Archiv der Kategorie: 07 .. Genki JACS /

Die 7. Reise nach Japan hat ein 3-wöchiges Sprachtrainung im Fokus. Jede freie Minute nutze ich für Reisen. Der Sprachkurs findet eine Woche in Tokyo statt (mein 40. Geburtstag, Koenji Awa Odori und andere Dinge), sowie zwei Wochen in Fukuoka, Kyushu. Und wenn man schon mal da ist: Nagasaki, Yufuin Onsen, Kurkokawa Onsen und das „Henn Na Hotel“. Abschluss wird Shikoku (Matsuyama, Kotohira, Naruto, Iyadani, …) sowie ein kurzer Stop für das „Kishiwada Danjiri“ und „Ni-Tama“.

Taifun und Erdbeben 2016

Diese Reise wurde von 3 Taifunen getroffen und einem kleinem Erdbeben, das ich sogar verpasst habe. Zum Glück gab es kein großes Beben. Ein solches hatte Kyushu im April 2016 getroffen und meine Reiseplanung stark verändert. Als meinem Stop in Kumamoto wurde ein kleiner Abendausflug. Den Rest von Kyushu habe ich auch spätere Reise verschoben.

Taifun Lionrock (Dindo) / Taifun 10
16.08.-30.08.2016, 140 km/h, 940 hPa, Kategorie 4, wiki-Link

Taifun 10  hat mir das Leben in Tokyo schwer gemacht. Er kollidierte zwar erst im letzten Moment mit Tohoku, aber seine Ausläufer sorgten für Schlechtwetter in Tokyo; pünktlich zu meinem Geburtstag.

Taifun 10 war der erste Taifun seit beginn der Aufzeichnungen in 1951, der an Küste von Tohoku „an Land ging“ und damit genau über der Region, die 2011 vom Tsunami heimgesucht wurde, und wo Fukushima Daiichi ist. Ein Folge des Landkontaktes waren schwere Regenfälle (bis 342 l/m^2). Mit Windgeschwindigkeiten von 11 bis 12 Beaufort war der Taifun vergleichswese schwach. Dennoch: 22 Tote in Japan (550 insgesamt).

 Taifun Namtheun (Enteng) / Taifun 12
31.08.-05.09.2016, 140 km/h, Spitze 185 km/h, 955 hPa, Kat.3

Taifun 12 schaffte es gerade eben nicht nach Huis Ten Bosch. In der Nacht vorher ging ihm die Luft aus. Dies war mein Glück. Sonst wäre unter Umständen der Zugverkehr von Huis Ten Bosch nach Hakata ausgefallen.

Taifun 12 bildete sich am 31.08. als ein Tiefdruckgebiet, das sich sehr schnell zu einem Taifun der Stufe 1 ausbaute. Am 02.09. wurde er bereits als Kategorie 3 geführt. Das Auge hatte einen Durchmesser von 15 km. Genauso schnell wie er entstand verschwand er wieder. Am 04.09. (als ich in Nagasaki und Huis Ten Bosch weilte), wurde er bereits zu einem tropischen Sturm heruntergestuft.

Taifun Malakas (Gener) / Taifun 16
11.09.-20.09.2016, 175 (215) km/h, 930 hPa, Kat.4, wiki-Link

Taifun 16 marschierte knapp unter Shikuko durch, war aber so groß, dass die Auswirkungen auf der ganzen Insel spürbar waren. Er hat mir viel Regen in Kotohira beschert. Auch der Zugverkehr war bis in den Nachmittag in alle Richtungen unterbrochen; in den Süden bis zum frühen Abend.

Der Taifun begann am 11. September als Tiefdruckgebiet und baute sich bis zum 16. September zum Taifun der Kategorie 4 aus. Windgeschwindigkeiten bis 215 km/h (1 Minute) wurden ermittelt. Er fiel ab auf Kategorie 2 wurde aber am 19. September wieder als Kategorie 3 geführt, als er am 20. September gegen Mitternacht (Ortszeit) in Südkyushu auf Land traf. Bereits um 13:30 Uhr hatte das Zentrum Shikoku passiert und traf Südkansai.

Der Taifun brachte großflächig Zerstörung und Überflutungen. In Noboeka fielen innerhalb von 24 Stunden über 444 l/m^2. In Sumoto fielen in nur einer Stunde 85 l/m^2. (Dagegen sind die Starkregenfälle im Sommer 2016 in Deutschland ein Witz).

Typhoon Chaba (Igme) / Taifun 18
24.09.-05.10.2016, 215 (270) km/h, 905 hPa, Kat.4, wiki-Link

Dieser Tafiun wurde als Super-Taifun der Kategorie 5 geführt und verursachte großen Schaden in Korea. Zum Glück bildete er sich erst am vorletzten Tag meiner Reise. Wäre ich ein paar Tage länger gebleiben (ich wollte anfangs bis zum 03.10. bleiben), wäre mein Rückflug wohl ausgefallen oder extrem turbulent geworden.

Taifune: wiki-Link, Season 2016: wiki-Link

Hier eine Liste der Erdbeben. Ich habe die Liste gefiltert. Registriert wurden weit über 50 Beben stärker als 4.0. Es gilt folgende Filterung: Off Coast >6, Near Coast oder auf einer Nachbarinsel >5, auf der gleichen Insel >4. Es sind 9 Beben immer noch in der Liste. Das rote war heftig, aber zu diesem Zeitpunkt war ich weit genug weg in Dogo Onsen auf Shikoku.

Das grüne war schon dichter. Da war ich in Fukuoka auf Kyuhsu, das waren etwa 100km Luftlinie. Beim blauen war ich in Tokyo. Das ware geschätzt 150km. Mitbekommen habe ich keines der drei; außer die Warnmeldung im Fernsehen.

2016-09-23:0014    34.48,141.65   6.3     200km vor Chiba
2016-09-13:1012    35.90,139.74    5.0     Koshigaya, Saitama
2016-09-12:1132    35.78,129.14   5.4     Südkorea, Pohang
2016-09-09:1153    36.32,141.18    5.4     75km vor Ibaraki
2016-09-06:1719    30.61,131.02    4.5     Tangasshima, Südkyushu
2016-09-06:1656    32.66,130.63   4.3     Uto, Kumamoto
2016-08-31:2133    32.78,130.51    5.1     Ariakesee, Kumamoto
2016-08-31:1046    32.66,130.56    4.9     Uto, Kumamoto
2016-08-30:2004    36.35,141.76    5.0     100km vor Ibaraki

In einem Monat in Europa (Januar 2017) gab es 1 Erbeben, dass gerade mal die Stärke 5.7 erreicht hat (plus einige Nachbeben mit mehr als 4). Das war am 18.01.2017 und löste eine Lawine aus, die ein Hotel unter sich begraben hat. Das war (zu recht) eine große Nummer in den Medien.

Aber die obige Liste zeigt, dass das für Japan fast eine wöchentliche Meldung ist. Die 5,0 in Koshigaya war in den Medien, aber zwei Tage später schon wieder vergessen.

Zwischengeparkte Notizen zu 2014

Typhoon Phanfone (Neneng) / Taifun 18
28.09.-06.10.2014, 175 km/h, 935 hPa, Kat.4, wiki-Link

Der Taifun ist knapp an mit vorbeischrammt. Während der Sturm am in der Nacht zum 6. Oktober knapp südlich von Kansai vorbeizog, saß ich bereits im Flugzeug nach Deutschland. Es war einer der letzten Flüge bevor der Taifun loslegte. Mit nur knapp 10 Stunden zwischen Abflug und Eintreffen des Zentrums war das verdammt knapp. Der Flug starte bereits im strömenden Regen, der einem Taifun vorausgeht.

