Archiv der Kategorie: 東京

Keine Region im eigentlichen Sinne. Tokyo gehört zu Kanto. Ich bezeichne also Tokyo aber gerne das Areal, das man schnell mit dem Zug von Ueno/Tokyo erreichen kann. Über „Was ist Tokyo?“ läßt sich streiten. Genau genommen ist es nur das Gebiet am Kaiserpalast. Die Präfektur ist ein weiter gefaßtes Tokyo. Das Ballungsgebiet Tokyo ist wiederum großer als die Präfektur. Bei mir fallen auch Yokohama und Chiba in die „Region Tokyo“. Kamakura und Hakone sind hingegen Kanto.

Der Text ist länger geworden als gedacht, daher habe ich den Blogeintrag geteilt. Hier ist der zweite Teil, beginnend mit der Brücke des Shuto Expressway No. 6.

(9) Brücke des Shuto Expressway No. 6

Auf halber Strecke zwischen Ryogokubashi und Shinohashi wechselt der Shuto Expressway No. 6 (Mukujima Line) die Flussseite. Der Expressway läuft weite Strecken entlang des Flusses, da zu seiner Bauzeit hier der einzige Platz war, an dem noch keine Gebäude standen.

(8) 新大橋 .. Shin-o-hashi
  • Länge 170,00 m; Breite 24,00 m
  • erste Brücke 1693; aktuelle Brücke 1976

Diese Brücke, nicht weit von der Ryogokubashi existiert seit dem Jahr 1693 und stand damals etwas südlicher. Damals war es eine von vier Brücken über den Fluss. Die anderen sind: Ryogoku-bashi, Eitai-bashi und Azuma-bashi. Der Name referenziert auf die alten Namen der Ryogoku-bashi, der O-hashi war.

Anders als andere Brücken überlebte die damalige Version (eine Fachwerkkonstruktion) das große Kantobeben von 1923. Sie ist daher auch als „Life Saving Bridge“ bekannt, da sie als Evakuierungsroute nach dem Beben zur Verfügung stand.

Die Brücke wurde über 20 Mal neu aufgebaut. Der aktuelle Bau ist von 1976 und ist damit der zweitneueste Bau. Es ist eine Schrägseilhängebrücke mit nur zwei Seilen. Die Stahlunterkonstruktion der Farhrbahn und die Pyllone sind orangegelb, Seile und der obere Bereich der Fahrbahnkonstruktion sind weiß. Nachts ziert eine grüne Lichterkette die Fahrbahnebene, die Pylonen werden von unten durch Scheinwerfer angestrahlt und leuchten in ihrem orangegelb.

Utagawa Hiroshige hat die damalige Brücke und einem Ukiyo-e vereweigt (1857) und sogar Van Gogh malte sie in seinem Bild „Brücke im Regen“ (1887), was eine Kopie des zuvor genannten Ukiyo-e ist. Van Gogh war selber nicht in Japan.

Die Brücke, welche zu den 100 Views of New Tokyo gehört, ist drei Minuten von der Morishita Station der Toei-Oedo- bzw. Shunjuku-Line entfernt.

(7) 清洲橋 .. Kiyosu-bashi
  • Länge 186,20 m; Breite 22,00 m
  • aktuelle Brücke: März 1928

Diese Brücke von 1928 hat ein deutsche Vorbild: die Deutzer Hängebrücke in Köln von 1915 (kollabierte am 28.02.1945 augrund von Kriegsschäden). Die Kiyosu-bashi ist wie ihr Vorbild eine Kettenhängebrücke; eine Bauform die heute nicht mehr eingesetzt wird. Sie gilt als eine der elegantesten Brücken in Japan.

Die Brücke verbindet Nihonbashi mit Nakasu. Die Kiyosumi-Shirakawa Station der Hanzomon-U-Bahn-Linie ist etwa 7 Minuten entfernt.

(6) 隅田川大橋 .. Sumidagawa-o-hashi
  • Länge 391,70 m; Breite 27,50 m
  • erste und aktuelle Brücke: 1979

Die doppelstöckige Brücke ist ein Zubringer zum Expressway. Es ist die Suitengu-dori, die ein Teil von Expressway 9 (Fukugawa Line) ist. Die Konstruktion hat zwei Ebenen und besteht abschnittsweise Hohlkasten und Plattenbalkenelemente. Die untere (lichtgeschützte ?) Ebene ist türkis grün. Die obere Ebene eher ein helles graublau.

(5) 永代橋 .. Eitai-bashi
  • Länge 184,70 m; Breite 22,00 m
  • erste Brücke: 1696 (1698); aktuelle Brücke: 1926

Die erste Brücke wurde 1696 (oder 1698) für den 50. Geburtstag von Shogun Tokugawa Tsunayoshi errichtet und verbindet Fukagawa und Nihonbashi. Sie ersetzte die Fährverbindung Fukagawa-no-watashi. Die Brücke war 200 m lang und 6 m breit. Sie gründete auf 30 Pfeilern.

