aktuelle Baustellen

Derzeit arbeite ich an mehreren Baustellen parallel. Die umgekehrt-chronologische Auflistung fasse ich nicht an, sonst gibt es Chaos. Dies sind die neuesten Updates:

  • Rediscovering Japan (2025): Die Texte sind jetzt komplett !!!
    Ich muss aber noch einen Korrekturlauf machen. Die Text sind wortwörtlich der erste Entwurf; mit etlichen Fehler.
  • USA (2023): USA 23 – Cleveland, OH (28.06.2023) ist onlone. Hier kommen Fotos und Text weiterhin parallel. Ich habe es bis jetzt nur bis in den Juni geschafft. Mit Monterey Car Week und Burning Man warten zwei große Einträge auf Erstellung. Allein für Burning Man sind dafür 65 GB an Bildmaterial zu sichten. Da geht es nach(!) Japan weiter.

Furry Black Light 13 – Gold Rush – 3

02.11.2025 — Und da ist auch schon der letzte Tag. Die Closing Ceremony ist erstaunlich früh. 11 Uhr. Ich vermisse wieder einen Con-Klassiker: die Charity-Auction. War da überhaupt ein Charity-Event? Auch am letzten Tag wirkt die Con unvollständig. Sehr merkwürdig.

Ich bleibe bis morgen; ich muss noch nicht auschecken. Ich kann ganz entspannt packen, Souvenirs einkaufen und mich auf die Dead Dog Party freuen, die diese Mal Survival Party heißt.

Dead Dog Parties sind ein fester Bestandteil einer Con. Für gewöhlich ist alles abgebaut. Man sitzt auf gepackten Koffern und Kisten mir Ausrüstung. Die Con ist vorbei und trotzdem feiert man ein letzten Mal, für gewöhlich in leeren Con-Space. Dieses Mal findet die Party oben in der Skybar statt. Geile Idee.

Ich überlege kurz, ob ich zur Sacré-Cœur laufe. Es sind etwa 4 km. Aber meine Motivation hält sich in Grenzen. Nächstes Mal. Jetzt kaufe ich erst einmal belgisches Bier als Souvenir. Ich verlade alles im Auto. Nur Gyoji bleibt noch im Zimmer. Er wird auf der Party benötigt.

Vor der Party ist da noch Dinner bei Emir Pizza, etwa 300m vom Hotel entfernt. Ich wollte zurück in die Brasserie, aber die hat heute geschlossen. Hab vergessen, dass heute Sonntag ist.

Vor dem Aufzug ist eine lange Schlange. Hoffentlich komme ich noch rein. Der Platz ist auf etwa 110 Gäste limitiert. Oben angekommen werde ich vom Barkeeper begrüßt. Es lohnt sich immer wieder ein Gespräch mit dem Barpersonal zu führen, und sei es auch nur über den Drink, den er empfehlen würde. Für Dead Dog gibt es eine spezielle Getränkekarte, aber … ich bekomme meinen Davao1.

Die Stimmung ist super. Die Musik ist super. Der Abend kann beginnen. Blue Raptor und sein Kumpel sind auch hier. Er hat sein selbst-kreiertes Spiel dabei. Wir fangen an und ziehen ein paar Blicke auf uns, da keiner das Spiel kennt.

Gegen Mitternacht muss ich dann langsam den Rückzug antreten. Morgen muss ich früh los; zwei Gründe: Ich will vor der Rush Hour raus aus Paris sein und ich muss zur Arbeit. Ich habe nur einen halben Tag frei genommen.

03.11.2025 — Der Wecker klingelt um 6 Uhr. Ja, es ist Montag. Ich muss zur Arbeit. Problem ist nur, dass ich noch in Paris bin. Bis auf eine Kiste und eine Tasche ist alles im Auto. Ein schnelles Frühstück muss sein. Um 7:15 checke ich aus.

Keine Ahnung wie ich das gemacht habe, aber ich bin auf der A86. Und auch schon wieder runter. Fahrfehler. Das war eine Abfahrt zu früh. Verdammt. Das kostet mich etwa 10 Minuten. Der Verkehr wird dichter. Rush Hour fängt an. Ich muss raus aus Paris.