Das Tiefdruckgebiet wurde am 28.09. zum tropischen Sturm angehoben, erreicht am 30.09. die Taifunklasse und wurde am 02.10. für kurze Zeit als Kategorie 4 geführt. Der Taifun passierte am 06. Oktober gegen 3:00 Ortszeit die Kii-Halbinsel. Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 km/h wurden gemessen. Der Taifun erreichte Hamamatsu um 8:00 Uhr und passierte anschließend die Tokyobucht. Der Taifun beeinflusste auch das das Formel-1-Rennen. Das Zentrum wanderte danach als Sturm weiter in Richtung Alaska.

Insegsamt starben in Japan 11 Menschen. 8 Gebäude in Shizuoka wurden zerstört. Hinzu kommen größfläche Schäden durch Überflutungen. Die Regenfälle führten zu Überschwemmungen, die in Fukushima Daiichi Radiodaktivität ins Grundwasser spülte. Die Tritium-Konzentration verzehnfachte sich. Strontium-90 stieg auf 1.2 MBq/l.

Alles in allem hatte ich Glück gehabt. Denn dieser knapp verpasste Taifun war das einzige große Wetterereignis in 2014. Erdbeben habe ich keine mitbekommen.

Super-Taifun Vongfong  (Nr. 19) traf erst am 12. Oktober (eine Woche später) auf Kyushu und war da schon von Kategorie 5 auf 3 heruntergestuft. 3 Tote und 96 Verletzte.

Hier eine Liste der Erdbeben. Ich habe die Liste gefiltert. Registriert wurden weit über 30 Beben stärker als 4.0. Es gilt folgende Filterung: Off Coast >6, Near Coast oder auf einer Nachbarinsel >5, auf der gleichen Insel >4. Es sind 4 Beben immer noch in der Liste.

2014-10-03:0057    40.21,142.69    5.6     100km vor Iwate
2014-09-24:1330    37.56,141.38     5.1     40km vor Minamisoma
2014-09-24:1245    37.60,141.32     5.2     40km vor Minamisoma
2014-09-16:0328    36.09,139.81    5.6     Sashima, Ibaraki

Am 16.09.2014 war ich in Miyajima. Am 24.09.2014 habe ich Mito besucht. Das Beben habe ich nur dank der Uhrzeit verpasst. Gegen 22 Uhr war ich bereits wieder in Tokyo bei der Yamanote-Tour. Für den 03.10.2014 war Kyoto das Tagesprogramm.

Zwischengeparkte Notizen zu 2012/2013

Taifune gab es keine. Es war Winter. Aber die Wand gelegentlich gewackelt. Hier eine Liste der Erdbeben. Ich habe die Liste gefiltert. Registriert wurden weit über 30 Beben stärker als 4.0. Es gilt folgende Filterung: Off Coast >6, Near Coast oder auf einer Nachbarinsel >5, auf der gleichen Insel >4. Es bleiben 5 Beben auf der Liste. Keines habe ich mitbekommen.

2013-01-08:0751    40.29,142.22    5.5     30 km vor Kuji, Iwate
2012-12-29:2305    37.04,141.19     5.2     14 km v. Iwaki, Fukushima
2012-12-29:1459    38.79,142.12    5.4     60 km nordöstl. Ishinomaki
2012-12-29:0719    37.19,141.00     5.1     Hirono im „Sperrgebiet“
2012-12-21:0807    38.68,141.73     5.1     20 km nordöstl. Ishinomaki

Zwischengeparkte Notizen zu 2010

Typhoon Kompasu (Glenda) / Taifun 7
28.08.-02.09.2014, 150 (185) km/h, 960 hPa, Kat.3, wiki-Link

Die Zugrichtung des Taifuns habe sehr gut getroffen.  Der Taifun machte einen Bogen um Japan, um dann von Nordwesten kommend die Südspitze von Hokkaido (Hakodate) zu streifen. Das passierte am 3. September. Am 1. September bin ich von Tokyo nach Saporro geflogen. Das schlechte Wetter, des mittlerweile heruntergestuften Taifuns trafs mich am zweiten Saporro-Tag. Es hielt sich in Grenzen.

Am 27.08. August bildete sich ein Tiefdruckgebiet östlich von Yap, das dann weiter nach Guam zog. Am 29.08. bildete sich ein Zentrum. Das System wurde am 31.08. in die Kategorie 1 gehoben und am Folgetag bis in die Kategorie 3, während er Okinawa passierte. Der Sturm zog über Korea und das gelbe Meer und fiel dabei auf Stufe 1 ab, bevor er, am 2. September auf Hokkaido traf.

In Seoul (stärkster Taifun seit 1995, 188 km/h Wind) und Okinawa (185 km/h Wind, 126 l/m^2 Regen) richtete er großen Sschaden an.

schwerer Tropensturm Malou (Henry) und Meranti
01.-10.09.2014, 95 km/h, 992 hPa
06.-10.09.2014, 100 km/h, 985 hPa

Malou hat es nicht in die Taifun-Kategorie geschafft. Der Strum traf am 8. September nahe Tsuruga (Fukui-ken) auf Land und brauchte fast eine Bohrinsel zum kertern. 2 Menschen starben. Er wurde weiter herabgestuft, verursachte in Tokyo aber dennoch schwere Regenfälle (über 100/l pro Stunde und Quadratmeter). Etwa 10.000 Menschen wurden zur Evakuierung aufgefordert.

Zeitgleich war ein weitere schwerer Tropensturm unterwegs. Er bildete sich westlich von Taiwan, umrundete Taiwan südlich und zog ab 10. September über China, Korea und zuletzt als einfache Schlechtwetterfront Tohoku (Japan).

Während dieser Zeit genoss ich die weiten im Norden von Hokkaido; bei bestem Wetter. Ende September zog Taifun Malakas südlich von Japan entlang, aber da wir ich schon wieder in Deutschland.

Taifune gab es keine. Es war Winter. Aber die Wand gelegentlich gewackelt. Hier eine Liste der Erdbeben. Ich habe die Liste gefiltert. Registriert wurden weit über 30 Beben stärker als 4.0. Es gilt folgende Filterung: Off Coast >6, Near Coast oder auf einer Nachbarinsel >5, auf der gleichen Insel >4. Es bleiben 5 Beben auf der Liste. Das rot markierte habe ich mitbekommen.

2010-09-13:0547    41.58,142.04    5.8     nordöstl. von Aomori
2010-09-05:2028    42.02,143.30     4.2     Südspitze Hokkaido
2010-09-03:2115    42.93,145.37    5.1     50km vor Nemuro, Hokk.
2010-09-01:0732    38.02,141.77     5.0     80km östl. von Fukushima
2010-08-31:0230    40.48,139.04     5.2     60km westl. von Aomori

Am 3.9.2010 war ich in Sapporo, Aber sind immer noch 500km Luftlinie zum Epizentrum. Am 13.09.2010 bin ich von Sounkyo Onsen nach Hakodate gefahren. Wenn das Beben bis zu mir durchkam, ist es im Wackeln des Zuges untergegangen.

Zwischengeparkte Notizen zu 2008

Das war die Kirschblüte. Es gab statisch einen Taifun in dieser Zeit, der über die Philippinen zog.

