Archiv der Kategorie: Off Topic

alles was nichts mit Japan zu tun hat, aber dennoch würdig ist, gepostet zu werden

aktuelle Baustellen

Derzeit arbeite ich an mehreren Baustellen parallel. Die umgekehrt-chronologische Auflistung fasse ich nicht an, sonst gibt es Chaos. Dies sind die neuesten Updates:

  • Rediscovering Japan (2025): Ich habe mich bis Rediscovering Rückflug (Probelauf) (30.09.2025) vorgearbeitet. Die Texte sind noch nicht rund und haben sicherlich etliche Schreibfehler. Aber sie schon mal online. Alle Bilder sind seit Längerem online.
  • USA (2023): USA 23 – Cleveland, OH (28.06.2023) ist onlone. Hier kommen Fotos und Text weiterhin parallel. Ich habe es bis jetzt nur bis in den Juni geschafft. Mit Monterey Car Week und Burning Man warten zwei große Einträge auf Erstellung. Allein für Burning Man sind dafür 65 GB an Bildmaterial zu sichten. Da geht es nach(!) Japan weiter.

Furry Black Light 13 – Gold Rush – 3

02.11.2025 — Und da ist auch schon der letzte Tag. Die Closing Ceremony ist erstaunlich früh. 11 Uhr. Ich vermisse wieder einen Con-Klassiker: die Charity-Auction. War da überhaupt ein Charity-Event? Auch am letzten Tag wirkt die Con unvollständig. Sehr merkwürdig.

Ich bleibe bis morgen; ich muss noch nicht auschecken. Ich kann ganz entspannt packen, Souvenirs einkaufen und mich auf die Dead Dog Party freuen, die diese Mal Survival Party heißt.

Dead Dog Parties sind ein fester Bestandteil einer Con. Für gewöhlich ist alles abgebaut. Man sitzt auf gepackten Koffern und Kisten mir Ausrüstung. Die Con ist vorbei und trotzdem feiert man ein letzten Mal, für gewöhlich in leeren Con-Space. Dieses Mal findet die Party oben in der Skybar statt. Geile Idee.

Ich überlege kurz, ob ich zur Sacré-Cœur laufe. Es sind etwa 4 km. Aber meine Motivation hält sich in Grenzen. Nächstes Mal. Jetzt kaufe ich erst einmal belgisches Bier als Souvenir. Ich verlade alles im Auto. Nur Gyoji bleibt noch im Zimmer. Er wird auf der Party benötigt.

Vor der Party ist da noch Dinner bei Emir Pizza, etwa 300m vom Hotel entfernt. Ich wollte zurück in die Brasserie, aber die hat heute geschlossen. Hab vergessen, dass heute Sonntag ist.

Vor dem Aufzug ist eine lange Schlange. Hoffentlich komme ich noch rein. Der Platz ist auf etwa 110 Gäste limitiert. Oben angekommen werde ich vom Barkeeper begrüßt. Es lohnt sich immer wieder ein Gespräch mit dem Barpersonal zu führen, und sei es auch nur über den Drink, den er empfehlen würde. Für Dead Dog gibt es eine spezielle Getränkekarte, aber … ich bekomme meinen Davao1.

Die Stimmung ist super. Die Musik ist super. Der Abend kann beginnen. Blue Raptor und sein Kumpel sind auch hier. Er hat sein selbst-kreiertes Spiel dabei. Wir fangen an und ziehen ein paar Blicke auf uns, da keiner das Spiel kennt.

Gegen Mitternacht muss ich dann langsam den Rückzug antreten. Morgen muss ich früh los; zwei Gründe: Ich will vor der Rush Hour raus aus Paris sein und ich muss zur Arbeit. Ich habe nur einen halben Tag frei genommen.

03.11.2025 — Der Wecker klingelt um 6 Uhr. Ja, es ist Montag. Ich muss zur Arbeit. Problem ist nur, dass ich noch in Paris bin. Bis auf eine Kiste und eine Tasche ist alles im Auto. Ein schnelles Frühstück muss sein. Um 7:15 checke ich aus.

Keine Ahnung wie ich das gemacht habe, aber ich bin auf der A86. Und auch schon wieder runter. Fahrfehler. Das war eine Abfahrt zu früh. Verdammt. Das kostet mich etwa 10 Minuten. Der Verkehr wird dichter. Rush Hour fängt an. Ich muss raus aus Paris.

Dann der nächste Dämpfer. Unfall auf der Strecke. Jetzt muss ich Haken schlagen. Erst einmal raus aus dem Chaos. A3 nach Norden anstatt runter zur A4. Vor den Flughäfen rüber auf die A104. Hauptsache raus aus Paris. Die A4 wird zur N2. Geschafft. Jetzt geht es über die Dörfer zur A4: Saint-Soupplets, Marcilly, Étrépilly, Trocy-en-Muiltien, Lizy-sur-Ourcq, Cocherel. Ich habe keine Ahnung, wie man diese Orte Auspricht. Ich versuche erst gar nicht.

