Für gewöhnlich komentiere ich nicht jede Version von Tokyo Eye 2020 auf NHK World. Schon gar nicht, wenn  es sich um eine Wiederholung (vom 18.09.2019) handelt. In dieser Sendung geht es um die Welt der Geräusche in Tokyo. Und deshalb mach ich eine Ausnahme.

The Soundscapes of Tokyo – TOKYO EYE 2020 | NHK WORLD-JAPAN On Demand

www3.nhk.or.jp/nhkworld/en/ondemand/video/2053159/
(Achtung: Das Video wird nach einem Jahr entfernt. Ich versuche es irgendwie zu rippen, stelle es aber nicht online; Hashtag Copyright)

Die ersten knapp 6 Minuten zeigen Ueno (Bahnhof und den Park). Wie ihr alle bereits wisst, ist mein Hotel nur 10 Fußminuten entfernt.

Wir schreiben das Jahr 2004: Ich erreiche mit dem Keisei Liner von Narita Airport kommend Tokyo, Ueno. Ich bin erst seit zwei Stunden Im Land. Alles ist neu. Alles ist anders und unvertraut. Mein erster Fußmarsch (mit einer handgezeichneten Karte, da googlemaps noch nicht existiert) ist durch den Ueno Park und dann weiter entlang einer der Hauptstraßen von Ueno.

Die Zikaden und die Tempelglocke sind Geräusche, die ich seitdem mit Ueno verbinde. Das Piepen der Ampeln und die Melodien der Zugansagen sind fest verknüpft mit Ueno Station und Tokyo.

[Die Tempelglocke von Ueno ist eines von 100 „Sounds of Japan“. Dann muss ich also nur noch die anderen 99 live hören. Das ist machbar. *grins* ]

Im nächsten Abschnitt geht es um Shibamata. Das knirschen des Holzpaddels der Yagiri-no-watashi und die Geräusche in der Straße zum Shibamata Taishakuten … Shibamata habe ich 2019 besucht und ja, an diese Geräusche erinnere ich mich. [Damit fehlen noch 97 Sounds … Allerdings muss ich noch mal dorthin, um den Ton auch aufzunehmen.]


Etwa ab Minute 15 geht es um Geräsuche in Ochanomizu; speziell um das Glockenspiel der Nikolai Kathedrale. Das ist auch nur 10 Miunten von Hotel Edoya entfernt, aber ich habe die Kirchenglocken noch nie gehört. Sieht so aus, als hätte ich  etwas für meine ToDo-Liste 2020.

Hm … Ich sollte meine Sounds-Of-Japan-Idee von 2010 wiederbeleben. Ich brauche allerdings ein besseres Mikrophon. Den handlichen Rekorder von 2010 habe ich noch. Ich muss auch mal die alten Audiodateien von 2010 sichten.


Die Show ist in Englisch und Japanisch (englische Untertitel. Aber es geht ja um Geräusche, die sprachunabhängig sind. Einfach mal reinhören …

Onsen sind so eine Sache. In den optisch reizvollen Onsenorten kann man oft nur baden und Onsenorte „mit Rahmenprogramm“ sind meist optisch nicht anspruchsvoll. Dann gibt es noch jede Menge Onsenorte, bei denen man das Hotel gar nicht verlassen sollte.

Auf der Suche im Internet findet man unzählige Top-10-Listen. Einige Orte tauchen auf fast jeder Liste auf: Beppu, Kusatsu, Atami, Yufuin, Kurokawa, Hakone, Dogo, Gero, Kinugawa, Arima und Noboribetsu.

Über die Hälfte habe ich schon besucht. Einige kann ich durchaus als Top10 bestätigen. Bei Beppu denke ich „Wirklich?“ gefolgt von „Wo ist Bessho Onsen?“ … Ich mache es kurz: Ich versuche meine Top 10 aufzustellen. Dabei beschränke ich mich auf Orte, die ich  besucht habe und es ist zu beachten, dass ich hier auf eine Zeitspanne von über 15 Jahre zurückschaue, in denen sich viel ändern kann:

