USA 14.2 – San Francisco, Golden Gate Bridge

2023 war ich für ein Jahre in den USA. Jetzt ist es Trumpistan.
Bleibt fern. Besucht lieber Kanada und Mexiko. — And: Don’t buy American.

DEU

Der gestrige Tag war doch anstrengender als gedacht. Ich schlafe etwas länger. Aber auch nicht zu lange. Der Tag will genutzt werden und gegen 19 Uhr holt mich WinterOwl hier am Hotel ab. Ich checke aus, parke meine Koffer und warte auf den uber. Der bringt mich zum Parkplatz an der Old Mason Street.

Ich wandere los, am Strand entlang in Richtung Golden Gate Bridge1; vorbei am Golden Gate Beach und Torpedo Wharf. Die Brücke wird immer größer. Fort Point unterhalb der Brücke kommt in Sicht. Und dann stehe ich am Parkplatz mit der Ankerkette als Zaun. Diesen Anblick kenne ich von Star Trek.

Ich besuche das Fort2. Die Geschicht muss ich später googeln. Dann geht es auf Fotosafari mit der Golden Gate Bridge. Ich finde auf Höhe der Torpedo Wharf einen Wanderweg bergauf. Den nehme ich. Rauf zur Brücke sind es etwa 75 Höhenmeter. Der Battery E Trail bringt mich auf die Pazifikseite der Brücke. Ich kontempliere kurz, ob ich die Brücke entlang wandere. Aber hin und zurück sind über 5 km, mit Fotos als mindestens 90 Minuten Fußmarsch. Das klingt gerade nicht verlockend.

Ich wandere langsam wieder runter zum Strand und dann in Richtung Fisherman’s Wharf. Und ja, ich habe die Entfernung unterschätzt. Ich wandere am Crissy Field Marsh vorbei bis zum Ende vom Strand. Am Yachtclub angekommen merke ich, dass das nicht der am Fort Mason ist. Ich habe mich um 1000 m verschätzt. uber lässt mich auch im Stich. Ich sehe den Fahrer, aber für 10 Minuten bewegt er sich nicht. Ich storniere die Fahrt und gehe weiter zu Fuß.

Ich quere Fort Mason runter zu Aquatic Cove. Endlich bin ich am Fisherman’s Wharf. Ich habe Hunger, aber zu Clam Showder kann ich mich nicht durchringen. Ich erblicke ein U-Boot aus dem zweiten Weltkrieg, die USS Pampanito, Baleo-Klasse3. Das U-Boot war die USS Stingray im Film Down Periscope mit Kelsey Grammer. Ohne es geplant zu haben, habe ich damit einen weiteren Filmort besucht.

Und dann ist der Tag eigentlich auch schon rum. Ich wandere am Washington Square vorbei, mache einen Umweg und Zwischenstop am Maggie McGarry’s in der Grant Ave. Von hier geht es direkt zurück zum Hotel.

Der Tag fühlte sich sehr kurz an. Meine Füße sind anderer Meinung und der Sonnenbrand ist auch nicht verkehrt. Mit WinterOwl am Steuer geht es entspannt zurück nach Monterey.

Und da heute jetzt nicht so spannend war, habe ich ein paar Fotos von gestern ergänzt.

ENG

Yesterday was more exhausting than I thought. I slept a little longer. But not too long either. I want to make the most of the day and WinterOwl picks me up at the hotel at around 7pm. I check out, park my suitcases and wait for the uber. It takes me to the parking lot on Old Mason Street.

I set off walking along the beach towards the Golden Gate Bridge4; past Golden Gate Beach and Torpedo Wharf. The bridge gets bigger and bigger. Fort Point below the bridge comes into view. And then I’m standing at the parking lot with the anchor chain as a fence. I know this view from Star Trek.

I visit the fort5. I’ll have to google the history later. Then I go on a photo safari with the Golden Gate Bridge. I find a hiking trail uphill at Torpedo Wharf. I take it. It’s about 75 meters up to the bridge. The Battery E Trail takes me to the Pacific side of the bridge. I briefly contemplate whether I should walk along the bridge. But it’s over 5 km there and back, with photos as at least a 90-minute walk. That doesn’t sound appealing right now.

I walk slowly back down to the beach and then towards Fisherman’s Wharf. And yes, I underestimated the distance. I walk past Crissy Field Marsh to the end of the beach. When I reach the yacht club, I realize that it’s not the one at Fort Mason. I have misjudged by 1000m. uber also lets me down. I see the driver, but he doesn’t move for 10 minutes. I cancel the ride and continue on foot.

I cross Fort Mason down to Aquatic Cove. Finally I’m at Fisherman’s Wharf. I’m hungry, but I can’t bring myself to eat Clam Showder. I spot a WWII submarine, the USS Pampanito, Baleo class6. The submarine was the USS Stingray in the movie Down Periscope with Kelsey Grammer. Without having planned it, I used it to visit another movie location.

And then the day is actually already over. I walk past Washington Square, take a detour and stop off at Maggie McGarry’s on Grant Ave. From here I head straight back to the hotel.

The day felt very short. My feet disagree and the sunburn isn’t bad either. With WinterOwl at the wheel, it’s a relaxed drive back to Monterey.

And since today wasn’t so exciting, I’ve added a few photos from yesterday.

USA 14.1 – San Francisco, Twin Peaks

2023 war ich für ein Jahre in den USA. Jetzt ist es Trumpistan.
Bleibt fern. Besucht lieber Kanada und Mexiko. — And: Don’t buy American.

DEU

Und ich bin wieder einmal in San Francisco. Die Band Man with a Mission ein Konzert7. Es keine Furry-Band, auch wenn die Band mit Furry-Heads autrifft. Vielen wird die Band nichts sagen, außer sie haben die Anime Log Horizon (ログ・ホライズン) gesehen.

