Diese Reise war kurz, die Anzahl der Hotel entsprechend gering. Wie bei den letzten Reise sind das erste und letzte Hotel wieder speziell für die Flug gebucht worden.


0 – Hilton Garden Inn
THE SQUAIRE, Am Flughafen, 60549 Frankfurt/M, Germany
sales.frankfurtairport@hilton.com; phone: +49.69.4500.2500; fax: +49.69.4500.2501

Hotel und Zimmer: Das Hilton Garden Inn und das Hilton sind zwei getrennte Hotel, die sich das Gebäude, The Square, teilen.  Das Garden Inn scheint dabei für den Durschschnittsreisenden zu sein. Ich kann definitiv nichts Schlechtes sagen, finde aber auch nichts Erwähnenswertes.Ich habe genau das bekommen, was ich beim Namen Hilton erwarte: Ein angemessen großes Zimmer und ein Badezimmer mit Badewanne. Das Garden Inn hat ein kleines Restaurant, aber keine Bar. Allerdings ist das „normale“ Hilton gleich nebenan.

Umgebung und Anreise: Das Hotel liegt direkt am Flughafen oberhalb des Fernbahnhofes. Eine Fahrt in die Stadt ist aber zeitaufwendig.

Fazit: Gutes Hotel direkt am Flughafen, aber keine gute Wahl für Ausflüge in die Frankfurter Innenstadt.


1 – Hotel Edoya / ホテル江戸屋
3-20-3 Yushima, Bunkyo-ku, Tokyo, 〒113-0034 Japan
reserve@hoteledoya.com; phone: +81.3.3833.8751; fax: +81.3.3833.8759

Hotel: Zum Hotel muss ich nicht mehr viel sagen. Es ist mein (0,0,0,0) in Japan und nach 14 Jahren bin ich mit Yushima relativ gut vertraut. Das Hotel ist nicht mehr das Jüngste. Der Teppich im Flur hätte schon vor meinem ersten Besuch 2004 getauscht werden sollen, aber dennoch … Es ist mein zweite zu Hause nd der Service und Hilfe, die ich seit 2004 dort erfahre, tragen viel dazu bei.

Das Rotenburo auf dem Dach hatte dieses Mal die Funktion, dass ich dort das Ende von Heisei und den Beginn von Reiwa verbracht habe.

Zimmer: Ich hatte wie immer ein Superior Single Room. Es ist quasi die Junior Suite. Es gibt einen „Wohnbereich“ und ein „Schlafzimmer“; beide mit Tatami ausgelegt. Bad und Toilette sind wie eigentlich immer in Japan, wenn es kein Cubicle ist, getrennt. Und auch in der Dusche sieht man den Zahn der Zeit an den Armaturen nagen.

Umgebung: Das Hotel liegt wie erwähnt in Yushima, dass nicht unbedingt den besten Ruf zu haben scheint. Ich ernete gelegentlich hochgezogenen Augenbrauen, wenn ich den Hotelstandort erwähne. Auf halben Weg zwischen Hotel und Ueno Eki liegt ein Nightlife District. Er kann mit Ebisu Yokocho, Norengai und Co nicht mithalten, aber ein Izakaya für einen Drink zum Tagesabschluss findet man allemal.

Ueno Park und Akihabara sind fußläufig erreichbar, eben Ochanomizu und Ameyokocho. Fast der ganze Rest aus dem Tokyo-Reiseführer ist relativ komfortabel und ohne Umsteigen per Bahn (Yamanote und Chuo Line) sowie U-Bahn (Ginza Line, Chiyoda Line und ja auch Marunouchi Line) erreichbar. Hinzu kommt, dass die Shinkansen von JR East, die beiden Bahnlinien zum Narita Airport (JR und Keisei) und weitere wichtige Zuglinen wie die Keihintohoku Line am Ueno Eki halten.

Anreise: Bei einer Anreise von Narita und den JR East Shinkansen erreicht man Tokyo am Bahnhof Ueno. Man kann theoretisch laufen, aber ich empfehle ein Taxi. Es lohnt nicht, die Ginza Line von Ueno nach Suehirocho zu nehmen.

Reist man über Tokyo Eki an (z.B. von Haneda aus oder mit den Shinkansen von JR West) nimmt man die Yamanote (grün) oder Tohoku Line (blau) bis Okachimachi, oder alternativ die Chuo (orange) nach Ochanomizu. Die Strecke ist etwa die gleiche wie von Ueno aus, minimal kürzer. Allerdings gibt es so gut wie kein Taxi, das hier auf Kunden wartet.

