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Rediscovering Nikko

Heute, bereits am zweiten Tag, steht Nikko auf dem Programm. Für die Anfahrt habe ich Sitzplätze im Spacia X reserviert. Nach dem Frühstück geht es los. Btw. Wir hatten total vergessen, dass wir Frühstück gestern reserviert haben.

Ein Taxi bringt uns nach Asakusa. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass wir Reservezeit benötigen. Wow, lag ich richtig. Meine Reservierung war wieder nur online gültig. Und um Zugang zum WLAN zu bekommen … lasst es mich so sagen: Man braucht Internetzugang, um Internetzugang zu bekommen.

Rediscoverung Japan hat sein erstes Ergebnis: Selbst, wenn man nicht online gehen will, weil man in Urlaub ist, muss man sich japanischen Internetzugang besorgen, sonst geht alles den Bach runter. In Japan kann man nur noch online (über)leben.

Auch im Zug kann der Kaffee nur online bestellt werden. Das werde lange zwei Stunden. In Nikko angekommen hole ich mir erst einmal ein Bier, dann geht es zum Touristenbus, der uns zu den Tempelareal bringt. Wir haben leichten Nieselregen.

Der Bus biegt an der Shinkyo-Brücke rechts ab. Nicht gut. Hier war ich noch nie. Aber am nächsten Stopp an einem Parkplatz steigen viele Leute aus. Wir folgen. Ein Wanderweg bringt uns zur Butokuden-Halle. Es ist ein „Ah, hier kommt man raus“-Moment. Ich habe wieder Orientierung. Wir gehen an der Goju-no-to 1 vorbei rauf zum Toshogu-Schrein. Jetzt regnet es. Ratet mal, wo mein Regenschirm ist.

Wow. Die haben den Eintrittsbereich automatisiert und erweitert. Damals gab es einen Schalter mit 2 Mitarbeitern. Jetzt stehen hier mehrere Automaten. Und so viele Leute, obwohl es regnet. Overtourism scheint real zu sein.

Trotzdem ist es schön, wieder hier zu sein. Der Tōshō-gū hat genug Schnitzereien und Verzieerungen, dass man hier Stunden verbringen kann: die 3 Affen (San-en)2, die schlafende Katze (Nemuri-Neko), das Mausoleum von Tokugawa Ieyasu 3, Yomei-mon und Kara-mon, …

Und dann ist da noch die Rinnōji Yakushi-do, die Halle des weinenden Drachen. Ich habe meinen Bruder nicht gesagt, worum es geht und die Einweisung ist in Japanisch. Die Halle ist etwa 8m hoch. Schlägt man an einer ganz speziellen Stelle zwei Hölzer gegeneinander, hallt das Echo mehrere Sekunden durch den Raum. Der Gesichtsausdruck meines Bruders sagt alles: Damit hat er nicht gerechnet.

Wir gehen weiter Futarasan-Jinja. Links und rechts vom Weg sind  kleine Regenrinnen. Sie können die Regenmassen gerade so eben ableiten; gerade so eben. Teile des Wanderwegs sind überflutet. Keine Ahnung, warum ich nicht den parallelen Kamishinmichi zum Ro-mon genommen habe.

Am Futerasan-Jinja ich zum ersten Mal in das Areal links neben der Haupthalle. Ich kann euch nicht sagen, warum ich noch nie hier war. Das Areal ist etwas chaotisch. Es gibt kleine Nebenschreine, Jizo-Statuen, eine Quelle, den „Devine Tree Tunnel“ (fragt mich nicht) und einen kleinen, kurzen Wanderweg am Berghang.

Unser nächster Stopp ist der Rinno-ji Taiyu-in. Dieser Tempel beherbergt das Mausoleum von Tokugawa Iemitsu4. Wie auch der Tosgo-gu sind die Gebäude reichlich verziert, aber etwas zurückhaltender. Wir durchschreiten das Noten-mon. Links und rechts am Tor stehen Holzstatuen der vier himmlischen Könige (Schutzgötter)5. Für mich sehen die sehr indisch aus.

Viele glauben, dass das Mausoleum das Gebäude oben hinter dem Yasha-mon ist. Nicht ganz. In der hinteren rechten Ecke befindet sich as Koka-mon, auch als Ryugu-mon bekannt). Das ist der Eingang zum Grab von Tokugawa Iemitsu, aber für Touristen nicht zugänglich.

Da Wetter hat sich übrigens nicht geändert: Nieselregen unterbrochen von Regen. Wir gehen zurück zum Rinno-ji. Die Haupthalle lassen wir aus. Ich will in den kleinen Tempelgarten Shōyō-en. Auf dem Weg dorthin nimmt der Regen wieder zu. Ich lasse mich überreden und kaufe einen überteuerten Regenschirm. Neben den Garten gibt es noch ein kleines Museum. Der Garten hat im Regen einen besonderen Reiz.

Da war es auch schon. Der Nikko-Crashkurs ist zu Ende. Es ist auch schon 16:30 Uhr. Wir gehen runter zur Shinkyō-Brücke. Da wir bisher noch kein Mittagessen hatten, suche wir das Asaya Resthouse auf. Das ist, natürlich, eine Touristenfalle: Souvenirs im Erdgeschoss, Restaurant im Obergeschoss. Da ich mich nicht entscheiden kann, bestelle ich die Kombo aus Ramen und Katsukaree.

Anschließend gehen wir kurz hinauf zum Nikko Kanaya Hotel. Ich muss meinem Bruder das Hotel zeigen, wo ich 2008 übernachtet habe.

Der Fußweg zurück zum Bahnhof sind etwa 1,5 km. Wir laufen ein wenig, entscheiden uns dann aber doch für den Bus. Zurück am Bahnhof ist ausreichend Reservezeit. Was tun? Die suche nach einer kleinen Kneipe ist komplizierter als gedacht. Hier am Bahnhof ist kaum was los, vermutlich weil alle Touristen immer sofort zum Tempelareal gehen und danach direkt zurück zum Zug. Wir finden aber ein kleines Resto. Da wir gerade gegessen haben, bleibt es bei einem großen, sehr großen Highball (ich habe die Größenangabe im Menü übersehen).

