Hoppy (und Happoshu)

Auf meiner 2018-Reise habe ich viel Hoppy getrunken. Das Getränk ist mir 2010 zum ersten Mal untergekommen; auf einem O-Bon-Fest am Hiekawa Jinja in Tokyo. Danach hab ich es nicht mehr bewusst wahrgenommen. Erst 2018 war es irgendwie auf jeder zweite Getränkekarte zu finden. Was ist Hoppy?

Hoppy (ホッピ) ist fast alkoholfrei (0.8%) und schmeckt fast ein wenig wie Bier. Hergestellt wird es von Hoppy Beverage Co., Ltd. (vormals Kokuka Beverage Company).

Geschichte: Die Produktion begann schon 1948. Früher wurde es mit Shochu gemixt und als Bierersatz getrunken. Dabei muss man wissen, dass richtiges Bier damals für den Normalbürger unerschwinglich war. Hoppy geriet in Vergessenheit, als Bier immer günstiger wurde und Hoppy das Image von Nachkriegszeit (Mangel) und Ersatzgetränkes anhaftete. Erst in der jüngeren Zeit kommt es, auch im Zuge der Low- oder Zero-Aolcohol-Bewegung, wieder zum Vorschein. Das Image wird heute mit Begriffen wie „Retro“ oder „original Japanese“ untermauert.

Diese neue Popularität begann in Tokyo, genauer gesagt in den Izakaya entlang der Keisei Main Line, die Ueno (Tokyo) mit Narita und dem zugehörigem Flughafen verbindet. Das war bis 2010 meine Hauptreiseroute. Es ist schon ein Zufall, dass ich seit 2012 über andere Flughäfen gereist bin. Wahrscheinlich habe ich deshalb das Aufkommen von Hoppy in Tokyo verpasst. Jetzt findet man es landesweit. Ich habe es 2018 in Otsu (Kyoto) getrunken und in Sendai.

Sorten: Es gibt zwei Hauptsorten von Hoppy, sowie Sonderausgaben:

  • Hoppy Original (White Hoppy)
  • Black Hoppy
    • 55 Hoppy .. eine Sonderausgabe zum 55 Geburtstag
    • Hoppy 330 .. die 330ml-Flasche für den Verzehr daheim
    • Hoppy Black .. das Black Hoppy für daheim

Rechtlich gesehen ist Hoppy in Japan alkoholfrei. Dennoch beträgt der Alkoholgehalt 0.8%. Nicht unwichtig, da die Promillegrenze in Japan nach meiem Wissen bei 0‰ liegt. Andere Quellen nenen 0.3‰. Ich würde aber kein Risiko eingehen wollen.

Kleiner Exkurs zu „alkholfrei“. In Deutschland gilt ein Getränk mit weniger als 0.5% als alkoholfrei. Hoppy ist also knapp drüber. Auf der anderen Seite können Fruchtsäfte bis zu 1% Alkohol betragen. Eine Kennzeichnung des Alkoholgehaltes ist nach EU-Recht erst ab 1.2% vorgeschrieben (Glück für die Fruchtsäfte). Die Bezeichnung „ohne Alkohol“ darf nur für 0.0% verwendet werden. Alkholfrei und ohne Alkohol haben also unterscheidliche Bedeutungen!

Wie trinkt man Hoppy? Die erste Option ist: pur. Die zweite wäre: aufgefüllt mit Soda. Beides ist erfrischend und im Sommer ist der Alkohol so niedrig, dass man ein paar Gläser zum Durstlöschen trinken kann ohne danach zu schwanken.

Traditionell wird Hoppy mit Shochu getrunken. Damit müsste das Getränk in die Gruppe der High Balls fallen. Wie auch immer: Gemixt mit Shochu kommen wir wieder auf Alkoholgehalte wie bei normalem Bier. Nur der Geschmack ist wesentlich dünner. Der Hersteller empfiehlt folgende Zubereitung:

  • 2-fach/mehrfach gebrannten Korui Shochu mit 25% Alkoholgehalt nehmen
  • Hoppy und Shochu gekühlt; das Glas im Gefrierfach tiefgekühlt
  • Mischungsverhältnis 1:5 (ergibt einen Alkoholgehalt von ca. 5%)
  • Shochu zuerst einfüllen, dann Hoppy ergänzen, sodass sich eine Schaumkrone bildet ohne umrühren zu müssen (ist nicht empfohlen).
  • Eis sollte nicht hinzugegeben werden (dafür wurde das Glas gekühlt)

Bestellt man Hoppy im Izakaya wird der Shochu als 中 (naka; innen) bezeichnet und Hoppy als 外 (soto; außerhalb). Wenn Hoppy nachbestellt werden sollm ordert man „soto“. Die Bestellung von „naka“ meint einen Shot (2cl) Shochu.


Happoshu (発泡酒) ist nicht mit Hoppy zu verwechseln. Happoshu ist Bier mit einem sehr geringem Malzanteil. Dies hat vor allem steuerliche Gründe. Das japanische Steuerrecht unterteilt bierähnliche Getränke nach ihrem Malzgehalt in 4 Gruppen. Die Grenzen liegen bei 25%, 50% und 67% Malzgehalt (anteiliges Gewicht des Malzes in dem fermentierbaren Sud). Über 67% ist es Bier, darunter bierähnlich.

In 1996 wurde die Steuer für die 50-67%-Gruppe auf das Niveau von Bier angehoben, womit der steuerliche Vorteil entfiel. In der Folge senkten die Brauer den Mazgehalt auf heute typischerweise unter 25%. Das Marketiung umwirbt diese low malt beers als gesundheitsfördernd, da es weniger Kohlenhydrate und Purine enthält.

Ein weiterer Trend ist Sapporo’s Mugi 100% Nama-Shibori. Es verwendet nur ungemälzte Gerste. Ganz ehrlich: Das klingt schon im Ansatz falsch.

