Lost in Translation (Film)

Gleich vorab. Ich kann über diesen Film bezüglich der Szenen nichts schlechtes sagen. Es passt alles zusammen (eine kleine Ausnahme). Ich erwähne diese Film eigentlich nur, weil er an vielen Stellen Tokyo (und Japan) so darstellt, wie ich es auf meinen ersten Reisen empfunden habe. Der Film hat hier seine Stärken in den ruhigen und langen Einstellungen. Es ist halt eine Romanzenschnulze.

Der Film spielt primär in Shinjuku. Es gibt aber auch ein paar Szenen in Shibuya und kurz vorm Ende einen Ausflug nach Kyoto.

Er zeigt auch ein paar Orte, an denen ich nicht so ohne weiteres fotografieren kann/darf. (Anders als andere Touristen respektiere ich die Regeln. Daher gibt es z.B. keine Fotos von Geishas oder dem inneren Tempelbereich von Koyasan.)

Shinjuku

Die ersten Einstellungen setzen den Ort und die Stimmung. Das ist Shinjuku, genauer gesagt die Yasukuni Dori, von der Kabukicho und Godzilla Road (gab es damals unter dem Namen noch nicht) abzweigen. Diese Leuchtreklame. Inbegriff des modernen Tokyok. Das Bild, das hier von Shinjuku gezeichnet wird, passt sehr gut zu dem Bild, das ich in Erinnerung habe. — und So sah die Gegend 2008 aus:

Das Park Hyatt

Das Hotel in dem Film ist das 5-Sterne-Hotel Park Hyatt in Shinjuku. Es findet sich auf vielen Fotos von mir. Die drei Türme mit den nachts beleuchteten Dreiecken auf dem Dach ist eine typische Szene für den Wolkenkratzerbezirk von Shinjuku.

Der Blick aus dem Hotelzimmer passt. Es ist ein Zimmer auf der Ostseite. Von hier aus kann man sowohl das Mitsui Building sehen, als auch, vermutlich im dritten und hächsten Trurm. Das Panorama mit Yoyogi Park (Meiji Schrein) rechts, dem Docomo Tower und dahinter ein Stück vom Shinjuku Gyoen ist genial. Im Hintergrund sieht man den Tokyo Tower und rechts davon Mori Tower von Roppongi Hill. Tokyo Midtown fehlt, da es noch nicht gebaut wurde. Hier bekommt man einen guten Eindruck wie groß die Stadt ist.

Die große Straße ist die Koshu-kaido. Südlich vom Hotel gibt es hier Auf-/Abfahrten zu verschiedenen Expressways. In Verlängerung (Blickrichtung) gelangt man zu Shinjuku Eki. Die Koshu-Kaido ist die Straße, die zwischen dem alten und dem neuen Banhhofsgebäude über die Gleise führt und u.a. im VNV-Nation-Video zu sehen ist. Von der Fußgängerbrücke hat man übrigens einen perfekten Blick auf das Park Hyatt. — Hier das Hotel (das letzte Foto ist ein Blick von Roppongi Hill aus: links ist das Park Hyatt):

Wer den Blick in etwa nachstellen will, kann zum Tokyo Government Buildung gehen. In beiden Türmen gibt es oben Aussichtsplattformen (abwechselnd geöffnet) mit fast dem gleichen Blick. Und man hat das Park Hyatt mit im Bild.

Shinjuku /vs/ Omotesando

Einen Kritikpunkt habe ich dann doch: Charlotte (Scarlett Johansson) schaut hier auf eine Karte des U-Bahn-Netzes. Der orange Punkt markiert, dass sie sich hier befindet. Und hier ist in diesem Fall Shibuya, wo die Ginza-Line (gelborange) und Hanzomon-Line (Lila) enden.

In der nächsten Einstellung steht sie doch am Bahnsteig in Omotesando. Das ist die Station vor Shibuya. In Shinbuya angekommen fährt sie mit der Rolltreppe nach oben. Das müsste aber Omotesando sein, denn die U-Bahn endet in Shibuya im Obergeschoss und man muss die Rolltreppe herunter fahren. Die letzte Einstellung

Der Tempel

Dies ist eine Szene, die sehr gut die Stimmung an einem regnerischen Tag einfängt. Ich habe keine Aufnahmen von Möchen, die beten. Es wäre einfach unhöflich.

Shibuya

Wenn man Party in Tokyo sagt, dann meint man (zumindest in 2008) Shinbuya. Das war und ist eigentlich immer noch der Inbegriff des  jungen, trandigen Tokyo. Shunjuku sind die Wolkenkratzer (Büros) und Adult Entertainment.

Den Blick von Bild 1 hat vom aus dem Starbucks.. — Und natürlich spielen die Szenen auf der Scramble Square. Hier ein paar von meinen Fotos.

Diese Game Show

Die Dekoration und der Showmaster sind nicht übertrieben. Genauso wacky sehen machen TV-Shows aus. Und wenn mich nicht alles täuscht, habe ich von dieser Show sogar ein Foto (3. Bild). Und wenn nicht, ist es verdammt dicht dran.

Arcade und Pachinko

Zwei moderne Orte, von denen ich keine Fotos habe, sind Arcades (Spielhallen) und Pachinko-Hallen, dabei sind sie so typisch für Japan. In den einem gibt es durchgeknallte Spiele und bei Pachinko schaut man auf Kugeln, die in einem Raster aus Stiften nach unten fallen.

Ein paar weitere Bilder

Bei Bild 1 bin ich etwas unsicher. Das müsste Shinjuku sein. Aber der rote Streifen gehört eigentlich zur Marunouchi-Line. Bild 2 mit der Rainbowbridge ist dagegen einfach. Bild 3 ist ein Blick in die Kabukicho. Bild 4 zeigt wieder die EPSON-Werbung, die ich nie fotografiert habe. Das Taxi ist in der Yasukunidori und müsste sich fast direkt am Eingang zur Kabukicho befinden. Die Sushibar in Bild 5 ist so typisch.