  • Kurokawa Onsen (2014)
  • Kusatsu Onsen (2013)
  • Dogo Onsen (2014)
  • Yudanaka Onsen / Shibu Onsen (2004, 2013, 2014)
  • Beppu Onsen (2006)
    • Bessho Onsen (2013)
    • Yufuin Onsen (2014)
    • Minakami Onsen / Takaragawa Onsen (2019)
    • Hakone Onsen / Yumoto Hakone (—)
    • Naruko Onsen (2004, 2014)
      • Kamiyamada Onsen (2016)
      • Sounkyo Onsen (2010)
      • Atami Onsen (2019)
      • Ogoto Onsen (2016)
        • [Toyoko Onsen (2010)]
        • [Higashiyama Onsen in Aizu Wakamatsu (2018)]

Kontext: Es gibt einen Grund für den Zustand der Onsenorte heutzutage; hier die Kurzversion: In den 50/60ern gab es in Japan das Wirtschaftswunder wie auch in Deutschland. Es folgte eine Boom bei den Urlaubsreisen, gerade bei den Wochenendtrips. In den 80ern trat eine Sättigung ein. Da waren aber viele Orte schon mit Bettenburgen verbaut (siehe Atami). Dann bröckelte die Wirtschaft, Anfang der 90er platzte dann die Bubble Economy. Das System Onsenurlaub kollabierte.

Ein zweites Problem, das bis heute nachwirkt, waren die großen Hotels selbst. Sie boten alles Indoor an; Restaurants, Arcades, … Dies hat den Geschäften im Ort, das Wasser abgegraben. Und mit dem Niedergang der großen Hotels war dann alles versschwunden.

Wer ab den 2000ern in einen Onsenort reist, wird dies sofort sehen: Leerstand. Sowohl bei Hotels, als auch bei Restaurants, Geschäften und Wohnungen. Teilweise habe die Orte über die Hälfte der Einwohner verloren.


(1) Kurokawa Onsen

Dieser Ort ist der Traum von einem Onsenort. Er liegt in einem kleinen Flusstal irgendwo in der Mitte von Kyushu. Hier reiht sich ein Onsen an das andere; über 50. Es gibt einen Badepass, mit dem man für 3000yen in 5 Onsen baden kann. Das ist nicht billig, lohnt sich aber, zumal der Kauf nicht an einen Übernachtung gebunden ist.

Die Anreise ist nur mit dem Auto oder einem Bus (ab Yufuin Onsen oder Kumamoto) möglich. Die Fahrt dauert knapp zwei Stunden und ist nur zwei Mal am Tag möglich. Ich habe diesen Tagesausflug nicht bereut. Keine Sekunde.

Man muss sich aber im Klaren sein, dass es außer Onsen in Kurokawa nichts gibt. Am Wochenende nicht einmal einen funktionierenden Geldautomaten. Einen 7eleven sucht man vergeblich. Eventuell im nächsten Dorf, aber mit nur zwei Bussen am Tag … Hier kann man wirklich nur „onsen“.

(2) Kusatsu Onsen, Kanto

Definitiv ein Ort, den man besuchen sollte. Ich empfehle den verschneiten Winter, denn Kusatsu hat ein traumhaftes Skigebiet. Es gibt in Kusatsu einen Altstadtkern und in der Mitte davon das Yubatake, eine Onsenquelle, zu heiß zum Baden in der  Yu-no-Hana (Schwefelablagerungen, die als Badezusatz verkaut werden) gewonnen wird. Das Yubatake selbst ist, gerade im Winter mit dem Dampf, ein echtes Highlight. Daneben gibt es ein altes Badehaus mit Touristenbespaßung (kann man sich wirklich anschauen) und ein kleines öffentliches Badehaus.

Weiteren Public Onsen sind wie auch die Ryokans und Hotels über das Stadtgebiet verteilt. Im Altstadtbereich gibt es viele Häuser im japanischen Baustil. Und dann ist das noch das große Public Rotenburo außerhalb der Stadt am Anfang der Berge.

Im Sommer gibt es einen Bus über die Passstraße nach Yudanaka. Im Winter ist dieser wegen der Schneemassen gesperrt. Der Gipfel, Mt. Shirane, ist ein Vulkan. Der Krater ist allerdings schon seit längerem gesperrt. Einziger Nachteil ist die etwas Anreise mit mehreren Zügen und Bussen.

