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Die Japan Rail Pässe 2019

2004 gab es genau drei verschiedene Ausführungen des Japan Rail Pass: East, West und All. Damals musste man im Ausland einen Gutscheinschein kaufen (und dabei alle seine Flugdaten parat haben), den man dann in Japan bei Japan Rail umtauschen konnte … Hat sich das geändert.

In Japan kaufen

Seit ein paar Jahren kann man den JRP in Japan kaufen. Das macht vieles einfacher, aber ich empfehle trotzdem, den Voucher schon vor der Reise in Deutschland zu erwerben; nicht, weil es einem ¥1000 spart. Für mich hat es zwei Vorteile: (1) Wenn ich ins Flugzeug steige, habe ich alle wichtigen Dinge beisammen: Flugticket, Bahnticket, Hotelreservierungen. Egal was jetzt schief geht, ich weiß wo ich nachts schlafen kann und dass ich dorthin komme. (2) Es entzerrt etwas die Kreditkartenrechnung.

Auch für Japaner

Mittlerweile können Japaner, die im Ausland leben (und dieses beweisen können) ebenfalls einen JRP kaufen. Das gab es früher auch nicht.

Die Vielfalt

Was aber wirklich komliziert geworden ist, ist die Auswahl des richtigen Tickets. Es gibt mittlerweile 25 verschiedene Pässe, die von den 6 verschiedenen (!) Japan Rail Konzernen verkauft werden.

Ganz oben steht der in ganz Japan gültige JAPAN RAIL PASS. Es gibt ihn in der Länge eine, zwei oder 3 Wochen. Der Preis ist ganz grob 150€ Grundpreis plus 150€ pro Woche Gültigkeit.

JR Hokkaido, JR Kyushu und JR Shikoku sind eigentlich immer nur auf der zugehörigen Insel gültig. Damit kann man den Nutzen für einen selbst gut abgrenzen.

Japan Rail Hokkaido
  •  Hokkaido Rail Pass = gültig auf der gesamelten Insel, aber OHNE den JR Hokkaido Shinkansen. Es gibt ihn in der Gültigkeit 3, 5, 7 Tage oder 4 frei wählbare Tage.

Sinnvoll ist der Pass sicherlich für Leute, die mit Flugzeug anreisen (auch von Tokyo aus; wie ich 2010). Eine Kombination mit dem Tohoku South Hokkaido Pass ist nicht sinnvoll, da hier der volle JRP unter Umständen günstiger ist; muss man aber genau nachrechnen.

Japan Rail Shikoku
  • All Shikoku Pass = gilt auf ganz Shikoku sowie der Seto-Ohashi-Brücke aufs „Festland“, aber nur bis zu ersten Bahnstation, nicht aber bis Okayama; Gültigkeit 3, 4, 5 oder 7 Tage. Das Tickt gilt auch für wichtige Privatbahnen auf Shikoku.

Der Shikoku Pass ist also vor allem interessant, wenn man mit Fähre (z.B. ab Wakayama) anreist und mit Fähre (z.B. nach Hiroshima) weiterreist.

Japan Rail Kyushuu
  • All Kyushu Area Pass, All = gültig auf ganz Kyushu mit einer Dauer von 3 oder 5 Tagen
  • Northern Kyushu Area Pass = gilt auf Kyushu grob bis zur Grenze (Bahnlinie) Kumamoto-Asa-Oita
  • Southern Kyushu Area Pass = gilt südlich der Grenze, die genannte Bahnverbindung ist nicht dabei; Kumomoto schon.
  • Fukuoka Wide Pass = gilt in der Präfektur Fukuoka, ist also sehr begrenzt; man kommt bis Huis Ten Bosch (Kurame), aber auf keinen Fall bis Nagasaki … 2 Tage für ¥3000

Die Pässe sind aus meiner Sicht nur für reine Kyushureisen von Interesse. Wenn man noch etwas Chugoku oder Kansai dran hängt, wird schnell ein voller JRP günstiger. Option wäre z.B. Anreise via Flug nach Hakata oder Nagasaki und Abreise mit dem Schiff nach Shikoku und von dort nach KIX.

Japan Rail East

Vorab: Die JR East Pässe sind nicht im Tokaido Shinkansen gültig, der von JR West betrieben wird. Das betrifft auch den Abschnitt in Kanto, also die Strecke Tokyo-Yokohama bis Odawara.

  • Tokyo Wide Pass = ganz grob erreicht man ganz Kanto; halt ohne den Tokaido Shinkansen von JR West; 3 Tage für ¥10.000
  • JR East Pass Tohoku Area = Tokyo Wide Pass + Gesamtregion Tohoku; 5 Reisetage in einem 14-Tagezeitraum für ¥19.000
  • JR East Pass Nagano Niigata Area = Tokyo Wide Pass + Westteil von Chubuu (bis einschließlich Chuo-Mainline und weiter über Matsumoto nach Minami-Otari), sowie den Shinkansen bis Joetsumyoko; 5 Reisetage in einem 14-Tagezeitraum für ¥17.000
  • JR East South Hokkaido Pass = Tohoku Area Pass + Shinkansen bis Shin-Hakodate und die beiden Strecken bis Sapporo; 6 Tage, ¥26.000
  • JR Tohoku South + Hokkaido Rail Pass = nur der obere Teil von Tohoku (ab Shin-Shirakawa) + (wie zuvor) Shinkansen bis Shin-Hakodate und die beiden Strecken bis Sapporo; 5 Tage, ¥19.000
  • Hokuriku Arch Pass = Shinkansen Tokyo-Kanazawa und von dort weiter über Fukui nach Kyoto und Osaka. Die Großräume Tokyo (NRT und HND) und Osaka (KIX) sowie die Hokuriku-Region im Region Kanazawa sind inbegriffen; 7 Tage, ¥24.000

Wer sich nur östlich von Tokyo und in Kanto aufhält, kann sicherlich bei diesen Pässen was finden. Die Kombination mit einem Reiseabschnitt nach Westen (über die Izu-Halbinsel hinaus) führt aber fast unweigerlich zum vollen JRP.