Reisende per U-Bahn  sollten sich folgende Stationen merken: Yushima (C-13), Suehirocho (G-14) und Ochanomizu (M-20).

Fazit: Nicht das Beste Hotel und sicherlich nicht das neueste Hotel, aber es ist mein Zu Hause.


2 – MICASA
740 Yubara, Minakami-machi, Tone-gun, Gunma, 〒379-1617, Japan
phone: +81.278.72.3288; fax: +81.278.72.3178

Hotel: Das MICASA ist ein kleines aber optisch perfektes Onsen Ryokan. Das Gebäude ist traditionell aus Holz gebaut, aber neu. Es hat all die klassischen Elemente, die man erwartet, zeigt aber hier und da frische neue Ideen; und seien es auch nur Wandelemente in den Farben rot oder blau. Der Besitzer kommt aus Kolumbien und er hat hier ein kleines Juwel geschaffen.

Das Abendessen ist typisch für ein Ryokan und  besteht aus vielen einzelnen Schalen und Schüsseln. Ein Zutat ist Konnyaku. Ich mag das Zeug eigentlich nicht. Aber die hier auf Eis servierte Version in Kombination mit der Soße war lecker. Das Frühstück ist gleichsam lecker und sollte nicht verpasst werden.

Das Onsen ist relativ klein und vergleichsweise unspektakulär. Die Fotos übertreiben etwas. Dennoch. Onsen ist Onsen, solange es entspannt und den Urlaubstag komplettiert.

Zimmer: Es gibt nur ein dutzend Zimmer, klassisch mit Tatami und Futon. Man muss dabei aber beachten, dass die wirklich ein klassischer Holzbau und entsprechend hellhörig ist. Für mich alleine war das Zimmer vergleichsweise riesig. Ausreichend Platz für das Futon, einen kleine Balkon, dazu ein kleines Badezimmer mit Dusche und die Toilette.

Umgebung: Die Umgebung ist Minakami. Leider leidet der Ort an Verfall; wie alle kleineren Onsenorte. Hier in Minakami wird dies besonders deutlich. Man hat das Gefühl das 60% aller Gebäude leer stehen und kaum mehr sind als Ruinen sind. Alle anderen Onsen wie Takaragawa und Hoshi sind nur mit dem Bus erreichbar. Im Ort selber ist nicht viel los.  Das Highlight in Minkami ist im Moment der Straßenabschnitt vor dem Bahnhof.

Aber es gibt Hoffnung. Das MICASA ist frischer Wind bei den Unterkünften. Gleich um die Ecke gibt es die Octone Brauerei. Eine Microbrew, dessen Bier auch im MICASA serviert wird. Und etwas weiter in Richtung Stadtmitte ist die Kneipe namens Ruins. Sie wird von Dexter betrieben, einem Kanadier.

Als Attraktionen in Minakami werden White Water Rafting, Canyoning und Co vermarktet. Es ist gut möglich, dass hier eine neue Art von Onsenurlaub keimt: am Tag Action und Andrenalin und abends dann Onsen und erfrischendes Bier.

Anreise: Es gibt zwei Option. Die erste wäre ein Local nach Minakami. Shinkansenreisende müsse dafür in Jomo-kogen umsteigen.  Leider liegen die Bahnhöfe alles andere als nahe beieinander. In Minakami angekommen sollte man ein Taxi nehmen. Der Bahnhof ist am Nordende von Minakami. Das MICASA liegt aber am Südende der Stadt.

Ich empfehle daher den Bus von Jomo-Kogen direkt vor dem Shinkansenbahnhof (JT/JY 01) nach Minakami Station (JT/JY 21), steigt aber schon am Haltepunkt Minakami Onsen (JT/JY 17) aus. Von hier sind es etwa 250m: über die Brücke, dann rechts. Die Straße macht eine Linkskurve, gleich danach wieder rechts. Es kommt wieder eine Linkskurve, nach der man dieses Mal links abbiegt. 10m später zweigt eine kleine Straße  rechts ab. Nach wenigen Metern ist das MICASA auf der linken Seite.