Nach einer gefühlten Ewigkeit fahre ich auf die A4. Mautstation und los. Jetzt übernimmt der Tempomat. Bei Reims geht es rüber zur A34. Die Mautstrecke endet. Nächster Stopp Belgien, ich muss tanken. Schaffe ich es über die Grenze. Ja.

Die erste Tankstelle in Bouillon ist ohne Personal. Ich habe keine Ahnung, wie ich die Zapfsäule aktiviere. Die nächste Tankstelle bringt Klarheit. Man muss, wie in den USA, erst die Kreditkarte swipen, muss dann die Zapfsäule wählen, und dann kann man tanken. Wieder was gelernt.

Die weitere Fahrt ist entspannt. Und dann kommt die deutsche Grenze. Hätte ich erwähnt, dass ich bis hier keine einzige Baustelle hatte. Gleich der Grenzübergang ist Baustelle eins. Zwei weitere folgen auf deutscher Seite binnen weniger Kilometer. Arghhh.

Trotzdem. Alles in allem komme ich gut durch und bin kurz nach dem Mittag auf der Arbeit. Richtig fit bin ich nicht. Aber ich bin anwesend.

Und das war es im Prinzi: FBL 13 – Gold Rush. Es ist nichts Großes passiert. Aber es war ein schönes, gemütliches Wochenende. Einziger Haken. Meine To-Do-Liste für Paris ist nicht kleiner geworden. Aber wie ich auch festgestellt habe, ist Paris dichter an Vallendar als Lübeck.

Furry Black Light 13 – Gold Rush – 2

31.10.2025 — Heute ist im Prinzip Halloween. Mal sehen was passiert. Es wundert mich, dass das kein Thema bei der Con ist. Liegt es daran, dass wir schon „in Kostüm“ sind? Es würde doch — über zwei, drei Ecken — zum Thema Gold Rush passen.

Der Tag beginnt wieder mit Frühstück. Danach wartet ein mechanischer Bulle auf mutige Cowboys … ich bin mir nicht sicher wie man das im Furry-Context nennt. Cow-huskies? Cow-foxes? Hmm. Nicht drüber nachdenken. Das könnte kompliziert werden.

Um 12:30 ist das Gruppenfoto angesetzt. Es wird Zeit, meinen guten Kimono rauszuholen. Gleich im Anschluss folgt das Inflatable Panel, gelegentlich auf Pool-Toys genannt. Ich weiß nicht was ist ist, aber diese aufblasbaren Dinger harmonisieren sehr erfolgreich mit Furries.

Der Rest vom Tag ist etwas träge. Interesannte Panels sind in Französisch oder fallen aus. Ja, das klingt jetzt negativ. Ist es auch. Aber das heißt nicht, dass ich keinen Spaß habe. Es bestätigt jedoch den Eindruck von gestern, dass irgendetwas fehlt oder anders ist als zuvor.

Zum Glück gibt paar bekannte Gesichter: Murpy ist da. Er gehört zum Orga-Team. Blue Raptor ist auch dabei. Er war der erste oder zweite(?) Furry, den ich 2021 getroffen habe. Er hat auch ein selbst-kreiertes Spiel dabei, das wir heute Abend testen.

Abendessen heute ist eine Pizza in der Brasserie. Es ist günstig und ich habe keine Lust, weit zu laufen.

Dann fällt mir ein, dass es eine Bar im obersten Stockwerk des Hotels gibt. Auf gehts. Ich muss mich bei der Rezeption melden, da nur einer von acht Aufzügen dieses Stockwerk anfährt. Die Aussicht ist genial. Der Eiffelturm2 ist so sehen. Erstaundlich, wie er den Rest von Paris überragt. Etwas links davon sieht man, ähnlich imposant, Sacré-Cœur.

Die Cocktails sind speziell. Ich finde zwar keinen Klassiker, aber diese Kreationen hier haben was. Punktlick zur vollen Stunde kommt mein Drink. Jetzt beginnt der Eiffelturm zu funkeln. Es sollen über 20.000 LED-Lampen sein. Oben strahlt zudem ein Leuchtfeuer, wie ein Leuchtturm. — Der Abend endet dann final auf der Tanzfläche.

01.11.2025 — Heute ist auch schon der letzte volle Tag der Convention. Morgen kommen eigentlich nur noch die Abschlusszeremonie und die Dead Dog Party.

Der Tag beginnt mit Dodgeball und Greedy Gold Grabbers (Hungry, Hungry Hippos). Ich nehme nicht Teil. Ich habe mich vergessen anzumelden, und ich bin nicht vernetzt genug, um als Teil eines Teams teilzunehmen.

