Whisky Basics – Herstellung V

Endspurt. Jetzt geht es nur noch darum, wer den Whisky in Flasche füllt, wenn nicht derHersteller.

Unabhängige Abfüller

Diesen Punkt habe ich bisher ausgelassen … Whisky stammt zu 90% direkt von der Destillerie. Aber es gibt auch berühmte Whisky am Markt, die nicht von einer Destillerie stammen. Dies umfasst sowohl Blends als auch Malts.

Beispiel 1 – Chivas Regal: Dies ist ein Blend der Chivas Brothers Ltd., ein Handelsunternehmen für Whisky, das mittlweile zum Konzern Ricard Pernot gehört. Ein Großteil in Chivas Regal stammt von der Destillerie Strathisla, die ich empfehle zu besichtigen.

Der Chivas Regal 15 ist immer im Regal, da er mir als Nullmarke für Tastings dient. Dieser Blend ist irgendwie genau in der Mitte und das soll jetzt bitte nicht mit langweilig verwechselt werden.

Beispiel 2 – Finlaggan: Dies ist ein Single Malt von der Insel Islay. Mehr weiß man nicht, denn per Vertrag ist es Finlaggan verboten, die Quelle, also die Destillerie Preis zu geben. Da es ein Single Malt ist, stammen die Fäser nur von einer einzigen Destillerie. Die Whiskywelt diskutiert heiß und vermutet unter anderem Bowmore als mögliche Quelle.

Wie dem auch sei. Man bekommt hier einen guten Single Malt für knapp 22€. Ich habe ich immer im Lager, da er mein Standard für Peated Whisky ist. Er ist einer der wenigen rauchigen Whisky, den ich mag.

Was ich im Prinzip sagen will: (a) Man muss nicht eine Destillerie besitzen, um eine guten Whisky anbieten zu können. (b) Unabhängige Abfüller sind nicht auf Blends beschränkt und können auch Single Malts (und alles dazwischen).


Whisky von Aldi, Lidl und Co.

Irgendwann muss ich auch den Elefanten im Raum ansprechen: Whisky vom Discounter.

Auch das sind zu 99% unabhängige Abfüller, allerdings mit anderen Zielen als Chivas und Finlaggan: Leute die Whisky für 6-8€ kaufen wollen und Whisky-Cola für eine gute Idee halten.

Und dies Whisky taugen eigentlich auch nur für Whisky-Cola. Sie sind charakterlos, damit sie eine möglichst breite Masse ansprechen (wie dieses austauschbare Industriebier von Krombacher und Co) und sich gut mit der Cola vertragen.

Bevor ich jetzt hier einen zweiseitigen Rant starte: Die Flasche kostet 6-8 Euro. Zieht man Mehrwertsteuer und Alkholsteuer ab, bleiben 4-6 Euro. Wenn man jetzt noch Flasche, Etikett, Veschluss, Transport, Lagerung und Gewinn abzieht, kann der Inhalt maximal 3€ pro Liter Wert sein. Noch fragen?

Wer wirklich sparen will, sollte Ballentines nehmen. Das ist ein Blended Scotch, der aber wirklich aus Schottland kommt. Er wird keinen Blumentopf gewinnen, ist aber ein unkomplizerter Whisky, den man einfach man so nebenbei genießen kann. Ich trinke ihn sogar als Highball, wenn mein Kakubin leer ist. Und wenn man auf ein Angebot wartet, bekommt man ihn für unter 10€. Das sollte die Einstiegsmarke sein.

Aber jetzt kommen wir weg von der Herstellung in den Bereich Verkosten und Genießen. Dafür werde ich später einmal eine weitere Serie starten. — Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende und ich bin immer noch dabei die Urlaubsfotos von 2016, 2018 und 2019 zu bearbeiten. Vor mir liegen noch etwa 2000 Bilder.

Ach ja, wer seine Whiskysammlung aufpeppen möchte, kann sich auf dutzenden Seite im Internet selbst beraten. Daher hier nur ein paar Vorschläge.

Webseiten und andere Links

Das sind jetzt alles Seiten, die sich primär auf die Schotten fokussieren. Für japanische Whisky werde ich noch eine eigene Liste erstellen. Ich habe keine, da ich ich ja immer direkt in Japan kaufe.

Das sind wie gesagt alles nur erste Vorschläge. Die google- und youtube-Algorithmen werden euch sicherlich zu weiteren Treffern verhelfen.

[erstveröffentlicht: 2017]
[aktualisiert: 17.12.2020]

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