Das Happoshu-Bier ist wesentlich günstiger als normales Bier … Und schmeckt auch so. Ich habe ein paar probiert. Ne. Schmeckt wie verdünntes Bier mit Beigeschmack.

In Japan sind neben Hopfen und Gersten- bzw. Weizenmalz etliche weitere Zutaten für Bier erlaubt. Darunter: Reis, Mais, Kartoffel, Hirse, Zucker/Karamel, Stärke. Also im Pinzip alles was man irgendwie vergären kann. Über diese Regelung können auch viele Craftbiere aus Belgien und den USA als „Happoshu“ eingruppiert werden.

Der neueste Trend ist „The Third Beer“ (第三のビール, dai-san no bīru). Dabei handelt es sich um Getränke mit Biergeschmack (die aber steuerrechtlich wieder kein Bier sind). Die Getränke arbeiten mit Malzersatz oder Mischen Happoshu und andere Zutaten.


Hier eine Auflistung der wichtigsten Happoshu (Quelle: wikipedia):

  • Happoshu with less than 25% malt content:
    • Hokkaido Nama-shibori Migaki-mugi (Sapporo)
    • Hon-nama (Asahi),  Aqua Blue label = low carb versions
    • Diet-nama Clear Taste (Suntory)
    • Magnum Dry Golden Dry (Suntory)
    • Cool Draft (Asahi)
    • Tanrei-nama (Kirin), Green Label = low carb Tanrei W = low purines
    • Enjuku (Kirin)
    • Style Free (Asahi)
    • Dosan Sozai (Sapporo)
    • Zero (Kirin)
  • Alcohol classified as „Other miscellaneous (2)“ = no malt:
    • Draft One (Sapporo) – uses pea protein
    • Nodogoshi-nama (Kirin) – uses soy protein
    • Slims (Sapporo) – uses pea protein
    • Jokki-Nama (Suntory) – uses corn, available in regular and strong
  • Alcohol classified as „Liqueur“ = Happoshu mixed with …
    • … barley spirits: Strong Seven (Kirin), Hop No Shinjitsu (Kirin), Koku No Jikan (Kirin), Goku-uma (Asahi), Ajiwai (Asahi), Clear Asahi, Asahi Off, Mugi Shibori (Asahi), Mugi To Hop (Sapporo), Off No Zeitaku (Sapporo)
    • … wheat spirits: Super Blue (Suntory), Kinmugi [Rich Malt] (Suntory),  The Straight (Suntory)

鯉のぼり .. Koi-Nobori

Koi-Nobori (鯉のぼり, 鯉幟) sind frei übersetzt Karpfenfahnen bzw. Karpfendrachen. Ein weiterer Name ist Satsuki-Nobori (五月幟, 皐幟), da man in April und Mai überall in Japan sehen kann.

Die Koi-Nobori sind traditionell mit dem Knabenfest verbunden sind, welches heute als Kodomo-No-Hi (Kinderfest) am 5. Mai stattfindet und ein nationaler Feiertag (Ende der Golden Week) ist.

Der Karpfen steht in Japan für große Kraft, da die Jungtiere mit ihren Eltern gegen den Strom schwimmen. Früher ist dass Kinderfest noch Tango no Sekku (Knabenfest) und war ausschließlich Jungen gewidmet. Der Karpfen stand symbolisch für den Wunsch, dass der Junge stark wird undist  wie der Junge Karpfen, der mühelos gegen den Strom schwimmt.

Wenn man genauer hinschaut, findet man die Karpfendrachen vorwiegend in den Farben Schwarz, Rot, Blau, Grün und Orange. Diese Farben standen ursprüglich für den Vater, den ältesten Sohn; weitere Söhne erhielten die anderen Farben, deren Reihenfolge regional unterscheidlich war.

Mit dem Wandel vom Knabenfest zum Kinderfest änderte sich auch die Bedeutung der Farben: Schwarz steht weiterhin für den Vater. Rot symbolisiert jetzt die Mutter und variiert meist in Richtung Pink. Die weiteren Farben stehen jetzt für die Kinder, Jungen und Mädchen gleichermaßen. (Seitenhieb: Der Mädchentag (Hinamatsuri) ist weiterhin nur für Mädchen. Soviel zur Gleichberechtung.)

Die Koi-Nobori sieht man am häufigsten über Privathäusern. Hier kann man dann im Prinzip auf die Größe der dort lebenden Familie schätzen. Man findet Koi-Nobori aber auch in Parks oder wie im ersten Foto über einen Fluss gespannt.

Ein Koi-Nobori-Set besteht für gewöhnlich aus den folgenden Elementen: Yaguruma (矢車, eine Art Speichenrad), eine drehende Windfahne mit Ballform, Hiryu Fuukinagashi (飛龍吹流し, die Drachen).

Die Größe variiert sehr stark. Der größte jemals gefertigte Koi-Nobori war 100m lang und wog 350kg. Er wurde 1988 in Kazo (Saitama-ken) hergestellt.

Karpfen

Der Karpfen ist ein Tier mit hoher Symbolkraft in Japan. Da er gegen den Strom schwimmt steht er für Willesstärke und Kraft, mit der sich alle Hindernisse überwinden lassen. Er steht auch für den Mut, hochgesteckte Ziele erreichen zu wollen. In der Chinesischen Mythologie schwamm ein Karpfen gegen den Strom des mythischen gelben Flusses, woraufhin ihn die Drachengötter – beeindruck von dieser Leistung – ihn in einen Drache verwandelten.

Diese Bedeutung machte in zu einem Symbol für das Knabenfest als auch ein wichtiges Symbol der Samurai. Man kann das Karpfenmotiv auf Helmen und anderen Rüstungsteilen finden.

