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Kyushu-Erdbeben (Stand: 24.04.2016)

Am 14. April 2016 ereignete sich ein Erdbeben der Stärke 6.4 nahe Kumamote. Es folgten mehrere Nachbeben. Teilweise bis Stärke 7. Es gabe schwere Schäden in weiten Teilen Kyushu.

Betroffene Regionen: Kumamoto, Aso, Oita, Beppu

Es gibt teilweise schwere Schäden. Starke Regenfälle haben zudem mehrere Erdrutsche ausgelöst. Die Gefahr weiterer Nachbeben und Erdrutsche ist gegeben. Touristen sollten die betroffenen Areale meiden.

Nagasaki und Fukuoka sind zugänglich. Auch hier gab es ein paar Schäden. Kagoshima ist nur über Oita zu erreichen: eine Weltreise. Touristen sollten an einen Plan B denken.

Quelle: www.japan-guide.com (28.04.2016)

Zugverbindungen

Der Kyushu-Shinkansen hat auf ganzer Strecke (als ab Hakata/Fukuoka) den Betrieb eingestellt. Der Sanyo Shinkansen von Hakata nach Oosaka fährt. Man kommt also nach Fukuoka und auch runter von der Insel. Der normale Zugbetrieb in und um Kumamoto herum ist eingestellt.

  • JR Kagoshima und Hisatsu Linie zwischen Arao, Yatsushiro und Yoshimatsu
  • JR Hohi Line zwischen Kumamoto und Bungo-Taketa.
  • JR Misumi Line zwischen Uto und Misumi
  • Hisatsu Orange Railway zwischen Yatsushiro und Higo-Koda.

[Nachtrag 28.04.2016: Bis auf die Verbindung Kumamoto-Oita über Aso sind alle Strecken wieder hergestellt.]

Überland- und Highwaybusse

Die Busse fahren nicht, auch weil mehrere Straßen unpassierbar sind (u.a. alle Expressways in Kumamotoken und Oitaken). Dies betrifft:

  • Trans-Kyushu-Bus zwischen Kumamoto und Beppu
  • Highwaybus zwischen Fukuoka und Kurokawa Onsen
  • alle Highwaybusse von, nach und via Kumamoto

[Nachtrag 21.04.2016: Die Highwaybusse nehmen nach und nach den Betrieb wieder auf. Kumamoto-Fukuoka verkehrt wieder, wenn auch mit reduzierter Anzahl von Fahrten pro Tag. Busse nach Kurokawa sollen noch heute folgen. Beppu bleibt wohl bis Mai still.]

[Nachtrag 24.04.2016: Fukuoka-Kurokawa und Takachiko-Nobeoka (geänderte Route) haben den Betrieb wieder aufgenommen.]

Kumamoto: Der Flughafen Kumamoto ist geschlossen. Auch die Tram fährt nicht. [Nachtrag 19.04.2016: Beides ist wieder in Betrieb.]

Sightseeing

Die Burg Kumamotojo ist schwer beschädigt. Das Dach ist teilweise herabgefallen. Mehrere Steinmauern sind kollabiert. Die Burg ist bis auf weiteres gesperrt. Der Aso-Schrein wurde ebenfalls schwer beschädigt; Romon-Tor und die Offering Hall sind eingestürzt.

Und denkt immer daran: Gerade rund um Kumamoto haben die Leute besseres zu tun als nervigen Touristen für ein Foto zu posieren.

Historie in Bildern

Quelle: www.japan-guide.com (17.04.2016)

[Nachtrag: 18.04.2016: Der Streckenabschnitt Arao-Kumamoto ist wieder frei. Damit ist Kumamoto mit dem Zug von Fukuoka aus erreichbar.]


Quelle: www.japan-guide.com (19.04.2016)

[Nachtrag 19.04.2016: Der südliche Teil des Kyushu-Shinkansen wird morgen freigegeben; zwischen Minamata und Kagoshima. Ebenso ein kleiner Abschnitt (bis Higa-Ozu) der JR-Linie Kumamoto-Oita. Ich vermute die Sperrung rund um Aso liegt daran, dass der Zug den Calderarand passieren muss und es hier Erdrutsche gab.]


