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Update: 11.04.2019

Heute gab es wieder mal einen Bericht zum alten Fischmarkt. Nachdem die Hallen nun weitestgehend verschwunden sind, wurde daran erinnert, dass der Outer Markt mit seinen kleinen Länden und Restaurants weiterhin existiert und weiterhin in Betrieb ist. — Diese Nachricht wollte nun auch ich verkünden, nachdem ich im Oktober vermutet hatte, dass auch dieser Bereich sterben wird. Dem ist nicht so.

http://www.asahi.com/ajw/articles/AJ201904110010.html

Nach dem Zeitungsbericht ist die Anzahl der einheimischen Kunden zurückgegangen. Ich vermute, dass dies damit zu tun hat, das die „Locals“ auch die anderen Bereiche des Marktes benötigen, die nun in Toyoso liegen. Die Anzahl der Touristen hatte einen kurzen Dipp, erholt sich aber. Meine Vermutung: Toyoso ist für einen kurzen Besuch zu weit abseits der Touristenpfade und die Atmosphäre des Outer Market mit seinen kleinen, flachen Holzhäusern ist in Toyoso ebenfalls nicht vorhanden. Fehlen werden wohl nur die paar Touristen, die sich die Thunfischauktion anschauen wollen.

Mal sehen, ob ich in ein paar Wochen daran vorbeikomme. Vielleicht als Abstecher (und zweites Frühstück) vor der Bootstour am 30. April.

Update 08.04.2019 (Tsukiji nearly gone)

Die Lagerhallen sind fast verschwunden. Der Anblick der Luftaufnahme ist schon etwas deprimierend.

http://the-japan-news.com/news/article/0005657677

Tsukiji Fischmarkt für immer geschlosssen
(06.10.2018)

Heute hat der berühmte Tsukiji Fischmarkt in Tokyo für immer seine Tore geschlossen. Damit endet eine 83-jährige Tradition. Aber keine Panik. In wenigen Tagen wird ein neuer Markt öffnen.

Link: http://www.asahi.com/ajw/articles/AJ201810060050.html
Link: http://www.asahi.com/ajw/articles/AJ201810070027.html

Der alte Markt war gleich nordöstlich des Hamarikyu Teien. Die U-Bahn-Stationen werden sicherlich ihren Namen behalten. Der Name Tsukiji Market ist für immer Geschichte. Der neue Markt wird, dem Standort entsprechend, Toyoso Market heißen.

Der neue Standort wird in Toyoso sein. Das ist auf dem Kartenabschnitt unten rechts. Hier fährt die Yurakucho-UBahn-Linie und hier endet die Yurikamome. Letzteres ist die Bahn die in Shinbashi (ganz links oben) startet und über die Rainbow Bridge nach Odaiba (Tokyo Teleport, Oedo Onsen, Tokyo Big Sight) führt. Den genauen Ort kenne ich aber noch nicht.

Ich gehe davon aus, dass nahezu alle Händler und Sushirestaurants ebenfalls den Standort wechseln werden. Mir ist auch nicht bekannt, wie es mit dem Zuschauen bei den Thunfischauktionen aussieht. Gerüchteweise soll es einfacher werden, da es einen Zuschauerbereich geben soll. Das sind aber alles nur Gerüchte, die ich derzeit noch nicht bestätigen kann.

Bei meinen ersten Urlaub 2004 gab es die Bahnlinie noch nicht in dieser Länge. Die ganze Insel war damals bis auf ganz wenige Gebäude leer.  Manche Teile gabe es noch gar nicht. Wie sich die Zeiten ändern.

Meinen ersten japanischen Whisky habe ich 2004 bei meinem ersten Urlaub gekauft. Es war ein Suntory Royal 15 Jahre. Damals kannten nur Insider, dass es guten japanischen Whisky gibt. Selbst für mich war es auch nur ein Souvenir.

Irgendwann nach 2010 wurde japansicher Whisky immer bekannter. Neben Suntory und Nikka tauchten die Marken Akashi, Hombo Mars und viele weitere auf. Der Hype war 2014 in voller Fahrt. Japanische Whisky fingen gleichzeitig an, einen internationalen Preis nach dem dem nächsten einzusammeln.

2018 gab es die Quittung: Von den „Big Four“ der Single Malts (Yamazaki, Hakushu, Nikka, Miyagikyo) ist die 12-Jahre-Version ausverkauft. Die Lager sind leer! Es wird Jahre dauern, bis ein 12er wieder aufgelegt werden kann.

Das passiert wird BWLer das Konzept einer Regelstrecke mit Totzeit nicht kapiert haben: Wenn ich ein 2018 eine Million flaschen verkaufen will, muss ich bereits 2006 diese Menge (plus Verlust durch den Angle Share) in ein Lagerhaus schieben.

