ConFuzzled – Teil 1

Tag 1 (22.06.2026) — Heute beginnt die ConFuzzled offiziell. Wir folgen der britischen Tradition und stehen Schlage für die Reg, die für Sponsoren um 13 Uhr beginnt. Wir sind eine Stunde vor Beginn dort und es formt sich bereits eine Schlange. Wir überlegen kurz, ob wir später wiederkommen. Wir haben aber das Gefühl, dass jetzt eine Stunde warten besser ist als später, wenn die Wartezeit sehr viel länger sein könnte.

Im Anschluss gibt es Mittagessen draußen bei den Foodtrucks. Der Rest des Tages  passiert nichts Spannendes. Wir suiten heute nicht und erkunden stattdessen die Shopping Mall auf der anderen Seite des Sees. Auf der Artist Gallery, die heute nur für Sponsoren geöffnet ist, finde ich nichts spannendes. Gut, das spart Geld.

Die Opening Ceremony startet um 19 Uhr.  Die Schlange ist riesig. Ich glaube nicht, dass wir noch in den Saal passen. Wir entscheiden uns für die Alternative: Live-Stream vom Hotelzimmer aus.

Fürs Abendessen wählen wir die Sky Bar. Das Essen ist super, aber die Klimaanlage hat vermutlich gestern gekündigt. Es ist einfach zu warm. Generell. Birmingham durchläuft seit gestern eine Hitzewelle, die alle überrascht. Das Wetter ist super und es soll immer wärmer werden. Suiten wird eine Herausforderung werden. Es ist nicht ganz Anthrocon, aber ich bin aus der Übung.

Die Dance Party auf der Main Stage lassen wir auch ausfallen. Die Schlange ist wieder irre lang und ich habe Null Motivation mich für schlechte Musik anzustellen. Die Musikrichtung im Lineup ist nicht mein Fall.

Tag 2 (23.05.2026) — Entspannung steht wieder ganz oben auf der Liste für den Tag. Um 11 Uhr öffnet der Dealers Den für Sponsoren. Wir sind kurz nach 11 Uhr unten. Die Schlange ist so lang. Wie viele Sponsoren gibt es? Ist jeder Sponsor?  Wir arbeiten uns voran. Um 12 Uhr sind wir endlich am Eingang. Jetzt öffnet Dealers Den auch für alle anderen. Wow. Ich will nicht wissen, wie lang die Schlange jetzt ist. In der Den verbringen wir fast zwei Stunden. Gerade rechtzeitig für die e621 Game Show.

Es folgen kurze Abstecher zu den Board Games, den Inflatables. Was wir beide übersehen haben ist der Termin für das Gruppenfoto. Gab es überhaupt eins?

Abendessen nehmen wir heute in der Shopping Mall ein. Das Restaurant der Wahl sagt uns, dass wir zu spät kommen. Die Küche schließt gleich. Um 21 Uhr? Wirklich? Egal. Wir lernen wir, dass am Montag ein Indisches Restaurant neueröffnet. Wir buchen Mittagessen. Für jetzt wählen wir die Vietnamese Street Kitchen. Beim Homemade Curry übersehe ich die 2 Chilishoten. Das ist jenseits von „White-Guy-Spicy“. Ich hätte wie Toni das Pho wählen sollen.

Tag 3 (24.05.2026) — Ich muss gestehen, den heutigen Tag kriege ich nicht mehr zusammen. Dafür waren es zu viele Panels. Teilweise haben wir nur kurz reingeschaut.

Ich versuche ein wenig zu suiten, aber ich bin nicht fit. Nach nur 20 Minuten muss ich abbrechen. Ich brauche echt eine Pause. Mein Kreislauf will nicht. Ich persönlich gebe dem Vietnamessen von gestern die Schuld, obwohl klar ist, dass dies eine Ausrede ist.

Für das Abendessen geben wir Miller & Carter eine zweite Chance. Toni bestellt Seabass und ich nehme Lamb Rump. Dazu eine Flasche Wein. Er wird fast ein Pinzip: Convention + Dekadenz.

Cambridge

Tag 1: Cambridge

Wir schlafen wieder aus. Keiner hetzt uns. Wir haben zwei Tag für diese Stadt, die man vermutlich auch an einem Tag erledigen kann.

