Archiv der Kategorie: 中部

.. die „mittleren Provinzen“. Das Gebiet geht von Nagoya im Westen bis Hakone im Osten. Es liegt damit zwischen Kansai (Kyoto) und Kanto (Tokyo), und wird historisch mit Kansai zusammengepackt, da sich die Begriffe Kansai und Kanto auf die Grenzstation Hakone beziehen. Neben der Großstadt Nagoya sind Takayama und Gifu zu erwähnen. Auch der Fuji und Nagano gehören zu Chuubu.

Heute lange Weiterreise nach Naruko. Nach langem Frühstück erwische ich gerade so eben den Ltd. Express Snow Monkey nach Nagano. Überspringe den Stop Obuse. Weiter nach Karuizawa. Ab hier geht es bergab. Den Ort kann man knicken. Schon jetzt wird klar. Das wird „Worst Day No.1“. Und es geht auch weiter schief. Die Wasserfälle sind, wie so vieles in Japan, auf dem Foto größer als in real. Allen Reisenden sei gesagt: Wenn man gerade in der Nähe ist (z.B. auf dem Weg nach Kusatsu), kann man kurz stoppen. Allen anderen empfehle ich einen Urlaub in Schottland inder die Wasserfälle bei Nikko.

Im Shinkansen nach Omiya und nach Sendai kein Sitzplatz mahr. Stop in Fukushima. Das Fukushima. Frage was günstiger ist. Über Sendai oder über Yamagata. Es gibt zwei Wege nach Naruko. Abendessen ist nicht. Zwischen den Zügen immer nur 30 Minuten und an den Bahnhöfen (Fukushima, Sendai, Fukukawa) gibt es nichts brauchares.

Letzte Strecke mit der Bummelbahn. Dejavuz. Nach 10 Jahren doch noch ein wenig bekannt. Taxi zum Hotel. Strecke wieder in real länger als in Erinnerung.

Check-in. Betreiber noch der von vor 10 Jahren. Ich erinnere mich. Der hat mal was mit Deutsch studiert. Spricht auch noch ein wenig Deutsch. Wahrscheinlich spricht er immer noch besser Deutsch als ich Japanisch. Nach dem Check-in eine Runde Onsen und dann ist der Tag rum.

(Heute ist etwas Luft für Bilder. Hier ein paar Impressionen von den Zugfahrten)

Heute passiert nicht viel. Erster Stop japanisches Frühstück. Kann ich immer noch nicht damit anfreunden.

Zweiter Stop . Jigokudani Monkey Park. Der Ryokanbetreiber fährt mich bis zum Beginn des Wanderweges. Es ist das gleiche Auto wie 2004. Wow. Erfahre, dass in Japan die Steuern ab einem gewissen Alter des Fahrzeugs steigen. Die Karre kostet mittlerweile ein Vermögen.

Wanderweg zum Park ist entspannt und ruhig. Ich bin alleine. Dann der kurz vorm Park die Abzweigung. Ich erinnere mich. Ein paar Fotos. Affen klettern gerade den Hang hinaus und kommen mir über die Brücke entgegen. Mal lässt sich etwas Abstand. Aber sonst geht jeder seines Weges. Völlig normal hier.

Weiter zum Park. Eintritt. Den Weg entlang. Hmmm. Meinte immer, das Onsen wäre rechts. Falsch gedacht. Ein paar Affen baden. Naja. Vom Futter angelockt, dass die Parkbetreiber ins Wasser werfen. Ist alles doch ein wenig Show für die Touristen. Fotos.

Fußmarsch nach Shibu Onsen. Der Weg ist länger als in der Erinnerung. Im Ort dann Tageslichtfotos von den 9 Badehäusern. Am Tag hat der Ort keinen Charm.

Weiter nach Yudanaka. Auch der Weg ist lang. Bin erst um 13:30 wieder am Ryokan. Kein Mittag. Training startet um 14 Uhr.

