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Owakudani gesperrt

Update 28.07.2016:

Die Seilbahn nach Owakudani ist wieder in Betrieb und man darf das Gebäude verlassen. Allerdings sind einzelne Bereiche vom Owakudani immer noch gesperrt: Kamiuyama Wanderweg, Onsen Area, sowie Abschnitte des Tals, das jeder von Fotos kennt.

Auf den Bildern, die ich gesehen habe, ist überall Nebel von den Vulkangasen. Der Schwefelgeruch muss enorm sein. Aus meiner Sicht gilt damit weiterhin: Ein Besuch des Tals sollte weiterhin zweite Wahl sein.

ursprüngliche Nachricht vom 07.05.2015:

Info für alle, die eine Japanreise planen: Ein Teil von Hakone ist für Touristen gesperrt. Ich selbst war drei Mal in dem Owakudani-Tal und empfehle jedem einen Besuch, aber … Das Tal wurde nach mehreren kleinen Erdbeden und Gaseruptionen aus Sicherheitsgründen gesperrt. Auch die Seilbahn, die die Bahnstation mit dem Ashi-See verbindet, hat den Betrieb eingestellt.

Es wird befürchten, dass es zu einer größeren Dampferuption kommt; deshalb die Sperrung. Es gibt einen Wanderweg über den benachbarten Berg (siehe Blog 2004 und 2014), der sicherlich auch gesperrt wurde, aber mit etwas Klettererfahrung trotzdem genutzt werden kann.

… lasst es !!! Zu gefährlich.

Verschiebt Hakone auf den nächsten Japanurlaub, oder verschiebt den Japanurlaub … oder lasst Hakone aus. Es gibt noch mehr Vulkane (Aso, leider auf Kyushu; Asahidake, leider auf Hokkaido) in Japan und bessere Onsen (Kusatsu, Yamanouchi, …).

Aussichtspunkte in Tokyo

Tokyo bietet mehrere Aussichtsplattformen, um hinab auf die Stadt zu schauen.

Sky Tree

Der Sky Tree ist der neueste, höchste und teuerste Aussichtspunkt. Es gibt Aussichtsplattformen bei 350m und 450m. Da es um den Turm herum keine Skyscraper gibt, wirkt es noch höher. Von hier hat man eine unglaubliche Weitsicht; 60km. Und nein, man sieht keine Ende von Tokyo. Nachts wirken die beiden Flüsse Sumidagawa und Arakawa. Aber es ist teuer. 2500yen für die untere Plattform. Weitere 1000yen für die volle Höhe. Man muss lange anstehen. Es soll eine online-Reservierung geben.

Tokyo Tower

Der zweite Turm in Tokyo. Eigentlich DER Turm. Optisch ein Nachbau des Eiffelturms. Nur in Orange. Er ist schon etwas betagt und steht jetzt im Schatten des Sky Tree, aber ein Besuch lohnt sich. Ich muss gestehen, dass ich noch nicht oben war. Von hier kann man gut nach Odaiba und zur Rainbow Bridge schauen.

Mori Tower, Roppongi

Gleich um die Ecke vom Tokyo Tower ist der Bezirk Roppongi. Hier steht der Mori Tower mit einer Aussichtspunkt im 53. Stock. darüber ist ein Musuem mit wechselnder Ausstellung. Seit ein paar Jahres ist bei gutem Wetter das Dach geöffnet. In Tokyo einmalig. Odaiba ist etwas schlechter zu sehen als vom Tokyo Tower, dafür hat man den Tower selbst mit im Bild.

Government Building

Die Twin Tower, die zum Markenzeichen von Tokyo der 90er geworden sind. Hier gibt es in jedem Turm eine Aussichtplattform. Sie öffnen täglich abwechselnd. Der Eintritt ist frei ! Und man hat einen direkten Blick auf die Skyscraper von Shinjuku, sowie das Meiji-Schrein-Areal

Das waren die großen und wichtige 4 Spots. Jeder hat seine Vor- und Nachteile. Daneben gibt es weitere Orte: Bunkyu Civic Building mit einer Aussichtsplattform im 25. Stock ist eher flach.  Der Ebisu Tower gehört zur gleichnamigen Biermarke und liegt an der gleichnamigen Bahnstation. Der Tower liegt sicherlich etwas abseits der Touristenpfade. Das Cocoon Buildung in Shinjuku hat ebenfalls eine Aussichtsplattform.

Gute Manieren

Hinweis: Dieser Artikel wird niemals komplett sein, da es immer etwas geben wird, das ich ergänzen kann …

Yukata

Beim Anziehen der Yukata gilt: Die linke Seite wird über die rechte Seite gelegt. Theoretisch geht es auch rechts über links, aber das ist dem Leichentuch vorbehalten und gilt als Unglück.