Damals war es eine von vier Brücken über den Fluss, die Edo mit Futagawa verband. Die anderen sind: Ryogoku-bashi, Azuma-bashi und Shin-Ohashi.

Am 20.09.1807 gab es an der damaligen Brücke (prinzipiell war es immer noch die Version 1696) ein schweres Unglück mit über 1400 (einige Quellen nennen 1500) Toten, als Teil der Konstruktion unter dem Gewicht von Besuchern des Schreinfestes am Tomioka Hachimangu zusammenbrach. Die Brücke ist auf Bild 29 der Serie „48 Views of Edo“ von Utagawa Hiroshige II aus dem Jahr 1862 verewigt. Die Brücke ist zudem berühmt, da sie Teil des Rückzugsweges der 47 Ronin von der Honja-Kira-Residenz zum Sengaku-ji war.

In 1897 wurde die Holzkonstruktion aufgegeben und durch eine Stahlkonstruktion ersetzt. Es war damit die erste Stahlbrücke in Japan. Dennoch: Der Unterbau war weiterhin aus Holz und verbrannte als Folge der Feuer des Kantoerdbeben 1923. Der Wiederaufbau wurde 1926 abgeschlossen. Das Design ist eine Anleihe an die Ludendorff-Rheinbrücke. Sie wird als maskuliner Kontrast zur feminien Kiyosu-bashi gesehen.

Der Bogen der Brücke ist nachts blau illuminiert. Zusammen mit der Beleuchtung der an den Senkrechten Streben aber ohne Licht an der Fahrbahnplatte ergibt sich ein spannender Lichteffekt. Das Foto ist ein Zufallsschnappschuss aus dem Bus. Ich muss das 2019/2020 nachlegen.

Nach der Etaibashi verzweigt der Sumidagawa. Die Fähre nimmt den Westarm.

(4) 中央大橋 .. Chuo-o-hashi
  • Länge 211 m; Breite 25 m
  • erste Brücke: 1924; aktuelle Brücke: 1993

Die mittlere neue große Brücke (Chuo-Shin-O-Hashi) wurde erst 1993 gebaut. Mit stand 2019 ist es damit die zweitneueste Brücke am Sumidagawa. Ich die Brücke führt die Bundestraße 463 und verbindet Chuo (daher der erste Teil des Brückennamen) mit dem Bezirk Tsukuda.

Es ist eine Hängebrücke mit 32 Seilen in Fächeranordnung (Schrägseilhängebrücke). Besonders an dieser Brücke ist, dass sie nicht gerade ist, sondern eine leichte Kurve bildet. Sie ist asymmetrisch mit nur einem Pylon. Das Design stammt von einem französischen Architekturbüro. Der Pylon nimmt Designanleihen an den traditionellen Samuraihelmen (Kabuto). Auf der Mitte der Brücke steht eine Statue, genannt „The Messenger“, der Freundschaftsgeschenk zwischen den Flüssen Sumida und Seine (Frankreich) ist.

Der Pylon ist weiß, die Fahrbahnkonstruktion hellgrau. Bei Nacht wird der Pylon angestrahlt. Die Farbe ist ein Orangeton, der den Pylon gerade in der späten Dämmerung in gutem Kontrast zum dunkelblauen Himmelsteht.

Die dichteste U-Bahn-Station ist Hachibori auf der Hibiya-Line bzw. JR-Keiyo-Line.

Fun Fact: Der Bau der aktuellen Brücke wurde am 26.08.1993 abgeschlossen und damit am gleichen Tag wie der Bau der Rainbow Bridge.

(3) 佃大橋 .. Tsukuda-o-hashi
  • Länge 476,30 m; Breite 25,20 m
  • erste und aktuelle Brücke: 1964

Diese Brücke von 1964 war die erste, die erst nach WWII gebaut wurde, um den Verkehr über die Kachidoki-bashi zu entlasten. Sie verbindet als Teil der Bundestraße 473 den Stadtteil Tsukiji mit der künstlichen Insel Tsukishima. Mit ihrer Eröffnung wurde die letzte Fährverbindung über den Sumida, die Tsukuda-no-Watashi, eingestellt, die 300 Jahre lang arbeitete.

Ihr Design ist ähnliche der Ryogoku-bashi. Das ist irgendwie alles was ich über diese Brücke sagen kann. Im Netz gibt es keine weiteren spannenden Infos über diese wohl damit langweiligste Brücke im Südabschnitt des Sumida. Die Tsukishima Station der Toei-Oedo und der Yurakucho sind nahebei.

(2) 勝鬨橋 .. Kachidoki-bashi
  • Länge 246,00 m; Breite 22,00 m
  • erste und aktuelle Brücke: 1937

Die Brücke ist die einzige Brücke am Sumidagawa, die geöffnet werden kann. Sie wurde 1940 eröffnet und sollte die künstliche Inseln (Harumi und Toyoso), die zu diesem Zeitpunkt hier entstanden, mit dem Rest von Tokyo verbinden. Die Brücke ist benannt nach der zuvor hier operierenden Fähre Kachidoko-no-watashi.

