Archiv der Kategorie: 10 .. Rediscovering Japan

Hotel 2025

0 — Steigenberger Hotel, Frankfurt Airport (1 Nacht)

Unterschweinstiege 16, 60549 Frankfurt am Main
phone: +49.69.69750; info@airporthotel.steigenberger.de; 3H5Q+GP

Hotel: Das Hotel ist, zugegeben, an manchen Stellen in die Jahre gekommen. Es ist auch nicht die günstigste Option. Ich übernachte dort vermutlich aus Tradition; und wegen des Airport-Shuttle. Ein weiterer Pluspunkt ist der Spa-Bereich mit Pool, Sauna und Massagen.

Leider ist das Hotel teuer; weniger die Zimmer, eher die Bar. Das Speisenangebot ist relativ begrenzt. Es gibt das Restaurant „Oberschweinstiege“, aber immer wenn ich dort bin, hat es einen Ruhetag.

Zimmer: Ich hatte wieder ein Zimmer im Executive Tower. Ich habe gelernt, dass dies die Räume mit den älteren Design sind. Oh, bitte so lassen. Ich mag das dunkle, rötliche Holz. Das hat für mich was von Chefetage.

Anreise: Mit der Detuschen Bahn fährt man, wenn die Bahn mal fährt, bis „Frankfurt Flughafen“, dann geht man zum Flughafen rüber und nimmt den Shuttlebus, der regelmäßig fährt. Achtung, Taxifahrer sind angepisst, wenn man „nur“ bis zum Steigenberger will.

Umgebung: Das Hotel ist in diesem kleinem Fleck zwischen der A3, der A5 und der B43. Hier tummeln etliche Hotels, die speziell für Gäste des Flughafens optimiert sind.

Fazit: Es war bisher mein go-to-Hotel am Flughafen, aber es hat Konkurrenz bekommen.


1 — Edo Sakura江戸さくら (5 Nächte)

3-2-13 Shitaya, Taito-ku, 〒110-0004 Tokyo
phone +81.3.5808.1730; info@tokyoedosakura.com; PQFP+94

Hotel: Das Hotel ist relativ klein und liegt in einer Anwohnerstraße (bitte nachts nicht zu laut sein), gegenüber einer Schule. Alles verströmt den japanischen Charme, den moderne Hotels vermissen lasen. Ab diesem Urlaub muss ich wohl auch erwähnen: Das Personal ist Japanisch; und das passt ideal zum Style des Hotels.

Das Frühstück ordert man am Tag vorher und kostet extra. Damit hat man maximale Flexibilität. Es gibt japanische und westliche Optionen. Alle sind einfach. Für mich war das definitiv ausreichend und ein guter Kompromiss, da ich sonst gar nicht frühstücke und im Urlaub keine Zeit verlieren will.

Zimmer: Ich hatte ein Tatamizimmer, das relativ groß war. Das Bad war einer der typischen Cubicles in hellem beige.

Anreise: Fußläufig (auch mit Koffer) ist die U-Bahnstation Iriya (Hibiyalinie, H-18). Es ist nur eine Station von Ueno-Station. Man sollte aber die Rushhour meiden. Dann wird es voll und Koffer werden eine Herausforderung. In Iriya öffnen die Türen auf der linken Seite.

Umgebung: Wie erwähnt liegt das Hotel in einem Wohngebiet. Die Straße ist eine kleine Nebenstraße. Nachts ist es ruhig; tagsüber auch. Es gibt einen 7eleven und einen FamilyMart an den Ausgängen der U-Bahn-Station. Sonst ist nicht viel los.

Fazit: Es ist ein kleines Hotel mit (auch) Tatamizimmern. Ich habe mich sofort wohl gefühlt. Das Sento muss ich beim nächsten Besuch testen.

2 – Prostyle Ryokanプロスタイル旅館横浜馬車道 (2 Nächte)

5-64 Tokiwacho, Naka-ku, Yokohama, 〒231-0014 Kanagawa
phone: +81.45.6622.222; CJWM+PX

Hotel: Das Hotel ist, wie der Name vermuten lässt, eine moderne und stylische Interpretation eines Ryokans. Alles ist funktional. Die Rezeption ist gleichzeichtig die Bar, die westlichen Lounge-Charme hat.  Die Saune habe ich nicht getestet.

Zimmer: Ich hatte ein Tatamizimmer. Es war relativ klein, aber für mich alleine OK. Es hatte kein „echtes“ Futon, das man ausrollen muss. Das Bett ist ein Kompromiss aus Futon auf dem Fußboden und westlichem Bett. Wer nicht Full-Japan-Style beim Schlafen gehen will, sollte diese Option probieren.1 Das Badzimmer ist geteilt in Toilette und Dusche/Badewanne. Und das es ein „Prostyle“ ist, ist es zur Abwechselung mal nicht beige.

Anreise: Das Ryokan liegt fußläufig zur Station Kannei. Es gibt eine U-Bahn-Station der Blue Line und eine JR-Station (Negishi Line, JK), beide Linien laufen über Yokohama Station. Beide Stationsteile sind unterirdisch verbunden. Vom Ausgang 9 (und  8) sind es knapp 100 m zum Ryokan.