Unser Fußweg führt uns an dem River Cam, dem wir am Jesus Lock (eine alte Schleuse) in Richtung Innenstadt bringt. Der Park und damit der Wanderweg enden am Byron’s Bear. Dieses Frühstücksbier wird langsam zur Tradtion. Wir bestellen auch was zu Essen. Ich wähle Bangers & Mash.

Am Wasser entlang geht es weiter zur Bridge Street. Von hier aus starten wir unsere Erkundung der Innenstadt. Wir laufen viel Zickzack. Ich weiß gar nicht mehr, wo überall wir waren. Ich erinnere Parish Church of St. Clement, The Round Church, Church of St. Mary the Great, Market Square, … Und dann stehen wir vor der King Street Brewery. Das ist ein Zeichen.

Unkoordiniert geht es weiter. Wir finden FOPP. Ein Plattenladen, ja Schallplatten. Einfach mal stöbern. Es war eine schlechte Idee. Ich finde eine DVD mit Yojimbo für £7, eine weitere mit Ran. Die Sieben Samurai. Ghost in the Shell. Ich muss mich zurückhalten. 10 DVDs werden es trotzdem.

Wir laufen Trumpington Street entlang, auch auf der Suche nach einer Option für das Abendessen. Es ist erstaundlich, der Tag ist fast rum. Es kann auch sein, dass nach zwei Tagen London ein wenig die Luft raus ist.

Und was hat es eigentlich mit den kleine Miniaturen auf sich, die hier immer wieder an einer Hauswand auf dem Fußweg stehen?

Die Wahl für das Abendessen fällt auf das Restaurant North Star. Zugegeben, ich fühle mich ein wenig underdressed. Wir starten mit Muscheln als Vorspeise. Toni bestellt ein Ribeye und ich ein Sirloin, zum Surf&Turf ausgebaut. Eine  Flasche Wein und Creme Brulee als Dessert runden die Sache ab.

Zurück im Hotel haben wir sogar noch genug Zeit, die Hotelbar zu besuchen. Das haben wir bisher nicht ein einziges Mal gemacht; meist, weil es keine Hotelbar gab.

Tag 2: Immer noch Cambridge

Was wir gestern nicht erfolgreich geschafft haben, werden wir heute nachholen: Die Colleges von Cambridge, soweit sie für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

Bis zur Bridge Street ist es der gleiche Fußweg wie gestern. Über St. John Street und Trinity Lane versuche ich zum River Cam zu gelangen. Alle großen Colleges gehen bis zum Fluss. Wir gehen quasi auf der Rückseite entlang. Über die King’s College Bridge betreten wir das King’s College (gegen Eintritt). Rechts das Kennedy Building, links das Back Lawn und dahinter King’s College Chapel. Die Kirche ist imposant. Die muss man sich anschauen.

Wir verlassen das King’s College an der Trumpington Street. Über King’s Lane und Queens Lane versuchen wir wieder zum River Cam zu gelangen. Auf der Suche nach einem Pub landen wir am Anchor Cambridge. Hier an der Silver Street gibt es auch Punting: flache Ausflugsboote die mit langen Stangen auf dem River Cam navigiert werden.

Im Anchor testen wir weiteres Barfood (u.a. Sausage Roll, Scotch Egg) und es reift die Idee, den Tag und unseren Aufenthalt mit einer Bootsfahrt abzuschließen.

Der Punter legt los, wir genießen die Fahrt. Ich muss irgendwann einmal googlen, an was wir da alles vorbeigefahren sind. Auftakt macht die Siver Street Bridge, gleich dahinter folgt die Mathematical Bridge. An der Brücke steht mit der President’s Lodge auch das älteste Gebäude am Fluss (1460). Wir haben einen guten Blick auf die Back Lawns des Queens College. Danach sind wir an der King’s College Bridge von vorhin. Es folgt die Clare Bridge, die zum Clare College gehört und dahinter die Garret Hostel Lane Bridge, die wir auch benutzt haben.

Trinity Bridge und Kitchen Bridge folgen. Der Knick im Flusslauf sorgt für Abwechselung. Danach folgt sofort die Bridge of Sighs, die auch den Spitznamen Venice Bridge hat und zum St. John’s College gehört.