Freitag, 12.05.2023 — Ich fahre zusammen mit WinterOwl bereits am Freitag los. Gegen Abend sind wir am Ford Mason, westlich der Fisherman’s Wharfs. Hier ist ein Late-Night Foodtruck-Festival. Die Portionen sind riesig und teuer. Damit können wir nur zwei Trucks ausprobieren. Zur Erfrischung gibt es ein Bier im Radhaus. So stellen sich die Amis also eine deutsche Brauereikneipe vor. OK. Es ist zumindest weniger atereotypisch als die Ginza Lion Beer in Tokyo. Auf der Karte stehen Klassiker wie Tannenzäpfle und Hacker-Pschorr.  Meine Wahl fällt auf ein Märzen Rauchbier.

Danach wirft mich WinterOwl beim Hotel ab. Ich habe wieder das BEI nehe der Market Street gebucht. Damit habe ich auch wieder obdachlose Crack-Junkies vor der Tür, aber das ist nunmal San Francisco in 2023. Da ich noch ein paar Energiereserven habe, laufe ich kurz die Mission Street rauf in runter. Damit ist dieser Punkt auf der Liste auch abgehakt.

Samstag, 13.05.2023 — Twin Peaks Für heute steht der berühmte Berg mit der Doppelspitze auf dem Programm. Ein uber bringt mich bis nach Castro. Es hat etwas gedauert, bis ich kapiert habe, dass der Berg gleich inter Castro beginnt. Vom Hafen kommend bis hier ist die Market Street kerzengerade. Ich beginne meine Wanderung, gestärkt durch ein Bier bei 440 Castro, wo der kurvige Teil der Market Street anfängt.

Los geht es am alten Eingang zum Twin Peaks Tunnel. Hier muss ich bei Zeiten mal Googeln, was es damit auf sich hat. Es geht bergauf. 180°-Drehung in die Clayton St. Hinter der Kreuzung Corbett Ave gibt e die Pemberton Steps. Treppen, die die Strecke ungemein abkürzen. In eine Menge Stufen bin ich ja aus Japan und vom Coit Tower gewohnt. Ich kreuze zwei Straßen und lande in der Crown Terrace. Hier gibt es kurz Verwirrung. Dann rüber zur Raccoon St sieht das nicht wie eine öffentliche Straße aus. Ich riskiere es. Für alle die es interessiert. Hier oben gibt es leerstehende Apartments; das Gebäude müsste aber renoviert werden.

Jetzt folge ich dem Twin Peaks Blvd. Die Bebauung endet und gibt den Blick auf San Francisco frei. Hier oben steht übrigens auch der Sutro Tower; eine riesige dreimastige Antennen, die man von fast überall in SF sehen kann. Und dann bin ich endlich oben und kann die Aussicht genießen: Ich sehe die riesige Pride-Flag von Castro und die lange Market St, die am Ferry Terminal endet. Man sieht sogar den oberen Teil der Golden Gate Bridge. Was für ein ungewonter Anblick. Was für eine Aussicht.

Es ist Zeit für den Abstieg. Zurück in Castro stärke ich mich mit einem weiteren Bier. Der Barkeeper zieht die Augenbrauen nach oben, als er realisiert, dass ich der Typ von vorhin bin, der zu Fuß rauf zu den TwinPeaks wollte. Ich präsentiere den Fotobeweis.

Wenn ich jetzt States St, Roosevelt Way und Masonic Ave folge, sollte ich bei den Hippies landen. Bei der Planung habe ich vergessen, dass da zwei weitere Hügel von San Francisco auf mich warten. Aber die Reise hat sich gelohnt.

Haight-Ashbury — Diese Wohngegend ist berühmt, Haight St verströmt immer noch den Charme der Hippie-Zeit.8 Die Bars und Cafés sind irgendwie anders. Ich weiß nicht was es ist. Aber man spürt es. Anstatt weiter zum Golden Gate Park und dem japansichen Garten zu laufen, gehe ich richtig Panhandle. Ja, das war eine dumme Idee. Verklagt mich doch.

Da die Painted Ladies nicht mal 1 km entfernt sind, werden sie mein nächstes Ziel. Das Wetter ist genial für ein Foto. Das erste war ja etwas grau-verregnet. Oben steht sogar einer dieser kleinen, fahrenden Hotdog-Stände. Ich weiß micht ob das San Francisco-Style9, California-Style oder was auch immer ist. Es ist farblich attraktiv, lecker und ich bestelle eins.

Keine Ahnung warum, aber von hier aus laufe ich die Strecke von meinem allersten Tag in San Francisco. Fotos von der Filber Street und der berühmten Lobard Street sind dann im Kasten. Die Lombard St runter geht es dann zur Columbus Ave und über Chinatown in Richtung August Hall. Ich kläre kurz ab, wo ich die Kamera lassen kann: Es gibt eine Gaderobe, dort kann ich sie abgeben. Das erspart mir den Umweg zum Hotel, und ich habe Zeit fürs Abendessen. Auf geht’s zum Japaner in der Powell Street. Dafür muss ich wieder bergauf und meine Füße sind total dagegen. Die Aussicht auf Sushi und Nihonshu ist aber Motivation genug.

Das Konzert ist ’ne runde Sache. Database ist definitiv einer der besten Songs des Abends. Nach dem Konzert geht es zurück ins Hotel. Früher als normalerweise. Moment, heute ist Frolic. Das hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Schnell die Kamera weggebracht und los. Ich bin ohne Gyoji unterwegs, aber das soll nicht stören. Um 2 Uhr bin ich endlich wieder am Hotel.

ENG

And once again I’m in San Francisco. The band Man with a Mission is playing a concert10. It’s not a furry band, even if the band does autograph with furry heads. Many people will not know the band unless they have seen the anime Log Horizon (ログ・ホライズン).

