Die ersten Informationen zum Thronwechsel sind raus. Am 30. April 2019 um 17 Uhr wird der amtierende Kaiser das Taiirei Seiden no Gi durchführen: Er gibt die Reichsinsignien zurück und tritt damit ab.

Am nächsten Tag, dem 1. Mai 2019 um 10:30 Uhr führt sein Nachfolger das Kenji to Shokei no Gi durch: Er nimmt die Insignien entgegen und ist damit der neue Kaiser. Um 11:10 Uhr erfolgt dann ein Treffen mit der amtierenden Regierung.

Unten steht der genaue und sehr langweilige Ablauf beider Zeremonien, zumal beide die Insignien nicht anfassen oder bewegen. Alles ist so organisiert, dass es nicht so aussieht, als würde der amtierende Kaiser die Insignien direkt und aus eigenem Willen an seinen Sohn übergeben. Tja. Das ist Japan.


http://the-japan-news.com/news/article/0005619085

Details fixed for abdication,
enthronement ceremonies

Details fixed for abdication, enthronement ceremonies

The details of ceremonies related to the Emperor’s abdication and the crown prince’s accession to the throne have been decided at a meeting of the panel overseeing the ceremonies. […]

the-japan-news.com/news/article/0005619085


Die Reichsinsignien werden im Text als „Schwert und andere Dinge“ bezeichnet. Es handelt sich im das grasmähende Schwert „Kusanagi no Tsurugi“, den Spiegel „Yata no Kagami“ und den Edelstein „Yasakani no Magatama“. [wikipedia]

Die Insignien sind der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Niemand außerhalb des Kaiserhauses weiß also, wie sie wirklich aussehen und ob sie überhaupt existieren.

Das Schwert wird, so die offizielle Version, im Atsuta Jinja in Nagoya aufbewahrt und ist wohl kein Katana sondern ein Schwert … also gerade und zweischneidig. Den Schrein habe ich 2004 und 2008 besucht. Er ist eine Reise wert und liegt nur wenige Meter nördlich des alten Tokaido. Dennoch, im Artikel steht, dass das Schwert im Palast gelagert wird. Ich bin mir seitdem nicht mehr sicher, was jetzt in Nagoya liegt, oder ob das Schwert früher dort lag.

Der Edelstein lagert im Kaiserpalast, welcher selbst sehr unzugänglich ist. Obwohl ich 2013 zur Neujahrsbegrüßung auf dem Vorplatz war, vermute ich, dass ich immer noch einige hundert Meter vom Edelstein entfernt war. Der Spiegel liegt vermutlich im Ise Jinja, den ich 2004 und 2008 besucht habe.

Es bleibt die Frage, was am 30. April und 1. Mai während der Zeremonie benutzt wird. Die Originale? Kopien? Wird man Bilder, vielleicht sogar Livebilder seehen? Nichts genaues weiß man nicht.

Am heutigen Tag wurde offiziell die erste Kirschblüte in Nagasaki gesichtet. Damit ist das Rennen eröffnet. Wie der Bericht bei Asahi Shimbun auch sagt, ist die Kirschblüte damit 4 Tage vor dem Mittelwert. Letztes Jahr war die Kirschblüte 1 Woche (7 Tage) zu früh. Wer meinen Blog 2018 gelesen hat, hat dies gereicht, damit ich die Kirschblüte in Tokyo verpasse, war aber perfekt für Hirosaki und Kakunodate und ich konnte den Anfang in Hakodate (Hokkaido) erhaschen.

http://www.asahi.com/ajw/articles/AJ201903200032.html

First cherry blossoms of the season declared in Nagasaki:The Asahi Shimbun

First cherry blossoms of the season declared in Nagasaki:The Asahi Shimbun

NAGASAKI — It’s official: Spring has arrived .The Nagasaki Local Meteorological Office on March 20 observed the blooming of somei-yoshino cherry trees, the earliest across the nation […]

www.asahi.com/ajw/articles/AJ201903200032.html

Woran erkennt man, dass man zu lange in Japan ist?
Man schreibt Baumkuchen mit 7 Silben!

バウムクーヘン

Es ist einer meiner Running Gags über Japan. Und ja, es ist etwas Wahres dran. Ich weiß nicht warum, aber Japaner stehen auf deutsche Konditoreien (alle Torten in Japan sind der Hammer), deutsches Brot und Brötchen (gerade Brot ist für Japaner urdeutsch, und da ist ja auch was Wahres daran) und warum auch immer, BAUMKUCHEN.