Dafür schaffe ich es endlich auf die Dealers Den. Wieder gibt es viele Sticker und Pins, Comissions für Badges und Furry Art. Nichts was mich aktuell reizt. Ich habe eigentlich alles, was ich benötige. Einen Zufallsfund gibt es nicht. Das ist gut. Es spart eine Menge Geld.

Ich habe auch Zeit für ein Photoshoot. So richtig gute Ideen für Posen habe ich nicht. Ich improvisiere. (Fotos sind im nächsten Blogeintrag). Ich schaue bei Twister vorbei und beim Dance Battle. Letzteres ist definitiv nichts für mich. In diesem Battle wird Musik vorgegeben. Und damit sind wir beim Problem. EDM, Pop und Hiphop sind so gar nicht meins.

Jetzt ist auch die letzte Chance für Tageslicht- bzw. Dämmerungsaufnahmen von der Bar; morgen ist die Bar geschlossen und öffnet erst für die Dead Dog Party. Mit Kamera geht es noch oben. Das Wetter ist aber bei weitem nicht so fotogen wie gestern. Egal.

Im Anschluss geht es fürs Abendessen zum Saveurs du Tibet, ein kleiner unauffälliger Laden; ein kleiner Tresen und ein paar Tische. Die Tibetische Küche ist mal was anderes. Ich vermute, man hat die Rezepte ein wenig europäisiert.

Und wieder geht es zum Ende des Tages auf die Tanzfläche. Heute ist die Gangart härter und nach meinem Geschmack. Und es gibt eine Alterskontrolle, denn es ist Black Dance. Der Dresscode ist sehr stark gelockert. Fetisch ist erlaubt. Um 3 Uhr falle ich dann endlich ins Bett. Auch wenn nicht viel los war, fühlt es sich wie ein runder, gelungener Tag an.

Furry Black Light 13 – Gold Rush – 1

29.11.2025 — Es geht zurück an den Ursprung: Furry Black Light, Paris.

2021, um aus dem detuschen Corona-Lockdown auszubrechen, bin ich nach Paris geflogen. Furry Black Light war meine allererste Furry-Convention, der kommt nähstes Jahr. Im Koffer ist Goyji, meine zweite Fursona.

Anders als 2021 nehme ich dieses Mal das Auto. Flugreisen mit einem Extrakoffer für einen Fursuit sind umständlich, vor allem, wenn man noch andere Dinge — wie Getränke — mitnehmen will. Anders als 2021 ist das Convention-Hotel auch nicht direkt am Flughafen CDG, sondern in St. Denise, knapp 40 Minuten mit dem ÖPNV vom Flughafen entfernt.

Relativ früh geht es um 7 uhr los. Ich will vor dem Berufsverkehr raus aus Detuschland sein. Und ich will vor 14 Uhr ankommen. Ach ja, Paris ist dichter als Lübeck. Darüber habe mir noch nie Gedanken gemacht. Ich fahre 2 Mal im Jahr nach Lübeck, scheue aber den Weg nach Paris. Wie dumm.

A48 und A1 bringen mich an Trier vorbei nach Luxemburg. Theoretisch könnte ich über Metz auf der A4 bis Paris fahren. Aber Frankreich hat Autobahnmaut, und ich will ein paar Euro sparen. Also geht es zunächst weiter nach Belgien, bevor ich bei Bouillon über die Grenze nach Frankreich geht. Die A34 bis Reims ist mautfrei. Ich spare durch diese kleinen Umweg die Hälfte der Maut. Die A4 kostet aber ist schön zu fahren. Es ist wenig los und die Straße ist in einem perferkten Zustand. Dafür zahle ich gerne extra.

Mit der Nähe zu Paris steigt das Verkehrschaos. Staus auf google bewegen mich zu einem kleinen Umweg über die N3 und A104. Dann das Finale. Die A1 kommt von den beiden(!) Flughäfe und mündet im Norden in das Stadtgebiet von Paris. Das H4-Hotel ist in Saint-Denise, theoretisch etwa 200m innerhalb der Umweltzone, für die man eine spezielle Plakette braucht. Das riskiere ich und verstecke das Auto in der Tiefgarage.

Die ganze Gegend bis zum Hotel wirkt neu gebaut. Auf der anderen Straßenseite zeigt sich ein älterer und etwas runtergekommener Stadtteil. Vermutung: Hier wurde viel Olympia getan.

Check-in und Con-Registration gehen schnell. Jetzt erst einmal ein Glass Champgner. Das hier ist Frankreich. Außer der Eröffnungszeremonie um 20 Uhr steht für heute nichts auf dem Programm. Also wandere ich durch die Gegend. Spannendes gibt es nicht zu berichten.