Damals lag die Brücke an der Mündung der Sumida, die sich durch die künstlichen Inseln weitnach Süden verschoben hat. Damals war hier der Hafen von Tokyo und die Passage von Schiffen notwendig. Aufgrund der Anzahl der Schiffe dauerte die Öffnung der Brücke über 20 Minuten, obwohl sich die Klappen in knapp 90 Sekunden bewgen. Der Autoverkehr wurde auf diese Art 5 bis 6 Mal am Tag unterbrochen.

Kachidoki-bashi wurde zuletzt 1970 geöffnet. Die Mechanik kann aber heute noch in Rahmen von Touren besichtigt werden. Heute ist die Öffnungsfunktion sinnlos, da südlich der Kachidoki-bashi eine weitere Brücke gebaut wurde, die Tsukuji-bashi.

Die Kachidoki-bashi hat in den letzten Jahren eine sehr schöne nächtliche Beleuchtung erhalten: Die Fahrbahnebene bildet einen blauen Streifen entlang aller drei Brückensegmente. Die beiden Bogen sind grün beleuchtet; anders als die blauen Lichtpunkte der Fahrbahnebene ist der Stahl des Bogens komplett angestrahlt. Damit ist dies noch eine Brücke, die ich am Abend (oder sehr früh am Morgen) erwischen muss.

Die nächstgelegenen U-Bahnstation sind Kachidoki (Exit A4) und Tsukijishijo (Exit A1) der Toei-Oedo-Line.

(1) 築地橋 .. Tsukiji-bashi
  • Länge 00 m; Breite 00 m
  • erste und aktuelle Brücke: 201x

Die Brücke ist so neu, dass sie bei googleMaps noch keinen Namen trägt und be Bing noch ausgegraut und nur beim Reinzoomen angezeigt wird. Bei Openstreetmaps heitß sie Tsukiji-bashi. Der Name wird auch von NHK „Tokyo Eye 2020 genannt“

Es ist letzte Brücke am Fluss und der Bootsfahrt zum Hamarikyu-Teiein. Kurz hinter dieser Brücke biegt das Boot ab in den Hamarikyu-Teien. Die Brücke ist direkt am berühmten und mittlerweile (Oktober 2018) geschlossenen Tsukiji-Fischmarkt. Der neue Fischmark liegt in Toyoso und in Verlängerung der Brücke.

Der Sumidagawa mündet kurz danach in die Tokyo Bay. Auch wenn es nicht so aussieht, da sich künstliche Inseln immer weiter in die Bucht erstrecken und so den Flusslauf künstlich verlängern. Hier steht eine weitere, wohl die bekannteste Brücke von Tokyo: die Rainbow Bridge.


Wirklich gute Fotos gibt es hier: http://coolphotojapan.com/coolphotojapan/category/long-exposure-tokyolet-project/bridge/sumida-river

Die Brücken sind hier in der Reihung beginnend mit der Azuma-bashi aufgelistet. Es ist die Reiseroute die ich empfehle, da nur in dieser Fahrtrichtung die Fähre am Hamarikyu-Teien hält.

Hinweis: Wer sich fragt, warum so viele Brücken in ihrer aktuellen Version zwischen 1923 und 1931 gebaut wurde, den möchte ich daran erinnern, dass am 01.09.1923 das große Kanto-Erdbeben (関東大震災) Tokyo in Schutt und Asche gelegt hat (105.385 Tote).

(15) .. 吾妻橋 .. Azuma-bashi
  • Länge 151,10 m; Breite 22,20 m
  • erste Brücke 1774; aktuelle Brücke 1931

Die erste Version aus Holz wurde 1774 unter dem Ogawa-bashi (大川橋; Ogawa = großer Fluss; dies ist der alte Name des Sumidagawa) errichtet. Damals war es eine von vier Brücken über den Fluss. Die anderen sind: Ryogoku-bashi, Eitai-bashi und Shin-Ohashi. Während der Bau dieser drei Brücken durch das Shogunat beauftragt wurde, wurde die Ogawa-bashi durch 6 Privatleute initiiert.

Bei der Rekonstruktion 1876 wurde die Brücke in Azuma-bashi umbenannt. Die aktuelle Version ist von 1931, nachdem sie zuvor durch das Kantobeben 1923 zerstört wurde. Es ist eine Bogenbrücke aus Stahl mit aufgeständerter Fahrbahn und insgesamt drei Bögen. Die Farbe ist ein kräftiges rot.

Die Brücke verbindet den Stadtteil Asakusa mit Mukojima. Es ist die erste Brücke die man  der Fähre unterquert. Früher begann hier die „Reise“ von Edo in den Rotlichtbezirk Shin-Yoshiwara (吉原; Glück verheißende Wiese), und nicht nur deshalb ist sie ein Motiv in vielen Ukiyo-e.