Taifune gab es keine. Es war Winter. Aber die Wand gelegentlich gewackelt. Hier eine Liste der Erdbeben. Ich habe die Liste gefiltert. Registriert wurden weit über 30 Beben stärker als 4.0. Es gilt folgende Filterung: Off Coast >6, Near Coast oder auf einer Nachbarinsel >5, auf der gleichen Insel >4. Es bleiben 4 Beben auf der Liste.

Das grüne habe definitiv mitbekommen, weil der Tisch im Restaurant gewackelt hat. Das war 50km entfernt. Das rote könnte ich theoretisch mitbekommen haben, da sie stark waren. Am 17.04.2008 4:19 Ortszeit habe ich 300km entfernt in Nikko alles verschlafen. Am 29.04.2008 war ich in Tokyo. Das sind über 750km zum Epizentrum.

2008-05-01:2158    37.31,141.36     5.0     20km v Iwaki, Fukushima
2008-04-29:0526    41.55,142.03    5.8     nordöstl. von Aomori
2008-04-16:1919    39.07,139.94    5.8     Yuza, Yamagata
2008-04-04:1001    36.10,139.57     4.9     Kazo, Saitama

Zwischengeparkte Notizen zu 2006

Der Urlaub ging von 15. August bis 07. September. Eigentllich beste Taifun-Zeit. Aber ich hatte Glück. In 2006 nur 2 Taifune Landkontakt mit dem japanischen Festland.  Der erste Taifun war Maria (3.-10. Auugst) und war eine Woche vor meiner Anreise unterwegs. Der zweite  Taifun war Shanshan (9.-18.09.) und damit eine Woche nach meiner Abreise.

Taifun Shanshan traf Kyushu (Japan) am 17.09.2006, war aber zu diesem Zeitpunkt von Kategorie 4 weit runter auf 2 gefallen. Dennoch, auf der Pazifikinsel Iriomote wurde Wind mit 251 km/h (70 m/s) gemessen, auf Okinawa 241 km/h. Regenmengen erreichten 50 l pro Stunde. Es kam zu Verspätungen im Shinkansenbetrieb, 357 Flüge wurden gestrichen, und etwa 90.000 Leute in Yamaguchi evakuiert. Ein Zug entgleiste mit 5 Verletzten, eine Autofähre der Malediven kenterte vor Kyuhsu. Insgesamt starben 11 Menschen, über 260 wurden verletzt.

Taifun Maria war nur ein schwacher Taifun Anfang August mit Maximum am 6. August bei Windgeschwindigkeiten von 130 km/h. Auf der Izu-Halbinsel (kurzer Landkontakt), der Taifun war zu diesem Zeitpunkt auf schweren Tropensturm heruntergestuft, fielen am 8./9. August dennoch bis zu 400 l/m^2 Regen in 48 Stunden.In Tokyo wurde lokal ein Wert von 458 l gemessen. Eine Person starb. Es kam zu Zug- und Flugausfällen.

Taifune gab es keine. Es war Winter. Aber die Wand gelegentlich gewackelt. Hier eine Liste der Erdbeben. Ich habe die Liste gefiltert. Registriert wurden weit über 30 Beben stärker als 4.0. Es gilt folgende Filterung: Off Coast >6, Near Coast oder auf einer Nachbarinsel >5, auf der gleichen Insel >4. Es bleiben 4 Beben auf der List, alle aber so weit entfernt, dass ich sie nicht bemerkt habe.

Am 06.09.2006 war ich in Tokyo, knapp 100km vom Epizentrum. Aber das Beben war morgens um 3 Uhr. Das habe ich wohl verschlafen. Als es in Tokyo Bay gewackelt hat, war ich in Oosaka.

2006-09-06:1806    35.46,140.89   5.2    50 km östlich von Chiba
2006-08-31:0818    35.51,139.96    5.0    Tokyo Bay
2006-08-28:0745    36.73,140.91    5.0    20 km v. Takahagi, Ibaraki
2006-08-21:2220    33.67,136.04    5.0    10 km östl. Wakayama-ken

Zwischengeparkte Notizen zu 2004

Taifun Meari (Quinta) / Taifun 21
19.-29.09.2004, 165 km/h, 940 hPa, Kat.4

Taifun 21 hat mich voll erwischt. Am 29.09. stand Himeji auf dem Plan. Der Tag startete mit viel Regen. Auch der Besuch von Himejijo fand im Regen statt. In Okayama wird mein Shinkansen gestoppt. Taifun und ich sind zeitgleich am selben Ort. Volltreffer. Hier der Bericht. Der Taifun hat den Itsukushima-Schrein auf Miyajima zerlegt, wie ich am 01. Oktober sehen werde.

Am 18. September, drei Tage vor meinem ersten Flug nach Japan, formte sich ein Tief östlich von Guam, das am 22. September den Status Taifun erreichte. Was für ein Timing. Wind bis knapp 200 km/h. Zum Glück passierte dies südlich von Okinawa. Am 29. September, da war ich in Hiroshima, kam es zu Landkontakt auf Kyush und eereichte 975.5 mbar. Die Regenmengen erreichten in Osawe Rekordmarken: in 5 Tagen 904 l/m^2, davon alleine in den letzten 48 Stunden 741 l/m^2. Im weiteren Verlauf kreuzte er Shikoku, Kansai, Chubu und Tohoku. Um Kanto hat das Zentrum einen Bogen gemacht. Insgesamt gab es 18 Tote. Schwere Schäden gab es in Mie und Ehime; in der Summe waren es $800 mio.

Super-Typhoon Ma-on (Rolly) / Taifun 22(?)
03.-10.10.2004, 185 km/h, 920 hPa, Kat.5

Taifun 21 hat mich schon beeindruckt, aber auch der nächste Taifun traf mich. Wenn auch kein Volltreffer wie zuvor, waren Nagano und Matsumoto doch verregnet und teilweise geschlossen. Die Zugausfälle führten dazu, dass ich nicht zum Formel-1-Rennen kam. Am Ende muss ich froh sein, dass ich zurück nach Yudanaka kam.

Der Taifun startete am 29. September (als Taifun 21 Hiroshima traf) als Gewittercluster bei Guam. Am 6. Oktober erreicht er Taifunstatus. Am 9. Oktober gab es Landkontakt auf der Izu-Halbinsel mit (nur noch) der Kategorie 3 (Wind 120 mph). Damit verblieb der größte Schaden östlich von Japan.  Rekordwind wurde auf Irouzaki mit 151 mph gemessen. Der Luftdruck erreicht 964 mbar am 9. Oktober. Es gab 6 Tote. Es gab Ausfälle bei Zügen, Flügen und Fähren. Das Formel-1-Rennen wurde gestört: Qualifying und Rennen fanden am gleichen Tag statt. In Omaezaki fielen 413 l Regen, davon 360 l in 24 Stunden. Shizuoka hat es unter Wasser gesetzt.

Typhoon Tokage (Siony) / Taifun xx
12.-20.10.2004, 155 km/h, 940 hPa, Kat.4

Der Taifun hat das Tripel fast komplett gemacht. Zum Glück saß ich zeitig im richtigen Flugzeug. Am 18. fliege ich zurück nach Deutschland. Nur 48 Stunden später rauscht der Taifun über Japan. In den Nachrichten war es der schwerte Taifun seit Taifun Mireille 1991!