(3) Dogo Onsen, Shikoku

Ich bin selbst verblüfft, dass ich Dogo Onsen auf Platz 3 packe. Es liegt wohl ein Stück weit auch am Ryokan, indem ich übernachtete. Dogo liegt etwas außerhalb der Stadt Matsuyama; im Prinzip auf genau der anderen Seite der Burg wie der Bahnhof. Ein kleine Straßenbahn bringt einem dorthin.

Der Bahnhof und der Vorplatz sind sicherlich ein Punkt für Dogo. Es gibt eine onsentypische,überdachte Einkaufsstraße. Am anderen Ende liegt das Dogo Onsen. Ein ehrwürdiger alter Holzbau mit mehreren Bädern und Ruheräumen. Dieses Onsen ist das Hightlight und Zentrum von Dogo Onsen. Nebenan gibt es noch ein modernes Sento.

Zugegeben. Das ist nicht viel. Aber der Ort hat irgendwie einen Charme und der Besuch des Onsen ist einen Abstecher wert. Pluspunkt ist sicherlich die Nähe zu Matsuyama.

(4) Yudanaka Onsen / Shibu Onsen

Dieser Ort ist sicherlich nur auf der Liste, da es mein erstes Onsen war. Yudanakas Straßen sind nachts verweist. Das Onsenleben spielt sich innerhalb der Hotels ab. Shibu Onsen ist nebenan (2km) und bietet zumindest so etwas wie eine Altstadt mit gewissem Charme und Onsen-Feeling.

In Shibu gibt es 9 kleine Public Onsen. Man kann ein Tenugui kaufen und an jedem Onsen abstempeln. Der Besuch aller 9 Onsen und der beiden kleinen Tempel soll lebenslange Gesundheit versprechen. Ein geniales Souvenir ist es allemal. Ich habe bereits 3 Stück! — Leider ist der Besuch der Public Onsen nur mit einem Schlüssel möglich, den man seit ein paar Jahren nur noch bekommt, wenn man in einem Hotel in Shibu Onsen übernachtet (2004 hatten man auch als Gast in Yudanaka Zugang).

Touristisch gibt es ein paar nette Punkte: Ganz oben steht der Monkey Park. Kennt ihr die badenden Affen? 90% der Fotos kommen von hier. Oberhalb von Yudanaka/Shibu ist das Shiga Kogen Ski-Resort, das Austragungsort der olypischen Spiele 1998 war.

Yudanaka ist per Zug über Nagano zu erreichen (der Express heißt Snow Monkey). Die Linie gehört nicht zu JR. Im Sommer gibt es zudem eine Busverbindung nach Kusatsu. Im Winter ist die Passstraße wegen Schnee geschlossen.

(5) Beppu Onsen, Kyushu

Beppu ist einer der favorisierten Onsenorte in Japan. Ich war 2006 dort, hatte aber die Onsen selbst noch nicht wirklich in meine Reiseplanung eingebaut. Ich war fürs Sightseeing dort (dämlich, ich weiß).

Neben einigen Public Onsen (der Rest spielt sich wieder in den Hotels ab) gibt es die Jigoku, die „9 Höllen“. Dies sind heiße Quellen, in denen man nicht Baden kann.  Man kann sie im Rahmen eines Tages besichtigen. Am Stadtrand gibt es den Berg Tsurumi, der zum Wandern einlädt.

Im Ort gibt es dutzende Ryokans und Hotels. Man muss sich fast schon bemühen eine Hotel ohne Onsen im Keller oder auf dem Dach zu finden.

Die Anreise ist mit Zügen ab Kitakyushu möglich. Beppu liegt dabei etwas nördlich vin Oita. Von Beppu fahren Busse nach Yufuin und Kurokawa. Eine Zugverbindung nach Yufuin besteht über Oita.

(6) Bessho Onsen

Es ist ein kleiner Onsenort an dem nicht viel los ist und der auch nicht wirklich eine attraktive Hauptstraße hat. Als Sehenswürdigkeiten gibt es ein paar Tempel und Schreine. Besonderheit ist definitiv eine der wenigen 6-eckigen Pagoden, die es in Japan gibt. Für einen Tagesausflug ist dieser Ort allemal brauchbar, zumal es ein paar Public Onsen gibt.

Von Ueda aus (liegt an der Strecke Tokyo-Nagano) führt eine kleine Privatbahn nach Bessho Onsen.