Dann der nächste Dämpfer. Unfall auf der Strecke. Jetzt muss ich Haken schlagen. Erst einmal raus aus dem Chaos. A3 nach Norden anstatt runter zur A4. Vor den Flughäfen rüber auf die A104. Hauptsache raus aus Paris. Die A4 wird zur N2. Geschafft. Jetzt geht es über die Dörfer zur A4: Saint-Soupplets, Marcilly, Étrépilly, Trocy-en-Muiltien, Lizy-sur-Ourcq, Cocherel. Ich habe keine Ahnung, wie man diese Orte Auspricht. Ich versuche erst gar nicht.

Nach einer gefühlten Ewigkeit fahre ich auf die A4. Mautstation und los. Jetzt übernimmt der Tempomat. Bei Reims geht es rüber zur A34. Die Mautstrecke endet. Nächster Stopp Belgien, ich muss tanken. Schaffe ich es über die Grenze. Ja.

Die erste Tankstelle in Bouillon ist ohne Personal. Ich habe keine Ahnung, wie ich die Zapfsäule aktiviere. Die nächste Tankstelle bringt Klarheit. Man muss, wie in den USA, erst die Kreditkarte swipen, muss dann die Zapfsäule wählen, und dann kann man tanken. Wieder was gelernt.

Die weitere Fahrt ist entspannt. Und dann kommt die deutsche Grenze. Hätte ich erwähnt, dass ich bis hier keine einzige Baustelle hatte. Gleich der Grenzübergang ist Baustelle eins. Zwei weitere folgen auf deutscher Seite binnen weniger Kilometer. Arghhh.

Trotzdem. Alles in allem komme ich gut durch und bin kurz nach dem Mittag auf der Arbeit. Richtig fit bin ich nicht. Aber ich bin anwesend.

Und das war es im Prinzi: FBL 13 – Gold Rush. Es ist nichts Großes passiert. Aber es war ein schönes, gemütliches Wochenende. Einziger Haken. Meine To-Do-Liste für Paris ist nicht kleiner geworden. Aber wie ich auch festgestellt habe, ist Paris dichter an Vallendar als Lübeck.

Furry Black Light 13 – Gold Rush – 2

31.10.2025 — Heute ist im Prinzip Halloween. Mal sehen was passiert. Es wundert mich, dass das kein Thema bei der Con ist. Liegt es daran, dass wir schon „in Kostüm“ sind? Es würde doch — über zwei, drei Ecken — zum Thema Gold Rush passen.

Der Tag beginnt wieder mit Frühstück. Danach wartet ein mechanischer Bulle auf mutige Cowboys … ich bin mir nicht sicher wie man das im Furry-Context nennt. Cow-huskies? Cow-foxes? Hmm. Nicht drüber nachdenken. Das könnte kompliziert werden.

Um 12:30 ist das Gruppenfoto angesetzt. Es wird Zeit, meinen guten Kimono rauszuholen. Gleich im Anschluss folgt das Inflatable Panel, gelegentlich auf Pool-Toys genannt. Ich weiß nicht was ist ist, aber diese aufblasbaren Dinger harmonisieren sehr erfolgreich mit Furries.

Der Rest vom Tag ist etwas träge. Interesannte Panels sind in Französisch oder fallen aus. Ja, das klingt jetzt negativ. Ist es auch. Aber das heißt nicht, dass ich keinen Spaß habe. Es bestätigt jedoch den Eindruck von gestern, dass irgendetwas fehlt oder anders ist als zuvor.

Zum Glück gibt paar bekannte Gesichter: Murpy ist da. Er gehört zum Orga-Team. Blue Raptor ist auch dabei. Er war der erste oder zweite(?) Furry, den ich 2021 getroffen habe. Er hat auch ein selbst-kreiertes Spiel dabei, das wir heute Abend testen.

Abendessen heute ist eine Pizza in der Brasserie. Es ist günstig und ich habe keine Lust, weit zu laufen.

Dann fällt mir ein, dass es eine Bar im obersten Stockwerk des Hotels gibt. Auf gehts. Ich muss mich bei der Rezeption melden, da nur einer von acht Aufzügen dieses Stockwerk anfährt. Die Aussicht ist genial. Der Eiffelturm2 ist so sehen. Erstaundlich, wie er den Rest von Paris überragt. Etwas links davon sieht man, ähnlich imposant, Sacré-Cœur.

