日本橋川 と 神田川 .. 2

Hier noch schnell eine Übersicht über alle Brücken mit dem Jahr der ersten, dem Jahr der aktuellen Brücke und der Bauform der aktuellen Brücke (Eine bessere Karte folgt noch):

  • Sumidagawa
  • — Teil 1 —
  • 豊海橋 .. Toyomi-bashi .. 1698 / 1927; Virendeel-Fachwerk
  • 湊橋 .. Minato-bashi .. 1679 / 1928; Stahlbetonbogen
  • 茅場橋 .. Kayaba-bashi .. 1992; Stahlträger
  • 鎧橋 .. Yoroi-bashi .. 1872 / 1957; Stahl-Gerber
  • 江戸橋 .. Edo-bashi .. 1631 / 1927; Stahlbogen
  • 日本橋 .. Nihon-bashi .. 1603 / 1911; Steinbogen
  • 西河岸橋 .. Nishigashi-bashi .. 1872 / 1925; Stahlträger
  • 一石橋 .. Ichikoku-bashi (Ikkoku-bashi) .. 17 Jh. / 2000; Stahlplatten / RC-Bodenplatten
  • 常盤橋 .. Tokiwa-bashi .. 1926; Stahlbetondoppelbogen
  • — Teil 2 —
  • 常磐橋 .. Tokiwa-bashi .. 1629 / 2877 (2020); Steinbogen
  • 新常盤橋 .. Shin-Tokowa-bashi .. 1920 / 1988; Stahlkastenträger
  • 外濠橋梁 .. Sotobori-kyouryou .. 1918 + 1933 / 1980 / 1990; Stahlbetonbogen
  • 竜閑さくら橋 .. Ryukan-Sakura-bashi .. 2018; Hohlkastenträger
  • 鎌倉橋 .. Kamakura-bashi .. 1929; Stahlbetonbogen
  • 神田橋 .. Kanda-bashi .. 1908 / 1980; Stahlplattenträger
  • 錦橋 .. Nishiki-bashi .. 1927; offener Stahlbetonbogen
  • 一ツ橋 .. Hitotsu-bashi .. 1925; Stahlplattenträger; gemauerte Wiederlager mit Bogen
  • 雉子橋 .. Kiji-bashi .. 1908 / 1925; Stahlbogen
  • — Teil 3 —
  • 宝田橋 .. Takarada-bashi .. 1929 / 1968; Stahlkastenträger
  • 爼橋 .. Manaita-bashi .. 17.Jh / 1983; Stahlplattenträger
  • 南堀留橋 .. Minami-haridome-bashi .. 1928; Gerber-Stahlplattenträger
  • 堀留橋 .. Haridome-bashi .. 1925; Stahlbetonbogen
  • 新川橋 .. Shinkawa-bashi .. 1927; Gerber-Stahlplattenträger
  • あいあい橋 .. Aiai-bashi .. Meiji-Ära / 2002; Stahlplattenkastenträger
  • 新三崎橋 .. Shinmisaki-bashi .. 1926 /2002; Stahlplattenträger
  • 小石川橋梁 .. Koishikawa-Kyouryou .. 1904; Stahlfachwerk / Stahlträger
  • 三崎橋 .. Misaki-bashi .. Meiji-Ära / 1958; Stahlplattenträger
  • Kandagawa

日本橋川 と 神田川 .. 1

Ich dachte, ich kriege das ganze aufgelöst. Aber sie wie es aussieht sind die Puzzleteile zu unterschiedlich. Ich bin schon froh, dass sie vom gleichen Puzzle sind …

Heute ist der Nihonbashigawa ein 4,8 km langer Fluss, der vom Kandagawa abzweigt und wie dieser in den Sumidagawa mündet. Die bekannteste Brücke an ihm ist die Nihonbashi. Der Kandagawa ist heute ein 25,5 km langer Fluss, der vom Inokashira-Teich nahe Kichijoji (#Ghibli, #Sakura, #2018) gespeist wird. Beide Flüsse gehören zum Arakawa-Flusssystem.

Die Ausgangssituation

Die Form der Tokyobucht hat sich nicht nur in den vergangengen zig Jahren durch die Aufschüttung neuer Inseln verändert. Die Praxis wurde schon seit der Sengoku-Ära (15. Jahrhundert) angewendet.

Der Mündungsbereich war ursprünglich eine flache, sumpfige Landschaft mit großen Schilfflächen. Was heute der untere Berich des Sumidagawa und des Nihonbashigawa sind, war damals noch ein Teil der großen Tokyobucht.

In diese Bucht flossen nahe der Stadt Edo drei Flüsse, die zum Arakawa-Flussystem gehören: Koishikawa, Edogawa und Hirakawa, {„der vom Edogawa auf Höhe von Funagawabashi abzweigt.“ Passt nicht in den erstlichen Kontext.}

Achtung: Ab hier und jetzt die Flussnamen Nihonbashigawa und  Kandagawa vergessen, sonst wird das zu Verwirrungen führen !!

1477-1573 .. Sengoku-Ära

Dohan Ota ließ 1497 (Muromachi-Ära / Sengoku-Ära) die Burg Edo-jo (auch als Chiyoda-jo bekannt) bauen. Der äußere Burggraben (Sotobori) wurde vom Wasser des Hirakawa 平川 gespeist, der nur wenige Meter an der Burg vorbei floss. Der Fluss mündet bei Hibiya in die Tokyobucht (Hibiyabucht).

Die Burg verfiel nach dem Tod von Dohan Ota.

1573-1603 .. Azuchi–Momoyama-Ära

Motivation: Unter der Führung von Toyotomi Hideyoshi wurde die Burg Edo-jo ab 1590 wieder aufgebaut und mit dem Ausbau der Wasserversorgung von Edo begonnen.

Das Wasser der Flüsse {Koishikawa, Edogawa und Hirakawa} war nicht zu gebauchen. Durch die Gezeiten der Tokyobucht wurde Seewasser in die Flüsse gedrückt und verwandelte sie (und auch das bodenahe Grundwasser) und Brackwasserflüsse. Das flache, sumpfige Ufergebiet war zudem anfällig für Überschwemmungen, wenn die Flusse wegen starker Regenfälle im Einzugsgebiet über die Ufer stiegen.

Kandoajousui: [[Ich gehe davon aus, dass der Fluss der den Inokashira-Teich entwässert der Hirakawa ist, sonst passen die Puzzlestücke nicht.]]

Für die Wasserversorgung der Burg (und der Burgstadt) wurde Hiragawa vom Inkashira-Teich (Kichijoji; #2018, #Ghibli, #Sakura) kommend kurz vorm Edogawa<???> im heuten Bunkyo-ku durch das Sekiguchi-Oarai-Wehr aufgestaut (10m über Meesesspiegel) und geteilt. Ein Teil floss durch die Residenz des Mito-Clans [Heute ist hier der japanische Garten Koishikawa Korakuen] in eine Kanal, den Kandajousui 神田上水 und weiter über eine Wasserbrücke, oder japanisch: Suidobashi 水道橋, über den Edogawa<???> hinweg. Hinter der Suidobashi verzweigte sich das Wassernetz in unterirdische, hölzerne Wasserleitugen (Fusui).

[Suidobashi heißt heute die Bahnstation der Chuo-Line, die sich nur 100m westlich von der ehemaligen Suidabashi befindet, die selber nicht mehr existiert.] 

Vom Wehr abwärst bis zum Iidabashi hieß der Fluss [weiter?] Edogawa 江戸川. Von der Iidabashi bis runter zur Bucht hieß er dann Sotobori 外濠, da er Teil des äußeren Burggrabens war.