(7) Yufuin Onsen, Kyushu

Ein durchschnittlicher Ort. Es gibt keine pitoreske Altstadt und mit Ausnahme von zwei bis drei Public Onsen (Achtung: Einige sind unisex). Es gibt eine kleine Nebenstraße, die ganz nett ist, aber ansonsten? Es gibt die Möglichkeit, die Onsen anderer Hotels zu vesuchen.

Von Fukuoka und Kumamoto aus fahren Züge direkt nach Yufuin. Kürzer ist die Anreise von Beppu Onsen aus.

(9) Hakone Onsen, Kanto

Dieser Ort findet sich in jedem Reiseführer und ist außerhalb Japans mehr als Ausflugsziel bekannt: Lake Ashi, Owakudani, Moto-Hakone. Zu den Onsen kann ich noch nichts sagen, da ich sie noch nicht besucht habe.

Anreise ist spielend ab Tokyo möglich. Entweder mit Japan Rail über Odawara (auch Shinkansenhaltepunkt) möglich oder mit der Tobu Line direkt ab Shinjuku.

weitere Orte

Die Liste der Onsen in Japan ist mehrere Seiten lang. Hier ein paar Onsen, die es nicht auf meine Liste geschafft haben, aber in jedem Reiseführer (z.B. Lonely Planet oder japan-guide.com) zu finden sind. Die Liste ist natürlich nicht vollständig bzw. abschließend:

  • Gero Onsen
  • Arima Onsen
  • Noboribetsu Onsen
  • Kinugawa Onsen
  • Ikaho Onsen
  • Nasu Onsen / Shiobara Onsen
  • Manza Onsen
  • Shima Onsen
  • Okuhida Onsen / Kamikochi Onsen / Shirahone
Linkliste

www.tofugu.com/japan/best-onsen-resort-towns
www.tokyocreative.com/articles/20282-best-onsen-towns-in-japan
www.japantravel-centre.com/japan_guide/popular-onsen-towns
www.jrailpass.com/blog/best-onsen-in-japan
allabout-japan.com/en/article/173/

Wieder so ein Thema, das ich später einmal tiefer und gründlicher aufbereiten muss …

Ich habe schon oft Fotos von diesen winzigen Autos und LKWs in Japan gezeigt. Das sind Kei-Cars. Für sie gelten strenge Regeln, bieten aber zwei wichtige Vorteile für ihre Besitzer:

  • Die KfZ-Steuer entfällt. Das ist in Japan nicht unwesentlich, da die Steuer mit jedem Jahr steigt und von Anfang an schon nicht biliig ist. Wer sich in Deutschland schon aufregt, dem wünsche ich viel Spaß in Japan.
  • Der Stellplatznachweis entfällt. Jeder der beispielsweise in Tokyo ein Auto kaufen will, muss beweisen, dass er einen Parkplatz dafür hat, sonst darf er das Auto nicht kaufen bzw. anmelden. Parken am Straßenrand zählt nicht. Man muss einen Parkplatz haben; entweder auf dem eigenen Grundstück oder eine Anmietung in einem Parkhaus (welche nicht ganz billig ist)
Das typische japanische Kei-Car

Es gibt also gute Gründe ein Kei-Car zu kaufen. Ihr putziges Design liegt an den extrem restriktiven Regeln, die ein Kei-Car unterworfen ist. Es gilt (für PKW):

  • max. Länge 3,39 m (60 cm weniger als ein VM Polo !!!)
  • max. Breite 1,475 m (ein Smart ist zu breit, ein Polo sowieso)
  • max. 660 ccm (damit ist der VW Polo 1.0 FSI übermotorisiert)
  • max. 64 PS
  • max. 134 km/h

Das sind fiese Einschränkungen mit denen es weder der Smart noch der VW Lupo schaffen als Kei-Car durchzugehen. Umso erstaunlicher ist, was die Japaner daraus machen. In der meisten Regel Autos mit dem Desgin eines Schuhkartons. Aber Wow, haben diese bereiften Tupperdosen Platz. 4 erwachsene passen problemlos rein (gut, die rechnen Japaner und ohne Gepäck). Bezüglich verstecktem Stauraum unter den Sitzen, hinter der Sonnenblende, im Dach, … sind die Japaner hier erstaunlich kreativ.

den sieht man auch überall; teilweise sogar schwer getunt; optisch zumindest

Und Kei-Cars sind beliebt, gerade wegen der beiden genannten Vorteile. Aber auch, weil man in Tokyo in jeden enge Nebenstraße kommt. Es gibt enge Gassen, da passt ein SUV nicht einmal mit eingeklappten Spiegel durch. Und wer auf dem Parkplatz über die weiße Linie kommt, kassiert deftige Strafen. Nicht wie uns, wo jeder Depp einfach irgendwie parkt.