Umgebung: Kannei hat eine gute Auswahl von Kneipen und Restaurants. Fußläufig sind Chinatown, die Waterfront und auch der Landmark Tower erreichbar. Für diesen und für das Kneipenviertel Nogecho (Jazz Clubs)  empfehle ich eine Station mit Blue Line oder JR; Haltepunkt Sakuragicho … nicht wegen der Entfernung. Der Weg ist einfach langweilig.

Fazit: Es ist definitiv ein Hotel für einen zukünftigen Aufenthalt in Yokohama. Es liegt taktisch günstig und hat Stil.

3 — Candeo Hotels Kyoto Karasuma Rokkakuカンデオホテルズ京都烏丸六角 (4 Nächte)

149 Rokkakudori Nakagyo Ward, 〒604-8164 Kyoto
phone: +81.75.366.2377; 2Q45+WH

Hotel: Das Hotel ist optisch ein Knaller. Vor ist ein altes japansiches Gebäude. Dahinter ist ein Neubau. Am ersten Abend ist mir nicht einmal aufgefallen, dass es kein Lobby war, sondern draußen. Auch die Flure waren Laubengänge. Im Sommer heißt das keine A/C und im Winter keine Heizung.

Eyecatcher ist definitiv der Altbau. Hier ist auch der Frühstücksraum, das übrigens ein japanisches Bento war. Eine westliche Option war nicht verfügbar. Den Loungebereich, ein weiteres japanisches Tatamizimmer habe ich nicht genutzt. Der war gut besucht und mir war nicht nach Geselligkeit.

Das Personal ist international und nach meinem Gefühl indisch dominiert. Und es hat mich irritiert. Mein Gehirn erwartet japanisches Personal. Hier fühlte ich mich kurz nach Page, AZ zurückversetzt, wo die beiden großen Hotels auch in indischer Hand waren. Der Service war gut, aber für die typische japanische Hospitalität fehlte mir das japanische Gesicht dazu.

Zimmer: Das Zimmer war für japanische Verhältnisse eine Suite. Wie schon in Yokohama war es ein Tatamizimmer mit „Futonbett“, als Kompromiss an westliche Besucher. Auch im Design das Zimmer ein Mix aus West und Japan, der mir sehr gut gefallen hat.

Anreise: Von Kyoto Eki aus mit der Kasauma Line (U-Bahn) zwei Stationen nach Karasuma Oike. Von dort muss man in Richtung Süden gehen. Vom Ausgang 5 geht man zwei Kreuzungen die Hauptstraße entlang (bis zum Family Mart). Dann biegt man rechts in die Rokkaku-dori. Das Hotel ist nach 50 m auf der linken Seite.

Umgebung: Um das Hotel herum gibt es nicht viel. Das Samuraimuseum ist ebenfalls in der Rokakkudori (ca. 400m nach Osten). Die Burg Nijo-jo  ist etwa 600m enfernt. Zum Nishiki Market sind es auch 600 m, nur leider in die andere Richtung. Vorteil des Hotels ist die taktische Lage zwischen den U-Bahn-Stationen Karasuma Oike und Shijo bzw. Karasuma.

Fazit: In der Gesamtbewertung streitet sich das Cando mit dem Edo Sakura um Platz 1 auf dieser Reise. Das Edo Sakura gewinnt nur, weil es so klein und cozy wirkte. Das hier ist vermutlich rein objektiv betrachtet der Gewinner.

4 — Livemax Resort Aki Miyajima (3 Nächte)

Uonotanachō-634 Miyajimacho, Hatsukaichi, Hiroshima 〒739-0588
phone: +81.829.40.2882; 78XF+FH

Hotel: Das Hotel gehört zu einer Hotelkette, die sich eindeutig auf ausländische Gäste ausgerichtet hat. Es liegt auf der Bergseite des Ortes und nicht am Wasser, etwas abseits vom Trubel.

Sehr japanisch ist, dass man gleich am Eingang die Straßenschuhe auszieht. Mit dem ganzen Sand und den potentiellen Hinterlassenschaften der Rehe keine schlechte Idee. Frühstück und Dinner habe ich ausgelassen, von daher kann ich hierzu nicht berichten.

Leider war der erste Eindruck nicht optimal. Der Geruch des Abendessen war überall in der Lobby in den Fluren zu riechen und sehr intensiv. Und dass Hummer und Austern gegrillt wurde, war dabei nicht von Vorteil.

Auch hier war das Großteil des Personals nicht japanisch. Und wieder hat es mich irritiert. Ich bleibe dabei. Es fehlt einfach eine Erfahrung: das Engrish, diese kleine Sprachbarriere.

Zimmer: Ich hatte für mich ein Tatamizimmer gebucht. Es waren moderne schwarze Tatamimatten aus Kunststoff. Es wirkte sehr schlicht, aber das liegt zu Teilen sicherlich am vorherigen Hotel.

