Sumo-Time

Grüße aus Ijiri. Es ist wieder soweit. Das November-Basho in Fukuoka – gleich um die Ecke – hat begonnen …

Kakuryu (Y) und Ura (M16) kämpfen verletzungsbedingt nicht mit. Schade. Gerade Ura hatte bis zu seiner Verletzung im letzten Turnier ein verdammt gutes Bild abgegeben. Dieses Mal werde ich mich auf 10 Kämpfer beschränken. Ich weiß, es sind 11 Namen. Ich bin mit 8 gestartet, dann flog Harumafuji raus und ich habe 3 ergänzt:

  • Aminishiki (M13): Der Oldtimer ist zurück und den Maegashira-Rängen. Ich habe ich als Ersatz für Harumafuji auf meine Liste gesetzt. Seine Siegserie hat meine Aufmerksamkeit geweckt.
  • Okinoumi (M12): Den hatte ich nicht auf der Rechnung. Aber nach 5 Kämpfen warer mit einem [4-1] Teil  der Verfolgergruppe. Hier geht noch was.
  • Asanoyama (M11): Er hatte seinen Einstand in der Makuuchi im letzten Turnier und mit einem [10-5] ein beachtliches Ergebnis erzielt. Ich bin gespannt, ob er es schafft wie Onosho durch durch Maegashira-Ränge zu flitzen.
  • Daieisho (M9): Er war schon mal auf (M3), hat dann aber durch zwei eindeutige Makekoshi 8 Ränge verloren. Im letzten Turnier holte er ein knappes Kachikoshi.
  • Arawashi (M6): Den hatte ich wie auch Okinoumi nicht auf der Rechnung. Aber auch er brillierte mit einem soliden [4-1] nach 5 Kämpfen
  • Onosho (K): Es ist 4. Turnier in den Top-5-Rängen und dieses Mal startet er als Komusubi. 3 drei Bilanzen in den Maegashira-Rängen waren immer  [10-5]. Man kann also einiges erwarten.
  • Mitakeumi (S): Keine Ahnung warum ich ihn in die Liste aufegenommen habe. Sein letztes Turnier hat er mit 8-7 beendet; mit einem alles entscheidenden Sieg im letzten Kampf.
  • Goeido (O): Er hätte fast das Septemberturnier gewonnen, unterlag dann aber Harumafuji im Payoff-Match.
  • Hakuho (Y): Er war im letzten Turnier nicht dabei. Hatte aber in den beiden Turnieren davor seine Turniersiege 38 und 39 eingefahren.
  • Harumafuji (Y): Der Urzeit-Yokozuna hat in den letzten Turnieren immer passable Bilanz [11-4] gezeigt. Er hatte im September das Turnier gewonnen.
  • Kisenosato (Y): Er konnte bisher nur ein Turnier als Yokozuna kämpfen. Die letzten drei Turniere musste er vorzeitig abbrechen, ist im September sogar gar nicht angetreten.

Tag 1: Asanoyama (M11) gewinnte sein Auftaktmatch. Daiesho (M9) [0-1] verliert seinen Auftaktkampf gegen Kaisei (M10) [1-0]. Mitakeumi (S) [1-0] gewinnt gegen Tochiozan [0:1], nachdem die Richter sich beraten haben und die Entscheidung des Ringrichters korrigieren. Goeido (O) [1-0] ranvangiert sich bei Takakeisho (M1) [0-1] für die Niederlage im September. Kisenosato (Y) [0-1], der die letzten drei Turniere aussetzen musste, verliert gegen Tamawashi (M1) [1-0, Kinboshi].  Nicht ohne, dass es insgesamt drei Fehlstarts gibt. Kisenosato ist angepisst. Man sieht es. Hakuho (Y) [1-0] macht es besser und besiegt Kotoshokgiku (K) [0-1]. Onosho (K) [1-0] gewinnt erneut gegen Harumafuji (Y) [0-1]. Wow. Er wiederholt das Septemberergebnis. Randnotiz: Aminishiki (M13) ist der älteste Rikishi, der in den Top-5-Ränge zurückkehrt und gewinnt sein Auftaktmatch.

Tag 2: „Rückkehrer“ Aminishiki (M13) holt sein [2-0] gegen Kagayaki (M12) [1-1]. Asanoyama (M11) verliert  [1-1] gegen Ikioi (M10) [1-1]. Endo (M9) [1-0] gewinnt nach einem langen Kräftemessen gegen Kaisei (M10) [1-0] mit Shitatehineri, eine selten genutze Technik und damit eine Erwähnung wert. Daieisho (M9) [0-2] verliert gegen Chiyomaru (M8) [1-1]. Mitakeumi (S) [1-1] verliert gegen Hokutofuji (M3) [2-0]. Goeido (O) [2-0] gewinnt souverän gegen Kotoshogiku (K) [0-2], der aus Fukuoka kommt. Wow Harumafuji (Y) [0-2] fährt seine zweite Niederlage gegen Takakeisho (M1) [1-1, Kinboshi] ein, der sich damit sein zweites Kinboshi (sein erstes holte er im September) gegen Harumafuji sichert. Kisenosato (Y) [1-1] macht kurzen Prozess mit Onosho (K) [1-1]. Der Kampf ist in unter einer Sekunde vorbei. Tamawashi (M1) [1-1] verliert gegen Hakuho (Y)  [2-0]. Hakuho macht das was man von einem Yokozuna erwarten kann.

Tag 3: Bevor es an den sportlichen Teil geht, zuvor etwas unsportliches: Yokozuna Harumafuji zieht sich aus dem Wettkampf zurück. Gegen ihn laufen Anschuldigungen, dass er einen andere Rikishi im angetrunkenen Zustand eine Flasche über den Schädel gezogen haben soll. Der Maegashira M8 fehlt wegen Schädelbruch, Gehirnerschütterung und Ohrverletzung in diesem Turnier. So etwas kann das Karriereende bedeuten. Weitere Infos gibt es wohl in den nächsten Tagen …

Asanoyama (M11) verliert erneut [1-2]. Daieisho (M9) [1-2] gewinnt (endlich einmal) gegen Ikioi (M10) [1-2]. Onosho (K) [1.2] scheint nicht in das Turnier zu finden. Er verliert erneut, gegen Takayasu (O), der nun mit [3-0] ein Zeichen setzt. Mitakeumi (S) [2-1] gewinnt gegen Kotoshogiku (K) [0-3], der sich langsam anstrengen sollte. Goeido (O) [3-0] lässt gegen Tochiozan (M2) [0-3] nichts anbrennen. Hakuho (Y) [3-0] holt den nächsten Sieg, heute gegen Takakeisho (M1) [1-2]. Im letzten Kampf des Tages gewinnt Kisenosato (Y) [2-1] gegen Chiyotairyu (M2). Ach ja, Aminishiki (M13) hat seinen dritten Sieg geholt [3-0].

Tag 4: Aminishiki (M13) [4-0] macht weiter, wo er gestern aufgehört hat. Asanoyana (M11) [1-3] verliert gegen Daieisho (M9) [2-2]. In den  Kampf Arawashi (M5) gegen Ichinojo (M4) gegen die beiden ungeschlagen [3-0]. Ichinojo schiebt Arawashi an die Ringkante, doch dann steht er selbst plötzlich mit den Füßen an der Grenzlinie. Bei mnachfolgenen Gerangel tritt Arawshi aus dem Ring. Ichinojo ist jetz bei [4-0]. Auf der anderen Seite der Tabelle stehen Terunofuji (S) und Kotoshogiku (K); beide ohne Sieg [-3]. Und das setzt sich für Terunofuji [0-4] fort. So kriegt er seinen Oseki-Rang nicht zurück. Onosho (K) [1-3] startet gut gegen Yoshikaze (S) [2-2], hat aber Probleme. Er kriegt Yoshikaze nicht aus dem Ring  und am Ende liegt er selbst am Ringboden. Mitekeumi (S) [3-1] gewinnt nach wildem Kampf gegen Chiyonokuni (M4) [1-3]. Goeido (O) [4-0] gewinnt gegen Tamawashi (M1) [2-2], weil dieser danebengreift und damit zu Boden geht. Takayasu (O) [4-0] und Shohozan (M)3 [2-2] verhaken sich in der Ringmitte. Das wird ein Ausdauerkampf. Und er dauert. Am Ende schiebt Takayasu seinen Gegner ins aus und bleibt bei seiner makellosen Bilanz. Takakeisho (M1) [2-2, Kinboshi] gewinnt gegen Kisenosato (Y) [2-2], der von Anfang an ganz sichtbar in der Defensive war. Der Yokozuna ist chancenlos.  Bei Hakuho (Y) [4-0] gegen Chiyotairyu (M2) [1-3] ist es genau anders herum. Der Yokozuna dominiert vom Start an und läßt dem Gegner keine Chance.

