monorail nach Odaiba. Alles andere ist weiter weg.

Anreise: Vom Bahnhof JR Shinagawa ist es 1km Fußmarsch nach Norden, entlang der Hauptstraße vor dem Bahnhof. JR Shinagawa ist einer de rwichtigen Hubs in Tokyo. Hier stoppen, Locals, die Yamanote, der Shinkansen und die Keikyu-Linie nach Haneda. Ein Anreise mit der U-Bahn ist noch einfacher. Die Station Sengakuji der Asakusa-Linie ist direkt neben dem Hotel. Es ist die gleiche Bahnlinie von der ein Teil der Züge als Keikyu-Linie zum Flughafen fahren; ohne umsteigen.

Fazit: Am Südrand der Touristenkarte von Tokyo und doch noch weit weg von Haneda ist es sicherlich kein taktisch günstig gelegenes Hotel für den Urlaub. Es liegt halt nur günstig am Übergangspubkt vom/zum Shinkansen zum/vom Zug nach Haneda.

Es ist schon erstaunlich. Mit dem ersten Hotel in Deutschland sind es insgesamt 10 Hotels plus die Unterkunft in Ijiri geworden. In fünf Hotels war ich nur 1 Nacht; in drei Hotels nur 2 Nächte. Hinzu kommt, dass ich 4,5 Wochen unterwegs war.

1- Steigenberger Airport Hotel Frankfurt (1 Nacht)
Unterschweinstiege 16, 60549 Frankfurt am Main, Deutschland
reservations@airporthotel.steigenberger.de; phone: +49.69.6975.0

Das Hotel: Das Hotel begrüßt seine Gäste mit einer riesigen Lobby. Rechts ist der Empfang. Für die Rush Hour gibt es 4 Schalter.  Links ist die Hotelbar, die nach einem Blick in die Karte alle wichtigen Klassiker listet. Die Aufmachung geht in Richtung luxoriös. Der Luxus reduziert sich auf dem Weg zum Zimmer. Oben am Zimmer angekommen ist es Hotel der Oberklasse.

Das Zimmer: Das Zimmer war groß und im modernen Design. Das Bad war relativ groß und bei meinem Zimmer mit einer ausgefallenen Gestaltung der Dusche: Die Rundung ragte in das Zimmer. Ein netter Designkniff. Der Service war. wie ich ihn beim Namen Steigenberger erwartet habe, sehr gut.

Umgebung: Das einzige in der Umgebung ist der Flughafen und die Schnellstraße. Für die Erkundung von Frankfurt ist das Hotel nicht geeignet. Als Startpunkt für einen früher Flug oder eine Übernachtung nach einer sehr späten Landung ist es aber ideal.

Anreise: Anreise mit der DB über Frankfurt Airport. Vom Busbahnhof des Flughafens fährt ein Hotel-Shuttle direkt zum Hotel. Ich vermute, es sind unter 10€ mit dem Taxi. Einen Fußweg zwischen Hotel und Flughafen habe ich nicht gesehen. In die Innenstadt ist es ein ganzes Stück mit dem Taxi (teuer).

Fazit: ideal für frühe Abflugzeiten oder späte Ankunftszeiten am Frankfurter Flughafen .

2 – Hotel Edoya / ホテル江戸屋
3-20-3 Yushima, Bunkyo-ku, Tokyo, 〒 113-0034 Japan
reserve@hoteledoya.com; phone: +81.3.3833.8751; fax: +81.3.3833.8759

Das Ryokan: Wie in jedem Urlaub, habe ich wieder im Hotel Edoya, meinen Zweitwohnsitz, übernachtet. Im Edoya hat sich nicht viel geändert. Von daher, schaut in die anderen Berichte.

Das Zimmer: Diese Mal hatte ich Zimmer 502. Mein Standardzimmer war ausgebucht. Die Größe ist ähnlich, aber der Grundriß ist anders. Schlaf- und Wohnraum waren nicht getrennt, sondern ein großer Raum. Nicht falsch. Die Toilette war wieder getrennt vom Bad, aber dier Grundriß hat mich genervt, da die Lichtschalter für den Flur aus meiner Sicht ungünstig positionert sind. Dafür hatte das Bad eine Holzbadewanne.

