Tag 1 (14.05.2026) — Die Fahrt von Brüssel nach Mons ist kurz und ereignislos. Wir sind früh am Hotel und schnappen uns den vorletzten Parkplatz. Für den Check-in ist es noch zu früh, also erkunden wir die Stadt. Mons ist eine kleine, durchschnittliche Stadt. Aber der Bahnhof hat was. Er ist futuristisch. Ich weiß nicht, ist das 60er-Jahre Style?
In der Stadt finden wir ein sehr spezielles Café. Ich habe das Konzept nicht ganz durchdrungen. Ich kann euch nicht einmal schreiben, wie es heißt. Auf google ist es nicht zu finden, es ist zu neu. Ich glaube es war in der Rue Notre Dame. Auf dem Rückweg stoppen wir noch kurz für ein Mittagessen bei einem Dönerladen.
Danach folgt der Check-in. Wir haben ein Zimmer im Erdgeschoss. Raum 013. Perfekt, kein ElevetarCon. Ich kann mein Auto sehen. Wir haben genau vor dem Fenster geparkt, welches sich nicht öffnen lässt. Argh. Wir müssen also alle Sachen den ganzen Weg zum Eingang und zurück tragen.
Die Opening Ceremony ist Standard. Dafür, dass dies deren erste Con ist, haben die wirklich einen sauberen Start hingelegt. Wir knapp über 200 Teilnehmer. Es folgt das Abendessen, dass im ConPreis enthalten ist. Kaltes und warmes Buffet. Nur den Wein müssen wir extra bezahlen, aber das ist ok. Wir sind die einzigen, die sich diesen Luxus gönnen.
Der Abend endet an der Con-Bar. Dies ist mit dem Hotel abgesprochen. Wir haben unsere eigene Bar mir fairen Preisen.
Die Con (15./16.07.2026) –– Von der Con kann ich nicht viel berichten. Wir lassen uns treiben. Schauen hier und da vorbei. Bei Snack Exchange versuche ich den Teilnehmern Lakritz und Salmiakki näher zu bringen; auch ja … und Friesengeist.
Die Teilnahme am Gruppenfoto versteht sich von selbst. Wir nutzen auch die Chance für ein Photoshoot. Dealers Den ist schmal, aber ein Anfang. Die anderen Panels — viele sind es nicht — sind weniger was für uns. Aber, hey, es ist die erste AnthroTales.
Abends ist dann wieder Buffet und danach Partytime. Die Idee mit dem Abendbuffet grenzt diese Con von anderen ab. Es fühlt sich alles eine ebene gehobener an.
Weiterreise (17.05.2026) — Heute verlegen wir auf die Insel. Ich haben den LeShuttle um 21 Uhr gebucht. Das gibt uns genug Zeit. Die Closing Ceremony endet gegen 13 Uhr.
Kurz danach verlassen wir Mons. 2 Stunden später sind wir in Dünkirchen. Hier machen wir halt und genießen eine Tag am Wasser. Wir haben ablaufendes Wasser, man kann förmlich zuschauen, wie das Wasser verschwindet.
Wir sind zeitig am Check-in für den Autozug und können einen früheren Zug nehmen. Perfekt. Die Grenzkontrolle zieht sich ein wenig, aber wir haben Zeit. Ich bin gespannt wie das mit dem Linksverkehr wird.
Die Fahrt durch den Tunnel dauert gerade einmal 30 Minuten, und dann sind wir schon in England. Ein paar Kilometer hinter Ashford ändern wir den Plan: Wir tanken und suchen uns jetzt Abendessen, da wir erst sehr spät in London sein werden. Das mit dem Tanken klappt. Das mit dem Abendessen nicht. Also weiter.
An der M25, der Ringautobahn von London, wird die M20 zu A20. Jetzt sind es noch etwa 30 km. Wir wechseln auf die A2 und das Londoner Vekehrschaos beginnt. Der Verkehr nimmt zu. Die Abfahrten sind im Vergleich zu Deutschland schlecht ausgeschildert.
Online versuchen wir rauszukriegen, welche Gebühren (Congestion, Environmental Zone, Tunnel, …) wir bezahlen müssen und wie. Wir sind jetzt irgendwo in Greenwich. Vor uns der Silvertown Tunnel. Plötzlich kommt ein Wagen von rechts angeschossen, rammt mich und fährt weiter. Im Tunnel habe ich ihn eingeholt. Aber er denkt nicht daran, anzuhalten. Gut, dass ich eine Dashcam laufen habe. Das habe ich auf Video und ich habe sein Kennzeichen. Toni googelt schon nach der nächsten Polizeistation.
Leider sind die Infos aus dem Netz nicht hilfreich und der Vekehr in London ist zu viel für mich. Ich laufe Gefahr auf der Suche nach der Polizeistation in einen weiteren Unfall verwickelt zu werden. Wir klären das morgen. Ich will nur noch ins Hotel.
Einen Parkplatz zu finden nicht. Wir probieren wirklich jeden Trick im Buch und ich kenne jetzt vermutlich jede Nebenstraße in Canning Town. Ich halte auf dem Gehweg, gehe zur Hotelrezeption und frage. Die haben nichts, aber gegen das Holiday Inn hat Parkplätze. Nicht viele, aber einer reicht mir. Ich werde den Wagen für 48 Stunden nicht bewegen. So viel ist klar.
Der Tag endet mit Abendessen von McDonalds. Es ist fast Mitternacht und ich habe genug. Ich will nur noch ins Bett. Bin gespannt wie das morgen wird. Die haben Streiks für die UBahn angekündigt; nicht die Linien die wir brauchen, aber es wird trotzdem Chaos geben.