Tag 5: Ternunofuji (S) tritt vom Turnier zurück. Sein Knie ist immer noch nicht fit. Aminishiki (M13) [5-0] gerät früh in die Defensive und schafft es, seinen Kontrahenten Daiamami (M14) [3-2] nach langem Kampf mit einer Drehung zu besiegen. Damit ist Aminishiki weiter in Turnierführung. Daieisho (M9) [2-3] verliert gegen Okinoumi (M12) [4-1]. Damit wird es für Daieisho wohl das Mittelfeld werden. Okinouimi bleibt hingegen Verfolger. Shodai (M7) [2-3] und Arawashi (M6) [4-1] kämpfen wild, heben sich immer wieder gegenseitig aus. Am Ende ist Arawashi der glücklich und bleibt ebenfalls Verfolger. Chiyoshoma (M6) [3-2] hat noch nie gegen Ichinojo (M4) [4-1] verloren. Und so auch heute. Hokutofuji [4-1] bleibt Verfolger. Das war ein ungewöhnlicher Kampf. Beide gehen zum Mawashi; für beide nicht die bevorzugte Technik. Hokutofuji taucht mit dem Kopf immer wieder ab. Ungewöhnlich aber offensichtlich wirksam. Takayasu (O) [4-1] verliert gegen Tamawashi (M1) [3-2] und damit die Führung. Ups. Ahc ja, Tamawashi feiert heute seinen 33. Geburtstag. Goeido (O) [5-0] plättet Onosho (K) [1-4]. Damit bleibt Goeido in Führung und es wird ein schweres Turnier für Onosho, der — wenn es so weiter geht — seinen frischen Komusubi-Titel wieder verlieren wird. Tochiozan (M2) [0-5] gegen Hakuho (Y) [5-0]. Zunächst ein Fehlstart? Ich weiß nicht was das war. Ein Jikanmae. Ich habe noch nie einen gesehen. Im zweiten Anlauf macht Hakuho kurzen Prozess. Kisenosato (Y) [3-2] hat schon zwei Kinboshi in diesem Turnier kassiert. Shohozan (M3) [2-3] versucht Nummer drei hinzuzufügen und hält den Yokozuna von seinem Mawashi fern. Ganz kurz sah es so aus, aber eine Drehung im letzten Moment rettet den Yokozuna. Das war sicherlich ein erstklassiger Kampf.

Nach 1/3 des Turniers: Führung: Aminishiki (M13), Goeido (O), Hakuho (Y) [5-0] ; Verfolger Okinoumi (M12), Arawashi (M6), Ichinojo (M4), Hokutofuji (M3), Takayasu (O) [4-1]. Ich packe mal Arawashi und Okinoumi auf meine Beobachterliste.

Tag 6: Aminishiki (M13) [5-1] kassiert seine erste Niederlage gegen Asanoyama (M11) [2-4]. Okinoumi (M12) [5-1] erringt einen Arbeitssieg gegen Endo (M9) [3-3]. Daieisho (M9) [3-3] gewinnt gegen Shodai (M7) [2-4]. Arawashi (M5) [5-1] gewinnt in unter einer Sekunde gegen Chiyoshoma (M6) [3-3] , der kurz bei der Drehung  in den Sand greifen muss. Tochinoshin (M6) [3-3] verliert gegen Ichinojo (M5) [5-1]. Das war Powersumo; ein langer Ausdauerkampf. 48 Sekunden. Lange für Sumo, aber vergleichsweise kurz für die beiden. Hokutofuji (M3) [5-1] gewinnt gegen Kotoshogiku (K) [2-4]. Mitakeumi (S) [5-1] gewinnt gegen Onosho (K) [1-5]. Jetzt wird es für Onosho richtig eng und Mitakeumi richtig gut, aber er hat sich verletzt. Goeido (O) [5-1] verliert gegen Chiyotairyu (M2) [2-4]. Das war ein merkwürdiger Kampf. Kisenosato (Y) [4-2] holt einen sicheren Sieg gegen Tochiozan (M2) [0-6]. Hakuho (Y) [6-0] macht keine Fehler gegen Shohozan (M3) [2-4].

Führung: Aktuell ist es Hakuho (Y) ganz alleine mit [6-0]. 7 Rikishi sind Verfogler.

Tag 7: Harumafuji News: Der Kampf hat wohl stattgefunden. Harumafuji sagt, dass keine Bierflasche im Spiel war. Man darf gespannt sein, wie dieser „Skandal“ ausgeht.

Takekaze (M13) [2-5] gegen Aminishiki (M13) [6-1] zusammen 77 Jahre alt. Ein Rentnermatsch. Und es ist nach einer Sekunde vorbei. Sieg Aminishiki mit Hatakikomi. Okinoumi (M12) [6-1] gewinnt gegen Ikioi (M10) [3-4]. Der Gyoji gab den Sieg zwar erst zu Ikioi, aber das Mono-ii revidiert die Entscheidung. Arawashi (M6) [6-1] fertigt in wenigen Sekunden Daishomari (M7) [2-5] ab. Die ersten drei Verfolger bleiben also dran. Argh, Mitakeumi (S) [5-1] verliert gegen Tamawashi (M1) [4-2] und verliert seinen Verfolgerstatus. Tamawashi hat einfach Anlauf genommen und für Mitakeumi geht es nur noch rückwärts. Er fliegt förmlich aus dem Ring. Hat er sich gestern doch verletzt? Goeido (O) [5-2] hat Probleme mit Shohozan (M3) [2-5]. Er gerät früh in die Defensive und kann sich nicht erholen. Er verliert  das Match und den Verfolgerstatus. Er muss nun auf einen Fehler von Hakuho hoffen. Onosho (K) [1-6] hat keine Chance gegen Hakuho (Y) (7-0). Kisenosato (Y) [4-2] … Er verliert nach einem langem Kampf gegen Hokutofuji (M3) [5-1, Kinboshi]. Das gibt es nicht. Es ist das 3. Kinboshi gegen Kisenosato. Ich glaube es nicht.

Führung: Hakuho (Y) [7-0]; jetzt nur noch 5 Verfolger: Aminishiki (M13), Okinoumi (M12), Arawashi (M6), Ichinojo (M4), Hokutofuji (M3) mit [6-1]. Man beachte, die Verfolger sind alle Maegashira; keine Sekiwake, kein Komusubi oder Oseki. Das hat man auch selten.

Tag 8: HALBZEIT. Ab heute werden die Makekoshi und Kachikoshi verteilt. Und es wird die ersten erwischen.

Okinoumi (M12) [7-1] hat kein Problem mit dem Neuling Daiamami (M14) [2-6]. Aminishiki (M13) [6-2] darf gegen Endo (M9) [5-3] kämpfen und wird geplättet. Das war schlechtes Timing im Tachiai. Wieder ein Verfolger weniger. Arawashi (M5) [7-1] gewinnt gegen Chiyaomaru (M8) [3-5]. Onosho (K) [2-6] siegt endlich mal wieder Kotoshogiku (K) [2-6]. Kann er seine 6er-Verlustreihe endgültig überwinden? Takakeisho (M1) [6-2] gewinnt gegen Mitakeumi (S) [5-3]. Damit hat Takakeisho jetzt 2 Yokozuna, 1 Ozeki und beide Sekiwake auf dem Gewissen. Das dürfte der Fighting Spirit Award werden. Goeido (O) [6-2] gewinnt spielend gegen Chiyonokuni (M4) [2-6]. Das war Oseki-Sumo. Kisenosato (Y) [4-4] gegen Ichinojo (M4) [7-1, Kinboshi]. Von der Bilanz wird es schwer für Kisenosato. ER VERLIERT. Noch ein Kinboshi. Wird er vom Wetkampf zurücktreten? Hakuho (Y) [8-0] gegen Hokutofuji (M3) [6-2]. Jetzt wird es spannend. Tachiai. Bam. Dann geht es schnell. Hokutofuji an der Ringkante. Er wehrt sich. Aber am Ende ist er chancenlos. Hakuho gewinnt, Kachikoshi und die Siegesserie geht weiter. Das einzige Makekoshi ging an Tochiozan (M2) [0-7].

Führung: Hakuho (Y) [8-0]; jetzt nur noch 3 Verfolger: Okinoumi (M12), Arawashi (M6) und Ichinojo (M4) mit [7-1]. Das Feld lichtet sich. Aber es sind viele Rishiki mit [6-2] dahinter in Lauerstellung und warten auf einen Fehler von Hakuho.