Daihatsu Copen – mir etwas zu rund, aber könnte Spaß machen

Da es in Deutschland keine Anreize für den Kauf gibt und sowieso alle Helikoptereltern lieber einen gepanzerten SUV für den Weg zur Schule bevorzugen, wundert es nicht, dass die Kei-Cars hier gar nicht erst angeboten werden.

Obwohl man auch hier einen Markt generieren könnte. Denn wegen der Leistungslimitierung sind die Autos leicht (teilweise weit unter einer Tonne). Die nur 64 PS sind kein wirklicher Nachteil mehr.Der Verbrauch von etwa 5 Liter Benzin (!) schlägt jeden zweiten Diesel.

Ein weiterer Faktor ist natürlich der Preis, der bei vielen Modellen unterhalb der 20.000€-Marke liegt. Einsteigermodelle, die aus deutscher Sicht viele Extras mitbringen, fangen bereits bei knapp über 10.000€ an. Für Familien mit zwei Kindern ist das ein echtes Argument.

Was ist da für mich drin? – Ein Roadster

Ich liebe Roadster: Zweisitzer Cabrio. Aktuell fahre ich den mächtigen Crossfire mit 3,2 Liter Hubraum und weit über 200 PS. Der Verbrauch auf der Autobahn liegt bei unter 8 Liter (ist ganz OK für ein 16 Jahre altes Auto), aber in der Stadt schluckt der 14 Liter und mehr. Aber hey; es ist kein Diesel.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass dieser Hass auf Diesel absolut dämlich ist. Ein moderner Diesel mit nur 5-6 Liter Verbrauch darf nicht nach Stuttgart, aber mein Euro-4 Benziner, der das dreifache schluckt und hinten ausstößt schon. Und dann ist mein Wagen noch günstiger als das Montagsticket für den ÖPNV. Hier läuft was ganz falsch in Deutschland.

Honda S660 – Mehr Auto braucht es doch eigentlich nicht, oder …

Aber zurück zum Thema Kei-Car. Es gibt Kei-Car-Roadster, die echt Spaß machen könnten: extrem klein, wenig, Cabrio, geringer Verbrauch, und wegen des geringen Gewichtes vermutlich auch extrem giftig an der Ampel.

Und ganz ehrlich: Von hinten macht der Honda S660 echt was her. (Der Wagen ist seit 2015, also seit 5 Jahren auf dem Markt.) Das CTV-Automatikgetriebe soll Dreck sein, aber das 6-Gang-Schaltgetriebe gibt es ja auch.

Heckansicht des Honda S660 — nicht einmal die Großen sehe so cool aus

Den Wagen mit seriellem Hybridantrieb wäre ein echter Hammer.

Das Limit von 134 km/h ist eine japanische Vorgabe und elektrisch geregelt. Das könnte man für Deutschland sogar rausprogrammieren. Auf der anderen Seite: Wenn ich überlege wie häufig ich schneller als 130 fahre; das kann ich im Jahr an zwei Händen abzählen. Bei den langen Strecken klickt bei mir der Tempomat bei 120 bis 125. Deshalb verstehe ich die Aufregung um Tempo 130 nicht.  Und das sage ich als Besitzer eines hubraum- und leistungsstarken Roadsters. Cruisen nicht rasen. Ich will die PS nur, damit die Karre aus dem Quark kommt. Nicht wieder Mini, den ich also Mietwagen hatte. Vom 6. Gang runter in den 3., nur um einen LWK zügig überholen zu können. Und ich tausche gerne ein paar PS gegen Drehmoment.

und ja auch das ist ein Kei-Car

Und noch einen oben drauf. Die Wanderung von Ueno nach Akihbara ist quasi genau die Strecke, die eine meiner allerersten in Tokyo – und Japan überhaupt –  war. Die Kamera fährt quasi durch meine zweite Heimat … Ich müsste mal nachrechnen, aber ich glaube ich war kumuliert länger im Hotel Edoya als in Dresden.