Es gibt auch ein Koi-Nobori-Lied, das erstmalig 1932 erwähnt wurden. Der Text findet sich in der nachfolgenden Tabelle:

Std . Japanese Hiragana Translation
屋根より 高い 鯉のぼり
大きい 真鯉は お父さん
小さい 緋鯉は 子供たち
面白そうに 泳いでる
やね  より  たかい こいのぼり
おおきい まごいは おとうさん
ちいさい ひごいは こどもたち
おもしろそうに およいでる
Higher than the roof-tops are the koinobori
The large carp is the father
The smaller carp are the children
They seem to be having fun swimming.

Stärke, Ausdauer, Strebsamkeit – der Koi Karpfen visualisiert Werte, die tief in der japanischen Kultur verankert sind. Auch Reichtum, Glück und Erfolg lassen sich mit seinem schillernden Schuppenkleid und Farbvarianten in Verbindung bringen. Traditionelle Wandbehänge, Geschirr und Skulpturen ziert der Koi ebenso wie Alltagsgegenstände, Geschirr oder Kleidung; bis hin zu T-Shirts.

Koi sind ein beliebtes „Haustier“ erfordern aber sehr viel Pflege. Sie werden bis zu 60 (teilweise 80) Jahren alt. Dies sind jedoch Ausnahme. Der Durschnitt erreicht ein Alter von 25-30 Jahren. Immerhin doppelt so lange wie ein Hund durchhält. Im Durchschnitt messen sie 55-66 cm, größere Arten werden bis zu 90 cm lang.

Koi stellen hohe Anforderungen an ihre Nahrung und die Wasserqualität. Die berühmte Farbe der Koi ist dabei eine Mutation, die gezielt gezüchtet wurde. In Japan bezeichnet Koi den normalen Karpfen, der auch gegessen wird. Die Zuchtkarpfen heißen Nishikigoi; Brokatkarpfen. Der teuerste kostete seinen Besitzer 1.5 M€. Durchschnittliche Kois liegen bei 5000€

Historie: Der Karpfen kam um 1500 als Speisefisch aus China nach Japan. Vor rund 200 Jahren begann man, die Karpfen als „Dekoration“ in die ausgehobenen Reisfelder zu setzen. Im Laufe der Zeit entstanden immer farbkräfitgere Züchtungen. Auch die Zeichnung der Muster wurde immer besser. Auch der Kaiser züchtete Kois. Auf einer Ausstellung wurden die Kois zum Symbol für die Fortschrittlichkeit der japanischen Fischzucht. Das war im 1914. Seidem sind sie ein japanisches Kulturgut. Im Vergleich zu anderen Dingen, die wir mit Japan verbinden, sind die Kois eine sehr moderne Variante. Folgende Muster sind weitverbreitet:

  • Kohaku = weiß mit roten Flecken
  • Sanke = wie Kohaku aber zus. kleinere schwarze Muster
  • Showa = glänzend schwarz, mit weißen und roten Flecken
  • Bekko = schwarz-weiß
  • Ogon i= metallic-silber über goldgelb bis orangefarbener Koi
  • Asagi = schwarze bis hellblaue Zeichnungen auf dem Rücken
  • Koi Kinginrin = golden/silbern glänzende Schuppen
  • Butterfly Koi = große, fransige Flossen (erinnert an einen Drachen)
  • Doitsugoi sind Nachfahren eines Deutscher Karpfen von 1904. Sie sind schuppenlos oder haben Schuppenreihen unterschiedlicher Farbe.

Allen Kois ist eine anatomsiche Besonderheit gemeinsam. Sie haben keinen Magen und brauchen daher leicht verdauliche Nahrung. Kois fressen alles, was in ihr Maul passt. Züchter müssen als das Futter gut auswählen. Im Winter sind die Koi im Winterschlaf am Grund des Teichs. Ihr Stoffwechsel ist dann auf ein Minimum reduziert.

Hotels 2018 (Teil 2)

5 – Ogiwarakan, Chikuma/Togura
1-31-3 Kamiyamada Onsen, Chikuma, Nagano, 389-0821 , Japan
phone: +81.26.275-1018 ; fax: +81.26.276.1018

Das Ogiwarakan war eines der drei Zusatzhotels. Auf der Reise über den Tateyama-Kurobe-Pass hatte ich das Gepäck aufgegeben und musste es in Nagano einsammeln. Es bestand aber die Gefahr, dass ich zu spät am Abholpunkt ankomme. Das Ogiwarakan war ein Hotel „in der Nähe“ … und ich fand das Foto im Internet einladend.

Das Hotel: Das Hotel ist ein schon etwas älterer Betonbau. Das mindert den Charme. An vielen Stellen ist der Lack schon ab. Definitiv. Aber: Das Foto wurde in Teilen erfüllt: Ich wurde von einer Dame im Kimono begrüßt. Und nicht nur das. Am Eingang hing eine Schiefertafel, auf der ich namentlich als Gast genannt wurde. Das würde in Deutschland seit Neuestem gegen die DGSVO verstoßen, aber mir ist das so scheißegal. Ich finde solche Details einfach cool.

Das Zimmer: Das Zimmer war ein Tatamiraum mittlerer Größe mit eigenem Bad. Über Tatamiräume kann man nicht viel sagen. Haste einen gesehen, hast alle gesehen.

Onsen: Das Hotel besitzt ein Indooronsen und ein Rotenburo auf dem Dach mit Blick über die Stadt und auf den benachbarten Berg. Beide Bäder sind wie das Hotel schon etwas älter. Das Design ist Standard und nichts spezielles.

Essen: Abendessen hatte ich leider nicht bestellt, da ich ja nicht wusste, wann ich eintreffe. Ich habe ein Kaisekimenü verpasst, das nach Auskunft der anderen (japanischen) Gäste gut ist. Das Frühstück war traditionell Japanisch mit all den Dingen die ich mag und nicht mag.