Friday, 12.05.2023 — I set off with WinterOwl on Friday. Towards evening we are at Ford Mason, west of Fisherman’s Wharfs. There’s a late-Night foodtruck festival here. The portions are huge and expensive. So we can only try two trucks. For refreshment, we have a beer in the Radhaus. This is how the Americans imagine a German brewery pub. OK. At least it’s less stereotypical than the Ginza Lion Beer in Tokyo. The menu includes classics such as Tannenzäpfle and Hacker-Pschorr. I opt for a Märzen Rauchbier.

Then WinterOwl drops me off at the hotel. I’ve booked the BEI near Market Street again. This means I have homeless crack junkies on my doorstep again, but this is San Francisco in 2023. Since I still have a few energy reserves, I walk up and down Mission Street. That’s one item ticked off the list.

Saturday, 13.05.2023 — Twin Peaks — The famous mountain with the twin peaks is on the agenda for today. An uber takes me all the way to Castro. It took me a while to realize that the mountain starts just inter Castro. Market Street is straight as a die from the harbor to here. I start my hike, fortified by a beer, at 440 Castro, where the winding part of Market Street begins.

We start at the old entrance to the Twin Peaks Tunnel. I’ll have to google what it’s all about when the time comes. It’s uphill. 180° turn into Clayton St. Behind the Corbett Ave junction are the Pemberton Steps. Steps that shorten the route immensely. I’m used to a lot of steps from Japan and Coit Tower. I cross two streets and end up in Crown Terrace. There is brief confusion here. Then over to Raccoon St, which doesn’t look like a public road. I take a chance. For those who are interested. There are vacant apartments up here, but the building needs to be renovated.

Now I follow Twin Peaks Blvd. The development ends and opens up the view of San Francisco. Incidentally, the Sutro Tower is also up here; a huge three-masted antenna that can be seen from almost everywhere in SF. And then I’m finally at the top and can enjoy the view: I can see the huge Pride flag of Castro and the long Market St, which ends at the Ferry Terminal. You can even see the upper part of the Golden Gate Bridge. What an unusual sight. What a view.

It’s time for the descent. Back in Castro, I fortify myself with another beer. The bartender raises his eyebrows when he realizes that I’m the guy from earlier who wanted to walk up to Twin Peaks. I present the photo evidence.

If I follow States St, Roosevelt Way and Masonic Ave now, I should end up at the Hippies. In my planning, I forgot that there were two more San Francisco hills waiting for me. But the trip was worth it.

Haight-Ashbury — This residential neighborhood is famous, Haight St still exudes the charm of the hippie era.11The bars and cafes are somehow different. I don’t know what it is. But you can feel it. Instead of walking on to Golden Gate Park and the Japanese Garden, I go right Panhandle. Yes, that was a stupid idea. Sue me.

As the Painted Ladies are less than 1 km away, they become my next destination. The weather is brilliant for a photo. The first one was a bit gray and rainy. There’s even one of those little moving hot dog stands at the top. I don’t know if it’s San Francisco-style12, California-style or whatever it is. It’s colorful, attractive, delicious, and I order one.

I don’t know why, but from here I walk the route from my very first day in San Francisco. Photos of Filber Street and the famous Lobard Street are in the can. I walk down Lombard St to Columbus Ave and via Chinatown towards August Hall. I briefly check where I can leave the camera: There’s a cloakroom where I can leave it. This saves me a detour to the hotel and gives me time for dinner. Off to the Japanese restaurant on Powell Street. I have to walk uphill again and my feet are totally against it. But the prospect of sushi and nihonshu is motivation enough.

The concert is a well-rounded affair. Database is definitely one of the best songs of the evening. After the concert, it’s back to the hotel. Earlier than usual. Wait, today is Frolic. I hadn’t even remembered that. I quickly put the camera away and set off. I’m traveling without Gyoji, but that shouldn’t bother me. I’m finally back at the hotel at 2 o’clock.

USA 13 – Tectonic Hopping II

2023 war ich für ein Jahre in den USA. Jetzt ist es Trumpistan.
Bleibt fern. Besucht lieber Kanada und Mexiko. — And: Don’t buy American.

DEU

Ich bin schon mehrfach von einer Platte auf die andere gewechselt: u.a. auf meinen Reisen nach San Francisco und Los Angeles. Und wenn man weiß, wo die der Graben verläuft, kann man ihn nicht nur sofort auf einer Karte erkennen, sondern auch in der Landschaft erahnen.

San Juan Bautista — Die Reise beginnt auf H-1 in Richtung Norden. Wie auf einer Fahrt nach San Francisco geht es zunächst auf kurz H-156 und dann auf den H-101. Der Weg führt durch Berge und dann zweigt der Ostteil des H-156 ab. Gleich dahinter passiere ich den San Andreas Graben. Man erkennt nichts.

In San Juan Bautista gibt es ein Straßenfest. Verdammt. Mein Zeitplan ist heute so eng, dass ich keine Chance habe, es zu besuchen. Mein Ziel ist die Mission San Juan Bautista13. Die Kapelle befindet sich fast genau auf dem Graben.

Pinnacles National Park — Ich verlasse die Stadt auf H-156 in Richtung Hollister. Dann geht es auf H-25 gen Süden. Die Straße folgt dem San Andreas Graben und wechselt dabei mehrere Male die Kontinentalplatte. Der erste Wechsel ist auf Höhe des Willow Creek Cemetery. Hier kreuzt die Straße einen kleinen Fluss. Ich kann mir gut Vorstellen, dass der Fluss im San Andres Graben liegt.

Ein paar Meilen später erreiche ich die Einfahrt zum National Park. die Warteschlange ist lang. Es könnte gut eine Stunde dauern, bis ich einen Parkplatz habe. Ich gebe schnell auf.