Nun wartet die Rückfahrt auf uns. Der Zug ist der Kegon. Das Design verorte ich in die späten Siebziger6. Wir fahren übrigens erste Klasse.

Zurück in Aasakusa habe ich noch eine Besonderheit auf dem Plan. Das Regenwetter passt perfekt. In der U-Bahnstation gibt es einen Bereich, den die Zeit vergessen hat. Ein Hauch von Blade Runner. Ich zeige die Ninja-Sakebar. Hier sind mir aber zu viele Touristen; außerdem: keine gute Idee, spreche aus Erfahrung.

Stattdessen fahren wir mit der Ginza-Line nach Ueno. Ich versuche, die kleine Bar zu finden, die etwas abseits der Touristenpfade liegt. Als ich sie endlich finde, ist kein Platz mehr für uns. Also gehen wir weiter. Hmmm. Ob es die Whiskybar noch gibt? Ja. Und der alte Barkeeper ist auch noch dort7.

Den Weg zurück zum Hotel laufen wir; immer entlang an der Straße 1. Sollte einfach sein. Ist es auch. ich verstehe immer noch nicht, wie ich gestern falsch abbiegen konnte. Es ist wirklich eine gerade Linie. Trotz Regen war es, glaube ich ein gelungener Tag.

Reiseführer – Kanto

関 東 (K A N T O)

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[English Version]

Eine Reise nach Japan führt fast automatisch nach Kanto. Hier liegen die Orte, die von Tokyo aus als Tagesausflüge zu erreichen sind. Bis vor ein paar Jahren hätte auch noch gesagt, dass man nach Kanto fliegt, wenn man nach Tokyo fliegt. Bis vor ein paar Jahren (2013?) landeten alle Maschinen aus Europa in Narita. Mittlerweile ist Haneda, dan Tokyo 2020, ein wichtiger internationaler Hub.


[Ich bin ein Fan von japan-guide.com. Das Bild ist ein URL-Link]

Kanto besteht aus den Präfekturen Gunma, Tochigi, Ibaraki, Saitama, Chiba, Kanagawa und der Metropolregion Tokyo in der Mitte. Die Grenze kann wie folgt gezogen werden: Hakone im Süden, von hier nach Norden zu Kusatsu Onsen, weiter nach Nordosten hinauf zu Nasu Onsen und vor hier nach Osten bis zur Küste. Die Shinkansenstrecken Tokaido (nach Nagoya, Osaka, Kyoto), Tohoku (nach Sendai, Morioka, Aomori) und Yoetsu (nach Nagano, Kanazawa) mit Startpunkt Tokyo durchziehen Kanto. Der Chuoshinkansen ist in Planung und wird grob dem alten Nakasendo folgen. Sehenswürdige Orte (neben Tokyo) sind Nikko und Kamakura, sowie Hakone, Yokohama und Kusatsu Onsen. Leider liegt keiner der Kanto-Hotspots an den Shinkansenstrecken. Zusammenfassung (Regel: SOLL ist MUSS wenn KANN):

  • MUSS: Tokyo, Kamakura, Nikko, Hakone, Yokohama (bei Nacht)
  • SOLL: Kusatsu Onsen, Narita
  • kann: Kinugawa Onsen, Kawagoe, Kashima, Katori
  • auslassen: Mito

東京 : Tokyo MUSS, 3 Tage+

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Man sollte für die Basics in Tokyo 3 Tage ansetzen. Dann hat man 90% gesehen. Ein Hotelstandort in Ueno halte ich für sinnvoll. Ein Stapel von Sehenswürdigkeiten ist in direkter Nähe. Für alle anderen Dinge sind die Yamanote sowie die U-Bahnlinien Ginza, Hibiya und Chiyodo eine gute Wahl. Weitere möglich Stützpunkte wie z.B. Shiodome gibt es natürlich. Ich würde aber immer auf der Ostachse der Yamanote bleiben. Es ist wegen der vielen U-Bahnlinien under JR-Hauptstrecke der bessere Ort für ein Basislager. — Tokyo selbst braucht einen eigenen Reiseführer.

Tagesausflüge

Einfach zu erreichen sind Yokohama, Kamakura, Hakone und Nikko. Alle diese Ort haben den Status „MUSS“. Unterschätzt die An-/Abreisezeit nicht. Außerdem beachtet, dass die Tempel und Parks zwischen 16 und 17 Uhr schließen. Für Nikko und Kamakura kann man 2 Tage ansetzen. Die wichtigsten Attraktionen schafft man aber gut an einem Tag.


 鎌倉 : Kamakura, Kanagawaken — MUSS, 1 Tag+

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Kamakura war von 1185 bis 1333 Regierungssitz. Entsprechend viele Tempel und Schreine sind hier zu finden. Kamakura war mein erster Tagesausflug auf meiner ersten Reise. Wow. Kamakura ist Pflichtprogramm. Kamakura bietet mehr als man an einem Tag schafft. Dennoch, die wichtigsten Stationen sind locker an einem Tag zu schaffen: die Tempel Engakuji und Kenchoji im Norden, der Tsurugaoka Hachimangu und die Shoppingstraße am Bahnhof in der Stadtmitte. Den Abschluß bilden der Hasedera und der Große Buddha im Kotokuin im Westen. Kamakura kann direkt mit der Yokusuka-Linie ab Tokyo erreicht werden. Bei der Shinjuku und Tokaido Linie muss man in Ofuna umsteigen. Steigt in Kitakamakura aus. (Für Anime-Fans: Elfenlied spielt in Kamakura. Man erkennt sehr viele Orte wieder.)