Die Cocktails sind speziell. Ich finde zwar keinen Klassiker, aber diese Kreationen hier haben was. Punktlick zur vollen Stunde kommt mein Drink. Jetzt beginnt der Eiffelturm zu funkeln. Es sollen über 20.000 LED-Lampen sein. Oben strahlt zudem ein Leuchtfeuer, wie ein Leuchtturm. — Der Abend endet dann final auf der Tanzfläche.

01.11.2025 — Heute ist auch schon der letzte volle Tag der Convention. Morgen kommen eigentlich nur noch die Abschlusszeremonie und die Dead Dog Party.

Der Tag beginnt mit Dodgeball und Greedy Gold Grabbers (Hungry, Hungry Hippos). Ich nehme nicht Teil. Ich habe mich vergessen anzumelden, und ich bin nicht vernetzt genug, um als Teil eines Teams teilzunehmen.

Dafür schaffe ich es endlich auf die Dealers Den. Wieder gibt es viele Sticker und Pins, Comissions für Badges und Furry Art. Nichts was mich aktuell reizt. Ich habe eigentlich alles, was ich benötige. Einen Zufallsfund gibt es nicht. Das ist gut. Es spart eine Menge Geld.

Ich habe auch Zeit für ein Photoshoot. So richtig gute Ideen für Posen habe ich nicht. Ich improvisiere. (Fotos sind im nächsten Blogeintrag). Ich schaue bei Twister vorbei und beim Dance Battle. Letzteres ist definitiv nichts für mich. In diesem Battle wird Musik vorgegeben. Und damit sind wir beim Problem. EDM, Pop und Hiphop sind so gar nicht meins.

Jetzt ist auch die letzte Chance für Tageslicht- bzw. Dämmerungsaufnahmen von der Bar; morgen ist die Bar geschlossen und öffnet erst für die Dead Dog Party. Mit Kamera geht es noch oben. Das Wetter ist aber bei weitem nicht so fotogen wie gestern. Egal.

Im Anschluss geht es fürs Abendessen zum Saveurs du Tibet, ein kleiner unauffälliger Laden; ein kleiner Tresen und ein paar Tische. Die Tibetische Küche ist mal was anderes. Ich vermute, man hat die Rezepte ein wenig europäisiert.

Und wieder geht es zum Ende des Tages auf die Tanzfläche. Heute ist die Gangart härter und nach meinem Geschmack. Und es gibt eine Alterskontrolle, denn es ist Black Dance. Der Dresscode ist sehr stark gelockert. Fetisch ist erlaubt. Um 3 Uhr falle ich dann endlich ins Bett. Auch wenn nicht viel los war, fühlt es sich wie ein runder, gelungener Tag an.

Furry Black Light 13 – Gold Rush – 1

29.11.2025 — Es geht zurück an den Ursprung: Furry Black Light, Paris.

2021, um aus dem detuschen Corona-Lockdown auszubrechen, bin ich nach Paris geflogen. Furry Black Light war meine allererste Furry-Convention, der kommt nähstes Jahr. Im Koffer ist Goyji, meine zweite Fursona.

Anders als 2021 nehme ich dieses Mal das Auto. Flugreisen mit einem Extrakoffer für einen Fursuit sind umständlich, vor allem, wenn man noch andere Dinge — wie Getränke — mitnehmen will. Anders als 2021 ist das Convention-Hotel auch nicht direkt am Flughafen CDG, sondern in St. Denise, knapp 40 Minuten mit dem ÖPNV vom Flughafen entfernt.

Relativ früh geht es um 7 uhr los. Ich will vor dem Berufsverkehr raus aus Detuschland sein. Und ich will vor 14 Uhr ankommen. Ach ja, Paris ist dichter als Lübeck. Darüber habe mir noch nie Gedanken gemacht. Ich fahre 2 Mal im Jahr nach Lübeck, scheue aber den Weg nach Paris. Wie dumm.

