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Morioka (盛岡)

Morioka liegt Zentral in der Tohoku-Region der Hauptinsel Honshu. Die Stadt ist nicht nur an das Shinkansennetz angeschlossen, hier trennt sich Akita-Shinkansen vom restlichen Tohoku-Shinkansen. Hinweis: Achtet mal auf die unterschiedliche Breite der Züge. Damit ist Morioka ein gutes Basislager für umliegende interessante Orte, die da wären: Kakunodaten, Kitakami, Hiraizumi und evt. auch Sendai,  Akita und Nyuto Onsen (sowie natürlich den Rest von Iwate-ken).

Zurück zu Morika: Die wenigen, aber durchaus einen Besuch werten, liegen verstreut über die Stadt. Es gibt einen „Morioka Loop Bus“. Die Fahrstrecke ist aus meiner Sicht nicht optimal. Der Fahrradverleih könnte daher eine Alternative sein. Ich bin damals zu Fuß gegangen. [Hier der Blogeintrag von 2008.]

  • Morioka Castle Ruins (kann)
  • Konyacho Fire Watchtower (auslassen)
  • Rock Splitting Cherry Tree (kann/soll)
  • Daisen-ji (kann)
  • Demons Handprint (kann)
  • Morioka Weeping Katsura Tree (??)
  • Ho’on-ji (MUSS)
  • Takamatsu Pond (??)

Morioka Castle Ruins : Etwa 1.5km stlich befinden sich das Areal, wo einmal die Burg von Morioka stand. Es gibt noch ein paar Mauern zu sehen und eine Brücke steht noch. Der Rest ist ein Park. Einziger Bonuspunkt: Kirschbäume = Kirschblüte. Fazit: KANN

Museen : Auf der Rückseite des Burgareals ist der Nakatsu River. Auf der Ostuferseite sind einige Museen. An dieser Stelle keine Bewertung. Ich bin der Museumtyp. Die sind für mich was für schlechtes Wetter.

Konyacho Fire Watchtower : Es ist ein alter Wachturm. Vielleicht tue ich dem Turn aus historischer Unrecht aber: auslassen

Rock Splitting Cherry Tree : Geht man vom Bahnhof zum Burgareal und bleibt auf der Breiten Hauptstraße gelangt man zur Ecke des besagten Burgareals. Eine Ampelkreuzung nördlich ist der Kirschbaum, der einen Felsen gespalten hat. Der ist ein nationales Monument. Wenn gerade Kirschblüte ist und der Baum noch steht, ist er sicherlich ein geniales Fotomotiv. Fazit: KANN bis SOLL

Daisen-ji : Geht man vom Baum etwa 1km entlang der 455 nach Norden, kommt man zum Tempel Daisenji, Dahinter folgen noch knapp 20 weitere Tempel. Der Daisenji ist klein, fein und ein gutes Fotomotiv. Fazit: KANN

Demons Handprint : Angekündigt durch ein großes Schild ist der Handabdruck des Dämonen, der der Präfektur Iwate ihren Namen gab. Es sind drei Steine, die im Mitsushi-Schrein stehen (mitsu = Drei, ishi = Stein). Fazit: KANN

Der Sage (Oni no Tegata) nach wurde die drei Steine vom Vulkan Iwate bei einem Ausbruch nach Morika geschleudert. Zu dieser Zeit wurde die Gegend vom eine Dämon tyrannisiert. Die Bewohner beteten zu den Kami der drei Steine und der Dämon wurde durch die Kami an die Steine gekettet. Er musste Schwören, dass er die wieder die Bürger heimsucht, wenn er freikommen will. Als Beweis für das Versprechen hinterließ er einen Handabdruck auf einem der Steine. Nach Regenfällen kann man den Handabdruck sehen. Ich war dort, allerdings nicht nach einem Regenschauer. Ich habe nicht gesehen.

Der Schrein liegt etwas abseits der Hauptstraße. Die 455 macht eine leichte Rechts- und dann eine leicht Linkskurve. Gleich nach der Rechtskurve geht eine kleine Straße rechts ab. Hier steht auch das oben erwähnte Hinweisschild (weitere Schilder werden folgen). Gejz immer an linken Mauer entlang. Der Eingang der kommt, ist zum Togen-ji. Geht weiter entlang der Mauer. Die Straße und die Mauer biegen links ab. Weiter. Die Mauer endet. Geht weiter. Die Straße knickt etwa 50m später rechts ab. Genau hier ist der Eingang zum Schrein auf der linken Seite.