Umgebung: Das Hotel liegt in Kamiyamada Onsen; ein kleiner verträumter Ort, indem nichts los ist. Viele Onsenorte wirken runtergerockt und veraltet. Der Ort ist eine Aussahme. Oben auf dem Berg gibt es einen Tempel; noch weiter oben die Rekonstruktion eines kleinen Fort aus der Samuraizeit. Es ist keine Burg, eher ein befestigtes Lager, mit ein schönen Blick über das Tal.

Anreise:  Der nächste Bahnhof heißt Togura und liegt im Ort auf der anderen Flussseite. Er liegt an der Bahnstrecke Ueda-Nagano. Shinkansenreisende müssen an einem der beiden Orte in einen Local wechseln. Hinweis: Der Streckenabschnitt mit Togura Station ist nicht Teil von Japan Rail. Besitzer des JRP müssen extra zahlen.

Zu Fuß sind es etwa 2 km zum Hotel. Vom Bahnhof führt eine Straße weg. An der ersten Ampel rechts gehen, an der nächsten Ampel (etwa 250m) links. Folgt der Straße über die Brücke. Auf der anderen Uferseite biegt ihr links ab und folgt der Straße. Folgt der Straße, sie macht irgenwann eine langgezogene Kurve. Am Ende der Kurve ist auf der linken Seite ein Family Mart. Gleich dahinter ist das Ogiwarakan.

Fazit: Ein traditionelles Hotel, das optisch seine besten Jahre hinter sich hat, in einem Ort, der aktuell keinen Grund hat, dort zu nächtigen. Andererseits war es ein schöner Zwischenstop zwischen Matsuri und Kirschblüte.


6 – Sendai Metropolitan, Sendai
1-1-1 Chuo, Aoba-ku, Sendai, Miyagi, 980-8477, Japan
phone: +81.22.267.2246 ; fax: +81.xxx ; s-yoyaku@stbl.co.jp

Das Hotel: Das Hotel gehört in die gehobene Mittelklasse, wenn nicht sogar in die unteres Luxusklasse. In Deutschland wäre es ein 4-Sterne-Superior.

Das Zimmer: Das Zimmer ist ausreichend groß. Das Design ist mit dem im restlichen Hotel abgestimmt. Am Morgen wartet eine Tageszeitung an der Tür.

Essen: Das Hotel hat zwei Restaurants. Ich war im XXX. Das Design und die Speisekarte sind westlich. Wie alle Hotelrestaurants ist es etwas teurer. Aber man kann hier wirklich gut zu Abend essen. Im Restaurant wird auch das Frühstück serviert. Dabei handelt es sich um großes  Buffet mit westlichen und japanischen Zutaten.

Zum Hotel gehört die Knight Bar. Eine Cocktail- und Whiskybar mit einem perfekt gestyltem Barkeeper. Die Bar war der Grund, warum ich dieses Hotel gebucht hatte. Ich war 2008 schon mal hier. Die Bar hat u.a. Miyagikyo Whisky auf der Karte; und zwar die spezielle Abfüllung, die man nur in de Destillerie  bekommt.

Umgebung: Gleich nebenan ist der Bahnhof. Damit ist das Hotel ein perfektes Basislager. Ansonsten gibt es in Sendai dadurch nichts, was fußläufig erreichbar wäre.

Anreise:  Man verlässt den Bahnhof über den Hauptausgang und gelangt so in die Fußgängerebene oberhalb der Busstationen. Links sieht man bereits das Hotel. Einer der Eingänge ist in dieser Ebene. Entfernung mit Koffer: 2 Fußminuten.

Fazit: Ein Upper Class Hotel mit vielen Annehmlichkeiten und Details. Sicherlich etwas übertrieben, wenn man den Ganzen Tag unterwegs ist. Aber: Das musste sein.


7 – Unizo Inn Express, Morioka
2-10-25 Moriokaekimae Nishidori, Morioka, Iwate, 020-0045, Japan
phone: +81.19.601.3444 ; fax: +81.19.622.7751

Hinweis: Meine Bewertung vom Zimmer ist natürlich gefärbt von der Tatasache, dass ich gerade aus dem Sendai Metropolitan komme, das mehr als das Doppelte kostet.

Das Hotel: Das Unizo ist ein low-budget Hotel. Außer der Rezeption und den Zimmern gibt es es nichts; keine Bar, kein Onsen.  Selbst das Frühstück wurde outgesourced.

Zimmer: Die Räume sind sehr einfach eingerichtet. Sehr einfach. Es gibt ein Bett, einen bathroom cubicle und einen sehr kleinen Schreibtisch und einen Fernseher. Der Rest vom Raum ist vom Typ „Raufaser weiß“. Der Raum war für klein, aber für ein Einzelzimmer ok.

Frühstück: Das Hotel hat kein eigenes Restaurant. Frühstück wird im benachbarten (gleiches Gebäude, Verbindungstür) Nagahama Cafe serviert. Für den Frühstücksgutschein bekommt an Toast mit Butter, Salat, Rührei und Speck; dazu Kaffee mit der Option auf Nachschub (Refill). Was soll ich sagen: Kein Buffet, sehr übersichtlich und genau das richtige für mich. Kein Witz. Ich mochte es, weil es so unkompliziert war.

Umgebung: Nichts. Da ist gar nichts. Morioka liegt auf der anderen Seite des Bahnhofes. Nächster Punkt.