Japan Rail West

Diese Ticket sind primär für Leute, die über Osaka (KIX und ITM) fliegen, da es keine Anbindung an Tokyo gibt. Selbst bei einem einzigen zusätzlichen Shinkansenticket nach Tokyo sollte man daher wieder den Vorteil eines ganzjapanischen JRP prüfen. Die einzelnen Regionen sind schwer in Worte abzugrenzen. Legt meine Definition jetzt nicht neben die Streckennetzkarte der Japan Rail West.

  • Kansai Area Pass = ist ganz grob die Osaka-Kyoto-Region inkl. Nara, KIX, Lake Biwa, Kobe und Himeji; also das innerste Kansi; 1-4 Tage zu ¥2300 bis ¥6500.
  • Kansai Wide Pass = Kansai Area Pass + Erweiterung nach Chugoku bis Tottori und Okayama; inkl. Amanohashidate (nicht JR), sowie südlich Kii-Insel und die Überfahrt nach Shikoku bis nach Takamatsu; 5 Tage ¥9000
  • Kansai-Hiroshima Pass = Kansai Wide Pass + am Shinkansen entlang bis Hiroshima (inkl. Miyajima und Imwakuni); es fehlt aber die Verbindungsstrecke Okayama-Tottori; 5 Tage für ¥13.500
  • Sanyo-San’in Area Pass = Kansai Area Pass + Shinkansenstrecke bis nach Hakata + die San’in Region (also die nördlichen Strecken) ab Tottori; es fehlt aber die Gegend um Amanohashidate; 7 Tage von ¥19.000
  • Kansai Hokuriku Area Pass = Kansai Wide Pass (ohne die Verbindung Okayama-Tottori) + Strecke über Fukui nach Kanazawa und weiter mit dem Shinkansen nach Joetsumyoko (hier würde dann ein JR East Pass Anschluss bieten); 7 Tage von ¥15.000
  • Hokuriko Area Pass = dies ist nur die Strecke von Obama über Fukui nach Kanazawa und weiter bis Kurobe inkl. Nebenstreckenabschnitte. Das Tickt ist maximal eine Ergänzung gedacht; 4 Tage für ¥5000
  • San’in-Okayama Pass = auch eher ein Ergänzungsticket, das die beiden Strecke Okayama nach Tottori und die San’in-Strecke von Hagi nach Hamasaki bedient; 4 Tage für ¥4500
  • Hiroshima Yamaguchi Pass = ist im Prinzip eine San’yo-Ergänzung von Mihara bis nach Hakata und dazu die Präfektur Yamaguchi auch im Norden (Nagatoshi und Masuda); 5 Tage für ¥11.000
  • Okayama Hiroshima Pass = wie der Hiroshima-Yamaguchi-Pass; beginnt aber schon in Okayama und schließt die Seto-Ohashi bis Takamatsu mit ein; 4 Tage für ¥13.500
Japan Rail Central

Japan Central hat ein Problem: Sie sind von JR East und JR West in die Zange genommen und besitzen keinen Shinkasen. Das ist auch ein Nachteil ihrer Pässe: keine Nutzung des Shinkansen.Man kommt weder richtig gut nach Osaka und/oder Tokyo. JR Central konzentriert sich auf sehr exklusive Streckenverläufe:

  • Takayama-Hokuriku Area Pass = (KIX) Osaka/Kyoto über Fukui nach Kanazawa und dann über Takayama nach Nagoya (NGO); 5 Tage für ¥14.000
  • Ise-Kumano-Wakayama Area Pass = die ganze Kii-Halbinsel zwischen Osaka und Nagoya; 5 Tage für ¥11.000
  • Alpine-Takayama-Matsumoto Area Pass = ist  gültig auf den beiden Strecken zwischen Nagoya und Toyama (über Takayama und über Matsumoto); inkl. Tateyama-Kurobe-Pass; 5 Tage ¥17.500
  • Mt. Fuji Shuzuoka Area Pass Mini = die Busse und Bahnen rund um den Mt. Fuji und die JR-Tokaido-Strecke (nicht Shinkansen !) von Matsuda bzw. Atamo bis nach Toyohashi;  3 Tage für ¥4.500

Daneben gibt es noch ein FLEX-Ticket, das zusammen mit JTB vermarktet wird und über die Webseite japanicann bezogen werden kann … Die Tickets sind sehr speziell, aber durchaus interessant.

Von Interesse wären für mich nur der Takayama Hokuriku Pass, und der Ise Kumano Wakayama Pass, aber 5 Tage reichen nur für einen Crashkurs.

Der Alpine Takayama Pass beinhaltet eine Fahrt über den Tateyama-Kurobe-Pass. Allerdings kann es während der Hochsaison (z.B. Öffnung des Passes Mitte April) sinnvoll sein, die Karte direkt über das Internet zu kaufen, da man dann die Gelegenheit hat, einen Sitzplatz in der ersten Gondel zu reservieren. JRP-Kunden müssen sich auf die freien Restplätze verteilen. Das kann, wenn es dumm läuft, eine paar Gondeln dauern.