Azuma-bashi liegt fast direkt an der Bahnstation Asakusa (Exit 4) und damit auch nahe dem Kaminarimon des Senso-ji. Der Anleger ist direkt an der Brücke. Die Straße auf der Bücke ist die Asakusa-dori. Am Ostufer kann man das Asahi Headquarter mit seinem eigenwilligen Gebäudedesign sehen; und dahinter den Sky Tree. Nördlich der Brücke ist beidseitig des Flusses der Sumida-Park mit knapp 300 Kirschbäumen. Weitere Infos …

(14) .. 駒形橋 .. Komagata-bashi
  • Länge 146,30 m; Breite 22,90 m
  • aktuelle Brücke 1927

Der Name leitet sich vom Kamogata-do des Senso-ji an, der der Bato-Kannon gewidmet ist. Die Brücke verband Komagata (West-Taito) mit Higashi-Komagata (Sumida). Sie wurde es nach dem Kantobeben gebaut und ist damit keine Rekonstruktion einer zerstörten Brücke und ersetzt stattdessen eine vorher hier existierende Fährverbindung (die Komagata-no-watashi)

Die Brücke ist eine Stahlbogenbrücke mit aufgehängter Fahrbahn und zwei Pfeilern im Fluss. Die Rampenbrücken sind ebenfalls Bogenbrücken, aber mit aufgeständerter Fahrbahn. Die Farbe ist ein helles blau. Über die Brücke führt heute die Bundesstraße 463. Die Fußwege sind außerhalb des Bogens. Auf den beiden im Fluss stehenden Brückenpfeilern gib es kleine Balkone.

Die Brücke ist nur wenige hunderte Meter südlich der Azumabashi und wie diese daher ein guter Ort für Fotos vom Asahi Building und dem Sky Tree. Die Brücke ist nach der Asakusa Station der Toei-Asakusa-Line (Exit A2), die nicht identisch ist mit der gleichnamigen Station der Ginza-Line.

(13) .. 厩橋 .. Umaya-bashi
  • Länge 151,40 m; Breite 21,80 m
  • erste Brücke 1874; aktuelle Brücke 1929

Die erste Umaya-bashi wurde in 1874 gebaut. Der Name heißt übersetzt Pferdstallbrücke und geht auf dem Umstand zurück, dass sich hier in der Edozeit Pferdeställe für den Reistransport befanden. Der aktuelle Bau ist von 1929 (nach dem Kantobeben). Über die Brücke führt die Kasuga-dori

Die Umaya-bashi ist eine Bogenbrücke aus Stahl mit versenkter Fahrbahn und drei Bögen aus Verbundträgern. Es ist die einzige Brücke mit drei Bögen. Der Fußweg ist außerhalb der Bögen und hat Glasornamente mit Pferdemotiv. Das Geländer ist anders als bei der Komagata-bashi nicht an den Brückenpfeilern durch diese unterbrochen.

Während  des Sumidagawafeuerwerk ist diese Brücke und die Umgebung überfüllt mit Zuschauern. Die U-Bahn-Station Kuramae der Toei-Oedo-Line ist nur ein paar Minuten entfernt.

(12) .. 蔵前橋 .. Kuramae-bashi
  • Länge 173,40 m; Breite 22,00m
  • aktuelle Brücke: 1927

Die Kuramae-bashi ist wie auch die Azumanashi eine Bogenbrücke aus Stahl mit drei Segmenten, aufgeständerter Fahrbahn und gemauerten Brückenpfeilern, welche bis zur Fahrbahn hoch gemauert sind. Sie wurde 1927 fertiggestellt. Über die Breite verteilt sind es 10 Stahlträgerreihen, die die Bögen bilden. Die Farbe ist ein leuchtendes Gelb. Historische (kolorierte) Fotos zeigen die Brücken in rot mit einem grünen Geländer. Über die Brücke führt die Bundestraße 315.

Hinweis: Die U-Bahnstation Kuramae liegt nicht an dieser Brücke sondern an der Umaya-bashi.

(11) Eisenbahnbrücke

Es folgt die Eisenbahnbrücke der Sobu-Main-Line die auf diesem Abschnitt unter anderem Akihara und Ryogoku verbindet und im Westen weiter nach Chiba und somit auf der anderen Seite der Tokyobucht führt. Es ist eine Bogenbrücke mit aufgehängter Fahrbahn.

Notiz: Kurz hinter der Kuramae-bashi gibt eine weitere Konstruktion über den Fluss. Es ist aber keine Brücke, sondern ein Viadukt für eine große Wasser- oder Gasleitung.Sie ist auf den Fotos der Eisenbahnbrücke und auch der Kuramae-bashi zu sehen.

(10) .. 両国橋 .. Ryogoku-bashi
  • Länge 164,50 m; Breite 24,00m
  • erste Brücke 1659; aktuelle Brücke 1932 (Bauzeit 02/1930-11/1932)

Es war die zweite Brücke über den Sumidagawa und wurde in 1659 gebaut. Sie verband die Provinzen Musashi und Shimousa. Ihr damaliger Name war daher Nishu-bashi (Zweiländerbrücke) und sie befand sich etwas südlicher (flussabwärts). Ihr allererster Name war O-Hashi. Damals war es eine von vier Brücken über den Fluss. Die anderen sind: Azuma-bashi, Eitai-bashi und Shin-Ohashi.

