Archiv der Kategorie: 10.4 .. Resort Aki Miyajima

Rediscovering Himeji

Heute geht es über Himeji nach Miyajima. Die Zugtickets haben wir schon. Mit der UBahn geht es nach Kyoto Eki. Hier wartet ein Express auf uns. Und, yes, es ist ein Hello-Kitty-Zug. Die Fahrt ist kurz. In Shin-Osaka beginnt die Gültigkeit unseres Japan Rail Pass. Und los geht es; eine halbe Stunde Entspannung.

Und da sind wir. Himeji; und die berühmeste Burg Japans: Himeji-jo. Auch hier haben wir bereits Tickets. Ich mache sowas normalerweise nicht, aber es gab im Sommer Tage, da waren die Tickets bereits im Voraus ausverkauft. Und als wir an der Burg ankommen, sehen wir schon die lange Schlange für das Zeitfenster nach uns. Alles richtig gemacht.

Der Weg zur Burg ist kurz aber anstrengend. Die Hitze ist wieder einmal ein Problem. Ich bin das einfach nicht mehr gewohnt.  Somit beginnt die Besichtigung der Burg mit einem Stopp am Getränkeautomaten.

Ach ja, unsere Koffer. Die lagern bei „With Carry„. Es ist eine kleine Bar, nicht zu weit entfernt vom Bahnhof. Mein Plan ist, dass wir hier zu Abend essen, bevor wir weiter nach Miyajima fahren. Das ist ja auch grob die Idee vom Kofferaufbewahrungsservice: Ein paar Kunden in den Laden locken.

Jetzt geht es aber erst einmal hinauf zur Burg. Auf den Fotos erahnt man schon, dass da noch eine menge Stufen und steile Rampen auf uns zukommen. Zuerst durchqeueren wir das Hishino-mon. Dahinter wartet der Sakgoku-Bori, Teil des alten Festungsgraben. Gleich links hinter dem Mon wartet der Nishinomaru-Garten. Hier kann man vom Wano-yagura bis zim Kessho-yagura das Innere der Festungsmauer erkunden.

Zurück auf dem Hauptweg beginnt hinter dem Ino-mon der eigentliche Aufstieg zur Burg. Wir durchqueren diverse Tore, wechseln mehrmals die Richtung in scharfen Kurven, immer entlang an irgendeiner Festungsmauer. Und nicht immer kann man sehen, wi genau die Hauptburg ist. Clever.

Am Bizen-mon betritt man, mit den Schuhen in einer Plastiktüte und auf Socken, endlich die Hauptburg. Das heißt aber nicht, dass der Aufstieg beendet ist. Die höchste Ebene mit dem wunderbaren Ausblick ist noch etliche Etagen (und steile Stufen) entfernt.

Der Aufstieg lohnt sich. Man kann sogar den Bahnhof in der Ferne sehen. Langsam gehen wir wieder hinunter. Erst verlassen wir die Hauptburg am Himejijo-mizu-no-san-mon. Zeit für Schuhe.

Zurück am Himeji-Park (Eingang) ist erst einmal eine Raucherpause angesetzt. Den Zoo lassen wir aus. Dann wird es Zeit für den Koko-en; ein Garten in der linken unteren Ecke des Burgareals. Ich habe ihn noch nie besucht. Der Garten ist unterteilt in 9 unterschiedliche Landschaften, jede durch einen Zaun von den anderen abgegrenzt.

Damit ist Himieji für uns abgehandelt. Außerhalb der Stadt gibt es noch den Engyo-ji. Aber die Anreise mit Bus, Fußweg und Seilbahn benötigt mindestens eine Stunde pro Richtung. Aber den einzuplanen hätte den ganzen Tag in Streß verwandelt.

Wir gegen gemütlich zurück zu With Carry, biegen kurz in die überdachte Einkaufsstraße ab. Ich weiß noch, dass ich 2004 wegen des Regen hier abgebogen bin. Damals bin ich links abgebogen und dann die nächste rechts. Die Straße ist dann bis kurz von den Bahnhof überdacht. Wir gehen dieses mal den kleine Ausleger nach rechts. Leider ist hier nicht viel los.

Zurück bei With Carry haben wir genug Zeit für Souvenirhunting im daben liegenden Spielwarengeschäft; und für ein verspätetes Mittagessen, das wirklich gut ist. Die Koffer hier zu lassen hat sich echt gelohnt.

Dann wird es Zeit für die Weiterfahrt. Entspannt bringt uns der Shinkansen nach Hiroshima. Es ist der längste Abschnitt auf dieser Reise. In Hiroshima angekommen habe ich keine Orientierung. Die haben den Bahnhof seit meiner letzten Reise hierher komplett umgebaut. Es hat sich wirklich alles verändert.

Weiter geht es mit dem Local nach … falscher Zug. Dieser fährt nur bis Itsukaichi. OK. Fahren wir erst einmal bis dort und dann mit dem nächsten Zug weiter. Die Fahrt zieht sich. Endlich sind wir in Miyajima-guchi.

Es ist spät, aber es ist nicht die letzte Fähre. Auch hier gibt es einige Neuerungen: neben dem Fähranleger endet eine Straßenbahn, die auch nach Hiroshima führt (aber nicht zum Bahnhof). Der ganze Vorplatz an der Fähre wurde umgebaut. Ich erkenne nichts wieder. Und wir müssen eine Touristenabgabe an der Fähre bezahlen.

Die Fähre legt ab. Außer uns sind nur ein paar Japaner und zwei Autos auf der Fähre. Ich genieße die Dunkelheit auf dem Wasser. Das ist, was mich an Miyajima reizt. Nachts ist es einfach nur entschleunigend.

Den direkten Weg zum Hotel verpasse ich. Wir laufen einen guten Umweg. Arghh. Es war doch so einfach. Das Hotel ist eindeutig auf ausländische Touristen zugeschnitten. Ich weiß jetzt schon, dass es vermutlich auf dem hintersten Platz bei dieser Reise landen wird. Es ist nicht schlecht, aber alle anderen waren halt besser.

Nach dem Check-in machen wir noch einen kurzen Streifzug durch die Straßen runter zum Schrein. Das ist Urlaub. Es ist nichts los und auch alle Kneipen sind schon geschlossen. Die Touristen sind im Hotel oder zurück auf dem Festland.