00:00 bis 04:00 (Ueno Park)

Ueno Station Shinubazu Entrance; Das ist der Eingang von JR, den ich immer benutze. Unter dem Weg hoch in den Ueno-Park ist die Keisei-Ueno-Station. Das ist die direkte Verbindung nach Narita Airport. Dieses ersten Bilder im Video waren 2004 mehr oder weniger meine ersten eindrücke von Tokyo / Japan. Es hat sich einiges geändert, aber der Vibe ist noch da.

04:00 bis 19:00 (Ameyoko)

John biegt nach links zur Ameyoko ab. Meine Hotel wäre rechts ab gewesen. Ameyoko habe ich 2004 gesehen aber so richtig bewusst besuche ich es erst seit grob 2014. Ich habe die Bedeutung dieser Straße zu lange unterschätzt. Mir war nie bewusst, dass die in jedem Reiseführer erwähnt wird.

19:00 bis 30:00 (along the Yamanote)

Ich kriege schon wieder Hunger auf japanisches Essen. Er passiert unter anderem die Station Okachimachi (genau zwischen Ueno und Akihabara). Das ist die Yamanotestation die am dichtesten zu meinen Hotel liegt. Die Gegend kenne ich also wie meine Westentasche.

Man, wie cool ist das eigentlich, ein Video zu sehen, wo man jeden Pflasterstein kennt. Ich weiß rechts und links vom Bildschirm ist. Mein Blick ist also breiter als der, den ihr gerade habe. Mein Gehirn ergänzt jede Szene.

22:53: Wow. Die Pandas kenne ich noch gar nicht. Was wohl daran liegt, dass ich immer den Nordausgang benutze.

23:36: Jetzt könnt ihr im Hintergrund die Melodie der Bahnstation hören, mit der auf die Ankunft eines Zuges der Keihin-Tohoku-Line (nicht Yamanote) hingewiesen wird. Es ist die die melodische Variante von „Vorsicht an der Bahnsteigkarte“. Bei 26:29 hört ihr die Melodie erneut. Ja, das ist die Taktung des Zuges außerhalb der Rush Hour: 3 Minuten.

23:50: Ich hatte ja schon mal von der Verpackung von Kuchen geredet. Die hier gezeigte Variante ist, glaubt mir, das Einsteigermodell. Es gehtaus weit komplizierter.

Sehr ihr die ganzen kleinen Restos und Izakayas? Deshalb mag ich Tokyo. Und deshalb mag ich die Gegend um Ueno. Shibuya, Shinjuku und Roppongi sind die Spots des Nachtlebens in Tokyo und weit weg von Ueno. Aber dennoch. Die Gegend hat was … jenseits von Akihabara und den direkten Zugang zum Shinkansen.

29:50: Japp. Und ihr könnt mir glauben. Niemend, wirklich niemand klaut diese Flaschen mit Sake.

30:00 bis 41:00 (Nebenstraßen).

Ich kann genau hier den Faden von eben aufnehmen. Überall gibt es Bars und kleine Restos. Und John hat recht. Kaum ein Tourist verirrt sich hierhin. Dies hat Vor- und Nachteile. Die Vorteile wiegen den Nachteile um längen auf.

32:07: Cool. In dem Laden habe ich schon eingekauft, allerdings nicht das Echigo Beer aus Niigata, sondern Sake aus Niigate – einen der besten Sake Japans – wie John erwähnt.

37:12: John steht an der Straßenecke mit den Getränkeautomaten und schwenkt kurz auf die Yamanote. Wenn ihr exakt diese Straße in anderen Richtung (weg von der Yamanote) lauft, kommt ihr zum Hotel Edoya.

40:10: Sushi Burrito –> ist auf meiner Liste.
41:00: Tonkotsu Ramen –> ebenfalls gebucht.

Oh, diese ganzen Geschäfte an denen ich auch schon vorbei gelaufen bin. Ich bin gerade wirklich auf einem Nostalgietrip und kann es bis August kaum abwarten.

41:00 bis 63:45 (Akihabara)

41:57: Suehirocho Station Entrance. Yeah. G14. Neben Yushima (C13) ist das die U-Bahn-Station die ich am häufigsten benutze. Wie gesagt, mein Hotel ist nur ein paar Straßen entfernt.

