Gun Smith Cats

[Hinweis: Dieser Artikel wird zu einem späteren Zeitpunkt nach „Anime /vs/ Reallife“ verschoben.]

Dieser Eintrag gehört in die Reihe: Anime /vs/ RealLife. Gun Smith Cats ist ein OVA mit 3 Episoden, die 1995 erschien. Autor des zugehörigen Mange ist Kenichi Sonoda, zu dessen Werken auch Bubblegum Crisis und Riding Bean gehören.

Gun Smith Cats spielt in Chicago, das ich 2023 besucht habe. Leider hatte ich vergessen, dass der Anime dort spielt. Und somit habe ich keine Fotos, die 1:1 zu den Szenen aus dem Anime stammen. Ich bemühe deshalb die Seuche googleMaps.

Das Intro

Im Intro werden mehrere Landmarken aus Chicago gezeigt. Und ich muss gestehen, es ist ziemlich akkurat.

Hier haben wir die Skyline von 1995-Chicago. Das große schwarze Gebäude ist 360 Chicago, offizieller Name: 875 N Michigan Ave. Das Gebäude wurde 1969 eröffnet, liegt nördlich des Flusses im Stadtteil Streeterville  und hat eine Aussichtplattform, die ich besucht habe [Link zum Blogeintrag].

Im Anime ist die Skyline vermutlich eher von Norden gezeigt. Mein Foto von der Skyline ist von Osten fotografiert.

Hier sind wir in North Michigan Ave. Dieser Blick zeigt sich kurz vor der DuSable-Brücke über der Fluss, wenn man in Richtung Norden fährt. Das Gebäude ist das Wrigley Building von 1921, direkt am Fluss. Hier legen auch die Ausflugsboote ab, die ich benutzt habe. Im Vordergrund sieht man das McCormick Bridgehouse.

Ich bin zwar die Straße entlang gegangen, aber die Szene war mir keine Foto wert. Dsa Wrigley Building habe ich natürlich mehrfach.

Hier musste ich kurz überlegen, ob man alles in der gleichen Straße sieht. Die Antwort ist ja. Es ist N State Street. Die Uhr gehört zu Macy’s und ist an der Ecke N State St / E Randolph St. Dahinter sieht man das Chicago Theatre, das einen Block nördlich ist. Im Hintergrund sieht man Marina City, Spitzname Corn Cobs (Maiskolben). Unten sind 19 Etagen Parkhaus, darüber Apartment. Die Gebäude stehen fast direkt am Chicago River.

Die Uhr habe ich nicht fotografiert, obwohl sie ein Wahrzeichen von Chicago ist. Da muss ich wohl noch mal zurück. Das Theater und die Corn Cobs habe ich natürlich wieder mehrfach in meinem Archiv.

Episode 1

Sogar dieses Bild lässt sich zuordnen. Man sieht die Loopline und das „Chicago Hotel“. Das Hotel gibt es nicht mehr, aber ich habe den Ort gefunden: E Congress Parkway Höhe S Wabash Ave, eine Straße südlich der Loop. Die Bahnlinie ist oberhalb Wabash Ave und ist der Abzweiger nach Süden, in Richtung China Town.

Natürlich gibt es eine Menge Einstellungen mit dem Sears Tower, heute Willis Tower genannt, oder der Loopline im Hintergrund, die man nicht eindeutig zuordnen kann. Der Sears Tower wurde 1974 fertiggestellt und ist vermutlich bekannter als Chicago 360.

Episode 2

Hier gibt eine Verfolgungsjagd. Schlüsselszene ist die Fahrt durch ein Gebäude mit einer Brücke dahinter. Das Gebäude ist das Old Chicago Post Office. Damit sind wir auf der 101, dem Dwight D. Eisenhower Expressway.

Damit ist die Szene davor entweder auf der I-290 oder I-90. Da der Sears Tower leicht rechts von der Straße ist, müsste es die I-90 sein. Aber … Das Gebäude 311 South Wacker Drive, fertiggestellt in 1990, ist auf der falschen Seite. Es ist direkt südlich vom Willis Tower und sollte damit leicht rechts von selbigen sein. Im Anime ist es aber links. Das klappt aber nur ,wenn man sich zwischen River und der Küste befindet, z.B. auf der Roosevelt Road (South Loop). Das ist aber keine Interstate und hat Ampeln. Außerdem ist keine freie Sicht auf den Sears Tower möglich.

