Und schon ist de letzte Tag in Kyoto. Das ging gefühlt sehr schnell. Und wir haben nur einen Bruchteil von dem geschafft, was der Reiseführer listet. Wir werden nicht einmal mein persönlichens Minimum-Pflichtprogramm schaffen. Zugegeben, dass ist für nur 3 Tage auch sehr, sehr ambitioniert und hätte nur ohne Kabuki funktioniert. Und das Kabuki war eindeutig besser.
Mit der roten U-Bahn (Tozai Line) geht es eine Station nach Nijomaeeki (Bahnhof in Front von Nijo). Das Higashi-Ote-Mon ist nur ein paar Meter entfernt. Bevor uns den Palast Nijo-jo gönnen, gehen wir in das weitläufige Parkareal auf der Rückseite, den Honmaru-Garten.
Da die Brücke, die zurück zum Palast führt, gesperrt ist, gehen wir weiter um den Honmaru-Garten herum; vorbei an den „Seven Rocks of Kamu“ und dem Garten Seiryu-en, bis wir wieder am Higashi-Ote-Mon stehen.
Jetzt ist es Zeit für das Palastgebäude und seinen Nachtigallengang, den vergoldeten Shoji und prachtvoll dekorierten Tatamiräumen. Es ist mein dritter (oder ist es der vierte?) Besuch.
Highlight des Tages soll der Kinkaku werden. Bis dahin sind es 4,5 km Fußmarsch (inkl. 60 Höhenmeter). Es gibt keine sinnvolle U-Bahn-Verbindung und ich habe keine Ahnung welche Busse man nehmen könnte oder wo man umsteigen muss. Zum Glück liegt der Kitano Temangu auf 2/3 der Strecke. Das macht es erträglicher.
Zuerste gehen wir zur Senbon-dori, eine Geschäftsstraße ohne Fokus auf Touristen. Nach einem STopp bei McDonalds und einem 7eleven geht es weiter auf der Nakadachiuri-dori, eine weitere Geschäftsstraße, dieses Mal mit überdachtem Gehweg.
Für die letzten Meter zum Kitano Temangu nehmen wir die Kamichichiken-dori, eine Wohnstraße mit häusern in klassischen, japanischen Stil. Es sind keine historischen Häuser, aber trotzdem ein Foto wert. Und dann stehen wir am Eingang vom Kitano Tenmangu. Wie der Yushima Tenmangu ist er dem Kami Tenjin gewidmet.
Bereits am Eingang sind hunderte Chochin (japansichen Lampions) zu sehen. Auf dem Schreingelände geht es weiter. Ich vermute bis zum Hauptgebäude sind es bereits über 1000. Bei meinem nächsten Besuch in Kyoto muss ich diesen Schrein in die spätere Dämmerung planen. Hinter dem Kitano Tenmangu wartet dann noch der Hirano-Schrein.
Jetzt wird es aber Zeit für den Kinkaku, den golden Pavillion. Der Tempel heißt eigentlich Rokuon-ji, aber ich glaube keiner der Touristen hier weiß das. Und es sind viele Touristen. Da müssen wir jetzt durch.
Vor dem Eingangstor steht die Tempelglocke. Gegen den Einwurf kleiner Münzen, darf man sie läuten. Mein Bruder nutzt die Chance; ich hatte ja meine zu Neujahr 2013 im Kanei-ji.
Danach geht es mit dem Ticket in der Hand durch das Haupttor. Gleich dahinter der berühmte Blick auf den Pavillion. Foto. Erledigt. Im Anschluss laufen wir um den Kyokochi-Teich (den man in allen Fotos sieht). Der Tempel hat außer dem Pavillion noch ein paar andere Dinge zu besichtigen.
Von hier zum Ryoan-ji sind es 1,5 km. Es ist der Tag der langen Wege. Der Tempel beherbergt den berühmten Zen-Steingarten. Er wirkt nicht speziell, aber für mich ist er Pflichtprogramm.
Vom Tempel sind es nur ein par hundert Meter zur Straßenbahn (Randen). Die kann uns mit Umsteigen bis kurz vors Hotel bringen. Wir fahren aber nur bis Tokiwa. Von hier gehen wir zum Eingang der Toei Kyoto Fimstudios. Keine Ahnung was uns erwartet. Hier war ich noch nie.
Viel zu sehen gibt es nicht. Ein Großteil ist für Kinder. Der Außenbereich (Backlot) ist primär für Samuraifilme ausgelegt. Allerdings: In einer Ecke ist die „Evangelion Kyoto Base“. Hier steht eine EVA-Einheit. Ich buche das unter „Been there. Done that“. Wir bleiben bis kurz vor Schluss. Der Tag ist rum.
Wir gehen der Station der anderen Renden-Strecke und fahren zwei Stationen bis Tenjingawa, um in die UBahn zu wechseln. Ich habe Hunger und erblicke das Arrows, ein Art Café. Sie haben Karee auf der Karte. Yes.
Die U-Bahn bringt uns zurück nach Karasuma Oike, vorbei an Nijo-jo. Der Kreis schließt sich. Fürs Hotel ist es noch zu früh. Die Wäsche haben wir gestern erledigt. Warum nicht ein letzter Streifzug durch die Kneipenstraßen. Wir finden ein Ort mit Craftbeer, das Sakabo Craft Man.
Wir laufen noch ein wenig durch die Gegend. Vielleicht finden wir einen weiteren Ort. Leider nicht. Mein Bruder will zurück ins Hotel. Ich habe noch nicht aufgegeben. Heute is Sonntag. Das Seven & Seven hat Ruhetag. Naja. Ich habe es versucht.
Ich finde eine Alternative, aber eigentlich nur, damit der Weg nicht umsonst war. Das war Kyoto. Morgen geht es über Himeji weiter nach Miyajima.







































































