Archiv der Kategorie: Jahr ohne Japan

Jahr ohne Japan .. (12) Technikmuseum Sinsheim

So wie es aussieht fällt die Japanreise 2022 aus. Die Grenzen sind für Touristen wie mich weiterhin geschlossen. Bleibt mir nur, dieses Jahr mit anderen coolen Dingen zu füllen. 12 Monate – 12 Ideen.

Da Jahr ist rum. Aber ich habe auch am Anfang geschummelt. Paris,  Brüssel und London waren 2021. Auf dem Rückweg von Furvester habe ich am technikmuseum in Sinsheim gestoppt und ein paar Fotos gemacht. Dies war der letzte Ausflug in Deutschland, bevor es in die USA geht.

Jahr ohne Japan .. (10) Foodporn

So wie es aussieht fällt die Japanreise 2022 aus. Die Grenzen sind für Touristen wie mich weiterhin geschlossen. Bleibt mir nur, dieses Jahr mit anderen coolen Dingen zu füllen. 12 Monate – 12 Ideen.

Bei einer Japanreise darf gutes Essen nicht fehlen. Es ist genauso ein wichtiger Bestandteil des Urlaubs wie Matsuri und Onsen. Mangels Reisemöglichkeit musste ich kreativ werden. Oder auch nicht. Es gibt genug japanische Restaurants in Frankfurt und Düsseldorf.

Sushi Pirates, Koblenz

Gaku darf in dieser Liste nicht fehlen. Dieser Einzelkämpfer macht alles selber. Als das Personal knapp war hat er sogar nebenbei noch die Bedienung übernommen. Ich bleibe selten unter 50€.

J’epoca

Das J’epoca in FFM/Sachsenhausen ist eigentlich bekannt für die Sake-Auswahl. Den ein oder anderen Snack bekommt man hier auch.

Dieser Laden in Düsseldorf

Leider habe ich mir den Namen nicht gemerkt. Es könnte das Kushi-Tei gewesen sein. So wie es ausschaut, muss ich noch mal nach Düsseldorf fahren. Dann kann ich auch die fehlenden Bilder aus dem Yaki-e-mon nachholen, das ich 2019 besucht hatte.

Hotel Ostseeblick

Dieses Hotel war dienstlich gebucht. Lütjenburg war mein Basiscamp für die Erprobungen am Truppenübungsplatz Putlos. Das Restaurant hat eine Besonderheit: es ist vegan! Und es ist lecker. Der Koch arbeitet auf sterneniveau und versucht gerade nicht, Fleischgerichte zu imitieren.

Nachwort: Alle Bilder habe ich mit meinem 180€-Smartphone von 2018 gemacht. Der beste CMOS-Chips ist da nicht verbaut.

 

 

Jahr ohne Japan .. (9) Die Flotte ist in der Stadt


Es ist mal wieder Kieler Woche. Und traditionell ist die Marine in der Stadt. Das NATO-Manöver BaltOps findet (warum auch immer) kurz vor der Kieler Woche statt.

Im Marinestützpunkt ist die Farbe eher depressivgrau, dafür aber International.

Und dann sind mir auch noch die Verteidigungsministerin und der Inspekteur der Marine über den Weg gelaufen.

Jahr ohne Japan .. (8) M’era Luna

So wie es aussieht fällt die Japanreise 2022 aus. Die Grenzen sind für Touristen wie mich weiterhin geschlossen. Bleibt mir nur, dieses Jahr mit anderen coolen Dingen zu füllen. 12 Monate – 12 Ideen.

Anreise

Das WGT fiel mit Rotterdam zusammen. Das Amphi mit dem Geburtstag meiner Oma. Zum Glück bleibt mir das M’era Luna. Die Anreise beginnt am Freitag nach der Arbeit. Die kürzeste Strecke ist über die lange Meile (Limburg-Wetzlar) und Marburg. Und dann vergaß ich die RIESIGE Baustelle auf der A7. Nach 30km habe ich nicht mehr aufs Tacho geschaut.

Das Hotel Gödecke ist erreicht. Ja es liegt 15km vom Festivalgelände entfernt, aber ich weiß was ich habe. Mit meinem Ticket hätte ich sogar das Recht zu zelten. Ich werde das wohl beim nächsten Mal nutzen, um Klamotten und Gertränke zu bunkern. Das mir die Idee nicht früher gekommen ist. — Zurück zum Hotel. Es ist einfach, aber alles ist an seinem Platz und sauber, und das Frühstück ist inklusive. Ich ich wette, dass alle anderen Gäste auch zum M’era fahren.