Der Service: Wie immer: Japanisch gut.

Umgebung: Ueno verändert sich. Ein benachbartes Gebäude wurde abgerissen. Bin gespannt was da in zwei Jahren steht. Ansonsten sind Ueno Park, Yushima Tenmangu, Akihabara und Kanda Myoin gleich um die Ecke. Mit den fußläufig erreichbaren U-Bahn-Linien Ginza (G) und Chiyoda (C), sowie der Yamanote und der Chuo-Bahnlinie sind alle Orte in Tokyo schnell erreicht.

Anreise: Von Narita aus empfehle ích weiterhin den Keisei-Liner mit Endstation in Ueno. Er ist sinnvoller als der NEX. Von Haneda aus (Haneda wird seit 2012 wieder für internationale Flüg genutzt) ist es etwas aufwendiger: Man kann die Monorail bis Hamatsucho nehmen und dort in die Yamanote oder Tokyu (gleicher Bahnsteig) wechseln und bis Okachimachi fahren. Oder man nimmt die Bahnlinie und steigt in Shinagawa um. Um die Yama/Tokyu kommt man nicht rum; außer man fahrt Zickzack mit 2 bis 3 U-Bahn-Linien.

3 – Hotel JAL City Haneda (1 Nacht)
4-11 Haneda Asahi-cho, Ota-ku, Tokyo, 〒 144-0042 Japan
phone: +81.3.5735.2525; fax: +49.3.5735.2611

Das Hotel / Das Zimmer: Ich für meinen Teil packe das Hotel in die Kategorie „Business Hotel“. Das Zimmer ist relativ klein. Dank eines Doppelzimmers war es allemal ausreichend für mich. Das Badezimmer hatte eine mittlere größe. Außer der Lobby und dem Zimmer habe ich nicht viel gesehen. Meine Aussagen sind daher begrenzt.

Der Service: Wie im Reisebericht erwähnt hatte ich meinen Pass im Hotel Edoya vergessen. Die daraus resultierende Hektik meinerseits wurde durch den japanischen Serviceansatz komplett abgefedert.

Teil des Hotelservice ist ein gratis Shuttelbus zum Flughafen (beide Terminals). Ich empfehle diesen zu nehmen. Mit dem Zug ist man nicht schneller und mit dem Taxi kostet das doch etwas Geld, denn zum Flughafen sind es noch ein paar Kilometer.

Umgebung: Die direkte Umgebung des Hotels habe ich nicht erkundet. Aber diese Gegend von Tokyo wird in den Reiseführern nur genannt, weil der Flughafen hier ist.

Anreise: Haneda ist weit weg von Tokyo (Yamanotering und innerhalb), also sollte man von dort nicht mit dem Taxi anreisen. Dies kann schnell 100€ kosten. Besser ist die Anreise mit der Keikyu-Linie. Die Bahnstrecke ist eine Verlängerung der Asakusa-U-Bahnlinie. Aber Vorsicht, nicht alle Züge fahren die Flughafen. Die Strecke teilt sich in verschiedene Ziele.

Vom Haltepunkt Anamoriinari sind es etwa 8 Minuten Fußmarsch. Man geht vom Bahnsteig in Fahrtrichtung weiter bis zur Straße, dort links und weiter bis zur Hauptstraße. Auf der anderen Straßenseite ist das Hotel. Man sieht es schon aus der Ferne. (Von Anamoriinari sind es 2 Stationen bis zum International Terminal des Flughafens.)

Fazit: Ähnlich wie das Steigenberger ganz zu Anfang ist dieses Hotel ideal für frühe Abflüge und späte Ankünfte.

4 – Nagasaki Nisshokan (1 Nacht)
20-1 Nishizaka-machi, Nagasaki-shi, Nagasaki, 〒 850-0051 Japan
phone: +81.95.824.2151; fax: +81.95.824.5299

Das Hotel: Das Hotel ist groß und besteht aus zwei Gebäudeabschnitten. Damit verbunden sind leider lange Wege ich ein Wechsel des Fahrstuhls, da man nicht in jeder Etage das Gebäude wechseln kann. Der große Speise wirkt etwas kühl und hat den Charme einer Jugendherbergskantine. Das Buffet ist allerdings umfangreich und der Service japantypisch. Die Flure verraten, dass dies nicht das jüngste Hotel ist.