Es gibt nicht nur Japan Rail

Teilweise kann man beim JRP andere Bahnbertreiber mitbenutzen. Aber es kann auch sinnvoll sein, sich die die Pässe der anderen Betreiber anzuschauen. Die Pässe bieten teilweise freien oder vergünstigten Eintritt vor Ort.  Alle Pässe aufzulisten dauert zu lange. Den richtigen Pass bzw. die richtige Passkombination zu finden, kann Tage am Computer erfordern.

Hier eine Auswahl:

  • Tobu: Hakone Free Pass = Bringt einen ab Shinjuku eine beqeume Anreise nach Yumoto-Hakone ohne umzusteigen, sowie Vorteile vor Ort (Bahn, Seilbahn, Gondel, Bootsfahrt, …)
  • Tobu-Nikko Pass = Mit diesem kommt man bequem von Asakusa (Endstation der Ginza-UBahn) oder Shinjuku nach Nikko und nach Kinugawa Onsen.
  • Sendai Pass = <kann ich nichts zu sagen, habe nur davon gehört>
  • Kansai Thru Pass = (fast alles in Kansai außer JR)

Die eher unbekannteren Pässe sind:

  • N’EX Tokyo Round Trip = Narita Airport – Tokyo und zurück; ¥4000
  • Yokohama Minatomirai Pass = Tagespass für die beiden kurzen Strecken un Yokohama; ¥520
  • Kamakura Enoshima Pass = gültig in dem „Quadrat“ Fujisawa – Ofune – Kamakura – Enoshima; inkl. der Enoshima Line und der Shoren Line; ¥700
Sonderfall Tokyo

Für Tokyo alleine gibt es noch viele weitere, zusätzliche Optionen, da man hier die U-Bahn berücksichtigen muss, und zudem, dass es zwei (!) U-Bahnen in Tokyo gibt: Tokyo Metro und Toei. Derzeit sind folgende Pässe im Angebot:

  • Tokyo Metro Day Pass = 1 Tag mit der Tokyo Metro; ¥800
  • Tokyo Metro und Toei Day Pass= 1 Tag mit beiden Betriebern der Tokyo UBahn; ¥900 (ich wurde die ¥100 mehr investieren!)
  • One-Day Tokyo Ticket = Tokyo Subway (beide Gesellschaften) und Japan Rail innerhalb der 23 Bezirke von Tokyo)
  • Tokyo Subway Ticket = 1/2/3 Tage mit der Tokyo U-Bahn für ¥800 / ¥1200 / ¥1500. Das ist ein ziemlich neues Ticket, eventuell zeitlich limitiert, das so ähnlich ist wie das Metro-Toei-Ticket. Es gibt es nur gegen Vorlage des Reisepasses.

Wer Tokyo erkundet sollte ersthaft über das 2 oder 3 Tage nachdenken. Am Tag kommt mal schnell auf vier bis fünf Fahrten zu ¥180 bis ¥240. Einziges Manko aus meiner Sicht: Die JR Yamanote und die JR Chuo sind nicht dabei, aber das ist ein perönliches Dinge, da mein Hotel nahe von Ueno, Akihabara und Ochanomizu liegt.


Hintergrundinformationen der Shinkansennamen:

Hokuriku sind die vier nördlichen Präfekturen in der Region Chuubu, die an der Küste liegen: Fukui, Ishikawa, Toyama (und Niigata). Die Region ist durch den neuen Shinkansen nach Kanazawa weit deutlicher vorne auf der Touristenlandkarte als noch 2014.

Shin’etsu meint die Präfekturen Nagano und Niigata.

San’in und San’yo sind die beiden Bereiche, in die man die Region Chugoku(-chiku) unterteilen kann. San’in ist die Region entlang des japanischen Meeres (Tottori, Shimane, Nord-Yamaguchi) und San’yo die Region entlang der Inlandsee (Okayama, Hiroshima, Süd-Yamaguchi); getrennt durch das Chugoku-Gebirge. Aber die Grenze zwischen beiden ist eher durch das Gebirge und weniger durch die Präfekturgrenzen definiert.

[Stand: 17.03.2019]
Hinweis: Artikel in den Abschnitten Reiseführer und O.T. sind nicht chronologisch korrekt einsortiert. Ich benutze das Datum, um die Aritkel zu sortieren.

Der Japan Rail Pass

Der JRP ist ein Fahrkarte für die Japan Rail. Es gibt drei verschiedene Zeitfenster: 1, 2 oder 3 Wochen. Es gibt den JRP die 1. Klasse (Green Car) und die 2. Klasse (Ordinary) zu bekommen. Es gibt den JRP für alle Bereich von Japan Rail, nur für Hokkaido, nur JR East, nur JR West. Wichtig ist:

  • 1.Klasse braucht man in Japan nicht. Die zwei ist komfortabel genug.
  • Man kann den JRP nur außerhalb Japans beantragen.
  • Er gilt nur für Japan Rail (nicht für Kintetsu, Tobu, Keisei und die anderen Bahnlinien)

Dafür wartet der JRP Pass mit zwei praktischen Vorteilen auf:

  • Er gilt für die Yamanote in Tokyo.
  • Er gilt für die JR Fernbusse (ggf ist ein kleiner Aufpreis zu zahlen).
  • Man kommt auf den Bahnsteig und durch Bahnhöfe auf die andere Seite.

Für die zweite Klasse sind die Preise immer noch recht happig. Zumal der Yen-Kurs im Jahr 2009 bösartig angesteigen ist. Jetzt 2012 gilt fast 100:1, also 100 Yen = 100 €cent.