Morioka Weeping Katsura Tree : Habe ich verpasst.

Ho’on-ji : Das Tempelareal mit sein Tor und den alten, hohen Zypressen allein ist schon ein Grund sich diesen Tempel anzuschauen. Das Highlight ist aber im Inneren versteckt. In einem Nebengebäude befinden sich 500 kleine Buddhastatuen. Jede hat einen anderen Gesichtsausdruck: lauchend, schlafend, nachdenklich, trinkend. meditierend. Zwei Statuen unterhalten sich.

Der Tempel liegt nicht an der 455. Ihr müsst an der Ampel rechts abbiegen. Hinweis: Es ist die erste Ampel seit dem Daisen-ji. An der Kreuzung treffen die Straße nicht senkrecht aufeinander. Links ist ein schwarzes langes Holzhaus. Ihr werdet die Kreuzung erkennen. Biegt rechts ab und dann an der nächsten Straße links. Das ist eine sehr kleine Straße. Bevor die Straße kurvig zwischen den Bäumen verschwindet ist links ein Parkplatz und dahinter der Eingang zum Tempel; kann man leicht übersehen.

Mit 9 Jahren Abstand zwischen Besuch und Schreiben dieser Seite muss ich sagen, der Tempel war für mich das Highlight von Morioka und hätte nur durch eine Rock Splitting Tree zur vollen Kirschblüte übertroffen werden können. Fazit: MUSS (wenn in Morika).

Von hieraus könnte man in Richtung Bahnhof Kita-Morika gehen. Der ist westlich vom Tempelareal und etwa 1km entfernt. Von hier ist es eine Station nach Morika Station.

Zur Vollständigkeit: Nordwestlich vom Bahnhof Kita-Morioka befinden sich noch das Iwate University Museum (ca 1km vom Bahnhof) und nördlich davon den Takamatsu Pond (wieder ca 1km). Dieser ist ein Kirschblüten-Hotspot. An beiden Orten war ich nicht.

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[Stand der Informationen: 2008 / Stand 11/2017]

Matsushima (松島)

Matsushima ist eine der drei herausragenden Lanfschaften Japans. Für mich steht sie auf Platz 2 hinter Miyajima und ist definitiv eine Reise wert. Da Unterkünfte hier recht teuer sind, empfiehlt es sich, in Sendai zu residieren und Matsushima als Tagesreise zu planen. Man schafft die wichtigsten Tempel und eine Bootsfahrt durch die Bucht bequem an einem Tag.

Auf Japan-Guide hat der Ort einen Stern. Ich gebe ihm mindestens zwei und die Kategorie „MUSS“. Folgende Orte gehören auf die Liste:

  • Rundfahrt durch die Bucht : MUSS
  • Zuigan-ji : MUSS
  • Entsu-in : SOLL
  • odaido : SOLL
  • Matsushima-jo : SOLL
  • Kanrauntei : KANN
  • Oshima Island : KANN

Die Anreise ist einfach, aber verwirrend. Es gibt zwei Bahnlinien: die JR Senseki Line und die JR Tohoku Main Line. Leider hat jede Linie einen anderen Bahnhof. Die Senseki stoppt in Matsushimakaigan. Die Tohoku stoppt in Matsushima. Beide Linien starten in Sendai, aber auf unterschiedlichen Ebenen.

Ihr wollte Senseki und den Bahnhof Matsushimakaigen! Der Bahnhof liegt im Westen, genau dort wo Matsushima aufhört. Geht man runter zum Wasser, sieht man rechts die Insel Oshima.

Oshima : Eine kleine Inseln mit buddhistischen Meditationsnischen in den Fels gehauen. Die Brücke wurde 2011 zerstört, aber wieder aufgebaut. Viel zu sehen gibt es nicht, aber man braucht auch nur 15 Minuten, maximal. Fazit: KANN

Richtung Norden, am Wasser entlang kommt ein kleiner Park und dahinter die Bootsanleger für die Rundfahrten.