Tag 9: Okinoumi (M12) [7-2] schiebt Kotoyuki (M14) [4-5] vor sich her und verliert die Balance. Zack. Wieder ein Verfolger weniger. Aminishiki (M13) [6-3] kämpft vereblich gegen Daieisho (M9) [4-5]. Er hat keine Antwort auf Daieishos Atacken. Dennoch. Da geht noch was. Kachikoshi ist noch locker drin. Ichinojo (M4) [7-2] verliert gegen Daishomaru (M7) [3-6]. Er gibt förmlich auf. Der nächste Verfolger raus. Arawashi (M5) [7-2] gegen Tochiozan (M2) [1-8]. Unentschieden. Das Mono-ii entscheidet auf Kampfwiederholung. Die zweite Runde gewinnt Tochiozan mit  Katasukashi (selten gezeigte Technik). Und wieder ein Verfolger weg. Onosho (K) [3-6] gewinnt gegen Takakeisho (M1) [6-3]. Es ist noch früh für eine Aussage, aber mit etwas Glück ist Onosho zurück. Vielleicht kann er sein Kachikoshi retten. Es ist aber noch ein weiter weg. Takayasu (O) [6-3] gewinnt gegen Mitakeumi (S) [5-4]. Das ist noch eine Niederlage für Mitakeumi. Das Momentum hat sich gedreht. Goeido (O) [6-2] gewinnt gegen Yoshikaze (S) [4-4], aber wie? Das war Comicstyle. Goeido steht schon auf der Ringkante. Goeido rudert mit den Armen, um das Gleichgewicht zu halten. Wehrt so zwei Angriff ab und schafft stattdessen Yoshikaze über die Ringkante zu schieben. Hakukho (Y) [9-0] mach weiter. Chiyonokuni (M4) [1-8, Makekoshi] war nur ein Punktelieferant. Kisenosato (Y) [4-5] liefern sich einen langen Takarafuji (M5) [4-5, Kinboshi]. Kisenosato war anfänglich im Vorteil. Dann Stillstand. Dann kommt Bewegung in die Sache. Kisenosato verliert die Balance und fällt. Damit schenkt er einem vierten Maegashira das Kinboshi. Nicht gut.

Führung: Hakuho (Y) [9-0]; Verfolger: keine: Mit zwei Punkte Abstand [7-2] folgen Okinoumi (M12), Arawashi (M6) und Ichinojo (M4), Hokutofuji (M3), Tamawashi (M1) und Goeido (O). Na das was mal ein Kapmftag.

Tag 10: Wir haben den nächsten Ausfall. Yokozuna Kisenosato tritt vom Wettkampf zurück. Damit wird es für den frischen Yokozuna gefährlich. Wenn er im nächsten Turnier antritt und nicht liefert, dann wird man seinen Rang in Frage stellen. Da man einen Yokuzuna nicht degradieren kann, muss er zurücktreten.

Aminishiki (M13) [7-3] schiebt Aoiyama (M11) [2-4-4, Makekoshi] einfach aus dem Ring. Okinoumi (M12) [8-2, Kachikoshi] macht gegen Daishomaru (M6) [3-8, Makekoshi] alles klar. Daishomaru geht aus dem Ring und nimmt den Salzbottich und den Helfer gleich mit. Arawashi (M5) [7-3] verliert gegen Endo (M9) [7-3]. Beide können morgen ihr Kachikoshi klar machen. Hokutofuji (M3) holt sein Kachikoshi [8-2]. Onosho (K) [4-6] schafft es wirklich Tamawashi (M1) [7-3] zu besiegen und ihm das Kachikoshi zu versauen. Das war aber knapp. Onosho tritt nur Sekunden nachdem Tamawashi den Boden berührt aus dem Ring. Ist Onosho zurück? Goeido (O) [7-3] verpasst sein Kachikoshi gegen Mitakeumi (S) [6-4]. Mitakeumi bringt Goeido zu Boden. Das war ein guter Kampf. Kotoshogiku (K) [2-8, Makekoshi]. Ichinojo (M4) [7-3] gegen Hakuho (Y) [10-0]. Beiden gegen fast sofort in einen STillstand, der zu einem Ausdauerkampf wird. Wer zuckt? Wer macht die falsche Bewegung. Immer wieder Ansätze. Dann Hakuho versucht Ichinojo im Judostil zu werfen. Beim zweiten Anlauf klappt es. Hakuho bleibt ungeschlagen.

Führung: Hakuho (Y) [10-0]; Verfolger: keine: Mit zwei Punkte Abstand [8-2] folgen Okinoumi (M12) und Hokutofuji (M3). Nach 2/3 des Turniers ist das sehr übersichtlich geworden.

Tag 11: Okinoumi (M12) [9-2] gewinnt gegen Kagayaki (M12) [6-5]. Endo (M9) [8-3, Kachikoshi] gewinnt gegen Nishikigi (M15) [5-6]. Der Kampf geht lange hin und her; beide mit Griff am Mawashi des anderen. Aminishiki (M13) [7-4] verpasst sein Kachikoshi gegen Shodai (M7) [5-6]. Aber es gibt noch genug Gelegenheiten. Tamawashi (M1) [8-3, Kachikoshi] holt sich sein Kachikoshi gegen  Arawashi (M6) [7-4], der es nun morgen erneut versuchen muss.

Tochiozan (M2) [2-9] gewinnt gegen Onosho (K) [4-7] . Onosho war am Boden, bevor Tochiozan draußen war. Knapp und ärgerlich, da der Angriff von Onosho ausging. Jetzt ist es für Onosho GANZ eng. Mitakeumi (S) [7-4] gewinnt gegen Chiyotairyu (M2) [4-7]. Takayasu (O) [8-3, Kachikoshi] sicher mit dem heutigen Sieg seinen Rang. Goeido (O) [7-3] verliert gegen Hokutofuji (M3) [8-2] in einem wilden Kampf. Ein taktischer Fehler brachte ihn in die Defensive. Er versucht sich wieder in Position zu bringen. Das gelingt im nur kurz. Dann fliegt er aus dem Ring. Hakuho (Y) [10-1] kassiert seine erste Niederlagen gegen Yoshikaze (S) [5-5]. Über den Kampf wird man noch reden: Für mich war das Tachiai sauber, aber Hakuho sieht es anders. Nur so kann man sich erklären, dass er so einfach von Yoshikaze aus dem Ring geschoben wird. Er protestiert. Aber der der Gyoji hat nie „matte“ gerufen. Das Tachiai war gültig.

Und jetzt passiert etwas, das — aus meiner Sicht — einem Yokozuna unwürdig ist: Hakuho weigert sich, zurück in den Ring zu treten (damit würde er seine Niederlage akzeptieren). Es gibt kein Mono-ii. Der Gyoji wartet. Hakuho wartet. Die Ringrichter warten. Hakuho trottet zurück in den Ring. Keine Verbeugung. Dann kürt der Gyoji Yoshikaze zum Sieger. Aber Hakuho will diskutieren. Der Ringhelfer beenden das Turnier, der Rikishi für das Abschlussritial steht bereit, und Hakuho immer noch im Ring. Für mich wirkt er wie ein schlechter Verlierer. Ich überlege gerade. Da gab es doch schon mal so ein Gezeter. War adas auch Hakuho?

Führung: Hakuho (Y) [10-1]; Verfolger [10-2]: Jetzt wieder Okinoumi (M12) und Hokutofuji (M3).

Tag 12: Aminishiki (M13) [7-5] verliert gegen Okinoumi (M12) [10-2] und verpasst sein Kachikoshi erneut. Okinoumi dagegen bleibt dran an Hakuho. Asanoyama (M11) [5-7] verliert gegen Tochinoshin (M6) [7-5]. Er steht jetzt Punktemäßig mit dem Rücken an der Wand. Daieisho (M9) [4-8, Makekoshi] verliert gegen Takarafuji (M5) [6-5] durch Kochikudake. Was hölflich für „technischer Kollaps“ ist. Daieisho verliert im Rückwärtsgang das Gleichgewicht und fällt um. Arawashi (M5) [8-5, Kachikoshi] holt den wichtigen Sieg gegen Kaiesei (M10) [7-5]. Onosho (K) [5-7] kann ein Makekoshi gegen Chiyotairyu (M2) [4-8, Makekoshi] verhindern. Goeido (O) [7-5] verliert gegen Ichinojo (M4) [8-4] und muss sein  Kachikoshi morgen versuchen. Der Kampf war anstrengen. Beiden stehen lange in der Ringmitte und warteten auf den Fehler des anderen. Goeido war schon an der Ringkante mit Hang nach draußen, kann sich aber, keine Ahnung wie er das gemacht hat, retten. Beide sind zurück in der Mitte und dann liegt Goeido am Boden. Hokutofuji (M3) [10-2] gewinnt gegen Takayasu (O) [8-4] und bleibt an Hakuho dran. Hakuho (Y) [11-1] zeigt heute wieder, dass er Yokozuna ist. Der Kampf ist in einer Sekunde zu Ende. Mitakeumi (S) [7-5] hat keine Chance. Faceslap, Rückwartsgang und über die Ringkante. Classic Hakuho.

Führung: Hakuho (Y) [11-1]; Verfolger [10-2]: Jetzt wieder Okinoumi (M12) und Hokutofuji (M3). Also alles unverändert.