Vor kurzem gab es dann den nächsten Schock: Der Hibiki 17 Jahre, der Luxusblends mit dutzenden Auszeichnungen, wird eingestellt. Ich habe noch einen Rest in der Flasche. Lucky.

Aber es macht die Situation in den japanischen Whiskylagern deutlich. Suntory nimmer sein Flaggschiff aus dem Sortiment. Das ist so, als würde Mercedes die S-Klasse ersatzlos einstampfen oder Audi seinen A8.

Ich erwarte, dass die Preise auf Markt für alte Whisky durch die Decke gehen. Der Hibiki 17yr liegt jetzt schon bei 480€. Noch ist der Yamazaki 12yr bei 150€ in Deutschland. Es gab ihn vor zwei Jahren noch für knapp 100€. Mal sehen wo die Reise hingeht.

Der Yamanotesong ist ein cooler Weg sich die Stationen der Yamanote-Linie zu merken. Leider muss der Song demnächst umgeschrieben werden. Es wird eine neue Station an der Yamanote zwischen Shinagawa und Tamachi geben.

Der Name der Station heißt: Takanawa Gateway. [LINK]

Der Name ist nicht unumstritten. Viele Japaner mögen ihn nicht und er war auch nicht der beliebteste Name in einer Umfrage. Die Gegend nörlich von Shinagawa hieß früher Takanawa. Und dieser Name war durchaus beliebt. Aber für die Olympischen Spiele soll dieser Bahnhof  für die Touristen auch ein „Gateway“ nach Tokyo werden. Ich finde den Namen doof; nicht nur, weil er nicht in die Melodie des Yamanoteliedes passt. Er ist einfach zu lang und sperrig.

Natürlich erfolgt die Einweihung noch vor den olypischen Spielen in 2020. Die Station wird mehere Etagen mit Shoppingmöglichkeiten haben. So wie ich das sehe ist es ein Novum an der Yamanote. Bisher gab es so große Gebäude immer nur an Knotenpunkten mit anderen Bahnlinien. An einfachen Stationen gab es sonst immer nur einen einfachen Ausgang.

Achja, wenn ich den Bericht richtig gelesen habe, wird die Keihin-Tohoku auch hier halten.

Nächstes Jahr wird eine neues Modell des Shinkansen in Betrieb genommen: die Baureihe E956, Codename Alfa-X. Die Nase ist, wie auf dem Foto zu sehen, extrem lang. Mit 16m ist sie sogar länger als bei der Baureihe E5 / H5. Ähnlichkeiten sind durchaus zu erkennen.

Gemäß Artikel (ext.Link) ist die Nase am anderen Zugende noch länger. Die unterscheidichen Nasen werden für Messungen zur Lärmvermeidung eingesetzt. Neue Technik ist auch an Bord. Bremsen und Dämpfer sollen den Zug bei einem Erdbeben schnell stoppen und ein Entgleisen (auch im Stillstand) verhindern.

die Frontnase des neuen Shinkansen E956

Der ersten Testfahrten der neuen Baureihe soll im Mai 2019 erfolgen. Wenn ich weiß, wann genau der Zug auf die Schiene kommt, melde ich mich.

Ich weise aber darauf hin, dass dann auch jeder Zugnerd (und das ist gefühlt jeder zweite Japaner) am Bahnhof steht. Ich vermute daher, dass es nach der Golden Week passiert, wenn das Reisechaos vorbei ist.

Andererseits könnte JR East versuchen, die Testfahrt mit der Thronbesteigung am 01.05.2019 zu koppeln (Hinweis: Japan bekommt nächstes Jahr einen neuen Kaiser).

Shinkansen E5 / H5

Die geplante Reisegeschwindigkeit liegt bei 360 km/h. Der Betreiber wird JR East sein. Damit verkehrt dieser Shinkansen dann nicht zwischen Tokyo und Osaka, sondern nach Nord; ich vermute auf der Strecke über Nagano nach Kanazawa (Hokuriku-Strecke).

Bahn-Bashing: Die DB hat nur vier Streckenabschnitte, die bis 300 km/h freigegeben sind (Köln – Frankfurt Airport, halbe Strecke Nürnberg – München, Erfurt – kurz vor Leipzig, halbe Erfurt – Nürnberg). Etwa die Hälfte aller ICE-Strecke ist bei 200-230 km/h. Leider gibt es fast genauso viele Abschnitte, wo der ICE nur 160 km/h fahren darf. Ursache ist, dass der ICE anders als der Shinkansen kein eigenes Streckennetz hat, sondern sich die Gleise oft mit normalen Personenzügen und Güterzügen teilen muss … Was aber keine Entschuldigung für fehlenden Service, defekte Toiletten und nicht umfänglich funktionstüchtige Speisewagen ist.

(Stand: 14.12.2018)