A48 und A1 bringen mich an Trier vorbei nach Luxemburg. Theoretisch könnte ich über Metz auf der A4 bis Paris fahren. Aber Frankreich hat Autobahnmaut, und ich will ein paar Euro sparen. Also geht es zunächst weiter nach Belgien, bevor ich bei Bouillon über die Grenze nach Frankreich geht. Die A34 bis Reims ist mautfrei. Ich spare durch diese kleinen Umweg die Hälfte der Maut. Die A4 kostet aber ist schön zu fahren. Es ist wenig los und die Straße ist in einem perferkten Zustand. Dafür zahle ich gerne extra.

Mit der Nähe zu Paris steigt das Verkehrschaos. Staus auf google bewegen mich zu einem kleinen Umweg über die N3 und A104. Dann das Finale. Die A1 kommt von den beiden(!) Flughäfe und mündet im Norden in das Stadtgebiet von Paris. Das H4-Hotel ist in Saint-Denise, theoretisch etwa 200m innerhalb der Umweltzone, für die man eine spezielle Plakette braucht. Das riskiere ich und verstecke das Auto in der Tiefgarage.

Die ganze Gegend bis zum Hotel wirkt neu gebaut. Auf der anderen Straßenseite zeigt sich ein älterer und etwas runtergekommener Stadtteil. Vermutung: Hier wurde viel Olympia getan.

Check-in und Con-Registration gehen schnell. Jetzt erst einmal ein Glass Champgner. Das hier ist Frankreich. Außer der Eröffnungszeremonie um 20 Uhr steht für heute nichts auf dem Programm. Also wandere ich durch die Gegend. Spannendes gibt es nicht zu berichten.

Wie auch in Belgium ist das Tragen des Fursuitsheads auf öffentlichen Straßen verboten. Es gibr auch in Frankreich ein Anti-Burka-Gesetz, das das Tragen von Masken, die das Gesicht verdecken, verbietet. Damit gibt es auch keinen Fursuitwalk auf dem Terminplan. Die Strecke zwischen Hotel und Convention-Center ist ok, solange wir es nicht übertreiben.

Bleibt die Frage nach dem Abendessen. Auf der anderen Straßenseite gibt es das „Les Bons Vivants“. Das sieht nach nichts aus. Es ist eine Brasserie, eine Mischung aus einfacher Kneipe mit Tabakladen. Mit soll es reichen. Ich bestelle, wir sind ja in Frankreich, belgisches Trapistenbier; nicht fragen. Auch wenn ich kein Wort Französisch spreche, komme ich gut über die Runden. Keine Ahnung wie es um die anderen Dinneroptionen bestellt ist, aber das hier ist definitiv Option B.

30.11.2025 — Heute beginnt das Convention-Programm, nach dem Frühstück. Das Buffet ist reichhaltig, ich bleibe aber (fast) LowCarb: Bacon & Eggs, ein paar baked Beans, Salat, Fenchel-Wurst (sie erinnert mich ein wenig an die Salsiccia aus Italien), Joghurt mit Früchten.

Spannende Themen gibt es nicht. Viele Panels sind zudem im Französisch, also folgt gleich das zweite Frühstück in der Brasserie. Wir starten den Tag mit Pastis. Wir sind ja schließlich in Frankreich. EIn bischen Knabberkram dazu und schon hat der Tag Struktur.

Das erste Panel ist der Snack-Exchange. Leider ist hier nicht viel los. Das sah 2021 ganz anders aus. Was mir auch fehlt ist das „Wine & Cheese“ Panel. Generell wirkt der Terminkalender etwas ausgedünnt. Oder liegt es an mir. 2021 war meine erste Con natürlich ein Informationsüberfluss; alles war neu. Das jetzt ist Con Nummer 14, wenn ich mich nicht verzählt habe. Dennoch, einige „Klassiker“ fehlen aus meiner Sicht.

Ich schaue bei den Board Games vorbei, bevor ich mich an Fotos während der Wild (and fluffy) West Games versuche. Die Dealers Den hat eine rieisige Warteschlange. Ich ich brauche nichts zwingend, dass Schlagestehen rechtfertigen würde.

Der Abend endet mit Board Games. „Tickets to Ride“ erinnert mich n die „Siedler von Catan“ gemischt mit „Auf Achse“, wenn das einer kennt. Das hat Spaß gemacht. Kein Furry-Game, aber so ein Abend mit Brettspielen habe ich gebraucht.