[Zur Orientierung: Der Sotobori war der äußere Burggraben. Heute ist nur noch ein Teil im Westen erhalten. Es ist das Gewässer, das man entlang der Chuo-Line zwischen Iidabashi und Ichigawa sieht. Hier ist allerdings ein anderer Abschnitt nordöstlich der Burg gemeint.]

Verlegung des Hirakawa

Ich hatte oben geschrieben, dass der Hirakawa in der Hibiyabucht endete. Daher kam meine Vermutung, dass der Hirakawa heute der Nihonbashigawa ist. Ich habe dabei nicht berücksichtigt, dass es die Hibiyabucht heute nicht mehr gibt. Die oberen drei Bilder zeigen, wie Flusslauf geändert wurde. Das linke Bild zeigt den Zustand, bevor Edo-Castle gebaut wurde (15 Jahrhundert). Das mittlere Bild zeigt den Zustand nach dem Bau der Burg (16. Jahrundert). Der Kandajousui existiert noch nicht. Der Hirakawa hat jetzt den Verlauf, den später der Nihonbashigawa nimmt. Das rechte Bild ist der Stand von 1632: Der Sotobori wurde gebaut und die Verbindung zum unteren Verlauf des Hirakawa gekappt. Der Kandagawa exisitert und die Hibiyabucht ist verschwunden.

Die Karte zeigt den Stand von vor1620. Der Sendaigraben fehlt noch. — Der Kandajousui ist zu sehen. Parallel fließt der Edogawa, der in den westlichen Teil des Sotoburi mündet.

Land: Um die Burg von Edo zu erweitern, wurden die Fischerstädte Kozuki, Sakurada und Hibiya umgesiedelt. Gleichzeitig begannen Landgewinnungen an der Bucht. (Zum Beispiel wurde die Insel Kamejima und der Kanal Kamejimagawa gebaut. Heutzutage ein unauffälliger Teil von Tokyo, damals noch Teil der Tokyobucht.)

1603-1868 .. Edo-Ära
1603-1623 .. Tokugawa Ieyasu

Das ist ein grobe, selbst gebastelte Skizze. Die Sache muss nicht stimmen.Es gibt noch zu viele nicht passende Puzzleteile.

Mit der Machtübernahme von Tokukgawa Ieyasu wurde der Regierungssitz (die Hauptstadt) nach Edo. In 1603 (Keicho 8) wurde auch die erste Nihonbashi gebaut und wurde schnell der Dreh- und Angelpunkt der Wirtschaftsleben in Tokyo.

In 1620 (Genwa 6) wurde unter der Führung von Date Masamune (Sendai-Clans) Grabungen von der Ushigome-Brücke (auf Höhe der heutigen Station Iidabashi) bis zur Izumi-Brücke (auf Höhe der heutigen der Station Akihabara durchgeführt. Es wurde ein tiefer Graben beim heutigen Ochanomizu geschaffen. [[der den Kandayama in Yushima-dai und Suruga-dai teilte.]] Der Graben selbst hieß Sendai-Graben.

Östlich verband sich der Graben mit einem kleinen Fluss [den Namen habe ich nicht], der in den Sumida-Fluss mündete. Dieser Fluss wurde, wie auch der Graben, auf eine schiffbare Breite und Tiefe ausgehoben. Dadurch sank auch die Überschwemmungsgefahr. Graben und Fluss bis runter zum Sumidagawa erhielten den Namen Kandagawa 神田川」. Durch den neuen Fluss (Kanal) Kandagawa wurde auch der ehemalige Hirakawa (jetzt Edogawa) bis zur Funagawara-Brücke (zwischen dem heutigen Iidabashi und Ichigaya) mit dem Boot zugänglich.

[Der Verlauf des heutigen Kanda entspricht also vom Inokashira-Teich kommend: Kandajousui bis zum Wehr, ein Stück entlang des Edogawa, und dann entlang des Sendai-Grabens bis runter zum Sumidagawa.]

Mit dem Aushub aus dem Kandagawa wurde der <???>Fluss zwischen (heute) Misakibashi und (heute) Horidomebashi verfüllt. Der untere Teil des <???>Flusses hatte hingegen schiffbare Breite und wurde auf der gesamten Länge für den Warenverkehr genutzt.

Auf der Karte links sieht man den Verlauf entweder vor oder nach Verfüllung des nordlichen Flussabschnittes. Die Quellen sind nicht eindeutig: Die einen sagen der Fluss, der kaum mehr als ein Abwasssergraben war, wurde vollständig  verfüllt. Dann wäre das Bild von „vorher“. Andere Quellen sagen, dass der Fluss vefüllt wurde und dann kaum mehr als ein Abwassergraben war. Dann ware das Bild von „danach“.

[[Nicht einsortiertes Puzzlestück: „Zur Versorgung mit Wasser wurde ein Kanal zum Koishikawa gegraben.“ Das löst sich wohl erst auf, wenn ich raus habe, welcher Fluss der Koishikawa war.]]

[[Nicht einsortiertes Puzzlestück: „Der Hirakawa wurde vom Graben getrennt“ Ich vermute, dies legt nah, dass der Hirakawa den heutigen Verlauf des Nihonbashigawa hat und die Trennung heute die 30m sind, die den heutigen Burggraben im Norden vom heutigen Nihonbashigawa trennen.]]

[[Nicht passendes Puzzlestück: „Der Strömungsweg der Kanda-josui, der bis zur Meiji-Zeit existierte, wurde erst in der Genna-Ära (1615-24) festgelegt, als die Hirakawa Dies ist nach der Ersetzung. Die Ersetzung erfolgte durch die Änderung der Strömung des ehemaligen Hirakawa-Flusses, der früher vom heutigen Kanda-Fluss zum Nihonbashi-Fluss in die Bucht von Tokio floss, in den Sumida-Fluss. Dies ist der Strom, der vom Bahnsteig des Bahnhofs Ochanomizu aus gesehen werden kann.“ (Link)]]

1623-1651 .. Tokugawa Iemitsu

Zur Zeit von Tokugawa Iemitsu hatte sich die Bevölkerung von Edo auf 400.000 Einwohner vervierfacht. Die Heranführung von Wasser wurde ausgedeht.

Zusätzlich zum Inokashira-Teich wurden der Zenpukuji-Teich und der Myoujoji-Teich an den Kandajousui angebunden. Und es wurden weitere Wasserwerke/Wehre und Kanäle im Rahmen des 6-Jousui-Projektes gebaut. Einer dieser Kanäle war der Tamagawajousui (siehe unten).

1651-1680 .. Tokugawa Ietsuna

Im Jahr 1653 (Jou’oe 2) [[alternative Quelle nennt 1654]] wurde der Kanal zum Tamagawa 玉川 komplettiert, um den westlichen und südlichen Teil von Edo zu versorgen. Der 43 km lange Tamagawajousui 玉川上水 endete in Yotsuya und verzweigte dort in das Wasserleitungsnetz. Ein Abzweigkanal führte zum Kandasouji, um auch den Nordosten von Edo mit zu versorgen.

[Den Tamagawajousui gibt es noch heute.]  [Link]

Der Tamagawa-jousui zwischen Homuri und Inokashira-Teich

Hier gibt es jetzteine große zeitliche Lücke bei den Informationen zu Kandagawa und Nihonbashigawa, von denen ich immer noch nicht weiß, wo sie gerade entlang fließen und wie sie derzeit heißen.

Ein noch nicht passendes Puzzlestück sagt, dass der Fluss (wie auch immer er heißen mag, ich vermute es ist der Hirkawa), vom Graben (ich vermute es ist der Sotobori gemeint), getrennt wurde. Das wurde dann in etwa auf die nachfoglende Skizze herauslaufen.

zum Ende der Edo-Ära (ab etwa 1850)

Der heutige Palastareal ist 4/5/6. 1 und 2 sind der heutige, zuängliche Ostgarten . In 7 stehen das Budokan und das Science Museum. — 8 ist der heutige Kokyogaien. In 9/10 befindet sich heute Tokyo Eki. Der Graben dazwischen existiert nicht mehr. — Dar Graben östlich von 9 existiert auch nicht mehr. Und der Graben nördlich und östlich 10 müsste der der heutige Nihonbashigawa sein.