Die Brücke in Bild 6 ist nicht die gleiche wie in Bild 1. Das ist Shibuya. Der Zug (U-Bahn) hat einen gelben Streifen und gehört damit zur Ginza-Linie. Die Aufnahme stammt von der Straße 305 und ist heute so nicht mehr möglich. Die haben die 2018/2019 die Gleise verschoben (und einen neuen Bahnhof für die Ginza-Line gebaut [LINK].

Für Shinjuku und die Rainboxbrdige habe ich Entsprechungen. Zum letzten Foto habe ich nur diese Version

So typisch Japan

Hier sehen wir einen Mitarbeiter des Hotels. Wie auch Taxifahrer trägt er weiße Handschuhe. Im zweiten Bild sieht man, wie er die Tür offenhalt und die linke Hand oben an den Türrahmen hält, damit der Fahrgast sich beim Aussteigen nicht versehentlich den Kopf stößt. So einen Service gibt es nur in Japan.

Ohashi und Masu

Das mit den Masu, den hölzernen und quadratischen Sakebechern passt. man trinkt über die Ecke. Ich selbst streue bei manchen Sakesorten etwas Salz auf die Kante. Das mit den Stäbchen müssen wir noch mal üben. Man fasst sie etwas höher an.

Shinkansenfahrt

Hier werden wieder Erinnerungen wach. Vorbei am Fuji (Bild 1). Das Gebäude in Bild 2 sagt mir auch was. Dem Sitzbezug (Bild 4) nach müsste das ein 700er-Shinkansen sein, den wir in Bild 5 einfahren sehen. Auf dem Gleis im Hintergrund steht ein 500er. Und in Bild 6 sehen wir noch einen älteren 100er. Die 500er und 100er sind nicht mehr in Nutzung. Und auch der 700er befindet sich in der Ausmusterun. — Hier geht es zu meinen Shinkansenfakten: [LINK][Link Zugtypen]

Argh. Mich nervt gerade, dass ich das Gebäude mit dem roten Dach nicht einordnen kann. Ich tippe auf Atami, bin mir aber alles andere als sicher. Und google mit seinen grottenschlechten Algorithmen ist auch keine Hilfe.

Kyoto

Hier wird ein wenig geschummelt. Es wirkt, als wäre dies ein Ort. In Wahrheit sind es zwei. Zugegeben, es wird nicht gesagt, dass es nur ein Ort ist. Von daher lasse ich das mal durchgehen.

Die ersten beiden Bilder sind aus dem … ich sage jetzt man Nanzen-ji. Es müsste das Sanmon sein, von dem ich kein Foto habe, weil es bei meinem Besuch 2014 eingerüstet war. Ich bin mir realtiv sicher, auch wenn man eine Hochzeitsgesellschaft sieht, die man eher in einem Schrein antrifft. Ich vermute, dass das Brautpaar das Grab der Großeltern besucht hat. Die letzten 3 Bilder sind aus dem Heinan Jingu. Bei Orte liegen im Osten und nur etwa 900m auseinander. Ich habe sogar ein Foto von den Steinen im Wasser.

Noch ein bischen Shinjuku

Das erste Bild ist direkt vor dem Government Building aufgenommen. Ich bin fast an der gleichen Stelle über die Hecke gesprungen, als ich auf der VNV-Nation-Fotojagd war. Dieser Werbewagen der Polikers ist etwas, was ich nur aus Japan kenne.

Das dritte Bild zeigt das Government Buildung im Hintergrund. Links sieht man den Schriftzug „Yodobashikamera“ in Kanji. Es ist aber nicht die Plaza Dori, sonder die Chuodori. Es gibt mehrere Yodobashi westlich vom Bahnhof; hat mich bei der Vorbereitung für diee VNV-Nation-Safari immer wieder verwirrt. Die Szene im VNV-Video ist (a) beim anderen Yodobashi in dieser Straße und (b) in die andere Richtung aufgenommen.

Abfahrt

Der Film endet mit der Taxifahrt von Bob Harris (Tom Hanks) zum Haneda Aiport. Dies sind wieder Bilder, die so typisch sind für Japan. Soweit ich das sehe gibt es keine Probleme mit der Reihenfolge.

Die Straßenlaternen in Bild 1 sind Nishishinjuku, wo das Government Building und das Park Hyatt stehen. Die Brücke ind Bild 2 gehört zum Komplex des Government Buildung (kommt auch VNV Nation vor). Tokyo Tower (Bild 6) darf nicht fehlen. Und ich werde das Gefühl nicht los, dass ich das Gebäude in Bild 8 kenne.

Jumper (Film) … Was jetzt, Ginza oder Shibuya?

Ich habe den Film Jumpers noch mal gesichtet. Das Ding hat mehr Fehler als nur diese Ginza-Shibuya-Szene, auf die ich noch zu sprechen kommen werde. Bereiten wir das Ganze chronologisch auf. Der Japanspaß beginnt in Minute 58 …

1 — Wilkommen in Shibuya; WTF

Die erste Szenen nach dem Jump nach Tokyo zeigt eine Zuglinie im Hintergrund auf einem Viadukt mit Rundbögen. Meine erste Vermutung war daher: Yamanote-Linie irgendwo im Abschnitt zwischen Shimbashi und Tokyo. Das der einzige Abschnitt, den ich kenne, mit solchen Bögen.

Ich finde eine Straße bei Koordinate MQF6+77 mit einem ähnlichne Blick auf ein Viadukt und der Straßenbelag in der Gasse stimmt. Aber die Hausfassaden sind falsch und der Laternenpfahl aus Beton fehlt. Ich stehe vor einem Rätsel.