Am 12. Oktober (ich bin in Matsushima) startet der Taifun als Konvektionszone südöstlich von Guam. Am 14. Oktober (ich bin in Tokyo) wird Taifun-Stärke erreicht. Am 17. Oktober werden 145 mph erreicht. Am 20. erfolgte Landkontakt bei Tosa-Shimizu (Shikoku). Auf dem Unzendake (Nagasaki-ken) werden 142 mph. In Fukuharaasahi fallen in 24 Stunden 470 Liter Regen. Sofort schwächt der Taifun ab und erreicht als Tropensturm Tokyo am 21. Oktober. Taifun 23 hat, obwohl abgeschwächt, enorme Schäden hinterlassen:  69 Tote. 18.000 Evakuierte, 3,23 mrd. Dollar Schaden.

Viel Glück hatte ich mit den Erdbeben. Ich habe zwei mitbekommen. Das große ist mir erspart geblieben. 5 Tage nach meiner Abreise erschüttert das Chuuetsu-Erbeben die Gegend um Niigate mit einer Stärke von 6,8. Es folgen zwei minimal schwächere Nachbeben. 40 Tote, 3183 Verletzte und 6000 zerstörte Häuser sind die Bilanz. Zum ersten und bisher einzigen Mal entgleist ein Shinkansen. Es ist das stärkste Beben seit Koben 1995 und wird erst durch das Tohoku-Beben 2011 übertroffen.

Es ist bis jetzt das einzige große Beben, das meiner Reise zeitlich so nah kam. Am 7.5 Mai 2008 (eine Wochenach meiner Abreise) gibt es in 6.8-Seebeben vor der Ostküste Honshus. Es werden nur 6 Personen verletzt.

2004-10-16:1854    36.49,141.45    5.6     100km östl. Ibaraki
2004-10-06:1440    36.32,139.90    5.5     Oyama; Tochigi

Am 17.10.2004 04:54 Ortszeit war ich in Tokyo und ich bin aufgewacht. Das Beben habe ich mitbekommen. Am 06.10.2004 war ich in Kyoto.

Hotels 2016 (Teil 2)

6 – Sansou Tanaka (2 Nächte)
281-1 Kawaminami, Yufuin-cho, Yufu-machi, Oita-ken, 〒 879-5103 Japan
  sanso-tanaka@room.ocn.ne.jp; phone: +81.977.854.400; fax: +81.977.85.2843

Das Ryokan: Der Eingang ist überdacht. Noch vor der Tür, zieht man die Schuhe aus. Innen wartet der Holzboden eines traditionellen japanischen Ryokans. Es passt einfach alles zusammen. Der Flur hat sogar einen kleinen Steingarten. Die Treppe hinauf gibt es eine Arte Warteareal. Ein Külhschrank, eine Mikrowelle und ein Monitor. Dieser zeigt die Box mit den Schlüssel zu den Indooronsen und dem Rotenburo.

Das Zimmer: Das Zimmer war ein großer Tatamiraum. Der Eingangsbereich war aus dunklem Holz. Hier gab es ein Waschbecken und einen großen Spiegel. Das Die Toiletten waren auf der anderen Seite vom Flur.

Onsen: Es gibt zwei Indoor-Onsen, klein und fein. Holzlöffel markieren, ob das Bad in Benutzung ist oder nicht. Aber im Vergleich zu dem Rotenburo ziehen die keinen Hering vom Teller. Das Rotenburo ist neben dem Ryokangebäude. Ach, schaut euch einfach das Foto an.

Der Service: Aus meiner Sicht ist der Service sehr gut, selbst wenn man japanische Maßstäbe ansetzt. Der Ryokan-Besitzer hatte sich die Mühe gemacht, für mich den Bus nach Kurokawa zu buchen.

Umgebung: Das Hotel liegt am Südrand von Yufuin. Die direkte Umgebung sind Felder. In das Zentrum von Yufuin sind es etwa 2 km.

Anreise: Zum/Vom Bahnhof sind etwa 1km. Vor dem Bahnhofsgebäude biegt man rechts ab; egal ob die erste zweite oder sogar dritte Straße. Sie alle münden in die Bundesstraße 617. Der folgt man am Hotel Sansui vorbei und über die Brücke. Etwa 75m hinter der Brücke (Zebrastreifen) biegt man links in eine kleine, unbedeutende Straße. Dieser folgt man für 150m bis zur Kreuzung. Hier enden die Häuser. Vor einem sind nur noch Felder. Das Ryokan ist das letzte Haus auf der rechten Seite, direkt an der Kreuzung. Zum Eingang geht man rechts, quasi halb um das Haus herum.

Fazit: Es gibt viele Ryokans und Hotels mit Onsen in Yufuin, aber das nächste Mal würde ich wieder hier übernachten.

7 – Granvia Wakayama (2 Nächte)
5-18 Tomoda-cho, Wakayama-chi, Wakayama, 〒 640-8342 Japan
front@granvia-wakayama.co.jp; phone: +81.73.425.3333; fax: +81.73.422.1871

Das Hotel / Das Zimmer: Die Lobby ist  ein wenig verwirrend, da hier ein kleines Cafe mit verbaut ist. Die Rezeption ist etwas versteckt. Das Design ist normal. Das Zimmer ebenso. Das Badezimmer war zu meiner Freude kein Shower-Cubicle. Etwas beengt, aber durch die Farben Weiß und Grau in seiner Optik modern und freundlich.

Umgebung: Das Hotel ist am Bahnhof und damit direkt am Busbahnhof. In direkter Umgebung gibt es keine Attraktionen. Zu Wakayama Castle ist es ein Stück (2km). Ich empfehle den Bus. Mehr gibt es in Wakayama glaube ich nicht. Von daher ist die Nähe zum Bahnhof ein Pluspunkt.

Anreise: Das Hotel ist direkt und ich meine wirklich direkt am Wakayama Bahnhof. Von Tür zu Tür sind es 2 Gehminuten mit Koffer.

Fazit: Taktisch günstig gelegen, wenn man wirklich in Wakayama übernachten will.

8 – Yumoto Yachiyo Ryokan Kagawa (2 Nächte)

Das Ryokan: Das Hotelgebäude macht nicht viel her. Ich würde sagen ein Betonbau aus den 60/70ern. Der Eingang ist der eines Ryokanhotels. Neben der Rezeption gibt es einen kleinen Bereich mit Souvenirs. Auf dem Weg nach oben merkt man, dass das Hotel schon älter ist.

Das Onsen: Hier beginnen die Minuspunkte. Das Indoor-Bad hat den Charme eines … nein, kein Charme. Es ist Onsenwasser, aber das Bad fehlt es für mich an allem, was es gemütlich macht.

Das Rotenburo auf dem Dach ist nur bei Nacht hübsch. Nachteil hier ist die Beckentiefe, die ich an die Füllhöhe deutscher Badewannen erinnert. Für mich erschwerend kam hinzu, dass das Wasser geheizt wird. Als ich baden wollte, waren die Brenner aus und das Wasser kalt.

Eine völlig andere Nummer ist das Privatbad, dass man buchen und extra bezahlen muss. Das Geld lohnt sich. Dieses Bad ist der Hammer: Ruheraum, Dusche und eine Badewanne aus Holz und Stein.

Das Zimmer: Mein Zimmer war ein Tatamiraum. Ein kleiner Flur für die Schuhe in Front und ein kleines Areal auf der linken mit zwei Stühlen, um am Fenster zu sitzen. Hier war auch das Badzimmer, einer dieser Cubicles. Leider ist das Hotel schon etwas älter und somit ist auch dieser Cubicle in die Jahre gekommen.