1868 .. Meiji-Ära

Mit dem Ende des Shogunats 1868 war die Burg verlassen. Nach einem Feuer 1873 (?) wurde sie nicht wieder aufgebaut. Die Ruinen sind heute in dieser Form im Ostgarten zu sehen. Erst 1888 wurden Teile der Burg wieder hergestellt und sind seitdem der Kaiserpalast.

Das Burgareal wurde verkleinert. Teile des Sotobori und des Dosanbori wurden verfüllt. Der Iidabori wurde in einen Kanal zum Bahnhof Iidamachi umfunktioniert.

Das verbleibende Wasserstraßennetz wurde aktiv als Transportweg genutzt und umgebaut.

[[nicht passendes Puzzelteil: „In 1883 (Meiji 16) wurde der Hamachogawa 浜町川 mit dem Kandgawa verbunden.“]]

In 1886 brach eine Choleraepedemie aus. Ihr Ursprung wird im Wasser des Kandajousui vermutet, der nicht mehr alleine für die Versorgung mit Trinkwasser benutzt wurde. Am Kandajousui gab es keine Wasseraufbereitnungsanlagen. In der Folge wurde die Trinkwasserversorgung neu organisiert und im Jahr 1901 die Versorgung über Kandajousui und Tamagawajousui vollständig stillgelegt.

Das Kandawasserwerk und die Suidobashi wurde zurückgebaut.

„Zudem wurde auch der Nordbereich des Iidagawa 飯田川, der zuvor verfüllt worden war, wieder mit dem Kandagawa verbunden,der zum heutigen Nihonbashi-Fluss wurde.“ (Übersetzung mit DeepL) –> Wenn ich das in den Kontext einfüge, dann wäre der ursprüngliche Name des Nihonbashigawa wirklich Iidagawa, und der Nordbereich wäre der Bereich, der an Angang der Edozeit mit dem Erdmaterial des Kandagawa verfüllt wurde. Das würde bedeuten, dass 1883 der heutige Nihonbashi in voller Länge hergestellt wurde, aber noch nicht so hieß.

[[nicht passendes Puzzelteil: „Andererseits wurde der ehemalige Hirakawaflusslauf südlich von Koishikawa-mitsukemon wieder hergestellt und vom Kandagawa getrennt. Er ist jetzt der Horidome. (früher Iida-cho Horidome).“ (Übersetzung mit DeepL) –> Koishikawa ist der Name des Parks, der sich auf der ehemaligen Mito-Residenz in der Nähe der Suidobashi befindet. Dieser Abschnitt beziehts sich damit vermutlich auf den Verlauf des Edogawa oder aber des Kandajousui. Aber das passt nicht zusammen. Dieser Graben, der früher der äußere Graben war und zum inneren Graben wurde, wurde auch Iida-Fluss genannt und führte Boote vom Doosan-Graben ab, und auch das Flussufer wurde gebaut.]]

Im Jahr 1903 (Meiji 36) wurde auch der obere Bereich  des heutigen Nihonbashi ab Horidomebashi wieder freigelegt und bis hinauf zum Kandagawa verlängert. Er zweigt jetzt (und heute) zwischen der Koishikawabashi und Korakubashi vom Kandagawa ab. (Der Name Koishikawabashi bezieht sich vermutlich auf den alten Namen des Kandagawa an dieser Stelle.)

Jetzt und erst jetzt hat der Nihonbashigawa den Verlauf angenommen, den wir heute in den Karten finden.

Und der Kandagawa? Sein Wasserweg exisitert schon, der Name auch. Aber verschiedene Abschnitte haben immer noch unterschiedliche Namen. Ein Abschnitt von 2.1 km auf Höhe von Waseda bis Iidabashi hieß immer noch Edogawa.

1912-1926 .. Taisho-Ära

1923 ereignete sich das große Kanto-Erdbeben, das Tokyo in Schutt und Asche legte und viele Brücken am Nihonbashigawa und Kandagawa (und für die betrachteten Abschnitte ist der Name bereits korrekt gewählt) beschädigte oder zerstörte.

Es wurde ein Wiederaufbauprogramm gestartet, das bis in die Showa-Ära reicht. Viele Brücken, gerade die Stahlbrücken, die heute noch am Nihonbashigawa zu sehen sind, stammen aus diesem Wiedraufbauprogramm. Ich haben das in den Brückenblogs bei den einzelnen Brücken dokumentiert.

1926-1989 .. Showa-Ära

1936 wurde das Kanda-Wasserwehr bei Sekiguchi zur entfernt.

Expressway

1962 wurde der Tokyo Metropolitain Expressway (TME), genauer gesagt dessen Inner Circular Route C1, und ein Abschnitt des Shuto Expressway über dem Nihonbashigawa gebaut. Der Expressway war – wie im Prinzip auch der Shinkansen – ein Teil der Baumaßnahmen für die Olympischen Spiele 1964. Bis dahin gab es kein Autobahnsystem in Tokyo. Die Stadt war auch schon komplett zugebaut. Es gab nur wenige Möglichkeiten, eine Autobahn zu bauen, ohne hunderte Häuser abreißen zu müssen. An manchen Stellen wurde der Expressway oberhalb bereits existierender Straßen gebaut. An anderer Stelle dienten Flussläufe als Route, denn alle Flüsse Tokyo sind Eigentum der Verwaltung, waren damit verfügares „Bauland“ für TME und Shuto Expressway.

Leider wurden auch nahezu alle Brücken über den Nihonbashigawa überbaut, unter ihnen auch die Nihonbashi, die einen besonderen Stellenwert in Japan hat. Sie war der Ursprung des alten Fernstraßennetzes, unter ihnen der berühmte Tokaido und der Nakasendo. Sie ist heute noch die Null-Kilometermarke des Fernstraßennetzes. Die alte Nihonbashi wurde in vielen berühmten Ukiyo-e abgebildet und gilt als eines der Wahrzeichen von Tokyo.

Erst im August 1970 wurde der Name für den gesamten Streckenverlauf vom Inokashira-Teich bis zum Sumidagawa auf den Namen Kandagawa vereinheitlicht. Vom Namen Edogawa zeigen heute nur noch die Bahnstation Edogawabashi-Eki (Yurakuchi-Line) und Edogawa-koen.

Jetzt haben wir den Kandagawa mit Verlauf und Namen in seiner heute gültigen Form.

Der Kandagawa und seine Zuflüsse
1989-2019 Heisei-Ära

Es gibt Forderungen, den Expressway auf eine unterirdische Streckenführung zu verlegen. Wie ich die Japaner kenne, machen die das irgendwann. Aber bis jetzt sind es nur Pläne und der Nihonbashigawa bleibt auf googlemaps bis auf die letzten 500m versteckt.

Reiwa-Ära (ab 2019)

Seit Mai 2019 gibt es ein Denkmal für den Suidobashi am Nordufer (Bunkyo-ku-Seite) des Kandagawa, etwa 100m östlich der Suidobashi. Das Denkmal zeigt ein Ukiyo-e, das den Kanal zeigt.

Ich bin gespannt, ob ich das auf meiner Brückentour finde. Was mich gerade ärgert ist, dass ich im Mai 2019 den Kandagawa entlang gefahren bin und zu diesem Zeitpunkt vom Suidobashi nichts wusste, außer dass es eine gleichnamige Bahnstation an der Chuo-Line ist, wo ich auch schon mal eingestiegen bin.