Rundfahrt durch die Bucht : Matsushima übersetzt sich zu Kieferinsel. Und der Name ist Programm. In der Bucht vor Matsushima liegen dutzende kleine Inseln, auf denen Kiefern wachsen; manchmal einige hunderte; manchmal auch nur eine einzige. Die Boote fahren fast stündlich und die Faht dauert etwa eine Stunde. Schaut zuerst, wann die Boote fahren und plant die weiteren Stationen in Matsushima entsprechend. Fazit: MUSS

Die Bootsfahrt führt unkommentiert an den verschiedenen Inseln vorbei. Immer begleitet durch Möwen, die von den Japaners gefüttert werden und einem ständig vor der Kamera schweben. Hinweis: Ich weiß nicht, welchen Schaden der Tsunami 2011 angerichtet hat. Ich weiß aber, dass ein paar Inseln zerstört wurden.

Alternativ kann man mit dem Zug nur bis Hon-Shiogama fahren und dann von der dort mit dem Boot weiter nach Matsushima. Ich habe dies 201x gemacht. Es ist sicherlich was anderes, aber ganz ehrlich? Es lohnt sich nicht.

Hinter den Bootsanlegern gibt es eine kleine Insel, auf dem der Godaido steht,

Godaido : Eigentlich ist es kaum mehr als eine kleiner Pavillion. Der Godaido ist so etwas wie das Wahrzeichen von Matsushima und schon deshalb ein wichtiger Sightseeing-Spot. Alle 33 Jahre werden 5 Statuen des Zuigan-ji hier gezeigt. Das nächste Mal erst in 2039. Der erste Godaido wurde 807 gebaut. Der aktuelle Bau ist von 1604 und überlebte wie durch ein Wunder den Tsunami von 2011 mit nur minimalen Schäden. Fazit: SOLL

Fukuura Island (die Insel am Ende der langen Brücke) habe ich nie besucht. Von daher kann ich hierfür keinen Tip geben, geschweige denn eine Bewertung. Zur Brücke gelangt man, wenn man weiter am Wasser entlang geht. Auf der Inseln kann man etwas Wandern. Zu sehen gibt es nichts spannendes. Fazit: offen.

Direkt am Wasser entlang führt die Bundesstraße 45 mit entlichen Souvenirläden. In zweiter Reihe liegen die zwei wichtigen Tempel, die es zu besuchen gilt:

Zuigan-ji : Wenn ihr vom Wasser kommt, steuert diesen Tempel zuerst an. Der Weg führt durch einen kleine Wald mit zig Meter hohen Zedern (Nachtrag: Einige hat der Tsunami, genauer gesagt das Salzwasser erwischt). Der Tempel, gegründet 828, selbst ist berühmt für seine Fusumi (Schiebetüren). Es gibt ein kleines Kunstmeseum. Nicht verpasen sollte man die Meditationshöhlen. Fazit: MUSS

Entsu-in : In diesem Tempel von 1646 befindet sich das Mausoleum von Date Mitsumune. Hinter dem Tempel beginnt ein Bergwald, der Matsushima umgibt, zudem gibt es einen kleine japanischen Steingarten und eine Rosengarten. Klein, fein und entspannend.Fazit: SOLL.

Kanran-tei : Dies ist ein Teehaus an der Straße nahe zum Eingang zum Entsu-in. Es gibt zwei Tatami-Räume mit vergoldeten Fusumi und ein kleines Museum. Am Kanran-tei kann man eine kleine Pause einlegen und grünen Tee trinken.

Zwei weitere Tempel, die ich der Vollständigkeit erwähnen will sind der Yotoku-in und der Tenrin-in.

Matsushima-jo : Ein letzter Ort in Matsushima wird gerne übersehen  (nicht war japan-guide). Es ist die kleine „Burg“. Eine Burg ist es eigentlich nicht. Es sieht eher aus wie ein kleiner Wachturm einer Burg. Der Zustand ist auch nicht der Beste, aber von oben hat man einen schönen Blick über die Bucht. Der Aussichtsturm befindet sich auf Höhe des Godaido. Fazit: SOLL

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[Stand 2008]

Aizu Wakamatsu (会津若松)

Leider liegt Aizu-Wakamatsu etwas ab vom Schuß. Die Burg ist allemal eine Reise wert. Während der Kirschblüte entsteht hier das Klischee, das wir von den Reiseprospekten kennen.