Mir bleibt wohl nichts anderes als die Bahnlinien in Tokyo abzulaufen. So viele Viadukte kann es ja nicht geben. Und die werden auch nicht irgendwo am Arsch der Welt gedreht haben. Ich werde dran bleiben …

Die Bar ist übrigens typisch für Tokyo/Japan. Etwas rumpelig, aber gemütlich.

Und Cut. Plötzlich steht David in Shibuya. WTF. Äh, was? Ich weiß, dass kleine Gassen in Tokyo auch mal in 8-spurige Verkehrsachsen münden, aber dieser Cut ist zu abrupt. Nichts stimmt. Wo ist die Gasse gebleiben? Sie müsste nnoch zu sehen sien. Die Laustärke ist falsch. Der Straßenlärm ist anders.

War das jetzt ein Jump? Mit dem Chaos, das folgt, kann man sich nicht sicher sein.

Egal. Er steht an der Shibuya Scramble Square. Am Ende des diagonalen Zebrastreifens, gegenüber vom Hachiko-Eingang der JR Shibuya Station. Im Hintergrund sieht man die Eisenbahnbrücke von Shibuya. Der Schrift ist nicht komplett. Es ist aber die einzige in dieser Art beschriftete Brücke in Tokyo. Ein 90°-Schwenk und man blickt auf die Fußgängerüberführung. Zum besseren Verständnis habe ich einen Screenshot von google-Streetview beigefügt.

Hier zwei Bilder von mir: (A) David steht im Prinzip vrom Starbucks. Ich slebst stehe auf der Fußgängerbrücke. (B) Hier stehe ich an der Scramble Square. Man sieht die Fußgängerbrücke. David stand auf der anderen Staßenseite.

Fazit: Shibuya ist soweit OK. Aber der Cut aus der Nebenstraße. NEIN. I call bullshit. Jump oder nicht. Außerdem: Wieso landet David in der Küche von dem Izakaya. Er kann doch nur an Orte, die er kennt, oder?

3 — Wieso Ginza Station?

Gleich die nächste Szene: Das sind die Korridore der Ginza Station. Die kenne ich ganz gut, da sie an der Ginza-Line liegt. Ein weiterer Beweis ist die Straßenkarte (Norden ist auf der Karte links unten) und in einer Szene zuvor war ein Wegweiser zum Bahnsteig der Marunouchi-Linie, die hier einen Haltepunkt hat.

Griffin hat einen Jump hierher gemacht. Aber wiese ist David plötzlich hier? Selbst wenn es weiterer Jump  war, konnte er nicht wissen, dass Griffin hier ist.

Der gezeigte Zugang zur U-Bahn ist auch A8, der direkt an der vorherigen Szene (Hinweisschilder an der Decke) liegt und auch zu den nachfolgenden Ginza-Szenen passt. Heute sind die Eingänge aber komplett aus Glas. Ich kenne aber noch diese Version mit den weißen Kacheln.

Fazit: Ginza Station ist ok, nur die Filmlogi stimmt mal wieder nicht.

Fun Fact: Der Film ist von 2008. Man sieht auf dem Stationsschild, dass die Haltepunkte der drei hier fahrenden Linien bereits Nummern haben; G-09, H-08, M-16. Bei meinem ersten Besuch 2004 gab es die Nummern noch nicht. Mittlerweile (2020) sind nicht nur die U-Bahn-Stationen nummeriert worden, sondern auch alle Bahnstationen und Tokyo und landesweit!

3 — Was jetzt? Ginza oder Shibuya?

Und jetzt beginnt das Problem, das ich mit diesem Film habe! Alle Aufnahmen von vorne stammen von der Ginza. Alle Aufnahme von hinten  stammen aus Shibuya. Schaut es euch an! Selbst wenn man beide Orte nicht kennt, merkt man sofort, dass die Gebäude nicht passen.

(1) Ausgang A8 Ginza Station. Der Name steht auf dem Schild: „Ginza Sta.“ (2) Shibuya Scramble Square. Das Bild ist in jedem Reiseführer unter der Überschrift „Shibuya“ zu finden. (Die Fußgängerbrücke hatten wir eben schon. (3) Ginza; Chuo-Dori Ecke 4-chome. Der Gebäude im Hintergrund ist Mitsukoshi Department Store (direkt am Ausgang A8). An dieser Kreuzung steht auch das Wako Building mit der Turmuhr, die das Wahrzeichen von Ginza ist. (4) Shibuya. Die Eisenbahnbrücke haten wir schon. (5) Ginza (6) Shibuya (7) Ginza. Obwohl anzumerken ist, dass Mercedes dort keine Verkaufsräume mehr hat. 2004 waren die noch dort. Daran kann ich mich erinnern. Aber die haben mittlerweile einiges umgebaut.

Fazit: Hier wurde zwei Takes von verschiedenen Orten völlig grundlos zusammengeschnippelt.Warum. Es gab keinen Grund für die Ginza, außer dem Productplacement von Mercedes. Aber dann gibt es keinen Grund für Shibuya. Ich verstehe es nicht.

4 — Ohne Navi durch Tokyo

Die vorherige Szene endete damit, dass die beiden einen Benz klauen. Die Fahrstrecke ist ein wenig, naja, sagen wir mal, chaotisch.

(1) Das ist Akihabara. Von dem Gebäude links habe ich so einige Bilder. Im Hintergrund lässt sich die berühmte grüne Eisenbahnbrücke ausmachen. Die beiden fahren in Richtung Ueno. (mein Revier). Die Straße liegt in Verlängerung der Ginza. Bis hier ist also die Logik gewahrt.