Damit bleibe ich dabei, dass die Verfolgungsjagd auf der I-90 stattfindet und mit der Explosion oberhalb der Congress Parkway Dwight Eisenhower Bridge endet.

Und tatsächlich, es ist dummer Zufall, habe ich ein Foto von diesem Gebäude. Im Anime sehe wir die Westseite. Ich habe das Foto von der Ostseite, wo die Brücke ist. Die Brück kann man ganz links am Bildrand sehen. Man erkennt auch die Durchfahrt durch das Gebäude. Als ich das Foto gemacht habe, war mir weder bewusst, dass es im Anime vorkommt, noch dass dahinter die Interstate I-290 beginnt.

Ich glaube, auch diese Szene gefunden zu haben. Hinweis war der Schriftzug Roosevelt und dass es an einer Bahnlinie liegt; genauer gesagt, südlich der Loop an der Strecke nach Chinatown. Hier an der Ecke E Roosevelt Rd und S Wabash Ave finden sich Gebäude die optisch passen.

Die Bahnstation scheint modernisiert. Das würde die Baustelle im Anime erklären. Das rote Gebäude stimmt und das beigefarbene, auch, wenn ein Stockwerk ergänzt wurde. Zumindest geht es heute noch die roten Sonnenschirme.

Ein Foto von dieser Straße habe ich natürlich nicht. Ich bin habe aber die Bahnstrecke genutzt, die man in Anime sieht. Und ich wäre fast dort lang gegangen. E Roosevelt Rd verbindet die Bahnstation mit dem Field Museum, dem Aquarium und im Prinzip auch mit dem Soldier Field und dem Observatorium. Dort war ich, ich hatte aber die Fähre genommen.

Episode 3

Wo genau die Handlung stattfindet, habe ich noch nicht ganz raus. Es ist aber im Norden von Chicago, nahe dem Zoo. In einer Szene sieht man Chicago 360. Ich habe von der ein Foto nach Norden gemacht. Man sieht die Marina und Lincoln Park mit dem Zoo. Ich vermute, dass dies die Grünanlagen sind, die man im Anime sieht.

Aber ich schaffe es nicht, diese Gebäude zuzuordnen. Ich habe auch eine Gegenprobe mit dem Park am Soldier Field gemacht. Aber dort gibt es kein Gebäude mit Kuppel oder diese kleine Bühne. Es kann natürlich sein, dass sich der Park in den letzten 30 Jahren massiv verändert hat.

Rally Vincent’s Apartment

Auch das lässt sich nicht eindeutig lokalisieren. Aber es gibt zwei Hinweise, die zumindest den Stadtteil vermuten lassen. Wir sehen den Sears Tower. Die Position der Antennen verrät, dass wir uns entweder östlich (und leicht südlich) oder westlich (und leicht nördlich) vom Tower befinden.

Östlich wären wir im Loop, was die Zugstrecke erklären würden. Dort gibt es aber keine Wohnhäuser. Also versuche wir es westlich und nördlic der Route 66.

Hier gibt es die Pink Line und die Haltestelle Polk.1 Leider gibt es hier nur Parkplätze. Das klappt also nicht. Oder die Häuser wurden nach 1996 abgerissen, um Platz für die Parkplätze zu machen.

Etwas weiter westlich gibt es noch eine Bahnlinie in Nord-Süd-Richtung. Hier stehen auch Wohnhäuser. Aber es ist viel zu weit entfernt. Außerdem passen die Brücken nicht. Entweder wurden beide Orte kombiniert, oder in den 1990ern standen in Polk wirklich noch Wohnhäuser.

Ein Blick in googleMaps zeigt eine verdächtig ähnlich aussehende Eisenbahnbrücke an der W Madison St. Man sieht den Sears Tower und zwei weitere Hochhäuser, diese sich auch im Anime zeigen. Warren Blvd und Washington Blvd verlaufen parallel haben aber andere Brücken.