An dieser Stelle etwas Werbung: Motiviert zu den Artikeln über Nihonbashigawa und Kandagawa hat mich eine Aktion von Riverbaot Mizuha während des COVID19-Lockdown. Sie erstellten ein Video mit 34 Brücken, die man erraten sollte. Es hat mich 4 Nächte gekostet, in denen ich eigene Fotos durchsucht und google-maps konsultiert habe. Mein Vorteil war: Ich habe bereits 3 Touren mit Mizuha gemacht und bin auch den Sumidagawa schon mehrfahr entlang gefahren.  –> Ich mache es kurz: Ich bin der erste und bislang einzige, der alle 34 Brücken identifizieren konnte.

Und da ich auf er Suche nach den Namen der Brücken feststellte, dass es keine nicht-japanische Seite darüber gibt, habe ich angefangen die Informationen zusammenzutragen. Die Seiten zu den Brücken des Sumidagawa gab es schon. Die Seiten zu den Flüssen Nihonbashigawa, Kandagawa und Kamiejimagawa folgten jetzt während des LockDowns. Insgesamt sind bestimmt 3 Wochen an Arbeit in die Texte geflossen. –> Und sie sind nnoch lange nicht feritg. Dieser Text hier hat immer noch einzelne Puzzleteile, die nicht zusammenpassen wollen.

Hier ein interessanter Link zum Thema Suidobashi und das Wasserleitungssystem in Edo/Tokyo: [Link] Hier noch ein Wwebseite, die in einer Fotoserie den gesamten heutigen Kandagawa bereist [Link]


Wasserqualität

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass Nihonbashigawa und Kandagawa nicht die beste Wasserqualität hat. Ich meine jetzt nicht die Choleraepedemie von 1886.

Nach WWII konnte man noch in ihm schwimmen und angeln. Mit dem Wirtschaftboom in den 1950ern verschlechterte sich die Qualität rapide und ins extreme. Mit steigendem Wohlstand wurden immer mehr Haushaltsabwässer in die Flüsse eingeleitet. Das Aufkommen des eigenen Baezimmers (bis jetzt war der Besuch des Sento Teil des Alltags) verschärfte die Situation zusätzlich. Hinzu kamen Industrieabwässer.

Die „Überdachung“ durch den Expressway macht die Sache am Nihonbashigawa nicht besser. Es lag jetzt fast komplett im Schatten. Die Situation am Kandagawa war so schlecht, dass der Fluss den Beinamen „Fluss des Todes“ bekan. Bereits in den 1980ern wurden erste Maßnahmen eingeleitet (mit mäßigem Erfolg). Dennoch: Süßfische wurden seit 1993 jedes Jahr bestätigt (Heisei 5).

Seit der Jahrtausendwende haben dutzende Projekte dafür gesorgt, dass beide Flusse wieder halbwegs sauber sind.  In ihnen schwimmen würde ich trotzdem nicht freiwillig. Hin und wieder sieht man dann doch eine tote Ratte im Wasser treiben und verwesen. Aber sie sind sauber genug, dass Ausflugboote auf ihnen Fahren können.

Überschwemmungen

Ein anderes Problem war Überschwemmungen. Mit der raschen Entwicklung der Stadt nach WWII (und die damit einhergehende Versiegelung von Oberflächen) konnten die Flüsse nicht mithalten. Eine der größten Überschwemmungen ereignete sich 1958 nach einem Taifun.

1986 wurde am Kandagawa mit Hochwasserschutzmaßnahmen begonnen. Es wurden (zum Teil unterirdische) Umleitungskanäle und Rückhaltebecken gebaut, um Niederschlägsmengen von 50mm aufzunehen. — Im Prinzip entstand ein zweiter, unterirdischer Kandagawa. Zwei der Auslässe kann man sehen, wenn man mit dem Boot (z.B. Riverboar Mizuha) den Kandagawa entläng fährt.

Das Konzept scheit zu funktioneren. Bei Taifun 14 in 2005 fielen mehr als 100mm pro Stunde über einen längeren Zeitraum. Der Myoshoji-Fluss (wir haben ihn oben schon kennen gelernt) trat über die Ufer und verursacht schwere Schäden am Ufer. Der Kandagawa blieb hingegen von Schäden verschont.

Seit 2007 wurde Maßnahmen eingeleitet, die die Kapazitäten der Rückhaltesystem auf Niederschlagsmengen von 75mm erhöhen sollen.


Jeder, der Informationen hat, kann gerne über die Kommentarfunktion Kontakt zu mir aufnehmen …

Die 53 Stationen des Tokaido – Teil 5/5

45 .. 庄野 .. Station: Shouno (Teil von Suzuka)
白雨 .. hakuu .. strömender Regen

Den Standort der 45. Station habe ich noch nicht ausfindig gemacht. Ich setze den Marker vorläufig auf Idagwa Eki zwischen den Flüssen Anraku und Suzuka. Für das Ersatzfoto werde ich ein Landschaftsmotiv wählen. Auf den weißen Regen (das wäre die Übersetzung der beiden Kanji) kann ich verzichten.

Es geht weiter parallel zur B1 / 25, erst dicht und später irgendwo zwischen der B1 und der JR Kansai Main Linie.


46 .. 亀山 .. Kameyama
雪晴 .. yukibare .. Klares Wetter nach Schneefall

Auf den Schnee kann ich verzichten, zumal ich die Reise definitiv nicht im Winter durchführen werde. Ein Ersatzfoto suche ich noch. Nördlich des Bahnhofes gibt einen Teich und dort steht ein „beschrifteter Stein“, der 東海道亀山宿の碑. Wenn ich sonst nichts finde …

Im Zickzack durch Kameyama. An der Mündung des Ono in den Suzuka wechselt man auf die Nord-/Westseite der B25. An der Kreuzung „Tokaido Seki Juku West“ trennen sich B1 und 25 und der Tokaido wird Teil der B1. Es geht weiter auf oder neben der B1.


47 .. 関 .. Seki (Teil von Kameyama)
本陣早立 .. honjin hayadachi .. Abreise eines Daimyo

Seki ist die letzte Station vor den Bergen. Entlang des Tokaido stehen noch alte Häuser. Ich vermute, hier kann man ein gutes Foto finden.

Der Tokaido führt weiter auf und neben der B1. Erfölgt dem Tal des Suzuka in die Berge. Kurz vor dem Pass ist die nächste Station.


48 .. 坂ノ下 .. Sakanoshita (Teil von Kameyama)
筆捨嶺 .. fudesute mine .. Der Fudesute-Berg

Der Ort auf 200 Höhenmeter ist klein. Die benachbarten Gipfel sind teilweise über 600m hoch.

Der Tokaido folgt der B1 und verschwindet am Katayama Shrine im Wald. 500m nördlich taucht der Tokaido mit dem Hinweis „Suzuka Toge Pass“ als keine Nebentraße wieder auf. Ich vermute, dass hier wirklich die alte Strecke unterbrochen ist, um der B1 Platz zu machen. Eventuell kann man sich irgend wie durch die Büsche schlagen. Es scheint hier einen Wanderweg zu geben, der vielleicht sogar der alte Tokaido ist. Ich werde es auf alle Fälle probieren. Weiter geht es wieder auf und neben der B1 und dem Fluss Yamanaka (mündet später in den Tamura) folgend bis Tsuchiyama. Man hat die Berge passiert.


49 .. 土山 .. Tsuchiyama (Teil von Koka)
春之雨 .. haru no ame .. Frühlingsregen

Schon wieder Regen, ein Fluss und eine Brücke. Der Fluss ist entweder der Tamura (Brücke beim Tamura Schrein) oder der Yasu (Brücke am Kokahikumonomiya). Ich werde eine der beiden nehmen.

