Shinjuku Eki – Bahnhofder Superlative

Über Tokyo Eki und Shibuya Eki habe ich schon geschrieben. Beide liefern einige Rekorde, aber das Non-plus-ultra ist der Bahnhof von Shinjuku, der drei Stopps mit der Yamanote nördlich von Shibuya liegt:

  • Täglich (!) benutzen über 3,64 Millionen Fahrgäste diesen Bahnhof (Stand 2007 und etwa stabil). Das entspricht der Einwohnerzahl von ganz Berlin. Damit ist der Shinjuku noch vor Shibuya der Bahnhof mit den meisten Fahrgästen … (mit der Stimme von Jeremy Clarkson) … IN THE WORLD.
  • Täglich(!)  fahren hier über 10.000 Züge ab.
  • Es gibt 33 Bahngleise (Züge und U-Bahnen).
  • 7 Bahngesellschaften betreiben über 20 Zugverbindungen.
  • Über 100 Ein- und Ausgänge sind auf mehreren Ebenen verteilt.

Damit die 10.000 Züge auf den 33 Gleisen überhaupt fahren können, sind natürlich Verspätungen indiskutabel. Hier eine Rechnung:

  • 10.000 Züge / 33 Gleise = 300 Züge / Bahngleis
  • 300 Züge/Gleis : 20 Stunden Betriebszeit = 15 Züge / (Gleis und Stunde)

Shinjuku-Eki; Bahnsteige und Schilder

Mit anderen Worten: Auf jedem Gleis dieses Bahnhofes fährt alle 4 Minuten ein Zug ab. Und das ist nur der Mittelwert. Während der Rush Hour schrumpfen die Taktungen auf 90 Sekunden zusammen. Dies führt zu einem weiteren Rekord:

  • Während der Rush Hour steigen etwa 500 Menschen pro Sekunde (!) ein oder aus.

Die Bahngesellschaften, die sich hier Gleise und Gebäude teilen sind: Japan Rail, Keio, Toie, Odakyu, Seibu,  Tokyo Metro und Toei Subway.

Die Bahnstrecken von Japan Rail sind: Saikyo-Line, Rinkai-Line, Shonan-Shinjuku-Line, Yamanote, Chuo-Line und Chuo-Sobu-Line, Spacia, Narita Express (Nex), Super Azusa. Hinzu kommen die Linien von Keio, Keio Shin-Sen, Odakyu (u.a. der Romacier nach Hakone), Odawara-Line. Hinzu kommen die U-Bahn-Linien Maronouchi, Oedo und Shinjuku.

  • Es gibt zwei (genauer genommen sogar drei) Bahnhofsgebäude.

Die Seibu-Line hat ein eigenes Gebäude, dass etwa 500 m  nördlich liegt. Unterirdisch sind die Gebäude verbunden. Darüber hinaus hat Shinjuku (ohne Seibu) auch wieder zwei Gebäude. Der Altbau (Shinjuku) beherrbert dabei zwei komplette mehrgeschossige Kaufhäuser. Der Neubau (Shinjuku Nishiguchi) behaltet ein Busterminal und ein Taxiterminal.

Shinjuku-Eki; die verschiedenen Gebäude des Bahnhofes

Fun Fact: Die Kaufhäuser in Shinjuku sind Keio und Odakyu und gehören den gleichnamigen Bahngesellschaften. In Japan sind Kaufhäuser sehr, sehr oft Teil von Bahnhöfen: nicht nur in Tokyo, sondern überall: Osaka, Nagano, Saporro, … Das ist zum einem praktisch, da man auf dem Weg nach Hause wschnell einkaufen kann, aber auch verwirrend. Zu den unterirdischen Korridoren eine Bahnhofen kommen die Basements der Shopping Malls. In Osaka Umeda ist das echt nervig.

  • Es gibt mehrere Kilometer unterirdische Korridore, die Shinjuku Eki unterirdisch mit der Umgebung verbinden.