日光 : Nikko, Tochigiken — MUSS, 1 Tage+

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Nikko ist Pflichtprogramm und von aus Tokyo als Tagesausflug realisierbar. Zusammen mit Kamakura und Kyoto einer der drei Orte mit Tempeln in hoher Dichte. Die Tempel und Schreine liegen sehr kompakt etwa 2 km vom Bahnnhof entfernt. Die gesamte Anlage hat den Status „UNESCO Weltkulturerbe“. Pflichtprogramm sind der Toshogu Schrein, Futarasan, Taiyuinbyo, Rinno-ji und der Shoyoen-Garten. Für längere Aufenthalte können Chuzenko und das Skigebiet in die Planung aufgenommen werden. Die Anreise mit JR ab Tokyo / Ueno erfolgt über Utsunomiya (Achtung: Mit dem falschen Zug kann das schnell 3 Stunden dauern. Mehr dazu in dem Blogeintrag zum JRP.) oder mit der Tobu Line ab Shinjuku / Ikebukuro oder ab Asakusa.


 鬼怒川温泉 : Kinugawa Onsen, Tochigiken — kann, 1 Tag

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Kinugawa Onsen hat auf mich einen verschlafenen bis untergehenden Eindruck gemacht, fast als wären die besten Zeiten vorbei. Von den vier Attraktionen habe ich drei besucht: die Flussfahrt, Tobu World Square und Nikko Edomura. Die Flussfahrt war ganz nett. World Square, nun ja, die Modelle sind alle etwas in die Jahre gekommen. Da sie alle im gleichen Maßstab sind, kann man sehr gut die Größen, z.B. der großen Halle in Nara, vergleichen. Nikko Edomura ist ein Themenpark, der das alte Edo aufleben lässt. Man kann sich Kostüme leihen und so Teil des Illusion werden. Die Anreise dauert (120 Minuten) und kann mit der Tobu-Gesellschaft über Asakasa oder Shinjuku/Ikebukuro erfolgen.


箱根 : Hakone & Lake Ashi, Kanagawaken — MUSS, 1 Tag+

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Hakone ist als Tagesausflug von Tokyo aus realisierbar. Mein Tip: Zug der Toei-Line ab Shinjuku nach Hakoneyumeto; mit der kleinen Tozan-Bahn, der Zahnradbahn und der Seilbahn in das Vulkanfeld Owakudani. Der letzte Abschnitt kann auch gewandert werden. Weiter mit Seilbahn nach Togendai und mit dem Schiff über der Lake Ashi (Vulkankrater) nach Hakonemachi, die alte Zollstation zwischen Kansai und Kanto. Ein Stück vom alten Tokaido-Weg führt nach Motohakone mit dem Hakone Schrein. Busse fahren zurück nach Hakoneyumeto. Zudem gibt es schöne Wanderwege und Onsen. Das erfordert aber mindestens eine Übernachtung. Von der Toei Line gibt es einen 2-Tage-Hakone-Pass. (Mehr dazu in dem Blogeintrag zum JRP.)


横浜 : Yokohama, Kanagawaken
MUSS (abends), muss nicht (tagsüber)

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Eventuell tue Yokohama unrecht, aber tagsüber ist die Stadt langweilig. Erst wenn es dämmert wird es spannend: Landmark Tower, die alten Lagerhäuser von Minato Mirai und China Town werden erst durch die Illumination bei Nacht interessant. Die drei Punkte sind durch eine Promenade verbunden. Mein Tip: Auf dem Rückweg von Kamakura hier stoppen und dabei in Chinatown beginnen. Gegen 17 Uhr schließen die meisten Tempel in Kamakura. Schnappt euch etwas früher einen Zug, damit ihr spätestens um 17:30 Uhr in Yokohama seid. Der Landmark Tower schließt den Einlass um 21 Uhr. Der Abend kann dann mit einem Blick aus dem 74 Stock in die Nacht beendet werden. Das Ramenmuseum liegt nicht auf dieser Strecke. Es ist abseits beim Shinkansenstop Shin-Yokohama.


 川越 : Kawagoe, Saitamaken — kann, 1 Tag

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Der Ort bietet ein Straße mit vielen alten Lagerhäusern stehen. Leider war der Autoverkehr enorm, so dass der Charm des Straßenzuges leidete. Am Ende ist die Candy Ally. Der Rückweg kann über Kintain und Honmaru Goten geplant werden. Zwei Museen liegen auf der Strecke. Alles in allem war es ein netter Tagesausflug, aber zog keinen Hering vom Teller, oder: ich hatte mehr erwartet. Kawagoe hat ein Matsuri, das sollte besucht werden.


水戸  : Mito, Saitamaken — auslassen, 1 Tag

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Mito hat einen der drei berühmten japanischen Gärten, Kairakuen. Ganz ehrlich: Mich hat der Garten nicht gereizt; ich hatte was anderes erwartet. Auch der Rest des Ortes bietet nichts, was andere Orte in Japan nicht auch haben. Die Anreise ab Ueno dauert je nach Zug 66-77 Minuten. Wer nicht unbedingt Kairakuen sehen will, kann der Ort mit gutem Gewissen auslassen.


草津温泉 : Kusatsu Onsen, Gunmaken — SOLL (Winter), 1/2 Tag

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In Kusatsu kann man Onsen genießen. Im Winter ist der Ort ein bekanntes Skiresort. Touristisch gibt das Heißwasserfeld Yubatake. Gleich daneben gibt es Yumomi-Vorführungen. Der Sainokawara Park am Ortsrand führt zum Kusatsu Onsen. Die Anreise ist extrem nervig: Shinkansen bis Takasaki oder Karuizawa. Von Karuizawa fahrt ein Bus der Seibu Kogen. Von Takasaki muss man mit einem Local erst nach Naganohara-Kusatsuguchi und von der mit einem JR Bus weiter. Mit Wartezeiten kommen schnell 3 Stunden und mehr zusammen. Ich emfehle der Ort im Winter. Eine Wanderung auf den Mt. Shirane ist dann aber wegen der Schneemassen nicht möglich. Die Busverbindung nach Yudanaka ist dann ebenfalls eingestellt.