Tag 13: Aminishiki (M13) [7-6] verliert gegen Ikioi (M10) [7-6] und verpasst sein Kachikoshi schon wieder. So langsam sollte er den Sack zumachen. Kaisei (M10) [8-5, Kachikoshi] gewinnt gegen Asanoyama (M11) [5-8, Makekoshi]. Schade für Asanoyama. Auch Nishikigi (M15) erfährt ein Makekoshi [5-8]. Okinoumi (M12) [11-2] gewinnt gegen Tochinoshin (M6) [7-6], verweigert diesem sein Kachikoshi und bleibt an Hakuho dran. Und das, obwohl Tochinoshin früh seinen sonst siegreichen Griff am Mawashi für eine Überarmwurf bekommt. Okinoumi steht an der Ringkante, kann aber Tochinoshin mit Schwung aus dem Ring befördern. Onosho (K) [6-7] siegt gegen Shohozan (M3) [3-10], aber kann er das in den nächsten zwei Kämpfen wiederholen, um den Rang zu halten. Obwohl. Onosho sah heute sehr gut aus. Mitakeumi (S) [7-6] verliert erneut. Dieses mal gegen Ichinojo (M4) [9-4]. Mann Mann Mann. Goeido (O) [8-5, Kachikoshi] holt sein Kachikoshi relativ einfach. Sein Geger Takayasu (O) muss wegen einer Verletzung aussetzen. Der Sieg geht per Defnition an Goeido, der seinen Rang damit sichert. Hakuho (Y) [12-1] hat heute einige Problem mit seinem Gegner Takarafuji (M5) [7-5]. Das Hakuho gewinnt ist irgendwo zwischen dummer Zufall und die volle Qualität eines Yokozuna. Hier der Kampf in Stichworten: Tachiai. Beide prall aufeinander. Takarafuji an der Ringkante. Kann aber knapp ausweichen als Hakuho den finalen Stoß setzen will. Hakuho läuft ins Leere, kann gerade so eben mit rudernden Armen an der Ringkante anhalten. Eine schnelle Drehung rettet jetzt Hakuho. Beide jetzt kurz in Kontakt. Dann springt Hakuho nach vorne Weg, auf der Suche nach Gleichgewicht. Drehung. Gerade rechtzeitig, um Takarafuji aufprallen zu lassen. Dieser versucht einen Stoß, aber Hakuko bricht das Gleichgewicht von Takarafuji, der dadurch zu Boden geht. Was für ein Kampf. Ein breites Grinsen auf dem Gesicht von Hakuho.

Führung: Hakuho (Y) [12-1]; Verfolger [11-2]: Jetzt wieder Okinoumi (M12) und Hokutofuji (M3). Alle machen ihren Job (langweilig).

Tag 14: Wenn Hakuho heute gewinnt, ist ihm der Sieg nur noch theoretisch zu nehmen, wenn Okinoumi und Hokutofuji alles richtig machen. Asanoyama (M11) [5-9] verliert gegen Kotoyuki (M14) [8-6, Kachikoshi]. Er hatte nie eine Chance. Ikioi (M10) ist am Ziel. [8-6, Kachikoshi]. Daieisho (M9) [6-8] verliert gegen Takekaze (M13) [7-7], der mit seinem 4. Sieg in Folge sein Punktestand ausgleicht. Aminishiki (M13) [7-7] vierter Anlauf zum Kachikoshi wird durch Chiyomaru (M8) [5-8] vereiteln. Für Daieisho und Aminishiki geht es morgen um Alles. Ebenso für Chiyoshoma. Okinoumi (M12) [11-3] verliert gegen Tamawashi (M1) [10-4]. Mann wie ist das ärgerlich. Das gibt Hakuho Luft. Wie ärgerlich. Und jetzt: Onosho (K) [7-7] gewinnt gegen Hokutofuji (M3) [11-3] !!! Das heißt nicht nur, dass Onosho seinen Punktstand ausgleichen kann und morgen wirklich um Kachikoshi kämpft. Gleichzeitig hat nun auch Hokutofuji den Anschluss an Hakuho verloren. Siegt Hakuko heute, ist das Turnier entschieden. Mitakeumi (S) [8-6, Kachikoshi] macht alles klar gegen Arawashi (M5) [8-6]. Damit bleibt er Sekiwake. Goeido (O) [9-5] gewinnt gegen Takaraguji (M5) [7-7] und könnte das Ergebnis morgen zweistellig machen. Takarafuji reicht sich in die Reihe der Rishiki ein, für die es morgen um Alles geht. Hakuho (Y) [13-1] macht kurzen Prozess mit Endo (M9) [9-5]. Er gewinnt den Emperors Cup; zum 40. Mail.

Führung: Hakuho (Y) [13-1, Turniersieg].  Bin gespannt, was morgen passiert. Fünf Rishiki gehen mit [7-7] in den letzten Kampf.

Tag 15: Werden Daieisho und Aminishiki ihr Kachikoshi holen, oder ein Makekoshi? Nachdem Hakuho schon Turniersieger ist, bleiben für heute nur die Nebenkriegsschauplätze. Chiyoshoma (M6) gegen Aminishiki (M13); beide [7-7] Einer wird verlieren. Yes. Es ist Aminishiki. Damit gewinnt er zudem den „Fighting Spirit Price“. Aminishiki (M13) [8-7]. Es war der fünfte Anlauf, den 8. Punkt zu kriegen. Ikioi (M10) gegen Arawashi (M5); beiden haben mit [8-6] ihr Kachikoshi sicher. Ikioi schiebt Arawashi wie ein Buldozer aus dem Ring. Takekaze (M13) ist auch bei [7-7], und er verliert; Makekoshi. Chiyonokuni, sein Gegner, verletzt sich bei der letzten Bewegung. Er kann nur mit Hilfe den Ring verlassen und verlässt im Rollstuhl die Arena. Okinoumi (M12) [11-4] verliert gegen Takakeisho (M1) [11-4]. Okonoumi bekommt den „Outstanding Performance Price“, weil er zwei Yokozuna und einen Oseki besiegte. Aus dem gleichen Stall kommt Hokutofuji (M3) [12-3], der den „Technique Price“ erringen konnte. Takarafuji (M5) gegen Onosho (K); beiden [7-7]; wieder wird es einen Verlierer mit Degradierung und einen Gewinner mit Beförderung geben. Tachiai. Onosho kennt nur den vorwärtsgang und gewinnt, Kachikoshi. Mitakeumi (S) [9-6] gewinnt gegen Yoshikaze (S) [6-9] und bestätigt damit sein Kachikoshi von gestern. Goeido (O) [9-7] gegen Hakuho (Y) [14-1]; der einzige Oseki gegen den einzigen Yokozuna. Kollision. Kampf in derMitte. Keiner gibt nach.  Goeido probiert was, aber Hakuko kann das Match machen. Deshalb ist Hakuho der Yokozuna. Aber Goeido muss sich nichts vorwerfen. Er hat sich sehr gut verkauft und Hakuho musste sich diesen letzten Punkt wirklich har erarbeiten.

Auswertung:

  • Aminishiki (M13): Der Oldtimer(er ist 39) ist zurück und er hat es spannend gemacht. Erst letzten Kampf, im fünften Anlauf, schafft er das Kachikoshi. Damit bleibt er in der Oberliga und wir sehen ihn im Januar in Tokyo.
  • Okinoumi (M12): Ein [11-4]-Resultat wird  in einer guten Beförderung enden. Damit geht der Fahrstul wieder nach oben. Sein höchster Rang war Sekiwaki, dann ging es bergab, kurz bergauf, dann wieder bergab und nun wieder bergauf.
  • Asanoyama (M11): Es war sein zweiter Turnier in der Makuuchi-Liga. 2016 startete seine Karriere. Letztes Mal (M16), jetzt (M11) und nun? Nach der [5-10]-Klatsche ist der Durchmarsch vorerst gestoppt. Also: kein zweiter Onosho.
  • Daieisho (M9): Mit einer [5-10]-Bilanz wird eine Degradierung folgen. Seit 2015 pendelt Daieisho damit zwischen Juryo-Rängen und Maegashira 3.
  • Arawashi (M5): Arawashi hat nur knapp sein Kachikoshi erreicht. Er hatte bereits 7 Siege nach 8 Kämpfen. Nach drei Niederlagen kam dann er notwendige 8. Sieg und danach wieder nur Niederlagen. Daraus wird eine kleine Beförderung folgen.
  • Onosho (K): Wenn ich diesen Rishiki noch mal verfolge, brauche ich Herztabletten. Onosho war in diesem Turnier Shin-Komisubi. Einem Anfangssieg folgten 6 (!) Niederlagen. Und er schaffte das unmöglich. Er dreht die [1-6]-Bilanz in ein [8-7]. Keine Ahnung wie er das gemacht hat. Im Prinzip reicht das für eine Beförderung zu Sekiwake, zumal Kotoshogiku und Yoshkaze diesen Rang räumen werden.
  • Mitakeumi (S): Er ist der einzige Sekiwake mit Kachikoshi und wird seinen Rang halten. Allerdings reicht ein [9-6] nicht für einen Angriff auf den Oseki-Rang.
  • Goeido (O): Er hat seinen Oseki-Rang mit einem [9-6] behauptet. Nicht mehr nicht weniger.
  • Harumafuji (Y): Seine Zukunft wird nicht im Ring entschieden. Er hat die Turnierteilnahme abgebrochen, nachdem Berichts über eine Kneipenschlägerei öffentlich wurden. Im schlimmsten Fall wird er als Yokozuna zurücktreten müssen.
  • Kisenosato (Y): Womit wir beim nächsten Problem-Yokozuna sind. Es war das vierte Turnier was er nicht beenden konnte oder gar nicht erst antrat. Un dieses Mal kommt noch eine desaströse Bilanz hinzu. Er verschenkte 4 Kinboshi. Entweder er kommt im Januar mindestens mit einem Kachikoshi zurück, oder einzige japansiche Yokozuna ist bereits nach einem Jahr Geschichte.
  • Hakuho (Y): Hakuho hat genau das gemacht, was man vermuten kann, wenn die anderen 3 Yokozuna aus dem Rennen sind: das Turnier gewinnen. Obwohl, ich mag sein Auftreten immer noch nicht. Er wirkt arrogant. Hakuho beendet das Interview nach der Siegerzeremonie mit einem gemeinesamen Banzai. Hier ist er mir irgendwie wieder sympatisch.