Umgebung: Kotohira ist klein, somit ist alles fußläufig zu erreichen. Das Hotel liegt vom Bahnhof aus gesehen an der Straße auf der anderen Flußseite. Viel Verkehr ist hier nicht. Viele Kneipen gibt es aber auch nicht. ich habe für mich eine gefunden, die am Fluss liegt.

Nur wenige hundert Meter entfernt ist die Fußgängerzone an deren Ende die Treppe zum Kompirasan anfängt. Der Bahnhof ist dagegen weit entfernt.

Anreise: Kotohira hat Bahnhöfe von zwei Bahnlinien: JR und Kotoden. Startet man am JR-Bahnhof geht man einfach die große Straße hinunter in Richtung Fluss. Kurz vor der Brücke ist der Kotoden-Bahnhof auf der rechten Seite. Am Ende der Straße (vom Banhhof etwa 400m) biegt man links ab. nach 200m ist das Hotel auf der rechten Seite.

Fazit: Das Hotel sieht aus, als hätte es seine Hochzeit hinter sich. Die offenen Bäder sind die Übernachtung nicht wert, das Private Bath hingegen schon. Allerdings, nächstes Mal würde ich wohl einer anderen Unterkunft einen Versuch geben.

9 – Ryokan Dogoya
6-38 Dogotako-cho, Matsuyama, Ehime-ken 〒 790-0841 Japan
phone: +81.89.934.0661

Das Ryokan: Der Eingang verspricht viel: Eine japanische Mauer mit Tor, dahinter ein gepflasterter Weg zur Tür. Innen wird das versprechen gehalten. Das Dogoya ist ein traditionelles Rokan. poliertes Holz. Einladend. Es gibt kein Restaurant, dafür aber eine Küche, inkl. Getränkeautomat.

Ein Onsen gibt es nicht, dafür aber ein Bad mit gemauerter Badewanne, die groß genug für 2-4 Personen ist. Vorsicht: Der Zeitplan (Männer, Frauen, Privatbuchung) hängt an der Tür und kann von einem zm anderen Tag wechseln.

Das Zimmer: Mein Zimmer war im ersten Stock. Und hier hat mich das Ryokan aus den Socken gehauen (Schuhe stehen ja am Eingang). Vor der Tür zu meinem Zimmer war links die Toilette für alle. (Die Zimmer haben kein private bathroom).

Dann die Tür: Dahinter ein langer Flur mit Shoji auf derlinken und Fenster auf der rechten Seite. Am Ende links. Hier ist der Eingang zum Zimmer. Er jetzt habe ich realisiert, dass das Zimmer so lang ist wieder Flur. Das Zimmer ist riesig.

Der Pfau, der über die ganze Wand gemalt ist, beeindruckt. Er gibt diesem Raum den letzten Schliff.

Umgebung: Geht man vom Ryokan nach rechts und an der Rückseite des großen Hotels vorbei, landet man direkt am Sento, bzw. dem Anfang der überdachten Fußgängerzone. Bis hier sind es nicht einmal 5 Minuten. Nur 2 Minuten weiter ist Dogo Onsen oder, wenn man die andere Straße nimmt, Dogo Station. Alles was wichtig ist, ist nur ein paar Minuten entfernt.

Vorsicht: Bei Anreise mit dem Taxi nimmt eine andere Straße, die der Mitarbeiter des Ryokans „Pink Street“ nennt. Die Straße ist der Rotlichtbezirk mit Hostessenbars und Love Hotels.

Anreise: Von JR Matsuyama fährt eine Straßenbahn nach Dogo Onsen (Endstation). Die Fahrt dauert allerdings über 30 Minuten und die kleinen Trams sind unpraktisch mit Koffern, aber allemal viel günstiger als ein Taxi. Von Dogo Station geht man durch die überdachte Fußgängerzone. Am Ende der Straße geht die Fußgängerzone nach rechts weiter in Richtung Dogo Onsen; schräg links ist das Sento.

Vor dem Sento rechts die Straße bergauf. Die Straße macht einen links- und einen rechtsknick. Dann gleich dahinter links abbiegen, etwas bergab und dann sofort wieder rechtsabbiegen. Die Straße fast bis zum Ende gehen. Das Ryokan ist auf der linken Seite, kurz bevor die Straße einen kleinen Knick macht.

Fazit: Nach Aussage des Hotelpersonals wird der Raum immer wieder neu gestaltet. Sollte ich einen zweiten Trip nach Matsuyama machen, wird dies definitiv mein Hotel, selbst wenn es 30 Minunten zum Bahnhof sind.

10 – APA Hotel Shinagawa (1 Nacht)
2-16-30 Takanawa, Minato-ku, Tokyo, 〒 108-0074 Japan
phone: +81.3.5475.6801; fax: +81.3.5475.6802

Das Hotel: Ein klassisches Business Hotel, das auf Funktion und Effizienz getrimmt ist. Es gibt Check-in-Terminals, aber auch eine Rezeption. Der Check-out, sollte man die Bar nicht geplündert haben, umfasst nur, die Türkarte in einen Briefkasten zu werfen.

Das Zimmer: Das Zimmer ist kompakt. Sollte mein Zimmer ein Doppelzimmer gewesen sein, ist es für zwei Personen mit Gepäck sehr beengt. Riesig war der Fernseher an der Wand; fast zu breit wie das Bett; inklusive PayTV.  Das Badezimmer ist ein typischer Shower-Cubicle.

Umgebung: Hinter dem Hotel, nur ein Gebäude dazwischen, ist der Tempel Sengakuji. Hier sind die Gräber der 47 Ronin. Ein U-Bahnstation nördlich ist Daimon/Hamatsucho, Ausgangspunkt für Zojoji, Tokyo Tower, Kushibarikyu Teien und Hamarikyu Teien. In Hamamatsucho startet zudem die Monorail nach Odaiba. Alles andere ist weiter weg.

Anreise: Vom Bahnhof JR Shinagawa ist es 1km Fußmarsch nach Norden, entlang der Hauptstraße vor dem Bahnhof. JR Shinagawa ist einer de rwichtigen Hubs in Tokyo. Hier stoppen, Locals, die Yamanote, der Shinkansen und die Keikyu-Linie nach Haneda. Ein Anreise mit der U-Bahn ist noch einfacher. Die Station Sengakuji der Asakusa-Linie ist direkt neben dem Hotel. Es ist die gleiche Bahnlinie von der ein Teil der Züge als Keikyu-Linie zum Flughafen fahren; ohne umsteigen.

Fazit: Am Südrand der Touristenkarte von Tokyo und doch noch weit weg von Haneda ist es sicherlich kein taktisch günstig gelegenes Hotel für den Urlaub. Es liegt halt nur günstig am Übergangspubkt vom/zum Shinkansen zum/vom Zug nach Haneda.

Hotels 2016 (Teil 1)

Es ist schon erstaunlich. Mit dem ersten Hotel in Deutschland sind es insgesamt 10 Hotels plus die Unterkunft in Ijiri geworden. In fünf Hotels war ich nur 1 Nacht; in drei Hotels nur 2 Nächte. Hinzu kommt, dass ich 4,5 Wochen unterwegs war.