Die unterirdischen Fußgängerkorridore reichen im Westen bis zu den U-Bahn-Stationen Tochomae (Oedo-Line) oder Nishi-Shinkjuku (Marunouchi-Line) laufen. Man kommt trockenen Fußes (oder sonnengeschützt) bis zum Toyko Metropolitan Building und viele andere Bürogebäude.  Nach Norden ist ein Großteil der Yasukuni-dori unterkellert. Ein Korridor führt über 500m nach Osten bis weit hinter die U-Bahn-Station „Shinjuku-Sanchome“ (Fukutoshin-Line, Shinjuku-Line und Marunouchi Line) und bis zum  Hanazono Jinja. Vom westlichsten Eingang der Tochomea Station bis zum Ausgang am Hanazono Jinja sind es über 2,0 km. Alles unterirdisch.

Shinjuku-Eki; einige der verschiedenen Ausgänge

Man kann entlang der Marunouchi Line 2 Station unterirdisch zu Fuß gehen: von Nishi-Shinjuku (M-7) über Shinjuku (M-8) nach Shinjuku-Sanchome (M-9). Fun Fact: Man kann bei Ochanomizu (M-20) mit dem Boot unter der Marunochi-U-Bahn-Line unterdurch fahren.

  • Ein Bahnsteig endet erst kurz vor dem nächsten Bahnhofes.

Der Bahnsteig der Shonan-Shinjuku-Line reicht sehr weit nach Süden und endet gerade einmal 150m entfernt vom Bahnsteigen des Bahnhofe Yoyogi; dem nächste Bahnhof auf der Yamanote-Line.

  • Die Oedo-Line hat in Shinjuku Eki zwei Haltepunkte.

Man kann auch sagen, dass Shinjuku so groß ist, das die Oedo-Line hier zwei Mal halten muss: Higashi-Shinjuku (E-02) und Shinjuku-Nishiguchi (E-01).  Zwischen ihnen liegen 800m. Natürlich kann man den Weg auch durch die unterirdischen Korridore laufen.

Shinjuku-Eki; das neue Gebäude mit dem Busterminal im 4. Obergeschoss

Für  Touristen

Das Einzige, was Shinjuku Eki nicht bietet, ist ein Shinkansen-Anschluss. Touristen sollten den Bahnhof trotzdem hoch priorisieren:

  • Von Shinjuku Eki fahren Züge direkt nach Hakone und Nikko. Von Tokyo Eki aus müssten man umsteigen.
  • Von Shinjuku fahren u.a. Busse nach Kawaguchiko (Mt. Fuji) und Hakone. Hier starten auf Highwaybusse nach Kusatsu.
Shinjuku ist nicht Tokyo?

Folgendes  Szenario: Man fahrt mit dem Bus von Hakone nach Tokyo und fragt zu Sicherheit den Busfahrer. Der antwortet: Nein, der Bus fährt nicht nach Tokyo, sondern nach Shinjuku. So mir widerfahren 2004.

Natürlich ist man verwirrt. Shinjuku ist doch in Tokyo? Gibt es noch ein anderes Shinjuku? Man wird da schon nervös. Der Busfahrer hatte natürlich recht. Der Bus fuhr nach Shinjuku, in Tokyo, aber Shinjuku ist halt nicht Tokyo? Es ist kompliziert. Shinjuku ist einer der 23 Bezirke der Präfektur Tokyo (die Bezirke selbst sind dabei nur der östliche Teil der Präfektur Tokyo). Auf dem Stadtplan und auf Google-Maps sind die 23 Bezirke ein durchgehendes Häusermeer. Wir bezeichnen das Alles als Tokyo. Für den Japaner ist Shinjuku mitunter kein Stadtteil von Tokyo, sondern eine Stadt in (der Region) Tokyo.

Von Shinjuku Eki nach Tokyo Eki sind es knapp 30 Minuten mit der Yamanote (mit der Chuo oder der Subway ist es nicht wirklich schneller). Somit hatte der Busfahrer auch insofern recht, dass man nicht wirklich im richtigen Bus sitzt, wenn man nach Tokyo (Eki) will.

Das ist so, als würde man in Deutschland fragen, ob der Zug nach Berlin fährt und der Schaffner sagt „Nein“, da Zug am Bahnhof Zoo endet (und eben nicht zum Hauptbahnhof Berlin fährt).