Das Onsen wollte ich testen ist dann aber irgendwie beim Zeitplan hinten runtergefallen.

Das Zimmer: Das Zimmer war für japanische Verhältnisse sehr groß. Es war ein Doppelzimmer mit zwei großen Betten. Vor dem Fenster gab es eine Sitzgelegenheit. Der Balkon vor dem Fenster ist nicht zugänglich. Man kann den genialen Ausblick nur durch die Scheibe genießen.

Leider muss ich bezüglich Sauberkeit ein paar Punkte abziehen. Das erste Mal in Japan. Die Tatami waren schon etwas älter und damit rauh. Ein paar Staubflusen haben den Staubsauger überlegt.

Das Bad zeigte eindeutig Spuren vom Zahn der Zeit. Damit kann ich leben. Allerdings war die Keramik des Waschbecken matt. Ich empfehle einen starken Grundreiniger. Den Staub am Lüftungschlitz der Klimaanlage könnte man auch entfernen.

Umgebung: Der Blick auf die Karte täuscht. Durch die Lage auf dem Berg gibt es in direkter Umgebung des Hotels nichts außer die Aussicht. Man muss erst den Berg hinunter.

Anreise: Es sind etwas mehr als 1km Luftlinie zwischen Bahnhof und Hotel. Dennoch: Nehmt ein Taxi. Das Nisshokan liegt auf einem Berg und die Straße windet sind über mehrere Kilometer den Berg hinauf. Man muss im Prinzip zuerst zum Suwajinja und dann in Serpentinen bergauf zurück bis oberhalb des Bahnhofes.

Fazit: Nächstes Mal werde ich taktisch günstiger gelegenes Hotel unten in Nagasaki wählen.

5 – Henn Na Hotel, Huis Ten Bosch (1 Nacht)
Huis Ten Bosch Machi, Sasebo, Nagasaki-ken, 〒 859-3243 Japan
phone: +81.570.064.110

Das Hotel: Das Henn Na ist ein klasse für sich. Ich versuche es trotzdem … Von der Aufmachung gehört es für mich in die Gruppe „Business Hotel“. Alles im Hotel hat ein gerades und funktionales Design. Es gibt nur Roboter. Außer dem Wachmann habe ich kein Personal gesehen. Sicherlich ein Hotel für Geeks.

Nüchtern betrachtet ist es ein Business Hotel mit minimalen Service. Das Hotel wurde aus Modulen zusammengebaut. Mein Zimer in Block C hatte von außen den Charme eines Containerdorfes. Innen bleibt es funktional und reduziert.

Das Zimmer: Das Doppelzimmer ist ausreichend groß für zwei Personen. Das Badezimmer ist groß. Man betritt es mittig: Waschbecken und Spiegel geradeaus, rechts die Toilette. Zur linken ist das Badezimmer mit einer großen Badewanne und dem Duschareal.

Der Service: Der Service ist schwer zu einzustufen. Es gibt kein Personal, nur Roboter. Die Programmierung ist begrenzt auf Check-in und Check-out. Von daher sollte man vorher wissen, worauf man sich einlässt. Der Roboter auf dem Zimmer versteht nur Japanisch.

Umgebung: Gleich hinter dem Hotel beginnt Huis Ten Bosch, dessen Motto Holland ist. Der Amusement Park hat keine Fahrattraktionen wie die westlichen Freizeitparks. Es ist mehr ein Themenpark. Mehr ist nicht.

Anreise: JR stoppt am Bahnhof „Huis Ten Bosch. Es fahren stündlich Züge ab Nagasaki direkt hierher (83 min). Alternativ muss man in Isahaya umsteigen. Auch von Hakata gibt es Direktverbindungen (2 Stunden), allerdings mit geringerer Frequenz. Bei Locals muss man in Haiki umsteigen, eine Station von Huis Ten Bosch entfernt (Fahrzeit etwas über 2 Stunden). Eine Anreise mit dem Shinkansen erfordert ein Umsteigen in Shin-Tosu (Fahrzeit knapp unter 2 Stunden).

