Hier einige Fakten zum Shinkansen, deren Bahnhöfe und dem Liniennetz.

  • Es gibt keine Signale an der Strecke. Alles wird via Induktionspulen im Gleisbett an den Zug übermittelt.
  • Täglich verlassen 600 Shinkansen den Hauptbahnhof Tokyo auf 10 Bahnsteigen. Das ist ein 3-Minuten-Takt. … In your face Deutsche Bahn.
  • Die Spurweite ist breiter als der das restlichen Schienennetzes in Japan. Der Akitashinkansen ist der einzige Zug bei dem dies zu berücksichtigen ist. Der Seikantunnel wurde umgerüstet, um ab 2016 auch Shinkansen passieren zu lassen. Dort liegen jetzt doppelte Schienen. 5 Stunden bis Hakodate. Wow. 2010 wirkte Hokkaido noch wie eine Weltreise.
  • Der Shinkansen hat ein eigenes Schienennetz, dass fast überall erhöht ist und nicht mit dem restlichen Netz interagiert.
  • Bisher ist nur ein Zug verunglückt. Er entgleiste während eines Erdbebens, da er zu nah am Epizentrum war und nicht mehr stoppen konnte. Aber: keine Todesopfer (mit Ausnahme eines Selbstmordes vor ein paar Jahren).
  • Es gibt keine Lokomotive. Die Elektromotoren sind über alle Waggons und alle Achsen verteilt.
  • Der erste Shinkansen startete in 1964 mit einer Geschwindigkeit von 210 km/h. Heute ist die Grenze bei über 300 km/h.
  • Die komische Form der Spitze an modernen Zügen verhindert den „Tunnelknall“. Dies ist eine Druckwelle, die der Zug vor sich her schiebt, wenn er durch einen Tunnel fährt. Der Knall hört sich an wie ein Überschallknall.
  • In Japan gibt es zwei Stromnetze für Haushalte: 110V 60Hz und 115V 50Hz. Gleiches gibt es beim Shinkansen. Auch hier gibt es zwei Stromenetze.
  • Das Netz wächst. Ab 2015 wird wohl Kanazawa angeschlossen sein und später auch Fukui. Als ich dort wort, war das noch eine gut zu planende Reise. Japan wird kleiner.
  • Doctor Yellow ist ein Mess- und Prüfzug, der mit der gleichen Geschwindigkeit fährt wie die restlichen Shinkansen. Messungen des Schienennetzes bei300 km/h ist eine Herausforderung.
  • Wartungen erfolgen bei Nacht. Anders als in Deutschland muss der Verkehr nicht unterbrochen oder umgeleitet werden. Letzteres wäre auch nicht möglich, da
Reisefakten

Gleich vorab: Flugzeug oder Zug? In Japan ist die Antwort: Zug!

  • Auch in Bahnhöfen ist der Shinkansen durch Schranken vom restlichen Bahnhof abgetrennt.
  • Wegen des separaten Schienennetztes, das erst den 1960ern entsteht, war es nicht möglich, dass der Shinkansen am exisiterenden Bahnhof hält. Dies gilt es zu beachten. Separate Bahnhöfe sind beispielsweise Shin-Oosaka und Shin-Yokohama.
  • Es gibt mehrere Gesellschaften. In Tokyo sind 2 Gesellschaften zu finden. JR East hat grüne Icons, JR West hat blaue Icons. Sie haben getrennte Plattformen und Ticket Counter.
  • Der Shinkansen ist pünktlich. Ausnahmen gibt es nur bei Erdbeben, Taifun, Vulkanausbrüchen und extrem starken Regenfällen.
  • Es gibt vereschiedene Zugnamen. Sie geben die Anzahl der Haltepunkte an. Kodama stoppt an fast jedem Shinkansenbahnhof. Der Nozumi ist der Express unter diesen Expresszügen.
  • Die Türen werden da sein, wo es das Zeichen auf dem Fußboden des Bahnsteigs markiert ist.
  • Der Komfort in Economy ist besser als in der 1. Klasse der DB.
  • Shinkansen können eine Länge von 14 oder mehr Waggons haben.

Persönliche Anmerkung: Nach Zusmmenstellung der Infos vermisse ich gerade die Fahrt mit einem Shinkansen: Bento essen, der Platz, die Sauberkeit, die Pünktlichkeit, der Blick aus dem Fenster und … die Melodie und Ansage, wenn der Zug sich einem Haltepunkt nähert.