Ein Labyrinth names Shibuya Station

Shibuya Station (渋谷駅) ist einer der größten Bahnhöfe in Tokyo. Täglich steigen hier über 3,3 Millionen Fahrgäste am Tag (!) ein, aus oder um. Manche Quellen bezeichnen ihn als zweitgrößten Bahnhof weltweit bezogen auf die Fahrgastzahlen, nur übertroffen von Shinjuku. Und die Zahlen steigen. 2004 war Shibuya mit „nur“ 2,4 Millionen Fahrgäste weltweit noch auf Platz 4 hinter Shinjuku (Tokyo), Ikebukuro (Tokyo) und Osaka/Umeda.

9 Bahnlinien treffen hier aufeinander, die sich auf insgesamt 5 Ebenen plus Zwischenlevel verteilten:

  • die U-Bahn-Linien Ginza (G),  Hanzomon (H) und Fukutoshin (F)
  • JR Linien Saikyo (JA), Shonan-Shinjuku (JS) und Yamanote (JY)
  • Tokyu Denentoshi (DT) und Toyoko Line (TY)
  • Keio Inokashira Line (IN)
  • auch der Narita Express (NEX) stoppt hier

Zwischen den Bahnsteigen befindet sich ein wahren Labyrinth aus Korridoren. Es gibt über 30 Ein- und Ausgänge. Ich weiß noch, wie ich auf der ersten Reise vergeblich (fast) versucht habe, den Weg zurück zum Bahnsteig der Ginza-Linie zu finden.

Das Chaos wird noch größer, wenn man brücksichtigt, dass der Bahnhof unter bzw. in einem Gebäudekomplex liegt (Ginza-Linie), der ein komplettes Kaufhaus (das Toyoko Department Store) beherbergt. Ein- und Ausgänge führen also entweder ins Freie oder ins Kaufhaus.

Shibuya Station startete seinen Betrieb am 01. März 1885 als Haltepunkt an der damaligen Shinagawa Linie. Weitere Bahnlinien und Bahngesellschaften folgten. Hier eine Übersicht:

  • 1885: JR Shinagawa-Linie
  • 1907: Tamagawa Dentetstu (Betriebsende 1969)
  • 1909: JR Yamanote-Linie (Übernahme der Shinagawa-Linie)
  • 1927: Toyoko-Linie
  • 1933: Teito Shibuya Line (heute Keio Dentetsu)
  • 1938: Tokyo Rapid Railway (wurde 1939 eine Verlängerung der Ginza-Linie und 1941 Teil der Ginza-Linie)
  • 1977: Den-en-Toshi Linie
  • 1978: Hanzomon-UBahn-Linie
  • 2008: Fukutoshin-UBahn-Linie

Die letzte Ergänzung war die Fukutoshin U-Bahn-Linie in 2008, die 2013 mit der Tokyu-Line verbunden wurde. Man kann also mit Recht sagen, dass dieser Bahnhof organisch gewachsen ist. Und ich kann von mir behaupten, dass ich Shibuya Station ohne Fukutoshin, mit Fukutoshin und jetzt mit der Kombination Fukutoshin/Toyoko-Linie kenne.

Besonderheiten

Thru-Service: U-Bahn-Linien enden nicht einfach, sondern verlängern sich zu Regionalbahnlinien. Das kann verwirrend sein, zumal diese Verlängerung in den Reiseführern nicht erwähnt ist und man irrtümlich andere, vermeintlich einfacher Route wählt. Ich habe diese Besonderheit auch schon benutzt. Auf dem Rückweg von Chinatown Yokohama bin ich in die dortige Minatomirai-UBahn-Linie eingestiegen, die in Yokohama zur Toyoko-Linie wurde. Shibuya einschien auf de Anzeige, also bin ich sitzen geblieben. In Shibuya hätte ich dann mit der Fukutoshin-Ubahn weiterfahren können, aber ich habe ich die Ginza gewechselt, um zurück zum Hotel zu fahren. Und ich habe mich wieder einmal verlaufen.

Weitere Bespiele ist die Asakusa-UBahn-Linie, die sich nach Süden in einen Zug zum Airport Haneda verlängert und nach Norden in einen Zug zum Airport Narita. Aber ich schweife ab …

Der Bahnhof der Toyoko-Line WAR bis 2013 ein Kopfbahnhof mit 2 Gleisen und 4 Bahnsteigen. Man steigt auf die gerade Bahnsteige aus, während Passgiere für den Einstieg auf den ungeraden warten. Die Fahrgastströme werden also auf verschiedene Bahnsteige getrennt.