Anreise:  Man sucht zuerst den Westausgang Nishi 1F am Banhhof. Der Fußweg führt über die Nebengleise des Bahnhofs zum Ausgang am Bushaltepunkt „Morioka West Station“. Wenn man gerade aus geht, kommt eine Rolltreppe runter auf die Straßenebene. Hinweis: Das ist bei google-maps nicht eingezeichnet. Unten geht man einfach geradeaus. Man unterquert eine Straße und dahinter sieht man dann den uneren Eingang des Hotels.

Fazit: Für den Preis ganz ok. Es ist low budget und das bekommt man: Bett, Bad und Frühstück.


8 – Asakusa View Hotel, Tokyo
3-17-1 Nishiasakusa, Taito-ku, Tokyo, 111-8765, Japan
phone: +81.3.3847.1111 ; fax: +81.3.3847.2117

Das Hotel: Das Hotel stufe ich in der gehobenen Mittelklasse ein, auf einer Stufe wie das Sendai Metropolitan. Das Foyer ist recht groß. Gemessen daran wirkt die Rezeption fast wie in die Ecke gepresst. Das Hotel hat mehrere Restaurants und eine Bar im obesten Stockwerk mit Blick auf den Sky Tree. Leider ist die Bar sehr klein und später am Abend schnell überfüllt/ausgebucht.

Das Zimmer: Die Zimmer teilen sich in Zimmer mit und ohne Blick auf den Sky Tree. Die Zimmer mit Blick sind natürlich etwas teurer. Man sollte aber das Geld investieren. Selbst aus dem 7. Stock ist der Blick gerade nachts fantastisch. Mein Zimmer war recht groß und hatte sogar einen separten Bereich für den Schreibtisch, der in anderen Hotels immer irgendwo an die Wand gequetscht ist. Das Badezimmer war zwar ein Cubicle, aber von den Farben her höherwertiger als der Durchschnitt.

Umgebung: Das Hotel befindet sich „kartentechnisch“ links vom berühmten Sensoji-Tempel im Asakusa. Zwischen dem Tempelareal und dem Hotel liegt ein Kneipenbezirk, der dutzende Möglichkeiten für Speis und Trank bietet. Aber Vorsicht. Ab 22 Uhr fangen die Kneipen an zu schließen.

Bis zum Senso-ji sind es etwa 300 m. Der kürzeste Weg ist über die Straße direkt gegenüber vom Hotel. Etwas hübscher ist eine Straße etwa 100m südlicher. Sie ist überdacht. Bis zum Sumidagawa mit dem Schiffsterminal sind es etwa 1 km. Die Kappabashi (eine Parallelstraße zur Kokusai-dori an der das Hotel liegt) ist zwei Straßen (etwa 300 m) östlich vom Hotel.

Der Sky Tree ist 2 km entfernt. Problem: Alle Bahnlinien die den Sky Tree anfahren, beginnen erst an der Asakusa Station (1km vom Hotel entfernt) oder kommen nicht in der Nähe des Hotels vorbei. In Asakusa Station starten zudem Züge nach Nikkko und Kinugawa (Nikko Edomura). Für alle anderen Attraktionen in Tokyo und Umgebung muss man zuerst nach Ueno und dann von dort weiter.

Anreise:  Die einfachste Anreise ist sicherlich, wenn man sich (mit seinem Gepäck) nach Akihabara vorkämpft und dann 2 Stationen mit der zuvor erwähnte Tsubuka Express bis Asakusa fährt. Ausgang B ist direkt am Hoteleingang. — Alternativ und evtl. einfacher kann man mit der Ginza-UBahn-Line fahren. Sie hält in Ueno mit unterirdischen Verbindungen zu Keisei Ueno Station und JR Ueno Station. (Mit dem Taxi / zu Fuß sind es etwa 2,5km). Die Ginza Line hält in Nihonbashi Station und Kyobashi Station auch nahe Tokyo Station, hat aber keine Verbindung zum Bahnhof. In Tawaramachi ist der Ausgang 3 bereits in der breiten Straße (Kokusai-dori, Road 462), die nach Norden zum Hotel führt, und auch in der richtigen Richtung. Es sind etwa 250m ab dem Ausgang bis zum Hotel.

Fazit: Ein Upper Class Hotel, das ich etwas überteuert finde. Der Blick auf den Sky Tree ist sicherlich ein Argument. Aber davon abgesehen, hat mich das Hotel jetzt nicht vom Hocker gehauen.


9 – Richmond Hotel Narita / リ ッ チ モ ン ド ホ テ ル 成 田
970 Hanasaki-cho, Narita, Chiba, 286-0033 Japan
phone: +81.476.24.6660 / fax: +81.476.24.6661

Das Hotel: Das Richmond ist ein Business Hotel. Man bekommt somit ein Zimmer im westlichen Stil, Frühstücksbuffet und eine kleine Bar für den Abend. Im Hotel ist alles funktional. Man kann das Checkin per Kreditkarte an einem Terminal in der Lobby durchführen. Bei Zahlung im Voraus reduziert sich das Check-out auf die Rückgabe der Schlüsselkarte.

Das Zimmer: Die Zimmer sind ebenfalls kompakt, funktional und modern eingerichtet. Ein Netzwerkanschluß ist am Schreibtisch verfügbar. Das Badezimmer ist eines dieser alles-in-einem-Würfel aus Kunststoff. Mehr braucht man nicht.

Frühstück / Abendessen: Frühstück ist ein Buffet mit japanischen und amerikanischen Komponenten bestückt. Es ist Standard. Für das Abendessen bin ich in den Barbereich gegangen und habe mehr oder weniger am Bartresen gegessen. Die Speisekarte ist nicht umfangreich hat aber, glaube ich, für den jeden was dabei.

Umgebung: Naritas Sehenswürdigkeiten sind sehr kompakt. Vom Bahnhof führt eine Shoppingstraße zum Tempel. Das Hotel liegt nicht in dieser Straße. Man muß erst die 5 Minuten zurück zum Bahnhof gehen.