Am Fluss Yasu ist wieder mal Schluss. Die Fähre gibt es nicht mehr und eine Brücke hat man nicht gebaut. Man muss die der B1 nehmen. Danach geht es vorwiegend neben der B1 weiter, mal nördlich, mal südlich. Man folgt dabei mehr dem Flusslauf des Yasu als der B1. In Minakuchi führt der Tokaido dann direkt nördlich an der kleinen Burg vorbei.


50 .. 水口 .. Minakuchi (Teil von Koka)
名物千瓢 .. meibutsu kampyou .. tausend Kürbisse, eine Spezialität

Ich werde mich definitiv auf die Suche nach den Kürbissen machen. Wenn ich keine finde, gibt es ein Foto von der Burg.

Der Todaiko endet (mal wieder) dann kurz vor Mikumo Eki am Ufer des Yasu. Die Fähre muss man sich wieder denken und auf die Brücke der 11 ausweichen. Weiter geht es südlich des Flüsses auf der nicht geradlinigen Straße.


51 .. 石部 .. Ishibe (Teil von Konan)
目川ノ里 .. megawa no sato .. Das Dorf Megawa

Ishibe liegt am Yasu. Megawa ist etwa 4-5 km entfernt und liegt auf Höhe der nächsten Station Kusatsu. Ich werde wohl beim Foto abweichen.

 

Hinter Ishibe Eki  folgt der Tokaido der Kustsu-Bahnlinie und nicht mehr dem Fluss. Hinter Tehara wechselt er mal wieder auf die B1. Megawa ist jetzt südöstlich und Kusatsu nordwestlich der Strecke.


52 .. 草津 .. Kusatsu
名物立場 .. meibutsu tateba .. Ein berühmtes Rathaus

kusatsu City Hall gibt es noch. Allerdings ist das Design modern und eher Durchschnitt. Es gibt aber das Kusatsu-juku, ein altes Schulgebäude, das wesentlich photogener scheint.

Hier in Kusatsu verbindet zudem der Tokaido mit dem Nakasendo, die von hieran gemeinsam nach Kyoto führen. Der Tokaido-Shinkansen ist jetzt auch wieder von der Partie, genauso wie die Lcoals der JR-Biwako-Line, die Verlängerung der Tokaido-Main-Line.

Dafür verliere ich die Spur des Tokaido selbst. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er statt auf die B1 zu wechseln der 116 folgt, da es unten am Fluss Konze den Wegstein 東海道 目川一里塚跡 gibt. Wenn die 116 wieder auf die b1 trifft springt der Tokaido zwei Straßen nach Süden und führt weiter hinauf nach Kusatsu. Er biegt dann, bevor er die JR-Biwako-Line erreicht nach Westen ab und quert den Kusatsu River zwei Brücken westlich von der B1. Ab Minami-Kusatsu ist der Tokaido dann mittig zwischen den beiden (!) B1-Strecken zu finden. Der Tokaido passiert Seta nördlich vom Park und südlich vom Bahnhof und wechselt dann auf die 26, die nach Süden zur 2 bringt. Der Fluss Seta, der in den Biwako mündet, wird auf der Seta-No-Karahashi (Staße 2) überquert. Die B1 liegt nördlich. Der Tokaido folgt dann grob dem Ufer des Biwako bis kurz vor Ootsu.


53 .. 大津 .. Ootsu
走井茶店 .. Hashirii chaya .. Das Hashirii-Teehaus

Otsu liegt an der Südspitze des Biwako. Er war als Hotelstandort auf der Liste von 2018, wo ich mich dann aber für Ogoto Onsen entschieden hatte.

Höhe Ootsu gibt es zwei Bahnlinie. Direkt am Biwako liegt die Heihan-Linie, der der Uferlinie nach Nordwesten folgt und die JR Biwako die nach Kyoto im Westen führt. Auf der Winkelhalbierenden Ist der Tokaido. Bis Kyoto muss noch ein Gebirge (auf dessen Gipfel der Daisen-ji liegz) überquert werden. Es gibt nur wenige Passstraßen. Der Tokaido wechselt nach Oostu erst auf die 558 und verbindet sich dann mit der B1. Nach dem Pass trennt sich der Tokaido und führt nach Yamanashi. Der Tokaido folgt dann der Tozai-Subway-Line. Den letzten Abschnitt legt der Tokaido als Sanjo-dori zurück. Sanjo-dori ist die dritte Hauptstraße südlich vom Palast.


Ziel .. 三条大橋 .. Sanjou Oohashi (京市 .. Kyoushi (Kyoto))
三條大橋 .. Sanjou oohashi .. Die große Brücke über den Sanjou

Sanjo-Ohashi ist das Ziel. Die Brücke hier war der Start-/Zielpunkt des Tokaido.Der Name leitet sich, wie zu vermuten ist, aus dem Namen der Straße ab. Ich vermute ich habe die Brücke schon irgendwo im Hintergrund eines Fotos im Archiv.

Die 53 Stationen des Tokaido – Teil 4/5

33 .. 二川 .. Futagawa (Toyohashi) .. 290 km
猿ヶ馬場 .. Sarugababa
Das Plateau der Affen

Ein Plateau konnte ich nicht finden, aber es gibt einen Zoo südlich vom Bahnhof. Ich vermute, dort gibt es ein paar Affen für ein Foto.

Hinter dem Kitayama (nördlich vom Bahnhof) führt der Tokaido nordwärts und dann nordwestlich, parallel zur B1. Hinter dem Yagyu River wird es die B1, bis hinauf zur Kreuzung an der Higashihacho Eki.Ich bin mir aber nicht sicher, ob das wirklich der Originalverlauf ist; zu gerade.

An der Kreuzung springt der Tokaido auf die erste südliche Parallelstraße und dann auf die zweite und dann auf die dritte … Was soll das? In Kayamachi, am Matsuba Park biegt der Tokaido nach Norden ab. Kurz vor dem Toyokawa schwenkt der Tokaido dann auf die B496 und quert den Toyokawa.


34 .. 吉田 .. Yoshida (Toyohashi) .. 297 km
豊川橋 .. Toyokawabashi
Die Brücke über den Fluss Toyo

Die Brücke der B496 (Tokaido) heißt Toyohashi, während die Brücke der B1 Yoshidao Bridge heißt. Für ein modernes Foto wäre die B1 sicherlich besser, da sie dichter an der Burg liegt.

Gleich hinter dem Fluss biegt der Tokaido links ab und bleibt somit auf der B496. So gehtes hinauf bis zum Kozaki-Bypass (B247) und immer weiter. Erst in Shirotori, nördlich der B31, mündet die B496 in die B1. Der Tokaido zweigt kurz später als B374 wieder von der B1 ab. Etwas nördlich von Ko Eki verlässt er diese, da die Bundesstraße abbiegt. Hinter dem Otawa River schwenkt der Tokaido zurück auf die B74. Wir sond jetztauf Höhe von Goyu Eki der Meitetsu-Nagoya-Line.


35 .. 御油 .. Goyu (Toyokawa) .. 308 km
旅人留女 .. tabibito tomeru onna
Frauen, die die Reisenden aufhalten

Goyu ist eine eher klein Bahnstation, der Meitetsu-Linie. Der Goyu Shrine liegt 500m westlich vom Tokaido und eine Fotoalternative, da ich nich glaube, dass Frauen auf mich warten werden.

Die 374 mit dem Tokaido bleibt westlich vom Otowafluss. Bis zur nächsten Post Town ist es nicht weit. Meiden-Akasaka ist auch der nächste Bahnhof.