  • 1 Woche: 28.300 yen (= 40,43€/Tag)
  • 2 Wochen: 45,100 yen (= 32,21€/Tag)
  • 3 Wochen: 57,700 yen (= 27,48€/Tag)

Das ist nicht ganz billig. Wenn man einen Shinkansen benutzen will, lohnt es sich aber allemal, da eine Fahrt hier schnell 70-100€ kostet. Eine Rundreise Tokyo-Oosaka-Kyoto-Hiroshima ist ohne den JRP unbezahlbar. Oder anders formuliert: Jeden dritte Tag Shinkansen und der JRP lohnt sich. Denkt auch daran, daß ihr die JR auch für Tagesausflüge nutzt. Es gibt aber auch Argumente die gegen den JRP sprechen. Die Frage dahinter ist:

Brauche ich für 3 Wochen Urlaub einen 3-Wochen-JRP?

Die Antwort ist NEIN.

Am Anreise- bzw. Anreisetag will man nur zum Flughafen bzw. vom Flughafen ins Hotel. Liegt das Hotel in Tokyo ist der NEX mit 5500 yen für Hin- und Rückfahrt günstiger. Der Keisei-Liner nach Uneo hat ähnliche Tarife und gehört nicht zu JR. Der JRP wäre also gar nicht gültig. Die ersten Tage und vielleicht auch die letzten Tage erkundet man Tokyo, überwindet den Jetlag und kauft die letzten Souveniers. Das Geld für den JRP ist da rausgeworfen.

Fahrplan Keisei Express (Wochenende)
Fahrplan Keisei Express (Wochenende)
Fahrplan Keisei Local
Fahrplan Keisei Local
Fahrplan Keisei Skyliner
Fahrplan Keisei Skyliner
Keisei Linie
Keisei Linie

Für einige Tagesausflüge in die Umgebung ist der JRP nicht immer die beste Option …

Reisen nach Hakone ohne den JRP planen. Die Odakyu Linie betreibt eine schnelle und günstige Verbindung ab Shinjuku. Es es ferner einen 2-Tage Hakone-Freepass für 5000 yen. Der gilt dann auch für die Seilbahnen, die Zahnradbahn, die Schiffe auf dem Ashi-See und Busse. Das wären dann 25€/Tag und man spart sich die zusätzlichen Fahrkarten. Da kommt der JRP nicht mit. Ein ähnliches Angebot von Odayku gibt es für Kamakura …

Reisen nach Nikko ohne den JRP planen. Der schnellste Weg nach Nikko sind die Tobu-Bahnlinien ab Shinjuku und Asakusa, auf den der JRP nicht gilt. Eine einfache Fahrt kostet 20€ (ab Shinjuku) bzw. 14€ (ab Asakusa). Das ist genauso teuer wie der JRP aber, man ist schneller als mit der JR in Nikko. Zudem gibt es eine Tageskarte für 36€ (ab Asakusa), darin sind auch die Eintrittsgelder für den Tempel und Schreine der „World Heritage Area“ enthalten. Die alleine summieren sich über 10€. Das lohnt sich. Ein All-Nikko-Pass ist für 44€ zu haben. Wer lange in Nikko bleiben will und gut plant, kann die sehr späten Zuge nehmen, die es teilweise für 10€ gibt. Hier sollte ein Sparfuchs genau rechnen.

Reisen nach Kamakura evtl. ohne den JRP planen. 2010 kostete die Einfachfahrt wenn ich mich nicht täusche 890yen. Mit Rückfahrt sind das 18€. Selbst ein Stop in Yokohama ist da mit möglich, bevor man den JRP-Preis erreicht.

Ich habe Kamakura und Hakone immer an den Anfang oder vor das Ende der Reise gepackt.  Den Tag davor bzw. danach war ich in Tokyo. Mit dieser Planung lohnt der JRP für diese Tagesausflüge nicht.

Hokkaido: Für Hokkaido braucht man den Gesamt-JRP, JR East reicht nicht, da es eine separate JR Hokkaido gibt. Es gibt aber andere Optionen. Es gibt spezielle Ticket, die einem zu 5 Fahrten in Hokkaido innerhalb von x Wochen berechtigen.Ein anderes Ticket erlaubt Zugfahrten an 4 Tagen. Egal wie weit und wie viele. 4 wählbare Tage hat man einen JRP. Das würde reichen, um in Hokkaido von einem zum nächsten Hotel zu gelangen. Diese Tickets sind aber nur sinnvoll, wenn man mach Hokkaido fliegt. Eine Richtung Tokyo-Sapporo kosten mit Flugzeug, Shinkansen oder Nachtzug 100€. Berücksichtigt das.

Fassen wir zusammen: Wer 3 Wochen in Japan ist, der ist mit einem 2-Wochen-JRP gut bedient. Selbst bei 3 1/2 Wochen und guter Planung reicht er. Ab 4 Wochen sollte man genau planen und auf das 3-Wochen-Ticket erhöhen.

Wichtige Links zum Thema JRP und Alternativen;

Alternative zu JRP: Es gibt spezielle Karten für X Fahrten innerhalb von Y Tagen. Will man mit dem Zug nur wenige Fahrten durchführen, ist das ein echte Alternative.

Der Weg zum JRP

Coupon bestellen: Den JRP kann man nicht in Japan kaufen. Ihr mußt ihn vor der Reise bestellen. Ihr bekommt dann gegen Vorkasse einen Coupon, den ihr in Japan gegen den JRP tauschen müßt. Den JRP könnt ihr über verschiedene Wege angordern. Bei Reise 1 bis 3 habe ich ihn über das Japanische Reisebüro in Hamburg bestellt; Bei Reise 4 über JAL.

[Beispielformular folgt]

Eines ist wichtig: Der Coupon ist ab Ausstellungdatum nur 3 Monate gültig. (ACHTUNG: Der Coupon für JR East ist nur einen Monat gültig) Ordert ihn also nicht zu früh. Der erste Rag der Gültigkeit des JRP muß in diesem Limit liegen.

