02.11.2025 — Und da ist auch schon der letzte Tag. Die Closing Ceremony ist erstaunlich früh. 11 Uhr. Ich vermisse wieder einen Con-Klassiker: die Charity-Auction. War da überhaupt ein Charity-Event? Auch am letzten Tag wirkt die Con unvollständig. Sehr merkwürdig.
Ich bleibe bis morgen; ich muss noch nicht auschecken. Ich kann ganz entspannt packen, Souvenirs einkaufen und mich auf die Dead Dog Party freuen, die diese Mal Survival Party heißt.
Dead Dog Parties sind ein fester Bestandteil einer Con. Für gewöhlich ist alles abgebaut. Man sitzt auf gepackten Koffern und Kisten mir Ausrüstung. Die Con ist vorbei und trotzdem feiert man ein letzten Mal, für gewöhlich in leeren Con-Space. Dieses Mal findet die Party oben in der Skybar statt. Geile Idee.
Ich überlege kurz, ob ich zur Sacré-Cœur laufe. Es sind etwa 4 km. Aber meine Motivation hält sich in Grenzen. Nächstes Mal. Jetzt kaufe ich erst einmal belgisches Bier als Souvenir. Ich verlade alles im Auto. Nur Gyoji bleibt noch im Zimmer. Er wird auf der Party benötigt.
Vor der Party ist da noch Dinner bei Emir Pizza, etwa 300m vom Hotel entfernt. Ich wollte zurück in die Brasserie, aber die hat heute geschlossen. Hab vergessen, dass heute Sonntag ist.
Vor dem Aufzug ist eine lange Schlange. Hoffentlich komme ich noch rein. Der Platz ist auf etwa 110 Gäste limitiert. Oben angekommen werde ich vom Barkeeper begrüßt. Es lohnt sich immer wieder ein Gespräch mit dem Barpersonal zu führen, und sei es auch nur über den Drink, den er empfehlen würde. Für Dead Dog gibt es eine spezielle Getränkekarte, aber … ich bekomme meinen Davao1.
Die Stimmung ist super. Die Musik ist super. Der Abend kann beginnen. Blue Raptor und sein Kumpel sind auch hier. Er hat sein selbst-kreiertes Spiel dabei. Wir fangen an und ziehen ein paar Blicke auf uns, da keiner das Spiel kennt.
Gegen Mitternacht muss ich dann langsam den Rückzug antreten. Morgen muss ich früh los; zwei Gründe: Ich will vor der Rush Hour raus aus Paris sein und ich muss zur Arbeit. Ich habe nur einen halben Tag frei genommen.
03.11.2025 — Der Wecker klingelt um 6 Uhr. Ja, es ist Montag. Ich muss zur Arbeit. Problem ist nur, dass ich noch in Paris bin. Bis auf eine Kiste und eine Tasche ist alles im Auto. Ein schnelles Frühstück muss sein. Um 7:15 checke ich aus.
Keine Ahnung wie ich das gemacht habe, aber ich bin auf der A86. Und auch schon wieder runter. Fahrfehler. Das war eine Abfahrt zu früh. Verdammt. Das kostet mich etwa 10 Minuten. Der Verkehr wird dichter. Rush Hour fängt an. Ich muss raus aus Paris.
Dann der nächste Dämpfer. Unfall auf der Strecke. Jetzt muss ich Haken schlagen. Erst einmal raus aus dem Chaos. A3 nach Norden anstatt runter zur A4. Vor den Flughäfen rüber auf die A104. Hauptsache raus aus Paris. Die A4 wird zur N2. Geschafft. Jetzt geht es über die Dörfer zur A4: Saint-Soupplets, Marcilly, Étrépilly, Trocy-en-Muiltien, Lizy-sur-Ourcq, Cocherel. Ich habe keine Ahnung, wie man diese Orte Auspricht. Ich versuche erst gar nicht.
Nach einer gefühlten Ewigkeit fahre ich auf die A4. Mautstation und los. Jetzt übernimmt der Tempomat. Bei Reims geht es rüber zur A34. Die Mautstrecke endet. Nächster Stopp Belgien, ich muss tanken. Schaffe ich es über die Grenze. Ja.
Die erste Tankstelle in Bouillon ist ohne Personal. Ich habe keine Ahnung, wie ich die Zapfsäule aktiviere. Die nächste Tankstelle bringt Klarheit. Man muss, wie in den USA, erst die Kreditkarte swipen, muss dann die Zapfsäule wählen, und dann kann man tanken. Wieder was gelernt.
Die weitere Fahrt ist entspannt. Und dann kommt die deutsche Grenze. Hätte ich erwähnt, dass ich bis hier keine einzige Baustelle hatte. Gleich der Grenzübergang ist Baustelle eins. Zwei weitere folgen auf deutscher Seite binnen weniger Kilometer. Arghhh.
Trotzdem. Alles in allem komme ich gut durch und bin kurz nach dem Mittag auf der Arbeit. Richtig fit bin ich nicht. Aber ich bin anwesend.
Und das war es im Prinzi: FBL 13 – Gold Rush. Es ist nichts Großes passiert. Aber es war ein schönes, gemütliches Wochenende. Einziger Haken. Meine To-Do-Liste für Paris ist nicht kleiner geworden. Aber wie ich auch festgestellt habe, ist Paris dichter an Vallendar als Lübeck.