Anreise: Von der Fähre geht man in die Stadt. Relativ mittig an der Promenade biegt man links ab (steht man vor dem Kinsuikan, ist man zu weit). Man geht die Nebenstraße einfach bis zum Ende. Die letzten Meter sind etwas steil, gerade mit Koffer. Aber es hält sich in Grenzen.

Umgebung: Die kleine Stadt mit all den Shops für Touristen ist einfach 150m vom Hotel entfernt. der Rest aller touristisch interessanten Punkte ist in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. (Das gilt allerdings für fasta alle Hotels hier auf Miyajima).

Fazit: Das Hotel konnte leider so gar nicht bei mir punkten und belegt den letzten Platz. Es war zu touristisch. Das Hotel hatte von Anfang an einen schlechten Start. Schon beim Buchen war es nicht mein Wunsch, sondern das Hotel, das noch zu einem akzeptablen Preis verfügbar war.

5 — Hotel Trusty Osaka Abenoホテルトラスティ大阪 阿倍野 (4 Nächte)

1-5-10-300 Abenosuji, Abeno Ward, Osaka, 〒545-0052
phone: +81.6.6530.0011; JGW6+FW

Hotel: Das Hotel ist sehr westlich. Der Eingangsberich hat die Rezeption, die fast nahtlos in den Barbereich übergeht, der morgens aus Frühstücksareal genutzt wird. Das Publikum war international, zumindest akustisch von Chinesen dominiert.

Das Frühstück ist ein Buffet aus westlichen und japanischen Elementen. Ich hatte Spaß beim Mixen. Kaffee und Misosuppe sind aber nicht für jeden.

Zimmer: Das Zimmer war, ich habe vergessen Fotos zu machen, absoluter westlicher Standard. Vermutlich habe ich genau deshalb vergessen, ein Foto zu machen.

Anreise: Vom Tennoji Banhhof ist es relativ einfach. Leider ist der Untergrund nicht vollständig bei google-maps abgebildet. Orientiert euch in Richtung Ausgang 13, dann seit ihr schon mal auf der richtigen Straßenseite.

Der Eingang zu Hotel ist in 3F. Darunter sind Geschäftsräume, u.a. der UFJ Bank. Ein Fahrstuhl führt direkt aus dem Untergrund dorthin. Der Eingang dazu ist direkt am Eingang von UFJ im Untergrund.

Umgebung: Das Hotel liegt an einer sehr geschäftigen Kreuzung. Nördlich von JR Tennoji und sündlich von Kintsu Osaka-Abenobashi sind keine Kneipenviertel für ein Feierabendbier. Direkt auf der anderen Straßenseite ist Harukas 300, das derzeit höchste Gebäude Japans mit Aussichtsplattform und Shopping Mall (für Souvenirs).

Shitenno-ji und Tsutenkaku sind theoretisch fußläufig erreichbar. Den Rest erreicht man bequem mit den vielen Bahnlinie, die ab Tennoji bzw. Osaka-Abenobashi fahren: Die Osaka-Loop-Line verbindet mit Tennoji und Umeda, die Midosuji-Subway fährt nach Dotonbori, Umeda und Shin-Osaka, Tanimachi-Line für Osaka Castle und Umeda, …

Fazit: Mit dem Hotel macht man nichts verkehrt. Seine Lage direkt neben Tennoji Station und direktem Zugang zum Untergrund macht es zu einer guten strategischen Entscheidung. (Außer man will viel mit dem Shinkansen unternehmen.)


6 — Vessel Hotel Campana Nagoya (4 Nächte)

2-30-7 Meieki, Nakamura Ward, Nagoya, Aichi 〒450-0002
phone: +81.52.569.0011; 5VGM+6F

Hotel: Das Hotel ist sehr westlich. Die Einrichtung ist modern. Ich hatte das Hotel wegen des Onsen/Sento gebucht, das ich dann aber nicht genutzt habe. Das Frühstück kann ich auch nicht bewerten.

Gefühlt war ich der einzige nicht-chinesische Hotelgast. Gestört hat es mich nicht. Ich war eh nur zum Schlafen dort.

Zimmer: Das zimmer war ein einfaches westliches Zimmer. Die Größe war ok, das Design modern. Ein wenig Holz machte es wohnlich. Sonst bekommt man ja immer nur eine weiße Wand. Das Bad war der Standard-Cubicle.

Anreise: Von Nagoya-Station sind es etwa 500. Im Untergrund wäre Ausgang 1 die Wahl. Auf Straßenebene verlässt man den Bahnhof am Hauptausgang (Osten) und geht nach links. Man quert die Zufahrt zum Busdepot und benutzt dann die Ampel, rüber zu Karaoke Joysound. Hier ist auch der erwähnte Ausgang 1. Man geht nach etwa 50m in die schräg links abzweigende Straße. Bis zum Hotel sind es drei Kreuzungen.

Umgebung: Fußläufig ist eigentlich nur Nagoya Station. Für den Rest von Nagoya sollte man die U-Bahn bemühen.