Wie auch in Belgium ist das Tragen des Fursuitsheads auf öffentlichen Straßen verboten. Es gibr auch in Frankreich ein Anti-Burka-Gesetz, das das Tragen von Masken, die das Gesicht verdecken, verbietet. Damit gibt es auch keinen Fursuitwalk auf dem Terminplan. Die Strecke zwischen Hotel und Convention-Center ist ok, solange wir es nicht übertreiben.

Bleibt die Frage nach dem Abendessen. Auf der anderen Straßenseite gibt es das „Les Bons Vivants“. Das sieht nach nichts aus. Es ist eine Brasserie, eine Mischung aus einfacher Kneipe mit Tabakladen. Mit soll es reichen. Ich bestelle, wir sind ja in Frankreich, belgisches Trapistenbier; nicht fragen. Auch wenn ich kein Wort Französisch spreche, komme ich gut über die Runden. Keine Ahnung wie es um die anderen Dinneroptionen bestellt ist, aber das hier ist definitiv Option B.

30.11.2025 — Heute beginnt das Convention-Programm, nach dem Frühstück. Das Buffet ist reichhaltig, ich bleibe aber (fast) LowCarb: Bacon & Eggs, ein paar baked Beans, Salat, Fenchel-Wurst (sie erinnert mich ein wenig an die Salsiccia aus Italien), Joghurt mit Früchten.

Spannende Themen gibt es nicht. Viele Panels sind zudem im Französisch, also folgt gleich das zweite Frühstück in der Brasserie. Wir starten den Tag mit Pastis. Wir sind ja schließlich in Frankreich. EIn bischen Knabberkram dazu und schon hat der Tag Struktur.

Das erste Panel ist der Snack-Exchange. Leider ist hier nicht viel los. Das sah 2021 ganz anders aus. Was mir auch fehlt ist das „Wine & Cheese“ Panel. Generell wirkt der Terminkalender etwas ausgedünnt. Oder liegt es an mir. 2021 war meine erste Con natürlich ein Informationsüberfluss; alles war neu. Das jetzt ist Con Nummer 14, wenn ich mich nicht verzählt habe. Dennoch, einige „Klassiker“ fehlen aus meiner Sicht.

Ich schaue bei den Board Games vorbei, bevor ich mich an Fotos während der Wild (and fluffy) West Games versuche. Die Dealers Den hat eine rieisige Warteschlange. Ich ich brauche nichts zwingend, dass Schlagestehen rechtfertigen würde.

Der Abend endet mit Board Games. „Tickets to Ride“ erinnert mich n die „Siedler von Catan“ gemischt mit „Auf Achse“, wenn das einer kennt. Das hat Spaß gemacht. Kein Furry-Game, aber so ein Abend mit Brettspielen habe ich gebraucht.

Der FurDance läuft, die Musikrichtung ist nicht so ganz meins. Aber ich war da.

Nordic Fuzz Con – Abreise

Um 7:45 Uhr erfolgt der Weckruf, etwas eine Stunde vorm Anlegen. Zeit für Fotos von Travemünde. Die Sicht kenne ich: Links der Priwallstrand wo ich als Kind mit meinen Eltern den Sommer verbraucht habe. Die ehemalige DDR-Grenze kann man immer noch erahnen. Rechts der Kurstrand von Travemünde. Vor uns das Maritim-Hotel und die Nordermole. Dahinter die 4-Mast-Bark Passat3.

Ein vertrauter Anblick. Aber ich habe ihn noch nie aus dieser Höhe gesehen. Das 9. Deck eines Fährschiffes ist was anderes als der Blick von einem Segelboot aus, kurz über der Wasserlinie.

Jetzt habe ich auch ein Foto von den beiden Leuchttürmen von Travemünde. Der alte Turm von 1827, der 1974 der dienstälteste Leuchtturm Deutschlands war und vom Leuchtfeuer auf dem Maritim-Hotel abgelöst wurde, das bis heute mit 117 m das höchste Leuchtfeuer Europas ist.

Bei meiner nächsten Fahrt brauche ich Fotos vom Priwall. Dann werde ich auch den Akku laden und nicht auf Reserve arbeiten.

Ich habe den ganzen Tag für die Rückfahrt. Da bleibt genug Zeit für einen zweiten Besuch bei meinen Eltern. Kurz vor 17 Uhr wird es dann Zeit für die Rückfahrt nach Koblenz. Keine Ahnung wie der Verkehr sein wird. 18 Uhr Hamburg, 19 Uhr Bremen alleine könnte zäh werden. Widererwarten fließt der Verkehr sehr entspannt. Die Fahrt ist totlangweilg und ich bin kurz nach 23 Uhr wieder in Koblenz. Morgen geht auch schon wieder die Arbeit los. Die nächste Con ist in ferner Zukunft. Fokus liegt nun wieder auf den Blogeinträgen für die USA und meine Japanreise im September.