(2) Diese Brücke kann ich dank des Brückenpfeilers zuordnen. Das ist die große Eisenbahnbrücke nördlich von Shinjuku-Eki. Ich stelle mich schon mal auf sinnlose Aneinanderreihung weiterer Szenen ein. Hinter der Brücke sieht man die Yasukunidori mit Godzilla Road und Kabukicho. Rechts (nicht im Bild) ist der Eingang zur Omoide Yokocho.

(3) Diese Szene stammt aus der Yasukunidori in Shinjuku und passt zur Szene 2. Wow. Kontinuität.

Hinweis: Die große Reklame von Epson findet man heute nicht mehr, aber ich kenne sie noch. Sie ist auch in dem Film „Lost in Translation“ zu sehen. Ein passendes Foto habe habe ich nicht. (Ich fotografierte immer von der Brücke kommend in die andere Richtung.) Die „Skyline“ links in meinem Bild ist im Film  rechts zu sehen. Mit etwas Fantasie kriegt man die Leuchtreklame sogar zugeordnet.

(4) Tja, und dann sind wir auch schon wieder in Ueno. Die Szene liegt in Verlängerung von Akihabara aus Szene 1.

Rechts sieht man die Baustelle die mindestens von 2004 bis 2010 existierte. Die haben hier unter der Straße eine mehrstöckiges Parkhaus mit Zugängen zu diversen Bahn- und U-Bahn-Stationen gebaut. In meinen Reiseblogs finden sich immer wieder verweise auf diese Baustelle.

Links sieht man den Eingang zur Keisei-Ueno-Station. Von hier fahren Züge der Bahnhgesellschaft Keisei direkt zum Narita Airport. Das ist der Bahnhof, an dem ich 2004 zum ersten Mal einen Fuß auf Tokyoter Boden gesetzt habe. Links im Hintergrund, das Gebäude mit den weißen Bögen, wurd komplett umgebaut. Auf meinem zweiten Bild sieht man den Neubau und rechts den Eingang zu JR Ueno Eki. Hier würde man ankommen, wenn man mit der Japan Rail von Narita aus nach Tokyo reist.

(5) Die Szene ist auch Ueno. Jedoch, dieser Ort liegt ziemlich genau zwischen der Szene 4 (Keisei-Ueno-Station) und Szene 1 (Akihabara). Fahrtrichtung und Straße passen. Die haben hier die Reihenfolge verdreht.

Auf meiner allerersten Reise war die Straßengabelung, die man im Hintergrund sieht, eine Wegmarke auf dem Weg zu Hotel Edoya.

(6) Jetzt sind wir zurück in Akihabara und, zwar noch vor der ersten Szene, zwischen der grünen Bahnbrücke und der Mansaibashi. Immerhin: Die Straße ist immer noch korrekt.

Ishimaru gibt es nicht mehr. Das ist jetzt Hobby Paradise. Die Kreuzung rechts im Bild ist direkt vor der Manseibashi. Die Blickrichtung ist also gen Süden. Ich muss mal schauen, ob ich den Blickwinkel von der Bahnlinie aus nachstellen kann.

Ich habe mal zwei Bilder von mir ergänzt. Wie man sieht, hat der Besitzer des Gebäudes (und auch der Nachbargebäude) mehrfach gewechselt. Man kann das nur noch über die Fensterfront und das Layout der Kreuzung zuordnen. — Jedes Mal, wenn ich nach Akihbara gehe, ist irgendetwas anders als vorher.

(7) Das ist auch Akihbara, aufgenommen zwischen Szene 6 und 1. Und ich habe sogar ein Foto von diesem DVD-Laden. Das nenne ich mal Zufall.

(8) Und wieder Akihbara, etwa auf Höhe von Szene 1. (9) ist ein Stück weiter in Richtung Szene 5. Hier ist Electronic Town Akihbara eigentlich zu Ende. In der Straßenkarte wäre das grob auf der Höhe der U-Bahn-Station Suehirocho (Ginza-Line), die ich immer benutze. Hote Edoya ist grob 500m rechts.

Fazit: Ignorieren wir diese beiden Szenen aus Shinjuku, die in sich schlüssig sind, stammen alle Akihabara-Ueno-Szenen aus einer Einstellung. Die Fahrtrichtung passen und alle gezeigten Szenen liegen in einer Straße, die prinzipiell eine Verlängerung der Chuodori der Ginza ist, wo sie das Auto geklaut haben. Die haben nur die einzelnen Szenen durcheinandergewürfelt. Die korrekte Reihenfolge der Szenen wäre: 6 –> 1 –> 7 –> 8 –> 9 –> 5 –> 4

5 — Ein bischen Rainbow

Natürlich darf in einem Film mit Tokyo die Rainbowbridge nicht fehlen. Sie ist wirklich eines der Wahrzeichen dieser Stadt und überspannt die weite Flussmündung des Sumidagwa. Hier begann früher die Tokyobucht. Heute startet die Bucht etwa 4 km südlich, da viel Land aufgeschüttet wurde.

Die Szenen sind nicht zu beanstanden. Die zweite Einstellung stammt aus der Auffahrrampe auf der Ostseite (Odaiba). Rechts sieht man ein Stück vom Odaiba Beach.

Allerdings suggeriert die erste Einstellung, dass man in die gezeigte Richtung über die Brück fährt und die nächste Szene auf der anderen Flusseite spielt. Die Szene wurde aber in Fahrtrichtung vor der Brücke gedreht. Immerhin. Die Fahrtrichtung stimmt.

Fazit: Hier kann ich jetzt nicht meckern.


Alles in allem sind die Tokyoszenen durcheinander  gewürfelt. Gedreht wurde in Shibuya, Shinjuku, Ginza, Akihara/Ueno sowie auf der Rainbow Bridge. Wer alle Orte kennt hat bei jedem Schnitt einen WTF-Moment. Wasabi hat es besser gemacht. Die haben einem zwar Akihabara als Shinjuku verkauft, aber die Szenen war insgesamt schlüssig.