Fazit: Das Hotel ist ok, aber eine rein strategische Entscheidung, wenn man viel mit JR (bzw. Kintetsu oder Meitetsu) unterwegs sein wird.

7 — APA Hotel Keisei-Narita Sta. (2 Nächte)

906 Hanazakicho, Narita, Chiba 286-0033
phone: +81.570.053.111; Q8G8+PP

Hotel: Dieses Hotel ist ein klassisches Business Hotel. Ein relativ kompaktes Zimmer. Der Fokus liegt auch einfachen Check-in, Express-Check-out und Schlafen. Es gibt eine kleine Bar/Restaurant. Sonst ist das Hotel nicht wirklich spannend.

Zimmer: Das Zimmer war klein.  Mit zwei Koffern musste ich mich gut organisieren. Immer fehlte ein wenig Rangierfläche. Das Bad, wie immer der Standard-Cubicle. (Daher auch kein Foto.)

Anreise: In der Keisei-Station gibt es einen Nebenausgang, der über mehrere Rolltreppen nach unten führt. Die Rolltreppe endet direkt an der Straße und direkt nebem dem Hotel. So dicht am Bahnhof war kein anderes Hotel jemals.

Umgebung: Direkt am Hotel ist nichts von Interesse. Für alle Dinge in Narita und Umgebung muss man mit der Rollstreppe hoch zur Keisei Station. Japan Rail ist etwa 150m entfernt. Die Omotesando, die zum Narita-san führt, starten im Prinzip genau zwischn Keisei und JR.

Fazit: Ein Hotel, das man einzig aus strategischen Überlegungen und wegen des Preises wählt. Man nichts verkehrt, aber man darf nur Stadard erwarten (was in Japan immer ausreichend ist).

Rediscovering Rückflug

Heute ist dann auch mein Teil dieser Japanreise vorbei. Ich habe den Zug um 7:18 gewählt. Damit sollte ich sicher 3 Stunden vor Abflug am Flughafen sein. Und wenn ich mich bei checkout verspäte fahren zwei weitere Züge mit nur wenige Minuten Abstand.

Nun mit zwei Koffern und Handgepäck unterwegs geht es die 4 Rolltreppen hinauf zum Hintereingang des Bahnhofes. Zwei Koffer sind auf keinen Fall optimal. Das wird bestimmt nicht zum Standard.

Der Zug kommt pünktlich ist aber sehr voll. Für ein paar Minuten wird es gehen. Am Flughafen werde ich mit den anderen Fahrgästen förmlich auf den Bahnsteig gespült. Auf dem Weg zu den Rolltreppen verliere ich auch gleich meine Jacke. Ich hatte sie auf einen der Koffer gelegt. Zum Glück geht in Japan nichts verloren.

Ich arbeite mich hoch zu den Check-in-Schaltern. Diese Schieß-Selfservice-Terminals gehen mir auf den Sack. Das ist reine Schikane. Check-In selbst geht aber schnell, ebenso Security; kein Vergleich zu 2018, als ich in die Golden Week geraten bin und fast zwei Stunden für Check-In und Security benötigt hatte.

Ich habe fast anderthalb Stunden bis zum Boarding. Genug Zeit … um mir einen neuen Boarding Pass zu besorgen. Meinen habe ich irgendwo im Securitybereich verloren. Das ist das erste Mal, dass mir das passiert. Aber dies ist Japan und so mache ich mir nicht allzugroße Sorgen. Und in der Tat bekomme ich problemlos ein neues Ticket.

Ab jetzt wird es langweilig. Warten. Bier trinken. Warten. Dann Boarding. Der Rückflug ist auf 14 Stunden 10 Minuten gesetzt. 3 Stunden mehr als früher. Fuck You Russland.

Wir heben ab. Das Kinoprogramm ist mittelmäßig. Warum fliegen wir nach Norden? Geht es doch über Russland? Natürlich nicht. Wir steuern auf Alaska zu. Die Datumsgrenze ist auf dem Bildschrim eingezeichnet. Werden wir sie kreuzen?

Rein theoretisch war ich Toni (Pacific Time) die ganze Zeit 16 Stunden[efn-note]Californien ist in Zeitzone Uniform (-8 hat aber Sommerzeit); Japan ist Zeitzone India (+9 Stunden)[/efn_note] voraus. Jetzt sind es 19 Stunden. Und dann passieren wir die Grenze. Für eine kurze Zeit bin ich eine Stunde hinter Toni. Oberhalb von Alaska werden es dann sogar 3 Stunden.

Wir fliegen tatsächlich über die Arktis. Nicht direkt ober den Nordpol, aber immerhin. Das ergibt keinenSinn. Die Erde rotiert gegen den Uhrzeigersinn. Frankfurt rennt quasi vor uns weg. Dennoch scheint es sinnvoller zu sein, anstatt die Route vom Hinweg zu nehmen.

Binnen der nächsten etwa 6 Stunden werden wir durch 12 Zeitzonen fliegen. Leider sind uns dichte Wolken. Das Packeis des Pols ist nicht zu sehen. Über Grönland kann ich schnelles Foto vom Artikeis machen.