Die letzte Brücke, bevor wir umdrehen, ist die an der Bridge Street. Die Bootstour ist übrigens die einzige Option, in den Gärten der Colleges zu schauen, da fast alle für die Öffentlichkeit geschlossen sind.

Nach der Bootsfahrt gehen wir letztes Mal durch die Altstadt von Cambridge zurück zum Hotel. Eines der letzten Fotos gehört dem Corpus Christi College. Der Blick auf die Colleges zeigt einem auch ganz klar, woher die Ideen für Hogwarts kommen.

Gegen 17 Uhr machen wir uns auf dem Weg nach Birmingham. Heute will ich mal im Hellen ankommen. Die A14 bringt uns direkt nach Birmingham. Wir bekommen Infos, dass der Hotelparkplatz fast voll ist. Das kann ja lustig werden.

Ich habe keine Ahnung wie ich die letzten Kilometer geschafft habe. Kreisverkehre, verwirrende Abfahrten und Ampeln, dazu ein Navi, dass mir immer erst Bescheid sagt, wenn ich schon an der Kreuzung vorbei bin. Egal. Wir sind am Hilton und da ist tatsächlich ein Parkplatz fast direkt am Hoteleingang.

Der Checkin ist erstaunlich schnell erledigt. Nur die ConReg ist schon geschlossen. Dann halt morgen. Nachdem alle Koffer und Kisten im Hotelzimmer sind, ist wieder Abendessen Priorität. Es wird das Brightsmith on the Water, hier im Hotel.

London

Tag 1: City of London

Nachdem wir gestern erst nach 23 Uhr im Hotel waren, haben wir heute ausgeschlafen. Uns hetzt niemand. Gegen 10:30 Uhr nehmen wir die DLR nach Tower Hill. Eine Strecke, die ich 2021 zu schätzen gelernt habe1.

Wir kommen an den Docklands vorbei, die 1991 noch ganz anders aussahen; ich muss mal die alten Dias scannen. Limehouse Station. Wieso kommt mir das bekannt vor. Hinter der nächsten Station (Shadwell) beginnt der Stadtteil Whitechapel. Wem das jetzt bekannt vorkommt: Jack the Ripper. Whiteshapel war der Stadtteil, in dem er seine Morde beging. Tower Hill, die Endstation, ist am anderen Ende von Whitechapel. Hier starten wir die touristische Reise.

Auf geht’s: London of Tower, Tower Bridge, HMS Belfast.2 Alles nur von außen. Die Besichtigungen heben wir uns für die nächste Reise auf. Hinter dem Tower erhebt sich die moderne Skyline, die sich um die Leadenhall Street herum gebildet hat. Es folgt ein Stopp im The Horniman at Hays. Ich brauche einen Frühstückersatz … Bier oder – wir sind in England – Ale.

Wir erreichen London Bridge (berühmt aber heutzutage total langweilig) und biegen zum Borough Market ab, der dummerweise heute geschlossen hat. Und wieder verpasse ich die Straße zur Golden Hinde, eine Kopie des Schiffes, das Sir Francis Drake befehligte. Arghhh. Beim nächsten Mal. Dann aber wirklich.3

Es folgen des Theater Shakespeare’s Globe (ein Nachbau, der zudem nicht am Orignalort steht) und dahinter die Millenium Bridge 4, die wir nutzen, um auf die Nordseite der Themse zu gelangen.

Von der Brücke aus sieht man die Bahnstation Blackfriars, die sich auf einer Brücke über die Themse befindet. Die Millenium Bridge führt direkt zu St. Paul’s Cathedral. Von hier folgen wir der Fleet Street am Royal Courts of Justice vorbei nach Strand.

Es geht am Hotel Strand Palace und der Bar Mr Fogg’s Society of Exploration (mehr dazu später) vorbei. Beides kenne ich von meiner letzten Dienstreise. Am Trafalgar Square biegen wir in Richtung Leicester Square ab. In dem kleinen Park verteilt stehen Statuen von Shakespeare, Charlie Chaplin, Bugs Bunny, … Wir sind jetzt im London Westend, dem Broadway von London5. Hier ist auch das Leicester Square Theatre, wo ich 2021 zur Premiere von Katsura Sunshine’s Show war.

