Mein Vorschlag für eine Japancrashkurs wäre: 3,5 Wochen

Der JRP mit nur 3 Wochen reicht völlig. Die ersten und letzten Tag bleibt man Tokyo-nah oder fährt mit Locals. Wenn ihr noch einen Tag aus der Mitte kürzt, reichen sogar zwei Wochen. Für Nikko, Kamakura und Hakone braucht man den JRP nicht wirklich. Mehr dazu in meinem Blog über den JRP.

  • 5 Tage Tokyo (Tagesausflüge nach Kamakura und Nikko)
  • 5 Tage Kyoto(Tagesausflüge mach Nara, Uji und evtl. Oosaka)
  • 4 Tage Miyajima (Tagesausflug nach Hiroshima)
  • 3-4 Tage Takayama (Tagesausflug nach Furukawa und/oder Shirakawago)
  • 3 Tage Nagoya (Tagesausflüge nach Ise/Toba und Kisodani)
  • 4 Tage Tokyo (Tagesausflug nach Hakone)

Optional ist ein Stop in  den japanischen Alpen möglich und von hier ein Tagesausflug nach Matsumoto und Yudanaka, wo die Affen baden. Wenn nicht genug Zeit dafür ist, kann man eventuell Nagoya auslassen. Über Zwischenstops könnte man folgende Orte ebenfalls besuchen: Himeji Gifu, Okayama, Iwakuni und Nagoya, wenn hier kein Stop geplant ist.

Wer nur 3 Wochen hat, muß etwas kürzen (dann reicht auch ein 2-Wochen-JRP). Wer mehr Zeit hat kann eine weitere Station einschieben. Der Plan oben braucht nur einen JRP für JR West. Nagano erfordert einen kompletten JRP. Das ist auch der Fall, wenn man auf 4 Wochen verlängert und Sendai und Matsushima als weiteren Stop einschiebt.

Tips für 2 Reisen

Wer jetzt schon weiß, daß er mindestens zwei Reisen macht, sollte die „Kracher“ vom Pflichtprogramm splitten. Sonst steht die zweite Reise gegenüber der ersten relativ blaß dar. Allerdings muß man sich klar sein, daß eine zweite Reise niemals den ersten Eindruck ersetzt oder wiederholen kann. Splittet das Pflichtprogramm etwa 2:1. Miyajima wäre was für die zweite Reise. Die Insel ist ein Erlebnis, daß auch beim zweiten Anlauf nicht blaß darsteht. Auch Oosaka ist für eine zweite Reise gut, zumal es von Oosaka aus Chancen gibt Lücken wie Uji oder Nara zu füllen.

Auf der zweiten Reise kann man fernen die Kirschblüte oder ein größeres Matsuri mit einbauen. Auf der allerersten Reise wären sie fast eine Überdosis und nur zu empfehlen, wenn man keine weiteren Reisen nach Japan plant.

Tips für die dritte Reise

Es hängt so ein bischen davon ab, wo ihr zu zweiten Reise wart. Prinzipell hat man alles wichtige gesehen, und so muß man für die dritte Reise ein neues Konzept finden. Mögliche Konzepte wären Kirschblüte, Matsuri oder Onsen. Alternativ bietet sich die Erkundungvon Kyushu und Shikoku an. Auf Shikoku kann man sich an den ersten Tempeln der Pilgerreise probieren. Wer auf Natur und Wandern steht, sollte die Insel Hokkaido in Betrachtung ziehen.

Themen / Rote Fäden

Es ist vielleicht gar nicht so falsch Japanreise unter ein Thema zu stellen. Reise 1 ist definitv der „Crashkurs“. Ab Reise 2 bieten sich, wie bereits erwähnt folgende Themen an:

  • Kirschblüte – kritisch ist dabei, daß die Blüte von der Wetterlage abhängt und nur etwa 2 Wochen zu bewundern ist. Die Planung ist äußerst kniffelig und kann schiefe gehen. Die Kirschblüte sollte nie alleiniges Thema einer Reise sein.
  • Matsuri – haben den Vorteil, daß sie planbar sind. Sie finden gehäuft im April und Anfang Oktober statt). Der Apriltermin erlaubt eine Kombination mit der Kirschblüte.
  • Onsen -das kann auch ein roter Faden werden. Onsen gibt es in Japan überall und das Onsen-Erlebnis ist einmalig. Zumal es Onsen in allen Variationen gibt: vom 5-Sterne-Resort über kleine Badehäuser bis hin zu einsamen Hütten im Wald.
  • Burgen und Vulkane eignen sich auch, sind aber schwieriger, da sich kaum eine brauchbare und sinnvolle Reiseroute bauen läßt. Zudem haben aktive Vulkane den Nachteil, daß sie gesperrt sein können. Dann schon eher …
  • Pilgerreisen – Die sind meist über 1000km lang, aber niemand sagt, daß man sie in einem Rutsch gehen muß. Die bekannteste Pilgerreise sind die 88 Tempel auf Shikoku. Etwas kürzer ist der Kanto-Pilgerweg mit 33 Tempeln und sein Bruder in Kansai. Noch kurzer wären die Pilgerreise den Fuji rauf (3 Tage) oder die 10 Schreine von Tokyo (1 Tag wenn man gut ist).
  • Zugreisen – Klingt jetzt flapsig, wie soll man sonst von A nach B kommen. An dieser Stelle seien aber die beiden Nachtzüge „Twilight Express“ und „Hokutosei“ bzw. „Cassiopeia“ erwähnt. Sie haben zumindest den Vorteil, daß sie eine Hotelübernachtung sparen unf man keinen Tag mit im Zug sitzen verschwendet.