Der Rest vom Flug und die Landung (17:40 Uhr Ortszeit) sind langweilig. Spannend wird es noch mal beim Zoll. Wegen Bombenalarm sind alle Ausgänge abgeriegelt. Keiner weiß, wann es weitergeht.

Ich bin relativ entspannt. Ich hatte weit über 2 Stunden zwischen Landung und Zugabfahrt eingeplant. Selbst nachdem die Gefahr beseitigt ist und ich die Zollformularitäten für 11 Flaschen Whisky und Sake erledigt habe, bleibt genug Reservezeit. Und natürlich hat der ICE Verspätung. Japp. Ich bin zurück in Deutschland.

Die Zugfahrt erfolgt wieder im Speisewagen. Wie schon bei der Hinfahrt ist es kurz vor Feierabend. Ich habe meine Ruhe, Bier und eine Currywurst. Mit einer Taxifahrt nach Hause endet diese 10. Reise. Es ist spät. Ich bin müde. Und morgen früh muss ich bereits wieder zu Arbeit. Der Jetlag wird ein Spaß werden, aber das ist es mir Wert.

Rediscovering Narita and Sawara

Das ist er, der letzte volle Tag in Japan. Auf dem Programm stehen Sawara und ein Teil von Narita. Ich bin zeitig wach. Mit den Rolltreppen geht es rauf zum Bahnhof. „Let’s Escalate“. Mit dem erstbesten  Zug geht es nach Sawara. Diese kleine Stadt mit den alten Häusern am Kanal hat was. Oh ja. Das ist dann der dritte Ort in dieser Reise, der ein zweiter Besuch ist.

Die Zugfahrt ist länger als ich sie erinnere. Endlich in Sawara gehe ich direkt los. Dieses Mal weiß ich, wohin ich muss: Ich hoffe den Spirituosenladen gibt es noch.

Ja den Laden gibt es noch. Er heißt Yamazakiya Liquor Store. Und er hat viele Whisky im Sortiment, die ich haben will. Ich werde auf dem Rückweg hier noch einmal anhalten. Jetzt wird erst einmal nur ein Highball getankt.

Gestärkt geht es weiter zum Ono-River. Ich komme genau dort an, wo die alten Häuser beginnen. Ich schlendere gemütlich den Kanal rauf und runter und genieße die Sicht und den sonnigen Tag. Morgen geht es zurück, daher ist das Motto für heute: kein Stress.

Wenn ich mich richtig erinnere, geht die Toyohashi-Brücke gleich in den Betrieb. Für alle die es nicht wissen. Die Brücke hat einen doppelten Boden und wird zur vollen Stunde ein Wasserfall. Es sind diese kleinen Dinge, für die man hierher fährt.

An der Chukkei-Brücke gehe ich einmal die normale Hauptstraße rauf und runter. Viel gibt es hier nicht, aber ich finde ein Teegeschäft. Ich kann nicht anders. Ich kaufe Tee und eine Teekann aus Ton. Wieder etwas, dass dann 99% der Zeit doch nur rumsteht und einstaubt. Egal. Letzter Tag. Heute kaufe ich Souvenirs.

Danach mache ich mich auf den Rückweg. Wie versprochen mache ich einen Stopp beim Spirituosenladen. Suntory Kakubin, Suntory White, Torisu Classic und Black Nikka. Das ist doch mal was für meine Sammlung.

Der Zug zurück nach Narita nimmt sich seine Zeit. Wie viele Züge fahren hier eigentlich? Es wächst Gras im Gleisbett. Es wirkt fast, als wären wir der erste Zug sein Monaten.

Zurück in Narita parke ich meine Einkäufe im Hotelzimmer. Dann ist es an der Zeit, Narita zu erkunden. Das Wetter ist perfekt für die Straße hinunter zum großen Tempel. Durch Zufall erblicke ich auf der linken Seite eine Burgerladen; in einem 20-Fuß-Container: Junkey’s Wagyu Burger [Instragram-Link]2. Ich glaube, ich habe mein Abendessen gefunden. Fürs Mittagessen steht jetzt Unagi auf der Liste.

Fürs erste gehe ich die Straße runter zu den Unagi-Restaurants.3 Mittag ist vorbei, es gibt keine zu langen Warteschlangen. Ich bestelle das klassische Setup: Unado (unagi donburi), Aal auf Reis. Ein Gedicht. Und endlich, nach 20 Jahren, kann ich einen Haken an dieses Gericht machen.

Gestärkt geht es weiter zum Narita-san. Ich gehe die Treppe hinauf, vorbei am Teich mit den Schildkröten, unter dem im Nio-mon Lampion hindurch. Ich komme gerade rechtzeitig. Die Priester verlassen das Hauptgebäude. Danach folgen Fotos von der reichlich verzierte 3-stöckigen Pagode und der „Prince Shotoku Hall“.