36 .. 赤坂 .. Akasaka (Toyokawa) .. 310 km
旅舎招婦ノ図 .. ryosha shoufu no zu
Gasthaus mit weiblicher Bedienung

Ich bin mir nicht sicher, ob zwei Post Towns so dicht beieinander waren, aber in Fujikawa kommt schon die nächste. Und bei google-maps findet man das „Akasaka Resting Place Yoramaikan“, ein traditionelles Gebäude, das als Herberge fungiert. Über die weibliche Bedienung kann ich nur wenig sagen.

Es bleibt vorerst dabei: Von Ost nach West Meitetsu-Nagoya-Line, B1, Otawa River, B374 mit dem Tokaido. Kurz vor den Bergen wechselt erst der Fluss die Seite, dann endet die B374 und der Tokaido wechselt auf die B1. Gleich hinter dem Pass ist der Tokaido eine kleine Nebenstraße direkt neben der B1, die dann zur Ortsduchfahrt von Motojuku wird.

Höhe Motojuku läuft er kurz wieder parallel zur B1. Bei Yamanaka trennt er sich erneut von der B1 und dann wieder vor Fujikawa, wo er zur 327 wird. An der Kreuzung B1/B473 muss man zurück auf die B1. Kurz vor Meiden-Yamanaka Eki ist der Tokaido wieder eine Parallelstraße zur B1. Die Straße war schon ein paar hundert Meter vorher als Tokaido benannt, aber es gab keine Ooption abzubiegen. Hinter Yamanaka geht es wieder auf die B1 und vor Fujikawa runter. Der Tokaido ist jetzt wieder die 327.


37 .. 藤川 .. Fujikawa (Okazaki) .. 320 km
棒鼻ノ図 .. bouhana no zu
Außerhalb einer Poststation

Ich habe noch keine Idee, wie ich die Straßenszene des Ukiyo-e nachstellen werden.

Hinter Fujikawa – ihr ahnt es – geht es mal wieder rauf auf die B1. Das ist in Deutschland nicht viel anders. Die Neubeustrecke um das Dorf herum hat die B-Nummer bekommt und die Originalstrecke führt durchs dort wird aber dafür nummernlos.

Vor Miai-Eki geht wieder auf eine Ortsdurchführung (falls ihr euch mal wundert, warum an manchen Straßen in Deutschland eine kleines Schild mit „OD“ steht.). Direkt am Oto River ist Schluss. Auf der anderen Seite am Daihirakawasui Shrine geht es weiter. Für die Flussquerung muss man auf die B1. Eine andere Brücke gibt es nicht.

Man folgt dem Straßenlauf, wechselt auf die andere Seite der B1 und … für 100m auf die B1 und dann quer durch das Gewirr der B1 und des Expresswayzubringers, wieder kurz auf die B1 und wieder runter. Mit ein paar Haken geht aus auf die Hauptstraße nördlich der B1. Es folgen weitere Haken bis hinauf zur 2. Brücke nördlich der B1. Und dann geht es runter zur 1. Brücke. Dann geht es mit ein paar weiteren Haken bis südlcih der B1 zur Matsuba-dori.

PROBLEM: Hier zwischen B1, B248, Meitetsu-Nogoya-Line und Aichi-Loop-Railway verliere ich die Spur des Tokaido. Ich kann nur vermuten, dass er gerade aus zum Ufer des Yahagi River führte.


38 .. 岡崎 .. Okazaki .. 329 km
矢矧の橋 .. yahagi no hashi
Die Yahagi-Brücke

Die Post-Town Okazaki ist ein paar Kilometer vor der Brücke über den Yahagi. Die Brücke des alte Tokaido scheint etwas nördlich der heutigen Yahagi-Brdige gewesen zu sein. Aber es gibt eine Brücke und die kann man fotografieren. Alternativen gebe es eventuell im Oszaki Castle Park kurz vor der Brücke.

Für die Überquerung des Yahagi muss man eh auf die B1 wechseln. Der Tokaido taucht direkt am Westufer nördlich der B1 wieder auf. Und dann … ja wieder einmal B1. Langweilg. Erst auf Höhe Uto Eki trennt man sich wieder von der B1. Kurz vor Chiryuu kreuzt man die B1.


39 .. 地鯉鮒, 知立 .. Chiryuu .. 341 km
首夏馬市 .. shuka uma ichi
Der Sommerpferdemarkt

Im Hintergrund des Pferdemarktes sieht man ein blaue Fläche. Ich dachte erste, es wäre Wasser, aber wir sind weit weg von der Küste und der Fluss hier ist zu klein.

Hinter der Brücke über den Aizuma River geht es wieder auf die B1 … und wieder runter, vorbei an Fujimatsu Eki … und auf die andere Seite … und hinter der Sakaibashi wieder rauf. Ok. Dieses mal ist es ok, amn muss irgendwie durch das Straßengewirr von B1, Expressway und Zubringer.

Wieder runter und an Zengo Eki vorbei … Bei Chuukyou-Keibajou-Mae für 200m wieder rauf … runter … rauf … runter (dieses mal nördlich) … an Arimatsu Eki vorbei … Und der Tokaido wird zur B222. Und das bleibt auch bis Narumi Eki so.


40 .. 鳴海 .. Narumi (Nagoya) ..  352 km
名物有松絞 .. meibutsu arimatsu shibori
Die berühmte Arimatsu-Färberei

Der Name Arimatsu verweist auf die vorletzte  Bahnstation. Hier führt der Tokaido direkt am „Arimatsu Narumi Shibori Tie-Dyeing Museum“ vorbei. Das dürfte das Äquivalent für das Ukiyo-e werden.

Der Tokdaio bleibt die B222, die nach Narumi einen kleinen Haken nach Norden schlägt. Er nachdem man bei Moto-Kasadera die Meitsu-Bahnlinie gekreuzt hat, zweigt der Tokaido von der 222 ab und folgt grob der Bahnstrecke bis Höhe Sakura Eki. Man quert die Straße Tokaidori (!), folgt dem Straßenverlauf und quert Yamasaki auf der gleichnamigen Brücke. Hinter der Brücke geht es links ab und man istzurück auf der B222.

Problem: Schon wieder einmal verliere ich die Spur. Die B222 mündet in die B1, die hier mit der E3 zusammen trifft. Im Straßengewirr ist der Tokaido nicht mehr markiert. Da die B1 in Verlängerung der B222 läuft, ist es wohl nicht verkehrt erst einmal  ihr zu folgen.

PROBLEM: Auf googlemaps verliert sich wieder einmal. Es gibt nur einzelne Indizien: Kurz bevor die B1 auf die B247 gibt es auf der linken seine ein Gebäude, das „Old Tokaido Road Guidepost“ an einer Straße die Südwärts führt. Denkt man sich die B247 weg, verlängert sich die Straße runter zum Fluss. Hier ist der Shichiri-no-Watashi-Koen. Ein kleiner Park. Das Bild von Station 42 verweist namentlich auf diesen Ort. Aber Station 41 hat den Atsuta-Jingu, den wir gerade passiert haben. Spoiler Alert: Es gibt noch einen Ort mit der Bezeichnung Shichiri-Watashiguchi.


41 .. 宮 .. Miya (Nagoya) .. 359 km
熱田神事 .. atsuta shinji
Fest am Atsuta-Jingu

Der Atsuta Jingu ist der wichtigste Schrein in Nagoya. Hier lagert dem Gerücht nach eine der Throninsignien, das Schwert „Kusanagi no Tsurugi“. Damit ist dieses Ukiyo-e mal wieder eines, das man heute noch erstellen kann. Der Tokaido passiert den Schrein etwa 2 km südlich.

Den Ort Miya konnte ich nicht finden. Es gibt eine Miyanishi Nursery, die Miya dann gröblich an den Ort des Shirotori Koen legen würde, also südlich des Atsuta Jingu.

neue Nullmarke bei der U-Bahnstation [km 363] Nagoyakeibajomae.