Zu Fuß geht das vom Bahnhof über die Brücke zum Hotel Okura und an diesem vorbei. Von hieraus weiter zum Hotel Nikko und auch an diesem vorbei. Das Henn Na ist hinter dem Nikko. (Achtung: auf googlemaps fehlt es noch im Satellitenbild; Stand Okt 2016)

Fazit: Man bekommt ein einfaches Business Hotel ohne Personal. Aber der Geekfaktor ist so hoch, dass ich, sollte ich nochmals in der Gegend nächtigen, wieder dort buchen werde.

 

Fazit 2016

Wenn dieser Urlaub eines war, dann verregnet. Drei Taifune, die meinen Weg kreuzten, sprechen für sich. Ich habe an 12 Tagen Regen notiert. Dabei hat es mir zwei Mal fast die Kamera zerlegt. Die Batterien im Blitz hatten einen fulminanten Kurzschluss. Wasserflecken auf dem CCD-Sensor und damit auf den Fotos sind sichtbar.

Top-3 Tage

So zurück geblickt gab es keinen Tag der von Anfang bis Ende genial war. Und so fiel die Wahl schwer. Ich habe daher die Top-3 Tage ausgewählt und 3 Einzelaktivitäten ergänzt. Letztere hatten allesamt Potential, um den Tag in die die Top-3 zu heben, aber der Rest das Tages war für eine höhe Gesamtwertung zu mau. Und so bleiben Sie als Einzelaktionen in Erinnerung.

  1. Die wenigen Stunden in Kurokawa waren wirklich entspannend. Zusammen mit Yufuin war es ein perfektes Wochenende.
  2. Der Tag in Nagasaski. Anreise mit dem Flugzeit, den ganzen Tag in der Yukata unterwegs. Nur der Abend lief nicht nach Plan, wurde aber durch die Konversation beim Buffet gerettet.
  3. 28. August mit Todoroki Valley, Tanzfest und Koenji Awa Odori.
  1. Das Danjiri Matsuri und die Leute, die ich dort getroffen habe.
  2. Die Abende an den Yatai von Fukuoka
  3. Der Abend im INCUBATOR
Worst-3 Tage
  1. Bando und Naruto; Das war echt ein gebrauchter Tag. Nichts hat geklappt. Das Wetter,  das Taifun 16 vor sich herschon, hat sein übriges getan. Der Tag des Taifuns war im Vergleich um längen besser.
  2. 27. August; Planungsfehler haben mich das Samba Festival und beinahe das Keonji Awaodori verpassen lassen.
  3. letzter Tag in Fukuoka – denn hier ist nichts passiert
Bilder

Diesen Abschnitt muss ich noch mal genau prüfen. Meine Idee ist, hier die 5-10 besten Bilder aus 2016 zu parken.

Die Top-3 Hotels
  1. Dogoya, Dogo Onsen, Matsuyama – Die Wahl zwischen Platz 1 und 2 viel mir nicht leicht. Für das Dodoya spricht zunächst das Zimmer, das einmalig genial war. Ausshlaggebend für Platz 1 war dann die Nähe zum Dogo Onsen Honkan.
  2. Sansou Tanaka, Yufuin – Das Ryokan war bis zum Schluss auf Platz 1. Das Rotenburo war einfach göttlich. Der Service hervorragend. Wenn überhaupt hat es gegen das Dogoya nur in einer akademischen Nachkommastelle verloren.
  3. Henn Na Hotel, Nagasaki – Für den Geek-Faktor gibt es den dritten Platz, auch wenn das Henn Na kaum mehr als ein Business Hotel mit der Optik eines Containerdorfes ist.

Im Vergleich zu diesem Hotels folgen alle anderen in einem großen Abstand auf den weiteren Plätzen.

Gedanken

Der Urlaub war teuer. Bei der Sichtung der Abrechnung stellte sich heraus, dass 3000€ Bargeld durchgerauscht sind. Autsch. Auch hier wird es eine Ursachenforschung geben. Ja, ich habe viel Geld in Izakaya ausgegeben, aber ein großer Teil ist wohl auch in Taxifahrten gegangen.