Ich lege mich damit fest: Rally Vincents House ist auf Höhe 1741 W Madison St.

[erstellt in Juni 2026]

ConFuzzled – Teil 2

Tag 4 (25.05.2026) — Heute ist bereits der letzte volle Tag von ConFuzzled. Es gibt volles Programm. Es sind 61 Panels gelistet. Der Tag beginnt mit Taskmaster. Das ist immer lustig. Danach besuchen wir noch schnell Dealers Den, bevor er schließt, dann die Puppetry Showcase und GamesMaster.

Danach folgen einige Furmeets für verschiedene Species. Wir können nicht alle besuchen. Rodents, Bunnies und Avaians. Fast vergessen: Wir haben einen Tisch bei der Indian Streatery reserviert. Wir bestellen verschiedene Tapas, oder wie auch immer diese Snacks in Indien heißen.

Zurück auf ConFuzzled lassen wir uns mit dem Strom treiben. Es wie schon die Tage zuvor keinen konkreten Plan. Die Danceparty lassen wir wieder aus. Die Warteschlange ist sehr lang und es dürfen immer nur Leute rein, wenn andere gehen. Neee. Wir machen es uns im Hotelzimmer bequem.

Tag 5 (26.05.2026) — Das war es im Prinzip. Heute stehen nur die Closing Ceremony und die Dead Dog Party auf der Liste. Da wir schon die Eröffnung verpasst haben, sind wir gespannt, ob die Länge der Warteschlage uns erlaubt, es in den Raum zu schaffen. Es sieht ganz danach aus, dass es sehr knapp wird.

Der Raum ist voll. Die Closing Ceremony läuft problemlos. Es werden Facts zur Con vorgestellt: Wie viel Bacon und Eier gegessen wurden; wie viele Teilnehmer und Fursuiter. Es wird das Thema für die nächste ConFuzzled vorgestellt. Das übliche. Der nächste Teil startet mit einer Menge Diskonebel. Mein Gehirn ist noch bei „Na, hoffentliche haben die die Rauchmelder …“ und da sind schon die Bühnenlichter aus, der Evakuierungsalarm ertönt. Das war mit Ansage.

Wir evakuieren durch die HIntertür. Nach etwa 10 Minuten wird der Alarm aufgehoben. Alle strömen zurück. Ich glaube nicht, dass da noch was Spannendes kommt. Wir gehen nicht zurück. Die Foodtrucks sind noch da und haben geöffnet. Das hatte ich nicht erwartet.

Für das Abendessen gehen wir erneut zum Miller & Carter. Heute ordere ich Steak. Wenn ich das so Revue passieren lasse, waren das eine Menge Steaks in den letzten zwei Wochen.

Gegen 22 Uhr sind wir zurück im Hotel. Wir versuchen die Dead Dog Party. Es läuft EDM; erst einmal nicht verkehrt. Aber die Akustik ist grausam. Die Bässe sind nicht nur viel zu laut, sondern die Anlage ist total übersteuert. Lange halten wir es nicht aus.

Abreise (27.05.2025) — Heute ist Rückreisetag. Ich habe knapp 900 km vor mir. Der erste Abschnitt ist von Birmingham nach London Heathrow Airport. Da gefühlt irgendwie alle heute abreisen, sind die Fahrstühle überfüllt. Es gibt Warteschlangen. Und dann fällt wirklich eine der beiden Aufzüge aus. Für mich zählt das nicht. Die Con war gestern zu Ende.

Ich trage fast alles die Treppe hinunter. Wir brauchen fast eine Stunde, bis alles im Wagen verstaut ist. Es lebe meine Reservezeit in meiner Planung. Kein Stress. Die Fahrt selbst ist trotz Stau vor einer Baustelle viel einfacher als erwartet.

Ich verabschiede Toni gegen 13 Uhr am Flughafen ab und setze meine Fahrt fort. Das nächste halbe Jahr werden wir uns nur via Videochat sehen. Gleich hinter dem Flughafen gerate ich in einen Stau. Ich verliere bestimmt eine halbe Stunde, aber die hatte ich bereits eingeplant. Es ist schließlich die Ringautobahn M25.