1- Steigenberger Airport Hotel Frankfurt (1 Nacht)
Unterschweinstiege 16, 60549 Frankfurt am Main, Deutschland
reservations@airporthotel.steigenberger.de; phone: +49.69.6975.0

Das Hotel: Das Hotel begrüßt seine Gäste mit einer riesigen Lobby. Rechts ist der Empfang. Für die Rush Hour gibt es 4 Schalter.  Links ist die Hotelbar, die nach einem Blick in die Karte alle wichtigen Klassiker listet. Die Aufmachung geht in Richtung luxoriös. Der Luxus reduziert sich auf dem Weg zum Zimmer. Oben am Zimmer angekommen ist es Hotel der Oberklasse.

Das Zimmer: Das Zimmer war groß und im modernen Design. Das Bad war relativ groß und bei meinem Zimmer mit einer ausgefallenen Gestaltung der Dusche: Die Rundung ragte in das Zimmer. Ein netter Designkniff. Der Service war. wie ich ihn beim Namen Steigenberger erwartet habe, sehr gut.

Umgebung: Das einzige in der Umgebung ist der Flughafen und die Schnellstraße. Für die Erkundung von Frankfurt ist das Hotel nicht geeignet. Als Startpunkt für einen früher Flug oder eine Übernachtung nach einer sehr späten Landung ist es aber ideal.

Anreise: Anreise mit der DB über Frankfurt Airport. Vom Busbahnhof des Flughafens fährt ein Hotel-Shuttle direkt zum Hotel. Ich vermute, es sind unter 10€ mit dem Taxi. Einen Fußweg zwischen Hotel und Flughafen habe ich nicht gesehen. In die Innenstadt ist es ein ganzes Stück mit dem Taxi (teuer).

Fazit: ideal für frühe Abflugzeiten oder späte Ankunftszeiten am Frankfurter Flughafen .

2 – Hotel Edoya / ホテル江戸屋
3-20-3 Yushima, Bunkyo-ku, Tokyo, 〒 113-0034 Japan
reserve@hoteledoya.com; phone: +81.3.3833.8751; fax: +81.3.3833.8759

Das Ryokan: Wie in jedem Urlaub, habe ich wieder im Hotel Edoya, meinen Zweitwohnsitz, übernachtet. Im Edoya hat sich nicht viel geändert. Von daher, schaut in die anderen Berichte.

Das Zimmer: Diese Mal hatte ich Zimmer 502. Mein Standardzimmer war ausgebucht. Die Größe ist ähnlich, aber der Grundriß ist anders. Schlaf- und Wohnraum waren nicht getrennt, sondern ein großer Raum. Nicht falsch. Die Toilette war wieder getrennt vom Bad, aber dier Grundriß hat mich genervt, da die Lichtschalter für den Flur aus meiner Sicht ungünstig positionert sind. Dafür hatte das Bad eine Holzbadewanne.

Der Service: Wie immer: Japanisch gut.

Umgebung: Ueno verändert sich. Ein benachbartes Gebäude wurde abgerissen. Bin gespannt was da in zwei Jahren steht. Ansonsten sind Ueno Park, Yushima Tenmangu, Akihabara und Kanda Myoin gleich um die Ecke. Mit den fußläufig erreichbaren U-Bahn-Linien Ginza (G) und Chiyoda (C), sowie der Yamanote und der Chuo-Bahnlinie sind alle Orte in Tokyo schnell erreicht.

Anreise: Von Narita aus empfehle ích weiterhin den Keisei-Liner mit Endstation in Ueno. Er ist sinnvoller als der NEX. Von Haneda aus (Haneda wird seit 2012 wieder für internationale Flüg genutzt) ist es etwas aufwendiger: Man kann die Monorail bis Hamatsucho nehmen und dort in die Yamanote oder Tokyu (gleicher Bahnsteig) wechseln und bis Okachimachi fahren. Oder man nimmt die Bahnlinie und steigt in Shinagawa um. Um die Yama/Tokyu kommt man nicht rum; außer man fahrt Zickzack mit 2 bis 3 U-Bahn-Linien.

3 – Hotel JAL City Haneda (1 Nacht)
4-11 Haneda Asahi-cho, Ota-ku, Tokyo, 〒 144-0042 Japan
phone: +81.3.5735.2525; fax: +49.3.5735.2611

Das Hotel / Das Zimmer: Ich für meinen Teil packe das Hotel in die Kategorie „Business Hotel“. Das Zimmer ist relativ klein. Dank eines Doppelzimmers war es allemal ausreichend für mich. Das Badezimmer hatte eine mittlere größe. Außer der Lobby und dem Zimmer habe ich nicht viel gesehen. Meine Aussagen sind daher begrenzt.

Der Service: Wie im Reisebericht erwähnt hatte ich meinen Pass im Hotel Edoya vergessen. Die daraus resultierende Hektik meinerseits wurde durch den japanischen Serviceansatz komplett abgefedert.

Teil des Hotelservice ist ein gratis Shuttelbus zum Flughafen (beide Terminals). Ich empfehle diesen zu nehmen. Mit dem Zug ist man nicht schneller und mit dem Taxi kostet das doch etwas Geld, denn zum Flughafen sind es noch ein paar Kilometer.

Umgebung: Die direkte Umgebung des Hotels habe ich nicht erkundet. Aber diese Gegend von Tokyo wird in den Reiseführern nur genannt, weil der Flughafen hier ist.

Anreise: Haneda ist weit weg von Tokyo (Yamanotering und innerhalb), also sollte man von dort nicht mit dem Taxi anreisen. Dies kann schnell 100€ kosten. Besser ist die Anreise mit der Keikyu-Linie. Die Bahnstrecke ist eine Verlängerung der Asakusa-U-Bahnlinie. Aber Vorsicht, nicht alle Züge fahren die Flughafen. Die Strecke teilt sich in verschiedene Ziele.

Vom Haltepunkt Anamoriinari sind es etwa 8 Minuten Fußmarsch. Man geht vom Bahnsteig in Fahrtrichtung weiter bis zur Straße, dort links und weiter bis zur Hauptstraße. Auf der anderen Straßenseite ist das Hotel. Man sieht es schon aus der Ferne. (Von Anamoriinari sind es 2 Stationen bis zum International Terminal des Flughafens.)

Fazit: Ähnlich wie das Steigenberger ganz zu Anfang ist dieses Hotel ideal für frühe Abflüge und späte Ankünfte.

4 – Nagasaki Nisshokan (1 Nacht)
20-1 Nishizaka-machi, Nagasaki-shi, Nagasaki, 〒 850-0051 Japan
phone: +81.95.824.2151; fax: +81.95.824.5299

Das Hotel: Das Hotel ist groß und besteht aus zwei Gebäudeabschnitten. Damit verbunden sind leider lange Wege ich ein Wechsel des Fahrstuhls, da man nicht in jeder Etage das Gebäude wechseln kann. Der große Speise wirkt etwas kühl und hat den Charme einer Jugendherbergskantine. Das Buffet ist allerdings umfangreich und der Service japantypisch. Die Flure verraten, dass dies nicht das jüngste Hotel ist.

Das Onsen wollte ich testen ist dann aber irgendwie beim Zeitplan hinten runtergefallen.

Das Zimmer: Das Zimmer war für japanische Verhältnisse sehr groß. Es war ein Doppelzimmer mit zwei großen Betten. Vor dem Fenster gab es eine Sitzgelegenheit. Der Balkon vor dem Fenster ist nicht zugänglich. Man kann den genialen Ausblick nur durch die Scheibe genießen.