Der FurDance läuft, die Musikrichtung ist nicht so ganz meins. Aber ich war da.

Hotel 2025

0 — Steigenberger Hotel, Frankfurt Airport (1 Nacht)

Unterschweinstiege 16, 60549 Frankfurt am Main
phone: +49.69.69750; info@airporthotel.steigenberger.de; 3H5Q+GP

Hotel: Das Hotel ist, zugegeben, an manchen Stellen in die Jahre gekommen. Es ist auch nicht die günstigste Option. Ich übernachte dort vermutlich aus Tradition; und wegen des Airport-Shuttle. Ein weiterer Pluspunkt ist der Spa-Bereich mit Pool, Sauna und Massagen.

Leider ist das Hotel teuer; weniger die Zimmer, eher die Bar. Das Speisenangebot ist relativ begrenzt. Es gibt das Restaurant „Oberschweinstiege“, aber immer wenn ich dort bin, hat es einen Ruhetag.

Zimmer: Ich hatte wieder ein Zimmer im Executive Tower. Ich habe gelernt, dass dies die Räume mit den älteren Design sind. Oh, bitte so lassen. Ich mag das dunkle, rötliche Holz. Das hat für mich was von Chefetage.

Anreise: Mit der Detuschen Bahn fährt man, wenn die Bahn mal fährt, bis „Frankfurt Flughafen“, dann geht man zum Flughafen rüber und nimmt den Shuttlebus, der regelmäßig fährt. Achtung, Taxifahrer sind angepisst, wenn man „nur“ bis zum Steigenberger will.

Umgebung: Das Hotel ist in diesem kleinem Fleck zwischen der A3, der A5 und der B43. Hier tummeln etliche Hotels, die speziell für Gäste des Flughafens optimiert sind.

Fazit: Es war bisher mein go-to-Hotel am Flughafen, aber es hat Konkurrenz bekommen.


1 — Edo Sakura江戸さくら (5 Nächte)

3-2-13 Shitaya, Taito-ku, 〒110-0004 Tokyo
phone +81.3.5808.1730; info@tokyoedosakura.com; PQFP+94

Hotel: Das Hotel ist relativ klein und liegt in einer Anwohnerstraße (bitte nachts nicht zu laut sein), gegenüber einer Schule. Alles verströmt den japanischen Charme, den moderne Hotels vermissen lasen. Ab diesem Urlaub muss ich wohl auch erwähnen: Das Personal ist Japanisch; und das passt ideal zum Style des Hotels.

Das Frühstück ordert man am Tag vorher und kostet extra. Damit hat man maximale Flexibilität. Es gibt japanische und westliche Optionen. Alle sind einfach. Für mich war das definitiv ausreichend und ein guter Kompromiss, da ich sonst gar nicht frühstücke und im Urlaub keine Zeit verlieren will.

Zimmer: Ich hatte ein Tatamizimmer, das relativ groß war. Das Bad war einer der typischen Cubicles in hellem beige.

Anreise: Fußläufig (auch mit Koffer) ist die U-Bahnstation Iriya (Hibiyalinie, H-18). Es ist nur eine Station von Ueno-Station. Man sollte aber die Rushhour meiden. Dann wird es voll und Koffer werden eine Herausforderung. In Iriya öffnen die Türen auf der linken Seite.

Umgebung: Wie erwähnt liegt das Hotel in einem Wohngebiet. Die Straße ist eine kleine Nebenstraße. Nachts ist es ruhig; tagsüber auch. Es gibt einen 7eleven und einen FamilyMart an den Ausgängen der U-Bahn-Station. Sonst ist nicht viel los.

Fazit: Es ist ein kleines Hotel mit (auch) Tatamizimmern. Ich habe mich sofort wohl gefühlt. Das Sento muss ich beim nächsten Besuch testen.

2 – Prostyle Ryokanプロスタイル旅館横浜馬車道 (2 Nächte)

5-64 Tokiwacho, Naka-ku, Yokohama, 〒231-0014 Kanagawa
phone: +81.45.6622.222; CJWM+PX

Hotel: Das Hotel ist, wie der Name vermuten lässt, eine moderne und stylische Interpretation eines Ryokans. Alles ist funktional. Die Rezeption ist gleichzeichtig die Bar, die westlichen Lounge-Charme hat.  Die Saune habe ich nicht getestet.