Kurz vorm Kanaltunnel tanke ich noch einmal. Ich habe Glück, ich kann einen früheren Zug nehmen. Das spart mir fast 2 Stunden. Zurück in Calais muss ich mich an den Rechtsverkehr erinnern. Und dann beginnt das Pech …

25 km hinter dem Tunnel ruckelt der Motor. Mehrere Warnlampen gehen an. Die Leistung ist weg. Ich kann mich gerade noch auf die Ausfahrt und in ein kleines französisches Dorf retten. Der Lüfter läuft auf Maximum. Das ist nicht gut. Der ADAC kann mir in Frankreich nur bedingt helfen. Was tun?

Ich riskiere die Weiterfahrt, zumindest dichter an Dünkrichen, wo es zumindest Werkstätten und Hotels gibt. Ich klemme mich hinter den ersten LKW, den ich finden. 90 km/h. Bis jetzt passiert nichts. Die Motorkontrollleuchte ist an (da ist was im Fehlerspeicher), aber der die Leistung ist zurück.

Ich erreiche Belgien. Nächste Hoffnung ist Brüssel. Bisher geht es. Leuven. Der Motor ruckelt wieder, fängt sich aber. Mein Ziel ist die deutsche Grenze. A44. Aachen, A4. Wechsel auf die A61. Bei Rheinbach dann wieder vollen Alarmprogramm. Der Motor will nicht mehr. Ich schaffe es im dritten Gang auf die Raststätte  Peppenhoven. Es sind nur noch 70 km. Aber das wird mir zu heikel. Ich will nicht mitten in der Nacht auf dem Standstreifen liegen bleiben.

Der ADAC braucht eine Stunde. Hotels sind Mangelware. Und was ist mit meinem Gepäck. Ich bin mental am Ende. Der Fahrer vom Abschlepp-LKW ländt den Wagen auf. Wir fahren ins Gewerbegebiet von Rheinbach. Er ruft mir ein Taxi. Das wird teuer, aber ich will nur noch nach Hause.

Der Taxifahrer lädt alles ein. Eine Stunde und 220€ später bin ich in Vallendar. Es ist 1:30 Uhr. Ich habe bereits eine eMail an meinen Chef geschickt, dass ich einen zusätzlichen Urlaubstag benötige. Ich will nur noch Schlafen. Danach muss ich organieren, was mit dem Wagen passiert.  — Eigentlich habe ich noch Glück gehabt. Wenn das in Birmingham passiert wäre, hätte Toni es nicht einmal zum Flughafen geschafft.

ConFuzzled – Teil 1

Tag 1 (22.06.2026) — Heute beginnt die ConFuzzled offiziell. Wir folgen der britischen Tradition und stehen Schlage für die Reg, die für Sponsoren um 13 Uhr beginnt. Wir sind eine Stunde vor Beginn dort und es formt sich bereits eine Schlange. Wir überlegen kurz, ob wir später wiederkommen. Wir haben aber das Gefühl, dass jetzt eine Stunde warten besser ist als später, wenn die Wartezeit sehr viel länger sein könnte.

Im Anschluss gibt es Mittagessen draußen bei den Foodtrucks. Der Rest des Tages  passiert nichts Spannendes. Wir suiten heute nicht und erkunden stattdessen die Shopping Mall auf der anderen Seite des Sees. Auf der Artist Gallery, die heute nur für Sponsoren geöffnet ist, finde ich nichts spannendes. Gut, das spart Geld.

Die Opening Ceremony startet um 19 Uhr.  Die Schlange ist riesig. Ich glaube nicht, dass wir noch in den Saal passen. Wir entscheiden uns für die Alternative: Live-Stream vom Hotelzimmer aus.

Fürs Abendessen wählen wir die Sky Bar. Das Essen ist super, aber die Klimaanlage hat vermutlich gestern gekündigt. Es ist einfach zu warm. Generell. Birmingham durchläuft seit gestern eine Hitzewelle, die alle überrascht. Das Wetter ist super und es soll immer wärmer werden. Suiten wird eine Herausforderung werden. Es ist nicht ganz Anthrocon, aber ich bin aus der Übung.

