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ConFuzzled – Teil 2

Tag 4 (25.05.2026) — Heute ist bereits der letzte volle Tag von ConFuzzled. Es gibt volles Programm. Es sind 61 Panels gelistet. Der Tag beginnt mit Taskmaster. Das ist immer lustig. Danach besuchen wir noch schnell Dealers Den, bevor er schließt, dann die Puppetry Showcase und GamesMaster.

Danach folgen einige Furmeets für verschiedene Species. Wir können nicht alle besuchen. Rodents, Bunnies und Avaians. Fast vergessen: Wir haben einen Tisch bei der Indian Streatery reserviert. Wir bestellen verschiedene Tapas, oder wie auch immer diese Snacks in Indien heißen.

Zurück auf ConFuzzled lassen wir uns mit dem Strom treiben. Es wie schon die Tage zuvor keinen konkreten Plan. Die Danceparty lassen wir wieder aus. Die Warteschlange ist sehr lang und es dürfen immer nur Leute rein, wenn andere gehen. Neee. Wir machen es uns im Hotelzimmer bequem.

Tag 5 (26.05.2026) — Das war es im Prinzip. Heute stehen nur die Closing Ceremony und die Dead Dog Party auf der Liste. Da wir schon die Eröffnung verpasst haben, sind wir gespannt, ob die Länge der Warteschlage uns erlaubt, es in den Raum zu schaffen. Es sieht ganz danach aus, dass es sehr knapp wird.

Der Raum ist voll. Die Closing Ceremony läuft problemlos. Es werden Facts zur Con vorgestellt: Wie viel Bacon und Eier gegessen wurden; wie viele Teilnehmer und Fursuiter. Es wird das Thema für die nächste ConFuzzled vorgestellt. Das übliche. Der nächste Teil startet mit einer Menge Diskonebel. Mein Gehirn ist noch bei „Na, hoffentliche haben die die Rauchmelder …“ und da sind schon die Bühnenlichter aus, der Evakuierungsalarm ertönt. Das war mit Ansage.

Wir evakuieren durch die HIntertür. Nach etwa 10 Minuten wird der Alarm aufgehoben. Alle strömen zurück. Ich glaube nicht, dass da noch was Spannendes kommt. Wir gehen nicht zurück. Die Foodtrucks sind noch da und haben geöffnet. Das hatte ich nicht erwartet.

Für das Abendessen gehen wir erneut zum Miller & Carter. Heute ordere ich Steak. Wenn ich das so Revue passieren lasse, waren das eine Menge Steaks in den letzten zwei Wochen.

Gegen 22 Uhr sind wir zurück im Hotel. Wir versuchen die Dead Dog Party. Es läuft EDM; erst einmal nicht verkehrt. Aber die Akustik ist grausam. Die Bässe sind nicht nur viel zu laut, sondern die Anlage ist total übersteuert. Lange halten wir es nicht aus.

Abreise (27.05.2025) — Heute ist Rückreisetag. Ich habe knapp 900 km vor mir. Der erste Abschnitt ist von Birmingham nach London Heathrow Airport. Da gefühlt irgendwie alle heute abreisen, sind die Fahrstühle überfüllt. Es gibt Warteschlangen. Und dann fällt wirklich eine der beiden Aufzüge aus. Für mich zählt das nicht. Die Con war gestern zu Ende.

Ich trage fast alles die Treppe hinunter. Wir brauchen fast eine Stunde, bis alles im Wagen verstaut ist. Es lebe meine Reservezeit in meiner Planung. Kein Stress. Die Fahrt selbst ist trotz Stau vor einer Baustelle viel einfacher als erwartet.

Ich verabschiede Toni gegen 13 Uhr am Flughafen ab und setze meine Fahrt fort. Das nächste halbe Jahr werden wir uns nur via Videochat sehen. Gleich hinter dem Flughafen gerate ich in einen Stau. Ich verliere bestimmt eine halbe Stunde, aber die hatte ich bereits eingeplant. Es ist schließlich die Ringautobahn M25.

Kurz vorm Kanaltunnel tanke ich noch einmal. Ich habe Glück, ich kann einen früheren Zug nehmen. Das spart mir fast 2 Stunden. Zurück in Calais muss ich mich an den Rechtsverkehr erinnern. Und dann beginnt das Pech …

25 km hinter dem Tunnel ruckelt der Motor. Mehrere Warnlampen gehen an. Die Leistung ist weg. Ich kann mich gerade noch auf die Ausfahrt und in ein kleines französisches Dorf retten. Der Lüfter läuft auf Maximum. Das ist nicht gut. Der ADAC kann mir in Frankreich nur bedingt helfen. Was tun?