Anreise:  Vom Bahnhof führt eine Straße parallel zur Bahnstrecke bergab und dann unter der Bahnstrecke hindurch auf die andere Seite der Gleise. Das Richmond sieht man hinter der nächsten Kreuzung. Zu Fuß sind es etwa 10min.

Fazit: Das Hotel ist nichts spezielles, aber wegen seiner Nähe zum Bahnhof und seiner kleinen Bar ideal für die letzten Nacht vor dem Abflug über Narita Airport. Ich war schon 2012/2013 hier.

Hotels 2018 (Teil 1)

Bei diesem Urlaub waren es sage und schreibe 10 Hotels, die ich in meinen 30 Tagen besucht habe; ein Allzeitrekord. Grund hierfür sind drei Hotels mit nur einer Übernachtung:

  • Düsseldorf Nikko (Anreise zum Flughafen)
  • Kamiyamada (Backup Tateyama-Kurobe-Pass)
  • Asakusa View Tokyo (Souvernirshopping vor Heimreise)

Ohne diese Hotels wären es wieder sieben gewesen, was 4 Nächte/Hotel entspricht. Wie immer ist Hotel Edoya dabei. Dieses mal gab es zudem ein zweites Hotel in Tokyo, das Asakusa View; nicht als potentieller Edoya-Ersatz, no way, sondern wegen des Blicks auf den Sky Tree.


0 – Nikko Hotel Düsseldorf
Immermannstraße 41 40210 Düsseldorf, Germany
info@nikko-hotel.de; phone: +49.211.834.0; fax: +49.211.161216

Hotel: Das Hotel ist ein gehobenes Standardhotel. Abgesehen vom japanischen Restaurant und japanischen Getränken auf der Karte der Bar wirkt es sehr europäisch. Bei meinem Besuch war das Hotel in einem Komplettumbau begriffen. Von daher kann ich zum bald neuen Desgn nichts sagen.

Zimmer: Mein Zimmer hatte Blick auf die Immermannstraße. Es war groß und vom Design her modern. Das Bad hatte eine Badewanne. Zudem gab es eine Kaffeemaschine.

Umgebung: Das Hotel liegt in der Immermannstraße, die grob gesagt Hauptbahnhof und Kö verbindet. Die Straße ist das Zentrum der japanischen Community in Düsseldorf und bietet zahlreichen japanischen Restauraunts, Kneipen und Geschäften in der Straße selbst und in den Neben- und Parallelstraßen.

Anreise: Vom Hauptbahnhof Düsseldorf aus kann man laufen (ca. 500m). Nehmt den Westausgang (Konrad-Adenauer-Platz). Mittig am Vorplatz beginnt die Friedrich-Eberst-Straße. Die Immermannstraße ist die Parallelstraße rechts davon: Also bis zur Ampel, rechts, bis zur Ampel, links. Kurz hinter der dann nächsten Ampel ist das Nikko auf der linken Seite

Zum Flughafen fährt ein Zug und auch ein Bus (Haltestelle vor dem Bahnhof) ab Hauptbahnhof. Ein Taxi kostet etwa 25€, je nach Verkehrslage auch etwas mehr.

Fazit: Die Lage ist ideal für Japanfans. Ich fand es etwas teuer. Mal sehen, wie es nach dem Umbau aussieht.


1 – Hotel Edoya / ホテル江戸屋
3-20-3 Yushima, Bunkyo-ku, Tokyo, 〒 113-0034 Japan
reserve@hoteledoya.com; phone: +81.3.3833.8751; fax: +81.3.3833.8759

Das Ryokan: Wie in jedem Urlaub, habe ich wieder im Hotel Edoya, meinen Zweitwohnsitz, übernachtet. Im Edoya hat sich immer noch nicht viel geändert. Von daher, schaut in die anderen Berichte.

Das Zimmer: Diese Mal hatte ich Zimmer 107. Es ist  vom Design her identisch mit meinem alten Favoriten 307, den ich mittlerweile schon lange nicht mehr hatte. Der Grundriss war identisch, aber das es im Erdgeschoss gibt, gab es einen kleinen japanischen Garten vor dem Fenster. Rechts vom Zimmer liegt ein Lagerraum. Man hat also nur einen Zimmernachbarn

Umgebung: Ueno verändert sich. Ein benachbartes Gebäude wurde vor 2-3 Jahren abgerissen. Dort entsteht ein Hochhaus. Ansonsten sind Ueno Park, Yushima Tenmangu, Akihabara und Kanda Myoin gleich um die Ecke. Mit den fußläufig erreichbaren U-Bahn-Linien Ginza (G) und Chiyoda (C), sowie der Yamanote und der Chuo-Bahnlinie sind alle Orte in Tokyo schnell erreicht.

Anreise: Von Narita aus empfehle ích weiterhin den Keisei-Liner (für das Hotel Edoya weit besser als der NEX von JR) mit Endstation in Ueno. Von Haneda aus  ist es etwas aufwendiger, da man Kern von Tokyo queren muss. Eine Option ist die Monorail bis Hamatsucho und dort ein Wechsel in die Yamanote oder Chuo bis Okachimachi. Der Rest ist etwa 1.5km Fußmarsch oder ein Taxi.


2 – Dantokan Kikunoya / おごと温泉  暖灯館 きくのや
6-1-29 Ogoto, Otsu-Shi, Shiga, 〒520-0101 Japan
phone: +81.77.578.1281; fax: +81.77.579.4096

Ryokan:Drinnen ist es allemal gemütlicher als außen, auch wenn der Charme einer traditionellen Herberge in einem altem Holzhaus etwas fehlt. Das Gebäude ist nunmal aus Beton und Stein.