Der 七里の渡し跡 befindet sich an der Gabelung des Hori River. Es gibt eine Brücke 150m nordwestlich. Der Tokaido setzt in Verlängerung fort und führt zurück nach Süden, runter zum Tokaidori. Der Tokaido biegt  auf den Tokaidori ein. Der Tokaido(ri) führt schnurstracks nach Westen und überquert als B59/B227 die Flüsse Shonai und Shin. Direkt am Westufer des Shin River springt er etwa 150m nach Süden.

PROBLEM: Am Nikko River verliert sich die Spur und erneut muss ich raten. Ich folge der B103 und dann hinter den Zenta River auf die B462/B106 südwärts. Am Ufer des Takara findet sich tatsächlich ein Schnipsel Tokaido am Nordufer. Dann nimmt man die Brücke der B109 und folgt am Südufer der B462/B106 bis zum Flussbett, des (nicht mehr vorhandenen) Nabeta River. Und jetzt ist es eigentlich egal. Ich werde runter zur B23 fahren. Hinter der Brücke über den Kiso River gibt es das „七里の渡跡(中廻り)“. Hinter der Brücke über den Ibi River geht dasnn erst einmal hinauf zum Park mit dem Shichiri-no-watashiato 七里の渡跡 (nicht fragen nur wundern). Egal. Hier setzt sich der Tokaido fort. Der Tokaido führt nun südwärts, vorbei an Kuwana Castle.

[[Randbemerkung: Der Fluss gibt dem Kisodani seinen Namen. Entlang des Kisodani wiederum führt der Nakasendo.]]


42 .. 桑名 .. Kuwana
七里渡口 .. shichiri watashiguchi
Überfahrt in Shichiri

Lasst euch nicht von dem Shichiri no watashi südlich des Atsuta Schreins verarschen.  Der Punkt den wir suchen liegt am Westufer des Nagara, auf halber Strecke zwischen B1 und B23. Eine Brücke hat der Tokaido nicht. An dem Punkt steht ein Monument, dass ich als Foto wählen werden.

Südlich der Burg biegt der Tokaido nach Westen ab. Hinter der B613 geht es wieder südwärts. In Höhe des Kotateschreins gehts es links ab. Der Tokaido schlägt so einige Haken auf der Karte. Der Tokaido endet am Fluss Inabe und setzt auf der anderen Seite fort. Man muss die Brücke der B1 nutzen. Er quert später dann als 66 den Fluss Asake. Höhe Tomida gelangt der Tokaido wieder in die Nähe der B1 und läuft, wie schon öfters, parallel zu ihr.  Er endet dann am Ufer des Kaizo und geht auf der anderen Seite weiter. Man muss die Brücke der B1 nutzen. Am Mitakai hat der Tokaido dann seine eigene Brücke.


43 .. 四日市 .. Yokkaichi
三重川.. miegawa
Der Fluss Mie

Und schon haben wir das nächste Problem. Die 40er-Stationen sind echt nervig: Es gibt keinen Fluss Mie. Es gibt den Kaizo, den Mitaki, Kabake, Tempaku, Utsube und Suzuka. Ich werde wohl einen der genannten Flusse als Ersatz wählen.

Ab Kintetsu Yokkaichi Eki folgt der Tokaido gröblich der Bahnlinie, bis er beim Tokaido-Hinaga-Kyosdo Museum auf die B1 trifft. Er wechselt als 407 auf die andere Gleisseite (bei Oiwake Eki). Ab jetzt entfernt sich der Tokaido von der küste und steuert Otsu am Biwako an. Es geht aber erst einmal runter zum Fluss Utsube, den man auf der 25 (gleichzeitig B1) überqueren muss. Der Tokaido läuft danach parallel und streckenweise auf der 25 weiter; bis runter zum Fluss Suzuka,


44 .. 石薬師 .. Ishiyakushi (Suzuka)
石薬師寺 .. ishiyakushi-ji
Der Tempel Ishiyakushi

Den Tempel Ishiyakushi-ji gibt es noch. Er liegt direkt am Tokaido und ist damit wieder ein lohnenswertes Fotomotiv.

Man muss danach auf die B1 / 25 und bis etwa Höhe Kasado Eki fahren. Dann wird der Tokaido wieder zu einer parallel laufenden Nebenstraße; mal westlich, mal östlich der B1 / 25. Am Kawamata Schrein wird der Fluss Anraku überquert. Höhe Idagawa Eki ist man dann wieder dicht bei der B1 / 25.

Die 53 Stationen des Tokaido – Teil 3/5

22 .. 藤枝 .. Fujieda .. 202 km
人馬継立 .. jinba tsugitate
Wechsel der Träger und Pferde

Fujieda ist wieder auch eine Bahnstation der Tokaido-Main-Line. Hier in der Mitte des flachen Flusstals des Ooi konnte man sicherlich Pferde tauschen. Ein modernes Alternativbild wäre vielleicht der Bahnhof, als modernes Äquivalent zum Fernverkehr.

Man bleibt auf der B222, bis sich diesemit der B381 vereint; vermutlich, denn Informationen fehlen vorerst wieder. Kurz vor Rokugo Eki verlässt der Tokaido die B381 (und wird weider sichtbar), quert den Utsuya River aber wieder auf der B381 und trennt sich danach vollständig von ihr und folgt dem Streckenverlauf der JR-Tokaido-Main-Line nach Shimada. Ab etwa Shimada Eki hat die Straße die Nummer B34 und heißt zeitweise Hontori.


23 .. 島田 .. Shimada .. 209 km
大井川駿岸 .. ooigawa sungan
Das Surugaufer des Oi-Flusses

Das Ukiyo-e zeigt eine Flussüberquerung, die in Ermangelung eienr Brücke durch Lastenträger durchgeführt wird. (Das mit den fehlenden Brücken, muss ich irgendwann noch mal erklären.) Und in der Tat: Der Tokaido endet Höhe des Oigawa Park direkt am Fluss. Ende. Keine Brücke. Auf der anderen Seite geht der Tokaido leicht versetzt weiter.

Etwa 1 km vor dem Fluss Oi, verlässt der Oi die B34 und führt direkt zum Oi-Park, wo der Tokaido am Ufer endet. Hier warteten die Lastenträger. Auf der anderen Seite setzt der Tokaido fort. Als Radfahrer muss man die Brücke de rB381 nehmen. Der Tokaido ist eine Parallelstraße südlich der B381, die später die B228 und dann die B473 wird, zum direkt am Kanaya Eki führt. Achtung. Kurz vor dem Banhhofsgebäude wechselt der Tokaido die Gleisseite.


24 .. 金屋, 金谷 .. Kanaya (Shimada) .. 215km
大井川遠岸 .. ooigawa engan
Das ferne Ufer des Oi-Flusses;

Wie bei allen breiten Flüssen (und das Flussbett des Oi ist hier 1000m breit) gibt es Post Town an beiden Uferseiten. Was mich wundert, dass 23 (Shimada) und 24 (Kanaya) sehr ähnliche Szenen haben.

Der Tokaido quert dann die B473 und wird zu einer sehr kleinen Nebenstraße auf google-maps. Ich vermute, dass es sich hier um eine Stück der Originalstraße handelt. Diese kleine Straße folgt grob dem Verlauf der B1. Kurz vor Nissaki kreuzt der Tokaido dann die B1, die B415 und führt durch das Dorfzentrum.


25 .. 日坂 .. Nissaka (Kakegawa) .. 220 km
佐夜ノ中山 .. sayo no nakayama
Der Bergpass am Sayo

Eine Entsprechung für die Station habe ich nicht gefunden. Der Tokaido passiert aber den Ort Sayoshika. Danach gibt es weder ein Stück der alten Originalstraße, was eine gute Entsprechung für das Ukiyo-e ist.