Abendessen war im Lokschuppen geplant, aber der hat Somerpause. Also geht es weiter zum Flughafen; mit einem Stopp beim Griechen. Leider komme ich auf die unglaublich dumme Idee, zum Haupteingang zu laufen. Den kann ich zwar sehen, aber es ist dennoch ein 45-Minuten-Fußmarsch. Ich buche das mal unter: Dumme Idee, nie wieder machen.

Endlich auf dem Gelände, mit dem wichtigen Bändchen am Handgelenk ziehe ich los. Der Zeltplatz ist schon gut gefüllt. Alles ist vorbereitet. Der Elektro-Hangar ist diesmal gegen eine zweite Bühne getauscht. Der neue Aufbau des Geländes könnte die Besucherströme entzerren. Wir werden sehen.

Der Abend endet im Disko-Hangar mit DJ AndTrax und den Dancefloor Gladiatorz.

Tag 1 – Zufälle und Familientreffen

Frühstück ist bis 11 Uhr. Das nutze ich aus. Danach geht es mit dem Auto zum Festivalgelände. Auf dem Weg muss ich anhalten. Es hat einen Unfall gegen und eine Motorradfahrerin liegt auf der Straße. Keine Angst, alles gut ausgegangen. Da ich aber bis zur Ankunft des Rettungsdienstes vor Ort bleibe, bin ich erst gegen 12:30 an der Einfahrt zum Parkgelände. Mit Schritttempo geht es über den Acker. Geparkt wie in 2er-Reihen.

Ich halte, steige aus und komplettiere mein Outfit. Neben mir halt ein Kombi. Jetzt nicht wirlich? Mein Bruder hat den Parkplatz in der Nachbarreihe. Das nenne ich jetzt mal Zufall.

Gemeinsam geht es zum M’era Luna. Ich mache es kurz: Wir treffen uns mit Tim, einem Kumpel von meinem Bruder und ziehen mal gemeinsam über den Platz, mal ziehe ich alleine umher. Unsere Vorlieben bei der Musik sind kompatibel aber nicht identisch. Mein Line-Up für den heutige Tag ist:

  • The Lord of the Lost Ensemble
  • Blutengel
  • Megaherz
  • Faderhead
  • Ost+Front
  • Noisuf-X
  • ASP (als krönender Abschluss des Tages) & The Little Big Men

Ich muss gestehen, LOTL und Combichrist waren schon mal besser. Bei Covenant höre ich rein, aber er spielt heute nur die langsameren Stücke. Das Line-Up gibt mir auch Zeit für einen Spaziergang über den Zeltplatz, denn die Musik sind nur 50% vom M’era. Ich sehe eine Lübecker Fahne. Die kommen aus Rangenberg und Herrenwyk. Wie genial ist das denn.

Nach ASP ist der erste Tag zu Ende. Es folgt der Mittelaltermarkt mit seinem Feuerspektakel. Auf dem Rollfeld (Zeltplatz) komme ich nicht weit. Die Cantina-Band spielt. Ich steige für ein paar Runden mit ein. Der nächste Stop ist dann an der „Dance-Zone“. Und ja, die Diskothek lasse ich heute aus. Es ist eh schon 2 Uhr.

Tag 2 – Felle und Hörner

Es ist immer noch heiß. Und schon am Mittag leert sich der Zeltplatz. Der Rest hat Spaß.  Wie gestern treffe ich interessante Leute, unter anderem Gernot Meyer (einen ehemaligen Arbeitskollegen) sowie Sonja Jüngerich, die ich durch Zufall 2019 auf dem WGT getroffen habe.

Mein persönliches Line-Up für den Tag ist (Bei Schandmaul höre ich von weitem (Mittelaltermarkt) rein. Und bei Sisters of Mercy schaue ich nur kurz vorbei. Die sind nicht wirklich gut):

  • Feuerschwanz
  • VNV Nation Concert
  • Nachtmahr
  • Soman
  • Eisbrecher (Abschluss)

Das lässt genug Zeit für den Mittelaltermarkt und Shopping. Ich schleiche schon seit gestern um ein Trinkhorn herum. Eigentlich will ich es haben. Aber es hat eine Schadstelle. Oder will ich es gerade deshalb? Der Verkäufer will die Schadstelle etwas konservieren, dann ist es mein. Das Longhorn fasst stolze 2,2 Liter und reicht vom Gürtel bis kurz über den Knöchel.

Und da war da noch das Rentierfell. Das graue, das ich gestern gesehen habe ist bereits weg. War ja klar. Aber ich bin noch ein graubraunes mit einer schönen Symmetrie. 180€ sind nicht wenig, aber ich bin im Kaufrausch. Es muss sein.

Mein aktueller Style ist nun „Gothik SteamPunker aus Midgard“: Gothik Shirt und Rock, Zylinder und Gehstock, Trinkhorn und Fell. Eines ist evident: Ich falle auf. Leider habe ich kein Foto von mir.