Zimmer: Ich hatte ein Tatamizimmer. Es war relativ klein, aber für mich alleine OK. Es hatte kein „echtes“ Futon, das man ausrollen muss. Das Bett ist ein Kompromiss aus Futon auf dem Fußboden und westlichem Bett. Wer nicht Full-Japan-Style beim Schlafen gehen will, sollte diese Option probieren.3 Das Badzimmer ist geteilt in Toilette und Dusche/Badewanne. Und das es ein „Prostyle“ ist, ist es zur Abwechselung mal nicht beige.

Anreise: Das Ryokan liegt fußläufig zur Station Kannei. Es gibt eine U-Bahn-Station der Blue Line und eine JR-Station (Negishi Line, JK), beide Linien laufen über Yokohama Station. Beide Stationsteile sind unterirdisch verbunden. Vom Ausgang 9 (und  8) sind es knapp 100 m zum Ryokan.

Umgebung: Kannei hat eine gute Auswahl von Kneipen und Restaurants. Fußläufig sind Chinatown, die Waterfront und auch der Landmark Tower erreichbar. Für diesen und für das Kneipenviertel Nogecho (Jazz Clubs)  empfehle ich eine Station mit Blue Line oder JR; Haltepunkt Sakuragicho … nicht wegen der Entfernung. Der Weg ist einfach langweilig.

Fazit: Es ist definitiv ein Hotel für einen zukünftigen Aufenthalt in Yokohama. Es liegt taktisch günstig und hat Stil.

3 — Candeo Hotels Kyoto Karasuma Rokkakuカンデオホテルズ京都烏丸六角 (4 Nächte)

149 Rokkakudori Nakagyo Ward, 〒604-8164 Kyoto
phone: +81.75.366.2377; 2Q45+WH

Hotel: Das Hotel ist optisch ein Knaller. Vor ist ein altes japansiches Gebäude. Dahinter ist ein Neubau. Am ersten Abend ist mir nicht einmal aufgefallen, dass es kein Lobby war, sondern draußen. Auch die Flure waren Laubengänge. Im Sommer heißt das keine A/C und im Winter keine Heizung.

Eyecatcher ist definitiv der Altbau. Hier ist auch der Frühstücksraum, das übrigens ein japanisches Bento war. Eine westliche Option war nicht verfügbar. Den Loungebereich, ein weiteres japanisches Tatamizimmer habe ich nicht genutzt. Der war gut besucht und mir war nicht nach Geselligkeit.

Das Personal ist international und nach meinem Gefühl indisch dominiert. Und es hat mich irritiert. Mein Gehirn erwartet japanisches Personal. Hier fühlte ich mich kurz nach Page, AZ zurückversetzt, wo die beiden großen Hotels auch in indischer Hand waren. Der Service war gut, aber für die typische japanische Hospitalität fehlte mir das japanische Gesicht dazu.

Zimmer: Das Zimmer war für japanische Verhältnisse eine Suite. Wie schon in Yokohama war es ein Tatamizimmer mit „Futonbett“, als Kompromiss an westliche Besucher. Auch im Design das Zimmer ein Mix aus West und Japan, der mir sehr gut gefallen hat.

Anreise: Von Kyoto Eki aus mit der Kasauma Line (U-Bahn) zwei Stationen nach Karasuma Oike. Von dort muss man in Richtung Süden gehen. Vom Ausgang 5 geht man zwei Kreuzungen die Hauptstraße entlang (bis zum Family Mart). Dann biegt man rechts in die Rokkaku-dori. Das Hotel ist nach 50 m auf der linken Seite.

Umgebung: Um das Hotel herum gibt es nicht viel. Das Samuraimuseum ist ebenfalls in der Rokakkudori (ca. 400m nach Osten). Die Burg Nijo-jo  ist etwa 600m enfernt. Zum Nishiki Market sind es auch 600 m, nur leider in die andere Richtung. Vorteil des Hotels ist die taktische Lage zwischen den U-Bahn-Stationen Karasuma Oike und Shijo bzw. Karasuma.