Das Personal hat mich morgens zum Bahnhof gefahren. Ich vermute, dass dies kein Standardservice ist. Von daher vielen Dank an dieser Stelle. Im Hotel selbst gibt es keine Waschmaschinen. Es gibt aber, etwa 5 Fußminuten entfernt, einen Waschsalon an der Hauptstraße. Hier gibt es auch Personal, das bei der Bedienung der Maschinen behilflich ist.

Zimmer und Frühstück:Mein Zimmer war ein klassischer Tatamiraum von überdurchschnittlicher Größe. Es gab sogar eine kleine Indoor-Terasse mit Stuhl und Tisch. Eine „private toilet“ war verfügbar. Zum Waschen bin ich dann in den „public bathroom“ gegangen. Es ist schließlich ein Onsen Hotel.

Das Frühstück wird im großen Speisesaal serviert und ist japanisch. Am letzten Tag bekam ich eine westliche Variante (Foto) und bin dem Küchenpersonal dankbar dafür. Ich und Tsukemono werden wohl nie Freunde werden.

Das Onsen: Es gibt ein Indoor und ein Outdoor Onsen im Erdgeschoss. Das Außenbecken würde ich nicht als Rotenburo bezeichnen, da es unter einem Dach ist und nicht unter freiem Sternenhimmel (aber das sind Spitzfindigkeiten). Der Eholungsfaktor ist enorm. Es gibt auch ein Außenbecken auf dem Dach, das man buchen kann (private use).

Umgebung: Das Hotel liegt am Lake Biwa, genauer gesagt an dem schmalen Südende noch südlich der Brücke. Leider liegt es an einer Hauptverkehrsstraße und die Umgebung lädt nicht wirklich zu einem abendlichen Spaziergang ein. So ein richtiges Onsen-Feeling wie in Besho Onsen oder Shibu Onsen wollte nicht aufkommen.

Anreise: Der Bahnhof Ogoto Onsen ist etwa 1,5km entfernt. Sucht zuerst die Straße, die die Bahngleise kreuzt (335) und folgt der Straße in Richtung Osten bis zur Bundesstraße 558. Biegt rechts ab und folgt der Bundesstraße etwa 1km. Das Dantokan ist auf der linken Straßenseite.

Fazit: Ich fand, dass es etwas teurer war als es hätte sein müssen. Aber das liegt primär an der Lage, denn alles in allem ist der Aufenthalt im Dantokan eine schön Urlaubserinnerung. Für Kyoto-Besucher ist es weniger geeignet (15 min Zugfahrt plus Weg zum Banhhof).


3 – Hotel Route Inn Seki / ホテルルートイン関4-3-30 Nishihongo-dori, Seki-shi, Seki, Gifu, 〒501-3803 Japan
phone: +81.575.21.2511; fax: +81.575.23.3412

Das Hotel: Das Route Inn ist ein – wie ich es nenne – Business Hotel. Es bietet ein Bett, eine Badezimmer und Frühstück und damit alles was man auf einer Geschäftsreise benötigt (und im Prinzip auch wenn man jeden Tag im Urlaub auf Achse ist). Darüber hinaus hat es ein kleines Onsen. Das Design ist modern, durchschnittlich und funktional.

Das Zimmer: Das Zimmer ist klein und funktional. Es gibt den typischen Bathroom-Cubicle. Wenn es ein Doppelzimmer war, muss ich sagen, dass es zu zweit etwas kompakt werden könnte.

Frühstück: Das Frühstück ist ein Buffet-Mix aus japanischen und westlichen Dingen. Es gibt ein kleines Onsen im obersten Stockwerk. Ich glaube nicht, dass es echtes Onsen-Wasser ist, aber egal, die entspannende Wirkung ist die gleiche.

Umgebung: Da ist nichts, aber auch gar nichts, was einen vom Hocker reißt. Die Umgebung ist so etwas wie Gewerbegebiet mit vielen leeren Flächen. Ich habe nur ein Izakaya gefunden.

Anreise:  Vom Bahnhof Seki aus ist es etwa 1km. Links und  rechts der Gleise gibt es eine Straße. Das Bahnhofsgebäude ist, aus Minoota kommend rechts. Geht in Fahrtrichtung bis zur nächsten Hauptstraße. Links der Gleise kommt ihr zu einer Ampel mit einem 7eleven. Rechts der Gleise landet ihr bei einer kleine Brücke. Biegt rechts ab. Ab der Brücke hier sind die Wege gleich. Biegt in die zweite Straße links ab und dann an der zweiten Kreuzung rechts. Das Route Inn ist wegen seiner Höhe nicht zu übersehen.

Fazit: Alles in allem war das Hotel ok, aber bei der Lage (Seki) bezweifle ich, dass es für einen Touristen von Interesse ist.


4 – Toyama Excel Hotel Tokyu
CIC Building, 1-2-3 Shintomi-cho, Toyama-shi, Toyama, 〒930-0002, Japan
phone: +81.76.441.0109 ; fax: +81.76.441.0179

Das Hotel: Das Design des Hotels ist modern und wirkt „upper class“. Grau und Braun dominieren und geben zusammen mit ein paar blauen Elementen einen entspannten Gesamteindruck. Fun Fact: Die Zimmernummer ist in einen kleinen Stein graviert, der neben der Tür auf einem kleinen Brett steht (Foto). Ich liebe solche Details.

Das Zimmer: Der Raum ist angenehm groß. Nicht riesig, aber doch groß. Größter Vorteil des Zimmers ist der Massagesessel, den ich ausgiebig genutzt habe. Allerdings musste ich die meisten Funktionen erraten. Erfreulich anders war das Bad. Es war einer dieser Cubicles, aber die Farbe war nicht beige. Man kann sagen, dass es höherwertige aussah als der Durchschnitt.