43:33: MOS Burger. Yeah.
47:45: Star Kebab; den gibt es auch schon seit ewig.
51:18: Natürlich der Blick auf die Eisenbahnbrücke; ohne wäre es nicht Akihabara.

Das Thema dieses Video war nicht, wie verrückt Akihabara ist. Er streift das Thema also nur am Rande. Aber ihr bekommt eine erste Idee. Auch von den ganzen Nebenstraßen mit elektronischen Schnickschnack.

Itassha; Ich sollte mich mal um dieses Thema kümmern. Ich habe diese Wagen schon so oft gesehen. Das sind echt Hardcore-Fans

54:14: Gundam Cafe. Yeah.

55:00: Ich glaube ich bin nur ein einziges Mal unter dem Shinkansen durchgelaufen. Ich überlege gerade. Ja, kommt hin. Ich war schon mehrfach bei Yodobashi Camera, aber dann bin ich vom Bahnhof Akihabara gekommen und über den Shinkansen hinweg gegangen.

Und damit das klar ist. Das ganze Gebäude ist ein Elektronikgeschäft. So groß und nur Elektronik. Hier kriegt man wirklich alles was mit Batterien oder Stromkabel daher kommt.

56:30: Der Karaage-Shop kommt auch auf meine Liste.

57:22: Auch das ist so schön typisch Japanisch. Die 4 Leute mit den Warnwesten sind nur (!) dazu da, die Ein-/Ausfahrt des Parkhauses abzusichern.

58:12: Jack in the Donuts (Creme Brulee Donuts) Cake Shop und Sweets Paradise Cake Shop sind notiert. Cake Sushi. Was werden meine Geschmacksnerven saugen, wenn meine Augen Sushi melden, aber Kuchen auf der Gabel ankommt.

This trip was awesome. Thank you John.

Eine meiner Inspirationen für Japan und gerade auch für Tokyo stammt vom Youtube-Kanal „Only in Japan“. Nun hatte ich gerade einen Eintrag zu Tokyo Station geschrieben, ohne zu Wissen, dass vor drei Monaten ein Video auf dem Kanal erschien, das am Banhhof beginnt. Ich poste das mal an dieser Stelle ganz dominant. Ich werde das Video später wegsortieren.

Zu sehen ist der Yeasu-Eingang des Bahnhofes. Also genau genau die Rückseite vom letzten Post. Yeasu ist der neue, moderne Eingang. Und meine Herren, hat der sich verändert. Noch Mal zur Erinnerung: Als ich 2004 zum ersten Mal in Tokyo Station ankam war alles eine Baustelle und ich habe damals wirklich den Yaesu-Eingang benutzt. Der war hässlich. Und ich war nie wieder dort.

Ja, ich habe den Yeasu Underground – eine riesige unterirdische Einkaufsstraße – benutzt. Aber die Ausgänge liege teilweise mehrere Straßen entfernt vom Bahnhof. Ich muss da wirklich im August mal vorbeischauen.

Dass man in Tokyo jahrzehntelang eine Seite vom Bahnhof nicht kennenlernt, ist glaube ich ganz normal. Mein Hotel ist in Yushima. Der Bahnhof Ueno ist nicht weit weg und bietet Pendlerzüge, Shinkansen, U-Bahnen und Expresszuüge zum Narita Airport. Trotzdem bin ich erst 2016 (als nach zwölf Jahren Japanurlaub) am Osteingang gewesen. Ich kannte immer nur die Westeingang am Park, den Südeingang an der Hauptstraße. Den Nordwesteingang habe ich – glaube ich – 2014 zu ersten Mal bewusst genutzt; auf meiner Yamanote-Tour.

Ich kann euch gleich sagen: Teilweise ist ein anderer Ausgang wie eine andere Stadt. Es kann sein, dass auf der einen Seite ein großer Platz an einer Hauptstraße auf einen wartet und auf der anderen Seite eine kleine Gasse.

Aber zurück zum Video. John läuft Tokyo Station zur Ginza. Den Teil schaue ich mir erst an, wenn ich das hier zu Ende getippt habe. Aber ich vermute ich werde einige Dinge wiedererkennen und hoffe, dass er ein paar neue Dinge für mich parat hat.