Ihr müßt euch zudem bei der Bestellung für den Umfang (East, West, Gesamt, Kyushu), den Laufzeit (1, 2, 3 Wochen) und die Klasse (Green, Ordinary) entscheiden. Ein spätere Änderung ist nicht möglich.

Coupon umtauschen: Mit dem Coupon in der Tasche geht es nach Japan. Ihr könnt den JRP an vielen stellen umtauschen. Wichtig: Er muß nicht am Tag des Gültigkeitsstart umgetauscht werden! Ihr könnt das vorher machen! Bei der ersten Reise habe ich das noch nicht kapiert. Ab der zweiten Reise tausche ich den Coupon gleich in Narita um, gleich nach der Ankunft. Eventull verpaßt man einen Zug nach Tokyo, aber die halbe Stunde sollte man übrig haben. Meist hat man sie. Man wird kaum kurz nach der Landung schon den ersten Tempel aufsuchen wollen.

[Liste der Umtauschorte]

Und ihr spart euch den Streß Tage später. Ihr steht jetzt am Flughafen neben dem „JRP Shop“. In Toyko müßt ihr erst vom Hotel nach Tokyo Eki. Tut euch das nicht an. Narita hat den Vorteil, daß gleich nebenan ein Shop ist, wo ihr euch die Sucia oder Pasma kaufen könnt.

Coupon benutzen: Während der Gültigkeit geht am Bahnhof zum Schalter für Fare Adjust. Hier zeigt ihr den JRP. Nach einer kurzen Kontrolle könnt ihr passieren. Das wars, keine Tickets notwendig. Das funktioniert auch für die Züge in Tokyo (z.B. Chuo Line) und die Yamanote. Das hilft einem oft, Geld für die U-Bahnzu sparen. Aber: Plant das nicht beim Kauf bzw. die Gültigkeitsplanung für den JRP. Selbst der 3-Wochen-JRP kostet über 27€ am Tag. Die Tageskarte für Tokyo ist billiger. Plant den JRP nicht für Tokyo, nutzt ihn, wenn er eh gültig ist.

[Bild JRP]

Meine Hotels in Japan

all time top 5
  1. Antique Inn Sumiyoshi … Takayama 2006
  2. Ryokan Asunaro … Takayama 2008
  3. Choyomon … Ainokura 2012
  4. Kikugawa … Miyajima 2014
  5. La Vista Spa & Resort … Hakodate 2010

Außer Konkurrenz läuft dasHotel Edoya in Tokyo. Ich habe auf allen Reisen dort gestoppt. Ich werde erst 2016 für eine Nacht abweichen, da ich vermeiden will, während der Rush Hour zum Haneda Flughafen zu reisen.

Die 4 schönsten Hotels mit Onsen
  1. Ooike Hotel … Fujikawaguchiko 2006
  2. La Vista Spa & Resort … Hakodate 2010
  3. Uematsuya … Bessho Onsen 2012
  4. Kiyoshigekan … Kusatsu Onsen 2012
Die 4 edelsten Hotels
  1. Nikko Kanaya … Nikko 2008 … englisch, altehrwürdig edel
  2. Cross Hotel … Saporro 2010 … extrem stylisch
  3. La Vista Spa & Resort … Hakodate 2010 … der Laden hat Stil
  4. (muss ich noch finden)
Die Top 4 stilechten Ryokans
  1. Antique Inn Sumiyoshi … Takayama 2006
  2. Ryokan Asunaro … Takayama 2008
  3. Kikugawa … Miyajima 2014
  4. Hanaya … Tsumago 2012
The 4 most impressing hotels (because of the inn keeper)
  1. Ryokan Nakajimaya … Kyoto 2004
  2. Uotoschi Ryokan … Yudanaka 2004, 2014
  3. Choyomon … Ainokura 2012
  4. Tabinoyado Hokousou … Oosaka 2010, 2012

Bis auf weiteres ist auch das Henn Na außer Konkurrenz. Es ist einzigartig. Es bräuchte eine eigene Kategorie.

— Alle meine Hotels in der Übersicht —

Die Preise sind in yen gelistet. Wie teuer es final wird, entscheidet dann der Wechselkurs.

