Furry Black Light 13 – Gold Rush – 1

29.11.2025 — Es geht zurück an den Ursprung: Furry Black Light, Paris.

2021, um aus dem detuschen Corona-Lockdown auszubrechen, bin ich nach Paris geflogen. Furry Black Light war meine allererste Furry-Convention, der kommt nähstes Jahr. Im Koffer ist Goyji, meine zweite Fursona.

Anders als 2021 nehme ich dieses Mal das Auto. Flugreisen mit einem Extrakoffer für einen Fursuit sind umständlich, vor allem, wenn man noch andere Dinge — wie Getränke — mitnehmen will. Anders als 2021 ist das Convention-Hotel auch nicht direkt am Flughafen CDG, sondern in St. Denise, knapp 40 Minuten mit dem ÖPNV vom Flughafen entfernt.

Relativ früh geht es um 7 uhr los. Ich will vor dem Berufsverkehr raus aus Detuschland sein. Und ich will vor 14 Uhr ankommen. Ach ja, Paris ist dichter als Lübeck. Darüber habe mir noch nie Gedanken gemacht. Ich fahre 2 Mal im Jahr nach Lübeck, scheue aber den Weg nach Paris. Wie dumm.

A48 und A1 bringen mich an Trier vorbei nach Luxemburg. Theoretisch könnte ich über Metz auf der A4 bis Paris fahren. Aber Frankreich hat Autobahnmaut, und ich will ein paar Euro sparen. Also geht es zunächst weiter nach Belgien, bevor ich bei Bouillon über die Grenze nach Frankreich geht. Die A34 bis Reims ist mautfrei. Ich spare durch diese kleinen Umweg die Hälfte der Maut. Die A4 kostet aber ist schön zu fahren. Es ist wenig los und die Straße ist in einem perferkten Zustand. Dafür zahle ich gerne extra.

Mit der Nähe zu Paris steigt das Verkehrschaos. Staus auf google bewegen mich zu einem kleinen Umweg über die N3 und A104. Dann das Finale. Die A1 kommt von den beiden(!) Flughäfe und mündet im Norden in das Stadtgebiet von Paris. Das H4-Hotel ist in Saint-Denise, theoretisch etwa 200m innerhalb der Umweltzone, für die man eine spezielle Plakette braucht. Das riskiere ich und verstecke das Auto in der Tiefgarage.

Die ganze Gegend bis zum Hotel wirkt neu gebaut. Auf der anderen Straßenseite zeigt sich ein älterer und etwas runtergekommener Stadtteil. Vermutung: Hier wurde viel Olympia getan.

Check-in und Con-Registration gehen schnell. Jetzt erst einmal ein Glass Champgner. Das hier ist Frankreich. Außer der Eröffnungszeremonie um 20 Uhr steht für heute nichts auf dem Programm. Also wandere ich durch die Gegend. Spannendes gibt es nicht zu berichten.

Wie auch in Belgium ist das Tragen des Fursuitsheads auf öffentlichen Straßen verboten. Es gibr auch in Frankreich ein Anti-Burka-Gesetz, das das Tragen von Masken, die das Gesicht verdecken, verbietet. Damit gibt es auch keinen Fursuitwalk auf dem Terminplan. Die Strecke zwischen Hotel und Convention-Center ist ok, solange wir es nicht übertreiben.

Bleibt die Frage nach dem Abendessen. Auf der anderen Straßenseite gibt es das „Les Bons Vivants“. Das sieht nach nichts aus. Es ist eine Brasserie, eine Mischung aus einfacher Kneipe mit Tabakladen. Mit soll es reichen. Ich bestelle, wir sind ja in Frankreich, belgisches Trapistenbier; nicht fragen. Auch wenn ich kein Wort Französisch spreche, komme ich gut über die Runden. Keine Ahnung wie es um die anderen Dinneroptionen bestellt ist, aber das hier ist definitiv Option B.

30.11.2025 — Heute beginnt das Convention-Programm, nach dem Frühstück. Das Buffet ist reichhaltig, ich bleibe aber (fast) LowCarb: Bacon & Eggs, ein paar baked Beans, Salat, Fenchel-Wurst (sie erinnert mich ein wenig an die Salsiccia aus Italien), Joghurt mit Früchten.

Spannende Themen gibt es nicht. Viele Panels sind zudem im Französisch, also folgt gleich das zweite Frühstück in der Brasserie. Wir starten den Tag mit Pastis. Wir sind ja schließlich in Frankreich. EIn bischen Knabberkram dazu und schon hat der Tag Struktur.

Das erste Panel ist der Snack-Exchange. Leider ist hier nicht viel los. Das sah 2021 ganz anders aus. Was mir auch fehlt ist das „Wine & Cheese“ Panel. Generell wirkt der Terminkalender etwas ausgedünnt. Oder liegt es an mir. 2021 war meine erste Con natürlich ein Informationsüberfluss; alles war neu. Das jetzt ist Con Nummer 14, wenn ich mich nicht verzählt habe. Dennoch, einige „Klassiker“ fehlen aus meiner Sicht.

Ich schaue bei den Board Games vorbei, bevor ich mich an Fotos während der Wild (and fluffy) West Games versuche. Die Dealers Den hat eine rieisige Warteschlange. Ich ich brauche nichts zwingend, dass Schlagestehen rechtfertigen würde.

Der Abend endet mit Board Games. „Tickets to Ride“ erinnert mich n die „Siedler von Catan“ gemischt mit „Auf Achse“, wenn das einer kennt. Das hat Spaß gemacht. Kein Furry-Game, aber so ein Abend mit Brettspielen habe ich gebraucht.

Der FurDance läuft, die Musikrichtung ist nicht so ganz meins. Aber ich war da.