Leider muss ich bezüglich Sauberkeit ein paar Punkte abziehen. Das erste Mal in Japan. Die Tatami waren schon etwas älter und damit rauh. Ein paar Staubflusen haben den Staubsauger überlegt.

Das Bad zeigte eindeutig Spuren vom Zahn der Zeit. Damit kann ich leben. Allerdings war die Keramik des Waschbecken matt. Ich empfehle einen starken Grundreiniger. Den Staub am Lüftungschlitz der Klimaanlage könnte man auch entfernen.

Umgebung: Der Blick auf die Karte täuscht. Durch die Lage auf dem Berg gibt es in direkter Umgebung des Hotels nichts außer die Aussicht. Man muss erst den Berg hinunter.

Anreise: Es sind etwas mehr als 1km Luftlinie zwischen Bahnhof und Hotel. Dennoch: Nehmt ein Taxi. Das Nisshokan liegt auf einem Berg und die Straße windet sind über mehrere Kilometer den Berg hinauf. Man muss im Prinzip zuerst zum Suwajinja und dann in Serpentinen bergauf zurück bis oberhalb des Bahnhofes.

Fazit: Nächstes Mal werde ich taktisch günstiger gelegenes Hotel unten in Nagasaki wählen.

5 – Henn Na Hotel, Huis Ten Bosch (1 Nacht)
Huis Ten Bosch Machi, Sasebo, Nagasaki-ken, 〒 859-3243 Japan
phone: +81.570.064.110

Das Hotel: Das Henn Na ist ein klasse für sich. Ich versuche es trotzdem … Von der Aufmachung gehört es für mich in die Gruppe „Business Hotel“. Alles im Hotel hat ein gerades und funktionales Design. Es gibt nur Roboter. Außer dem Wachmann habe ich kein Personal gesehen. Sicherlich ein Hotel für Geeks.

Nüchtern betrachtet ist es ein Business Hotel mit minimalen Service. Das Hotel wurde aus Modulen zusammengebaut. Mein Zimer in Block C hatte von außen den Charme eines Containerdorfes. Innen bleibt es funktional und reduziert.

Das Zimmer: Das Doppelzimmer ist ausreichend groß für zwei Personen. Das Badezimmer ist groß. Man betritt es mittig: Waschbecken und Spiegel geradeaus, rechts die Toilette. Zur linken ist das Badezimmer mit einer großen Badewanne und dem Duschareal.

Der Service: Der Service ist schwer zu einzustufen. Es gibt kein Personal, nur Roboter. Die Programmierung ist begrenzt auf Check-in und Check-out. Von daher sollte man vorher wissen, worauf man sich einlässt. Der Roboter auf dem Zimmer versteht nur Japanisch.

Umgebung: Gleich hinter dem Hotel beginnt Huis Ten Bosch, dessen Motto Holland ist. Der Amusement Park hat keine Fahrattraktionen wie die westlichen Freizeitparks. Es ist mehr ein Themenpark. Mehr ist nicht.

Anreise: JR stoppt am Bahnhof „Huis Ten Bosch. Es fahren stündlich Züge ab Nagasaki direkt hierher (83 min). Alternativ muss man in Isahaya umsteigen. Auch von Hakata gibt es Direktverbindungen (2 Stunden), allerdings mit geringerer Frequenz. Bei Locals muss man in Haiki umsteigen, eine Station von Huis Ten Bosch entfernt (Fahrzeit etwas über 2 Stunden). Eine Anreise mit dem Shinkansen erfordert ein Umsteigen in Shin-Tosu (Fahrzeit knapp unter 2 Stunden).

Zu Fuß geht das vom Bahnhof über die Brücke zum Hotel Okura und an diesem vorbei. Von hieraus weiter zum Hotel Nikko und auch an diesem vorbei. Das Henn Na ist hinter dem Nikko. (Achtung: auf googlemaps fehlt es noch im Satellitenbild; Stand Okt 2016)

Fazit: Man bekommt ein einfaches Business Hotel ohne Personal. Aber der Geekfaktor ist so hoch, dass ich, sollte ich nochmals in der Gegend nächtigen, wieder dort buchen werde.

 

Fazit 2016

Wenn dieser Urlaub eines war, dann verregnet. Drei Taifune, die meinen Weg kreuzten, sprechen für sich. Ich habe an 12 Tagen Regen notiert. Dabei hat es mir zwei Mal fast die Kamera zerlegt. Die Batterien im Blitz hatten einen fulminanten Kurzschluss. Wasserflecken auf dem CCD-Sensor und damit auf den Fotos sind sichtbar.

Top-3 Tage

So zurück geblickt gab es keinen Tag der von Anfang bis Ende genial war. Und so fiel die Wahl schwer. Ich habe daher die Top-3 Tage ausgewählt und 3 Einzelaktivitäten ergänzt. Letztere hatten allesamt Potential, um den Tag in die die Top-3 zu heben, aber der Rest das Tages war für eine höhe Gesamtwertung zu mau. Und so bleiben Sie als Einzelaktionen in Erinnerung.

  1. Die wenigen Stunden in Kurokawa waren wirklich entspannend. Zusammen mit Yufuin war es ein perfektes Wochenende.
  2. Der Tag in Nagasaski. Anreise mit dem Flugzeit, den ganzen Tag in der Yukata unterwegs. Nur der Abend lief nicht nach Plan, wurde aber durch die Konversation beim Buffet gerettet.
  3. 28. August mit Todoroki Valley, Tanzfest und Koenji Awa Odori.
  1. Das Danjiri Matsuri und die Leute, die ich dort getroffen habe.
  2. Die Abende an den Yatai von Fukuoka
  3. Der Abend im INCUBATOR
Worst-3 Tage
  1. Bando und Naruto; Das war echt ein gebrauchter Tag. Nichts hat geklappt. Das Wetter,  das Taifun 16 vor sich herschon, hat sein übriges getan. Der Tag des Taifuns war im Vergleich um längen besser.
  2. 27. August; Planungsfehler haben mich das Samba Festival und beinahe das Keonji Awaodori verpassen lassen.
  3. letzter Tag in Fukuoka – denn hier ist nichts passiert
Bilder

Diesen Abschnitt muss ich noch mal genau prüfen. Meine Idee ist, hier die 5-10 besten Bilder aus 2016 zu parken.

Die Top-3 Hotels
  1. Dogoya, Dogo Onsen, Matsuyama – Die Wahl zwischen Platz 1 und 2 viel mir nicht leicht. Für das Dodoya spricht zunächst das Zimmer, das einmalig genial war. Ausshlaggebend für Platz 1 war dann die Nähe zum Dogo Onsen Honkan.
  2. Sansou Tanaka, Yufuin – Das Ryokan war bis zum Schluss auf Platz 1. Das Rotenburo war einfach göttlich. Der Service hervorragend. Wenn überhaupt hat es gegen das Dogoya nur in einer akademischen Nachkommastelle verloren.
  3. Henn Na Hotel, Nagasaki – Für den Geek-Faktor gibt es den dritten Platz, auch wenn das Henn Na kaum mehr als ein Business Hotel mit der Optik eines Containerdorfes ist.

Im Vergleich zu diesem Hotels folgen alle anderen in einem großen Abstand auf den weiteren Plätzen.

Gedanken

Der Urlaub war teuer. Bei der Sichtung der Abrechnung stellte sich heraus, dass 3000€ Bargeld durchgerauscht sind. Autsch. Auch hier wird es eine Ursachenforschung geben. Ja, ich habe viel Geld in Izakaya ausgegeben, aber ein großer Teil ist wohl auch in Taxifahrten gegangen.

