Das ist er, der letzte volle Tag in Japan. Auf dem Programm stehen Sawara und ein Teil von Narita. Ich bin zeitig wach. Mit den Rolltreppen geht es rauf zum Bahnhof. „Let’s Escalate“. Mit dem erstbesten Zug geht es nach Sawara. Diese kleine Stadt mit den alten Häusern am Kanal hat was. Oh ja. Das ist dann der dritte Ort in dieser Reise, der ein zweiter Besuch ist.
Die Zugfahrt ist länger als ich sie erinnere. Endlich in Sawara gehe ich direkt los. Dieses Mal weiß ich, wohin ich muss: Ich hoffe den Spirituosenladen gibt es noch.
Ja den Laden gibt es noch. Er heißt Yamazakiya Liquor Store. Und er hat viele Whisky im Sortiment, die ich haben will. Ich werde auf dem Rückweg hier noch einmal anhalten. Jetzt wird erst einmal nur ein Highball getankt.
Gestärkt geht es weiter zum Ono-River. Ich komme genau dort an, wo die alten Häuser beginnen. Ich schlendere gemütlich den Kanal rauf und runter und genieße die Sicht und den sonnigen Tag. Morgen geht es zurück, daher ist das Motto für heute: kein Stress.
Wenn ich mich richtig erinnere, geht die Toyohashi-Brücke gleich in den Betrieb. Für alle die es nicht wissen. Die Brücke hat einen doppelten Boden und wird zur vollen Stunde ein Wasserfall. Es sind diese kleinen Dinge, für die man hierher fährt.
An der Chukkei-Brücke gehe ich einmal die normale Hauptstraße rauf und runter. Viel gibt es hier nicht, aber ich finde ein Teegeschäft. Ich kann nicht anders. Ich kaufe Tee und eine Teekann aus Ton. Wieder etwas, dass dann 99% der Zeit doch nur rumsteht und einstaubt. Egal. Letzter Tag. Heute kaufe ich Souvenirs.
Danach mache ich mich auf den Rückweg. Wie versprochen mache ich einen Stopp beim Spirituosenladen. Suntory Kakubin, Suntory White, Torisu Classic und Black Nikka. Das ist doch mal was für meine Sammlung.
Der Zug zurück nach Narita nimmt sich seine Zeit. Wie viele Züge fahren hier eigentlich? Es wächst Gras im Gleisbett. Es wirkt fast, als wären wir der erste Zug sein Monaten.
Zurück in Narita parke ich meine Einkäufe im Hotelzimmer. Dann ist es an der Zeit, Narita zu erkunden. Das Wetter ist perfekt für die Straße hinunter zum großen Tempel. Durch Zufall erblicke ich auf der linken Seite eine Burgerladen; in einem 20-Fuß-Container: Junkey’s Wagyu Burger [Instragram-Link]1. Ich glaube, ich habe mein Abendessen gefunden. Fürs Mittagessen steht jetzt Unagi auf der Liste.
Fürs erste gehe ich die Straße runter zu den Unagi-Restaurants.2 Mittag ist vorbei, es gibt keine zu langen Warteschlangen. Ich bestelle das klassische Setup: Unado (unagi donburi), Aal auf Reis. Ein Gedicht. Und endlich, nach 20 Jahren, kann ich einen Haken an dieses Gericht machen.
Gestärkt geht es weiter zum Narita-san. Ich gehe die Treppe hinauf, vorbei am Teich mit den Schildkröten, unter dem im Nio-mon Lampion hindurch. Ich komme gerade rechtzeitig. Die Priester verlassen das Hauptgebäude. Danach folgen Fotos von der reichlich verzierte 3-stöckigen Pagode und der „Prince Shotoku Hall“.
Danach gehe ich in den hinteren Bereich der Tempelanlage und wähle hierfür den Weg durch den kleinen Wald. Er bringt mich an Statuen (z.B. von Koizumi Iwakichi) und Steinen (Takahama Kyoshi’s Haiku Monument) mit Inschriften vorbei zum Ryuchi-Teich.