Das Thema „Yukata in Japan“ wird definitiv ausgebaut. Wetterbedingt gab es nur vier volle Yukata-Tage. Wenn ich die Abende in Yukata hinzurechne, komme ich auf 13Tage.

Soweit eine erste Zusammenfassung der Dinge. Kommen wir nur nun zu den Tops und Flops. Dieses Mal tue ich mir damit echt schwer. Kein Tag war von Anfang bis Ende gut; jeder hatte irgendwie eine „Sinnkrise“.

Zum Abschluss noch 3 besondere und 3 regionale Gerichte:

  1. Ramen bei Muku Zweite eine Fortsetzung von Frankfurt.
  2. japanischer Eisbecher mit Matcha- und Bohneneis.
  3. Essen am Yatai
  1. Iya-Style Soba
  2. Hakata (Tonkotsu) Ramen
  3. Shampon, Nagasaki
für die Statistik
26Landung, Asakusa,
Kappabashi
brülled heißabends Yukata
27Koshikawa, Samba,
Koenji Awaodori
heiß, Regenschauerabends YukataWorst #2
28Todoroki, Dance Fest.,
Koenji Awaodori
abends RegenTop #3
29Genki 1,
Shinjuku, Icubator
heiße, abends Regen台風 #10,
Einzel #3
30Genki 2,
Omoide Yokocho,
Kabukiza, Golden Gai
heiß
31Genki 3,
Yokohama Ramen
heiß
01Genki 4,
Omoide Yokocho
angenehm warm
02Genki 5,
TV Asahi, Bars
heißYukata ab Nachmittag
03NagasakiSonne, schönYukataTop #1
04Nagasaki
Huis Ten Bosch
teilw. Regen, bedeckt,
nicht so heiß
台風 #12
05Genki 6,
Check-in, Yatai
brüllend heiß
06Genki 7,
Fukuoka
brüllend heiß
07Genki 8,
Fuku.Tower, Baseball
Regen
08Genki 9,
Ohori Park, Nagahama
Sonne
09Genki 10,
Fahrt nach Yufuin
Sonneabends Yukata
10YufuinSonneYukata
11KurokawaSonneYukataTop #2
12Genki 11
Kumamoto
Regen
13Genki 12
Dazaifu, Yatai
bedecktEinzel #2
14Genki 13
Yotoku Inari Shrine
Regenschauer
15Genki 14
EVA-Test, Matsuri
bedecktabends Yukata
16Genki 15
nothing at all
bedecktWorst #3
17EVA (Zugfahrt)
Danjiri
bedecktZugfahrt in Yukata
18Wakayama-jo
Tama, Danjiri
Regenschauer,
abends Daueregen
Einzel #1
19Überfahrt,
Bando TEmpel
ab Mittag Regenabends YukataWorst #1
20Kotohira,
Marugame
Starkregenabends Yukata台風 #16
21IyatalSchauer, schwülheißabends Yukata
22Dogo Onsen,
Matsuyama
Regenschauerabends Yukata
23Uchiko, Ozusonnigabends Yukata
24Takamatsu,
Rückfahrt
sonnig
25AbreisesonnigYukata

Abreise; Servicewüste

Abreisetag. Ich habe genug Zeit, um schnell noch ein paar Souvenirs zu schoppen. In diesem Fall meint Souvenirs, dass ich den nächstbesten 7eleven plündere: Karree, Sake und andere Dinge.

Wechsel in die Yukata. und auf geht es zum Bahnhof. Während ich da stehe und warte fällt mir eines auf: Irgendwie verstehe ich die Streckenführung nicht. Der Zug rollt ein. Moment: Narita? Jetzt endlich fällt der Groschen: die Asakusa-Linie. In eine Richtung verlängert sich die Linie als Teil der Keikyu-Linie navch Haneda. In die andere Richtung wird aus der Linie die Oshiage-Linie, die zum Narita Sky-Express wird. Durch diese Kombination von U-Bahnlinien und Local-Expresses gibt es eine Verbindung zwischen Narita und Haneda und ich stehe am falschen Bahnsteig.