Das Thema „Yukata in Japan“ wird definitiv ausgebaut. Wetterbedingt gab es nur vier volle Yukata-Tage. Wenn ich die Abende in Yukata hinzurechne, komme ich auf 13Tage.

Soweit eine erste Zusammenfassung der Dinge. Kommen wir nur nun zu den Tops und Flops. Dieses Mal tue ich mir damit echt schwer. Kein Tag war von Anfang bis Ende gut; jeder hatte irgendwie eine „Sinnkrise“.

Zum Abschluss noch 3 besondere und 3 regionale Gerichte:

  1. Ramen bei Muku Zweite eine Fortsetzung von Frankfurt.
  2. japanischer Eisbecher mit Matcha- und Bohneneis.
  3. Essen am Yatai
  1. Iya-Style Soba
  2. Hakata (Tonkotsu) Ramen
  3. Shampon, Nagasaki
für die Statistik
26Landung, Asakusa,
Kappabashi
brülled heißabends Yukata
27Koshikawa, Samba,
Koenji Awaodori
heiß, Regenschauerabends YukataWorst #2
28Todoroki, Dance Fest.,
Koenji Awaodori
abends RegenTop #3
29Genki 1,
Shinjuku, Icubator
heiße, abends Regen台風 #10,
Einzel #3
30Genki 2,
Omoide Yokocho,
Kabukiza, Golden Gai
heiß
31Genki 3,
Yokohama Ramen
heiß
01Genki 4,
Omoide Yokocho
angenehm warm
02Genki 5,
TV Asahi, Bars
heißYukata ab Nachmittag
03NagasakiSonne, schönYukataTop #1
04Nagasaki
Huis Ten Bosch
teilw. Regen, bedeckt,
nicht so heiß
台風 #12
05Genki 6,
Check-in, Yatai
brüllend heiß
06Genki 7,
Fukuoka
brüllend heiß
07Genki 8,
Fuku.Tower, Baseball
Regen
08Genki 9,
Ohori Park, Nagahama
Sonne
09Genki 10,
Fahrt nach Yufuin
Sonneabends Yukata
10YufuinSonneYukata
11KurokawaSonneYukataTop #2
12Genki 11
Kumamoto
Regen
13Genki 12
Dazaifu, Yatai
bedecktEinzel #2
14Genki 13
Yotoku Inari Shrine
Regenschauer
15Genki 14
EVA-Test, Matsuri
bedecktabends Yukata
16Genki 15
nothing at all
bedecktWorst #3
17EVA (Zugfahrt)
Danjiri
bedecktZugfahrt in Yukata
18Wakayama-jo
Tama, Danjiri
Regenschauer,
abends Daueregen
Einzel #1
19Überfahrt,
Bando TEmpel
ab Mittag Regenabends YukataWorst #1
20Kotohira,
Marugame
Starkregenabends Yukata台風 #16
21IyatalSchauer, schwülheißabends Yukata
22Dogo Onsen,
Matsuyama
Regenschauerabends Yukata
23Uchiko, Ozusonnigabends Yukata
24Takamatsu,
Rückfahrt
sonnig
25AbreisesonnigYukata

Abreise; Servicewüste

Abreisetag. Ich habe genug Zeit, um schnell noch ein paar Souvenirs zu schoppen. In diesem Fall meint Souvenirs, dass ich den nächstbesten 7eleven plündere: Karree, Sake und andere Dinge.

Wechsel in die Yukata. und auf geht es zum Bahnhof. Während ich da stehe und warte fällt mir eines auf: Irgendwie verstehe ich die Streckenführung nicht. Der Zug rollt ein. Moment: Narita? Jetzt endlich fällt der Groschen: die Asakusa-Linie. In eine Richtung verlängert sich die Linie als Teil der Keikyu-Linie navch Haneda. In die andere Richtung wird aus der Linie die Oshiage-Linie, die zum Narita Sky-Express wird. Durch diese Kombination von U-Bahnlinien und Local-Expresses gibt es eine Verbindung zwischen Narita und Haneda und ich stehe am falschen Bahnsteig.

20 Minuten später bin ich im richtigen Zug und auf dem Weg. Als erstes muss ich die Koffer loswerden. Hier klärt sich auch, warum der Check-in nicht funktionierte: Code-Sharing mit Lufthansa. Ich muss zum LH-Schalter.

Und was soll ich sagen. Von hieran geht es bergab. Oder: Ich bin service-technisch bereits zurück in Deutschland. Der Service an Bord ist deutsch. Meine Frage nach etwas zu trinken wird mit Augenrollen quittiert. Ohja, wie schon wäre der Job als Stewardess ohne diese nervigen Leute im Flugzeug, die einfach nicht dehydrieren wollen.

Beim Essen gibt es nur noch ein Menü. Superplanung. Ich kann mit einer German Sausage leben, nicht aber mit dem Sauerkraut. Igitt. Schlimmer trifft es den Mann zwei Reihen vor mir. Nicht nur kann die Stewardess mit dem Wort „koscher“ nichts anfangen, sie kann dem Mann auch keine Alternative anbieten. Ihm bleibt nur, weitere 5 Stunden zu warten. Unterirdisch.

In Frankfurt ist es ein ewig langer Fußmarsch bis zum Gepackband. Ja, ich bin wieder in Deutschland: Der Gepäckwagen kostet 1€. Zur Strafe nehme ich die Amex zum bezahlen. Sollen Sie an den Gebühren verrecken.

Belibt die Frage: Deutsche Bahn? Ich prüfe Sixt und Avis. Nein, keine Alternative. Zu teuer. Also DB. Es klingt wie ausgedacht: Der nächste Zug fährt in 10 Minuten und hat 15 Minuten Verspätung. Ich kann also bequem zum Bahnsteig gehen. Leider ist eine Sitzplatzreservierung so kurzfristig nicht möglich. Verspätung, keine Sitzplätze 10 Minuten vor Abfahrt, ja ich bin zurück.

Zur Strafe für den Euro lasse ich den Gepackwagen an der Rolltreppe stehen. Dann kommt ein Zug. Auch nach Koblenz. 55 Minuten Verspätung. Warum nicht. Ein Zug ist so gut wie der nächste. Und meine Zug hat seine Verspätung noch ausgebaut.

Ich orientiere mich direkt in Richtung Bordrestaurant. Es ist perfekt: kein Bier mehr. Nur noch ein einziges alkoholfreises Weizen. Ich ordere eine Currywurst. Die ist noch vorhanden, aber keine Teller. Und so genieße ich C-Wurst, serviert in einem Pappkaffeebecher.

Ich bin berühmt für mein DB-Bashing, aber ganz ehrlich; die machen einem das auch wirklich einfach: Verspätungen, keine kurzfristigen Sitzplatzreservierungen, ein leergetrunkenes Bordrestaurant. Bravo.

In Koblenz schnappe ich mir ein Taxi. Auf die 20 Euro kommt es jetzt nicht mehr an. Morgen ist Montag. Die Arbeit geht wieder los. Japan 2016 ist offiziell zu Ende. Es bleibt, die Koffer auszupacken, den Blog zu komplettieren und die Fotos zu sortieren. Das hält mich bestimmt beschäftigt bis 2018.

Erkenntnis des Tages: Die Servicewüste Deutschland beginnt in Haneda am LH-Counter und die DB macht es einem wirklich einfach, sie nicht zu mögen.