Die heutige Brücke ist ein Stahlträgerbrücke aus dem Jahr 1932 . Ihr Vorgänger war eine Rahmenbrücke mit Bogenform. Der Oberbau war bis vor ein paar Jahren rot, der Unterbau ein graugrün (Foto 2010). Auf dem Foto von 2014 sieht man die Brücke in einem dunkelgrau. Der Fußweg hat auf Höhe der Brückenpfeiler Balkone. Diese haben sich bei optisch bei der Renovierung leicht verändert. Aus den geschlossenen roten Kästen ist eine elegantere Gitterkonstruktion geworden. Über die Ryogoku-bashi läuft die Bundestraße 14.

Es gibt ein Ukiyo-e von Hiroshige (Teil der Serie „100 berühmte Ansichten von Tokyo“), welches die Brücke mit einem Feuerwerk zeigt, das schon seit etwa 1810 stattfindet und (mit Unterbrechungen) heute noch abgehalten wird (letzter Samstag im Juli, Sumidagawa Hanabi Taikai, 隅田川花火大会).

Fun Fact: Der Sky Tree mit seinen 634m Höhe steht in der Provinz Musashi: mu[ttsu] = 6,  sa[n] = 3, shi = 4.

Die Brücken 8 bis 1 habe ich in einen zweiten Teil geplackt. Die Grenze zwsichen den Blogeinträgen ist nach der Ryogoku-bashi, die knapp südlich des Kokugikan ist.

In diesem Urlaub will ich einem Freund meine Idee von Tokyo zeigen. Neben ausgewählten Kneipen (die Liste kommt noch) überlege ich auch schon denkbare Reiserouten wie z.B. Yushima Tenmangu / Ueno Park –> Senso-ji (Asakusa) –> Bootsfahrt auf dem Sumida-gawa –> Hamarikyu Teien and dann Ginza oder Tokyo Tower oder beides.

Quelle: NHK; Tokyo Eye 2020; Show vom 20.02.2019
Quelle: NHK; Tokyo Eye 2020; Show vom 20.02.2019

Die Fahrt auf dem Sumida ist eigentlich nur da ist, um von A nach B zu kommen und ich empfehle eine Fahrt bei Nacht mit einem Yatakabune. Dennoch, man unterquert 15 Brücken und ein Viadukt. Und jede Brücke hat einen anderen Baustil, eine andere Farbe und einen andere Historie.

Hinweis: Ich habe die Nummerierung nachträglich geändert. Sie beginnt jetzt an der Flussmündung. Es könnte sich Fehler eingeschlichen haben. Die Rainbow-Bridge wird nicht mitgezählt, da sie nicht den Sumidagawa überspannt, sondern in der Tokyobucht steht..

Brücken des südlichen Sumida (bis Azuma-bashi)

Dies ist der Abschnitt bis zur Aszuma-bashi, die man mit der Fähre (in umgehkerter Reihung) unterquert. Eine genaue Beschreibung der einzelnen Brücken findet sich im nächsten Blogeintrag. Die Jahresangaben sind (erste Brücke / aktuelle Brücke)

(1) .. Tsukiji-bashi .. Boggenbrücke mit aufgehängter Fahrbahn; grau; 20xx .. Es ist die neueste Brücke in diesem Flussabschnitt und macht die Klappen der Kachidoki-bashi nun endgültig überflüssig.

(2) .. 勝鬨橋 .. Kachidoki-bashi .. 1940 .. Klappbrücke mit beidseitigen Bogenbrücken als Rampe; grau .. Die Brücke öffnete zuletzt in 1970

(3) .. 佃大橋 .. Tsukuda-o-hashi .. 1964 .. einfache Stahlverbundbrücke; olivgrün; 1964; keine spannende Historie, außer dass es die erste neue Brücke nach WWII war.

(4) .. 中央大橋 .. Chuo-o-hashi .. 1924/1994 .. einhüftige, asymmetrische Hängebrücke mit Seilen im Fächersystem; weiß/hellblau

(5) .. 永代橋 .. Eitai-bashi .. 1696/1924 .. optisch eine Bogenbrücke mit großem Bogen; graublau; Es ist ein der ersten vier Sumidabrücken nach Futagawa. Der Bau von 1897 war die erste Stahlbrücke Japans.

(6) .. 隅田川大橋 .. Sumidagawa-o-hashi .. doppelstöckiger Zubringer (Suitengu-dori) zum Expressway; unten: türkisgrüne Plattenbalkenbrücke; oben: hellgraublaue Stahlhohlkastenbrücke.

(7) .. 清洲橋 .. Kiyoso-bashi .. 1928 .. Hängebrücke; dunkles blau; Vorbild  für diese Brücke ist die Deutzbrücke in Köln von 1915.