Das war der letzte Kampf des Fukuoka Basho 2017. Ich sage Sayonara und packe meine Koffer. Grüße aus Ijiri.

Essen und Trinken (Kanji-Crashkurs)

Immer noch ein Hindernis auf meinen Japanreisen sind die Speisekarten. In Touristenorten gibt es sie auch mit westlichen Buchstaben (dann in der Regel in Englisch), aber meinereiner stolpert gerne in Izakaya und andere Prte, wohin sich sonst kein Tourist hin verirrt. Dann ist man reduziert auf sein Kanji-Wissen.

Fangen wir mit Essen an. Die wichtigsten Gerichte (zu fast allen Gerichten habe ich einen eigenen Eintrag) sind:

  • うどん = udon = Nudelsuppe mit dicken Weizennudeln
  • そば = soba = Wie Udon, nur mit Buchweizennudeln
  • ラーメン = ramen = Nudelsuppe auf Basis einer Gemüse, Soja, Fisch oder Fleischbrühe; sehr lecker; Urpsrung ist China, daher die Katakane; sonst aber gemacklich mit Udon verwandet.
  • お好み焼き = Okonomiyaki = Mischung aus Pizza und Omelett
  • 焼(き)鳥 = Yakitori = kleine Holzspieße mit Hänchenfleisch
  • 串焼き = kushiyaki = Oberbegriff für Holzspieße mit Gegrilltem
  • 串カツ = kushikatsu = Oberbegriff für Holzspieße; paniert und kurz frittiert
  • sashimi = roher Fisch; bzw. andere rohes Meeresgetiert; im Prinzip ist es Sushi ohne den Reis
  • 寿司 = Sushi
  • 御田 oder おでん  = oden = Art Fondue auf Gemüsebrühebasis
  • しゃぶしゃぶ = shabushabu = dünn geschnittenes, kurz gekochtes Rindfleisch mit Gemüse
  • カレー = karee = japanische Currygerichte (Oberbegriff)
  • = donburi oder kurz don = Obergriff für Schüssel mit Reis plus eine Zutat oben drauf.
  • カツ = katsu = japanische Version des Schnitzel; meist als カツカレー (katsukaree), also Schnitzel mit Karee und Reis oder  カレー丼 (katsudon), also ein Schüssel mit Reis mit einem Schnitzel oben drauf
  • なべ oder 鍋物 = nabe = Oberbegriff für Eintöpfe
  • = gyoza = Sammelbegriff; Teigtaschen; meist vegetarisch; aus China
  • 弁当 = bento = Schachtel mit Essen (kalt); DIE Verpflegung im Zug!

Gerade bei den Kushi-Gerichten (串) ist es wichtig zu wissen, was auf dem Spieß angeboten wird. Tori = Hänchen heißt nicht, dass es Fleisch ist. Es wird buchstäblich alles vom Huhn gegessen. Hier die wichtigsten Tiere:

  • 牛 = ushi oder gyuu gelesen
  • 和牛 = wagyuu = japanische Rind, z.B. Koberind
  • = buta = Schwein
  • = tori = Geflügel (Hänchen); eher ein Oberbegriff
  • = niwatori = Hänchen
  • = sakana = Fisch (ok, hier müssen wir präzisieren, Stichwort Sushi)
    • = sake = Lachs
    • 鮪釣 = maguro = Thunfisch
    • = una = Aal
  • = tako = Oktopus (Tako-yaki = gegrillter Oktopus)
  • 烏賊 = ika = Tintenfisch, Sepia
  • 牡蠣 = kaki = Austern
  • 海老 = ebi = Garnelen, Shrimps, aber auch Hummer
  • 海胆= uni = Seeigel
  • 枝豆 = edamame = gekochte, unreife Sojabohnen; Barsnack Nr.1

Man beachte das 海 in den letzten beiden. Es ist das Kanji für Meer. Damit ist leider immer noch nicht beantwortet, welches Teil vom besagten Tier man gerade isst:

  • = niku = Fleisch => 牛肉 (gyuuniku = Rindfleisch)
  • 肝臓 = レバー  = Leber
  • = Herz (oft in Kombination mit einem zweiten Kanji)

So viel zu den Innereien, kommen wir nun zum Gemüse:

  • = tamago = Ei
  • 野菜 = yasai = Gemüse
  • 大根 = daikon = japanischer Rettich
  • 海苔 = nori = Seetang (das Zeug in das Sushi eingewickelt ist)
  • 山葵 = wasabi = Meerrettich (trotz Berg-Kanji; grins); sehr scharf
  • = kinoko = Pilze (als Oberbegriff)
  • 大蒜 = ninniku = Knoblauch (gibt es als Kushiyaki !)
  • 昆布 = konbu = auch eine Art Seetang; meist als Suppenbasis
  • 若布 = wakame = noch ein Seegras

Die Welt der Getränke ist etwas einfacher, da hier viele Wort aus dem Englischen kommen, beim Bestellen also weniger Probleme machen. Allerdings muss man für die Speisekarte in diesem Fall auf Katakana-Kenntnisse zurückgreifen können. Für Katakana habe ich nur einen Tip: Denkt an das englische Wort und denkt dabei Japanisch.

  • ビール = biiru = Bier
  • 生ビール= namabiiru = Bier vom Faß / frisches Bier
  • ウイスキー = uisukii = Whisky
  • = sake = Alkohol (in Japaner benutzen diesen Begriff nicht für das alkoholische Getränk Sake selbst; es ist mehr ein Sammelbegriff)
  • 日本酒 = Nihonshuu = Das ist der Sake. Das Kanji sake wird in diesem Fall shuu gelesen. Nihon ist Japan. Also: japanischer Alkohol.
  • 焼酎 = Shouchuu = Branntwein; dies ist die destillierte Version von Sake aus Reis, Süßkartoffel oder Kastanie mit einem Alkoholgehalt bis 40%; wird daher auch als „Japanese Wodka“ bezeichnet.
  • ハイボール = Highball = Whisky mit Soda; im Sommer sehr beliebt

Auf der nichtalkoholischen Front ist es ähnlich einfach

  • = cha = Tea, oft mti einem Höflichkeits-O ()
  • コーヒー = Koohii = Kaffee; Achtung: Kaffe gibt es heiß  ( ホットコーヒー  = hotto koohii) und auch eiskalt ( アイスコーヒー  = aisu koohii)
  • ミル = milu = Milch
  • カップ = Kappu = Tasse
  • (shiru) / ジュース  (djuusu) = Saft
  • = misu = Wasser

Ji, Dera und Tenmangu (Kanji-Crashkurs)

Viele Dinge scheinen in Japan auf die gleiche Silbe zu enden. Dies hat System. Und wenn man diese Silben zuordnen kann, ist es schon eine Runde einfacher in Japan als Tourist zu überleben.

  • (-dera, -tera, -ji) = Endungen für buddhistische Tempel
  • , (-gu , -gu) = Bei Shintoschreinen gibt es verschiedene Endungen, abhängig von ihrer Hierarchie. Aber eines der beiden Kanji kommt immer vor: -jingu (神宮), -tenmangu (天満), -tenjin (), -hachimangu (八幡)
  • (-mon) = Tore
  • (-do, -to) = Hallen, meist in buddhistischen Templen
  • (- bashi) = Brücken (Bsp.: 日本橋 = Nihonbashi = Japanbrücke)
  • (-to) = japanische Pagode
  • (- jo) = Burgen
  • (-en) = Park; Es gibt koen (公園) und teien (庭園)

Hier ein paar „moderne“ Ortskanji, die hilfreich sind:

  • (-eki) = Bahnhof
  • (-do) = Straße (meist in der Kombination 道路 = dori)
  • (-machi, -cho) = Ortschaft, Stadt; kommt sehr häufig vor

Man sollte auch die „Landmarken“ drauf haben:

  • (-yama / -zan) = Berg (Merke: Fujizan nicht Fujiyama)
  • (- dake) = Berggipfel
  • (-shima) = Insel (aber auch Bucht)
  • (-ta / -da) = Feld
  • (- dani) = Schlucht, Tal
  • (-kawa / -gawa) = Fluss

Die Himmelsrichtungen und andere relative Ortsangaben sind in Japan sehr hilfreich, gerade wenn man mit der Bahn unterwegs ist. Man hat oft das Gefühl, dass die Japaner nicht kreativ bei den Namen der Bahnstation waren.