Danach gehe ich in den hinteren Bereich der Tempelanlage und wähle hierfür den Weg durch den kleinen Wald. Er bringt mich an Statuen (z.B. von Koizumi Iwakichi) und Steinen (Takahama Kyoshi’s Haiku Monument) mit Inschriften vorbei zum Ryuchi-Teich.

Zwischen den Pflaumenbäumen geht es steil bergauf. Oben biege ich verkehrt ab und lande auf der Straße hinter dem Tempel. Ich finde meinen Weg zur Daito. Einfach. Sie ist nicht zu übersehen.

Von der Daito führt eine Treppe hinunter zu einem kleine Springbrunnen. Der Platz wird sehr, sehr westlich. Jetzt bin ich wieder unten, also muss ich wieder rauf. Arghh. Ich komme am Seiryu Gongen-do heraus. Hier stehen die Komyo-do, Gaku-do, Kaizan-do und ein paar kleine Satellitenschreine.

Die Treppe hinunter wartet die Shaka-do und auf der linken ist dann auch schon die Haupthalle. Ich bin zurück auf dem Platz mit der Pagode. Ein Blick auf die Uhr zeigt eine magische Zeit: 16:45. Der Tempel schließt gleich, und so auch die ersten Geschäfte in der Omotesando (so heißt die Straße vom Bahnhof zum Tempel).

Für Sightseeing ist es jetzt zu spät und fürs Abendessen zu früh. Außerdem sollte ich mich um mein Gepäck kümmern. Zurück im Hotel geht es ans Packen.  Es dauert etwas, aber ich bekomme fast alle Flaschen in den neuen Koffer und bleibe mit 22 kg unter dem kritischen Limit. Der Rest passt bequem in mein Samsonite-Koffer. ich lande ebenfalls bei knapp über 22 kg. Punktlandung.

Für den Rückflug morgen ist jetzt alles vorbereitet. Ich gehe zurück zu Junkey’s Wagyu Burger und bestelle den Klassiker mit Extra-Patty. Eigentlich sollte ich die letzte Chance für ein japanisches Dinner nutzen, aber ich hatte dem Besitzer versprochen, dass ich vorbeischauen werde.

Und die Entscheidung war gut und richtig. Der Abend entwickelt in ein gemütliches Gespräch mit dem Besitzer und den anderen Gästen. Zu lange bleibe ich nicht. Morgen klingt der Wecker vergleichsweise früh. Das hält mich aber nicht davon ab, in der Hotelbar noch ein Abschlussbier zu trinken.

(Not) Rediscovering Kakegawa

Heute geht es nach Narita; das letzte Hotel vor dem Rückflug. Mit dieser letzten Shinkansenfahrt beginnt die letzte Szene dieser 10. Reise. Ich werde unterwegs in Kakegawa (dort war ich noch nie) und in Tokyo (Whisky und nen zweiten Koffer kaufen) anhalten.

Es regnet. Kein Schiff. Und ein Koffer in der Hand. Zum Glück ist es nicht weit zum Bahnhof. Kakegawa wird nur durch den Milchkannen-Shinkansen Kodama bedient. Egal. Es ist nicht weit (131 km) und ich habe es nicht eilig.

Am Bahnhof Kakegawa dauert es etwas, bis ich den Abstellort für meine Koffer finde. Dann geht es von Regen begleitet zur Burg. Hier ist nicht viel los. Ich glaube nicht, dass es viele ausländische Touristen hierher verschlägt.

Die überdachte Einkaufsstraße zeigt das aktuelle Problem Japans. Die kleinen Orte sterben weg. Die Hälfte der Geschäfte sind deutlich dauerhaft geschlossen. Die Farbe blättert und alles wirkt alt und verfallen. Abwanderung und Überalterung sind hier sichtbar. Aber, auf einem Grundstück stehen etwa 20 kleine 20-Fuß-Container. In jedem ist eine andere Kneipe. Das hat ein wenig was von Golden-Gai.

Ich gehe durch das Ote-mon der Burg, das abseits der direkten Verbindung Bahnhof-Burg steht. Hinter der Burg ist der Sakasa River. Ich folge ihm zum Eingang der Burg, zahle den Eintritt und gehe dann die Treppen hoch zum Hauptgebäude. Von hier oben kann man den Shinkansen in voller Länge sehen.

Im Anschluss besichtige ich den zugehörigen Ninomaru Palace. Und ja, der Stopp hat sich gelohnt. Der Rückweg hat Zeit für eine Schüssel Ramen. Dann hole ich die Koffer und warte auf meinen Shinkansen. Dieses Mal sitze ich im Green Car (1. Klasse). Es waren nur ein paar Euro mehr- Die meinsten Touris haben nur den normalen Japan Rail Pass. Und dieses letzte Fahrt in 2025 soll dann doch was Spezielles sein.

Und wieder habe ich nicht berücksichtigt, dass die Tokaidostrecke in Tokyo endet und nicht in Ueno, wo mein Kofferdepot ist. Hmm. Ich will auch nicht Zickzack fahren. Also geht es mit Koffer zum Whiskyladen im Yeasu-Underground und mit zwei zusätzlichen Whiskyflaschen weiter nach Ueno.