鹿嶋 : Kashima, Ibarakiken — kann, 1/2 Tag

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In Kashima und Katori stehen zwei schöne Schreine. Wer Iaido oder Kendo macht, wird die Namen kennen. Man sollte die beiden Orte nur auf seine Reiseroute legen, wenn man sowie in der Nähe ist oder ein persönliches Interesse an deren Besuch hat. Die Anreise von Tokyo aus ist machbar, dauert aber. Ein optimale Reiseroute habe ich noch nicht. Es gibt eine Busverbindung ab Tokyo Eki nach Kashima. Zwischen Kashima und Katori fährt ein Local, wenn auch nicht sehr häufig.


香取 : Katori, Chibaken — kann, 1 Tag

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In Kashima und Katori stehen zwei schöne Schreine. Wer Iaido oder Kendo macht, wird die Namen kennen. Man sollte die beiden Orte nur auf seine Reiseroute legen, wenn man sowie in der Nähe ist oder ein persönliches Interesse an deren Besuch hat. Die Anreise von Tokyo aus ist machbar (über 2 Stunden mit mehrfachem Umstiegen). Sinnvoller wäre ein Abstecher von Narita aus. Zwischen Kashima und Katori fährt ein Local, wenn auch nicht sehr häufig.


成田 : Narita, Ibarakiken — SOLL, 1/2 Tag

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Narita eignet sich gut für den Anreise-/Abreisetag oder den Tag davor/danach, wenn man über Narita fliegt. 2013 bin ich um 9 Uhr geflogen und daher am Vortag nach Narita gefahren. Von Narita zum Flughafen sind es 15 Zugminuten. Viele Sehenswürdigkeiten (Bosa no mura, Onsen Yamato no Yu, Katori-Schrein), die Reiseführer Narita zuschreiben, liegen außerhalb und erfordern eine gründliche Planung, da Busse dorthin sehr unregelmäßig fahren. Die Stadt selbst hat genug Attraktionen für einen halben Tag. Vom Bahnhof (JR und Keisei liegen direkt nebeneinander) geht ein wünderschöne Shoppingstraße – natürlich spezialisiert auf Last-Minute-Souvenirs – zum Nartiansan, ein weitläufiges Tempelareal. Wer einen ganzen Tag spendiert oder gut plant, sollte definitiv den Stadtbezirk Sawara besuchen.


am Shinkansenan Hauptlinienan Nebenstreckeabseits (Bus)
TOKYO ***Kamakura **Nikko ***Kusatsu Onsen *
SaitamaYokohama *Hakone *Manza Onsen *
Nasu-ShiobaraKawasakiKawagoeOze NP *
NaritaKinugawaShima Onsen
MitoBoso PeninsulaIkaho Onsen
Minakami OnsenKashimaTomioka
KatoriNazu Onsen
Izu Oshima
Shiobara Onsen

In der Karte aufgeführt, aber keine Touristenorte (idR sind es Umsteigepunkte)

  • Odawara (Shinkansen, Wechsel für Hakone und eine Burg)
  • Utsunomiya (Shinkansen, Wechsel für Nikko)
  • Takasaki (Shinkansen)
  • Chiba
  • Maebashi

Der Japan Rail Pass

Der JRP ist ein Fahrkarte für die Japan Rail. Es gibt drei verschiedene Zeitfenster: 1, 2 oder 3 Wochen. Es gibt den JRP die 1. Klasse (Green Car) und die 2. Klasse (Ordinary) zu bekommen. Es gibt den JRP für alle Bereich von Japan Rail, nur für Hokkaido, nur JR East, nur JR West. Wichtig ist:

  • 1.Klasse braucht man in Japan nicht. Die zwei ist komfortabel genug.
  • Man kann den JRP nur außerhalb Japans beantragen.
  • Er gilt nur für Japan Rail (nicht für Kintetsu, Tobu, Keisei und die anderen Bahnlinien)

Dafür wartet der JRP Pass mit zwei praktischen Vorteilen auf:

  • Er gilt für die Yamanote in Tokyo.
  • Er gilt für die JR Fernbusse (ggf ist ein kleiner Aufpreis zu zahlen).
  • Man kommt auf den Bahnsteig und durch Bahnhöfe auf die andere Seite.

Für die zweite Klasse sind die Preise immer noch recht happig. Zumal der Yen-Kurs im Jahr 2009 bösartig angesteigen ist. Jetzt 2012 gilt fast 100:1, also 100 Yen = 100 €cent.

  • 1 Woche: 28.300 yen (= 40,43€/Tag)
  • 2 Wochen: 45,100 yen (= 32,21€/Tag)
  • 3 Wochen: 57,700 yen (= 27,48€/Tag)

Das ist nicht ganz billig. Wenn man einen Shinkansen benutzen will, lohnt es sich aber allemal, da eine Fahrt hier schnell 70-100€ kostet. Eine Rundreise Tokyo-Oosaka-Kyoto-Hiroshima ist ohne den JRP unbezahlbar. Oder anders formuliert: Jeden dritte Tag Shinkansen und der JRP lohnt sich. Denkt auch daran, daß ihr die JR auch für Tagesausflüge nutzt. Es gibt aber auch Argumente die gegen den JRP sprechen. Die Frage dahinter ist:

Brauche ich für 3 Wochen Urlaub einen 3-Wochen-JRP?

Die Antwort ist NEIN.

Am Anreise- bzw. Anreisetag will man nur zum Flughafen bzw. vom Flughafen ins Hotel. Liegt das Hotel in Tokyo ist der NEX mit 5500 yen für Hin- und Rückfahrt günstiger. Der Keisei-Liner nach Uneo hat ähnliche Tarife und gehört nicht zu JR. Der JRP wäre also gar nicht gültig. Die ersten Tage und vielleicht auch die letzten Tage erkundet man Tokyo, überwindet den Jetlag und kauft die letzten Souveniers. Das Geld für den JRP ist da rausgeworfen.