Und dass mein Eindruck nicht trügt, zeigt mir der heutige Artikel auf Japan News:


Hiroshima cake world’s longest baumkuchen, Guinness says:The Asahi Shimbun

Hiroshima cake world’s longest baumkuchen, Guinness says:The Asahi Shimbun

An amazingly long and mouth-watering baumkuchen cake was created here on March 17 to mark the 100th anniversary of the dessert’s arrival from Germany […]

Source: www.asahi.com/ajw/articles/AJ201903180028.html


2004 gab es genau drei verschiedene Ausführungen des Japan Rail Pass: East, West und All. Damals musste man im Ausland einen Gutscheinschein kaufen (und dabei alle seine Flugdaten parat haben), den man dann in Japan bei Japan Rail umtauschen konnte … Hat sich das geändert.

Man kann den Japan Rail Pass jetzt auch in Japan kaufen. Allerdings ist er in der Regel ¥1000 (10€) teurer. Das ist sicherlich eine Erleichterung für Kurzentschlossene und schon seit 2016 oder noch früher möglich … Mir ist das nie aufgefallen, da bei mir der Kauf des Tickets zu den Vorbereitungen gehört. So weiß ich immer, dass ich alle Hotels und alle wichtigen Bahntickets in der Tasche habe, wenn ich in den Flieger steige. Und nebenbei entzerrt es die Belastung der Kreditkarte.

Was aber wirklich komliziert geworden ist, ist die Auswahl des richtigen Tickets. Es gibt mittlerweile 25 verschiedene Pässe, die von den 6 verschiedenen (!) Japan Rail verkauft werden. Es sind:

  • JR Hokkaido (1): Hokkaido Rail Pass
  • JR East (6): Tokyo Wide Pass, Tohoku Area Pass, Nagano-Niigata Area Pass, Hokuriku Arch Pass, Tohoku South Hokkaido Pass und der East-South Hokkaido Arch Pass
  • JR Central (4): Takayama-Hokuriku Area Pass, Ise-Kumano-Wakayama Area Pass, Alpine-Takayama-Matsumoto Area Pass und Mt.Fuji Shuzuoka Area Pass Mini.
  • JR West (9): Kansai Area Pass, Kansai Wide Pass, Kansai-Hiroshima Pass, Sanyo-San’in Pass, Kansia Hokuriku Pass, Hokuriko Area Pass, San’in-Okayama Pass, Hiroshima Yamaguchi Pass und der Okayama Hiroshima Pass
  • JR Shikoku (1): All Shikoku
  • JR Kyushu (4): All Kyushu, North, South; Fukuoka Wide Pass
  • JAPAN RAIL PASS (für ganz Japan)

Über all diese Pässe schreibe ich demnächst wohl mal eine Zusammenfassung [LINK]. Jetzt und hier für meine 2019er Reise fallen viele Pässe raus: JR Hokkaido, Kyushu und Shikoku beschränken sich auf die entsprechenden Inseln. JR West und Central bedienen die Kanto-Region nicht. Bleibt nur noch der volle JRP oder etwas von JR East.

Und jetzt weiß ich auch wieder, warum ich immer den vollen JRP habe. Meistens startet oder endet meine Reise in Tokyo, führt mich aber auch immer nach oder durch Chuubu und Kansai … Und dieses Mal? Ich bleibe in der Kanto Region.

Es gibt nicht nur Japan Rail

Und das eben war NUR Japan Rail. Es gibt dutzende andere Bahnlinien mit eigenen Pässen. Teilweise kann man einzelne JR-Linien mitbenutzen. Teilweise kann man beim JRP andere Bahnbertreiber mitbenutzen. Alle Pässe aufzulisten dauert zu lange. Die Pässe bieten teilweise freien oder vergünstigten Eintritt vor Ort. Den richtigen Pass bzw. die richtige Passkombination zu finden, kann Tage am Computer erfordern. Hier eine Auswahl:

  • Tobu: Hakone Free Pass
  • Toku-Nikko Pass
  • Sendai Pass
  • Kansai Thru Pass (fast alles in Kansai außer JR)

Für Tokyo alleine gibt es noch viele weitere, zusätzliche Optionen, da man hier die U-Bahn berücksichtigen muss, und zudem, dass es zwei (!) U-Bahnen in Tokyo gibt: Tokyo Metro und Toei. Derzeit sind folgende Pässe im Angebot:

  • Tokyo Metro Day Pass
  • Tokyo Metro und Toei Day Pass (ich würde die ¥100 mehr investieren)
  • One-Day Tokyo Ticket (Tokyo Subway und Japan Rail Lines)
  • Tokyo Subway Ticket für ein, zwei oder drei Tage
Und was mache ich nun?