20 Minuten später bin ich im richtigen Zug und auf dem Weg. Als erstes muss ich die Koffer loswerden. Hier klärt sich auch, warum der Check-in nicht funktionierte: Code-Sharing mit Lufthansa. Ich muss zum LH-Schalter.

Und was soll ich sagen. Von hieran geht es bergab. Oder: Ich bin service-technisch bereits zurück in Deutschland. Der Service an Bord ist deutsch. Meine Frage nach etwas zu trinken wird mit Augenrollen quittiert. Ohja, wie schon wäre der Job als Stewardess ohne diese nervigen Leute im Flugzeug, die einfach nicht dehydrieren wollen.

Beim Essen gibt es nur noch ein Menü. Superplanung. Ich kann mit einer German Sausage leben, nicht aber mit dem Sauerkraut. Igitt. Schlimmer trifft es den Mann zwei Reihen vor mir. Nicht nur kann die Stewardess mit dem Wort „koscher“ nichts anfangen, sie kann dem Mann auch keine Alternative anbieten. Ihm bleibt nur, weitere 5 Stunden zu warten. Unterirdisch.

In Frankfurt ist es ein ewig langer Fußmarsch bis zum Gepackband. Ja, ich bin wieder in Deutschland: Der Gepäckwagen kostet 1€. Zur Strafe nehme ich die Amex zum bezahlen. Sollen Sie an den Gebühren verrecken.

Belibt die Frage: Deutsche Bahn? Ich prüfe Sixt und Avis. Nein, keine Alternative. Zu teuer. Also DB. Es klingt wie ausgedacht: Der nächste Zug fährt in 10 Minuten und hat 15 Minuten Verspätung. Ich kann also bequem zum Bahnsteig gehen. Leider ist eine Sitzplatzreservierung so kurzfristig nicht möglich. Verspätung, keine Sitzplätze 10 Minuten vor Abfahrt, ja ich bin zurück.

Zur Strafe für den Euro lasse ich den Gepackwagen an der Rolltreppe stehen. Dann kommt ein Zug. Auch nach Koblenz. 55 Minuten Verspätung. Warum nicht. Ein Zug ist so gut wie der nächste. Und meine Zug hat seine Verspätung noch ausgebaut.

Ich orientiere mich direkt in Richtung Bordrestaurant. Es ist perfekt: kein Bier mehr. Nur noch ein einziges alkoholfreises Weizen. Ich ordere eine Currywurst. Die ist noch vorhanden, aber keine Teller. Und so genieße ich C-Wurst, serviert in einem Pappkaffeebecher.

Ich bin berühmt für mein DB-Bashing, aber ganz ehrlich; die machen einem das auch wirklich einfach: Verspätungen, keine kurzfristigen Sitzplatzreservierungen, ein leergetrunkenes Bordrestaurant. Bravo.

In Koblenz schnappe ich mir ein Taxi. Auf die 20 Euro kommt es jetzt nicht mehr an. Morgen ist Montag. Die Arbeit geht wieder los. Japan 2016 ist offiziell zu Ende. Es bleibt, die Koffer auszupacken, den Blog zu komplettieren und die Fotos zu sortieren. Das hält mich bestimmt beschäftigt bis 2018.

Erkenntnis des Tages: Die Servicewüste Deutschland beginnt in Haneda am LH-Counter und die DB macht es einem wirklich einfach, sie nicht zu mögen.

Takamatsu; Zugfahrt

Der letzte volle Tag in Japan ist angebrochen. Morgen geht der Flieger nach Deutschland. Nach endlosem „Alles wieder in den Koffer quetschen aus dem es ursprünglich kam“ nehme ich ein Taxi zum Bahnhof. Das nenne ich blödes Timing. Der Express ist gerade weg. Der nächste fährt in einer Stunde. Ein Local kommt nicht in Frage. Seit Bando gilt „Fear the WanMan“.

Der Express braucht 3 Stunden bis Takamatsu. Dort angekommen suche ich einen Coin Locker. Alle belegt, aber es gibt eine Gepäckaufbewahrung. Etwas teurer, aber egal.

