Heute ist der letzte Tag in Tokyo. Wir verlegen heute Abend nach Yokohama. Motiviert war dieser Schritt durch den Umstand, dass es nicht möglich war, ein gutes Hotel für 7 Nächte zu finden. 1
Nachdem das Zimmer geräumt und die Koffer zwischengeparkt sind, geht es zur Ryogoku. Hier steht das Sumo-Stadion. Irgendwie habe ich die Hoffnung, dass doch noch Tickets gibt. Diese Hoffnung läuft ins Leere. Sumo ist ausverkauft.
Das Edo-Museum ist wegen Umbauarbeiten ebenfalls geschlossen. Und mein Ziel, die Sake-Station im Edo Noren am Ryogoku-Bahnhof hat Corona nicht überlebt. Hier konnte man an automation dutzende Sake probieren und so das gesamte Geschmacksspektrum von Sake erkunden.
Und so bleibt nur der Besuch des Kyu-Yasuda-Garten. Er ist klein, aber definitiv einen Besuch wert, zumal er kostenlos ist und die Tokyo-Memorial-Hall auf der anderen Seite der Kreuzung hinter dem Garten liegt. Dieser ist jetzt weniger ein Kracher. Im Garten befindet sich das „Japanese Sword Museum“. Es ist nicht groß, hat aber ein paar sehr schöne Exponate. Teilweise sind die Katana thematisch gruppiert. Es gibt eine Serie, die die verschiedenen Hamon vergleicht oder unterschiedliche Kissaki.
Von Ryokugo kommt man mit der Chuo-Sobu-Line bequem nach Shinjuku. Aber bevor wir in den Zug steigen finden wir noch eine Unterführung zu einem Stillgelegten Bahnsteig. Hier ist eine kleine Fotosammlung von der Station in vergangener Zeit. Hier steht auch ein Klavier, auf dem man spielen kann.
In Shinjuku angekommen gehen wir zum Tokyo Metropolitan Goverment Building2. Hier gibt es eine kostenfreie Aussichtsplattform im 48. Stock. Der Blick auf das Häusermeer von Tokyo ist schon was. Leider erlaubt das Wetter keine Fernsicht. Der Fuji ist nicht zu sehen.
Wir haben noch Zeit für einen Abstecher zu Roppongi Hill. Vom Mori Tower, meine zweite Idee für ein Blick von oben. Die Anfahrt gestaltet sich als Chaos. Ich entscheide mich für die falsche Odeo-Line. Erst fahren wir in die falsche Richtung, dann finden wir am Umsteigepunkt nur Züge in Richtung Iidabashi. Na gut, dann Plan B. Von Iidabashi wird uns die Namboku-Line nach Roppongi-1chome bringen.
Unterwegs ist Tokyo einfach Toyko: (1) Auf dem Weg zum Bahnsteig in Shinjuku finden wir einen informationsschalter, der mit einem Roboter besetzt ist. (2) Der Bahnsteig in in Iidashi hat keine Treppen nach oben, sondern eine lange Rampe. Die Beleuchtung auf beiden Seiten gibt die Illision von Tageslicht. Man glaubt sich nicht in einer U-Bahn-Station. (3) Am Ende kommt dann doch noch eine Rolltreppe und an der Decke … soll das Kunst sein? Die Station in Tokyo sind immer für eine Überraschung gut. Ich muss da mal eine Blogseite erstellen.
In Iidabashi scheitern wir an dem Versuch ein sinnvolles Mittagessen zu finden. Vielleicht in Roppongi. Von der Bahnstation 1chome sind es ein paar hundert Meter. Noch bevor wir etwas finden, stürme ich den 7eleven.
Und dieser Tag hat einfach nur Hindernisse parat. Der Eintritt für den Mori Tower hat drastisch angezogen. 2400 yen. Irgendwie habe ich keine Lust mehr. Und wir haben Tokyo schon von oben gesehen.
Es ist an der Zeit, nach Yokohama zu verlegen. Wir fahren mit der Hibiya-Line zurück nach Iriya. Mir war nie bewusst wie praktisch diese Banhline ist. Mit den Koffern geht es zurück zu Hibiya. Hmmm. Mit unserem Timing landen wir in der Rush Hour. Aber für eine Station muss es gehen. In Ueno angekommen schnappen wir uns den erstbesten Zug der Keihin-Tohoku-Linie. Sie wird uns direkt nach Yokohama bringen. Hier steigen wir um in die Negishi-Line nach Kannai.
Nach kurzen Fußmarsch sind wir am Prostyle Ryokan, unsere Unterkunft für zwei Nächte. Es sind wieder Tatamiräume, aber etwas westlicher. Die Tatami fürs Bett sind etwas abgebockt und wirken eher wie ein Bett. Nachdem ich bereits Feedback bekommen habe, dass mein Bruder kein Fan von Futon und Tatami ist, bin ich über meine Wahl froh. Es ist quasi ein Kompromiss.
Nachdem die Koffer im Zimmer deponiert sind, machen wir uns auf die Jagd nach einem Abendessen. Rückblickend hätten wir nach Norden, entlang der 5-chome gehen sollen. Ich entscheide mich aber für Westen entlang der Tokiwaocho-dori. Die Auswahl ist hier begrenzt aber wir finden ein Izakaya, Shokuraku Sakaba Kannai Branch. Yakitori, Highball und anderen leckere Dinge. Ich bin glücklich, und froh dass dieser Tag mit Hindernissen endlich vorbei ist. Morgen geht es nach Kamakura.



























