Ohne Gepäck ist jetzt Zeit für Ameyocho. Das Wetter? Immer wieder Regenschauer. Aber das soll mich nicht stören. Ich suche weitere Whisky, einen Koffer für den Rücktransport und Verpackungsmaterial.

Bei dem ganzen hin und her passiert es wirklich, dass ich kurz die Orientierung verliere. Egal. Hie ist ein Yokitori-Restaurant. Zeit für ein vorgezogenes Abendessen. Die Dämmerung setzt ein. Ah, ich bin in Ueno 1-chome. Dann habe ich vorhin eine Rechtskurve nicht mitgezählt.

Für den Keisei-Liner habe ich kein Ticket vorgebucht. Ich habe also kein Stress. Meine Koffer sind bis 22  Uhr sicher. Das Izakaya, das vor drei Wochen keinen Sitzplatz für mich und meinen Bruder hatte macht in etwa 15 Minuten auf. Das gibt mir Zeit für ein paar Fotos von der Gegend, bei denen ich mit der HDR-Funktion der Kamera spielen kann.

Im Izakaya bestelle ich einen „Suntory Old“. Es ist ein Klassiker, den ich noch in meine Sammlung aufnehmen muss. Auf der Karte steht auch ein Sake und gedörrter Ingwer. Der Geschmack ist mir etwas zu intensiv. Es war ein Versuch . Immerhin, der Sake schmeckt.

ich könnte noch stundenlang von Izakaya zu Izakaya ziehen. Ich will Tokyo nicht verlassen. Aber das Hotel ist nunmal in Narita. Ich hole die Koffer ab und begebe mich zum Keisei-Bahnhof. Tradition ist Tradition.

Ich habe allerdings vergessen, wie lange die Fahrt mit dem regulären Zug dauert. Es ist ein Rapid, aber irgendwie sammelt er trotzdem jede Milchkanne ein. Es zieht sicht. Es hilft nicht, dass die Stationen nummeriert sind. Es sagt einem nur, wie weit es noch ist. Narita hat Nummer 40. Ueno war 1. Und wir sind erst bei 28.

Als wir endlich in Narita ankommen will ich nur noch ins Bett. Noch einmal Konzentration. Es gab hier irgendwo einen Hinterausgang, der mich direkt bei meinem Hotel ausspuckt. Da ist er. Mit mehreren Rolltreppen geht es bergab. „Let’s Escalate“. Das Richmond vom letzten Mal ist auf der anderen Straßenseite schräg gegenüber.

Die Hotelbar hat schon geschlossen. Gut. Dann habe ich kein schlechtes Gewissen, wenn ich das Bett priorisiere. Der Check-in ist etwas nervig. Ein Self-Service-Terminal. ich mag sowas nicht. Aber das ist nunmal ein Businesshotel.

Die Hotelbar ist geschlossen, also suche ich was oben bei den Bahnhöfen. Ich finde aber nichts, was mich wirklich motiviert, hinein zu gehen. Es reicht gerade noch für eine Pizza in der Shindo-dori und ein Bier vom Family Mart.

Kurz nach Mitternacht wache ich auf. Jemand versucht das Bett unter mir zu verschieben. Ein Erbeben der Stärke 6 in Fukushima lässt auch hier alles wackeln. Es waren horizontale Bewegungen, als hätte jemand die Erdplatte verschoben.  Hoffentlich war das Alles.

Rediscovering Ise

Für heute steht Ise auf dem Plan. Ich nenne es oft den Vatikan des Shinto. Hier steht der Isu Jingu, der Hauptschrein des Shintoismus. Und ich will heute endlich, nach 2004, wieder nach Meoto-Iwa. Das sind die beiden Felsen im Wasser mit dem Seil. Es ist eines der ikonischen Bilder aus Japan.

Wie schon gestern geht es ohne Frühstück aber mit Proviant für die Zugfahrt zum Bahnsteig. Ich schnappe mir den erstbesten Rapid nach Ise. Von dort sind es noch zwei Stationen.

Und in die Reise dorthin haben die Götter zwei Hindernisse gestellt.  In Ise funktioniert die IC-Karte nicht. Ich muss zu Schaffner, dort bezahlen und die Suica wieder freischalten, sonst ist das Ding gesperrt. Zum Glück habe ich Bargeld dabei, da ich mir sichern bin, dass ausländische Kreditkarten akzeptiert werden. Das zweite Hindernis ist etwas einfacher. Der Zug wird in Ise geteilt. Nur der vordere Teil fährt nach Toba und damit nach Meoto-Iwa. Das muss man wissen, oder Japanisch (Ansage im Zug) können.

Ich steige in Futamino-Ura aus, fotografiere sofort den Fahrplan. Hier fahren nicht viele Züge. Man muss die Zeit im Auge behalten. Mit Proviant vom Lawson geht es los. Ich wähle einen kleine Umweg als Alternative zum langweiligen Highway 42.