(8) .. 新大橋 .. Shin-o-hashi .. 1693/1976 .. Schrägseilhängebrücke; orangegelb und weiß; Die Shin-o-hashi gehört zu die ersten vier.

(9) .. Brücke des Shuto Expressway No. 6; ausgebliches rot

(10) .. 両国橋 .. Ryogoku-bashi .. 1659/1932 .. Bogenbrücke; helles grau;  Es war die allererste Brücke über den Sumidagawa.

(11) .. Eisenbahnbrücke; einfache Bogenrücke; dunkelgrau .. sie wirkt gegenüber die anderen Brücken sehr fragil und leichtgewichtig

(12) .. 蔵前橋 .. Kuramae-bashi .. 1923 .. Bogenbrücke mit 3 Bögen und somit zwei Pfeilern im Wasser; gelb .. Die Konstruktion ist sehr ähnlich zur Azuma-bashi.

(13) .. 厩橋 .. Umaya-bashi .. 1874/1929.. 3-fach Bogenbrücke mit aufgehängter Fahrbahn (die einzige dieser Art am Sumidagawa); grün

(14) .. 駒形橋 .. Komagata-bashi .. 1927 .. Bogenbrücke mit aufgehängter Fahrbahn; blau; Es ist eine Brücke die erst nach dem Kantobeben gebaut wurde und eine Fährverbindung ersetzte.

(15) .. 吾妻橋 .. Azuma-bashi .. 1774/1923 .. 3-fach Bogenbrücke; rot; Der alte Name war Ogawa-bashi und es war ein Brücke die aufgrund einer privaten Initiative von Kaufleuten gebaut wurde.


Brücken des nördlichen Sumida (hinter Azuma-bashi)

Insgesamt gibt es 32 Brücken am 27 km langen Sumidagawa. (Auf wikipedia werden 26 genannt. Ich vermute es fehlen die Fußgänger- und Expresswaybrücken.) Die Hälfte all dieser Brücken passiert die Fähre von Asakusa zum Hamarikyu-Teien. Die Brücken nördlich (stromaufwärts) der Azuma-bashi sind für Toursiten weniger interessant.

(16) Eisenbahnbrücke .. Dies ist eine Fachwerkbrücke mit obenliegenden Gleisen. In 2010 war die Brücke noch olivgrün. Mittlerweile (Stand 2018) ist die Brücke weiß gestrichen. Die nächtliche Beleuchtung der Stahlträger der Brücke ist weiß. Auf Höhe der Gleise ist lilafarbene Lichterreihe. Über die Brücke führt die Tobu-Skytree-Line, die in Asakusa beginnt.

(17) Kototoi-bashi .. Die aktuelle Brücke von 1928 ist eine Neukonstruktion einer Brücke, die damals den Mimeguri-jinja mit dem Matsuchiyama-shoden verband. Auf Höhe dieser Brücke befindet sich beidseitig des Flusses der Sumida-Park, der u.a. während der Kirschblüte interessant ist.

(18) .. 桜橋 .. Sakura-bashi .. Die Sakura-bashi ist von 1985, damit eine der neueren Brücken am Fluss und eine reine Fußgängerbrücke. Sie verbindet den Sumida-Park (Kirschblüte) am Westufer mit den Tempeln Chomei-ji und Kofuku-ji (siehe Urlaub 2018) am Ostufer. Für Touristen der Asakusa-Gegend ist dies die letzte Brücke, die überhaupt noch von Interesse sein könnte.

(19) .. <Namen unbekannt> .. Brücke der Meiji-dori (Bundesstraße 306)

(20) .. 水神大橋 .. Suijino-bashi .. (Bundesstraße 461)

(21) .. 千住汐入大橋 .. Senju-Shioiri-bashi .. Bundesstraße 314; Hier macht der Sumida ein scharfe Kurve und ist nur 350m vom Arakawa entfernt. Zwischen beiden Flüssen liegt die Bahnstation Horikiri (siehe Urlaub 2018).

(22) .. Eisenbahnbrücke .. der JR-Joban-Line nach Senju und des Tsukuba-Express.

(23) .. 千住大橋 .. Senju-o-hashi .. Die erste Brücke an dieser Stelle wurde 1594 erreichte. Damit ist es die erste und bis 1659 auch die einzige Brücke, die über den Sumida errichtet wurde. Die aktuelle Brücke ist eine Stahlbogenbrücke von 1921.

(24) .. Eisenbahnbrücke .. der Keisei-Main-Line, die Tokyo (Ueno) mit dem Flughafen Narita verbindet.

(26) .. 尾竹橋 .. Otake-bashi .. kombiniert Auto-und-Bahnbrücke; Zwischen hier und (27) trennen nur 100m den Sumidagawa und den Arakawa und der Sumidagawa ist nur noch etwa 50m breit.