Fazit: In der Gesamtbewertung streitet sich das Cando mit dem Edo Sakura um Platz 1 auf dieser Reise. Das Edo Sakura gewinnt nur, weil es so klein und cozy wirkte. Das hier ist vermutlich rein objektiv betrachtet der Gewinner.

4 — Livemax Resort Aki Miyajima (3 Nächte)

Uonotanachō-634 Miyajimacho, Hatsukaichi, Hiroshima 〒739-0588
phone: +81.829.40.2882; 78XF+FH

Hotel: Das Hotel gehört zu einer Hotelkette, die sich eindeutig auf ausländische Gäste ausgerichtet hat. Es liegt auf der Bergseite des Ortes und nicht am Wasser, etwas abseits vom Trubel.

Sehr japanisch ist, dass man gleich am Eingang die Straßenschuhe auszieht. Mit dem ganzen Sand und den potentiellen Hinterlassenschaften der Rehe keine schlechte Idee. Frühstück und Dinner habe ich ausgelassen, von daher kann ich hierzu nicht berichten.

Leider war der erste Eindruck nicht optimal. Der Geruch des Abendessen war überall in der Lobby in den Fluren zu riechen und sehr intensiv. Und dass Hummer und Austern gegrillt wurde, war dabei nicht von Vorteil.

Auch hier war das Großteil des Personals nicht japanisch. Und wieder hat es mich irritiert. Ich bleibe dabei. Es fehlt einfach eine Erfahrung: das Engrish, diese kleine Sprachbarriere.

Zimmer: Ich hatte für mich ein Tatamizimmer gebucht. Es waren moderne schwarze Tatamimatten aus Kunststoff. Es wirkte sehr schlicht, aber das liegt zu Teilen sicherlich am vorherigen Hotel.

Anreise: Von der Fähre geht man in die Stadt. Relativ mittig an der Promenade biegt man links ab (steht man vor dem Kinsuikan, ist man zu weit). Man geht die Nebenstraße einfach bis zum Ende. Die letzten Meter sind etwas steil, gerade mit Koffer. Aber es hält sich in Grenzen.

Umgebung: Die kleine Stadt mit all den Shops für Touristen ist einfach 150m vom Hotel entfernt. der Rest aller touristisch interessanten Punkte ist in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. (Das gilt allerdings für fasta alle Hotels hier auf Miyajima).

Fazit: Das Hotel konnte leider so gar nicht bei mir punkten und belegt den letzten Platz. Es war zu touristisch. Das Hotel hatte von Anfang an einen schlechten Start. Schon beim Buchen war es nicht mein Wunsch, sondern das Hotel, das noch zu einem akzeptablen Preis verfügbar war.

5 — Hotel Trusty Osaka Abenoホテルトラスティ大阪 阿倍野 (4 Nächte)

1-5-10-300 Abenosuji, Abeno Ward, Osaka, 〒545-0052
phone: +81.6.6530.0011; JGW6+FW

Hotel: Das Hotel ist sehr westlich. Der Eingangsberich hat die Rezeption, die fast nahtlos in den Barbereich übergeht, der morgens aus Frühstücksareal genutzt wird. Das Publikum war international, zumindest akustisch von Chinesen dominiert.

Das Frühstück ist ein Buffet aus westlichen und japanischen Elementen. Ich hatte Spaß beim Mixen. Kaffee und Misosuppe sind aber nicht für jeden.

Zimmer: Das Zimmer war, ich habe vergessen Fotos zu machen, absoluter westlicher Standard. Vermutlich habe ich genau deshalb vergessen, ein Foto zu machen.

Anreise: Vom Tennoji Banhhof ist es relativ einfach. Leider ist der Untergrund nicht vollständig bei google-maps abgebildet. Orientiert euch in Richtung Ausgang 13, dann seit ihr schon mal auf der richtigen Straßenseite.

Der Eingang zu Hotel ist in 3F. Darunter sind Geschäftsräume, u.a. der UFJ Bank. Ein Fahrstuhl führt direkt aus dem Untergrund dorthin. Der Eingang dazu ist direkt am Eingang von UFJ im Untergrund.