Das M’era Luna endet mit Eisbrecher. Was für ein Abschluss. Ich schleiche noch etwas über das sich schnell leerende Areal. Der Mittelaltermarkt ist noch gut besucht. Aber ich bin platt. Gegen Mitternacht bin ich bereits zurück am Hotel. Jetzt bleibt nur noch duschen, Bier, Ausschlafen, Frühstück und dann eine gemütliche Heimreise über die A2. (Den Fehler mit der A7 mache ich nicht noch einmal.)

Jahr ohne Japan .. (7) Hamburg

So wie es aussieht fällt die Japanreise 2022 aus. Die Grenzen sind für Touristen wie mich weiterhin geschlossen. Bleibt mir nur, dieses Jahr mit anderen coolen Dingen zu füllen. 12 Monate – 12 Ideen.

Tag 1 – Ankunft

Die Anreise in Hamburg erfolgte spät. Ich wollte mich nicht mehr weit bewegen und außerdem bekam ich ein Zimmer-Upgrade: Zimmer 23. Das mit dem Balkon mit Blick auf die Alster.

St. Georg ist ein guter Ort für ein Abendessen. Allerdings bin ich wählerisch. Die Wahl viel auf Frau Möller: Labskaus und dazu ein Duckstein. Danach habe ich noch eine extrem coole rooftop-Cocktailbar gefunden: Das Heritage mit Blick auf die Alster. Wohl mit der beste Spot für einen sommerlichen Sonnenuntergang.

Und ja, danach habe ich noch mit Champagner auf dem Balkon gechillt. Denn immerhin ist mein Hotel in der gleichen Straße wie das berühmte Atlantic (mit Dauergast Udo Lindenberg). Und man kann sich das von der Differenz bei den Übernachtungskosten spielend leisten. Stil ist, was man daraus macht. Was soll es sein: Business-Class oder Economy + Champagner.

 [Foto]

Tag 2 – Kiez

Der Kurzurlaub startete mit einer Kiez-Tour: Schanze, Karolinenviertel, Reeperbahn, St.Pauli. Auf dem Weg dorthin ging es an der Alster vorbei und dann quer durch Planten und Bloomen. Ich trödel ein wenig. Niemand hetzt mich.

Auf der Schanze gab es Fish’n’chips zum Mittag. Und da Fisch schwimmen muss, folgten auf der Reeperbahn ein paar Bier. Natürlich in den traditionellen Lokalitäten Elbschlosskeller (24/7 geöffnet seit Jahrzehnten) und Zur Ritze.

Es folgte ein Abstecher zu den Landungsbrücken. Dazu gehören natürlich auch ein Hot-Dog am kleinen Kiosk an den Landungsbrücken, sowie etwas später eine Currywurst und eine große Gewürzgurke am Stand nebem dem St.-Pauli-Elbtunnel. Ich liebe diese Tradition.

Der Abend endete im Pulverfass (burlesque Travestie-Show) mit dem ein oder anderen Aperol Sprizz.

Tag 4 – Hafenrundfahrten

Gestern war Familientag. Über meinen Abstecher zum Chrome berichte ich irgendwann einmal separat. Heute standen die Barkassenfahrten auf dem Plan; wie immer mit Abicht.

Da ich die Touren nun schon zum x-ten Mal machen, bleibt genug Zeit für ein Bier (oder ein paar mehr). Dennoch; auch dieses Mal nehmen die Barkassen wieder leicht anderen Routen als vorher. Ich glaube ich bin bisher nicht einmal die gleiche Strecke gefahren (außer bei der Lichterfahrt). Und der Tag war gut gewählt. Mehr dazu später. Der Tag hatte genug Lose für einen Abstecher zum Schellfischposten (Stichwort Ina’s Nacht).

Abendessen habe ich im alten Turm im Portugiesenviertel eingenommen: Tasquinha Galego. Und wie jedes Mal unterschätzte ich die Portionsgröße bei den Petiscos (Tapas). Ich hatte Feijioada de marisco  (weiße Bohnen mit Meeresfrüchten), Lulas à Tasca (Tintenfisch), Coelho á Caçador (Kaninchen) und Chanfana á Tasquinha (Lammgulasch). Viel zu viel, aber so lecker !!! Ich kann auch Ameijoa a Bulhão Pato (Venusmuscheln in Koriander-Weißwein-Sud) empfehlen; hatte ich das letzte Mal.

Lichterfahrt: Diese Fahrt hatte gleich vier Highlights: HMM Gdansk, Ever Globe, CMA CGM Palais Royal und Ain Snan Express. Sie gehören zu den größten Containerschiffen. Und vier auf einmal anzutreffen ist schon ein Wunder.