(27) .. 尾久橋 .. Ogu-bashi .. (Bundesstraße 58)

(28) .. 小台橋 .. Odai-bashi .. grüne Bogenbrücke mit schrägen Stäben zur hängenden Fahrbahn; (Bundestraße 458)

(29 ) .. Chuo-Expressway; Hier macht der Fluss zwei scharfe Kurven

(30) .. 豊島橋 .. Toshima-bashi .. (Bundesstraße 307)

(30) .. 新豊橋 .. Shintoyo-bashi

(31)  .. 新田橋 .. Shinden-bashi

(32) .. 新神谷橋 .. Shinkamiya-bashi (Bundesstraße 318)

Nördlich von der (32) kommt eine relativlange Zeit lang kein Brücke, bis man an die Stelle kommt, an welcher der Sumidagawa mit dem Arakawa verbunden ist. Das Sperrwerk zähle ich nicht als Brücke. Gleich dahinter kommen zwei Fußgängerbrücken. eine davon ist die Iwabuchi-bashi (岩渕橋). Hier höre ich auf zu zählen.

In google-maps geht der Sumidagawa noch weiter, aber soweit ich das erinnere ist es ab dem Sperrwerk (bzw. flussabwärts bis zum Sperrwerk) der Shingashi River.


Brücken von oben

Mit dem Sky Tree ideal positionert auf Höhe der Azuma-bashi, kann man nicht nur hinauf bis zum ersten Sumidabogen und damit bis zur Senju-Shioiri-bashi (-6) schauen, sondern auch hinab bis zur Tsukuda-o-hashi (13). Allerdings sieht man gerade die Azuma-bashi nur zum Teil, da sie durch Hochhäuser am Ostufer des Flusses verdeckt ist.

TV Asahi; Yukata

Heute ist Check-out. Über eine Woche in Japan sind bereits rum. Heute ist das Interview im Rotenburo. Der Wecker klingelt früh. Man kann den Tag auch mit einem entspannenden Bad beginnen.

Das Interview dreht sich grob um „Ausländer, die nach Japan reisen und Onsen genießen“. Ich muss gestehen: An ein ganzen Fernsehteam im Bad muss man sich gewöhnen, zumal man eine Dolmetscherin verpflichtet hat. Die Einladung zum gemeinsamen Bad verkneife ich mir.

Anschließend wollen sie noch kurz mein Hotelzimmer um mich beim Kofferpacken filmen. OK. Als ich erwähne, dass ich auf dem Koenji Awa Odori war und im Ramen Amusement Park, muss ich kurz ein paar Bilder zeigen.

Die Zeit wird knapp. Das Team bietet an, mich mit dem Taxi nach Shinjuku zu fahren. Ich checke aus und parke die Koffer an der Rezeption. Der Taxifahrer ist überfordert, als ich und ein Teil des Fernsehteams einsteigen. Es folgt ein Interview im Taxi. In Shinjuku angekommen folgen weitere Aufnahmen auf dem Weg zur Schule. So langsam gewöhne ich mich an die Kamera. Starallüren.

Zum Abschied die Erkenntnis: Das Team ist von TV Asahi, dem zweitgrößten nationalen Fernsehsender in Japan. Au.

Nach dem Unterricht folgt ein Abstecher nach Akihabara. Jetzt weiß ich auch wo die Brücke aus Steins;Gate ist. Direkt am Anfang. Ich habe das nur nie gemerkt, weil Ueno am anderen Ende von Akihabara ist. Hier ist auch der alte Bahnhof aus NHK World.

Im Hotel darf ich als Dank für die Mitarbeit noch mal eine Runde ins Onsen. Bei dem Wetter ist das perfekt. Und ich kann für den Abend in die Yukata wechseln. Als ich in Yukata die Koffer einsammeln und los will, kommt das Kamerateam um die Kurve. Als die mitbekommen, dass ich in Yukuta weiterreise, wird die Chance genutzt, weitere Aufnahmen zu machen. Ich nenne es mal: Bonusrunde.

Mit dem Taxi geht es nach Asakusabashi. Von hier fährt die U-Bahn bis zum Hotel in Haneda durch. Leider lässt mich der Taxifahrer an der falschen Bahnstation raus. Es folgen 300m Fußmarsch mit Koffer. Kurz hinter Shinagawa fällt mir auf, dass meine Kamera noch im Hotel ist. Mist, ich muss zurück.

Im Hotel dann die nächste Feststellung. Mein Reisepass ist auch noch im Hotel; zusammen mit den ganzen Unterlagen aus dem Japanischkurs. Ich hatte die für den Onsenstop an der Rezeption abgegben. Was für ein Glück, dass der Flug erst morgen geht. Das wäre sonst komplett schief gegangen.

Also zurück nach Ueno. In der Yukata bin ich langsam. Aber stilecht. Viele fragen sogar, ob ich Sumo mache. Meine Frisur trägt wohl zur Verwirrung bei. Die Fahrzeit beträgt mit Umsteigen in Shinagawa etwas mehr als eine Stunde. Die blaue Bahnlinie hält nicht in Okachimachi und ich muss bis Uneo durchfahren.