2014 war ich eine Woche auf Kyushu und eine Woche auf Shikoku. Ich habe vorwärts und Rückwarts gerechnet. Am Ende ist es der volle JRP geworden. 2018 hatte ich kurz den Tateyama-Pass von JR Central im Auge, da ich ja den Hokurikyu-Bogen und den Tateyama-Kurobe-Pass (eine Passtraße, kein Zugticket) befahren habe.

2019 nun bleibe ich zum ersten Mail in einer Region und auch in dem Bereich einer einzigen Japan Rail. Premiere. Meine aktuelle Planung sieht daher wie folgt aus:

  • 1x One-Day Tokyo Ticket … für den Ankunfstag mit Shibamata
  • 1x Tokyo Subway Ticket für 3 Tage … für die Zeit in Tokyo
  • 2x Tokyo Wide Pass … für den Trip nach Minakami oder
    1x JR East Nagano-Niigata-Pass

Wie ich die Ausflüge ab Yokohama organisiere, weiß ich noch nicht. Zumal die Shinkansenstrecke Tokyo-Yokohama und Yokohama-Odawara im Tokyo Wide Pass nicht enthalten sind. Der Tokaido Shinkansen ist von JR West, das Ticket von JR East.

Andererseits: Zwei Tokyo Wide Pässe kosten ¥20.000, der 5 Tage gültige Nagano Niigata Pass ¥17.000. Dagegen steht der JRP mit ¥29.000. Über 100 € mehr zu bezahlen, nur für diesen kleinen Abschnitt des Tokaido Shinkansen … Ich glaube, da setze ich auf Lücke.

Der Text ist länger geworden als gedacht, daher habe ich den Blogeintrag geteilt. Hier ist der zweite Teil, beginnend mit der Brücke des Shuto Expressway No. 6.

(9) Brücke des Shuto Expressway No. 6

Auf halber Strecke zwischen Ryogokubashi und Shinohashi wechselt der Shuto Expressway No. 6 (Mukujima Line) die Flussseite. Der Expressway läuft weite Strecken entlang des Flusses, da zu seiner Bauzeit hier der einzige Platz war, an dem noch keine Gebäude standen.

(8) 新大橋 .. Shin-o-hashi
  • Länge 170,00 m; Breite 24,00 m
  • erste Brücke 1693; aktuelle Brücke 1976

Diese Brücke, nicht weit von der Ryogokubashi existiert seit dem Jahr 1693 und stand damals etwas südlicher. Damals war es eine von vier Brücken über den Fluss. Die anderen sind: Ryogoku-bashi, Eitai-bashi und Azuma-bashi. Der Name referenziert auf die alten Namen der Ryogoku-bashi, der O-hashi war.

Anders als andere Brücken überlebte die damalige Version (eine Fachwerkkonstruktion) das große Kantobeben von 1923. Sie ist daher auch als „Life Saving Bridge“ bekannt, da sie als Evakuierungsroute nach dem Beben zur Verfügung stand.

Die Brücke wurde über 20 Mal neu aufgebaut. Der aktuelle Bau ist von 1976 und ist damit der zweitneueste Bau. Es ist eine Schrägseilhängebrücke mit nur zwei Seilen. Die Stahlunterkonstruktion der Farhrbahn und die Pyllone sind orangegelb, Seile und der obere Bereich der Fahrbahnkonstruktion sind weiß. Nachts ziert eine grüne Lichterkette die Fahrbahnebene, die Pylonen werden von unten durch Scheinwerfer angestrahlt und leuchten in ihrem orangegelb.

Utagawa Hiroshige hat die damalige Brücke und einem Ukiyo-e vereweigt (1857) und sogar Van Gogh malte sie in seinem Bild „Brücke im Regen“ (1887), was eine Kopie des zuvor genannten Ukiyo-e ist. Van Gogh war selber nicht in Japan.

Die Brücke, welche zu den 100 Views of New Tokyo gehört, ist drei Minuten von der Morishita Station der Toei-Oedo- bzw. Shunjuku-Line entfernt.

(7) 清洲橋 .. Kiyosu-bashi
  • Länge 186,20 m; Breite 22,00 m
  • aktuelle Brücke: März 1928

Diese Brücke von 1928 hat ein deutsche Vorbild: die Deutzer Hängebrücke in Köln von 1915 (kollabierte am 28.02.1945 augrund von Kriegsschäden). Die Kiyosu-bashi ist wie ihr Vorbild eine Kettenhängebrücke; eine Bauform die heute nicht mehr eingesetzt wird. Sie gilt als eine der elegantesten Brücken in Japan.