Nördlich vom Park ist Chinatown. Die Idee von Orange Duck zum Abendessen reift. Leider ist alles sehr sehr touristisch und ich finde nirgends das gewünschte Gericht. Wir wandern durch den Stadteil Soho auf der Suche nach einer besseren Option. Nichts was uns zusagt, Wir enden wo wir gestartet sind: Touristen-Chinatown. Aber ich finde Orange Duck. Bei einem chinesischen Restaurants namens Gerrad’s Corner. Das kannst du dir nicht ausdenken.

Als letzter Punkt auf unserer Liste ist Mr Fogg’s Society of Exploration. Es ist eine Themenbar, basierend auf dem Roman Reise um die Erde in 80 Tagen. Auf dem Weg dorthin stoppen wir noch bei der Polizei und ich erstatte Anzeige gegen den Autofahrer, der mich gestern auf dem Motorway gerammt hat.

Die Drinks in der Bar haben witzige Namen und kommen oft mit einem Gimmick. Toni bestellt einen Up in the Clouds. Das Glas ist dabei in einem Pokal in Form eines Heißtluftballons versteckt. Ich bestelle einen North Star, der unter einer Käseglocke gefüllt mit Rauch geliefert wird. Die zweite Bestellung ist vom The Mechanical Mixologist, ein Apparat der im Steampunkt-Stil die Variation eines Negroni mixt.6

Wir müssen langsam zurück zum Hotel, bevor die letzte U-Bahn fährt. Über die Waterloo Bridge geht es nach Waterloo Station. Irgendwo hier fährt die Jubilee Line, die uns direkt nach Canning Town bringen wird. Zum Glück fragen wir nach. Es gibt zwei Eingänge zu den U-Bahnen (hier fahren 4 Linen) und wir wollten den falschen nehmen.

Tag 2: Greenwich und City of Westminster

Heute kümmern wir uns um Greenwich und den Bereich City of Westminster7. Erst geht es mit der Jubilee zwei Stationen bis Canery Wharf. Diesen Teil der Docklands habe ich noch besucht. Wie auch? 1991 gab es den noch nicht und 2020 war ich nur den Covid-Test hier. Die DLR bringt uns nach Island Gardens. Theoretisch wäre der nächste Halt Greenwick, aber das macht keinen Spaß.

Zwischen Island Gardens direkt an der Themse und Greenwich gibt es einen Fußgängertunnel. 1902 eröffnet ist er damit älter als der St-Pauli-Elbtunnel. Ein Abschnitt ist mit Tübbingen ais Stahl verkleidet. Das ist ein alter Schaden aus WWII. Der Tunnel endet fast direkt am Museumschiff Cutty Sark. Mit einem Abstecher zum Greenwich Market, um ein „Frühstücksbier“ zu trinken, geht es direkt zum großen Park und hinauf zum Royal Greenwick Observatory. Den Eintritt haben die krass angezogen, und so begnügen wir uns mit dem gratis zugänglichen Teil.8

Nun soll es in der City of Westminster weitergehen. Statt der U-Bahn nehmen wir das Wassertaxi. Es ist nicht unbedingt schneller, aber interessanter. Wir fahren, es regnet, an den Docklands vorbei, Limehouse und Wapping. Die Tower Bridge kommt ins Bild. Wir fahren unterdurch. Eigentlich ist die Bootsfahrt ab jetzt ein Zeitraffer des gestrigen Tages.

Wir steigen am Embarkment Pier aus. Wir holen den Blick auf das London Eye9 nach. Der Beste Blick hat man zwischen dem Royal Air Force Memorial und dem Battle of Britain Monument. Gegenüber ist New Scotland Yard.

Gleich danach kümmern wir uns um Parliament Street. Hier werfen wir einen Blick auf diverse Memorials, Downing Street und vergessen(!) Horse Guard. Wir gehen stattdessen direkt zum Palace of Westminster (Sitz des Parlaments) mit Big Ben. Fast nebenan sind St. Margaret’s Church und die bekanntere Westminster Abbey.