Der Bahnsteig der Saikyo-Linie ist etwa 350m südlich der Bahnsteige der Yamanote Linie.  Man muss also ein ganzes Stück laufen. Von der Fukutoshin/Toyoko-Line sind über 600m.

Warum endet die Ginza-U-Bahn-Linie im 3F?

Dazu muss man wissen, dass die Ginza-Linie eine U-Bahnlinie ist, die in Shibuya endet; und zwar im zweiten Stock (3F in Japan) des Toyoko Department Stores. Warum?

Shibuya liegt in einem Flusstal und damit mehrere Meter tiefer als das restliche Tokyo drumherum. Die Ginza-Linie verlässt die Station Omotesando und hält ihrer Höhe bzw. Tiefe. Kurz vor der Station Shibuya ist das Gelände soweit gesunken, dass die U-Bahn jetzt überirdisch fährt.

Im Stadtbild kann man Tallage gut erkennen. Wenn man von Shibuya nach Meiji-Jingu-Mae läuft beginnt man unter der Ginza-Linie und es geht bergauf. Geht man von dort nach Omotesando geht es weiter bergauf. In Omotesando angekommen ist man weit oberhalb der Ginza-Linie.

Auch die Doganzaka führt vom Banhhof kommend vorbei an Shibuya 109 bergauf. Links liegt „Love Hotel Hill“ mit seinen engen Gassen und Treppen.

Wo ist der Fluss geblieben?

Der Fluss, der durch das Tal führt. existiert noch. Man kann ihn auf google-maps südlich der Station sehen. Im Bereich der Station verläuft er unterirdisch. Er wurde von der Station und dem Department Store überbaut. Oder besser gesagt: umbaut.

Der Fluss ist mit ein Grund für das Korridorlabyrinth. Alle unterirdischen Korridori müssen um den Fluss herum geführt werden. Der Shibuyagawa ist auch der Grund, warum das Ostgebäude des Toyoko Department Store keine Delikatessenabteilung in Kellergeschossen, genauer gesagt keine Kellergeschosse, hat.

Derzeit befindet sich die ganze Region um den Bahnhof im Umbau. Neue Hochhäuser wie Shibuya Scramble entstehen. Auch der Bahnhof wird umgebaut. Fun Fact: Flüsse gelten in Japan als „Public Space“ und dürfen daher nicht von Privatleuten und Firmen überbaut werden. Das Department Store ist also rein theoretisch illegal gewesen.

Jetzt kommt der Hammer: Die haben den unterirdischen Fluss verlegt und Platz für ein unterirdische Plaza geschaffen: Die East Exit Underground Plaza, die am 30. Oktober 2019 eröffnet wurde. Wer in der Plaza ist, sollte nach oben schauen. Die Betonkonstruktion unter der Decke, das ist der Fluss !

Der Wahnsinn eines Bahnhofumbaus

Seit 2004 bin ich immer wieder in Shibuya. Und jedes Mal bin ich irgendwo falsch abgebogen. Das liegt zum einem an diesem Chaos an Gängen und Korridoren, zum anderen aber auch daran, dass sich jedes Mal etwas geändert hat; neue Bahnlinien kamen hinzu, Ausgänge wurden verlegt. Seit 2013 ist es besonders schlimm. Der ganze Bahnhof wurde nach und nach im vollen Betrieb (!) umgestaltet. Teile des Tokyu Department Store wurde abgerissen. Nicht einfach, wenn einzelne Bahnlinien in diesem Gebäude enden.

Verlegung der Toyoko-Linie in den Keller

Im Zuge des Umbaus wurde die Toyoko-Linie verlegt. Sie endete 2013 überirdisch (2F) in Shinjuku. Am 16.03.2013 wurde sie auf die unterirdische Ebene B5F verlegt und mit der Fukutoshin-Linie verbunden.

Der Schwenk der Streckenführung erfolgte im laufenden Betrieb, innerhalb von nur 4 Stunden zwischen den letzten Nachtzug und dem ersten Morgenzug. Es war eine perfekte Choreographie von 1200 Bauarbeitern.