Fahrplan Keisei Express (Wochenende)
Fahrplan Keisei Express (Wochenende)
Fahrplan Keisei Local
Fahrplan Keisei Local
Fahrplan Keisei Skyliner
Fahrplan Keisei Skyliner
Keisei Linie
Keisei Linie

Für einige Tagesausflüge in die Umgebung ist der JRP nicht immer die beste Option …

Reisen nach Hakone ohne den JRP planen. Die Odakyu Linie betreibt eine schnelle und günstige Verbindung ab Shinjuku. Es es ferner einen 2-Tage Hakone-Freepass für 5000 yen. Der gilt dann auch für die Seilbahnen, die Zahnradbahn, die Schiffe auf dem Ashi-See und Busse. Das wären dann 25€/Tag und man spart sich die zusätzlichen Fahrkarten. Da kommt der JRP nicht mit. Ein ähnliches Angebot von Odayku gibt es für Kamakura …

Reisen nach Nikko ohne den JRP planen. Der schnellste Weg nach Nikko sind die Tobu-Bahnlinien ab Shinjuku und Asakusa, auf den der JRP nicht gilt. Eine einfache Fahrt kostet 20€ (ab Shinjuku) bzw. 14€ (ab Asakusa). Das ist genauso teuer wie der JRP aber, man ist schneller als mit der JR in Nikko. Zudem gibt es eine Tageskarte für 36€ (ab Asakusa), darin sind auch die Eintrittsgelder für den Tempel und Schreine der „World Heritage Area“ enthalten. Die alleine summieren sich über 10€. Das lohnt sich. Ein All-Nikko-Pass ist für 44€ zu haben. Wer lange in Nikko bleiben will und gut plant, kann die sehr späten Zuge nehmen, die es teilweise für 10€ gibt. Hier sollte ein Sparfuchs genau rechnen.

Reisen nach Kamakura evtl. ohne den JRP planen. 2010 kostete die Einfachfahrt wenn ich mich nicht täusche 890yen. Mit Rückfahrt sind das 18€. Selbst ein Stop in Yokohama ist da mit möglich, bevor man den JRP-Preis erreicht.

Ich habe Kamakura und Hakone immer an den Anfang oder vor das Ende der Reise gepackt.  Den Tag davor bzw. danach war ich in Tokyo. Mit dieser Planung lohnt der JRP für diese Tagesausflüge nicht.

Hokkaido: Für Hokkaido braucht man den Gesamt-JRP, JR East reicht nicht, da es eine separate JR Hokkaido gibt. Es gibt aber andere Optionen. Es gibt spezielle Ticket, die einem zu 5 Fahrten in Hokkaido innerhalb von x Wochen berechtigen.Ein anderes Ticket erlaubt Zugfahrten an 4 Tagen. Egal wie weit und wie viele. 4 wählbare Tage hat man einen JRP. Das würde reichen, um in Hokkaido von einem zum nächsten Hotel zu gelangen. Diese Tickets sind aber nur sinnvoll, wenn man mach Hokkaido fliegt. Eine Richtung Tokyo-Sapporo kosten mit Flugzeug, Shinkansen oder Nachtzug 100€. Berücksichtigt das.

Fassen wir zusammen: Wer 3 Wochen in Japan ist, der ist mit einem 2-Wochen-JRP gut bedient. Selbst bei 3 1/2 Wochen und guter Planung reicht er. Ab 4 Wochen sollte man genau planen und auf das 3-Wochen-Ticket erhöhen.

Wichtige Links zum Thema JRP und Alternativen;

Alternative zu JRP: Es gibt spezielle Karten für X Fahrten innerhalb von Y Tagen. Will man mit dem Zug nur wenige Fahrten durchführen, ist das ein echte Alternative.

Der Weg zum JRP

Coupon bestellen: Den JRP kann man nicht in Japan kaufen. Ihr mußt ihn vor der Reise bestellen. Ihr bekommt dann gegen Vorkasse einen Coupon, den ihr in Japan gegen den JRP tauschen müßt. Den JRP könnt ihr über verschiedene Wege angordern. Bei Reise 1 bis 3 habe ich ihn über das Japanische Reisebüro in Hamburg bestellt; Bei Reise 4 über JAL.

[Beispielformular folgt]

Eines ist wichtig: Der Coupon ist ab Ausstellungdatum nur 3 Monate gültig. (ACHTUNG: Der Coupon für JR East ist nur einen Monat gültig) Ordert ihn also nicht zu früh. Der erste Rag der Gültigkeit des JRP muß in diesem Limit liegen.

Ihr müßt euch zudem bei der Bestellung für den Umfang (East, West, Gesamt, Kyushu), den Laufzeit (1, 2, 3 Wochen) und die Klasse (Green, Ordinary) entscheiden. Ein spätere Änderung ist nicht möglich.

Coupon umtauschen: Mit dem Coupon in der Tasche geht es nach Japan. Ihr könnt den JRP an vielen stellen umtauschen. Wichtig: Er muß nicht am Tag des Gültigkeitsstart umgetauscht werden! Ihr könnt das vorher machen! Bei der ersten Reise habe ich das noch nicht kapiert. Ab der zweiten Reise tausche ich den Coupon gleich in Narita um, gleich nach der Ankunft. Eventull verpaßt man einen Zug nach Tokyo, aber die halbe Stunde sollte man übrig haben. Meist hat man sie. Man wird kaum kurz nach der Landung schon den ersten Tempel aufsuchen wollen.

[Liste der Umtauschorte]

Und ihr spart euch den Streß Tage später. Ihr steht jetzt am Flughafen neben dem „JRP Shop“. In Toyko müßt ihr erst vom Hotel nach Tokyo Eki. Tut euch das nicht an. Narita hat den Vorteil, daß gleich nebenan ein Shop ist, wo ihr euch die Sucia oder Pasma kaufen könnt.