Ich riskiere die Weiterfahrt, zumindest dichter an Dünkrichen, wo es zumindest Werkstätten und Hotels gibt. Ich klemme mich hinter den ersten LKW, den ich finden. 90 km/h. Bis jetzt passiert nichts. Die Motorkontrollleuchte ist an (da ist was im Fehlerspeicher), aber der die Leistung ist zurück.

Ich erreiche Belgien. Nächste Hoffnung ist Brüssel. Bisher geht es. Leuven. Der Motor ruckelt wieder, fängt sich aber. Mein Ziel ist die deutsche Grenze. A44. Aachen, A4. Wechsel auf die A61. Bei Rheinbach dann wieder vollen Alarmprogramm. Der Motor will nicht mehr. Ich schaffe es im dritten Gang auf die Raststätte  Peppenhoven. Es sind nur noch 70 km. Aber das wird mir zu heikel. Ich will nicht mitten in der Nacht auf dem Standstreifen liegen bleiben.

Der ADAC braucht eine Stunde. Hotels sind Mangelware. Und was ist mit meinem Gepäck. Ich bin mental am Ende. Der Fahrer vom Abschlepp-LKW ländt den Wagen auf. Wir fahren ins Gewerbegebiet von Rheinbach. Er ruft mir ein Taxi. Das wird teuer, aber ich will nur noch nach Hause.

Der Taxifahrer lädt alles ein. Eine Stunde und 220€ später bin ich in Vallendar. Es ist 1:30 Uhr. Ich habe bereits eine eMail an meinen Chef geschickt, dass ich einen zusätzlichen Urlaubstag benötige. Ich will nur noch Schlafen. Danach muss ich organieren, was mit dem Wagen passiert.  — Eigentlich habe ich noch Glück gehabt. Wenn das in Birmingham passiert wäre, hätte Toni es nicht einmal zum Flughafen geschafft.

ConFuzzled – Teil 1

Tag 1 (22.06.2026) — Heute beginnt die ConFuzzled offiziell. Wir folgen der britischen Tradition und stehen Schlage für die Reg, die für Sponsoren um 13 Uhr beginnt. Wir sind eine Stunde vor Beginn dort und es formt sich bereits eine Schlange. Wir überlegen kurz, ob wir später wiederkommen. Wir haben aber das Gefühl, dass jetzt eine Stunde warten besser ist als später, wenn die Wartezeit sehr viel länger sein könnte.

Im Anschluss gibt es Mittagessen draußen bei den Foodtrucks. Der Rest des Tages  passiert nichts Spannendes. Wir suiten heute nicht und erkunden stattdessen die Shopping Mall auf der anderen Seite des Sees. Auf der Artist Gallery, die heute nur für Sponsoren geöffnet ist, finde ich nichts spannendes. Gut, das spart Geld.

Die Opening Ceremony startet um 19 Uhr.  Die Schlange ist riesig. Ich glaube nicht, dass wir noch in den Saal passen. Wir entscheiden uns für die Alternative: Live-Stream vom Hotelzimmer aus.

Fürs Abendessen wählen wir die Sky Bar. Das Essen ist super, aber die Klimaanlage hat vermutlich gestern gekündigt. Es ist einfach zu warm. Generell. Birmingham durchläuft seit gestern eine Hitzewelle, die alle überrascht. Das Wetter ist super und es soll immer wärmer werden. Suiten wird eine Herausforderung werden. Es ist nicht ganz Anthrocon, aber ich bin aus der Übung.

Die Dance Party auf der Main Stage lassen wir auch ausfallen. Die Schlange ist wieder irre lang und ich habe Null Motivation mich für schlechte Musik anzustellen. Die Musikrichtung im Lineup ist nicht mein Fall.

Tag 2 (23.05.2026) — Entspannung steht wieder ganz oben auf der Liste für den Tag. Um 11 Uhr öffnet der Dealers Den für Sponsoren. Wir sind kurz nach 11 Uhr unten. Die Schlange ist so lang. Wie viele Sponsoren gibt es? Ist jeder Sponsor?  Wir arbeiten uns voran. Um 12 Uhr sind wir endlich am Eingang. Jetzt öffnet Dealers Den auch für alle anderen. Wow. Ich will nicht wissen, wie lang die Schlange jetzt ist. In der Den verbringen wir fast zwei Stunden. Gerade rechtzeitig für die e621 Game Show.