Direkt am Wasser ist ein kleiner Park, den hebe ich mir für den Rückweg aufhebe. Die Straße ist gesäumt von älteren Häusern, die fast alle eine Renovierung benötigen. Die letzen 500m bis zum Schrein, der heißt übrigens Futami Okitama Jinja, sind schön gepflastert. Der kleine Umweg hat sich gelohnt.

Der Eingang zum Schrein ist zwischen Wasser und Berg. Jetzt setzen die Erinnerungen von 2004 ein. Klar, wir haben vermutlich hier vorne geparkt. In einer Rechtskurve kommt die Felsen Meoto-Iwa in den Blick

Die Felsen sind klein. Und sie stehen so dicht am Ufer, dass es bei Ebbe eine Landverbindung gibt. Beides sieht man auf den Fotos natürlich nicht. Ich besorge mir einen Eintrag ins Goshuin, Souvenirs und Fotos.

Das war es auch schon. Mehr hat Futamicho nicht zu bieten. Es geht zurück zum Bahnhof. Ein Blick auf die Uhr verrät: Laufen oder den Zug in einer halben Stunden. Ich entscheide mich gegen Stress und bin halt etwas später in Ise; pünktlich zu einem kleinen Regenschauer.

Durch die Gegu-Sando-Dori geht es zum äußeren Schrein, dem Geku (voller Name: Toyouke Daijingu). Ich überlege gerade. Es müsste mein vierten Besuch sein. Der Baustil heißt Yuitsu Shinmei-zukuri, der nur für die beiden Schreine hier in Ise verwendet wird.

Ich muss den Versuch wiederstehen hier schnell durchzuhasten, damit ich zu Fuß zum Inneren Schrein laufen kann (etwa 3 km), denn das steht immer noch auf meiner To-Do-Liste. Nein, kein Stress. Außerdem fängt es schon wieder an zu nieseln. Also besuche ich das Sengaku-Museum.

Der Bus bringt mich direkt vom Eingang des Geku zum Eingang des Naiku. Praktisch, aber voller Touristen. Ich durschreite das Torii und gehe über die heilige Brücke Uji-bashi.

Ich klapper alle wichtigen Stationen ab und mache Fotos, wo es erlaubt ist. Zwischen mir und dem innersten Heiligtum sind insgesamt sechs Zäune (sieht man sehr gut auf google-maps). Den innersten dürfen nicht einmal die höchsten Priester durchschreiten. Das darf nur der Kaiser, da er der direkt Nachfähre der Sönnengöttin Amaterasu ist.

Es ist fast 17 Uhr, als ich das Schreinareal wieder verlassen will. Zum Glück bekomme ich noch einen Goshuin-Eintrag. Ich eile zum „Ise Highway“. Es ist die alte Straße, die zum Schrein führt. Hier stehen dutzende alte Häuser und alle sind für die Pilger (Touristen) da. Izakaya, Restaurants, Souvenirshops.

Die Wolken über mir (sieht man auf den Fotos nicht) verheißen nichts Gutes. Und in der Tat fängt es an zu Regnen. Und so wie es aussieht wird es dieses Mal nicht so schnell aufhören. Als Souvenir shoppe ich schnell zwei Flaschen Sake.

Ich gehe bis zur Okage Yokocho. Hier sind kam noch Leute. Die ersten Geschäfte schließen. Ich entscheide mich für ein Sushi-Restaurant, das auch Niku-Sushi und guten Sake im Angebot hat.

So langsam muss ich an den Rückweg denken. Die Dämmerung ist in Gange und der Regen auch. Auf dem Ise-Highway finde ich noch eine Craft-Beer-Brauerei, die noch nicht geschlossen hat; Ise Kadoya Beer. Ich verstehe das als Zeichen für ein Abschlussbier. Die haben echt gute Sorten. Es wird das Hazy IPA.

Mit dem Bus geht es zurück zum Bahnhof. Hoffentlich steige ich nicht falsch oder zu spät aus. Jetzt im Dunklen ist meine Orientierung nicht die Beste. Aber es geht. Jetzt habe ich die Wahl: Japan Rail oder Kintetsu. ich vermute es ist wie ander Supermarktkasse: man wählt die Falsche. Ich entscheide mich für Kintetsu. Mal, was anderes.4

Der Kintetsu-Bahnhof ist etwas südlich der JR-Bahnhof. Beide sind aber miteinander verbunden, sodass ich erneut einen Weg hinauf in den JR Tower suche. Ich hasse dieses Gebäude und seine verschachtelten Fahrstühle.

Oben angekommen nehme ich wieder am Fenster platz. Ich bestelle Spaghetti mit Shrimps. Sehr westlich, aber darauf habe ich gerade Appetit.

Und ja, der Weg zurück ins Hotel stoppt am Daruma. Ja, ich hatte gerade Abendessen, aber platz für Yakitori und einen Highball ist immer da. Außerdem ist es der letzte Abend. Morgen geht es zurück nach Tokyo bzw. Narita. Gefühlt ist hier und jetzt der Japanurlaub zu Ende.