Das erste was mir auffällt sind die Flaggen auf dem Platz vor dem Bahnhof.  Ist das nicht Ingress? Die Frage beantwortet sich von selbst, als eine Truppe Japaner, die offensicht dem Widerstand angehören, über den Platz laufen. Heute scheint ein Turnier zu laufen.

Da ich kein Handy dabei habe und mich die Roamingkosten eh umbringen würden, bleibe ich bei meinem Touristenplan. Erster Stop sind die Ruinen der Burg von Takamatsu. Die Mauern stehen noch und ein Eckturm. Der Rest ist ein netter kleiner Park. Und überall Japaner die aufs Handy starren. Ich vermute 80% Ingress, 19% Pokemon und 1% typisches japanisches Verhalten.

Durch die Einkaufsstraße geht es richtig Süden. Überall Menschen, die auf Handys starren. Und die ohne Handy können keine gerade Linie laufen. Was ist das mit Japanern? Die machen mehr spontane Spurwechsel als einer polnischer LKW-Fahrer.

Mt. Yashima ist etwas zu weit weg, also bleibt für heute nur noch Ritsurin Koen, der – so betont es der Reiseführer – nicht zu den 3 „most beautiful gardens“ gehört. Der Garten ist groß und der Garten hat definitiv ein paar schöne Szenen, aber an Kanazawa und Okayama kommt er nicht ran. Gut, Mito steckt er locker in die Tasche.

Auf dem langen Weg zurück zum Bahnhof stoppe ich für Sanuki Udon, eine Spezialität aus der Kagawa-Region. Hinweis: Sanuki verweist zum einen auf die Nudeln aus speziellem lokalem Weizen, als auch die in den Udonläden gepflegte Art der Selbstbedienung.

Theoretisch hätte ich noch etwas mehr als eine Stunde, wenn ich auf den letztmöglichen Zug pokere. Lieber nicht. Ich schnappe meine Koffer und buche den 17:10 Uhr Zug nach Okayama. Der Sitz im Shinkansen ist ebenfalls reserviert.

Der Zug rollt. Ich habe ein paar Minuten bis es über die Seto-Ohashi geht. Da kommt Sie in Sicht und dichter. Ok, brechen wir es runter: Im Prinzip ist es nichts anderes als ein 13 km langes Brückensystem. Ich bin 2004 zum ersten Mal über die Brücke gefahren. Herje, das ist 12 Jahre her.

Bei der Ankunft in Okayama wird es bereits dunkel. Es folgt der Abschnitt der der einzige Grund ist, warum sich der JRP auf dieser Reise überhaupt lohnt: der Shinkansen bis Tokyo, also Shinagawa. Ich musste gestern noch schnell ein Hotel buchen. Ich habe eines in Shinagawa gewählt. Hier hält der Shinkansen und morgen der Zug nach Haneda. Es gibt keinen Grund bis rein nach Tokyo zu fahren.

Der Shinkansen braucht 4 Stunden. Warum nicht genießen. Vorbei an Himeji. Die Burg ist hell erleuchtet. Dann kommt Kobe. Wir schwenken nach Shin-Osaka ein. Die Skyline von Umeda ist sichtbar. Am Horizont versuche ich Haruka300 zu finden. Eine halbe Stunde später sind wir in Kyoto. Dann verschwinden die Lichter der großen Städte. Fahrt durch die Nacht. Wir erreichen Nagoya. Die Hälfte der Shinkanstrecke ist geschafft.

 Es folgen Städte wo ich noch nie war: Hamamatsu und Shizuoka. Hm. Auf diesem Abschnitt bin ich 2014 sogar mit dem Nozomi gefahren. Shin-Yokohama. Hier war ich vor wenigen Wochen. Der nächste Stop ist dann schon Shinagawa. Auf den verbleibenden 19km lohnt sich das Beschleunigen kaum.

22:33 Uhr. Shinagawa. Mein JRP ist noch 1 Stunde und 27 Minunten gültig. Ich könnte nach dem Check-in noch mal nach Tokyo reinfahren. Aber dann müsste ich ein Auge auf den letzten Zug werfen. Ich bin raus aus dem Rennen.

Erkenntnis des Tages: Die Generation „Kopf unten“ exisitert wirklich; Dank Ingress und Pokemon.