Von hier ist gehen wir gemütlich zum Buckingham Palace. Hier ist einiges Los. Hochdekorierte Offiziere und Veteranen. Damen mit ausgefallenen Hüten. (Nachtrag: Es war ein Empfang / Garden Party im Palast als Teil der The Not Forgotten Association).

Mit Blick auf die Uhr — wir fahren ja heute noch nach Cambridge — starten wir den Rückweg, der uns quer durch den St. James Park führt. Und hätte mich der Kameraakku geärgert, hätte ich auch Fotos davon. Von der Horse Guard Street werfen wir noch schnell auf Blick auf die Rückseite der Downing Street und Churchill’s War Room bevor wir über die Paradefläche der King’s Guard zurück zu Whitehall (nur der untere Teil der Straße heißt Parliament Street) gehen.

Im Anschluss laufen wir etwas zickzack auf der Suche nach einem späten Mittagessen. Wir werden fündig, aber es dauert etwas. Gegen 18 Uhr verlegen wir mit der Jubilee zurück nach Canning Town und zum Auto.

Von hier ist es relativ einfach: Rauf zum blöden Kreisverkehr. Ein kurzes Stück entlang Barking Road bevor die Auffahrt zum Newham Way (A13) uns aus dem Verkehrschaos London befreit. Die A406 bringt us zur M11, die dirket nach Cambridge führt. An die Verkehrsführung in England habe ich mich immer noch nicht gewöhnt, aber wir schlagen uns durch.

Am Fellow House Cambridge angekommen ist der Tag zu Ende. Für ein spätes Abendessen bemühen wir den Room Service.

AnthroTales

Tag 1 (14.05.2026) — Die Fahrt von Brüssel nach Mons ist kurz und ereignislos. Wir sind früh am Hotel und schnappen uns den vorletzten Parkplatz. Für den Check-in ist es noch zu früh, also erkunden wir die Stadt. Mons ist eine kleine, durchschnittliche Stadt. Aber der Bahnhof hat was. Er ist futuristisch. Ich weiß nicht, ist das 60er-Jahre Style?

In der Stadt finden wir ein sehr spezielles Café. Ich habe das Konzept nicht ganz durchdrungen. Ich kann euch nicht einmal schreiben, wie es heißt. Auf google ist es nicht zu finden, es ist zu neu. Ich glaube es war in der Rue Notre Dame. Auf dem Rückweg stoppen wir noch kurz für ein Mittagessen bei einem Dönerladen.

Danach folgt der Check-in. Wir haben ein Zimmer im Erdgeschoss. Raum 013. Perfekt, kein ElevetarCon. Ich kann mein Auto sehen. Wir haben genau vor dem Fenster geparkt, welches sich nicht öffnen lässt. Argh. Wir müssen also alle Sachen den ganzen Weg zum Eingang und zurück tragen.

Die Opening Ceremony ist Standard. Dafür, dass dies deren erste Con ist, haben die wirklich einen sauberen Start hingelegt. Wir knapp über 200 Teilnehmer. Es folgt das Abendessen, dass im ConPreis enthalten ist. Kaltes und warmes Buffet. Nur den Wein müssen wir extra bezahlen, aber das ist ok. Wir sind die einzigen, die sich diesen Luxus gönnen.

Der Abend endet an der Con-Bar. Dies ist mit dem Hotel abgesprochen. Wir haben unsere eigene Bar mir fairen Preisen.

Die Con (15./16.07.2026) –– Von der Con kann ich nicht viel berichten. Wir lassen uns treiben. Schauen hier und da vorbei. Bei Snack Exchange versuche ich den Teilnehmern Lakritz und Salmiakki näher zu bringen; auch ja … und Friesengeist.

Die Teilnahme am Gruppenfoto versteht sich von selbst. Wir nutzen auch die Chance für ein Photoshoot. Dealers Den ist schmal, aber ein Anfang. Die anderen Panels — viele sind es nicht — sind weniger was für uns. Aber, hey, es ist die erste AnthroTales.

Abends ist dann wieder Buffet und danach Partytime. Die Idee mit dem Abendbuffet grenzt diese Con von anderen ab. Es fühlt sich alles eine ebene gehobener an.

Weiterreise (17.05.2026) — Heute verlegen wir auf die Insel. Ich haben den LeShuttle um 21 Uhr gebucht. Das gibt uns genug Zeit. Die Closing Ceremony endet gegen 13 Uhr.