Fazit: Das MICASA ist ein Lichtblick für den relativ runtergerockten Onsenort Minakami. Es hat alles, was man von einem Onsen Ryokan erwartet. Ich kann es mit Sicherheit weiterempfehlen und werde in ein paar Jahren dort vorbeischauen, um zu sehen, wie sich die Sache entwickelt hat.


3 – Yokohama Royal Park Hotel
2-2-1-3 Minatomirai, Nishi-ku, Yokohama, 〒220-8173, Japan
phone: +81.45.221.1111

Hotel: Das Yokohama Royal Park Hotel (YRPH) ist ein Hotel der Oberklasse. Es hat alle Annehmlichkeiten, die man sich wünscht, inklusive Türaufhalter und Kofferträger. Der Hotel hat natürlich eine Lounge in einem der obersten Stockwerte, sowie diverse Restaurants. Der Preis ist aber beachtlich.

Teil des Landmark Tower ist das Beobachtungsdeck oberhalb des Hotels. Als Hotelgast bekommt an Rabatt und eine Abkürzung zum Aufzug.

Zimmer: Das Zimmer ist ausreichend groß und bietet alle Vorteile eines Hotelzimmers dieser Hotelkategorie. Der Ausblick kann in der Regel beim buchen ausgewählt werden. Die Hotelzimmer sind ab Etage 50 im Tower untergebracht. Genialer Ausblick ist damit nahe zu garantiert.

Umgebung: Das YRPH mit seinem Standort in Minato Mirai ist ideal um die Hafenbereich von Yokohama zu erkunden. Ich verweise hier einfach auf einen beliebigen Reiseführer. Ein Punkt, der dort jedoch nicht erwähnt wird, ist der Bezirk Nogenaka auf der anderen Seite der Bahnstation Sakuragicho. Es ist ein Nightlife Destrict mit allen Facetten; Vorsicht: wirklich alle Facetten. Für Jazz-Fans befindet sich hier das berühmte Chigusa und ein paar Meter entfert des db (downbeat).

Anreise: Der Landmark Tower liegt direkt nebem den Queens Plaza, in dessen Untergeschoss die U-Bahnstation Minatomirai, die den Hauptbahnhof Yokohama mit China Town verbindet.

Ich empfehle eine andere Anreise. Der Wechsel in Yokohama Eki in die U-Bahn ist mit Fußmarsch verbunden. Es gibt die Bahnstation Sakurakicho. Hier kommen zwei Linien an. Die Blue Line von Shin-Yokohama und die Negishi-Line von Yokohama. Die Negishi ist ferner eine Verlängerung der Keihin-Tohoku-Line, die von Tokyo kommt.

Fazit: Das YRPH ist ein traumhaftes Hotel. Es hat Stil, hat einen traumhaften Ausbilck und liegt strategisch. Mit der Sakuragicho Eki  und der Minatomurai-U-Bahnstation kommt man schnell an allen wichtigen Orte in und um Yokohama. Mit Nogenaka ist ein Nightlife District gleich um die Ecke.


4 – Keikyu Ex Inn (京急 EXイン羽田), 5-5-14 Heneda, Ota-ku, Tokyo 144-043, Japan; phone: +81.3742.3910

Hotel: Dies ist es Business Hotel. Das Konzept: Ein relativ kleines Zimmer mit Bett und Bad, Fürhstück und Express Checkout.  Das fast es sehr gut zusammen. Das Hotel darüber hinaus morgens einen Busshuttle zum Flughafen.

Das Frühstück ist übersichtlich. Man kann zwischen einer japanischen und einer westlichen Variante wählen.

Umgebung: Da ist nicht viel; eigentlich nichts. Es gibt eine Bahnstation und den Haneda Airport. Das ist der einzige Grund für dieses Hotel: Man kommt spät in Haneda an und will nicht mehr bis Tokyo oder man fliegt früh ab und will Anreisezeit sparen.

Anreise: Die Bahnstation Tenkubashi ist nur ein paar hundert Meter entfernt und wird von zwei Linien angefahren: Tokyo Monorail und Keikyu Line. Die Monorail fährt nach Hamatsucho/Daimon (der JRP ist gültig). Die Keikyu trifft in Shinagawa auf den Yamanotering. In Sengakuji werden einige Züge zur Asakusa-Subway-Line. Bis Haneda ist es eine Station.

Fazit: Hotel für die Nacht vor einem frühen Flug von Haneda.