Es folgen kurze Abstecher zu den Board Games, den Inflatables. Was wir beide übersehen haben ist der Termin für das Gruppenfoto. Gab es überhaupt eins?

Abendessen nehmen wir heute in der Shopping Mall ein. Das Restaurant der Wahl sagt uns, dass wir zu spät kommen. Die Küche schließt gleich. Um 21 Uhr? Wirklich? Egal. Wir lernen wir, dass am Montag ein Indisches Restaurant neueröffnet. Wir buchen Mittagessen. Für jetzt wählen wir die Vietnamese Street Kitchen. Beim Homemade Curry übersehe ich die 2 Chilishoten. Das ist jenseits von „White-Guy-Spicy“. Ich hätte wie Toni das Pho wählen sollen.

Tag 3 (24.05.2026) — Ich muss gestehen, den heutigen Tag kriege ich nicht mehr zusammen. Dafür waren es zu viele Panels. Teilweise haben wir nur kurz reingeschaut.

Ich versuche ein wenig zu suiten, aber ich bin nicht fit. Nach nur 20 Minuten muss ich abbrechen. Ich brauche echt eine Pause. Mein Kreislauf will nicht. Ich persönlich gebe dem Vietnamessen von gestern die Schuld, obwohl klar ist, dass dies eine Ausrede ist.

Für das Abendessen geben wir Miller & Carter eine zweite Chance. Toni bestellt Seabass und ich nehme Lamb Rump. Dazu eine Flasche Wein. Er wird fast ein Pinzip: Convention + Dekadenz.

AnthroTales

Tag 1 (14.05.2026) — Die Fahrt von Brüssel nach Mons ist kurz und ereignislos. Wir sind früh am Hotel und schnappen uns den vorletzten Parkplatz. Für den Check-in ist es noch zu früh, also erkunden wir die Stadt. Mons ist eine kleine, durchschnittliche Stadt. Aber der Bahnhof hat was. Er ist futuristisch. Ich weiß nicht, ist das 60er-Jahre Style?

In der Stadt finden wir ein sehr spezielles Café. Ich habe das Konzept nicht ganz durchdrungen. Ich kann euch nicht einmal schreiben, wie es heißt. Auf google ist es nicht zu finden, es ist zu neu. Ich glaube es war in der Rue Notre Dame. Auf dem Rückweg stoppen wir noch kurz für ein Mittagessen bei einem Dönerladen.

Danach folgt der Check-in. Wir haben ein Zimmer im Erdgeschoss. Raum 013. Perfekt, kein ElevetarCon. Ich kann mein Auto sehen. Wir haben genau vor dem Fenster geparkt, welches sich nicht öffnen lässt. Argh. Wir müssen also alle Sachen den ganzen Weg zum Eingang und zurück tragen.

Die Opening Ceremony ist Standard. Dafür, dass dies deren erste Con ist, haben die wirklich einen sauberen Start hingelegt. Wir knapp über 200 Teilnehmer. Es folgt das Abendessen, dass im ConPreis enthalten ist. Kaltes und warmes Buffet. Nur den Wein müssen wir extra bezahlen, aber das ist ok. Wir sind die einzigen, die sich diesen Luxus gönnen.

Der Abend endet an der Con-Bar. Dies ist mit dem Hotel abgesprochen. Wir haben unsere eigene Bar mir fairen Preisen.

Die Con (15./16.07.2026) –– Von der Con kann ich nicht viel berichten. Wir lassen uns treiben. Schauen hier und da vorbei. Bei Snack Exchange versuche ich den Teilnehmern Lakritz und Salmiakki näher zu bringen; auch ja … und Friesengeist.

Die Teilnahme am Gruppenfoto versteht sich von selbst. Wir nutzen auch die Chance für ein Photoshoot. Dealers Den ist schmal, aber ein Anfang. Die anderen Panels — viele sind es nicht — sind weniger was für uns. Aber, hey, es ist die erste AnthroTales.

Abends ist dann wieder Buffet und danach Partytime. Die Idee mit dem Abendbuffet grenzt diese Con von anderen ab. Es fühlt sich alles eine ebene gehobener an.

Weiterreise (17.05.2026) — Heute verlegen wir auf die Insel. Ich haben den LeShuttle um 21 Uhr gebucht. Das gibt uns genug Zeit. Die Closing Ceremony endet gegen 13 Uhr.