Als nächstes kümmere ich mich um „Lost in Translation“.

Wasabi (Film)

Die Langeweile hat mich gepackt und so habe ich mir den Film Wasabi angeschaut; eine japanisch-franzözische Produktion aus dem Jahr 2001 mit Jean Reno in der Hauptrolle. Fazit: Kann man mal gesehen haben.

Aber wie ihr ahnt, ist das nicht der Grund, warum der Film einen Blog eintrag Wert ist. Er war eine der ersten Szenen in Japan. Die Hauptfigur Hubert Florentini (gespielt von Jean Reno) sagt, dass er nach Shinjuku muss. Momo (gespielt von Michel Muller) macht ein Anspielung, dass dies der Rotlichtbezirk von Tokyo ist.

Nun … ja und nein. Shinjuku ist eine Stadteil mit vielen Gesichtern. Hier stehen die hohen Wolkenkratzer und das Government Building. Aber es gibt auch den Bezirk Kabukicho, der 2001 noch durch und durch „Adult Entertainment“ bot, quasi die Reeperbahn und Hebertstraße von Tokyo. Heute ist Kabukicho familientauglich.

I call bullshit !

Was mich auf die Palme brachte waren die Szenen danach. Wa fing harmlos an. Eine Montage, wie die beiden nach Japan fahren; ein Hubschrauberblick auf die Rainbow Bridge (die zu diesem Zeitpunkt erst wenige Jahre alt ist) Und fährt der Wagen links ran. Dem Kontext folgend müsste es Shinjuku sein. Aber …

Sorry Leute. I call bullshit. Das ist Akihabara. Die grüne Brücke ist so bekannt; ein Ikone von Akihabara. Da könnte man auch den Kölner Dom zeigen und sagen, man ist in Hamburg.

Interessant sind die drei Bäume. Die sind mir vorher nie aufgefallen. Die linken beiden sind gut gewachsen in den 15 Jahren zwischen dem Film und meinem Foto. Der dritte scheint ein Ersatz zu sein. Er ist gefühlt kleiner als die 2001er Version.

Ab jetzt werde ich auf jede Szene achten …

Unerwarteter Schrein

Und ich traue meinen Augen nicht. Die Szene nach der Beerdigung wurde tatsächlich im Yushima Tenmangu gedreht.Ich habe es beim ersten Blick nicht geglaubt. Man sieht nicht viel, aber ich kenne diesen Schrein wie meine Hosentasche.Die Brücke im Hintergrund ist eindeutig.

Der Yushima Tenmangu ist fußläufig von Akihabara entfernt und liegt nur 300m vom meinem Hotel entfernt. Er hat eine schöne Optik und er liegt nicht direkt auf den touristischen Pfaden. Ich kann verstehen, warum er für den Dreh ausgewählt wurde. Ich fühle mich geehrt. Immerhin ist mein Kamidana in diesem Schrein registriert.

Die restlichen Szenen sind weder eine Überraschung, noch gibt es große Fehler. Ich erkenne unter anderem Ginza und Shinjuku. Ziemlich zum Schluss gibt es noch eine Szene am Kiyomizudera in Kyoto.

Allerdings: Ich bin mir ziemlich sicher, dass das im Hintergrund des folgendes Bildes die Yasukunidori in Shinjuku ist. Abschließend beweisen kann ich es nicht, aber die Reklama auf den Dächern ist in dieser Dichte typisch für diese Straße, von der die Godzilla Road und Kabukicho abzweigen. Ich kann mich natürlich auch irren. Die Szene ist kaum mehr als eine Sekunde lang.

Aber wenn es Shinjuku ist, dann ist da keine Driving Range !!

Hintergrund der Szene: Eine kleine Auseinandersetzung mit der Yakuza auf einer Driving Range, in deren Verlauf eine Handgranate versehentlich hoch gezündet wird und zu dieser panischen Flucht führt.

Ich bezweifle auch, dass es eine so große Golfanlage innerhalb bzw. Nahe des Yamanoteringes gibt. Die meisten innerstädtischen Anlagen sind auf den Dächern von Hochhäusern gebaut und durch Netze auf die Grundstücksfläche beschränkt. Keine Drinving Range ist im Bogen gebaut oder hat eine größe von 150m.

Das Zuboraya scheitert an COVID-19

Als es losging habe ich gesagt, dass die Pleitewelle im September beginnnen wird. Dass es in Deutschland noch nicht soweit ist, liegt einzig daran, dass die Isolvenzregeln außer Kraft gesetzt wurden. Das wird die Lage aber nur verschieben und nicht beheben.

Famed Osaka fugu restaurants to call it quits after a century
(The Asahi Shimbun, 04.09.2020)

Famed Osaka fugu restaurants to call it quits after a century : The Asahi Shimbun

Source: www.asahi.com/ajw/articles/13452353

In Japan ist das anders. Dort sind bereits viele Geschäfte, Bars und Restaurant von der Bildfläche verschwunden. Alles unter dem Radar der Öffnetlichkeit. Bis jetzt. Asahi Shinbun meldete vor ein paar Tagen, dass das Zuboraya in Osaka für immer seine Pforten geschlossen hat.

Gegründet 1920 hat es seinen 100. Geburtstag nicht mehr feiern können. Berühmt wurde das Restaurant, welches Fugu (Kugelfisch) auf der Speisekarte hatte, wegen seines großen Lampion. Das Restaurant lag in der Shinsekai, der brühmten Straße am Tsutenkaku. Der Fisch hat es sogar in den ein oder anderen Anime geschafft (werde das bei Gelegenheit nachreichen). Er war neben dem Tsutenkaku eines der Wahrzeichen der Shinsekai, und auch von Osaka.