Die Brücke verbindet Nihonbashi mit Nakasu. Die Kiyosumi-Shirakawa Station der Hanzomon-U-Bahn-Linie ist etwa 7 Minuten entfernt.

(6) 隅田川大橋 .. Sumidagawa-o-hashi
  • Länge 391,70 m; Breite 27,50 m
  • erste und aktuelle Brücke: 1979

Die doppelstöckige Brücke ist ein Zubringer zum Expressway. Es ist die Suitengu-dori, die ein Teil von Expressway 9 (Fukugawa Line) ist. Die Konstruktion hat zwei Ebenen und besteht abschnittsweise Hohlkasten und Plattenbalkenelemente. Die untere (lichtgeschützte ?) Ebene ist türkis grün. Die obere Ebene eher ein helles graublau.

(5) 永代橋 .. Eitai-bashi
  • Länge 184,70 m; Breite 22,00 m
  • erste Brücke: 1696 (1698); aktuelle Brücke: 1926

Die erste Brücke wurde 1696 (oder 1698) für den 50. Geburtstag von Shogun Tokugawa Tsunayoshi errichtet und verbindet Fukagawa und Nihonbashi. Sie ersetzte die Fährverbindung Fukagawa-no-watashi. Die Brücke war 200 m lang und 6 m breit. Sie gründete auf 30 Pfeilern.

Damals war es eine von vier Brücken über den Fluss, die Edo mit Futagawa verband. Die anderen sind: Ryogoku-bashi, Azuma-bashi und Shin-Ohashi.

Am 20.09.1807 gab es an der damaligen Brücke (prinzipiell war es immer noch die Version 1696) ein schweres Unglück mit über 1400 (einige Quellen nennen 1500) Toten, als Teil der Konstruktion unter dem Gewicht von Besuchern des Schreinfestes am Tomioka Hachimangu zusammenbrach. Die Brücke ist auf Bild 29 der Serie „48 Views of Edo“ von Utagawa Hiroshige II aus dem Jahr 1862 verewigt. Die Brücke ist zudem berühmt, da sie Teil des Rückzugsweges der 47 Ronin von der Honja-Kira-Residenz zum Sengaku-ji war.

In 1897 wurde die Holzkonstruktion aufgegeben und durch eine Stahlkonstruktion ersetzt. Es war damit die erste Stahlbrücke in Japan. Dennoch: Der Unterbau war weiterhin aus Holz und verbrannte als Folge der Feuer des Kantoerdbeben 1923. Der Wiederaufbau wurde 1926 abgeschlossen. Das Design ist eine Anleihe an die Ludendorff-Rheinbrücke. Sie wird als maskuliner Kontrast zur feminien Kiyosu-bashi gesehen.

Der Bogen der Brücke ist nachts blau illuminiert. Zusammen mit der Beleuchtung der an den Senkrechten Streben aber ohne Licht an der Fahrbahnplatte ergibt sich ein spannender Lichteffekt. Das Foto ist ein Zufallsschnappschuss aus dem Bus. Ich muss das 2019/2020 nachlegen.

Nach der Etaibashi verzweigt der Sumidagawa. Die Fähre nimmt den Westarm.

(4) 中央大橋 .. Chuo-o-hashi
  • Länge 211 m; Breite 25 m
  • erste Brücke: 1924; aktuelle Brücke: 1993

Die mittlere neue große Brücke (Chuo-Shin-O-Hashi) wurde erst 1993 gebaut. Mit stand 2019 ist es damit die zweitneueste Brücke am Sumidagawa. Ich die Brücke führt die Bundestraße 463 und verbindet Chuo (daher der erste Teil des Brückennamen) mit dem Bezirk Tsukuda.

Es ist eine Hängebrücke mit 32 Seilen in Fächeranordnung (Schrägseilhängebrücke). Besonders an dieser Brücke ist, dass sie nicht gerade ist, sondern eine leichte Kurve bildet. Sie ist asymmetrisch mit nur einem Pylon. Das Design stammt von einem französischen Architekturbüro. Der Pylon nimmt Designanleihen an den traditionellen Samuraihelmen (Kabuto). Auf der Mitte der Brücke steht eine Statue, genannt „The Messenger“, der Freundschaftsgeschenk zwischen den Flüssen Sumida und Seine (Frankreich) ist.

Der Pylon ist weiß, die Fahrbahnkonstruktion hellgrau. Bei Nacht wird der Pylon angestrahlt. Die Farbe ist ein Orangeton, der den Pylon gerade in der späten Dämmerung in gutem Kontrast zum dunkelblauen Himmelsteht.