Bus Route
Bus Route

In Wakamatsu gibt es 3 Punkte, die man besuchen sollte:

  • Tsuruga-jo (die Burg) .. auf der Karte unten
  • Aizu Bukeyashiki (Samurai Residenz) .. unten rechts
  • Iimoriyama (Pagode beim Berg) .. oben rechts

Die Burg Tsuruga (Kranichburg) ist ein Hammer. Sie wurde 1384 errichtet. Die aktuelle Version ist zwar ein Nachbau von 1965 (das Original wurde 1874 zerstört), das tut der Optik aber keinen Abbruch. Die Burg ist ein Museum und kann besichtigt werden. Sie ist umgeben von einem Park mit Rasenfläche und etlichen Kirschbäumen. Zur Kirschblüte hat man von der Burg einen tollen Anblick.

Es gibt zwei Zugänge zum Burggelände. Einer führt durch die Burgmauern. Nimmt man diesen Weg wird man von der plötzlich auftauchenden Burg förmlich überrascht. Der zweite Weg führt über eine rote Brücke. Der Burggraben unter ihr ist leider nicht mehr vollständig mit Wasser gefüllt. Ein Fotomotiv ist die Brücke dennoch. Leider ist die Wallanlage im Weg, sodaß man die Burg von der Brücke aus nicht sehen kann. (Dafür empfehle ich Matsumoto).

Die Samurai-Residenz Aizu Bukeyashiki ist feudales Anwesens mit Haupthaus mit 38 Zimmern, Nebengebäuden und einer Mühle. Es ist ebenfalls eine Reproduktion. Nur wenige Exponate sind Originale. Einen Besuch ist die Anlage dennoch wert.

Auf dem Hügel Iimoriyama befinden sich die Gräber der Byakkotai. Zum Gedenken an die jungen Samurai von Aizu steht dort unter anderem eine Marmorsäule aus Pompeji (ein Geschenk von Mussolini 1928) und ein Gedenkstein „Ein Deutscher den jungen Rittern von Aizu“, gestiftet vom damaligen deutschen Botschafter Hasso von Etzdorf.[1]

Leider legen die drei Puntke über den Stadtbereich verstreut. Laufen will man die Strecke nicht. Sie ist langweilig und lang. Aber es gibt einen Touristenbus. Er fährt alle 30 Minuten. Wenn man für jeden Punkt 1 Stunde plant und einen Bus verpaßt ist man nach 4 Stunden wieder am Bahnhof.

Optionen: Am Mt. Bandai kann man gut wandern, bzw. im Winter Ski fahren. Hierfür empfehlen sich als Hotelstandort die Orte Bandai und Inawashiro. Wakamatsu ist als Hotelstandort nur zweite Wahl, aber in jedem Fall eine Tagesreise wert.

BusFahrplan
BusFahrplan

Anreise: Mit dem Shinkansen kommt man bis nach Koriyama. Jetzt befindet man sich 60km westlich vom Fukushima Daiichi Kraftwerk. (Nur so zur Info) In Korimyama muß man in die Ban’etsu West Line umsteigen. Und hier beginnt das Problem. Es fährt nur einmal pro Stunde ein Zug und die Fahrt dauert 1:10h. Drei mal am Tag fährt der Aizu Liner, ein Rapid, der aber auch 1 Stunde unterwegs ist. Man kann also schon bei der Anreise viel Zeit verlieren. 2008 waren die Abfahrtzeiten in Koriyama: 5:56, 6;57, 8:31, 9:43, 10:45, 11:43, 12:50, … spätere Züge lohnen nicht für Tagesausflüge. Will man nur noch nach Wakamatsu ins Hotel sind folgende Züge interessant: 17:43, 19:02, 19:40, 20;51, 21:52, 22:43. Wobei die letzten beiden Züge nur Backup sein sollten. Der letzte ist schließlich erst kurz vor Mitternacht in Wakamatsu.