Coupon benutzen: Während der Gültigkeit geht am Bahnhof zum Schalter für Fare Adjust. Hier zeigt ihr den JRP. Nach einer kurzen Kontrolle könnt ihr passieren. Das wars, keine Tickets notwendig. Das funktioniert auch für die Züge in Tokyo (z.B. Chuo Line) und die Yamanote. Das hilft einem oft, Geld für die U-Bahnzu sparen. Aber: Plant das nicht beim Kauf bzw. die Gültigkeitsplanung für den JRP. Selbst der 3-Wochen-JRP kostet über 27€ am Tag. Die Tageskarte für Tokyo ist billiger. Plant den JRP nicht für Tokyo, nutzt ihn, wenn er eh gültig ist.

[Bild JRP]

Die Hotels 2008 (chronologisch)

Hotel Edoya (Tokyo) / ホテル江戸屋:
3-20-3 Yushima, Bunkyo-ku, Tokyo, 113-0034 Japan
reserve@hoteledoya.com; phone: +81.3.3833.8751; fax: +81.3.3833.8759

Bevor ich mich hier wiederhole, schaut in meine Hoteleintrag der 2010er Reise. In der Gallerie findet ihr die Bilder, aus den Räumen, die ich dieses Mal bezogen haben . / Before Before I repeat myself , just look at the blog for the Hotels of the trip 2010. Here you will just see some picture of the rooms I stayed this time. It was not my room 307.

Hotel Tsuchiya (Nagoya) / ホテルつちや
2-16-2 Noritake, Nakamura-ku, Nagoya, Aichi, 453-0014 Japan
phone: +81.52.451.0028, fax: +81.52.451.9361

Das Hotel ist ein Business-Hotel. Das ist in Japan die Bezeichnung für ein einfache, gute Hotel zu einem güstigen Preis. Mein Zimmer war ein einfaches Tatamizimmer, das aber all meinen Belangen hinreichte. Ein eigenes Badezimmer mit Dusche wurde ergänzt durch ein Ryokan Onsen, indem man sich abends entspannen konnte. / This is a business hotel. In Japan theses are simple equiped but good hotels for a fair price. My room was a tatami room. This always meets my requirements. I had a private bath and toilet. And there was a small Ryokan Onsen available.

Umgebung: Das Hotel liegt westlich vom Bahnhof. Um das Hotel herum ist nicht viel los. Es gibt einige Kneipen und Restos für das Abendprogramm. Das Touristenprogramm spielt sich aber östlich des Bahnhofes ab. Die Lage ist also etwas ungüstig. Aber die Nähe zum Bahnnhof hat seine Vorzüge, wenn man Dinge außerhalb von Nagoya besichtigen will. / Surrounding: The hotel ist west from the train station. A residential area. Nothing so see. There some restos and Izakaya, but no tourist attractions (they are all east of the station) or amusement district (like in Ueno, Tokyo).  Therefore it maybe not the best location, but you are really close to the station.  A big benefit, if you plan daytrips outside Nagoya.

Wegbeschreibung: Die Strecke vom Bahnhof (5-8 Fußminuten) kann man mit einem Rollkoffer gut zu Fuß zurücklegen. Am Bahnhof den Westausgang nehmen. Die beiden Hochhäuser sind dann auf der anderen Seite der Gleise. Der großen Straße, an deren Ecke „Bic Camera“ ist, folgen. An der vierten Ampel (bei Bic Camera ist die Eins) rechts abbiegen. Wenn ihr am Family Mart vorbeikommt, seid ihr zu weit. Das Hotel ist an der zweiten Straßeneinmündung links, kurz vor dem Spielplatz. / Getting there: You can walk the distance (5-8 min). Use the West exit. You are correct if the two skyscaper are behind the tracks. There is a big street in front of you. At the corner is „Bic Camera“. Follow that street until the 4th traffic light (the one at Bic camera is No.1). If you pass a Family Mart you walked to far. Turn right. The hotel ist on the second junction on the left. Behind the hotel is a playground.

Asunaro, Hida-Takayama / 翌檜(あすなろ)
2-96-2 Hatsudamachi, Takayama, Gifu, 506-0008 Japan
asunaro@iris.ocn.ne.jp; phone: +81.577.33.5551; fax: +81.577.34.6155

Das Asunaro ist in einem alten Samuraihaus untergebraucht. Allein die Lobby mit den dunklen Hölzern und der Tatamiecke mit Feuerstelle ist ein Hingucker. Ich hatte ein Tatamizimmer mit Dusch. Mehr braucht man nicht. Der Blick aus dem Fenster war auf einen großen Parkplatz. Aber zum Glück gibt es die Papierschiebewände. / The Asunaro is located in an old samurai house. The lobby is an eye catcher: dark wood, a fire place with tatami. All you need. But don’t look out the window. At my room there was a big parking lot. Close the japanese paper slider. It works. You are back in old times. My room provided a nice tatami room and a private bathroom (the famous cubicle).

Umgebung: Das Asunaro liegt etwas abseits der alten Häuser. Mal läuft etwa 5-8 Minuten. Die Umgebung gibt auch nicht viel her. Zur Ginza (halbüberdachte Shoppingstraße) sind es 3 Minuten zu Fuß. Dafür sind es auch nur 8 Minuten zum Bahnhof. Bei Tripadvisor gab es für die ungünstige Lage die meisten Minuspunkte. Kann ich nicht nachvollziehen. Man sieht doch vorher auf der Karte wo es ist. / Surrounding: The Ryokan is a little bit outside the area with the old houses. You have to walk at least 5-8 minutes. Around the ryokan there is not much to visit. The shopping street ist 3 minutes away. But the train station is also in 8 min walking distance. At Tripadvisor there were some negative points for the location. I can understand somehow. But hey, check the map before you book a ryokan and don’t complain about the location afterwards.