Die Dance Party auf der Main Stage lassen wir auch ausfallen. Die Schlange ist wieder irre lang und ich habe Null Motivation mich für schlechte Musik anzustellen. Die Musikrichtung im Lineup ist nicht mein Fall.

Tag 2 (23.05.2026) — Entspannung steht wieder ganz oben auf der Liste für den Tag. Um 11 Uhr öffnet der Dealers Den für Sponsoren. Wir sind kurz nach 11 Uhr unten. Die Schlange ist so lang. Wie viele Sponsoren gibt es? Ist jeder Sponsor?  Wir arbeiten uns voran. Um 12 Uhr sind wir endlich am Eingang. Jetzt öffnet Dealers Den auch für alle anderen. Wow. Ich will nicht wissen, wie lang die Schlange jetzt ist. In der Den verbringen wir fast zwei Stunden. Gerade rechtzeitig für die e621 Game Show.

Es folgen kurze Abstecher zu den Board Games, den Inflatables. Was wir beide übersehen haben ist der Termin für das Gruppenfoto. Gab es überhaupt eins?

Abendessen nehmen wir heute in der Shopping Mall ein. Das Restaurant der Wahl sagt uns, dass wir zu spät kommen. Die Küche schließt gleich. Um 21 Uhr? Wirklich? Egal. Wir lernen wir, dass am Montag ein Indisches Restaurant neueröffnet. Wir buchen Mittagessen. Für jetzt wählen wir die Vietnamese Street Kitchen. Beim Homemade Curry übersehe ich die 2 Chilishoten. Das ist jenseits von „White-Guy-Spicy“. Ich hätte wie Toni das Pho wählen sollen.

Tag 3 (24.05.2026) — Ich muss gestehen, den heutigen Tag kriege ich nicht mehr zusammen. Dafür waren es zu viele Panels. Teilweise haben wir nur kurz reingeschaut.

Ich versuche ein wenig zu suiten, aber ich bin nicht fit. Nach nur 20 Minuten muss ich abbrechen. Ich brauche echt eine Pause. Mein Kreislauf will nicht. Ich persönlich gebe dem Vietnamessen von gestern die Schuld, obwohl klar ist, dass dies eine Ausrede ist.

Für das Abendessen geben wir Miller & Carter eine zweite Chance. Toni bestellt Seabass und ich nehme Lamb Rump. Dazu eine Flasche Wein. Er wird fast ein Pinzip: Convention + Dekadenz.

Cambridge

Tag 1: Cambridge

Wir schlafen wieder aus. Keiner hetzt uns. Wir haben zwei Tag für diese Stadt, die man vermutlich auch an einem Tag erledigen kann.

Unser Fußweg führt uns an dem River Cam, dem wir am Jesus Lock (eine alte Schleuse) in Richtung Innenstadt bringt. Der Park und damit der Wanderweg enden am Byron’s Bear. Dieses Frühstücksbier wird langsam zur Tradtion. Wir bestellen auch was zu Essen. Ich wähle Bangers & Mash.

Am Wasser entlang geht es weiter zur Bridge Street. Von hier aus starten wir unsere Erkundung der Innenstadt. Wir laufen viel Zickzack. Ich weiß gar nicht mehr, wo überall wir waren. Ich erinnere Parish Church of St. Clement, The Round Church, Church of St. Mary the Great, Market Square, … Und dann stehen wir vor der King Street Brewery. Das ist ein Zeichen.

Unkoordiniert geht es weiter. Wir finden FOPP. Ein Plattenladen, ja Schallplatten. Einfach mal stöbern. Es war eine schlechte Idee. Ich finde eine DVD mit Yojimbo für £7, eine weitere mit Ran. Die Sieben Samurai. Ghost in the Shell. Ich muss mich zurückhalten. 10 DVDs werden es trotzdem.

Wir laufen Trumpington Street entlang, auch auf der Suche nach einer Option für das Abendessen. Es ist erstaundlich, der Tag ist fast rum. Es kann auch sein, dass nach zwei Tagen London ein wenig die Luft raus ist.

Und was hat es eigentlich mit den kleine Miniaturen auf sich, die hier immer wieder an einer Hauswand auf dem Fußweg stehen?