Kurz danach verlassen wir Mons. 2 Stunden später sind wir in Dünkirchen. Hier machen wir halt und genießen eine Tag am Wasser. Wir haben ablaufendes Wasser, man kann förmlich zuschauen, wie das Wasser verschwindet.

Wir sind zeitig am Check-in für den Autozug und können einen früheren Zug nehmen. Perfekt. Die Grenzkontrolle zieht sich ein wenig, aber wir haben Zeit. Ich bin gespannt wie das mit dem Linksverkehr wird.

Die Fahrt durch den Tunnel dauert gerade einmal 30 Minuten, und dann sind wir schon in England. Ein paar Kilometer hinter Ashford ändern wir den Plan: Wir tanken und suchen uns jetzt Abendessen, da wir erst sehr spät in London sein werden.  Das mit dem Tanken klappt. Das mit dem Abendessen nicht. Also weiter.

An der M25, der Ringautobahn von London, wird die M20 zu A20. Jetzt sind es noch etwa 30 km. Wir wechseln auf die A2 und das Londoner Vekehrschaos beginnt. Der Verkehr nimmt zu. Die Abfahrten sind im Vergleich zu Deutschland schlecht ausgeschildert.

Online versuchen wir rauszukriegen, welche Gebühren (Congestion, Environmental Zone, Tunnel, …) wir bezahlen müssen und wie. Wir sind jetzt irgendwo in Greenwich. Vor uns der Silvertown Tunnel. Plötzlich kommt ein Wagen von rechts angeschossen, rammt mich und fährt weiter. Im Tunnel habe ich ihn eingeholt. Aber er denkt nicht daran, anzuhalten. Gut, dass ich eine Dashcam laufen habe. Das habe ich auf Video und ich habe sein Kennzeichen. Toni googelt schon nach der nächsten Polizeistation.

Leider sind die Infos aus dem Netz nicht hilfreich und der Vekehr in London ist zu viel für mich. Ich laufe Gefahr auf der Suche nach der Polizeistation in einen weiteren Unfall verwickelt zu werden. Wir klären das morgen. Ich will nur noch ins Hotel.

Einen Parkplatz zu finden nicht. Wir probieren wirklich jeden Trick im Buch und ich kenne jetzt vermutlich jede Nebenstraße in Canning Town. Ich halte auf dem Gehweg, gehe zur Hotelrezeption und frage. Die haben nichts, aber gegen das Holiday Inn hat Parkplätze. Nicht viele, aber einer reicht mir. Ich werde den Wagen für 48 Stunden nicht bewegen. So viel ist klar.

Der Tag endet mit Abendessen von McDonalds. Es ist fast Mitternacht und ich habe genug. Ich will nur noch ins Bett. Bin gespannt wie das morgen wird. Die haben Streiks für die UBahn angekündigt; nicht die Linien die wir brauchen, aber es wird trotzdem Chaos geben.

Furry Black Light 13 – Gold Rush – 3

02.11.2025 — Und da ist auch schon der letzte Tag. Die Closing Ceremony ist erstaunlich früh. 11 Uhr. Ich vermisse wieder einen Con-Klassiker: die Charity-Auction. War da überhaupt ein Charity-Event? Auch am letzten Tag wirkt die Con unvollständig. Sehr merkwürdig.

Ich bleibe bis morgen; ich muss noch nicht auschecken. Ich kann ganz entspannt packen, Souvenirs einkaufen und mich auf die Dead Dog Party freuen, die diese Mal Survival Party heißt.

Dead Dog Parties sind ein fester Bestandteil einer Con. Für gewöhlich ist alles abgebaut. Man sitzt auf gepackten Koffern und Kisten mir Ausrüstung. Die Con ist vorbei und trotzdem feiert man ein letzten Mal, für gewöhlich in leeren Con-Space. Dieses Mal findet die Party oben in der Skybar statt. Geile Idee.

Ich überlege kurz, ob ich zur Sacré-Cœur laufe. Es sind etwa 4 km. Aber meine Motivation hält sich in Grenzen. Nächstes Mal. Jetzt kaufe ich erst einmal belgisches Bier als Souvenir. Ich verlade alles im Auto. Nur Gyoji bleibt noch im Zimmer. Er wird auf der Party benötigt.