Schuhe ausziehen

Das ist eine Nummer für sich. Die Japaner haben einen Schuhfetisch. Generell gilt: Straßenschuhe werden am Eingang ausgezogen und zeigen dann in Richtung Ausgang. Es gibt mehrere Optionen das zu bewerkstelligen. Die vornehmste Variante ist:

Man zieht die Schuhe normal aus. Man schaut richtig Gastgeber. Niemals dreht man ihm den Rücken zu, das ist unhöflich. Man steigt auf die erste Stufe. Beginnend mit dem Fuß der weiter weg vom Gastgeber ist. Dann hockt man sich seitlich hin (nicht den Rücken zudrehen) und dreht die Schuhe mit einer Hand um. Dabei kann man sie auch ordentlich nebeneinander stellen und etwas zur Seite räumen.

Betreten von Schreingeländen

die Wege zum Schrein sind breit. Man geht aber nicht in der Mitte sondern immer leicht nach links oder rechts versetzt. Grund: Die Mitte des Weges ist den Göttern vorbehalten, die ebenfalls den Schrein besuchen könnten. Weitere Regeln findet ihr in jedem Reiseführer.

Stäbchen

Das ist noch so ein Fetisch mit tausend regeln. Die wichtigsten Basisregeln sind:

  • Zeige niemals mit Stäbchen auf andere
  • Stecke die Stäbchen niemals senkrecht in eine Reiseschale (das ist dem Reise vorbehalten, der den Ahnen geopfert wird)
  • Übergebe niemals, wirklich niemals, Essen mit Stäbchen an andere. Die Übergabe mit Stäbchen ist der Beerdigung vorbehalten, wenn nach der Einäscherung Knochenfragmente an die Angehörigen übergeben werden.
  • Wenn Essen von einer gemeinsamen Platte genommen wird, drehe die Stäbchen um und nehme die obere Seite. Ode benutze ein zweites Set Stäbchen. Nehme nicht die Seite, die du im Mund hattest.
Kushiage

Dip only once or die. In den meisten Läden gibt es einen Topf mit Soße für alle Gäste am Tisch. Dippe also niemals ein angebissenes Stück in den Topf.

Onsen

Es gibt zu viele Regeln. Schaut auf meine Onsen-Seiten.

Off Topic : Regenmengen

Wer die aktuellen Nachrichten verfolgt wird viel Wasser finden. Unglaublich welche Zerstörung angerichtet wurde. Was mich dabei immer wundert sind die geringen Regenmengen, die das auslösen. 50 l pro Quadratmeter, mal 80 l. Das ist jetzt nicht wirklich viel. Schlechtwetter in Japan schafft die 10fache Wassermenge. 500 Liten pro Quadratmeter in 24 Stunden sind möglich. Ich habe schon eine Wettermeldung mit 750 mm gesehen, aber leider nicht fotografiert.

Der Unterschied: In Japan hat man damit leben gelernt. Viele Fotos meiner Zugfahrten zeigen Flüssen, die links uns rechts teilweise hunderte Meter breite Uferstreifen haben. Dort sind Wanderwege und Sportplätze. Aber in Wirklichkeit sind es Überflutungsflächen, die diese Regenmassen abtransportieren sollen. In Tokyo ist da nicht möglich, aber das unterirdische Kanalsystem ist der Wahnsinn. Die erinnern an Moria aus Herr der Ringe.

Pläne für 2016

Hier ein paar erste Ideen für 2016:

    • Kyuushuu: Fukuoka, Kumamoto, Nagasaki, Kurakawa Onsen
    • 2-3 Wochen Sprachkurs in Tokyo und Fukuoka
    • Shikoku: Beginn der 88-Tempel-Pilgerstrecke
    • und wie immer ein paar Matsuri und Onsen
    • Fahrt mit dem neuen Twilight Express Mizukake *)
    • Fahrt mit dem Neon-Genesis-Evangelion-Shinkansen **)

*) Der berühmte Twilight Express hat 2015 den Dienst eingestellt. Aber es gibt einen Ersatz. Der Zug führt über eine Nord- oder Südroute nach Kitakyushu über 2 Tage und eine Nacht. Auf Hin- und Rückweg gibt es jeweils 2 Stops für Sightseeing. Eingeplant ist der Zug für den Rückweg von Fukuoka. [externer Link]

**) Sowas gibt es nur in Japan. Ein Hochgeschwindigkeitszug, der komplett nach einem Anime gestylt ist. [externer Link] Für gewöhnlich trifft dies nur die Local Trains. Aber … Japan ist auch ein Land, das eine Katze als Bahnhofsleiter hat; kein Witz. [externer Link]. Nachtrag: Tama ist im Juni 2016 gestorben, kurz vor ihrem 10-jährigen Dienstjubiläum. Sie wurde in ihrer Dienstzeit zwei Mal befördert: Super Station Master und später zum Vizepräsidenten der Eisenbahngestellschaft. Nach ihren Tod wurde sie im Rahmen des Shintoismus zur Gottheit erklärt.

Hier eine ToDo-Liste … mehr als Notiz für mich als für euch:

  • Sento in Tokyo (Myoin-yu) … Gokuraku, Gokuraku
  • Hyatt Hotel (Cocktail Bar)
  • Izakaya in Golden Gai und/oder Ginza Area (Begin Japanonolgy)
  • Yatai Food in Fukuoka
  • „Newtona Apfelbaum“ in ToDai
  • Jazz Bar in Yokohama
  • Shinkansen, Ekiben

Hier ein paar Impresssionen vom Type 500 EVA-01