Warum wollte ich hierher? Die Berge im Pinnacles National Park sind vulkanischen Ursprungs und etwa 23 Millionen Jahre alt. Es ist aber nur die Hälfte des Vulkans. Die andere Hälfte ist immer noch in der Nähe von Los Angeles; der Neenach Vulkan

Auf nach Parkfield — Weiter geht es auf  H-25. Mein nächstes Ziel ist Parkfield. Kurz unter dem Nationalpark verläuft der H-25 fast genau auf der Verwerfung. Die Landschaft ist einmalig.  Verkehr ist kaum vorhanden, so kann ich immer wieder anhalten und Fotos machen.

H25 endet am H198, aber der Weg nach Parkfiled Junction ist gesperrt. Rechts geht es nach San Lucas, zurück zum H101; ein 30 km Umweg. Keine Ahnung ob Peach Tree Road eine bessere Wahl ist. Ich probiere es einfach. Ich hoffe, dass es irgendwo einen Abzweiger gibt, den google nicht anzeigt und der keine Privatstraße ist. Bis dahin genieße ich die Landschaft.

Es gibt keinen Abzweiger. Ich muss runter bis kurz vor H-101 auf Höhe San Miguel. Hier kann ich von der Indian Valley Rd auf die Vineyard Canyon Rd abzweigen, die mich zurück nach Parkfield bringt. Es geht steil bergauf von 760 ft rauf auf 2400 ft (500 Höhenmeter). Ich bin jetzt 730 m ü.N.N. Oben angekommen geht es rechts ab, direkt nach Parkfield.

Parkfield — Warum Parkfield? Dieser Ort hat eine Brücke direkt über den San Andreas Graben. Und für alle Nerds gibt es auf beiden Seiten der Brücke ein Hinweisschild: Entering North Amercian Plate bzw. Entering Pacific Plate.

Ich laufe mehrfach über die Brücke. Wechsel von einer tektonischen Platte der Erdkruste auf die andere. Stehe in der Mitte. Dann gehe ich kurz runter zum Fluss. Ja, es wird nasse Füße geben, aber ich muss es versuchen: Gleichzeitig auf zwei tektonischen Platten stehen. Vielleicht habe ich das schon vorher. Aber hier bin ich mir 100% sicher, dass ich direkt auf dem San Andreas Graben stehe.

James Dean Junction — Ich folge der Cholame Rd, die der Verwerfung folgt, bis sie an am H-41/H-46 endet. Nach halber Strecke kommt wieder eine Sperrung. Dieses Mal ignoriere ich die Warnung. Die Straße ist vom Cholame Creek überflutet. Es sieht aber nicht tief aus. Ich riskiere es. Ich fahre jetzt nicht zurück und verliere knapp 2 Stunden. Der Highway ist nur 3 km entfernt. Zwei Regeln: Kein Wasser in den Luftfilter bekommen (also nicht zu schnell, damit eine Bugwelle den Motorraum flutet) und genug Drehzahl, damit der Auspuff nicht voll Wasser läuft.

Am Highway angekommen stehe ich nur weniger Meter entfernt von James Dean Junction, der Kreuzung an der der Schauspieler mit seinem Porsche tödlich verunglückte.

Bitterwater Rd — Ich fahre ein 2 Meilen in Richtung H-101 zur Bitterwated Rd. Die Straße liegt für einige Kilometer fast genau auf der Verwerfung. Und ich kenne diese Straße. WinterOwl und ich haben sie damals auf dem Weg nach LA benutzt, als wir den Stau umfahren haben. Irgendwann verlässt die Straße den Graben und biegt nach Süden ab. Danach geht es auf H-58 zwischen riesigen Solaranlagen hindurch nach Simmler. Hier ist nichts los. Aber die Straße folgt mit rechtwinkeligen Kurven ein unsichtbaren Schachbrett (man kann es auf google maps erkennen). Die Region ist komplett flach. Ich bin auf der pazifischen Kontinentalplatte. Am Horizont sehe ich die Berge, die durch die Kollision mit der nordamerikanischen Platte aufgeschoben hat.

Wallace Creek — Kurz bevor die Straße in diese Berge führt zweige ich zum Wallace Creek Interpretive Trail ab Er liegt in der Carrizo Plain nahe Soda Lake. Der Parkplatz ist etwa 200m vom Ende er pazifischen Platte entfernt. Die Steigung die ich sehe ist bereits auf der nordamerikanischen Platte. Ich weiß nicht, wie ihr das seht, aber ich finde die Idee cool. Ich befinde mich auf einer anderen Kontinentalplatte als der Aussichtspunkt, zu dem ich jetzt wandere.

Ich bin wegen eines Flusslaufes hier, der von einer Platte auf die andere fließt. Der Teil auf der pazifischen Platte verschiebt sich natürlich mit 6 cm pro Jahr14. Das hat dazu geführt, dass der Fluß direkt auf der Verwerfung nach rechts abknickt, um etwa 20 m später nach links knickt, um dem verschobenen Flusslauf zu folgen. Ich habe das in google Maps von oben gesehen. Aber es etwas völlig anderes, es live zu sehne. Das ist Plattentektonik eindrucksvoll visualisiert.

Und rein statistisch bewegt sich auf mein Auto gerade mit 6 cm pro Jahr an mein Standpunkt vorbei gen Norden.