Ich hatte Wakamatsu als Zwischenstop, als ich von Nikko nach Sendai gewechselt bin. Das war nicht ganz durchdacht, da die Fahrt von Nikko nach Utsunomiya schon zeitaufwendig war. Einfacher wäre ein Stop auf der Strecke Toyko-Sendai. Infos zu den Fahrzeiten und Preisen.

Anreise ab Tokyo mit dem Bus: Auch diese Option gibt es. Der Bus startet in Shinjuku und braucht 4,5 Stunden. Die Busse werden JR und Aizu betrieben. Eventuell gilt also der JRP! Ein interessanter Bus fährt um 7:30 los und ist 12:05 in Wakamatsu. Damit hat man 4 Stunden Zeit, was – wie erwähnt – ausreicht. Interessant sind auch die Busse um 17 und 18 Uhr (Achtung: von Aizu, nicht JR), die für einen Standortwechsel mit späten Check-in im Hotel möglich sind. Und es fährt ein Bus um 23 Uhr, der mit einer ungewöhnlich langen Fahrzeit von über 6 Stunden erst am nächsten Tag um 5:20 in Wakamatsu ist. Bequem ist was anderes, aber hier würde man sich eine Hotelnacht sparen. Der Spaß kostet 4800yen (7000yen für Hin-und Rückfahrt innerhalb von 6 Tagen). Mehr dazu: JR Highway Bus

JR nach Wakamatsu
JR nach Wakamatsu

Ist man erst einmal unterwegs, führt die Reise vorbei am Lake Inawashiro, dem viertgrößten Binnensee Japan. Und es geht vorbei am Mt. Bandai, einer Vulkangruppe mit 1819 Höhenmeter. Eine Anreise von Niigata aus ist ebenfalls möglich. Die Fahrt dauer dann aber über 2,5 Stunden (Ban’etsu West Line fährt nur bis Niitsu, nach Niigata muß man umsteigen). Damit wäre aber eine weitere Durchreiseoption gegeben: Bsp.: Wechsel von Sendai nach Niigata.

Der Vollständigkeit halber: Die Tadami-Line verbindet Wakamatsu mit Urasi, was aber nicht wirklich von Bedeutung sein kann, außer daß hier der Shinkansen Tokyo-Nagano stoppt. Es sind 135km. Der Local wird also knapp 3 Stunden durch die Gegend zuckeln.

Rückreise: Zurück kommt man irgendwie immer. Abends fahren die Züge stündlich. 2008 waren die Abfahrtszeiten: 16:16, 17:37, 18:11, 19:18, 20:09, 21:16, 22:10. Bachtet, daß ihr bei den letzten beiden Zügen evtl aus Koriyama nicht mehr weg kommt.

Rückreise mit dem Bus: Auch hier sind die Uhrzeiten 17 und 18 Uhr attraktiv. Vorsicht, danach folgt nur noch der Übernachtbus um 23 Uhr mit Ankunft in Tokyo um 6:10 am nächsten Tag.

Links: Ich war zwei Mal im Frühjahr 2008 in Wakamatsu. Hier die Blogeinträge …
Aizu Wakamatsu und ein Bus und drei Tage später Aizu Wakamatsu und ein See

Karte Wakamatsu
Karte Wakamatsu
Karte Bandai Region
Karte Bandai Region

wikipedia-Artikel zu Aizu-Wakamatsu

Reiseführer – Tohoku

東 北 地 方 (T Ō H O K U)

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[English Version]

Die Region Tohoku umfasst den Norden der Insel Honshu und umfasst die Prefekturen Fukushima, Yamagata, Miyagi, Iwate, Akita und Aomori. Die Grenze verläuft grob in Ost-West-Richtung auf halber Strecke zwischen Nikko und Koriyama. Die Präfektur Niigata, die sich entlang des japanischen Meers bis fast nach Tsuruoka erstreckt, gehört jedoch nicht hinzu.


[Ich bin ein Fan von japan-guide.com. Das Bild ist ein URL-Link]

Die Region wird durch drei Shinkansenstrecken erschlossen, die alle in Tokyo starten. Der Tohoku-Shinkansen geht hinauf bis Aomori und wird dort zum Hokkaido-Shinkansen. In Fukushima zweigt der Yamagata-Shinkansen ab, in Morioka der Akita-Shinkasen.