Zwischen den Pflaumenbäumen geht es steil bergauf. Oben biege ich verkehrt ab und lande auf der Straße hinter dem Tempel. Ich finde meinen Weg zur Daito. Einfach. Sie ist nicht zu übersehen.
Von der Daito führt eine Treppe hinunter zu einem kleine Springbrunnen. Der Platz wird sehr, sehr westlich. Jetzt bin ich wieder unten, also muss ich wieder rauf. Arghh. Ich komme am Seiryu Gongen-do heraus. Hier stehen die Komyo-do, Gaku-do, Kaizan-do und ein paar kleine Satellitenschreine.
Die Treppe hinunter wartet die Shaka-do und auf der linken ist dann auch schon die Haupthalle. Ich bin zurück auf dem Platz mit der Pagode. Ein Blick auf die Uhr zeigt eine magische Zeit: 16:45. Der Tempel schließt gleich, und so auch die ersten Geschäfte in der Omotesando (so heißt die Straße vom Bahnhof zum Tempel).
Für Sightseeing ist es jetzt zu spät und fürs Abendessen zu früh. Außerdem sollte ich mich um mein Gepäck kümmern. Zurück im Hotel geht es ans Packen. Es dauert etwas, aber ich bekomme fast alle Flaschen in den neuen Koffer und bleibe mit 22 kg unter dem kritischen Limit. Der Rest passt bequem in mein Samsonite-Koffer. ich lande ebenfalls bei knapp über 22 kg. Punktlandung.
Für den Rückflug morgen ist jetzt alles vorbereitet. Ich gehe zurück zu Junkey’s Wagyu Burger und bestelle den Klassiker mit Extra-Patty. Eigentlich sollte ich die letzte Chance für ein japanisches Dinner nutzen, aber ich hatte dem Besitzer versprochen, dass ich vorbeischauen werde.
Und die Entscheidung war gut und richtig. Der Abend entwickelt in ein gemütliches Gespräch mit dem Besitzer und den anderen Gästen. Zu lange bleibe ich nicht. Morgen klingt der Wecker vergleichsweise früh. Das hält mich aber nicht davon ab, in der Hotelbar noch ein Abschlussbier zu trinken.















![[20180429] 02 Sawara](http://www.seidenpriester.de/wp-content/uploads/2018/06/20180429-02-Sawara.jpg)
![[20180429] 01 Sawara](http://www.seidenpriester.de/wp-content/uploads/2018/06/20180429-01-Sawara.jpg)
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![[20180429] 09 BosaNoMura](http://www.seidenpriester.de/wp-content/uploads/2018/06/20180429-09-BosaNoMura.jpg)
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![[20180429] 12 BosaNoMura](http://www.seidenpriester.de/wp-content/uploads/2018/06/20180429-12-BosaNoMura.jpg)
![[20180429] 13 BosaNoMura](http://www.seidenpriester.de/wp-content/uploads/2018/06/20180429-13-BosaNoMura.jpg)
![[20180429] 14 BosaNoMura](http://www.seidenpriester.de/wp-content/uploads/2018/06/20180429-14-BosaNoMura.jpg)
![[20180429] 07 Narita](http://www.seidenpriester.de/wp-content/uploads/2018/06/20180429-07-Narita.jpg)
![[20180429] 15 Narita](http://www.seidenpriester.de/wp-content/uploads/2018/06/20180429-15-Narita.jpg)
![[20180429] 16 Narita](http://www.seidenpriester.de/wp-content/uploads/2018/06/20180429-16-Narita.jpg)
![[20180429] 17 NaritaLastPic](http://www.seidenpriester.de/wp-content/uploads/2018/06/20180429-17-NaritaLastPic.jpg)
![[20180429] 18 Narita](http://www.seidenpriester.de/wp-content/uploads/2018/06/20180429-18-Narita.jpg)






