Umgebung: Das Hotel liegt an einer sehr geschäftigen Kreuzung. Nördlich von JR Tennoji und sündlich von Kintsu Osaka-Abenobashi sind keine Kneipenviertel für ein Feierabendbier. Direkt auf der anderen Straßenseite ist Harukas 300, das derzeit höchste Gebäude Japans mit Aussichtsplattform und Shopping Mall (für Souvenirs).

Shitenno-ji und Tsutenkaku sind theoretisch fußläufig erreichbar. Den Rest erreicht man bequem mit den vielen Bahnlinie, die ab Tennoji bzw. Osaka-Abenobashi fahren: Die Osaka-Loop-Line verbindet mit Tennoji und Umeda, die Midosuji-Subway fährt nach Dotonbori, Umeda und Shin-Osaka, Tanimachi-Line für Osaka Castle und Umeda, …

Fazit: Mit dem Hotel macht man nichts verkehrt. Seine Lage direkt neben Tennoji Station und direktem Zugang zum Untergrund macht es zu einer guten strategischen Entscheidung. (Außer man will viel mit dem Shinkansen unternehmen.)


6 — Vessel Hotel Campana Nagoya (4 Nächte)

2-30-7 Meieki, Nakamura Ward, Nagoya, Aichi 〒450-0002
phone: +81.52.569.0011; 5VGM+6F

Hotel: Das Hotel ist sehr westlich. Die Einrichtung ist modern. Ich hatte das Hotel wegen des Onsen/Sento gebucht, das ich dann aber nicht genutzt habe. Das Frühstück kann ich auch nicht bewerten.

Gefühlt war ich der einzige nicht-chinesische Hotelgast. Gestört hat es mich nicht. Ich war eh nur zum Schlafen dort.

Zimmer: Das zimmer war ein einfaches westliches Zimmer. Die Größe war ok, das Design modern. Ein wenig Holz machte es wohnlich. Sonst bekommt man ja immer nur eine weiße Wand. Das Bad war der Standard-Cubicle.

Anreise: Von Nagoya-Station sind es etwa 500. Im Untergrund wäre Ausgang 1 die Wahl. Auf Straßenebene verlässt man den Bahnhof am Hauptausgang (Osten) und geht nach links. Man quert die Zufahrt zum Busdepot und benutzt dann die Ampel, rüber zu Karaoke Joysound. Hier ist auch der erwähnte Ausgang 1. Man geht nach etwa 50m in die schräg links abzweigende Straße. Bis zum Hotel sind es drei Kreuzungen.

Umgebung: Fußläufig ist eigentlich nur Nagoya Station. Für den Rest von Nagoya sollte man die U-Bahn bemühen.

Fazit: Das Hotel ist ok, aber eine rein strategische Entscheidung, wenn man viel mit JR (bzw. Kintetsu oder Meitetsu) unterwegs sein wird.

7 — APA Hotel Keisei-Narita Sta. (2 Nächte)

906 Hanazakicho, Narita, Chiba 286-0033
phone: +81.570.053.111; Q8G8+PP

Hotel: Dieses Hotel ist ein klassisches Business Hotel. Ein relativ kompaktes Zimmer. Der Fokus liegt auch einfachen Check-in, Express-Check-out und Schlafen. Es gibt eine kleine Bar/Restaurant. Sonst ist das Hotel nicht wirklich spannend.

Zimmer: Das Zimmer war klein.  Mit zwei Koffern musste ich mich gut organisieren. Immer fehlte ein wenig Rangierfläche. Das Bad, wie immer der Standard-Cubicle. (Daher auch kein Foto.)

Anreise: In der Keisei-Station gibt es einen Nebenausgang, der über mehrere Rolltreppen nach unten führt. Die Rolltreppe endet direkt an der Straße und direkt nebem dem Hotel. So dicht am Bahnhof war kein anderes Hotel jemals.

Umgebung: Direkt am Hotel ist nichts von Interesse. Für alle Dinge in Narita und Umgebung muss man mit der Rollstreppe hoch zur Keisei Station. Japan Rail ist etwa 150m entfernt. Die Omotesando, die zum Narita-san führt, starten im Prinzip genau zwischn Keisei und JR.

Fazit: Ein Hotel, das man einzig aus strategischen Überlegungen und wegen des Preises wählt. Man nichts verkehrt, aber man darf nur Stadard erwarten (was in Japan immer ausreichend ist).