Elkorn Scenic Overview — So langsam wird die Zeit knapp, bzw. das Sonnenlicht. Ich will es mindestens bis zum Tejon Pass schaffen. Mit für die Straßenverhältnis hoher Geschwindigkeit (30-40 km/h) folge ich der Elkhorn Rd die parallel zu Verwerfung (etwa 1 km entfernt auf der nordamerikanischen Platte) folgt. Links von mir sind Berge. Sie sehen faltig aus, wie ein Teppich, den man zusammengeschoben hat. Das Navi sagt, dass ich eine Stunde bis zum Elkorn Scenic Overview brauche. Mal sehen, ob ich die Zeit unterbieten kann, und wenn ja um wie viel. Jedes Mal, wenn ich glaube, etwas schneller fahren zu können, sehe ich riesige Schlaglöcher. Wenn ich eines davon übersehe kann ich ernsthaft die Radaufhängung oder die Felge zerlegen. Und ich habe keine Ahnung wie ich AAA (die US-Version des ADAC) beibringen kann, wo ich bin. Mobilfunknetz ist auch Null. Endlich bin ich an der Elkhorn Grade Rd. Zeit sieht gut aus. Der Wagen ist noch in einem Stück.

Auf zur Interstate 5 — Am Lookout angekommen ist der Blick etwas … sagen wir, ich hatte mehr erwartet. Ich schaue hinunter ins Central Valley. Jetzt geht es durch die Bergkette auf der nordamerikanischen Seite der Verwerfung und hinunter ins Central Valley. Der Lookout lag auf 2.400 ft. Maricopa, der Ort am Fuß der Berge liegt auf 800 ft. Es geht also knapp 500 Höhenmeter bergab. Unten angekommen sind die Berge hinter mir und vor mir ist alles flach. Und der H-166 ist geht stur geradeaus. 35 km ohne eine einzige Kurve, nicht einmal eine Bodenwelle. Nach den hochkonzentrierten 90 Minuten, die hinter mir liegen, kann ich etwas Langeweile gebrauchen.

Links sehe ich Ölfelder. Rechts die Berge der zusammengeschobenen nordamerikanschen Platte. Der San-Andreas-Graben macht hier einen Schwenk, sodass die Platte nicht gut aneinander vorbeigleiten, sondern auch zusammengschoben werden, wodurch sich die Berge aufgetürmt haben, die Los Angeles von Central Valley trennen.

Auf der I-5 angekommen wird die Zeit nun wirklich knapp. Bald ist Dämmerung. Ich fahre Richtung LA. Und es geht bergauf. Der Tejon Pass liegt auf 4200 ft (1280 m über N.N.). Die Berge selbst kratzen an der 4800er-Marke.

Tenjon-Pass — Das ist dann meine letzte Station. Die Dämmerung setzt ein. Einen Abstecher zum Frasier Park schaffe ich nicht mehr. Aber der Tenjon-Pass ist ein guter, krönender Abschluss. Wenn man die I-5 verlässt und auf die Ralphs Ranch Rd wechselt, kann man direkt am Tejon Pass anhalten und sich anschauen, wie zwei Kontinentalplatten aufeinander liegen.

Kein Witz. Hier kann man wirklich sehen, wie sich die Pazifikplatte auf die nordamerikanische Platte geschoben hat. Das Gestein der geologisch älteren Pazifikplatte ist gräulich und liegt auf dem ockerfarbenen Gestein der nordamerikansichen Platte, die geologisch jünger ist.

Von hier zum Neenach-Vulkan sind es etwa 35 km. Wie weiter oben erwähnt ist dies der fehlende Teil vom Pinnacle-Vulkan, der etwa 320 km entfernt ist.

Rückreise — Das heißt auch, dass vor mir noch weit über 320 km  Heimreise sind.  Das Navi sagt 400 km. Ich überlege kurz, ob ich mir ein Motel schnappen soll. Verdammt. Geht nicht. Heute ist Sonntag. nach einem Tankstop. Und Gegessen habe ich heute auch noch nichts. Ich hole mir ein paar Burger bei Wendy’s. Aus irgendeinem Grund sind die Burgerpatties quadratisch. Gestärkt und mit Dr.Pepper ausgerüstet geht es auf die Heimreise.

Erst 73 Meilen (1 Stunde) auf der I-5 an Bakersfield vorbei bis Lost Hill und dann 64 Meilen (1 Stunde) auf den H-46 bis El Paso de Robles. So langsam werde ich müde. Jetzt kommen die 90 Meilen (1.5 Stunden) auf H-101.  All diese Entfernungen klingen so kurz. Aber mit dem Ansatz 60 Meilen in 60 Minuten kann man gut umrechnen. Und auf einmal fühlen sich 90 Meilen lang an.

Endlich erreiche ich den Abzweiger in Salinas. jetzt ist es wie Hamburg-Lübeck. Heimattrecke. Endspurt. Ich habe es geschafft. Ich bin daheim. Was für ein Tag. Die Landschaft war so unterschiedlich. Das Wetter war genial. Sonnenschein pur. Und ich glaube viel mehr kann man vom San-Andreas-Graben nicht erwarten. Ich habe sicherlich ein paar Orte übersehen. Und um alles nördlich von San Juan Bautista kümmere ich mich an einem anderen Tag.

Nach Tacho waren es 320 Meilen bis zum Tejon-Pass und 255 Meilen zurück. Das macht umgerechnet 925 km. WOW. Viel mehr war wirklich nicht drin.

ENG

I’ve switched from one slab to another several times, including on my trips to San Francisco and Los Angeles. And if you know where the trench runs, you can not only recognize it immediately on a map, but also sense it in the landscape.

San Juan Bautista — The journey begins on H-1 heading north. As on a trip to San Francisco, you first take the short H-156 and then the H-101. The road leads through mountains and then the eastern part of H-156 branches off. Just behind it, I pass the San Andreas Fault. You can’t recognize anything.

There’s a street party in San Juan Bautista. Damn. My schedule is so tight today that I don’t have a chance to visit it. My destination is Mission San Juan Bautista15. The chapel is located almost exactly on the moat.