um die 5000 yen:
  • Ryokan Kameya … Osaka 2004 … 4600 yen / Tatami
    das Ryokan wurde um 2012 geschlossen und abgerissen.
  • Uotoschi Ryokan … Yudanaka 2004, 2014 … 4700 yen / Tatami
    ein altes Haus, aber mit Onsen; Kyodo-Stunden sind möglich
  • Hotel Flex, Hiroshima 2004 … 5500 yen / westlich
    Business Hotel mit sehr kompaktem Zimmer, nahe Bahnhof
  • Hotel Kitahachi … Oosaka 2006 … ??? yen / westlich
    leider nur westliche Zimmer, aber nahe Umeda
  • Bansuitai … Sendai 2008 … ??? yen / Tatami
    Standard Ryokan, etwas abseits aber schön
  • Tabinoyado Hokousou … Oosaka 2012, 2014 … 5800 yen / Tatami
    praktische Lage in Tennoji, netter Betreiber
  • Richmond Hotel … Narita 2012 … 5500 yen / westlich
    Business Hotel
um die 7500 yen
  • Ryokan Nakajimaya … Kyoto 2004, 2014 … 6000 yen / Tatami
    ein kleines Ryokan, mehr ein B&B, einzigartig irgendwie
  • Ryokan Bentenkaku … Narukoonsen 2004, 2014 … 7750 yen / Tatami
    echtes Onsen, Betreiber spricht sogar etwas Deutsch
  • Antique Inn Sumiyoshi … Takayama 2006 … 7000 yen / Tatami
    klein und fein, urjapanisch, stilvoll
  • Tsuchiya Hotel … Nagoya 2008 … ??? yen / Tatami
    Standardhotel
  • Ryokan Asunaro … Takayama 2008 … ??? yen / Tatami
    Ryokan in altem Samuraihaus, stilvoll
  • Hotel Sansui … Tsunagi Onsen 2008 … ?? / Tatami
    Standard Ryokan-Hotel mit Onsen
  • Dormy Inn … Wakkanai 2010 … 7700 yen / westlich
    Standard, mit Onsen
  • Tanakaya … Rishiri Island 2010 … 8400 yen / Tatami
    einfache Ryokan mit Onsen
  • Yamanoue … Sounkyo Onsen … 6800 yen / Tatami
    einfach, eher wie ein Hostel, aber mit Onsen
  • Hotel Vista … Kyoto 2012 … 7300 yen / westlich
    Business Hotel, direkt am Banhof
  • Sumiyoshi Ryokan … Kanazawa 2012 … 7000 yen / Tatami
    kleines Ryokan Zentrum von Kanazawa
  • Richmond Hotel … Narita 2012 … ??? yen / westlich
    Businesshotel; nahe zum Bahnhof, nahe zur Innenstadt
  • Daiwa Roynet Osaka … Oosaka 2014
    Businesshotel nördlich von Tennoji, südlich von der Burg
  • Kikugawa … Miyajima  2014 … ??? yen / Tatami
    nettes kleines Ryokan in ruhiger Nebenstraße
  • Ra Kuun … Hakone 2014 … ??? yen / westlch
    leichtes Motel-Feeling; außerhalb Hakone
  • Hotel Edoya … Tokyo 2004-2016 … 7000 yen / Tatami
    für die Superior Suite, Rotenburo auf dem Dach
  • Nagasaki Nishhokan … Nagasaki 2016 … 6500 / Tatami
um die/unter 10.000 yen:
  • Hotel Kouraku … Beppu 2006 … 10.440 yen / Tatami
    Onsen und Rotenburo, direk am Wasser
  • Hotel Kinsuikan … Miyajima 2006 … ??? yen / westlich
    mit Onsen; nach am Schrein
  • Nikko Kanaya … Nikko 2008 … ??? yen / westlich
    das älteste westliche Hotel in Japan, very british
  • Cross Hotel … Saporro 2010 … ??? yen … / westlich
    Design pur; war ein Schnäppchen
  • La Vista Spa & Resort … Hakodate 2010 … ??? yen / westlich
    großes Rotenburo-Areal auf dem dach; sehr edel
  • Choyomon … Ainokura 2012 … 8800 yen / Tatami
    traditionelle Unterkunft, Gassho-Zukuri
  • Hanaya … Tsumago 2012 … 10.000 yen / Tatami
    Ryokan
  • Uematsuya … Bessho Onsen 2012 … 9850 yen / Tatami
    Ryokan mit Onsen, Rotenburo
  • JAL Haneda … Haneda, Tokyo 2016 … 9000 / westlich
  • Sansou Tanaka … Yufuin … 10000 yen / Tatami
    traditionelles Ryokan mit Onsen
(weit) über 10.000 yen:
  • Ooike Hotel … Fujikawaguchiko 2006 … 11.850 yen / westlich
    riesieges Onsen und Rotenburo mit Blick auf den Fuji
  • Kiyoshigekan … Kusatsu Onsen 2012 … 12150 yen / Tatami
    Ryokan mit  Onsen und Rotenburo
  • Henn Na Hotel … Nagasaki 2016 … 12.000 / westlich

Die Preise sind für ein Einzelzimmer bzw. eine Person im DZ und stammen aus dem Jahr, indem ich gereist bin. Ich fahre keine Updates.

Hotels in Japan finden

Hotels in Japan über das Internet reservieren ist einfach. Schwieriger wird es bei Ryokans und Minshukus. Diese sind bei den großen bekannten Suchplattformen nicht immer vertreten oder haben nur eine japanische Webseite. Hier eine paar Links, die mir die Suche nach einer Unterkunft vereinfachten:

  • Japanese Guest House … Diese Seite ist nur für japanische Herbergen. Sie konzentriert sich auf Ryokans. Ich warne aber gleich. Die Ryokans sind eher upper class. Die Seite konzentriert sich am Thermalorte. Die meisten Ryokan haben ein Onsen. Ich persönlich kann mir nur die unterste Kategorie D leisten. Bevor der Yen so stark wurde war auch noch eine C dabei. Kleiner Tip: Schaut, ob ihr Schnäppchen für die Ryokan bei anderen Webseiten findet.
  • Japan Ryokan Association … Diese Seite listet ebenfalls diverse Ryokans. Wie auch die oben genannte Seite, sind diese Ryokans auch eber im gehobenen Preissegment ab 8000 yen. Es gibt aber auch Schnäppchen.
  • JNTO Ryokan-Seite … JNTO ist die offizielle Tourismusseite. Sie hat auch eine Liste mit Ryokans, Hotels und Hostels.
  • Japanese Inn Group … Die Liste ist sehr sehr übersichtlich, und es scheinen primär Ryokans zu sein. Mit irgendwie nur 30 Unterkünften in Japan ist die Ausbeute relativ mau. Das Bentenkaku in Naruko und das Uotoshi in Yudanaka auf meiner ersten Reise 2004 waren von dieser Webseite. Ich liste sie wohl nur aus nostalgischen Gründen.
  • Hostelio … ist eher eine Seite für Hostels. Aber mit es gibt auch ein paar günstige Ryokans. Der Übergang zwischen Minshuku, Ryokans und Hotels ist genauso fließend wie der zwischen Hostels und Hotel. Ryokans kann man als Herberge übersetzten. Die passen als nicht genau in das westliche Schema. Ryokans unter 6000yen/Nacht finden sich daher oft in der Gruppe Hostel.