Hinter Nissaki, am Kotono Mamahachimangu wechselt der Tokaido dann auf die B415. Hinter der Unterführung der B1 wechselt der Tokaido auf die B250 und spöter wieder zuück auf die B415, um kurz darauf für ein paar hundert Meter erneut auf eine Nebenstraße zu wechseln. Später verlässt der Tokaido erneut die B415 auf eine Straße, die in Richtung Kakegawa Eki führt. Die Straße passiert den alten Stadtkern von Kakegawa und wird zur B37.


26 .. 掛川 .. Kakegawa .. 229 km
秋葉山遠望 .. akiba-san enbou
Ansicht des Akiba-Berges

Eine gute Brücke habe ich nicht gefunden. Kakegawa ist aber eine Burgstadt. Die Burg wird ein gutes Motiv abgeben. Mt Akiha ist etwa 20km nordnordwestlich und stellt grob die Südspitze eines Bergkette (u.a. Mt. Damugen, Mt, Notori) dar, das der Tokaido südlich und der Nakasendo nördlich umgeht.

Die B37 führt den Tokaido an eine Kreuzung, auf der er zurück auf die B415 schwenkt. Hinter der Brücke über den kleinen Kurami River wechselt der Tokaido auf die B253. Er passiert die B1, die E1 und trifft kurz vor dem Haranoya River erneut auf die B1. Jetzt muss nan die  Brücke der B1 nutzen, denn der Tokaido setzt auf der anderen Flussseite fort; weiterhin die B253. Dann fehlt ein Stück (Gebäude ist im Weg) und man muss für 50m auf die B413 wechseln. Während deie B253 der B413 folgt, läuft der Tokaido auf Nebenstraße südlich zum Bahnhof, überquert aber nicht den Sakasa River.


27 .. 袋井 .. Fukuroi .. 239 km
出茶屋ノ図 .. dejaya no zu
Teeladen

Das Ukiyo-e für Fokuroi zeigt auf den ersten Blick Küstenlandschaft. Allerdings ist die Küste etwa 5km entfernt. Es ist eine Straße, die zwischen den Feldern entlang führt. Den Teeladen von damals wird man sicherlich nicht finden. Aber es gibt direkt an der 253 den „Fukuroi post-station Higashi Honjin trace“.

Der Tokaido wird wieder einmal zur B253, später an der B413 endet (die hatten wir auch schon mal  … Was für ein System steckt eigentlich hinter den japansichen Straßennummern?).Am Kone Shrine wechselt der Tokaido kurz auf eine kleine Ortsdurchfahrt (Originalstrecke). Gleich hinter dem Ota River geht es runter von der B413. Der Tokaido ist jetzt eine Parllelstrecke, die knapp am Futagozuka Park vorbeiführt. Es geht kurz zurück auf die B413 und dann auf eine nördlich verlaufende Parallelstrecke. Der Tokaido kommt südlich des Mitsuke Tenjin vorbei und durch den alten Stadtkern von Mitsuke, das heute ein Teil von Iwata ist.


28 .. 見附 .. Mitsuke (Iwata) .. 250 km
天竜川図  .. tenryuugawa zu
Ansicht des Tenryuu-Flusses

Das Ukiyo-e ist wieder eine Fähre. Diese dürfte den Tenryuu queren, der ein paar Kilometer westliche von Mitsuke liegt. Als Foto für Mitsuke werde ich wohl auf den Mutsuke Tenjin wechseln.

Der Tokaido verläuft erst einmal weiter geradeaus (auf der Mitsuke Shukubadori). Dann biegt er nach Süden auf die B44 ab, die zur B56 wird. Zwei Ampeln vor Iwata Eki geht es westlich weiter und hinauf zur und weiter auf der B261.

Als B261 quert man den Tenryuu River. Ich bezweifle aber, dass dies die Originalstreckenführung ist. Denn auf der anderen Seite setzt der Tokaido auf der 314 fort, dort wo der Hinweis  „Old Tokai-do Funabashi Kibashi Bridge ruins“ steht. Egal. Es geht weiter aufder B314, die zur B312 wird. Der Tokaido wechselt dann auf die B152, auf der er Hamamatsu Eki etwa 300m nördlich passiert.


29 .. 浜松.. Hamamatsu .. 257 km
冬枯ノ図 .. fuyugare no zu
Winterliche Szene

Die winterliche Szene des Ukiyo-e zeigt im Hintergrund die Burg von Hamamatsu. Die Szene kann man heute wegen der Bebauung sicherlich nicht mehr nachstellen, aber zumindest die Burg steht noch. Damit lasst sich was machen.

[[Streckentechnisch ist jetzt Halbzeit.  DerTokaido hatte in der Originalstreckenführung 493 km. Auf der neueren Strecke sind wir jetzt bei 257, also gut der Hälfte. Das macht Hamamatsu auch zu einem Basislager, an dem man ein bis zwei Tage verschaufen kann.]]

Noch vor der Hamamatsu Castle wechselt der Tokaido auf die 257 und führt südwärts; weg von der Burg und hin zum Wasser.Höhe Takatsuka Eki biegt die B257 nach Südwesten ab, der Tokaido führt aber geradaus weiter (wird die B316, später B49), immer nach Westen. Auch an der Qeurung der B301 geht der Tokaido geradaus weiter, jetzt nummernlos. Und dann endet er direkt am Fischhafen !


30 .. 舞阪 .. Maisaka (Hamamatsu) .. 270 km
今切真景 .. imagiri shinkei
Ansicht von Imagiri

Imagiri ist vermutlich die Mündung des Hamasee in den Pazifik. Allerdings ist die Höhe des Berges künstlerische Freiheit. Das Land ist hier flach.

Um auf die anderen Flussseite zu kommen, muss man heute die B1, die B301 oder die Strecke neben der B301 nehmen.


31 .. 荒井, 新居 .. Arai (Kosai) .. 275 km
渡舟ノ図 .. watashibune no zu
Fährboot

Araimachi liegt direkt am Wasser. End brauchbares Motiv mit Booten wird sich sicherlich finden. Es wäre spannend zu erfahren, wie die damalige Künstenlinie aussah, denn ich werde das Gefühl nicht los, dass die Bahnstation Araimachi auf aufgeschüttetem Land liegt.

Hinter Araimachi Eki, auf der Westuferseite,  trägt die B301 die Bezeichnung Tokaido. Für einen kurzen Moment hatte ich die Spur verloren. Während die B301 selbst dem Schienenverlauf von Tokaido-Shinkansen und Tokaido-Main-Line folgt, führt der Tokaido südwärts, auf die B417, und eine Ampel später auf eine nördliche Nebenstraße (Hamana-kyukaido). Kurz bevor die Straße selbst auf der B42 endet, biegt der Tokaido nach rechts (nach Norden) ab und läuft als B173 durch Shirakusa. Kurz vorher kommt man am 湖西市 おんやど白須賀 vorbei, das evtl noch aus der Zeit des Tokaido stammt?, zumindest aber auf selbigen referenziert.


32 .. 白須賀 .. Shirasuka (Kosai) .. 281 km
汐見坂図 .. Shiomizaka zu
Ansicht von Shiomizaka

Das Ukiyo-e zeigt eine Künstenlandschaft. Ich vermute, dass diese Szene zwischen Arai und Shirazuke spielt, da Kosai nicht mehr an der Künste liegt.

Während die B173 einen Kick macht, führt der Tokaido hinter Shirazuke geradeaus. Dann wird der Tokaido bis kurz vor Futagawa Teil der mehrspurigen B1. Direkt an der Tokaido-Shinkansenstrecke verlässt der Tokaido die B1, quert den Fluss Umeda und läuft parallel zum Schienenstrang. Die Straße wird kurz vor Futagawa Eki zur B404.