Man ist das kompliziert. Schlimmer als Iaido. Jeder Handgriff hat einen Grund. Das Ansetzen des Pfeils am Bogen, das Spannen über dem Kopf. Alles. Weicht man ab, klappt es nicht, oder es wird unnötig schwer. Dabei trainiere ich nur mit einem 10kg-Bogen. Reicht völlig. Der Betreiber hat einen Bogen mit 80kg Spannung. Wow. Jetzt kapiere ich. Den mit Muskelkraft zu spannen ist nahezu unmöglich. Das geht nur mit der Technik, die ich gerade lerne. Das Halten des Pfeils und der Sehne und des ganzen Bogen mit drei Fingern und dem Knie. Alles ergibt einen Sinn, wenn man die Bogenspannung um das 8-fache erhöht.

Um 18 Uhr beginnt die Onsen-Tour. Den Schlüssel für Shibu-Onsen gibt es nicht mehr für Yudanaka-Gäste. Ich bekomme einen Pass für zwei Hotelonsen in Yudanaka und besuche zusätzlich öffentliche Onsen. Gerate im zweiten Hotel in eine Show für Hotelgäste. Gemischter Eindruck. Der Entertainer ist motiviert und sicherlich nicht schlecht, aber mit mir sind nur 8 Gäste im Saal. Hat was von der „Kreuzfahrt der Verdammten“ (vgl. TV-Serie Frasier).

Kurzer Abstecher nach Shibu-Spa. Nicht viel los. Entweder bin ich Off-Season oder mit Shibu geht es bergab. Schlendere ein wenig in Yakuata durch die Straßen. Shoppe ein paar japanische Badelatschen als Erinnerung. Dann Rückmarsch und ein wenig Onsen im eigenen Ryokan.

Fazit: Ich habe 2004 alles richtig gemacht. Die Erinnerungen konnte ich heute auffrischen und aktualisieren, gleichzeigt wird klar, dass ich sie nicht wiederholen kann. Keiner kann das. Nie mehr. 2004 ist vorbei. Der Ort hat sich verändert.

Highlight war definitiv Kyodo, auf wenn ich nicht sonderlich gut war. Aber: Ein Mal die Scheibe getroffen.

Kein Ticket mehr bekommen. Zurück zum Hotel. Pause. Nicke ein. Bin um 7:30 zum Frühstück durch Zufall wach. Auf zum Tsukiji für den normalen Fischmarkt. Was für ein Chaos. Enge Wege, überall Kisten und Fischgedöns. Hier kriegt man alles, was das Meer hergibt. Dazu Elektrokarren und viele Leute.

Um 12 Uhr Ortswechsel über Nagano nach Matsumote und dann weiter nach Yudanaka. Fahrplan ist wieder gegen mich. Aber passt gerade noch. Matsumoto hat nur die Burg. Da reicht etwas mehr als eine Stunde.

Los gehts. Strecke ist bekannt. Die Burg. Na super. noch ne Baustelle. 2014 scheint das jahr der Burgrenovierung zu sein. Ab in die Burg. Waffen und Rüstungen. Nette Infos, nette Burg. Wieder raus. Einmal um die Burg rum. Genau die Sahneperspektive ist durch eine Baustellte versperrt. Versuche dennoch mein Glück mit angepassten Bildausschnitten.

Weiter Nakamachi. Ganz brauchbare Einkaufsstraße. Gut mal war da. Die Zeit drängt. Mit dem Bus weiter zur alten High School von Matsumoto. Den Park aus dem Bus besichtigt. Lohnt nicht. Die alten Holzgebäude sind ein Foto wert. Zu weiß weiter zum Inarischrein. Der letzte Stop vor der Dunkelheit. Hab den Tag noch gerettet.

Zurück am  Bahnhof den Zug nach Nagano. Da schua an. Hier ist der erhöhte Ort mit Blick auf die Lichter im Tal. Auf halber Strecke des Local zwischen Matsumoto und Nagano. Inklusive 2 Mal Richtungswechsel. Hab ich wohl auf der Hinfahrt verschlafen.

Nach Nagano muss ich auf halber Strecke umsteigen. Bin um 21:52 endlich am Bahnhof. Taxi. Ist zwar nicht weit, aber ich weiss nicht, wann die Sperrstunde ist.

Check-in. Sieht alles so aus wie ich es verlasen habe. Der Hund ist nicht mehr da. Naja. 10 Jahre. Der lebt wohl nicht mehr.

