Kumamoto Castle ist wieder für Besucher geöffnet. Die Burg wurde bei einem Erdbeben im April 2016 schwer beschäfigt. Ich war im September spät abends in Kumamoto und hatte in der Dämmerung ein paar Bildergemacht. Es war ein Wunder, dass das Ding noch stand. Jetzt nach drei Jahren Ist ein Teil repariert und kann wieder besucht werden. Ein Großteil der Burg ist aber noch eingerüstet.

Public gets close view of restored quake-hit castle in Kumamoto:The Asahi Shimbun

Public gets close view of restored quake-hit castle in Kumamoto:The Asahi Shimbun

KUMAMOTO–A large crowd marveled at the majestic sight of the restored exterior of the main keep of Kumamoto Castle when the castle grounds were opened to the public on Oct. 5 after more than three years.

Source: www.asahi.com/ajw/articles/AJ201910060028.html

Hier zum Vergleich ein paar Bilder aus 2016. Ich habe die immer noch nicht vom CCD-Rauschen befreit.

Das war das Mera Luna ….



Die Kofungräber in Mozu und Furuichi sind seit dem 6. Juli auf der Liste der UNESCO Weltkulturerbe. Die Gräber sind allerdings nur aus der Luft interessant. Ihr Schlüssellochform ist vom Boden aus nicht zu erkennen. Hier sieht man nur Wasser und eine bewaldete Insel.

Imperial burial mounds get the nod for World Heritage status:The Asahi Shimbun

Source: www.asahi.com/ajw/articles/AJ201907060037.html
Quelle: Asahi Shimbun

Das Foto zeigt die Grabanlagen in Mozu. Ich selbst habe Mozu zwei Mal besucht; 2004 und 2014. An den Gräbern war ich nie. Ich hatte mich beide Male auf das Mozu-Schreinfest fokussiert.

Na, das stimmt ganz. Bei meiner ersten Japanreise 2004 war ich vom Bahnhof Mozu (im Foto an der oberen Kante der großen Grabanlage) falsch abgebogen und habe bin auf Höhe des Eingangs umgedreht. Ich habe, damals noch auf Diafilm, ein Foto gemacht. Die ganze Zeit habe ich nicht gewusst, dass ich vor dieser Grabanlagen stand. Das habe ich erst bei der Nachbereitung der Reise realisiert.

Typisch für mich: Being in the presence of greatness without realizing it.

Heute kamen zwei Dinge mit der Post: Zum einen ein Hinweis vom Zoll in Koblenz. Mein Kimono ist angekommen, hängt jetzt aber im Zollabfertigung fest. Ich muss zu einer Straße am Rheinhafen Koblenz kommen. An für sich kein Problem und Luftlinie ist der Ort nur knapp 1km von meiner Wohnung entfernt. Aber er ist auf der anderen Rheinseite und ich habe derzeit kein Auto. Super. Ich habe noch keine Idee, wie ich dieses Problem lösen werde, zumal die Öffnungszeiten mit meinen Arbeitszeiten kollidieren.

Und zum zweiten kam die Kreditkartenabrechnung von Amex. Autsch. 4104,36€. Das ist nur eine Kreditkarte und Flug und JRP waren schon im Vorfeld bezahlt. Der ganze Whisky ist außerdem auf der anderen Karte. Kostentreiber sind eindeutig der Kimono mit großem Abstand gefolgt vom Abend im Suigian und der Imperial Bar. Der Spielraum fürs WGT wird immer kleiner. Zumal die Reparatur am Wagen deutlich 4-stellig wird; Scheiß Original-Ersatzteile.

[Nachtrag vom 06. Juni 2019: Ich habe heute einen freuen Tag. Urspünglich war die Anreise zum WGT für heute geplant, aber da ich einen Mietwagen anmieten muss, habe ich das um einen Tag verschoben.

Beim Zoll wird der Grund für die Verzögerung schnell klar: Die Zollrechnung ist nicht richtig ausgefüllt. Ich muss zunächst anhand der Rechnung den echten Preis nachweisen und dann Einfuhrumsatzsteuer (19%) und eventuell Zoll (12%) bezahlen, Das mit dem Zoll erledigt sich, da ich versichere, dass der Kimono in Japan gefertigt wurde. Es gibt seit ein paar Wochen ein Handelsabkommen zwischen Deutschland undJapan, dass mir den Zoll erspart.