Ich habe mein Archiv durchwühlt., habe den Lampion aber nur auf einzelnen  Aufnahmen im Hintergrund gefunden. Ich bin ein Idiot. Ich habe es geschafft neben dem Glyco Man auch die Glyco Women zu fotografieren, aber ein gutes Foto vom Zuboraya? Fehlanzeige. Ich kann nur noch hoffen, dass von 2004 ein Dia existiert, das ich noch nicht gescannt habe. Die Chance ist aber in einer Epsilonumgebung um die Null herum.

Und jetzt wird es keine Chance mehr geben. Das Restaurant ist weg. Für immer. Der Fisch ist abgebaut. Für immer. Er wird auch nicht wiederkommen, da sich den Gesetzgebung geändert hat und die Größe heute als Außenwerbung nicht mehr erlaubt ist.

Wer den Fisch kennt, aber das Gefühl hat, dass ein Foto irgendwie anders aussieht, hat recht. Es gab mittlerweile mehrere Restaurants. Neben dem Hauptsitz in der Shinsekai, gab es u.a. eine Zweigstelle in der Dotomburi. Auch dieses  ist jetzt für immer geschlossen.

Als Wahrzeichen bleiben uns jetzt der Glyco Man, der Agry Chef des Kushikatsu Daruma, Billy-ken und die Colonel Sanders Statue, von der ich noch kein Foto habe .


Zum Abschluss noch ein kurzer Japanischkurs: Das -ya am Ende von Zuboraya steht für Geschäft oder Kneipe, vom findet es auch  in Worten wie Sakeya (Sake-Geschäft), Sakanaya (Fischgeschäft), Ochaya (Teegeschäft) und Izakaya (Kneipe; das zaka leitet sich wie man ahnen kann von Sake ab). Zubora heißt übersetzt schlampig, schmudellig oder salopp.

Dieses Restaurant richtete sich an Arbeiter und einfache Leute. Man konnte in lässiger Kleidung erscheinen und musste auch nicht über perfekte Tischmanieren verfügen … Immer daran denken, das Restaurant wurde 1920 gegründet. Das waren andere Zeiten: keine Krawatte hieß kein Bedienung.


Sarkastische Fußnote zu COVID-19: In Deutschland gab es heute 988 Neuinfektionen (1,2 Personen pro 100.000 Einwohner). Japan hatte 599 (0,47 pro 100.000 Einwohner). Und trotzdem wird von der Bundesregierung empfohlen, lieber in Deutschland Urlaub zu machen, weil es sicherer ist. Ja ne, ist klar …

VNV Nation – When is the Future (Teil 4)

Der 4. und letzte Teil (Shinjuku) hat 4 Abschnitte: die Gegend südlich vom Bahnhof (Lumine 2), die Gegend südwestlich vom Bahnhof (Yodobashi), den Business-Bezirk mit seinen Hochhäusern (Nishi-Shinjuku) und die Straßen östlich der Bahngleise (Kabukicho) …

(67) Diese Einstellung war unmöglich. Bei der google-Suche haben mich zunächst die Fenster an der schmalen Seite irritiert. Es ist aber das Sumitomi Bldg mit diesen Lamellen. Am Tag meiner Aufnahme war das Areal um das Gebäude eine riesige Baustelle; gesperrte Gehwege und UBahn-Ausgänge; und hohe Bauzäune, die mir den Zutritt zur richtigen Position für das Foto versperrten. Das Foto steht auf der Liste für einen zweiten Anlauf.

Ich schaffe es immer noch nicht, sauber in Shinjuku Eki zu navigieren. Ich wollte im Süden starten, aber ich lande im Südwesten. Gut, dann starte ich hier. Und ich muss folgendes feststellen: Ich war noch nie hier; zumindest nicht, dass ich mich erinnern kann. Mit den ganzen Izakaya und Resto, die ich hier und jetzt finde, sollte ich diesem Block mal einen nächtlichen Besuch abstatten; gleich nach einer Shoppingrunde bei Yodobashi Kamera.

(68) Brückengeländer und Hochhaus reduzierten die Position auf Shibuya und Nishi-Shinjuku. Das Gebäude habe ich dann über die google-Satellitenbilder gefunden. Es ist das eher unbekannte „Shinjuku Center Building“ (223m, 54 Etagen, 1979). Auch dies ist ein Foto, für welches ich auf der Fahrbahn stehen musste, was aber sofort die Aufmerksamkeit des Wachschutzes auf mich lenkte, denn ich stand in unmittelbarer Nähe des bewachten Government Building.

Und ich habe ein Problem: So wie es aussieht habe ich die Karte mit den Positionsmarkierungen dabei, aber nicht den Ausdruck mit den Screenshots für diese Gegend. Na super. Damit bleibt nur eine Option. Ich laufe die Straßen entland und mache alle zwei Meter ein Foto, in der Hoffnung, den richtigen Spot dabei zu haben. Beim Wechsel zum nächsten Abschnitt (südlich des alten Shinjuku Eki) fängt es an zu regnen; und der erst gestern gekaufte Regenschirm ist im Hotel.

(69) Das ist die Straße zwischen dem alten und dem neuen Shinjuku Eki Bldg. Es grenzt an Zufall, dass ich sogar das richtige Wetter hatte. Der Regenschauer dauerte nur wenige Minuten. Mir reichte er; für das Foto und auch, weil ich ohne Regenschirm unterwegs war. Ach, der neue Busbahnhof von Shinjuku ist im Neubau in der 4. Etage (5F). Der Taxistand ist in 4F. Tokyo ist und bleibt 3D.

Der Regen hat auch was Gutes: Die nasse Straße passt zu den Szenen aus dem Video. Dieser Abschnitt ist schnell erledigt, auch wenn ich bei allen Einstellungen Probleme durch die falsche Brennweite meiner Kameratechnik habe. Und ich muss mich beeilen. Diesen Abschnitt will ich erledigt haben, bevor ich das Projekt unterbreche, um mich mit Thomas am Meiji Jingu zu treffen.