  • (Kita) = Nord (Kitakyushu, Kitakyoto)
  • (Minami) = Süden (Minamikyoto)
  • (Higashi) = Osten (Higashiyama in Kyoto)
  • 西 (Nishi) = Westen
  • (Mae) = vor, bevor (Meijijingumae = Meiji-Jingu-Mae)
  • (Shita) = unterhalb
  • (Naka) = Mitte oder Innerhalb
  • (Ue, Kami) = oberhalb

Hier eine paar Beispiele:

  • 北千住駅 und 南千住駅 –> Ohne zu wissen was los ist, sagt uns das letzte Kanji 駅, dass es ein Bahnhof. Das Erste Zeichen sagt uns, dass es einen im Norden 北 und eine im Süden 南 des Ortes 千住 gibt.
  • 明治神宮前 –> ???-jingu-mae; Es ist also ein Ort vor einem Schrein. In diesem Fall dem Meiji-Schrein.
  • 道路 –> Das können wir komplett mit den Kanji von dieser Seite übersetzen = Eki-Mae-O-Dori = Straße vor dem Bahnhof, also Bahhofsstraße (hab ich in Toya gesehen, in Kanji gelesen und erst dann festgestellt, dass die englische Schreibweise gar nicht vorhanden war.)

Weitere Kanji, die hilfreich sind:

Folgende Kanji reiße ich nur kurz an. Hierzu kann mein mehrere Seiten schreiben; gerade wenn es darum geht, die Unterschiede zu definieren.

  • 温泉, oder (Onsen) = heiße Quellen, Thermalquelle, Kurort
  • 銭湯, oder (Sento) = Badehäuser ohne Thermalwawasser
  • (-furo / -buro) = Badezimmer
  • = Höflichkeits-O, dass gelegentlich dem Wort vorangestellt wird und sich auch in Ortsnamen findet.
  • (shin-) = meint neu ist häufig zu finden, wie in Shinkansen (neue Bahnstrecke)

 


Und ein Nachtsatz: Eventuell versteht ihr jetzt, warum ich immer pantomimischen Herpes kriege, wenn ich in Reiseführern Dinge wie „Ise Jungu Shrine“ oder „Asakusadera Temple“ lese. Das ist so, als stünde im Reiseführer für Lübeck „Marienkirche Kirche“ oder bei Köln noch schlimmer „Kölner Dom Kirche“. Im Prinzip ist es nichts anderes als bei LCD-Display (wofür seht D in LCD ???) oder HIV-Virus (…)?


So viel zu den wichtigen Silben und Endungen in Japan. Hier noch ein paar Kanji/Katakana, denen man immer wieder begegnet, wenn es um Essen, Trinken und das Nachtleben geht:

  • カラオケ = Karaoka = Karaokabar
  • 居酒屋 = Izakaya = jap. Kneipe; meist sind die Kanji auf einem roten Lampion; das mittlere Kanji steht für Alkohol/Sake
  • 屋台 = Yatai = kleine Wagen, die Essen und Trinken anbieten; sehr japanisch, aber vom Aussterben bedroht; unterstützt sie !!!!
  • 和食 = japanisches Essen = Dies sind Familienrestaurant. Meist sind es Ketten / Systemgastronomie, die familienfreundlich ist.
  • = ist das Kanji für Essen und findet sich oft in Restaurantnamen.
  • = Kanji für Haus / Geschäft; im Nachtleben meist eine Bar oder Kneipe; ist aber nicht auf diese Bedeutung beschränkt ( = Blumenladen)

Für mehr Kanji zu diesem Thema mache ich aber einen eigenen Eintrag, zumal es hier um Essen und Trinken geht, dass wie Onsen ein Bestandteil einer Japanreise sein soll — nein, muss — und daher eine eigene Abhandung verdient.

スイカ .. SUICA (und andere IC-Cards)

Ich bin im Besitz einer SUICA. Dies ist eine kontaktlose Bezahlkarte. Erworben habe ich sie 2006. Es war die zweite Aktion in Narita, gleich nach der Ankunft und dem Erwerb des JRP. Ich nutze die Karte primär im direkten Umfeld von JR und der Toyko Subway, sowie an den Bahnhofskiosks und in den Combini. Ich glaube, ich habe sie ein Mal im Taxi benutzt.

Warum erzähleich das? Aus meiner Sicht sollte die SUICA (oder eine andere IC-Card) gleich hinter dem JRP auf der Prioritätenliste  stehen. Sie ist einfach praktisch.

Historie

Die SUICA (Super Urban Intelligent CArd) startete am 18.11.2001 in Tokyo/Kanto als Bezahlkarte für die Bahnlinien von JR East im Großraum Tokyo / Kanto (also auch die wichtige Yamanote und die Chuo). Mittlerweile gibt es mehrere Geschmacksrichtungen. Hier die wichtigsten:

  • Suica = die Standardkarte
  • MySuica = personalisiert, was bei Verlust hilfreich ist
  • View Suica = Prepaid Suica + Kreditkarte
  • Rinkai Suica (Rinkai Waterfront Line) und Monorail Suica (Monorail)
  • BIC Suica = SUICA + Kreditkarte + BIC Kamera Bonuskarte

Parallel starteten weitere IC Cards in Japan. Heute gibt es einen ganzen Zoo von diesen Karten [Herausgeber in eckigen Klammern]:

  • SUICA von JR East: Tokyo, Kanto Area, Niigata, Sendai;
    Super Urban Intelligent CArd ; suika = Wassermelone
  • PASSMO von nicht-JR Bus-, Bahn- and U-Bahn-Gesellschaften in Tokyo
  • ICOCA von JR West: Keihanshin (Osaka, Kyoto, Kobe), Kansai, San’yo; die KIPS ICOCA wird von Kintetsu ausgegeben;
    IC Operating CArd; im Kansai-Dialekt „Sollen wir gehen?“
  • TOICA von JR Central: Nagoya Area ; TOkai IC Card
  • SUGOCA  von JR Kyushu: Fukuoka-Kitakyuhsu Area
    Smart Urban GOing CArd; im Kyushu-Dialekt: sugoka = großartig
  • NIMOCA von Nishitetsu Railway: Fukuoka Area
  • HAYAKAKEN von Fukuoka City Subway: Fukuoka
  • KITACA, MANACA, PiTaPa, LuLuCa, NicePass, …………….

Und: Die 10 größten IC-Cards sind seit dem 23.03.2013 kompatibel! Die Kompatibilität bezieht sich aber nur auf die Bezahlfunktion. Monatskarten (Commuter Passes) sind weiterhin auf die herausgebende Bahngesellschaft beschränkt. Hier eine Übersicht [Stand 21.11.2015]:

Bedeutung der Karte / Akzeptanz

Man kann die IC-Card als Bahnticket nutzen. Dafür ist sie ja gedacht. Mit ihr braucht man sich nicht am Automaten anstellen und den Fahrpreis (mehr oder weniger) errraten. Einfach einbuchen, einsteigen und los.

Zudem kann man sie am Banhofskiosk ebenso benutzen wie bei den wichtigen Combini (convenient stores) wie Lawson, am/pm, oder 7eleven. Auch ein Großteil der Getränkeautomaten akzeptiert die Karte. Es gibt Schließfächer, die man damit bezahlen kann. Und nicht nur das: Die Karte fungiert gleichzeitig als Schlüssel für das Staufach. Vereinzelt wird sie sogar in Hotels und Restaurants (meist direkt am Bahnhof) akzeptiert.

Einige Taxen akzeptieren sie ebenfalls. Taxen haben das Dachschild „Card OK“ (siehe Foto im Anhang). Ich bin mir aber nicht sicher, ob sich das auf Kreditkarten oder IC-Karten bezieht. Yodobashi Kamera und BIC Kamera akzeptieren die Karte.

Mit dem Sony FeliCa Reader kann die Karte sogar zu Hause fürs online-Shopping eingesetzt werden. Und: Der Dienstausweis der JR East Mitarbeiter ist gleichzeitig eine SUICA.

Kurz: Heute ist die IC-Card elektronisches Bargeld. Etwas, das die Geldkarte in Deutschland nie geschafft hat.

Einschränkung 1: Die SUICA ist in der Kanto-Region allgegenwärtig. Die Akzeptanz nimmt aber schnell ab. Wenn man z.B. viel in Osaka ist, sollte man auf die ICOCA setzen. Die Kompatibilität hat das Problem etwas reduziert. Aber die Nutzbarkeit der IC Card an sich nimmt mit Abstand von den Shinkansestrecken ab. In entlegenen Orten wie Naruko Onsen kann sie kaum eingesetzt werden.

Einschränkung 2: Fahrten in andere „Zuständigkeitsbereiche“ sind nicht möglich. Man kann mit der SUICA z.B. nicht von Tokyo (SUICA-Gebiet) nach Nagoya (TOICA-Gebiet) fahren. [Nachtrag: Ich bin mir nicht sicher, ob das immer noch so ist.]

Einschränkung 3: Expresszüge wie z.B. der Shinkansen oder der Haruka zwischen Kansai Airport und Flughafen benötigen ein Extraticket. Das kann die SUICA nicht. Man kommt, soweit ich weiß zwar durch das Drehkreuz, muss aber im Zug beim Schaffner, das fehlende Expressticket nachlösen.