Die Gdansk ist ein Megamax-Schiff und gehört zu den größten der Welt. 400 m lang, über 61m breit; breit genug um 24 Container nebeneinander zu stapeln. 12 Container übereinander passen unter Deck; weitere 13 Container können über Deck gestapelt werden. Insgesamt sind das dann 23.934 TEU. Nur die weltweitgrößten Containerschiffe der Evergreen A-Klasse können 58 TEU mehr aufnehmen. Die 82.096 PS des 2-Takt-Diesels bringen das Schiff auf 22,4 kn.

Nur unwesentlich kleiner ist die CMA CGM Palais Royal. Auch sie ist ein Schiff der Megamax-24-Klasse und fasst 23.000 TEU. Ihr fehlt salopp formuliert die 13. Reihe über Deck. Sie wird mit LNG (Flüssigerdgas) angetrieben (trotzdem ist der Motor ein 2-Takt-Diesel ??? muss ein Schreibfehler sein).

Die Ever Globe ist das Schwesterschiff der Ever Given, das im Suezkanal feststeckte. Sie ist ein Schiff der Suezmax-Klasse und passt damit „theoretisch“ durch den Suezkanal, aber nicht durch den Panamakanal. Sie ist eine Containerreihe schmaler als die Gdansk und eine Reihe flacher. Sie fasst bei gleicher Länge daher nur 20.124 TEU.

Das „kleinste“ Schiff der vier ist die Ain Snan Express (UASC A13-Klasse) mit „nur“ 366m Länge (immer noch mehr als 3 Fußballfelder lang) und „nur“ 51,20 m Breite. Damit zählt sie zu den Post-Panamax-Schiffen. Seit dem Ausbau des Kanals 2016 kann sie aber als einziges Schiff der vier den Panalkanal passieren (die maximale Breite ist jetzt 55m). Das Ladevolumen von 13.470 TEU ist nur etwas mehr als die Hälfte der HMM Gdansk. Dieses Schiff alleine sorgt für Fotoaktivitäten bei den Touristen. Und heute war es das kleinste. Wow.

TEU bezeichnet das Volumen/Gewicht eines 20-Fuß-Standardcontainers. Auf deutschen Autobahnen fahren viele LKW oft mit 40-Fuß-Containern (oder 2x 20-Fuß).  Um die Ever Globe zu entladen bedarf es also 10.062 LKW, die typischerweise knapp 19m lang sind. Das ergibt eine LKW-Kolonne von über 191 km !!! Ein Güterzug wäre nur unwesentlich kürzer.

Tag 5 – Altes Land

Der letzte Tag in Hamburg startet am Erfrischungsraum Brandshof, einer alten Tankstelle aus den 50ern, in der es heute u.a. lecker Kaffee und Kuchen gibt, oder Currywust-Pommes. Dies ist ein beliebter Oldtimer-Treff hier in Hamburg; nicht nur weil es hier eine GTÜ-Prüfstelle gibt (und der Prüfer Oldtimer-Fan ist). Heute, mitten in der Woche, war jedoch wenig los.

Zweiter Stopp war dann Schuppen 50 im Freihafen (ja ich weiß, es ist kein Freihafen mehr). Hier ist das deutsche Hafenmuseum. Zu sehen gibt es: einen alten Hafenkran mit Dampfmanschine, einen Saugbagger mit Dampfmaschine, die 4-Mast-Bark Peking (Schwesterschiff der Passat und Mitglied der Flying P-Liner), die Senatsyacht Schaarhörn und der Frachter Bleichen. (Leider waren nicht alle Schiffe zugänglich.) Daneben ist stehen hier Lokomitoven und Wagen der alten Hamburger Hafenbahn und diverse Hafenkräne.

Gegen Mittag breche ich dann ins Alte Land auf. Hier gehen die Uhren langsamer, und das schon seit dem 12. Jahrhundert. Es ist das größte geschlossene Obstanbaugebiet Europas (10.700 ha). Der Fokus liegt auf Äpfeln (77%). Es werden aber auch Kirschen, Birnen und anderes Obst und Gemüse geerntet.

Überall finden sich alte reetgedeckte Häuser. Einen festen Plan bzw. eine Fahrroute habe ich nicht. Ich schaue einfach was ich finde. Hier kann man einen ganzen Tag vertrödeln, einschließlich Pausen an einem der Elbstrände, die es hier gibt (inklusive Blick auf die großen Pötte).

Was habe ich nicht geschafft?

So viele Dinge: Ich war nicht im Daruma. Ich war nicht in der Oberhafenkantine für eine Portion Bratkartoffeln. Beides werde ich zeitnah nachholen.