Quelle: www.japan-guide.com (22.04.2016)

[Nachtrag 21.04.2016: Die JR-Verbindung von Kumamoto nach Yatsushiro ist wieder offen. Mit einem Umweg über Minamata und Sendai (nicht JR) steht eine Verbindung nach Kagoshima. Ab morgen soll auch die direkte Verbindung mit JR stehen.]


Quelle: www.japan-guide.com (24.04.2016)

[Nachtrag 24.2016: Die Zugverbindung Hakata-Kagoshima steht wieder. Nur der Shinkansen zwischen Kumamoto und Minamata ist noch unterbrochen. Hakata-Kumoto ist seit dem 23.04.2016 wieder in Betrieb. Da er auf Stelzen verläuft, die beschädigt wurden,  sind hier längerfristige Bauarbeiten nowendig. Die Strecke Kamamoto-Oita ist weiterhin unterbrochen.]

Flight over Tokyo

Diese Folge von „Tokyo Eye“ zeigt 10 Hot Spots in Tokyo. Es ist aktuell eine der besten Zusammenfassungen, warum ich so gerne in Tokyo bin, auch wenn es nur die Spitze des Eisbergs ist.

Bei 9:24 zeigt das Video Shinjuku Kabukicho bei Nacht. So wahnsinnig wie es von oben aussieht, so wahnsinnig ist der Eindruck, wenn man inmitten dieses Lichtermeeres steht.

https://www.youtube.com/watch?v=EQQ0HTReZhg

Bei 12:35 gibt es einen Blick auf die berühmte Kreuzung, die ein Sinnbild für Shibuya und auch das stylisch moderne Tokyo geworden ist. Fun Fact: Die Grünphase dauert 35 Sekunden. In dieser Zeit wechseln zu Spitzenzeiten über 2000 Leute die Straßenseite.

10 Gründe …

… Japan zu besuchen

  1. Tempel, Schreine und Burgen
    Die Liste der unglaublichen Tempel, Schreine und Burgen ist endlos. Viele sind Weltkulturerbe. Die höchste Dichte finden sich in Kyoto, Nara, Kamakura und Nikko. Aber auch die kleinen versteckten Tempel sind spannend. Die Suche gleicht manchmal einer Schnitzeljagd.
  2. Onsen
    Aus meiner Sicht ist ein Japanurlaub nicht komplett, wenn man nicht mindestens einmal in einem Onsen saß. Ebenso spannend ist ein Besuch in einem Sento. Touristen stehen einfach nicht auf der Liste erwarteter Gäste. ABER: Wer ein Onsen besucht, sollte sich vorher mit allen ALLEN REGELN und Gebräuchen vertraut machen.
  3. Essen
    Vergesst Sushi, das kann man auch in Europa bekommt; vielleicht nicht in dergleichen Qualität und Finesse. Probiert in Japan alles, was es in Europa nicht gibt: Bento, Ramen, Soba, Donburi, … Ein schier endlose Liste. Allesamt sehr günstig zu bekommen. Man schont die Urlaubskasse. +++ Auf der anderen Seite sollte man mindestens ein Abendessen in einem Ryokan buchen. Es ist teuer. Aber es ist ein Erlebnis.
  4. Festivals (Matsuri)
    Sie kombinieren 1 und 3 und geben einen tiefen Einblick in die Kultur. Gleichzeitig sind sie völlig anders als in Europa. Die großen Matsuri sind spektakulär und unvergesslich. Die kleinen Matsuri geben einem die Chance einzutauchen, mitzumachen und ein Teil des Festivals zu werden.
  5. Kirschblüte
    Nur au fPlatz 5, da es auf gutes Timing ankommt. Aber wenn die Kirschblüte im Maximum ist, dann springt sie auf Platz 1. Wenn man sie verpasst ….
  6. Ryokan
    Diese klassischen Herbergen Japans gibt es von klein und simpel (fast auf dem Level eines B&B) bis hin zu feudalen Luxushotels, die pro Nacht mehr kosten als der Flug nach Japan.
    Die kleinen,traditionellen Ryokan garantieren ein einmaliges Übernachtungserlebnis. Schlafen auf einem Futon, Yukate und bei der Richtigen Wahl die Punkte 2 und 3.
  7. Izakaya
    Es sind japanische Kneipen, und sie sind die Seele Japans und des Nachtlebens. Hier kommt man in Kontakt mit dem täglichen Leben. Izakaya gibt es in allen Formen. Ich bevorzuge, die einfachen, machmal etwas rumpeligen.
  8. Landschaft
    Ich bin kein Freund langer Wanderung und Übernachtungen in einem Zelt, aber dieser Punkt gehört auf Liste. Die Landschaft ist wirklich etwas. Backpackers werden Japan lieben. Selbst ich muss gestehen, bin fasziniert: Daisetsuzan, Rebun, Hakone, …
  9. Kontraste
    Das fast schon bizarre Nebeneinander von Alt und Neu, von Tradition und Moderne, von Handwerkskunst und HiTech. Überall entstehen Kontraste. Kleinste Gasse zweigen von 8-spurigen Straßen ab, uralte Tempel stehen neben Bürotürmen, …
  10. Service
    Deutschland ist eine Servicewüste, in jeder Hinsicht. Ein Urlaub in Japan kann, richtig geplant, so entspannt sein, dass man selbst den Hotelwechsel von Tokyo nach Osaka genießt: Das Hotelpersonal hilft in jeder Hinsicht, die Taxifahrt zum Bahnhof beginnt mit automatisch öffnenden Türen, der Shinkansen sind pünktlich und der Service ist besser als im Flugzeug …