Und eines ist klar: Beim nächsten Mal kommen Obi und Haori-himo separat in meinen Koffer. Dann sind sie GWG’s und steuerfrei.]

Die großen Vier und auch der Hibiki sind ausverkauft. Man findet hier und da eine versprengte Flasche, die übersehen wurde; irgendwo auf dem Land; in einem Sakaya, den die Zeit vergessen hat. Hatte ich letztes Jahr hier und da noch Reste an Flaschen ohne Alter gesehen, waren nur die 12er vergriffen, sind es jetzt alle Flaschen gewesen.

Ich bin in Atami über einen Hibiki Blenders Choice gestolpert, sie aber nicht mitgenommen, da ich ja noch über den halben Tag an Sightseeing vor mir hatte. Ich hatte sogar gehofft, warum auch immer, einen Hattori Hanzo oder eine Lucky Cat zu finden. Wunschdenken.

Was habe ich gefunden? Einen Hibiki Japanese Harmony in letzter Sekunde am Flughafen. Das war aber eher ein Notkauf, da ich mich noch über die verpasste Chance in Atami geärgert habe. Der gleiche Hibiki war in Tokyo nämlich 30€ teurer.

In Minakami habe ich einen Gold Cup Black. Das ist ein Noname. Ich habe keine Ahnung, was in der Flasche schwimmt. Selbst die auf dem Etikett angegebene Website listet den Whisky nicht im Sortiment. Mal sehen was das wird. Es ist allemal ein schönes Souvenir aus Minakami.

Der Rest, außer dem Taketsuru, stammt aus der Shoppingrunde am letzten Tag. Ich habe ein paar Highlights gefinden: The Chita den Mars Cosmo und einen Yamazakura. Den Date habe ich natürlich wieder vergessen. Aber ich habe mir einen Ichiro’s Malt & Grain gesichert.

Den Karuizawa Club kann ich gerade nicht einsortieren. Er war irgendwie spottbillig und scheint in Deutschland überzogen teuer zu sein. Weil er im Regal stand habe ich auch einen Akashi Red eingepackt.

Hier ist die komplette Liste mit Preisvergleich Japan-Deutschland:

Hibiki - Japanese Harmony Master Edition10.000 ¥ (80€)158 € (!)
Suntory - The Chita4.580 ¥ (37€)72 €
Suntory - Kakubin 1,92 l PET3.880 ¥ (31€)ca 150 €
Mars - Maltage Cosmo4.200 ¥ (34€)87 €
Ichiro - Malt & Grain3.500 ¥ (28€)133 € (!)
Karuizawa Club2.980 ¥ (24€)170 € (!)
Nikka - Taketsuru3.000 ¥ (24€)57 €
Yamazakura2.000 ¥ (16€)133 € (!)
Gold Cup - Black2.000 ¥ (16€)---
Akashi Red (0,5l)780 ¥ (6,20€)24 €

Die Einkaufspreise lagen summert bei 299 €. Nicht gerade wenig, aber wenn man jetzt vergleicht, was die Flaschen in Deutschland kosten. Eine schnelle Internetsuche und der Marktwert erreicht die 900 €. Das ist ein Faktor von 3 und ich habe beim Kauf nicht auf Wertoptimierung geachtet. 600 € gespart bei einem Economyflug (ohne Upgrade) von 640 €. Ganz ehrlich, die 40 € kriege ich zusammen, wenn ich den Sake berücksichtige, der im Gepäck war.

Fazit: Die Einsparungen bei den 23kg Zusatzgepäck haben mir den Flug bezahlt.

Nachfolger für den Suntory Royal 15

Jetzt bleibt nur noch die Frage, welcher Whisky wird ein würdiger Nachfolger für den gekillten Suntory Royal 15 „Heisei“? Nach meinem jetzigen Bauchgefühl wird es entweder der Ichiro Malt & Grain aus Chichibu oder der Taketsuru, den ich am 01.05.2019, dem ersten Tag der Reiwa-Ära, gekauft habe.

Sake

Ich habe auch vier Flaschen Sake eingepackt. Zwei sind spezielle Abfüllungen für den Kaiserwechsel: Einen Reiwa Junmai Ginjo und dazu einen Reiwa 48%, der exakt 2019 yen kostete. Die 48% sind übrigens der Poliergrad. Dazu noch einen edlen Dassai 50 mit 50% Poliergrad und einen noch edleren Junmai Daiginjo mit einem Poliergrad von 40%, bei dem ich die Kanji nicht lesen kann.