Wegbeschreibung: Die Entfernung zum Bahnhof ist gerade eben noch akzeptabel für einen Fußmarsch. Wenn ihr aus dem Bahnhof kommt, links abbiegen. An der ersten Ampel nach rechts. An der nächsten Ampel nach links. An der nächsten Kreuzung mit Ampel müßtet ihr es schon auf der linken Seite (ca. 30m hinter besagter Kreuzung) sehen. / Getting there: The distance is walkable but you might get a taxi. Leaving the train station follow the road to the left. On the first traffic light turn right and on the next traffic light left. At the next traffic light you should see the ryokan on the left side.

Nikko Kanya (Nikko) / 日光金谷ホテル
1300 Kami-Hatsuishimachi, Nikko, Tochigi, 321-1401 Japan
nikko@kanayahotel.co.jp; ph: +81.288.54.0001; fax: +81.288.53.2487

Das Nikko Kanaya war das erste Hotel im westlichen Stil in Japan. Wenn man das Hauptgebäude betritt, unterschreibt man das sofort. Es ist wie ein Sprung ins viktorianische England (allerdings mit kleine japanischen Details). Das Hauptgebäude, in dem mein Zimmer war, ist noch so wie vor hundert Jahren. Was allerdings den Nachteil hat, das die Dielen qietschen und die Haustechnik (Heizung und Klimaanlage) auch schon einige Jahre auf dem Buckel hat. In Deutschland würde man von „Renovierungsstau“ sprechen. Ich mag es wie es ist. Aber bei Tripadvisor gibt auch negative Kritiken. / The Nikko Kanaya was the first western style hotel in Japan. If you enter the main building, you agree without a doubt. It is like a time jump into victorian England (with some japanese details). The main building, where my room was located, is still like hundred years ago, with all the benefits and disadvantages: noisy floors, old central heating. You really need to update things, but I liked it like it was. Maybe there are some critics on tripadvisor, but that is not fair.

Der Speisesaal ist schon vornehm. Noch stylischer ist die Dacite Bar. Sie schreit nach Jazzmusik und Whiskey. Das ganze hat seinen Preis. Japan ist ohnehin nicht billig und für das Kanaya muß man richtig hinlangen. Wer den alten Charm nicht mag, wird das Preis/Leistung-Verhältnis nicht gut finden. Der Service ist aber alleman sein Geld wert. / The dining room is stylish. But the cherrhy on top is the Dacite Bar. It’s design is calling for Jazz music and whiskey. But all this has its price. And Japan is not cheap in the first. In Kanaya you really can spend your travel money. But it is worth every yen.

Umgebung: Das Kanaya liegt exakt am Eingang zum Tempelbereich in Nikko. 2 Fußminuten. Dichter ran geht nur noch, wenn man auf dem Gelände selbst wohnt. Direkt vor der Einfahrt ist auch die Bushaltestelle. Busse fahren von hier in die Berge und nach Chuzenji. Zudem gibt es einen Hotel-Shuttle zum Kanaya-Hotel am Chuzenji. / Surrounding: The Kanaya is right in front of the temple area. You have to walk 2 minutes. In front of the hotel is a bus stop. Busses also go into the mountains at Chuzenji and to the Falls. There is also a hotel shuttle to the Kanaya hotel at Chuzenji.

Wegbeschreibung: Es ist zu weit zum Laufen. Nehmt euch ein Taxi oder sagt dem Hotel, wann ihr am Bahnhof (und an welchem, es gibt zwei) eintrefft. Die schicken dann Shuttle. Wer dennoch laufen will, folgt einfach der langen Straße vom Bahnhof zum Tempelbezirk. Kurz vor der Kreuzung geht es links sehr steil die Hang hinauf. / Getting there: Get a taxi or wait for a bus. It is to far from the train station to walk. If you want to, just follow the main road to the temple area until it ends. The hotel is on the left side 40m before the junction. From there it is a small steep walk uphill. You can also tell the hotel when you will arrive. They will pick you up.

Bansuitei Ikoiso / 晩翠亭いこい荘
1-8-31 Kimachidori, Aoba, Sendai, Miyagi 980-0801, Japan
ph: +81.22.220.7885; fax: +81.22.223.2222

Das Ryokan liegt zwar im Zentrum Sendais aber abseits der Touristenpfade.  Es ist so gut versteckt, daß mein Taxifaher suchen mußte. Wir haben es erst entdeckt, als wir quasi schon davor standen. Das Ryokan ist klein und die Zimmer sind sehr einfach gehalten. Es bietet aber alles was man braucht und glücklich sein. Mich hat nur gestört, daß ich nicht mein eigenes Badezimmer hatte. Das wußte ich aber vorher. Es gibt ein Ryokan Onsen, daß leider den optischen Charme eines Onsen vermissen läßt, was aber der Entspannenden Wirkung keinen Abbruch tut. / This ryokan is in the center of the city Sendai but a little bit away from the touristic paths. And it is hidden good in second row. Even the taxi driver had a hard time to find it. The room was small and, like always, very functional. The only disadvantage for me was, to not have my own bath room. But I knew before. Therefore, no negative points. And there was a ryokan onsen. Not the same charme like the original one but still relaxing.

Umgebung: Nichts. An der 48 liegen ein paar Restos und auch in der näheren Umgebung gibt es immer wieder ein paar kleinere Läden, aber prinzipiell ist es um das Ryokan herum sehr ruhig. / Surroundigs: Nothing. At highway 48 there are some restos and the smaller shops. Otherwise it is very quit arround the ryokan. The hospital is close by.

Wegbeschreibung:  Nehmt euch ein Taxi. Und dann ist es etwa: 2 U-Bahnstationen nach Norden bis zur Bundesstraße 48. Nach links abbiegen Richtung Uniklinikum und dann irgendwann noch vor dem Klinikum links in eine von diesen Nebenstraßen. Ich kriege es nicht mehr zusammen. / Getting There: Get a taxi. The ryokan is 2 subway stations to the north and the you have to follow the 48 to the left. A few hundred meters before the hospital turn left into one of the narrrow streets (I cannot remember which one). The roykan was right handed side in second row.