Die Wahl für das Abendessen fällt auf das Restaurant North Star. Zugegeben, ich fühle mich ein wenig underdressed. Wir starten mit Muscheln als Vorspeise. Toni bestellt ein Ribeye und ich ein Sirloin, zum Surf&Turf ausgebaut. Eine  Flasche Wein und Creme Brulee als Dessert runden die Sache ab.

Zurück im Hotel haben wir sogar noch genug Zeit, die Hotelbar zu besuchen. Das haben wir bisher nicht ein einziges Mal gemacht; meist, weil es keine Hotelbar gab.

Tag 2: Immer noch Cambridge

Was wir gestern nicht erfolgreich geschafft haben, werden wir heute nachholen: Die Colleges von Cambridge, soweit sie für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

Bis zur Bridge Street ist es der gleiche Fußweg wie gestern. Über St. John Street und Trinity Lane versuche ich zum River Cam zu gelangen. Alle großen Colleges gehen bis zum Fluss. Wir gehen quasi auf der Rückseite entlang. Über die King’s College Bridge betreten wir das King’s College (gegen Eintritt). Rechts das Kennedy Building, links das Back Lawn und dahinter King’s College Chapel. Die Kirche ist imposant. Die muss man sich anschauen.

Wir verlassen das King’s College an der Trumpington Street. Über King’s Lane und Queens Lane versuchen wir wieder zum River Cam zu gelangen. Auf der Suche nach einem Pub landen wir am Anchor Cambridge. Hier an der Silver Street gibt es auch Punting: flache Ausflugsboote die mit langen Stangen auf dem River Cam navigiert werden.

Im Anchor testen wir weiteres Barfood (u.a. Sausage Roll, Scotch Egg) und es reift die Idee, den Tag und unseren Aufenthalt mit einer Bootsfahrt abzuschließen.

Der Punter legt los, wir genießen die Fahrt. Ich muss irgendwann einmal googlen, an was wir da alles vorbeigefahren sind. Auftakt macht die Siver Street Bridge, gleich dahinter folgt die Mathematical Bridge. An der Brücke steht mit der President’s Lodge auch das älteste Gebäude am Fluss (1460). Wir haben einen guten Blick auf die Back Lawns des Queens College. Danach sind wir an der King’s College Bridge von vorhin. Es folgt die Clare Bridge, die zum Clare College gehört und dahinter die Garret Hostel Lane Bridge, die wir auch benutzt haben.

Trinity Bridge und Kitchen Bridge folgen. Der Knick im Flusslauf sorgt für Abwechselung. Danach folgt sofort die Bridge of Sighs, die auch den Spitznamen Venice Bridge hat und zum St. John’s College gehört.

Die letzte Brücke, bevor wir umdrehen, ist die an der Bridge Street. Die Bootstour ist übrigens die einzige Option, in den Gärten der Colleges zu schauen, da fast alle für die Öffentlichkeit geschlossen sind.

Nach der Bootsfahrt gehen wir letztes Mal durch die Altstadt von Cambridge zurück zum Hotel. Eines der letzten Fotos gehört dem Corpus Christi College. Der Blick auf die Colleges zeigt einem auch ganz klar, woher die Ideen für Hogwarts kommen.

Gegen 17 Uhr machen wir uns auf dem Weg nach Birmingham. Heute will ich mal im Hellen ankommen. Die A14 bringt uns direkt nach Birmingham. Wir bekommen Infos, dass der Hotelparkplatz fast voll ist. Das kann ja lustig werden.

Ich habe keine Ahnung wie ich die letzten Kilometer geschafft habe. Kreisverkehre, verwirrende Abfahrten und Ampeln, dazu ein Navi, dass mir immer erst Bescheid sagt, wenn ich schon an der Kreuzung vorbei bin. Egal. Wir sind am Hilton und da ist tatsächlich ein Parkplatz fast direkt am Hoteleingang.

Der Checkin ist erstaunlich schnell erledigt. Nur die ConReg ist schon geschlossen. Dann halt morgen. Nachdem alle Koffer und Kisten im Hotelzimmer sind, ist wieder Abendessen Priorität. Es wird das Brightsmith on the Water, hier im Hotel.