Es gibt weitere Punkte, aber diese Punkte packe ich nun schon seit 6 Reisen in jede Reise. Wenn einer dieser Punkte fehlt, dann wirkt die Reise nicht rund.

20 Gründe …

… woran man erkennt, dass man zu lange in Japan ist/war.

  1. Du siehst einen Getränkeautomaten in der Mitte von Reisfeldern und fragt dich nicht, woher der Strom kommt.
  2. Für dich hat das Wort Baumkuchen 7 Silben.
  3. Du drückt die Taste „1“ im Fahrstuhl, wenn du ins Erdgeschoss willst.
  4. Du fragst dich welcher dieser Mülleimer für brennbaren Müll ist.
  5. Du magst Dosenkaffe und liebst Automaten mit mehr als 10 Sorten.
  6. Du kannst dich verbeugen und gleichzeitig die Hände schütteln.
  7. Du verbeugst dich zur Begrüßung am Telefon.
  8. Du rechnest mit „man“, „cho“, „oku“ und „kei“.
  9. Du hockst dich hin, wenn du auf de Bus wartest.
  10. Du kommst in den ersten 3 Minuten des Gespräches nicht zum Thema.
  11. Du tütest nasse Regenschirme ein, wenn die ein Gebäude betritt.
  12. Für dich sind 4 Lagen Verpackung für ein Stück Kuchen normal.
  13. Du wechselst in der U-Bahn den Sitzplatz, wenn sich ein Nichtjapaner neben dich setzt.
  14. Jedesmal wenn du fotografiert wirst, machst du das „Victory“-Zeichen.
  15. Du fragst neue bekannte nach ihrer Blutgruppe.
  16. Du kaufst im Supermarkt einzelnd verpackte Kartoffeln.
  17. Du sprichst Englisch, aber alles mit Geld kommt Japanisch raus.
  18. Du rechnest Jahreszahlen in Showa und Heisei.
  19. Für dich ist der Zug leer, wenn etwas runterfällt und auf dem Boden landet.
  20. Du lässt die angebrochene und bezahlte Flasche teuren Schnaps beim Barkeeper.

Hier ein paar horourable mentioned:

  • Du wirst nervös, wenn ein Ausländer in die Nachbarschaft zieht, weil du weisst, dass du demnächst seine ganze Post bekommst.
  • Für dich ist es normal, dass Konzerte in mono und Baseballspiele in Stereo übertragen werden.
  • Das Beste am Fernsehen ist die Werbung, da sie plausibel ist.
  • Im Fahrstuhl sucht man vergeblich die Knöpfe für „Öffnen“ und „Schließen“ weil sie in Englisch sind.
  • Du verschläfst alle Erdbeben schwächer als 5.
  • Auf der Souvenirliste stehen  Omkiyagi ganz oben.