Hotel Sansui (Tsunagi Onsen)
84-9 Tateichi, Tsunagi Morioka, Iwate, 020-0055 Japan

Es macht von außen nicht viel her und auch die Lobby wirkt auf den ersten Blick etwas kühl. Aber wenn man erst einmal im Tatamizimmer angekommen ist, ist das auch egal. Bucht das Zimmer mit Abendessen. Ich weiß, daß es teuer ist. Aber schaut euch die Fotos im Blog an. Mehr geht nicht. Das Hotel hat ein Onsen indem man ideal entspannen kann. Vom Außenbecken aus kann man über den See blicken.

Umgebung: Tsunagi liegt etwas ab vom Schuß. Für Leute, die Morioka erkunden wollen ist der Ort nichts. Es gibt zwar einen Bus, aber der fährt auch nicht so oft und braucht 25 Minunten. Der Ort ist also eher für entspanntes Nichtstun. Auch der Akita-Shinkansen liegt etwas zu weit weg. Ich wurde vom Personal gefahren. Den Luxus kann ich euch nicht garantieren. / Surroundings: Tsunagi is a remote place. For people that want to visit Morioka this place is not good. The bus connection is infrequent and takes 25 minutes. It is more place for hiking and doing nothing. Also the Akita-Shinkansen is to far away. The hotel personal drove me to the station. This kind of special service I cannot guarantee.

Wegbeschreibung: Das Sansui kann man gar nicht verfehlen. Der Bus fährt über die Brücke und stoppt unten an der Hauptstraße an einem Family Mart (?). Die Straße einfach bergauf zu dem grünen Hochhaus. 2 Fußminuten, maximal. / Getting There: You cannot miss it. The bus from Morioka to Tsunagi crosses a bridge and stops at the other side at a Family Mart. Just follow the street uphill. The hotel is the green building on the right side. Just 2 minutes of walk.

Nachtrag: Wie immer findet ihr die Hotels auch bei Tripadvisor. Die durchschnittliche Bewertung entspricht nicht meinem Eindruck. Ich würde durchgehend eine Note höher bewerten. Allerdings sind meine Ansprüche auch etwas anders, als die eines normalen Touristen. Ich werde mich demnächst wieder um die „mehr Japan“-Seiten kümmern. Dann gibt es einen Stapel links für Hotel- und Ryokan-Reservierungen. / By the way … Like always, you’ll find all the hotels at tripadvisor. The average rating doesn’t match my rating. Maybe I am not the average tourist. I would rate always a half level higher. I will write about this sometimes in a bigger article about ryokans and hotels.

2008 – Ein erstes Fazit

Wie soll ich es sagen: das Takayama Matsuri und das Nikko Matsuri waren der Hammer. Auch die Reste der Kirschblüte waren umwerfende eindrücke. Dennoch bliebt bei dieser Reise ein fader Nachgeschmack. Mein Fehler: Ich hatte keine detailierten Pläne für den Tag sondern nur so grobe Idee. Das endete zu oft in vertrödelten Tagen bzw. Abschlüssen Bsp.: nach Matsushima noch nach Ishinomaki, nach Ise noch nach Toba. Hätte man sich beides schenken können. Und so bleibt diese Reise, trotz der vielen guten Momente, gefühlt unterdurchschnittlich. / How shall I put it: Takayama Matsuri and Nikko Matsuri were awesome, mind blowing. Wow. Also the end (remains) of the cherry blossom was something. But there is always a bad after taste and it was my fault: I didn’t created a detailed plan for the day. This results in many half used days that spoiled the overall sum up Matsushima/Ishinomaki and Ise/Toba are good examples. And in total this holiday feels a little bit averaged.

Hier die Top 5 von diesem Urlaub, die es bequem in die Top10 aller Japanreisen schaffen werden. / Here the top 5 of this trip. They easily will make for the over all Top10.

Worst 5: Die schlimmsten 5 Tage sind auch schnell ausgemacht. Wie schon zuvor waren es Rengentage, wobei nicht jeder Regentag schlecht war. Oben auf der Liste steht der Tagesausflug nach Chuzenji. Es folgen zwei Tage mit blöder Zugplanung: Der Ausflug nach Aizu-Wakamatsu und der nach Hakone. Die Liste wird komplett mit den beiden Tagen, bei denen ich das Ende versemmelt habe: Matsushima/Ishinomaki und Ise/Toba. / The worst 5 days are easy to list. Like before the include rainy days (but not all rainy days are bad). Right in top of the list is the daytrip to Chuzenji.  Followed by days with a stupid planning of train connections: The trip to Aizu-Wakamatsu und to Hakone. The list will be completed by the days that sucked at the end: Matsushima/Ishinomaki and Ise/Toba.

Es bleibt die Frage: Lag es an der Planung oder wird Japan langweilig? Auf der ersten Reise hatte ich den Crashkurs: viel gesehen, alles war neu und unbekannt, ich konnte werder Sprache noch Schrift. Das hat sich geändert und damit natürlich auch der Blick auf die Dinge. Der nächste Urlaub wird es zeigen. / The question that remains is: Was this trip below average in planning or is Japan gettting boring. The first trip was a stunning and exciting. The land was new, I couldn’t read Kanji or speak any word Japanese. This has changed, and therefore my view on Japan. The next holiday will show.

Die nächste Reise: In zwei Jahren? Bestimmt. Aber wohin? Hokkaido schwirrt mit im Kopf herum. Mal sehen. Hokkaido bietet keine Tempel und Schreine, sondern Landschaft. Ob ich aber der Typ für Wandern im Grünen bin, muß ich noch ergründen. / The next trip: May in two years? Sure, but where to go? Hokkaido comes to mind. There are no temples and shrines. There is only scenery. But I don’t know if I am the right person for this.