Sperrstunde wird für mich erweitert. 23 Uhr ist Licht aus. Aber der Besitzer zeigt mir, wie ich danach die Tür auf kriege. Schnell Abendessen. Auf der anderen Seite der Brücke viele Lichter. Also viele Kneipen. Verdächtige Namen. Thai Restaurant, Club K, Bar Hana (Blume). Sowie sehr viel Karaoke. Sieht nicht nach Abendesssen aus.

Finde eine Bar. Nicht das Beste am Platz, aber dafür koscher.
Bin um 23 Uhr wieder am Ryokan. Will fair bleiben. Noch schnell eine Runde Onsen.

Japanese Breakfast at 8:30am; with ham and eggs. Maybe because I am a gaijin. The sake is served because of New Year. Check-out is scheduled for 11am. Plenty of time for onsen. I ask the hotel clerk to give me a little bit of money for my ride to Ueda and charge my credit card. The ATM are still offline. I will take care of all the fees. After a short discussion I get 10.000 yen. The last 400yen in my pocket are not even enough for the train to Ueda.

I also can store my stuff at the counter. That gives me 90 minutes to explore Bessho. At the temple are still running New Year celebrations. The main street is closed. Booths with food and other stuff. Matsuri (festival) feeling.

Next stop is the octagonal pagoda with a Kannon; the Kannon can not be seen. And the rest of the temple is more or less a construction site. Further to the O-yu, a public bath. Don’t expect too much. It is more or less a bath room, not a spa. But it is relaxing. After that I do a brief stop  at a cafe. The owner roasts his own coffee blends. A little bit expensive, but for sure unique. At 2pm I pick up my stuff and thank all the people there many times for all the help.

Back in Ueda I have some time to visit the remains of the castle. There is not much to see. They rebuilt a part of the gate, the wall and the corner towers. The old merchant street is not far away. It is a short street with 10 houses. Here is a bakery, that is run by a friend of the coffee shop owner. A good place for a short break.

The shinkansen brings me to Take-something-town where I change into a local. 90 minutes later I arrive in a place called Naganoharakusatsuguchi. The bus to Kusatsu is already waiting. I like Japan. Connections are always working. Cool Snow. The display says 18°F. Then there is a street section with grooves. The tires are playing a song! But I cannot identify it.

The bus arrives in Kusatsu. It is snowing. The streets are white. Perfect. I walk to the hotel. I only now the basic direction. But I am confident. I walk down the street half a mile and ask in a conbini (convenient store). 50yards further I have to turn right. It is that simple. And there is a big sign at the junction too. I check-in; including the standard introduction into the onsen rules.

I walk into city center. A quiet walk thru tiny streets covered with snow. Yubate. The big onsen the town is famous for. 17°F. And it is still snowing. I wear a cap but no gloves. But I am „nordisch“ (nordic). The view is impressive (I expected smoething smaller). The smell is too. Waft of mist are floating over the onsen. Brimstone. I take pictures. This is what I wanted. That is what I was looking for. Cold weather, snow, hot springs, remote places at night.

The next stop is a izakaya. My fingers and the autofocus of the camera are frozen stiff. Bulls eye. Good food, good sake and good company. The daughter of the owner was in Germany for a student exchange. She was in Bietigheim-Bissingen. Why there? In this one-horse town? I learn: It is the partner city of Kusatsu. And that there is a long tradition between these two palces.

At 11pm I return to the ryokan. There I enjoy the winter night. Sitting in a rotenburo. THe water is not that hot because of the temperature outside. I have some sake with me. It is snowing. I can explain how great this moment is. Sitting in a onsen, outside the house, while it is snowing. This is a lifestyle I could get used to.

[deutscher Blogeintrag]

After this exciting events from yesterday evening I need some rest. After a long japanese breakfast I start for a walk. At the door a Shiba Inu is waiting that doesn’t belong to the ryokan. He always tries to stay behind me. I turn quickly around. He doesn’t like it and instantly try to get out of sight again. He is following me a a few yards while I walk downhill to Tsumago.

After less than a mile I arrive the first houses of Tsumago. The road is covered with ice and not easy to walk. There os some snow, but not as much as in Kisofukushima. I arrive the old post town area at  9am. I am more or less alone. The shops open in one hour. I enjoy the quiet tourist-free atmosphere.