(70) Die Positionsbestimmt war hier vergleichsweise einfach. Und es war eines der Foto, die die Parameter für Center Gai definierten. Der Laternenpfahl mit dem (nichtlesbaren) Schild und das Straßenpflaster. ABC Marts gibt es zu Hauf in Tokyo. Und seit dem Dreh hat sich das Geschäft auf der rechten Seite geändert.

Nach dem Intermezzo am Meiji Jingu (welches wegen der weiteren möglichen Regenschauer kürzer ausfällt als geplant) beginnt jetzt der lange Weg nach Nishi-Shinjuku. Nicht abe, bevor ich die Fotos am alten Busbahnhof im Kasten habe. Der größte Patzer: Ich fotografiere die falsche Reihe für Bild #04.

(71) Dies ist der „Hinterausgang“ der Einkaufsstraße in Asakusa. Man sieht oben noch den Rest vom Dach. Die Einstellung zeigt sehr gut, warum mich das Projekt an Orte brachte, die man sonst nicht besucht. Warum sonst, sollte man als Tourist durch diese Straßen gehen. Der Senso-ji ist ein paar Parallelstraßen zur Rechten.

Und mein Verdacht bestätigt sich. Der eine Treppenaufgang ist hier. Den zweiten Aufgang finde ich aber nicht. Jetzt das Foto in der „Fußgängerzone“. Und eine gute Gelegenheit für ein zweites Frühstück. Direkt an der Ecke steht eine deutscher Currywurst-Stand. Ich sag mal, der Wurstmaxe von Shinjuku.

(72) Hier war der Regenschirm ein echtes Hindernis. Zum Glück war mir das Straßenpflaster schon bekannt. Den Rest zur Position trug dann das riesige Kanji links bei. Es liest sich buta oder ton (wie in Tonkatsu-Ramen) und heißt Schwein.

Danach gehe ich zu Fuß nach Nishi-Shinjuku. Mein erster Stop wird der Cocoon Tower von Mode Gakuen sein. Auf dem Weg dorthin komme ich an der Kreuzung mit der Ringampel vorbei. Das Foto ist nicht ganz einfach.

(73) Den Shop hatte ich auf google-Streetview schon lokalisiert gehabt, hätte aber nicht erwartet, dass die Auslagen (bis auf kleinere Ausnahmen) noch 1:1 die Gleichen sind. Das war auch der dritte und letzte Shop, den ich identifizieren konnte.

Ich muss dazu während der Fußgängergrünphase mitten auf die Straße; nicht des Überweges, mitten auf die Straße. Das passt aber nicht in den Plan der Japaner. Ich breche gerade alle gesellschaftlichen Regeln für ein Foto.

(74) Das hier war die letzte Aufnahme aus Shibuya. Sie ist auch die letzte Shibuyaaufnahme im Video (soweit ich das zuordnen konnte). Der Werbebanner hat es in google-Streetview relativ einfach gemacht. Es wäre noch einfacher gewesen, hatten ich diesen kleinen Romaji-Schriftzug auf dem Torii lesen können. Auf dem Weg zurück zum Bahnhof gab es dann dieses „Ach hier kommt man raus“-Erlebnis.

Die nächsten Fotos sind dann einfacher; mit Ausnahme des Sumitomo Bldg (Foto #67). Das Gebiet um das Sumitomo ist ein einzige Baustelle. Selbst die U-Bahn-Ausgänge sind betroffen und bescheren mit ein paar Umwege. Fazit: Der ideal Standort für das Foto ist nicht zugänglich. Damit wäre auch dieser Abschnitt erledigt. Jetzt kommt der Westen mit Kabukicho.

(75) Hier war der Schlüssel zum Standort das Gebäude im Hintergrund, dass wir schon aus anderen Einstellungen kennen. Es steht an der Kreuzung am Eingang zur Godzilla Road. Das Kin-no-Mura ist dann der zweite todsichere Hinweis auf den Standort.

Zurück nehme ich die Marunouchi-Line, auch wenn es nur eine Station ist. Das Foto #40 habe ich vorhin schon geschossen.  Ich bin einfach nur faul. Und ich habe Glück: Dieses Mal ist es das richtige Zugdesign (From der Haltestangen) für das Foto #45.

(76) Die Stufen hinauf zur Haupthalle des Senso-ji. Und ja, da fehlen Stufen. Mehr war mit meiner Brennweite nicht drin. Und ich wollte das Bild einfach im Kasten haben. Er war das letzte Foto aus Asakusa.

Ich habe die Laufstrecken sowohl an der Oberfläche als auch in den Korridoren der UBahn wie schon so oft unterschätzt. Noch bin ich im Zeitplan, aber alle Reserven sind aufgebraucht. Die Deadline ist 19 Uhr (Treffen mit Thomas).

(77) Und noch einmal die Straße zwischen den beiden Gebäuden von Shinjuku Eki. Dieses Mal in die andere Richtung. Wenn ich überlege, dass ich die Straße noch im alten Zustand und ohne Gebäude zur Linken kenne. Wow. Ich habe ein Foto, wo links noch eine riesige Baustelle ist. Und dann gab es die Zeit, wo das Gebäude eine Baustelle und gleichzeitig schon in Betrieb war. Ich nahm den falschen Aufgang und fand mich in Korridoren aus Bauzäunen wieder. Mal sehen wie es mir in Shibuya ergehen wird, jetzt wo die Ginza-Line in eine neues Gebäude verlegt wurde.