Pinnacles National Park — I leave the city on H-156 in the direction of Hollister. Then I head south on H-25. The road follows the San Andreas Fault and changes the continental shelf several times. The first change is at Willow Creek Cemetery. Here the road crosses a small river. I can well imagine that the river lies in the San Andreas Fault.

A few miles later I reach the entrance to the National Park. The queue is long. It could take an hour to find a parking space. I quickly give up.

Why did I want to come here? The mountains in Pinnacles National Park are of volcanic origin and are around 23 million years old. But it’s only half of the volcano. The other half is still near Los Angeles; the Neenach Volcano.

Off to Parkfield — Continuing on H-25, my next destination is Parkfield. Just below the national park, H-25 runs almost exactly on the fault line. The landscape is unique. There is hardly any traffic, so I can always stop and take photos.

H-25 ends at H-198, but the road to Parkfiled Junction is closed. Turn right to San Lucas, back to H-101; a 30 km detour. No idea whether Peach Tree Road is a better choice. I’ll just give it a try. I hope there’s a turnoff somewhere that google doesn’t show and that isn’t a private road. Until then, I enjoy the scenery.

There is no turn-off. I have to go down to just before H-101 at San Miguel. Here I can turn off Indian Valley Rd onto Vineyard Canyon Rd, which takes me back to Parkfield. The road climbs steeply from 760 ft up to 2400 ft (500 vertical meters). I am now 730 m above sea level. At the top I turn right, directly to Parkfield.

 

Parkfield — Why Parkfield? This place has a bridge directly over the San Andreas Fault. And for all the nerds, there is a sign on both sides of the bridge: Entering North American Plate and Entering Pacific Plate.

I cross the bridge several times. Switch from one tectonic plate of the earth’s crust to the other. Stand in the middle. Then I walk briefly down to the river. Yes, my feet will get wet, but I have to try: Stand on two tectonic plates at the same time. Maybe I’ve done it before. But here I’m 100% sure that I’m standing directly on the San Andreas Fault.

James Dean Junction — I follow Cholame Rd, which follows the fault until it ends at H-41/H-46. Halfway there is another closure. This time I ignore the warning. The road is flooded by Cholame Creek. But it doesn’t look deep. I take the risk. I don’t go back now and lose almost 2 hours. The highway is only 3 km away. Two rules: Don’t get any water in the air filter (so don’t go too fast so that a bow wave floods the engine compartment) and rev enough so that the exhaust doesn’t fill up with water.

When I reach the highway, I’m only a few meters away from James Dean Junction, the intersection where the actor had a fatal accident in his Porsche.

Bitterwater Rd — I drive 2 miles towards H-101 to Bitterwated Rd. The road is almost exactly on the fault for a few miles. And I know this road. WinterOwl and I used it on the way to LA back when we were avoiding the traffic jam. At some point, the road leaves the ditch and turns south. Then it goes on H-58 between huge solar plants to Simmler. There is nothing going on here. But the road follows an invisible checkerboard with right-angled bends (you can see it on google maps). The region is completely flat. I am on the Pacific continental plate. On the horizon I can see the mountains that have been pushed up by the collision with the North American plate.

Wallace Creek — Just before the road enters these mountains, I turn off to the Wallace Creek Interpretive Trail, located in the Carrizo Plain near Soda Lake. The parking lot is about 200 m from the end of the Pacific Plate. The incline I see is already on the North American Platte. I don’t know about you guys, but I think it’s a cool idea. I’m on a different continental plate than the viewpoint I’m hiking to now.

I’m here because of a river course that flows from one plate to the other. The part on the Pacific plate naturally shifts at 6 cm per year16. This caused the river to bend to the right directly on the fault, only to bend to the left about 20 meters later to follow the shifted course of the river. I saw this in google maps from above. But it’s something completely different to see it live. This is plate tectonics impressively visualized.

And in purely statistical terms, my car is moving north past my point of view at a rate of 6 cm per year.

Elkorn Scenic Overview — Time is running out, or rather the sunlight. I want to make it at least as far as Tejon Pass. At a high speed for the road conditions (30-40 km/h) I follow the Elkhorn Rd which runs parallel to the fault (about 1 km away on the North American plate). There are mountains to my left. They look wrinkled, like a carpet that has been pushed together. The GPS says it will take me an hour to reach the Elkorn Scenic Overview. Let’s see if I can beat that time, and if so, by how much. Every time I think I can drive a little faster, I see huge potholes. If I miss one of them, I could seriously break the suspension or the rim. And I have no idea how to tell AAA (the US version of ADAC) where I am. Cell service is also zero. I’m finally at Elkhorn Grade Rd. Time looks good. The car is still in one piece.

Off to Interstate 5 — Arriving at the lookout, the view is a bit … Let’s say I was expecting more. I look down into the Central Valley. Now it goes through the mountain range on the North American side of the fault and down into the Central Valley. The lookout was at 2,400 ft. Maricopa, the town at the foot of the mountains, is at 800 ft. So it’s almost 500 meters downhill. At the bottom, the mountains are behind me and everything in front of me is flat. And the H-166 is stubbornly straight ahead. 35 km without a single bend, not even a bump. After the highly concentrated 90 minutes that lie behind me, I could do with some boredom.

On the left I see oil fields. On the right, the mountains of the collapsed North American plate. The San Andreas Fault makes a turn here, so that the plates are not just sliding past each other, but are also being pushed together, causing the mountains that separate Los Angeles from the Central Valley to pile up.

Once on the I-5, time is really running out. It will soon be dusk. I drive towards LA. And it’s uphill. The Tejon Pass lies at 4200 ft (1280 m above sea level). The mountains themselves are scratching at the 4800 m mark.