  • Tokyo – Shin-Aomori : 190-205 Minuten (Hayabusa)
  • Tokyo – Shinjo : 210-220 Minuten
  • Tokyo – Akita : 225-235 Minuten

In Tohoku liegen einige Orte, die wirklich eine Reise wert sind: z.B.: Matsushima, Hiraizumi, Kakunodate. Viele Orte sind aber selbst für mich nich ein weißes Blatt Papier. Für eine erste Japanreise würde ich Kanto, Chubu und Kasai empfehlen, da hier die Kracher liegen. Tohoku ist was für die zweite Reise. Zusammenfassung (Regel: SOLL ist MUSS wenn KANN):

  • MUSS: Matsushima, Kakunodate
  • SOLL: Sendai, Hiraizumi, Aizu-Wakamatsu, Yamadera
  • kann: Morioka, Kitakami
  • auslassen: Naruko (solange Schlucht geschlossen)

盛岡 : Morioka, Iwateken — kann, 1 Tag

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Morioka hat ein paar Sehenswürdigkeiten: Ruinen der Burg, ein Baum (Ishiwarikazura), der einen Stein gespalten hat und Nationalschatz ist. Highlight ist der Hoon-ji; ein Tempel mit 500 kleinen Buddha-Statuen (Marco Polo und Kublai Khan). Ich finde, dass keines einen längeren Aufenthalt rechtfertigt. Es reicht völlig aus, Morioka als Stop zwischen zwei Hotels zu besuchen. Ausnahme: Kischblüte. Morioka ist einer der Spots im Norden.


仙台 : Sendai, Miyagiken — SOLL, 1 Tag

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Sendai hat definitiv Sehenswürdigkeiten, die man bei einem strammen Programm und mit Hilfe des Loopli-Busses an einem Tag schafft:u.a. Zuihoden Mausoleum, Osaki Hachimangu und Rinno-ji. Die Burgruine ist eher optional.  Wählt man Sendai als Basislager sind folgende Tagesausflüge denkbar: Matsushima, Hiraizumi, Kitakami und auch Yamadera. Wakamatsu ist etwas zu weit weg. Naruko lohnt derzeit nicht, da die Schlucht immer noch gesperrt ist (Stand 2016).


松島 : Matsushima, Miyagiken — MUSS, 1 Tag

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Die Landschaft ist definitiv ein Hingucker. Es ist eine der drei berühmten Landschaften. Man sollte auch die Tempel Zuiganji und Entsuin besuchen. Wer in Matsushima übernachten will, kann Sendai zum Tagesausflüg machen. Dennoch empfehle ich Sendai als Basislager, da es durch den Shinkansen günstiger liegt.


北上 : Kitakami, Iwateken — kann, 1/2 Tag

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Der Ort ist nur wegen seines Freilichtmuseums interessant, das einen Stop wert ist. Der Tenchochi-Park ist ein Sakura-Spot. Kitakami eignet sich ideal als Zwischenstop, da es an der Shinkansenstrecke liegt. Wenn man einen Stop außerhalb der Kirschblüte nicht einrichten kann, verpasst man allerdings nichts (aus meiner Sicht), daher nur das Label „muss nicht“.


平泉 : Hiraizumi, Iwateken — SOLL, 1 Tag

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In Hiraizumi kann man fast einen ganzen Tag verbringen. Nahe am Bahnhof gibt es den Tempel Motsuji. Von hier aus gibt es einen netten Wanderweg den Berg hinauf und durch einen kleinen Wald zum weitläufigen Areal des Chusonji. Weitere Attraktionen sind etwas entfernt, aber machbar. Alternativ kann man versuchen, Kitakami zu besuchen. Für Hiraizumi muss man in Ichinoseki (2 Stationen) oder Kitakami (6 Stationen) vom Shinkansen in einen Local der Tohoku Main Line wechseln.