Abendessen: Frühstück habe ich ausgelassen. Für das Abendessen habe ich zwei mal das Hotelrestauant Ricomonte aufgesucht. Es war etwas kostspielig. Anderseits bekommt man Wagyu im Hotel nicht für Wechselgeld. Es war das Geld wert. Für alle anderen gibt es in den Nebenstraßen um das Hotel herum eine Menge Izakaya.

Umgebung: So viele Attraktionen hat Toyama nicht. Mit der zentralen Lage neben dem Bahnhof ist das Hotel keine schlechte Wahl. Toyama Castle und City Hall Obervation Tower sind unter 1km entfernt. Die Nähe zum Banhhof (speziell zum Dentetsu-Toyama-Bahnhof mit dem Zug zum Tateyama-Kurobe-Pass) war mein Grund für die Hotelwahl.

Direkt um das Hotel herum gibt es ein paar (dunkle) Nebenstraßen mit einem Stapel von Izakya, in denen man den Abend verbringen kann. Das Publikum in manchen ist erstaunlich international.

Anreise:  Der Bahnhof wird gerade wegen der neuen Shinkansenanbindung umgebaut. Ich starte daher mit meiner Beschreibung am Südausgang stehend. Links ist der Eingang zur Bahnlinie Dentetsu-Toyama. Vor euch eine große Hauptstraße. Das Hotel ist in der senkrecht vom Platz wegführende Straße auf der linken Seite. Nehmt die mittlere der 5 Ampeln, um auf die andere Seite zu kommen.

Fazit: Das Excel ist ein westliches Hotel der gehobenen Mittelklasse mit einem guten Restaurant. Seine Lage macht es ideal für ein Basislager für Toyama und Orte in Zugreichweite (Kurobeschlucht, Takaoka und selbst Kanazawa).

Ein erstes Fazit

Tops und Flops

Kommen wir zu den Top-5 dieses Urlaubs. So wirklich herausstechende Tage gab es nicht. Jeder Tag war irgendwie zur Hälfte gut und zur Hälfte naja. Dieses Mal werde ich daher Einzelaktionen mit in die Liste aufnehmen: Die Top-5 sind …

  • Tateyama-Kurobe-Pass: Der Tag war mit viel Bus- und Zugfahren verbunden, aber ich war beim Snow Corridor, habe ich höchstgelegenen Onsen Japans gebadet, den Kurobe Damm besucht und in Nagano vorzüglich gegessen. Abschluss fand der Tag im Dachonsen eines Hotels.
  • Otsu-Matsuri: Die Stimmung war wirklich einmalig.
  • Tokyo: Nihonbashi-Bootsfahrt: <Text folgt>
  • Kirschblüte in Hirosaki: Das war der erste richtige Volltreffer bezüglich der Kirschblüte auf dieser reise.
  • Tendo: Das war einfach ein schöner Tag mit gutem Wetter und Kirschblüte.

Bei den Worst-5 ist es ähnlich. So richtig schlechte Tage gab es nicht. An jedem Tag war etwas brauchbares dran, selbst wenn es nur 2-3 Stunden waren. The Worst-5-ish sind:

  • Wechsel nach Sendai; Der Stop in dem Onsenort war eine Versicherung für den Tateyama-Tag. Das Onsen war gut, kein Zweifel, aber es war unnütz und der Tag damit irgendwie verschenkt.
  • Reise nach Toyama und Toyama; hier hat mich die Zugfahrt genervt (genauer gesagt die ätzenden Touristen ab Takayama) und der Rest des Tages (also Toyama) war … meh.
  • Kitakami: von der Kirschblüte hatte ich mehr erwartet (sie war ok, meine Erwartungshaltung war zu hoch) und der Rest des Tages war einfach schlecht geplant.
  • Nagahama 1: Mal sollte das Matsuri wirklich am letzten Tag besuchen. Vorher ist hier nichts los.
  • Kirschblüte in Tokyo: Das ist eher die gesammelte Enttäuschung über mehrere Tage. Zum Glück hatte jeder einzelne Tag mehr als die Kirschblüte geplant.
Die 10 besten Izakaya

Nicht aufgelistet sind die „alten Bekannten“: Seven and Seven, Scotch Whisy Bar in Ueno, Sendai Metropolotain Knight Bar und die Science Bar Incubator. Die Tatsache, dass ich sie erneut besucht habe spricht für sich. Außer Konkurrenz laufen auch die Hotelrestaurants im Metropolitan, Excel und Asakusa View. Das waren vollwertige Restaurants und damit eine andere Liga..

  • Tokyo, Nakano: Vows Bar
  • Tokyo, Nakameguro: Austernrestaurant
  • Tokyo, Kichijoji: Hamoniku
  • Tokyo, Kanda: Indoor-Yatai
  • Tokyo, Ueno: diese zufällig gefundene Bar in der Nebenstraße.
  • Yamazaki: Das Izakaya am Bahnhof
  • Nagano: Abendessen in dem kleinen Izakaya
  • Sendai: Izakaya mit Gyu-Tan (Rinderzunge)
  • Seki: Das Izakaya in der Nähe des Hotels

 

Gewinne und Verluste

Gewinn: Neben weiteren 4 Wochen in Japan und einen entspannten Urlaub und jeder Menge Fotos habe ich folgende Dinge mitgebracht:

  • 6 Flaschen Whisky für meine Sammlung
  • Küchenutensilien (werde später genauer berichten)

Verluste: Die Reise hat mich neben Geld einiges gekostet:

  • Pentax K-7: Totalschaden
  • Regenschirm: Strebe gebrochen; funktioniert aber noch
  • Wanderschuhe: Nähte sind aufgegangen; wahrscheinlich Totalschaden, aber nach 14 Jahren ist das ok, finde ich.
  • eine schwarze Hose
  • Regenjacke: Auch die ist 14 alt und in Gifu im wörtlichen Sinn zerbröselt.