Vor der Party ist da noch Dinner bei Emir Pizza, etwa 300m vom Hotel entfernt. Ich wollte zurück in die Brasserie, aber die hat heute geschlossen. Hab vergessen, dass heute Sonntag ist.

Vor dem Aufzug ist eine lange Schlange. Hoffentlich komme ich noch rein. Der Platz ist auf etwa 110 Gäste limitiert. Oben angekommen werde ich vom Barkeeper begrüßt. Es lohnt sich immer wieder ein Gespräch mit dem Barpersonal zu führen, und sei es auch nur über den Drink, den er empfehlen würde. Für Dead Dog gibt es eine spezielle Getränkekarte, aber … ich bekomme meinen Davao1.

Die Stimmung ist super. Die Musik ist super. Der Abend kann beginnen. Blue Raptor und sein Kumpel sind auch hier. Er hat sein selbst-kreiertes Spiel dabei. Wir fangen an und ziehen ein paar Blicke auf uns, da keiner das Spiel kennt.

Gegen Mitternacht muss ich dann langsam den Rückzug antreten. Morgen muss ich früh los; zwei Gründe: Ich will vor der Rush Hour raus aus Paris sein und ich muss zur Arbeit. Ich habe nur einen halben Tag frei genommen.

03.11.2025 — Der Wecker klingelt um 6 Uhr. Ja, es ist Montag. Ich muss zur Arbeit. Problem ist nur, dass ich noch in Paris bin. Bis auf eine Kiste und eine Tasche ist alles im Auto. Ein schnelles Frühstück muss sein. Um 7:15 checke ich aus.

Keine Ahnung wie ich das gemacht habe, aber ich bin auf der A86. Und auch schon wieder runter. Fahrfehler. Das war eine Abfahrt zu früh. Verdammt. Das kostet mich etwa 10 Minuten. Der Verkehr wird dichter. Rush Hour fängt an. Ich muss raus aus Paris.

Dann der nächste Dämpfer. Unfall auf der Strecke. Jetzt muss ich Haken schlagen. Erst einmal raus aus dem Chaos. A3 nach Norden anstatt runter zur A4. Vor den Flughäfen rüber auf die A104. Hauptsache raus aus Paris. Die A4 wird zur N2. Geschafft. Jetzt geht es über die Dörfer zur A4: Saint-Soupplets, Marcilly, Étrépilly, Trocy-en-Muiltien, Lizy-sur-Ourcq, Cocherel. Ich habe keine Ahnung, wie man diese Orte Auspricht. Ich versuche erst gar nicht.

Nach einer gefühlten Ewigkeit fahre ich auf die A4. Mautstation und los. Jetzt übernimmt der Tempomat. Bei Reims geht es rüber zur A34. Die Mautstrecke endet. Nächster Stopp Belgien, ich muss tanken. Schaffe ich es über die Grenze. Ja.

Die erste Tankstelle in Bouillon ist ohne Personal. Ich habe keine Ahnung, wie ich die Zapfsäule aktiviere. Die nächste Tankstelle bringt Klarheit. Man muss, wie in den USA, erst die Kreditkarte swipen, muss dann die Zapfsäule wählen, und dann kann man tanken. Wieder was gelernt.

Die weitere Fahrt ist entspannt. Und dann kommt die deutsche Grenze. Hätte ich erwähnt, dass ich bis hier keine einzige Baustelle hatte. Gleich der Grenzübergang ist Baustelle eins. Zwei weitere folgen auf deutscher Seite binnen weniger Kilometer. Arghhh.

Trotzdem. Alles in allem komme ich gut durch und bin kurz nach dem Mittag auf der Arbeit. Richtig fit bin ich nicht. Aber ich bin anwesend.

Und das war es im Prinzi: FBL 13 – Gold Rush. Es ist nichts Großes passiert. Aber es war ein schönes, gemütliches Wochenende. Einziger Haken. Meine To-Do-Liste für Paris ist nicht kleiner geworden. Aber wie ich auch festgestellt habe, ist Paris dichter an Vallendar als Lübeck.

Furry Black Light 13 – Gold Rush – 2

31.10.2025 — Heute ist im Prinzip Halloween. Mal sehen was passiert. Es wundert mich, dass das kein Thema bei der Con ist. Liegt es daran, dass wir schon „in Kostüm“ sind? Es würde doch — über zwei, drei Ecken — zum Thema Gold Rush passen.