London

Tag 1: City of London

Nachdem wir gestern erst nach 23 Uhr im Hotel waren, haben wir heute ausgeschlafen. Uns hetzt niemand. Gegen 10:30 Uhr nehmen wir die DLR nach Tower Hill. Eine Strecke, die ich 2021 zu schätzen gelernt habe2.

Wir kommen an den Docklands vorbei, die 1991 noch ganz anders aussahen; ich muss mal die alten Dias scannen. Limehouse Station. Wieso kommt mir das bekannt vor. Hinter der nächsten Station (Shadwell) beginnt der Stadtteil Whitechapel. Wem das jetzt bekannt vorkommt: Jack the Ripper. Whiteshapel war der Stadtteil, in dem er seine Morde beging. Tower Hill, die Endstation, ist am anderen Ende von Whitechapel. Hier starten wir die touristische Reise.

Auf geht’s: London of Tower, Tower Bridge, HMS Belfast.3 Alles nur von außen. Die Besichtigungen heben wir uns für die nächste Reise auf. Hinter dem Tower erhebt sich die moderne Skyline, die sich um die Leadenhall Street herum gebildet hat. Es folgt ein Stopp im The Horniman at Hays. Ich brauche einen Frühstückersatz … Bier oder – wir sind in England – Ale.

Wir erreichen London Bridge (berühmt aber heutzutage total langweilig) und biegen zum Borough Market ab, der dummerweise heute geschlossen hat. Und wieder verpasse ich die Straße zur Golden Hinde, eine Kopie des Schiffes, das Sir Francis Drake befehligte. Arghhh. Beim nächsten Mal. Dann aber wirklich.4

Es folgen des Theater Shakespeare’s Globe (ein Nachbau, der zudem nicht am Orignalort steht) und dahinter die Millenium Bridge 5, die wir nutzen, um auf die Nordseite der Themse zu gelangen.

Von der Brücke aus sieht man die Bahnstation Blackfriars, die sich auf einer Brücke über die Themse befindet. Die Millenium Bridge führt direkt zu St. Paul’s Cathedral. Von hier folgen wir der Fleet Street am Royal Courts of Justice vorbei nach Strand.

Es geht am Hotel Strand Palace und der Bar Mr Fogg’s Society of Exploration (mehr dazu später) vorbei. Beides kenne ich von meiner letzten Dienstreise. Am Trafalgar Square biegen wir in Richtung Leicester Square ab. In dem kleinen Park verteilt stehen Statuen von Shakespeare, Charlie Chaplin, Bugs Bunny, … Wir sind jetzt im London Westend, dem Broadway von London6. Hier ist auch das Leicester Square Theatre, wo ich 2021 zur Premiere von Katsura Sunshine’s Show war.

Nördlich vom Park ist Chinatown. Die Idee von Orange Duck zum Abendessen reift. Leider ist alles sehr sehr touristisch und ich finde nirgends das gewünschte Gericht. Wir wandern durch den Stadteil Soho auf der Suche nach einer besseren Option. Nichts was uns zusagt, Wir enden wo wir gestartet sind: Touristen-Chinatown. Aber ich finde Orange Duck. Bei einem chinesischen Restaurants namens Gerrad’s Corner. Das kannst du dir nicht ausdenken.

Als letzter Punkt auf unserer Liste ist Mr Fogg’s Society of Exploration. Es ist eine Themenbar, basierend auf dem Roman Reise um die Erde in 80 Tagen. Auf dem Weg dorthin stoppen wir noch bei der Polizei und ich erstatte Anzeige gegen den Autofahrer, der mich gestern auf dem Motorway gerammt hat.

Die Drinks in der Bar haben witzige Namen und kommen oft mit einem Gimmick. Toni bestellt einen Up in the Clouds. Das Glas ist dabei in einem Pokal in Form eines Heißtluftballons versteckt. Ich bestelle einen North Star, der unter einer Käseglocke gefüllt mit Rauch geliefert wird. Die zweite Bestellung ist vom The Mechanical Mixologist, ein Apparat der im Steampunkt-Stil die Variation eines Negroni mixt.7

Wir müssen langsam zurück zum Hotel, bevor die letzte U-Bahn fährt. Über die Waterloo Bridge geht es nach Waterloo Station. Irgendwo hier fährt die Jubilee Line, die uns direkt nach Canning Town bringen wird. Zum Glück fragen wir nach. Es gibt zwei Eingänge zu den U-Bahnen (hier fahren 4 Linen) und wir wollten den falschen nehmen.