Kurz danach verlassen wir Mons. 2 Stunden später sind wir in Dünkirchen. Hier machen wir halt und genießen eine Tag am Wasser. Wir haben ablaufendes Wasser, man kann förmlich zuschauen, wie das Wasser verschwindet.

Wir sind zeitig am Check-in für den Autozug und können einen früheren Zug nehmen. Perfekt. Die Grenzkontrolle zieht sich ein wenig, aber wir haben Zeit. Ich bin gespannt wie das mit dem Linksverkehr wird.

Die Fahrt durch den Tunnel dauert gerade einmal 30 Minuten, und dann sind wir schon in England. Ein paar Kilometer hinter Ashford ändern wir den Plan: Wir tanken und suchen uns jetzt Abendessen, da wir erst sehr spät in London sein werden.  Das mit dem Tanken klappt. Das mit dem Abendessen nicht. Also weiter.

An der M25, der Ringautobahn von London, wird die M20 zu A20. Jetzt sind es noch etwa 30 km. Wir wechseln auf die A2 und das Londoner Vekehrschaos beginnt. Der Verkehr nimmt zu. Die Abfahrten sind im Vergleich zu Deutschland schlecht ausgeschildert.

Online versuchen wir rauszukriegen, welche Gebühren (Congestion, Environmental Zone, Tunnel, …) wir bezahlen müssen und wie. Wir sind jetzt irgendwo in Greenwich. Vor uns der Silvertown Tunnel. Plötzlich kommt ein Wagen von rechts angeschossen, rammt mich und fährt weiter. Im Tunnel habe ich ihn eingeholt. Aber er denkt nicht daran, anzuhalten. Gut, dass ich eine Dashcam laufen habe. Das habe ich auf Video und ich habe sein Kennzeichen. Toni googelt schon nach der nächsten Polizeistation.

Leider sind die Infos aus dem Netz nicht hilfreich und der Vekehr in London ist zu viel für mich. Ich laufe Gefahr auf der Suche nach der Polizeistation in einen weiteren Unfall verwickelt zu werden. Wir klären das morgen. Ich will nur noch ins Hotel.

Einen Parkplatz zu finden nicht. Wir probieren wirklich jeden Trick im Buch und ich kenne jetzt vermutlich jede Nebenstraße in Canning Town. Ich halte auf dem Gehweg, gehe zur Hotelrezeption und frage. Die haben nichts, aber gegen das Holiday Inn hat Parkplätze. Nicht viele, aber einer reicht mir. Ich werde den Wagen für 48 Stunden nicht bewegen. So viel ist klar.

Der Tag endet mit Abendessen von McDonalds. Es ist fast Mitternacht und ich habe genug. Ich will nur noch ins Bett. Bin gespannt wie das morgen wird. Die haben Streiks für die UBahn angekündigt; nicht die Linien die wir brauchen, aber es wird trotzdem Chaos geben.

Furry Black Light 13 – Gold Rush – 3

02.11.2025 — Und da ist auch schon der letzte Tag. Die Closing Ceremony ist erstaunlich früh. 11 Uhr. Ich vermisse wieder einen Con-Klassiker: die Charity-Auction. War da überhaupt ein Charity-Event? Auch am letzten Tag wirkt die Con unvollständig. Sehr merkwürdig.

Ich bleibe bis morgen; ich muss noch nicht auschecken. Ich kann ganz entspannt packen, Souvenirs einkaufen und mich auf die Dead Dog Party freuen, die diese Mal Survival Party heißt.

Dead Dog Parties sind ein fester Bestandteil einer Con. Für gewöhlich ist alles abgebaut. Man sitzt auf gepackten Koffern und Kisten mir Ausrüstung. Die Con ist vorbei und trotzdem feiert man ein letzten Mal, für gewöhlich in leeren Con-Space. Dieses Mal findet die Party oben in der Skybar statt. Geile Idee.

Ich überlege kurz, ob ich zur Sacré-Cœur laufe. Es sind etwa 4 km. Aber meine Motivation hält sich in Grenzen. Nächstes Mal. Jetzt kaufe ich erst einmal belgisches Bier als Souvenir. Ich verlade alles im Auto. Nur Gyoji bleibt noch im Zimmer. Er wird auf der Party benötigt.