会津若松 : Aizu-Wakamatsu, Fukushimaken — SOLL, 1 Tag

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Aizu-Wakamatsu ist über Koriyama zu erreichen (oder Niigata; dauer aber). Die fahrt mit dem Local dauert. In einem engen Zeitplan sollte dies berücksichtigt werden. Die Stadt bietet u.a. eine Burg, die während der Kirschblüte ein Kracher ist, eine alte Samurai-Residenz und eine Pagode mit helixförmiger Treppe. Es gibt einen Bus, der einem das Laufen erspart. Alles ist an einem Tag zu schaffen. Auch mit der langen An- und Abreise.


角館 : Kakunodate, Akitaken — MUSS, 1 Tag

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Das alte Dort besteht entlang einer Straße aus alten Samuraihäusern. Nahezu alle Häuser sind offen für Touristen, teilweise in kleine Museen oder Manufakturen umgebaut. Man kann hier bequem einen Tag verbringen. Man braucht nicht hetzen. Der Ort liegt an der Akita-Shinkansenstrecke zwischen Morioka und Akita. Hinweis: Kakunodate ist ein Teil der Großgemeinde Semboku. Eventuell muss man über diesen Suchbegriff googeln.


鳴子温泉 : Naruko Onsen, Miyagiken — auslassen 1 Tag

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Naruko liegt ziemlich abseits aller Reiserouten und hat dann auch nicht viel zu bieten. Der Narukoschlucht, den Gysier und der kalten Hölle. Leider ist die 2,5km lange Schlucht seit 2014 gesperrt. Damit hat Naruko seine Hauptattraktion verloren. Die kalte Hölle ist ein kleiner Waldweg mit einem Bach, der von Quellen im Gestein links und rechts des Weges mit kochend heißem Wasser (!) gespeist wird.

Naruko leitet sich von naru koe no sato (鳴る声の郷) ab, was „Platz mit dem donnernden Geräusch“ heißt. Naruko liegt am Nordhang des Lavadoms, der sich in der Mitte der Caldera des Naruko-Vulkan befindet. Der Vulkan gilt als aktiv. Der letzte Ausbruch 837 sorgte für den Namen und erzeugt einen tagelangen Ausstoß von heißem Wasser.


山寺 : Yamadera, Yamagataken — SOLL, 1/2 Tag

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Yamadera ist ein berühmter Tempel im gleichnamigen Ort, der vor über 1100 Jahren gegründet wurde. Er liegt an/auf einem steilen Berg. Über 1000 Stufen führen nach oben. Er ist sicherlich ein Highlight, allerdings neben einem Museum das einzige in dem Ort, was sich lohnt. Die Anreise lohnt nur von Sendai aus, oder Yamagata.


Meine Idee für Tohoku in 6 Tagen:

  • (Tag 0: Anreise nach Sendai)
  • Tag 1: Sendai
  • Tag 2: Matsushima (Tagesausflug)
  • Tag 3: Hiraizumi (Tagesausflug)
  • Tag 4: Wechsel nach Morioka (und Besuch Morioka)
  • Tag 5: Kakunodate (Tagesausflug)
  • Tag 6: Abreise mit Zwischenstop in Kitakami

Nicht im Plan: Yamadera, Naruko und Aizu-Wakamatsu, sowie Orte, die ich noch nicht besucht habe.


am Shinkansenan Hauptlinienan Nebenstreckeabseits (Bus)
Kakunodate *Yamadera **Lake Towada *Nyuto Onsen ***
SendaiAizu-Wakamatsu *Bandai *Dewa Sanzan **
KitakamiMatsushima *Ochijuku *Hachimantai *
MoriokaHiraizumi *Appi Kogen *Shirikami Sanchi
AomoriHirosaki *"Sanriku-Küste" *Zao Onsen *
FukushimaNarukoTonoGinzan Onsen *
AkitaIshinomakiShimokita Peninsula *
Kaminoyama OnsenYokote
YamagataTsuruoka
Iwaki

In der Karte aufgeführt, aber keine Touristenorte (idR sind es Umsteigepunkte)

  • Koriyama (umsteigen für Aizu-Wakamatsu)
  • Ichinoseki (umsteigen für Hiraizumi)
  • Hachinohe
  • Yamagata (umsteigen für Yamadera)
  • Shinjo (Endstation des Yamagata-Shinkansen)