Tag 2: Greenwich und City of Westminster

Heute kümmern wir uns um Greenwich und den Bereich City of Westminster8. Erst geht es mit der Jubilee zwei Stationen bis Canery Wharf. Diesen Teil der Docklands habe ich noch besucht. Wie auch? 1991 gab es den noch nicht und 2020 war ich nur den Covid-Test hier. Die DLR bringt uns nach Island Gardens. Theoretisch wäre der nächste Halt Greenwick, aber das macht keinen Spaß.

Zwischen Island Gardens direkt an der Themse und Greenwich gibt es einen Fußgängertunnel. 1902 eröffnet ist er damit älter als der St-Pauli-Elbtunnel. Ein Abschnitt ist mit Tübbingen ais Stahl verkleidet. Das ist ein alter Schaden aus WWII. Der Tunnel endet fast direkt am Museumschiff Cutty Sark. Mit einem Abstecher zum Greenwich Market, um ein „Frühstücksbier“ zu trinken, geht es direkt zum großen Park und hinauf zum Royal Greenwick Observatory. Den Eintritt haben die krass angezogen, und so begnügen wir uns mit dem gratis zugänglichen Teil.9

Nun soll es in der City of Westminster weitergehen. Statt der U-Bahn nehmen wir das Wassertaxi. Es ist nicht unbedingt schneller, aber interessanter. Wir fahren, es regnet, an den Docklands vorbei, Limehouse und Wapping. Die Tower Bridge kommt ins Bild. Wir fahren unterdurch. Eigentlich ist die Bootsfahrt ab jetzt ein Zeitraffer des gestrigen Tages.

Wir steigen am Embarkment Pier aus. Wir holen den Blick auf das London Eye10 nach. Der Beste Blick hat man zwischen dem Royal Air Force Memorial und dem Battle of Britain Monument. Gegenüber ist New Scotland Yard.

Gleich danach kümmern wir uns um Parliament Street. Hier werfen wir einen Blick auf diverse Memorials, Downing Street und vergessen(!) Horse Guard. Wir gehen stattdessen direkt zum Palace of Westminster (Sitz des Parlaments) mit Big Ben. Fast nebenan sind St. Margaret’s Church und die bekanntere Westminster Abbey.

Von hier ist gehen wir gemütlich zum Buckingham Palace. Hier ist einiges Los. Hochdekorierte Offiziere und Veteranen. Damen mit ausgefallenen Hüten. (Nachtrag: Es war ein Empfang / Garden Party im Palast als Teil der The Not Forgotten Association).

Mit Blick auf die Uhr — wir fahren ja heute noch nach Cambridge — starten wir den Rückweg, der uns quer durch den St. James Park führt. Und hätte mich der Kameraakku geärgert, hätte ich auch Fotos davon. Von der Horse Guard Street werfen wir noch schnell auf Blick auf die Rückseite der Downing Street und Churchill’s War Room bevor wir über die Paradefläche der King’s Guard zurück zu Whitehall (nur der untere Teil der Straße heißt Parliament Street) gehen.

Im Anschluss laufen wir etwas zickzack auf der Suche nach einem späten Mittagessen. Wir werden fündig, aber es dauert etwas. Gegen 18 Uhr verlegen wir mit der Jubilee zurück nach Canning Town und zum Auto.

Von hier ist es relativ einfach: Rauf zum blöden Kreisverkehr. Ein kurzes Stück entlang Barking Road bevor die Auffahrt zum Newham Way (A13) uns aus dem Verkehrschaos London befreit. Die A406 bringt us zur M11, die dirket nach Cambridge führt. An die Verkehrsführung in England habe ich mich immer noch nicht gewöhnt, aber wir schlagen uns durch.

Am Fellow House Cambridge angekommen ist der Tag zu Ende. Für ein spätes Abendessen bemühen wir den Room Service.