Tenjon Pass — This is my last stop. Dusk is setting in. I don’t manage a detour to Frasier Park. But Tenjon Pass is a good, crowning finale. If you leave I-5 and change to Ralphs Ranch Rd, you can stop right at Tejon Pass and see how two continental plates lie on top of each other.

No joke. Here you can really see how the Pacific plate has pushed onto the North American plate. The rock of the geologically older Pacific plate is greyish and lies on the ochre-colored rock of the North American plate, which is geologically younger.

It is about 35 km from here to the Neenach volcano. As mentioned above, this is the missing part of the Pinnacle volcano, which is about 320 km away.

Return journey — This also means that I still have well over 320 km to go home. The sat nav says 400 km. I briefly consider whether I should grab a motel. Damn. I can’t. Today is Sunday. after a refueling stop. And I haven’t eaten anything today either. I grab a couple of burgers at Wendy’s. For some reason the burger patties are square. Strengthened and equipped with Dr. Pepper, I set off on my journey home.

First 73 miles (1 hour) on the I-5 past Bakersfield to Lost Hill and then 64 miles (1 hour) on the H-46 to El Paso de Robles. I’m starting to get tired. Now comes the 90 miles (1.5 hours) on H-101. All these distances sound so short. But with the 60 miles in 60 minutes approach, it’s easy to do the math. And suddenly 90 miles feels like a long time.

Finally I reach the junction in Salinas. Now it’s like Hamburg-Lübeck. Home stretch. Final spurt. I have made it. I’m home. What a day. The landscape was so different. The weather was brilliant. Pure sunshine. And I don’t think you can expect much more from the San Andreas Fault. I certainly missed a few places. And I’ll deal with everything north of San Juan Bautista another day.

According to the speedometer, it was 320 miles to the Tejon Pass and 255 miles back. That’s the equivalent of 925 km. WOW. There really wasn’t much more in it.

USA 13 – Tectonic Hopping I

2023 war ich für ein Jahre in den USA. Jetzt ist es Trumpistan.
Bleibt fern. Besucht lieber Kanada und Mexiko. — And: Don’t buy American.

DEU

Heute kümmere ich mich um den San Andreas Graben, auch als San-Andreas-Verwerfung bekannt. Es wird bestimmt ein längerer Bericht. Das weiß ich jetzt schon.

Einleitung

An der Westküste der USA treffen zwei tektonische Platten aufeinander: die nordamerikanische Platte und die pazifische Platte. Monterey liegt geologisch nicht in bzw. auf Nordamerika, sondern ist Teil des Pazifik. Die beiden Platten gleiten aneinander vorbei. Die Kontaktstelle ist der San-Andreas-Graben (und ein paar zugehörige, abzweigende tektonische Verwerfungen).

Von Süden kommend. Die Verwerfung beginnt im Golf von Kalifornien. Hier gleiten die pazifische und die nordamerikanische Platte auseinander (Spreizungszone). Etwas auf Höhe des Saltonsee geht die die Plattenbewegung in ein aneinander Vorbeigleiten über.  Die Verwerfung zieht sich dann fast durch ganz Kalifornien, immer künstennah, bis etwa kurz vor Mendocino. Hier taucht die Vewerfun nicht nur ins Meer ab, sondern ein dritten Platte, die Juan-de-Fuca-Platte, kommt ins Spiel. Hier haben dann die CascadiaSubduktionszone und eine Spreizungszone.

Auf der pazifischen Platte und auch der nordamerikanischen Platte gibt es weitere Verwerfungen, die parallel zum San-Andreas-Graben verlaufen. So liegt zum Beispiel die San Francisco Bay zwischem San-Andreas-Graben und der Hayward-Vewerfung.

Die Platten bewegen sich mit etwa 20 bis 35 mm pro Jahr aneinander vorbei. Die Bewegung ist aber nicht konstant. Die Platten verhaken sich. Es bauen sich Spannungen auf, die sich dann in einem Erdbeben entladen. Da können sich binnen Sekunden die Platten um mehrere Meter gegeneinander verschieben. Beim Erdbeben 1906, das San Francisco verwüstete, gab es eine Relativverschiebung von 6 m. Das Fort-Tejon-Erdbeben von 1857 soll es sogar auf bis zu 9 m geschafft haben.

Es ist leicht die St-Andreas-Verwerfung auf Satellitenbilder zu sehen. Am Boden ist es schwieriger, aber nicht unmöglich. Es gibt drei Orte, die ich besuchen werde: Parkfield, Wallace Creek und Tejon-Pass.

ENG

Today I’m looking at the San Andreas Fault. It will certainly be a longer report. I already know that.

Introduction

Two tectonic plates meet on the west coast of the USA: the North American plate and the Pacific plate. Monterey is not geologically located in or on North America, but is part of the Pacific. The two plates slide past each other. The point of contact is the San Andreas Fault (and a few associated tectonic faults).

Coming from the south. The fault begins in the Gulf of California. Here the Pacific and North American plates are sliding apart (spreading zone). Somewhat at the level of the Salton Sea, the plate movement changes to a sliding past each other. The fault then runs almost all the way through California, always close to man-made structures, until shortly before Mendocino. Here the Vewerfun not only plunges into the sea, but a third plate, the Juan de Fuca plate, comes into play. Here we have the Cascadia subduction zone and a spreading zone.

There are other faults on the Pacific plate and the North American plate that run parallel to the San Andreas Fault. San Francisco Bay, for example, lies between the San Andreas Fault and the Hayward Fault.

The plates move past each other at about 20 to 35 mm per year. However, the movement is not constant. The plates become entangled. Tensions build up, which are then released in an earthquake. Within seconds, the plates can shift against each other by several meters. In the 1906 earthquake that devastated San Francisco, there was a relative displacement of 6 meters. The Fort Tejon earthquake of 1857 is even said to have reached up to 9 meters.