Die EX-IC ist eine Zusatzkarte für die Nutzung des Tokaido Shinkansen. Sie muss zusammen (!) mit der SUICA (oder ICOCA) am Lesegerät benutzt werden. Beide Karten werden parallel ausgelesen. Dahingegen behindern sich zum Beispiel SUICA und PASSMO gegenseitig wenn sie gemeinsam im Scanbereich sind.

Einschränkung 4: Die Karte berechnet die Fahrten einzelnd. Wenn man sich z.B. viel in Osaka bewegt (raus aus der Bahn, Sightseeing, rein in Bahn, …) kann es günstiger sein, wenn man sich eine Tageskarte kauft und die IC Card in der Hosentasche lässt.

Die Karte benutzen

Erwerb der Karte: Die Suica-Karte kann man an den grünen Fahrkartenautomaten (Farbe von JR East) für 2000円 erwerben. Davon sind 500円 Pfand und 1500円 Startguthaben. Alternativ kann man sie am „midori-no-madoguchi-Schalter“ kaufen (so wie ich in 2006). Das sind die Schalter für Sitzplatzreservierungen, erkennbar am grünen Symbol mit dem Strichmänchen im Sessel.

Die Karte hat keine Bindung an den Käufer, es kann aber nur einer mit der Karte fahren, da sich  das System merkt ob man eingestiegen ist. Man kann beim Schalterkauf die Karte personalisieren. Bei Verlust wird die alte Karte dann gesperrt und eine neue Karte mit dem Restguthaben ausgehändigt. Das ist sicherlich sinnvoll. Ich habe das damals nicht gemacht.

Ich vermute, dass ist in Osaka für die ICOCA ähnlich. Eventuell haben die Fahrkartenautomaten eine andere Farbe. Bei PASSMO ist der Automat vermutlich rosa und bei ICOCA hellblau (Farbe von JR West)

Nutzung der Karte: Zum Buchen muss sich die Karten für 0,2 Sekunden im Lesebereich (10cm) befinden. Die Karte kann dabei in Bewegung sein. Es reicht also aus, die Karte im Vorbeigehen über den Sensor zu ziehen. Ich lege die Brieftasche mit der Karte zur Sicherheit kurz auf das Lesefeld.

Achtung: Andere Karten, gerade andere NFC- oder FeliCa-Karten können das lesen behindern. Ich habe zudem die Erfahrung gemacht, dass auch mehr als 6 Karten in der Brieftasche zu Problemen führen. Räumt die Brieftasche auf und legt diese so auf das Lesegerät, dass die Suica unten (also nicht am Lesegerät) ist.

Wenn die Karte nicht genutzt werden kann: Es gibt Bahnhöfe ohne Lesegerät. Wenn man das weiß, kann man gleich ein Ticket kaufen. Hat man mit  der Karte eingebucht, kann man die Karte am Ziel dem Mitarbeiter am Schalter „Fare Adjust“ geben. Er ermittelt den Fahrpreis und überreicht einen Zettel. Der muss an der nächsten Station, wo die Karte genutzt werden kann, vorgezeigt werden.

Aufladen: Die Prepaid kann bis 20.000yen aufgeladen werden. (Bei der View SUICA erfolgt die Aufladung automatisch über das gekoppelte Kreditkartenkonto.) Aufladen kann man die Karte am Automaten, am Schalter oder (das ist etwas frech) am Kiosk. Meist kaufe ich etwas und bitte den Kassierer, den Rest auf die Karte zu buchen. Hinweis: Suica behält wie paypal ein kleinen Teil der Transaktion als Gebühr ein. Allerdings vom Kioskbesitzer und nicht vom Nutzer.

Zurückgeben: Warum? Zumindest die Suica ist nach dem letzten Benutzen noch mindestens 2 Jahre aktiviert. Auf der Karte steht was von 10 Jahren. Ich habe die Karte August 2006 gekauft und Oktober 2016 zuletzt benutzt. Von daher scheint es nicht die Lebensdauer zu sein. Zurückgeben kann man die Karte an den Aufladeautomaten oder am Schalter.

Hintergrundwissen zur IC-Card Technologie

FeliCa: Die Karte basiert auf einem RFID-Chip von Sony, der FeliCa heißt. Der Encryption Key wird dynamisch bei jeder Nutzung generiert. Die Stromversorgung erfolgt extern durch des EM-Feld des Lesegerätes. Ursprünglich sollte die FeliCa als ISO 14443 laufen. Die Norm wurde nie offiziell. NFC (wird in Deutschland langsam bekannt) basiert auf der ISO 18092 und arbeitet ähnlich: Frequenz 13,56 MHz, Manchester Coding, 212 kbit/s. Hardware und Betriebssystem erfüllen die ISO 15408 EAL 4. Seit 2011 kommt AES-Verschlüsselung zum Einsatz. Die Karte übertragt simultan 8 Blöcke mit je 16 Byte). Die Karte setzt sich bei Unterbrechung der Stromversorgung durch das Lesegerät automatisch zurück.

Der FeliCa-Chip wird neben dem IC-Card-Zoo in Japan auch andernorts eingesetzt (nur Auszug):

  • Octopus Card (Hong Kong)
  • EZ-Link Card (Singapur)
  • Shenzhen Trans Card (Shenzhen, China)
  • Metro Card (Bangkok, Thailand)

Transaktionen: Für eine Transaktion wird die ID der Karte ausgelesen und an den Server übertragen. Der Rest passiert auf dem Server. Das Auslesen erfolgt innerhalb von 0,2 Sekunden. Kontakt zum Lesegerät ist dabei nicht notwendig. Kurzer Kontakt garantiert aber, dass man im Lesebereich ist und die Kontaktzeit einhält.

Auf dem Server werden für jede Karte Informationen zentral abgelegt. Betritt man die Bahnsteig wird auf dem Server die ID des Eingangsgate notiert und zeitgleich das Guthaben abgefragt. Im Display des Drehkreuzes wird das Guthaben angezeigt.

Beim Aussteigen die ID des Ausgangsgate notiert. Der Server ermittelt Fahrstrecke und -preis. Dieser wird vom gespeicherten Guthaben abgezogen. Fahrpreis und das Restguthaben werden im Display des Ausgangsgates angezeigt.

Beim Bezahlen am Kiosk oder im Combini wird die ID des Kiosk und der Kaufpreis übermittelt. Das Guthaben wird entsprechend reduziert und der Preis dem Kiosk gutgeschrieben (abzüglich einer Transaktionsgebühr wie bei paypal).

Kartentypen: Es gibt die Karte als Prepaid und Postpaid. Der Chip ist dann Teil einer IC-Card, einer Kreditkarte oder des Smartphones. Bei den Smartphones erfolgt die Abrechnung über die Telefonrechnung. [Bin gespannt wann sowas in Deutschand kommt].

Es gibt Monatskarten, 3-Monats-Karte und Jahreskarten. Diese Karten sind meinst an eine Strecke gekoppelt (Wohnung – Arbeit/Schule). Für Fahrten außerhalb dieser werden die Aufpreise automatisch gerechnet und gebucht. Die Bezahlung von Zusatzstrecken (und da bin ich mir nicht sicher) laufen über Prepaid.

Für Touristen lohnt sich eigentlich nur die Prepaid-Version, zumal andere Karten mangels japanischem Konto, von dem abgebucht werden kann, nicht erworben werden können. Die Prepaid-Karte kann sogar mit Namen versehen werden.

Kartenformen: Neben der klassischen SUICA / IC Card im Scheckkartenformat gibt es die Funktion auch als Teil von Kreditkarten und sogar Smartphones (mobileFeliCa, oSaifu-Keitai, mobileSuica). Selbst die NFC-Funktion am Wii U Gamepad ist kompatibel. Die Sony VAIO PCs haben einen FeliCa-Port. Und es gibt USB-Lesegeräte (PaSoRi).

[Nachtrag: Seit 07.11.2016 wird die IC-Card von Apple Pay unterstützt. Mit einer App kann die Apple Pay Wallet um die IC-Card-Funktion erweitert werden. Seit 12.09.2017 untestützen iPhone 8 und Apple Watch 3 die „Global FeliCa“.

Empfehlung
  • Holt euch eine IC-Card und betrachtet sie als Kombination aus Bahnfahrtkarte und alternatives Zahlungsmittel.
  • Die SUICA ist kein Bargeldersatz, aber eine gute Ergänzung.
  • Für Langstrecken ist ein normales Bahnticket sinnvoller.
  • Bei vielen Fahrten am Tag sollte man auf Tageskarten setzen.
  • Die Kombination mit dem JRP ist sinnvoll (Stichwort Shinkansen)

wikipedia EN:SUCIA
[Stand 10/2017]


A: Karte wird akzeptiert
B: Basisfunktion wird akzeptiert; nicht aber z.B. „electronic money“
C: Hier wird es bald eine eigene Karte geben
F: Hier wird die Karte zukünftig akzeptiert.