Die dichteste U-Bahn-Station ist Hachibori auf der Hibiya-Line bzw. JR-Keiyo-Line.

Fun Fact: Der Bau der aktuellen Brücke wurde am 26.08.1993 abgeschlossen und damit am gleichen Tag wie der Bau der Rainbow Bridge.

(3) 佃大橋 .. Tsukuda-o-hashi
  • Länge 476,30 m; Breite 25,20 m
  • erste und aktuelle Brücke: 1964

Diese Brücke von 1964 war die erste, die erst nach WWII gebaut wurde, um den Verkehr über die Kachidoki-bashi zu entlasten. Sie verbindet als Teil der Bundestraße 473 den Stadtteil Tsukiji mit der künstlichen Insel Tsukishima. Mit ihrer Eröffnung wurde die letzte Fährverbindung über den Sumida, die Tsukuda-no-Watashi, eingestellt, die 300 Jahre lang arbeitete.

Ihr Design ist ähnliche der Ryogoku-bashi. Das ist irgendwie alles was ich über diese Brücke sagen kann. Im Netz gibt es keine weiteren spannenden Infos über diese wohl damit langweiligste Brücke im Südabschnitt des Sumida. Die Tsukishima Station der Toei-Oedo und der Yurakucho sind nahebei.

(2) 勝鬨橋 .. Kachidoki-bashi
  • Länge 246,00 m; Breite 22,00 m
  • erste und aktuelle Brücke: 1937

Die Brücke ist die einzige Brücke am Sumidagawa, die geöffnet werden kann. Sie wurde 1940 eröffnet und sollte die künstliche Inseln (Harumi und Toyoso), die zu diesem Zeitpunkt hier entstanden, mit dem Rest von Tokyo verbinden. Die Brücke ist benannt nach der zuvor hier operierenden Fähre Kachidoko-no-watashi.

Damals lag die Brücke an der Mündung der Sumida, die sich durch die künstlichen Inseln weitnach Süden verschoben hat. Damals war hier der Hafen von Tokyo und die Passage von Schiffen notwendig. Aufgrund der Anzahl der Schiffe dauerte die Öffnung der Brücke über 20 Minuten, obwohl sich die Klappen in knapp 90 Sekunden bewgen. Der Autoverkehr wurde auf diese Art 5 bis 6 Mal am Tag unterbrochen.

Kachidoki-bashi wurde zuletzt 1970 geöffnet. Die Mechanik kann aber heute noch in Rahmen von Touren besichtigt werden. Heute ist die Öffnungsfunktion sinnlos, da südlich der Kachidoki-bashi eine weitere Brücke gebaut wurde, die Tsukuji-bashi.

Die Kachidoki-bashi hat in den letzten Jahren eine sehr schöne nächtliche Beleuchtung erhalten: Die Fahrbahnebene bildet einen blauen Streifen entlang aller drei Brückensegmente. Die beiden Bogen sind grün beleuchtet; anders als die blauen Lichtpunkte der Fahrbahnebene ist der Stahl des Bogens komplett angestrahlt. Damit ist dies noch eine Brücke, die ich am Abend (oder sehr früh am Morgen) erwischen muss.

Die nächstgelegenen U-Bahnstation sind Kachidoki (Exit A4) und Tsukijishijo (Exit A1) der Toei-Oedo-Line.

(1) 築地橋 .. Tsukiji-bashi
  • Länge 00 m; Breite 00 m
  • erste und aktuelle Brücke: 201x

Die Brücke ist so neu, dass sie bei googleMaps noch keinen Namen trägt und be Bing noch ausgegraut und nur beim Reinzoomen angezeigt wird. Bei Openstreetmaps heitß sie Tsukiji-bashi. Der Name wird auch von NHK „Tokyo Eye 2020 genannt“

Es ist letzte Brücke am Fluss und der Bootsfahrt zum Hamarikyu-Teiein. Kurz hinter dieser Brücke biegt das Boot ab in den Hamarikyu-Teien. Die Brücke ist direkt am berühmten und mittlerweile (Oktober 2018) geschlossenen Tsukiji-Fischmarkt. Der neue Fischmark liegt in Toyoso und in Verlängerung der Brücke.

Der Sumidagawa mündet kurz danach in die Tokyo Bay. Auch wenn es nicht so aussieht, da sich künstliche Inseln immer weiter in die Bucht erstrecken und so den Flusslauf künstlich verlängern. Hier steht eine weitere, wohl die bekannteste Brücke von Tokyo: die Rainbow Bridge.


Wirklich gute Fotos gibt es hier: http://coolphotojapan.com/coolphotojapan/category/long-exposure-tokyolet-project/bridge/sumida-river