It is easy to see the St Andreas Fault on satellite images. It’s more difficult on the ground, but not impossible. There are three places I will visit: Parkfield, Wallace Creek and Tejon Pass.

USA SPECIAL .. Spencer Street, New Monterey

2023 war ich für ein Jahre in den USA. Jetzt ist es Trumpistan.
Bleibt fern. Besucht lieber Kanada und Mexiko. — And: Don’t buy American.

DEU

Ein viertel Jahr ist bereits vorbei. Das ging schnell. Ich habe mich gut in eingelebt. Mit der Wohngegend in New Monterey oberhalb Lighthouse Ave hätte ich es nicht besser treffen können. Hier ein paar Bilder aus meiner Nachbarschaft. Leider habe ich es total verpasst, Fotos vom täglichen Leben zu schießen. Ich muss da eventuell bei Zeiten mit Bildern von Google Streetview nachhelfen.

 

Hier ein paar Bilder, die ich vom Skyline Drive aus gemacht habe. Ich war nur ein Mal hier oben. Man hat einen durch Bäume leicht verdeckten Blich auf den Strand von Monterey, der sich bis nach Seaside / Sand City erstreckt. Die Alverado Street und Fishermens Wharf sind hinter Bäumen versteckt.

Bilder von der Fahrradstrecke

Hier ein paar Bilder von der Strecke, die ich fast täglich mit dem Fahhrad zur Arbeit gefahren bin.

Der Weg zur Arbeit beginnt mit einem Blick die Prescott Avenue hinauf und dem Pazifik im Hintergrund. Ja, es ist die Monterey Bay, aber die nunmal der Pazifik.

Es geht die Prescott Ave hinab, die Lighthouse Ave kreuzend, bis zur Sardine Factory. Hier ist der Recreation Trail, der in eine Richtung bis Lovers Point führt und in die andere Richtung erst nach Monterey und Fishermens Wharf und dann weiter bis Seaside (und wenn man den Sand Dune Drive als Velängerung sieht, mit Unterbrechung bis nach Marinas). Früher gab es eine  Eisenbahnlinie in Monterey, die bis nach Pacific Grove reichte. Der Recreation Trail wurde zum großen Teil auf dem alten Gleisbett errichtet.

Der Trail führt zwischen Wave Street und Cannery Row entlang und wechselt höhe Drake Ave eine Ebene. Hier steht noch das alte Andreaskreuz des ehemaligen Bahnübergangs.

Auf Höhe des Presidio  geht es dicht am Wasser weiter, erst vorbei an der Marina, dann am Uferbereich wo immer wieder Seelöwen zu sehen sind. Von hier hat man einen guten Blick auf die Fishermens Wharf. Hier muss man immer den Touristen ausweichen.

Danach führt der Weg an der Dust Bowl vorbei. Hier wird das Beer der gleichnamigen Craft Beer Brauerei ausgeschenkt, oft ein Stopp auf dem Rückweg von der Arbeit nach Hause. Ich kenne die Geschichte des Gebäudes nicht, aber ich vermute dass hier mal ein Bahnhof stand.

Auf dem Radweg geht es dann weiter. Links ist der Strand. Es geht immer geradeaus. Auf Höhe Sloat Avenue muss ich abbiegen. Die letzten Meter zur NPS geht es die Sloat Avenue entlang. Rechts ist das Wohngebiet Oak Grove, links das Gelände der NPS. Die Wache ist genau am anderen Ende.

Würde ich am Eingang de NPS vorbeifahren nur knapp 200m geradeaus, wäre ich am Hyatt Regency Monterey Hotel and Spa on Del Monte Golf Course, wo ich meine erste Nacht in Monterey verbrachte.

Bilder von der Busstrecke

An regnerischen Tagen nehme ich den Bus. Auch hierfür geht es zunächst die Prescott Avenue hinunter bis zur Lighthouse Ave. Hier an der Kreuzung ist der Liquor Store, der mich gelegentlich mit einem Feierabendbier, genauer gesagt Michelada con Clamato, versorgt.

Nur eine Kruezung an der Lighthouse entlang, vorbei am Bulldog Sports Pub, ist die Haltestelle der JAZZ-Linie. Eine Fahrt kostet $2. Der Bus fährt die Lighthouse entlang, an Presidio vorbei, und biegt dann auf Höhe des Parkplatzes an der Fishermens Wharf in die Tyler Street ab. Am Ende der Tyler Street bilden diese, Pearl Street und Munras Avenue ein Dreieck, Simoneau Plaza. Dieser dient als ZOB, an dem eigentlich alle Busse in Monterey halten.

Danach fährt der Bus weiter entlang der Munras Ave, die zur Freemont Street wird. Ich steige an der der Camino Aguajito aus. Die Freemont St wird hier zur Auffahrt auf den Highway 1. Über die Ampel gehe ich dann immer zur 10th. Sie markiert das Südende von Oak Grove. Hier stehen alte Palmen, bei denen die alten Blätter nie entfernt wurden.

Hier an der 10th St ist auch Randy’s Sandwick Shop und am Ende, da wo die Straße auf die Sloat Ave trifft, ist 10th Street Liquors. Er war mein erster Kontakt mit dem Konzept des Liquor Store. Ich benutze ihn immer als Abholadresse, wenn ich ein uber brauche. Und hier steht eine Auffüllstation für die großen Wasserkanister, die man aus Film und Fernsehen kennt.

Auf dem Rückweg nimmt der Bus fast die gleiche Route, macht aber einen kleinen Uweg über die Washington Street, da der nordliche Teil der Typer Street eine Einbahnstraße ist. Kurz hinter dem Presidio nimmt der Bus dann statt der Lighthouse Ave die parallel laufende Foam Street.

ENG

* coming soon *

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