Vor der Party ist da noch Dinner bei Emir Pizza, etwa 300m vom Hotel entfernt. Ich wollte zurück in die Brasserie, aber die hat heute geschlossen. Hab vergessen, dass heute Sonntag ist.

Vor dem Aufzug ist eine lange Schlange. Hoffentlich komme ich noch rein. Der Platz ist auf etwa 110 Gäste limitiert. Oben angekommen werde ich vom Barkeeper begrüßt. Es lohnt sich immer wieder ein Gespräch mit dem Barpersonal zu führen, und sei es auch nur über den Drink, den er empfehlen würde. Für Dead Dog gibt es eine spezielle Getränkekarte, aber … ich bekomme meinen Davao10.

Die Stimmung ist super. Die Musik ist super. Der Abend kann beginnen. Blue Raptor und sein Kumpel sind auch hier. Er hat sein selbst-kreiertes Spiel dabei. Wir fangen an und ziehen ein paar Blicke auf uns, da keiner das Spiel kennt.

Gegen Mitternacht muss ich dann langsam den Rückzug antreten. Morgen muss ich früh los; zwei Gründe: Ich will vor der Rush Hour raus aus Paris sein und ich muss zur Arbeit. Ich habe nur einen halben Tag frei genommen.

03.11.2025 — Der Wecker klingelt um 6 Uhr. Ja, es ist Montag. Ich muss zur Arbeit. Problem ist nur, dass ich noch in Paris bin. Bis auf eine Kiste und eine Tasche ist alles im Auto. Ein schnelles Frühstück muss sein. Um 7:15 checke ich aus.

Keine Ahnung wie ich das gemacht habe, aber ich bin auf der A86. Und auch schon wieder runter. Fahrfehler. Das war eine Abfahrt zu früh. Verdammt. Das kostet mich etwa 10 Minuten. Der Verkehr wird dichter. Rush Hour fängt an. Ich muss raus aus Paris.

Dann der nächste Dämpfer. Unfall auf der Strecke. Jetzt muss ich Haken schlagen. Erst einmal raus aus dem Chaos. A3 nach Norden anstatt runter zur A4. Vor den Flughäfen rüber auf die A104. Hauptsache raus aus Paris. Die A4 wird zur N2. Geschafft. Jetzt geht es über die Dörfer zur A4: Saint-Soupplets, Marcilly, Étrépilly, Trocy-en-Muiltien, Lizy-sur-Ourcq, Cocherel. Ich habe keine Ahnung, wie man diese Orte Auspricht. Ich versuche erst gar nicht.

Nach einer gefühlten Ewigkeit fahre ich auf die A4. Mautstation und los. Jetzt übernimmt der Tempomat. Bei Reims geht es rüber zur A34. Die Mautstrecke endet. Nächster Stopp Belgien, ich muss tanken. Schaffe ich es über die Grenze. Ja.

Die erste Tankstelle in Bouillon ist ohne Personal. Ich habe keine Ahnung, wie ich die Zapfsäule aktiviere. Die nächste Tankstelle bringt Klarheit. Man muss, wie in den USA, erst die Kreditkarte swipen, muss dann die Zapfsäule wählen, und dann kann man tanken. Wieder was gelernt.

Die weitere Fahrt ist entspannt. Und dann kommt die deutsche Grenze. Hätte ich erwähnt, dass ich bis hier keine einzige Baustelle hatte. Gleich der Grenzübergang ist Baustelle eins. Zwei weitere folgen auf deutscher Seite binnen weniger Kilometer. Arghhh.

Trotzdem. Alles in allem komme ich gut durch und bin kurz nach dem Mittag auf der Arbeit. Richtig fit bin ich nicht. Aber ich bin anwesend.

Und das war es im Prinzi: FBL 13 – Gold Rush. Es ist nichts Großes passiert. Aber es war ein schönes, gemütliches Wochenende. Einziger Haken. Meine To-Do-Liste für Paris ist nicht kleiner geworden. Aber wie ich auch festgestellt habe, ist Paris dichter an Vallendar als Lübeck.