Japan 10 – Rediscovering Japan

Meine letzte Reise ist nunmehr 6 Jahre her. 2019 war ich für die Thronbesteigung des neuen Kaisers für drei Wochen in Japan. Das war als Ausnahme zu meinem 2-Jahres-Rythmus geplant.

Die Todesgrippe hatte dann andere Pläne. 2020 musste ausfallen. Ich hatte Hoffnung auf 2021; wären dann wieder 2 Jahre Abstand gewesen. Nein. Erst Ende 2022 wurden die Grenzen für Touristen wieder sinnvoll geöffnet. Da waren aber meine Koffer schon für die USA geplant. Die nächste Chance 2024 wurde durch bescheuerte Termine auf der Arbeit (die übrigens alle das Projekt nicht voran gebracht haben) verhindert.

Mittlerweile ist 2025. Meine letzte Reise ist 6 Jahre her. Das war anders geplant. Was hat sich geändert? Wie schlimm ist es? Wie ist Japan 20 Jahre nach der ersten Reise? Und dieses Mal kommt mein Bruder mit. Es ist seine erste Reise und meine Zehnte. Es wird seine Aufgabe werden, mir den ersten Eindruck von Japan in 2025 zu vermitteln, damit ich ihn mit meinem ersten Eindruck von 2004 vergleichen kann. Mein Bruder wird für mich also die Aufgabe des „Rediscovering Japan“ übernehmen müssen. Damit ergibt es umsomehr Sinn, dass ich meine erste Reise wiederhole. Hier ist die Reiseroute:

Das wird ein kompaktes Programm; keine Pause; einfach mal den Reiseführere durcharbeiten.


Und ja, Japan soll sich verändert haben. Das Zauberwort heißt „Overtourism“. Es sind zu viele Idioten in Japan im Urlaub; eine Armee von asozialen Youtuber und TikToker. Arrogant. Selbstbezogen. Rücksichtlos. Dazu Amerikaner und Chinesen, die sich auch ohne FPV-Kamerasicht daneben benehmen.

Die Stimmung in der Bevölkerung kippt. Wie in Dutschland gewinnen rechte Hardliner in der Regierung die Oberhand und die wollen Ausländer raus aus Japan haben, auch Touristen. Kneipen haben Schilder wie „Kein Zutritt für Ausländer“ an der Tür hängen.

Was hat sich geändert? Wie schlimm ist es? Wie ist Japan 20 Jahre nach der ersten Reise? Werde ich noch willkommen geheißen?

Ich kann nur hoffen, das ich nicht mit den anderen Ausländern in einen Topf geworfen werde. Mein Alter und das fehlende Smartphone vor dem Gesicht könnten da helfen.