Die oben gelisteten Seiten haben ihren Fokus auf Ryokans. Die nachfolgenden Seiten sind eher für Hotels. Aber auch diese haben oft japanische Zimmer. An dieser Stelle sei daran erinnert, daß ein gutes Business Hotel in der Regel billiger ist als ein durchschnittliches Ryokan.

  • Japanican … Ebenfalls eine Seite speziell für Hotels und große Ryokans in Japan. Diese Seite hat gegenüber Agoda (siehe unten) teilweise bessere Kondiditionen. Ich konnte ich hier mehrfach in einer Nacht über 30€ sparen. Aber Vorsicht. Angezeigt wird bei mehreren Übernachtungen immer nur die günstigste. Ein Vorteil ist die Anzeige nach Präfekturen und Regionen.
  • Rakuten Travel … Rakuten ist eine japanische Seite, die ein wenig an Pearl erinnert. Es gibt eine Unterseite names travel. Hier kann man Hotels buchen. Das Dormy Inn in Wakkanai habe ich 2010 über diese Seite gefunden. Auch Raukten hat eine Suche nach Präfekturen und Regionen und man kann einen Suchradius definieren. Sehr praktisch.
  • Japan Hotel … Noch eine Seite speziell für japanische Hotels

Während die oberen Seiten sich auf Japan konzentrieren sind die nachfolgenden Seiten weltweit aufgestellt.

  • Agoda (DE) und Agoda (EN) … Ich habe Agoda 2010 verwendet, um das Cross Hotel in Saporro zu buchen. Die hatten noch Zimmer, während über die Homepage des Hotels alles ausgebucht war. Wichtig: Vergleicht die deutsche und die englische Agoda-Seite. Es gibt teilweise Unterschiede in Preis und Zimmerverfügbarkeiten. Fragt mich nicht wieso. Ein großer Nachteil ist die fehlende Suche nach Regionen. Die Hotelsuche für die Kunisaki-Halbinsel endet bei einem Hotel in Beppu. Die dran, aber kein Blumentopf.
  • Direct Rooms … Wie Agoda ist auch diese Seite nicht auf Japan begrenzt. Agoda und Direct Rooms haben nicht immer die gleichen Hotels im System. Es gibt auch den Fall, daß ein Hotel bei einem Anbieter ausgebucht ist, beim anderen nicht. Cross Hotel war so ein Fall.
  • HRS … ist vielen sicherlich bekannt für Hotelsuchen in Deutschland. Es sind aber auch Hotels in Japa verfügbar.
  • Tripadvisor … starte als Bewertungsmaschine für alles möglich; Hotels, Sightseeing Spots, Restaurants. Mittlerweile wurde eine Hotelbuchung implementiert. Ich für meinen Teil finde das nervig, da es die Performance der Seite runter zieht, aber die Maschine durchforstet die großen Suchmaschinen nach dem besten Angebot. Allerdings ist der Startpunkt, das Hotel. Ich nutze die Seite daher für Runde zwei. Mit Rakuten und Co suche wähle ich ein Hotel und prüfe dann mit Tripadvisor, ob ich ein besseres Angebot für dieses Hotel findet. Manchmal sind 20€ pro Nacht Ersparnis drin. Manchmal auch nicht.

Agoda, DirectRooms und Co. sind international gültig und decken auch Japan ab. Ryokans und Minshukus findet man hier allerdings selten. Zwei Dinge sind zu beachten: Die Standardeinstellung ist Doppelzimmer und auf den amerikanischen Seiten beginnt der Kalender mit Sonntag.

Ryokans finden

Beispiel: Man sucht Hotel in Osaka mit günstiger Lage für Reisen nach Koysan und Asuka. So geschehen 2012. Ein Blick auf das Bahnnetz zeigt: Tennoji, Namba und Tsurugaoka sind optimal. Tennoji liegt an der „Yamanote von Osaka“. Namba ist mittendrin im Südzentrum.

Ort in die Suchmaske eingeben und los. Ein Hotel wählen und auf die google-Karte klicken. Hier werden alle Hotels im Umkreis gelistet (meist auch noch Restaurants und Atraktionen). Bei JNTO muß man mit dem Suchparametern spielen, um mehr Unterkünfte angezeigt zu bekommen. Tripadvisor nach der Meinung fragen und dann zwei bis drei Suchmaschinen auf das beste Angebot prüfen.

Übernachten in Japan

Bei meiner ersten Reise 2004 war das nicht so. Tripadvisor und hotels.com gab es noch nicht. Viele Hotels in Japan hatten keine englischen Seiten. Die Suche war mühsam und antworten von den Hotels kamen so gut wie nie an. Heute stellen sich nur noch zwei Fragen:

Wie übernachten? Das wie bezieht sich auf die Frage, ob man ein japanisches Zimmer mit Tatamimatten und Futon haben will oder ein westliches Zimmer mit einem Bett. Mein Tip: Wenn schon Japan, dann Tatami.

Wo übernachten? Damit meine ich nicht den Ort, sondern die Art der Herberge.Zur Auswahl stehen Hotels, Business Hotels, Ryokans und Minshukus. Eine klare Abgrenzung ist nicht möglich. Zum Beispiel läuft das Hotel Edoya als Ryokan.