Ich starte mit der Straße zur Godzilla Road führt. Die Fotos von der Kreuzung sind eine Herausforderung. Wie auch schon in Shibuya bin ich auf die kurzen Grünphasen angewiesen. Dies führt dazu, dass ich Fotoserien mit 2m-Abstand mache. Und leider ist genau das Foto an der eigentlich richten Stelle für Foto #56 verwackelt; war ja klar. — Die Eingänge zu Godzilla Road und Kabukicho-Sakuradori sind  der Aufnahmeort von Foto #52 und #64. Beide Fotos sind ein gutes Beispiel, wie ein neuer (und extremer) Kamerawinkel einen neuen Blick auf bekannte Dinge gibt.

(78) Diese Straße ist zeigt die Rückseite der Geschäfte an der Nakamise. Ohne die charakteristischen Gebäude / Dachform rechts hätte ich das nie im Leben zuordnen können.

Und ich bin ohne es geplant zu haben, pünktlich für den Auftritt von Godzilla, der hier in der Godzilla-Road immer zur vollen Stunde Rauch ausstoßt und gröhlt; Kaiju-Zeug halt.

(79) Das war fies. Wegen dem Straßenpflaster war ich sofort in der Center Gai. Aber dort  stehen keine Bäume. Dann erinnerte ich mich zum Glück an diese Straße vor der Yasukunidori. Ja es wäre einfacher gewesen, wenn ich das Godzilla Head ganz im Hintergrund und das Gebäude rechts genommen hätte, das ja, wie wir bereits wissen, an der Kreuzung vor der Godzilla Road steht.

Jetzt kommen die Fotos in der Yasukunidori und an der Baustelle. Ich habe den Blick stärker auf der Uhr als je zuvor. Mir ist auch bewusst, dass ich es gleich geschafft haben werde. Ich werde unkonzentriert und schlampig bei der Projektausführung. Die Bildausschnitte passen nur mittelmäßig bis gar nicht. Mir fällt das aber erst bei der Auswertung auf.

(80) Hier war Mode Gakuen im Hintergrund ein todsicherer Tipp, wo das Foto aufgenommen wurde. Im Bezirk südwestlich beim Shinjuku Eki. Es gehörte zu den allerersten Einstellungen, die ich im Rahmen der Vorbereitung sofort einem Stadteil zuordnen konnte und dann auf google-Streetview auch exakt positionsbestimmen konnte.

Einziger Vorteil jetzt und hier vor Ort ist, dass ich wieder im Zeitplan bin und der Stress sofort und spürbar nachlässt. Es fehlen nur noch die fünf Fotos in der Kabukicho. Ich arbeite mich langsam in den hinteren Bereich der Gegend vor. Und dann passiert es: Das letzte Foto ist im Kasten. Es ist übrigens Foto #33.

(81) Auch dies ist die Straßen zwischen den Gebäuden von Shinjuku Eki. Die Fußgängerbrücke ist ein todsicherer Hinweis. Allerdings ist der Standort etwas weiter westlich, sodass man den Neubau nicht sehen kann.

Einschub: Eigentlich fehlen noch ein Bild, das liegt aber auf dem Weg zur Omoide Yokocho, wo ich mich mit Thomas treffen will. Und hier in jetzt, mach etlichen Kilometern Fußmarsch dürstet mich nach einem Highball.

(82) Die letzte Einstellung im Video beginnt, wo es begonnen hat; in Nishi-Shinjuku am Mode Gakuen. Das Gebäudedesign ist so einmalig, dass selbst der kleineste Ausschnitt reicht, um es zu identifizieren. Und wieder einmal kann ich sagen: „Ich kenne Shinjuku noch ohne das Gebäude.“ Ich bin gespannt wann es der Shinjuku-Hinweis in Anime wird.

Der Highball war so entspannend, dass ich die Zeit vergesse. Jetzt muss ich mich beeilen. Und ich habe keine Zeit mehr für das allerletzte Foto. Wie dämlich!!! Jetzt fehlen mir also 28 Bilder, die ich bisher nicht zuordnen konnte oder nie werde zuordnen können, sondern auch ein Foto, bei dem ich die Position auf den Meter genau kenne.

(83) Das ist immer noch die letzte Eisntellung. Die Kamera fährt langsam am Gebäude hoch .. und ENDE. Und war er Meinung, dass dieser Blick einen zweiten Screenshot wert ist.

Wie dem auch sei: Für 2019 war es das. Das war der letzte Tag in Tokyo mit verfügbarer Zeit. Ich erkläre VNV-Projekt für vorerst abgeschlossen. Evtl. kann ich 2020 ein paar Lücken füllen.


Wow. Ihr habt es bis hier geschafft. Respekt. Das waren 4 Textteile mit zusammen über 7600 Worten; der längste Blogeintrag auf seidenpriester.

Das Video ist knapp 5:15 Minuten lang. Ich konnte 83 Einstellungen nachstellen. Durch die habt ihr euch gerade durchgearbeitet. 2 Einstellungen habe ich in der Hektik vergessen … Neben dem Lumine Exit gibt es auch ein Foto am Bahnsteig der Marunouchi-Linie, das ich vergessen habe. Es fehlte auf meiner Liste.

Bei 10 weiß ich, dass sie irgendwo im Bahnhof von Shinjuku oder Shibuya aufgenommen wurden. Die ersten 4 sollten mit ein bischen Zeitaufwand machbar sein. Aber beide Banhhöfe befinden sich im Komplettumbau. Es ist gut möglich, dass die Orte nicht mehr existieren. Ich werde beim nächsten Urlaub versuchen, ein paar dieser Orte zu finden.

Bei 10 weiteren Bildern habe ich noch ein wenig Hoffnung, dass eine weitere google-Streeview-Wanderung eine Lösung bringt. Bei der Hälfte ist die Spur so heiß, dass es mich ärgert, dass ich die noch nicht gefunden habe.

Und dann gibt es 8 Einstellung, die ich niemals eindeutig werde zuordnen können. Die Informationen zum Standort reichen einfach nicht aus.