Der Tag beginnt wieder mit Frühstück. Danach wartet ein mechanischer Bulle auf mutige Cowboys … ich bin mir nicht sicher wie man das im Furry-Context nennt. Cow-huskies? Cow-foxes? Hmm. Nicht drüber nachdenken. Das könnte kompliziert werden.

Um 12:30 ist das Gruppenfoto angesetzt. Es wird Zeit, meinen guten Kimono rauszuholen. Gleich im Anschluss folgt das Inflatable Panel, gelegentlich auf Pool-Toys genannt. Ich weiß nicht was ist ist, aber diese aufblasbaren Dinger harmonisieren sehr erfolgreich mit Furries.

Der Rest vom Tag ist etwas träge. Interesannte Panels sind in Französisch oder fallen aus. Ja, das klingt jetzt negativ. Ist es auch. Aber das heißt nicht, dass ich keinen Spaß habe. Es bestätigt jedoch den Eindruck von gestern, dass irgendetwas fehlt oder anders ist als zuvor.

Zum Glück gibt paar bekannte Gesichter: Murpy ist da. Er gehört zum Orga-Team. Blue Raptor ist auch dabei. Er war der erste oder zweite(?) Furry, den ich 2021 getroffen habe. Er hat auch ein selbst-kreiertes Spiel dabei, das wir heute Abend testen.

Abendessen heute ist eine Pizza in der Brasserie. Es ist günstig und ich habe keine Lust, weit zu laufen.

Dann fällt mir ein, dass es eine Bar im obersten Stockwerk des Hotels gibt. Auf gehts. Ich muss mich bei der Rezeption melden, da nur einer von acht Aufzügen dieses Stockwerk anfährt. Die Aussicht ist genial. Der Eiffelturm2 ist so sehen. Erstaundlich, wie er den Rest von Paris überragt. Etwas links davon sieht man, ähnlich imposant, Sacré-Cœur.

Die Cocktails sind speziell. Ich finde zwar keinen Klassiker, aber diese Kreationen hier haben was. Punktlick zur vollen Stunde kommt mein Drink. Jetzt beginnt der Eiffelturm zu funkeln. Es sollen über 20.000 LED-Lampen sein. Oben strahlt zudem ein Leuchtfeuer, wie ein Leuchtturm. — Der Abend endet dann final auf der Tanzfläche.

01.11.2025 — Heute ist auch schon der letzte volle Tag der Convention. Morgen kommen eigentlich nur noch die Abschlusszeremonie und die Dead Dog Party.

Der Tag beginnt mit Dodgeball und Greedy Gold Grabbers (Hungry, Hungry Hippos). Ich nehme nicht Teil. Ich habe mich vergessen anzumelden, und ich bin nicht vernetzt genug, um als Teil eines Teams teilzunehmen.

Dafür schaffe ich es endlich auf die Dealers Den. Wieder gibt es viele Sticker und Pins, Comissions für Badges und Furry Art. Nichts was mich aktuell reizt. Ich habe eigentlich alles, was ich benötige. Einen Zufallsfund gibt es nicht. Das ist gut. Es spart eine Menge Geld.

Ich habe auch Zeit für ein Photoshoot. So richtig gute Ideen für Posen habe ich nicht. Ich improvisiere. (Fotos sind im nächsten Blogeintrag). Ich schaue bei Twister vorbei und beim Dance Battle. Letzteres ist definitiv nichts für mich. In diesem Battle wird Musik vorgegeben. Und damit sind wir beim Problem. EDM, Pop und Hiphop sind so gar nicht meins.

Jetzt ist auch die letzte Chance für Tageslicht- bzw. Dämmerungsaufnahmen von der Bar; morgen ist die Bar geschlossen und öffnet erst für die Dead Dog Party. Mit Kamera geht es noch oben. Das Wetter ist aber bei weitem nicht so fotogen wie gestern. Egal.

Im Anschluss geht es fürs Abendessen zum Saveurs du Tibet, ein kleiner unauffälliger Laden; ein kleiner Tresen und ein paar Tische. Die Tibetische Küche ist mal was anderes. Ich vermute, man hat die Rezepte ein wenig europäisiert.

Und wieder geht es zum Ende des Tages auf die Tanzfläche. Heute ist die Gangart härter und nach meinem Geschmack. Und es gibt eine Alterskontrolle, denn es ist Black Dance. Der Dresscode ist sehr stark gelockert. Fetisch ist erlaubt. Um 3 Uhr falle ich dann endlich ins Bett. Auch wenn nicht viel los war, fühlt es sich wie ein runder, gelungener Tag an.