Der Weg über Yushima Tenmangu ist geschlossen, ich muss außen rum. Der Rezeptionist will mir fast schon den Zimmerschlüssel geben. Auf dem Weg zurück nach Ueno eine spontane Entscheidung: Zum Tokyo-Abschluss noch mal in  die Whiskybar und ins Tully.

Erster Stop ist die ultraschmale Whiskybar mit dem alten Barkeeper. Zwei Whisky genieße ich, dann zieht es mich in die Bar, die wie schon mehrfach zuvor mein eigentliches Ziel war. Hier genehmige ich mir wieder ein ausgefallenes Bier. Es gibt immer wieder abwechselnde Biersorten.

Jetzt muss ich aber los. Ich weiß nicht, warum ich die Chiyoda nehme. Die bringt mich nicht voran. Ich muss erst in Mita umsteigen und dann noch mal in Shinagawa. In Mita blicke ich auf die Uhr und den Fahrplan. Es ist schon weit nach 23 Uhr und noch 15 Minuten bis zum nächsten Zug. Ich werde erst um Mitternacht in Shinagawa sein. Fährt dann überhaupt noch eine Bahn nach Haneda? Wann werde ich überhaupt wieder im Hotel sein?

Kein Risiko. Ich verlasse die Bahnstation und suche ein Taxi. Der Fahrer fragt noch, ob er den Expressway nehmen soll. (In diesem Fall müsste ich die Mautgebühr übernehmen). Es hätte eine Warnung sein sollen, dass Haneda noch weit weit weg ist. Ich sehe es dann an der Taxirechnung. Au. Das wäre dann eine Menge Sake gewesen. [In der Urlaubsabrechnung hat mich die Taxifahrt über die ersten 1000€-Bargeld-Grenze gebracht. Und es ist erst eine Woche rum …]

Zurück im Hotel zeige ich erst Mal meinen Reisepass vor und komplettiere den Checkin. Man gibt mir meine Schuhe. Die hatte ich nach der hektisch-panischen Suche nach dem Reisepass aus der Tasche genommen und dann an der Rezeption vergessen. Jetzt noch etwas Fernsehen und dann Licht aus. Der Wecker klingelt schon um 5:30 Uhr.

Erkenntnis des Tages: Ein Fersehinterview sollte wohl überlegt sein.

Shinjuku; Tokyo

Heute war wirklich nicht viel los. Ich bin mit einem „Klassenkameraden“ zuerst nach Omoide Yokocho und dann weiter nach Kabukicho. Ohne einen Lückenfüller wir das ein sehr kurzer Artikel. Also los …

Shinjuku Eki. Wenn ich die Zahlen richtig lese, schlägt er Tokyo Eki was die Nutzerzahlen angeht. Der Untergrund ist nicht so riesig, aber es gibt Ausgänge auf drei unterschiedlichen Ebenen. Verwirrend?

Als Bahnfahrer spielt sich alles unterhalb der Bahngleise ab. Aber es gibt auch ein „oberhalb“. Da ist zum einen der alte Bau und die 6-spurige Straße (National Road No. 20). Seit kurzem gibt es ein zweitens Bahnhofsgebäude auf der anderen Straßenseite. Bei meiner letzten Reise war das noch eine Baustelle. Verwirrend?

Auch von diesem Bahnhof gelangt man auf die Gleise. Zusätzlich ist hier der Busbahnhof untergebracht. Und zwar in den oberen Ebenen. Verwirrend? Das ist Tokyo.

Zurück zum heutigen Tag: Omoide Yokocho kannte der Kollege noch nicht. Das ist jetzt kein Vorwurf. Ich kannte es zwar schon, aber habe es ja auch erst vor ein paar Tagen entdeckt. Wir machen eine Runde Barhopping und kommen dabei mit ein paar Japanern ins Gespräch. Die kuschelige Enge der Läden hier fördert dies.

Neben Sake bestelle ich ein Kirin Stout. Das können die nämlich in Japan auch. Da es wie in Deutschland mit Kohlensäure kommt und nicht wie in Irland mit Algal, geht der Geschmack weniger in Richtung Guinnes und mehr in Richtung Köstrizer.

Eigentlich wollten wir anschließend ins Robot Restaurant. Zuerst landen wir beim falschen Robot Restaurant. Es gibt anscheinend zwei Läden, die so heißen. Die Aufmachung ist ähnlich bunt und krawallig. Und dann lesen wir am richtigen Laden den Eintrittspreis. 8000 yen, 80€. Das ist dann doch ein bischen zu heftig für eine 90min-Show; und das sage ich als Großverdiener von uns beiden.

Und so folgt ein weiterer Rundgang durch Kabukicho und die benachbarten Straßen. Tja, das war es für heute; irgendwie. Es gibt halt Tage, da passiert nicht viel, was man berichten kann.

Erkenntnis des Tages: Touristenattraktionen mutieren schnell zur einer Abzocke; auch in Japan.