Tsumago

The old Tsumago is a long street with old houses. A remote place. There is no special house that sticks out. It is the complete ensemble. The perfect place for a samurai movie. This place covered with fog must be awesome.

The street splits into two ways. I decide for the stairs down. That was dangerous. The stairs are tilted and covered with ice. Something I didn’t expected. After a few meter the way goes up and meets with the second path. It is not easy to walk. Again there is ice. Now I am followed by a cat. Today I am haunted by japanese wildlife .. and there are bears in the mountains. I hope they hibernate.

I walk down the street passing the old rest places for travelers. At the end is a small water mill and a big ancient newsboard. I spot a small temple. Maybe I can take some pictures during the magic hour.

Now I want to start to walk the Nakasendo to Magome. On the way I will pass the ryokan. Until there the way is boring. It is part of the national road. I pass the houses behind the ryokan. I meet the Shiba Inu again. Now the Nakasendo is leaving the national road and enters the forest. Here there is less snow but it is easier to walk.

Nakasendo

This will be a peaceful walk. It goes uphill. The path is crossing the road several times. But I never recognized how close both ways are all the time. This Nakasendo is somehow a place half way to nowhere that exist outside of time. The weather is cold and sunny. This I call holiday. Now the way is splitting. Nakasendo to the left and a path to two water falls to the right. They are not far away. A minor diversion seems possible without any time problems.

The only thing that worries me is this tiny bell next to the signs. „Ring the bell hard against bears“ and a phone number below. The bell I know from Hokkaido where you should wear a tiny bell on your backpack. I wonder if this stationary bell is also successful. And why the phone number? If I face a bear I will definately do not call for help and wait for help. Or shall I give the phone to the bear, say „it’s for you“ and run?

The water fall is 5 minutes away. There are not very high but here in the middle of the forest they are well placed. The edges of the waterfall are frozen. That reminds me on the blog I found about people climbing up frozen water falls.

Next stop is a 250 years old cherry tree. The forest ended a dozen yards before. It goes steep uphill. Passing bamboo. This is the Magome pass. It is the border between Gifu and Nagano prefecture. This confused me while I was looking for a Ryokan. Magome and Tsumago have different predial numbers and post codes.

From this point on it should go downhill until Magome. But this part of the Nakasendo is boring because it follows the mainroad. At 2pm I arrive at the upper end of Magome. Here again is a big news board and the bus stop. The next leaves in one hour. That should be enough. Magome is not that big. But beautiful. In my opinion even better than Tsumago.

Magome

A 300m long paved way. Old houses on both sides like in Tsumago. Souvenire shops and ryokans everywhere. This city (like the complete Kisodani) is famous for Honoki wood. During the time of the samurai it was forbidden to the normal people to use this kind of wood. This law was intact until a few decades ago. That is the reason why the cities along the Kisodani are so old, weathered and run down. Many cities were given up and got lost. Tsumago and Magome survived and now are a living evidence of the past. Back to the souvenir shop. I buy some honoki sake cups.

A walk the street down to the water mill. Inside is a small generator and a display that shows, how much power the generator is producing. A nice approach towards green energy; speically after Fukushima. The street takes a left turn and a right turn before it ends. This side of Magome is not as beautiful as the upper part. Therefore I go back. I have a small chat with owner of the souvenir shop from before. Then I rush to the bus stop.

Looks like I have luck twice. While I was waiting for my ride back to Tsumago a bus is stopping and dozens of Japanese tourist are entering Magome. And the weather is changing. It is getting windy and cold. Looks like perfect timing and that I have used the best time of the day for the walk. I stroll thru Tsumago until it is getting dark. But I cannot find a good scenery. And after 5pm cars are allowed in the street and ruin the mood.

Tomorrow I travel back to Toyko. Therefore I embrace this remote place as good as I can. First I take a relaxing bath on the onsen of the ryokan. At 6pm I walk to the dinner room. Wow. A feast. Grilled fish, sashimi, vegetables, soup, tempura. I am full. Some nihonshu and another stop in the onsen before I go to bed … I mean futon.

[deutscher Blogeintrag]