Region Betreiber suica pasmo icoca PiTaPa toica sucoca Others (A)
北見 Hokkaidō Kitami Bus Bus Card
札幌 JR Hokkaidō B Kitaca
Sapporo CTB SAPICA
仙台 JR East A A B F B A Kitaca
新潟 JR East A A B F B A Kitaca
Niigata Kotsu RYUTO
富山 T. Light Rail passca
石川 Hokuriku Railroad ICa
東京 JR East A A B F B A Kitaca
Priv. oper. A A
Tōkyū Setagaya L. B B Setamaru
山梨 Yam. Kōtsū B B Bus IC Card
静岡 Shizutetsu B A LuLuCa
Entetsu NicePass
JR Central B B A B
名古屋 JR Central B B A B
Meitetsu, TBC Nagoya, Toyotetsu F F Manaca
Kintetsu F B A
大阪, 神戸, 京都 JR West B A B B B
Private operators F B A
Nara Kōtsū F B A CI-CA
Itami CTB F B A Itappy
Shinki Bus F B A NicoPa
岡山 Shinki Bus F B A NicoPa
Private operators F B A Hareca
JR West B A B B B
広島 JR West B A B B B
Private operators B PASPY
香川 Kotoden Group IruCa
愛媛 Iyo Railway IC e-card
福岡 Nishitetsu A A nimoca,
Hayakaken
JR Kyūshū A B B A nimoca,
Hayakaken
Fukuoka CTB A A nimoca,
Hayakaken
Kitakyūshū CTB Himawari Bus Card
長崎 Private operators Nagasaki Smart Ca.
大分 Oita Bus, Oita Kōtsū,
Kamenoi Bus
A A Mejiron,
nimoca
宮崎 Miyazaki Kōtsū Miyakō Busca
鹿児島 Kagoshima CTB RapiCa, Iwasaki IC
Iwasaki Group RapiCa, Iwasaki IC

Was ist Anime

Es gibt hunderte von Webseiten und Youtube-Beiträgen, die sich mit der Frage beschäftigen, was ein Anime ist und was nicht.  Die Diskussion wird teilt erbittert bis beleidigend geführt. Hier ist mein Fazit:

Es ist ein Anime,
wenn es aussieht wie ein Anime
und sich anfühlt wie ein Anime !

Das hilft nicht wirklich weiter, aber es ist die einzig gütige Defintion soweit ich es beurteilen kann. Andere Definition sind:

  • Anime sind japanische Zeichentrickfilme.
  • Anime sind Zeichentrickfilme von japanischen Studios.
  • Anime sind Zeichentrickfilme, die primär für den japanischen Markt / eine japanische Zielgruppe gezeichnet wurden.

In Japan bezeichnet Anime alle Zeichentrickfilme. Die erste Definition ist damit nicht zielführend, zumal es japansiche Zeichentrickfilme gibt, die eindeutig nicht Anime sind. Die zweite Definition schließt Studios in Korea und China aus. Diese stellen jedoch Anime her,  teilweise im Autrag japanischer Unternehmen. Die dritte Definition trifft es schon besser. Allerdings weicht auch diese Definition mit der Verbreitung über Internetstreaming auf, da Anime-Studios immer mehr den internationalen Markt betrachten. Vielleicht kann man es so zusammenfassen:

  • Anime sind Zeichentrickfilme die (derzeit) primären Fokus auf eine japanische Zielgruppe hergestellt werden und dabei eine für Anime typische Äesthetik/Aussehen und Storyline verwenden.

Hinter all den verschiedenen Definitionsversuchen steht die Abgrenzung zu US-Zeichentrickfilmen. Und egal wie man es dreht un  wendet, es ist nicht vollumfassend möglich. Punkt. Wer mir nicht glaubt, darf sich an folgender Frage abarbeiten:

  • Ist Panty & Stalking ein Anime?
    Und wenn ja, ist dann The Last Airbender auch ein Anime?
    Was ist mit The Big O?

Welche Definitionen könnte man sonst noch heranziehen? Egal, denn zu jeder möglichen Definiton gibt es genug Ausnahmen. Japan-Bezug? Was ist mit Baccano oder Record of Lodoss War?

Kommen wir zurück zu meiner Definition: Es ist ein Anime, wenn es aussieht wie ein Anime und sich anfühlt wie ein Anime. Dafür muss man definieren, was die Aesthetik oder die Storyline ausmachen. Hier ein paar Kriterien; m it dem Hinweis, dass nicht jeder Anime alle Kriterien erfüllt zudem sind die Kriterieren teilweise sehr vage:

  • Anime sind Verfilmungen von Manga
  • Animation:
    • Bei der Animation werden Stilelemente der Mange verwendet, um z.B. Bewegung darzustellen, obwohl dies bei einem Zeichentrickfilm nicht notwendig wäre.
    • Kamerafahrt, Perspektiven und Blickwinkel erinnern an Realverfilmungen.
  • Die Gesichter sind „animetypisch“:
    • Augenpartie
    • Haare (Frisur, Haarfarbe)
    • Die Kinnpartie
    • Die Figuren haben 5 Finger !
  • Bildgestaltung
    • Die Detailierung von Flächen (westliche Comics wirken flächenhafter)
    • Licht und Schatten und Licht
  • Die Story
    • Bei Serien gibt es Handlungsbögen über eine oder mehrere Staffeln; ähnlich wie es bei Real-Fersehserien der Fall ist.
    • Es gibt nicht immer ein Happy-Ending oder überhaupt ein Ende.
  • Es werden Gesten und Mimiken verwendet, die typisch für Japan sind.
  • liberaler Umgang mit Sexualität: (Nacktheit, Homosexualität)
  • Darstellung von Gewalt (teilweise sehr explizit)
  • bei Zielgruppe „männlich, jugendlich“ oft „Fanservice“

Meine Einstellung zu Augen und Haare wird im Anime (?) Big O deutlich. Die Darstellung von Augen und Haare erinnert sehr stark an westliche Comics. Auch die Wahl der Farben, der Beleuchtung und der Detailierung von Flächen (Kleidung, Hintergrund) erinnert sehr an westliche Comics. Während der ersten zwei Folgen weiß man nie, wie man Big O einstufen soll, da die nächste Szene wieder typisch Anime wirkt. Da es Animeelemente gibt und auch die sich entwickelnde Story sehr Anime ist, kann m nan Big O als Anime an der Grenze der Definition sehen.

Ich schreibe jetzt schon seit Wochen an diesem Eintrag. So wie es aussieht gelingt es mir nicht in Worte zu fassen, was einen Anime ausmacht.

Schlimmer noch: Ich schaue nicht alle Anime. Damit sind obige Regeln nicht unbedingt auf 100% aller Animes anwendbar.

Bleibt die Frage wo ich die Grenze ziehe: Panty & Stalking ist für mich kein Anime, da für mich die Anime-Ästhetik fehlt. Gleiches gilt für The Last Airbender. The Big O … Hier fühlt es sich an wie ein Anime, sieht aber nicht so aus. An dem Ding verzweifle ich mit meiner Defintion.

Nun muss man dazu sagen, dass man immer von den ersten Anime geprägt wird, die man sieht. Bei war dies Neon Genesis, Bubblegum Crisis, Akira.

Optisch war der Stil der 1990er bei mir prägend: Cowboy Bebop, Woraus auch resultiert, dass Bubblgum Crisis altbacken auf mich wirkt.

Mit dem Stil der 2000er stehe ich heute auf Kriegsfuß. Bei den 2010er habe ich wahrscheinlich daran gewöhnt (Code Geass, Death Note).

Eine wichtige Definition für „Anime, die ich schaue“ ist die Animation in 2D-Ästhetik. Ich habe nichts gegen 3D-Rendering, wenn es sich gut in das Ganze einfügt. Leider gibt es viele Negativbeispiele, wo 2D-Elemente und 3D-Elemente nicht zusammenpassen. Bakaretsu Tenshin sei hier zu nenne. Noch schlimmer ist Besrserk 2016. Ein Albtraum. Gut gelungen ist es unter anderem bei Bacaano und Blue Lagoon.

Welche Kriterien gelten für mich, damit ich mir einen Anime anschaue?

  • Zeichenästhetik: Panty und Stalkung, The Last Airbender und The Big O gehören damit nicht zu meinen Favoriten.
  • Sprache Japanisch: Ich bin kein Freund von Dubs. In den Anfängen waren die teilweise grottenschlecht und abstoßend. Bei den englischen Dubs gab es mit Cowboy Bebop einen Wendepunkt. Dennoch die Sprachmelodie bei deutschen und englischen ist für mich einfach nicht richtig.
  • ich brauche eine gewisse Menge an Slapstick-Humor oder eine erwachsene, anspruchsvolle Handlung (Ghost in The Shell, Death Note).
  • Die 3-Episoden-Regel wende ich nicht strikt an, aber meist ist es so, dass ich nach ein paar Folge entscheide, ob sich der Zeitaufwand lohnt.
  • Bis auf wenige Ausnahmen mag ich keine Shonen. Ranma ist in meiner Sammlung, da er mit zu den ersten Anime gehörte. An Hunter x Hunter mag ich die Charaktere und ihre Entwicklung. Gundam muss man haben. Womit ich nichts, aber auch gar nichts anfangen kann ist Pokemon, Digimon, Dragonball, One Piece und Naruto.
  • Bei den Genre stehen Sci-Fi, Steampunk, Cyberpunk im Kurs.