Nachfolgend MEINE Sicht der Dinge. Das ist nicht offiziell, hilft aber, eine Unterkunft zu kategorisieren, soweit dies möglich ist.

  • Hotels … sind genauso wie man sie aus Deutschland kennt. Ein Lobby, viele Zimmer. Je nach Anzahl der Sterne bieten Sie zudem Restaurants, Bars, Fitness Studios, usw. Viele Hotels bieten zudem japanische Zimmer mit Tatamimatten oder kombinierte Zimmer mit Tatamibereich und Bett. Etliche Hotels bieten ein Onsen, manchmal auch ein Rotenburo (im Garten oder auf dem Dach).
  • Business Hotels … haben oft ein reduziertes Angebot in der Ausstattung (kein Pool, keine Bar, …). Die Zimmer sind klein und funktional. Das Design ist modern, klar und minimal. Sie sind für Gesschäftsleute konzipiert, die nur Duschen, Schlafen und Frühstücken wollen.
  • Ryokan … sind vergleichbar mit Pensionen bzw. kleinen Hotels in Familienbetrieb. Die heutigen Ryokans sind die Nachfolger der ursprünglichen Herbergen in Japan. Viele Ryokans haben oft ein lange Tradition, die bis in die Samuraizeit zurück reicht. Typisch für Ryokans sind Tatamizimmer. Aber es werden auch westliche Zimmer mit Bett angeboten. Ein Zugeständnis ein die westlichen Gäste. Lasst es! Man ruiniert sich das Ryokanerlebnis. Einfach Ryokans bieten oft nur ein Gemeinschaftsbad, Luxusryokans haben ein privates Rotenburo. Die Spanne der Möglichkeiten ist riesig. Für einen richtigen Japanurlaub empfehle ich kleine traditionelle Ryokans in Familienbetrieb. Preise sind identisch mit den Hotels.
  • Minshuku … ist die japanische Version des B&B. Wenn die Kinder und/oder die Großeltern das Haus verlassen haben, werden die freien Zimmer vermietet. Gelegentlich wird dazu etwas umgebaut. Dichter kommt man in Japan nicht an das japanische Leben heran.
  • Hostels … Jungendherbergen. Auch hier kann man u.U. Einzelzimmer bekommen. Es sei erwähnt, daß kleine und günstige Ryokans in vielen Suchprogrammen als Hostel eingestuft werden.

Preise

Der Preis hängt von Region und Luxus ab. Tokyo, Kyoto und Onsenorte sind besonders teuer. Um die Feiertage herum (Golden Week) und am Wochenende steigen die Preise fürs Zimmer ebenfalls. Soviel vorweg.

Bei 5000 yen gehen die ersten Ryokans los. Preislich darunter gibt es fast nur Hostels und Minshukus. Die Räume sind sehr einfach und ohne Schnickschnack. In den japischen Räumen gibt es einen kleinen Tisch. Oft muß man diesen zur Seite schieben, damit das Futon aufgebaut werden kann. Oft gibt es nur ein Gemeinschaftsbad und -toiletten. Die private Toilette ist eher die Ausnahme. Ich habe bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht. Zimmer und Bad waren immer sauber. Wer nur schlafen will, dem reicht dies allemal.

Um die 5000 yen beginnen auch die Preise für Business Hotels. Ebenfalls auf wesentliche reduziert bieten Sie Bett, Toilette und Dusche. Es sei aber gesagt, dass Doppelzimmer zu bevorzugen sind. Denn oft sind Einzelzimmer so klein, dass man mit großem Koffer an Grenzen stößt.

Bei 7500 yen fängt es an interessant zu werden. Man hat oft sein eigenes Bad und die Räume sind ausreichend groß. Manche Ryokans dieser Preisstufe haben sogar ein Onsen, nicht immer ein echtes mit Thermalwassser, aber allemal entspannend. Gute Hotels findet man ebenfalls ab dieser Preisstufe.

Ab 10.000 yen beginnt der Luxus. Eigene Toilette und Bad (oft mit Badewanne) sind der Normalfall. Die Zimmer sind geräumig. Für ein Appartment fehlt nur noch die Küche. Trotz des Preises kann das Ergebnis unterschiedlich ausfallen. Informiert euch vorher. Ryokans und Hotels, die ein Onsen oder Rotenburo bieten, findet man in dieser Klasse und knapp drunter.

Nach oben gibt es keine Grenzen. Das beste Haus am Platz kann schon mal 100.000 yen aufrufen. Achtet also auf die Anzahl der Nullen im Preis. Der Luxus, die Zimmergröße und der Service steigen. Die Frage ist, ob man das abwohnt.

Ich habe immer versucht unter 10000yen zu bleiben. Wenn ich drüber ging, dann mit guten Gründen. Meist wollte genau dieses Hotel (Bsp.: Cross Hotel Sapporo, Nikko Kanaya Hotel).

Frühstück und Dinner: Das Abendessen ist oft nicht im Preis mit drin und kostet gerne einmal 3500 yen oder mehr extra. Mein Tip: Bucht es einmal dazu. Japanisches Dinner hat was. Es muß aber (auch wegen der Kosten) nicht jeden Abend sein. Achtet auch darauf, ob das Frühstück inklusive ist. Wer japanisches Frühstück nicht mag, muß für ein westliches eventuell Aufpreis zahlen. Manche kleine Ryokans kaufen dann extra Toast, Kaffee und Orangen für euch.

Ich buche Frühstück nur selten, wenn es extra kostet. Es ist einfacher, auf dem Weg zur ersten Sehenswürdigkeit etwas zu kaufen. Bei langen Anreisen mit dem Zug ist die Zeit so optimal genutzt.