Alles war vorbereitet. Zwischen letzten und ersten Zug, wurde ein Gleissegment entfernt, das Segment davor von Hydraulikpressen nach unten gedrückt. Es wurde das fehlende Segment zur bereits bis hier gebauten neuen Streckenführung eingefügt. Alles wurde getestet (inklusive Testzug) und der erste Zug fuhr pünktlich auf die neue Strecke.

Verlegung der Ginza-Linie um 50m

Anfang 2020 wurde die Ginza-Linie verschoben. Wie bereits erwähnt endet sich überirdisch. Kurz vor dem Bahnhof quert sie eine Hauptverkehrsstraße.

Für die Ginza-Linie wurde ein komplett neuer Bahnsteig gebaut, der 50m neben dem alten liegt. Im Rahmen einer Großaktion wurde die Brücke über die Straße verschoben. [Ich hatte darüber berichtet.] Dafür wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Ginza-Linie, die übrigens seit über 100 Jahren existiert, der Betrieb für mehr als zwei Tage für Bauarbeiten unterbrochen. Für japanische Verhältnisse ist das heftig. Und es zeigt, wie enorm die Umbaumaßnahme war.

Und ich muss schob wieder die Korridore neu lernen. Die Ginza-Linie ist meine Linie nach Shibuya, da ich nicht umsteigen muss.


Ausgang A8

Alle Ausgänge wurden umbenannt. Es gibt jetzt endlich ein System: A-Ausgänge führen zur berühmten Kreuzung, Center-Gai und der Hachiko-Statue. B und C sind die neuen Hochhäuser. D ist ein Gebiet, dass sich noch im Umbau befindet. Leider heißt dies auch, dass ich alles neu lernen muss und dass alle Reiseführer, die vor 2020 gedruckt wurden, jetzt falsch sind,

Ausgang A8 ist übrigens der Ausgang, der zur Hachiko-Statue führt. Hachi ist das japanische Wort für 8. Ist das cool, oder nicht?

Die Hachiko-Statue ist übrigens eine Statue von einem Hund. Dieser hat sein Herrchen immer morgens zum Bahnhof begleitet und abends auf ihn gewartet, wenn er  von der Arbeit zurück kam. Hachiko war ein Akita-Inu und der 8. Hund aus dem Wurf, daher der Name. Am 21.05.1925 starb sein Herrchen Hidesaburo Ueno auf der Arbeit und kehrte nicht mehr zum wartenden Hachiko zurück. Die nächsten 10 Jahre kehrte der Hund immer wieder zum Bahnhof zurück und wartete. Hachiko starb am 8. März 1935. Sein Fell wurde präpariert und ist jetzt im National Museum of Science in Ueno ausgestellt. Der Rest von Hachiko wurde eingeäschert und neben seinem Herrchen auf dem Aoyama Friedhof beigesetzt.

weitere geplante Umbauten

Die Umgestaltung von Shibuya Sation und die Region um den Bahnhof herum ist noch nicht abgeschlossen.Es wird also weiter dabei bleiben, dass ich verwirrt bin, wenn ich Shibuya besuche: Das Areal im Südwesten (D-Ausgänge) ist derzeit im vollem Umbau. Am Bahnhof selbst soll der Saikyo-Bahnsteig mit dem Yamanote-Bahnsteigs zusammengelegt werden.

[Stand: 22.02.2020]

Singender Sushi-Koch in Koblenz

Da hat es doch mein favorisiertes Sushi-Restaurant ins Fernsehen geschafft … Sushi & Ramen Pirates, Koblenz …

Ich kann das Video (4 min) leider nicht direkt verlinken, ihr müsst den Links folgen. Das Video ist aktuell verfügbar auf der SWR-Seite und in der ARD Mediathek:

www.swrfernsehen.de/landesschau-rp/Vom-Land-des-Laechelns-an-den-Rhein-Singender-Sushi-Koch-in-Koblenz,av-o1192237-100.html

https://www.ardmediathek.de/swr/player/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzExOTIyMzc/

(Beide Seiten benutzen Scripte vom akakmaihd.net-Server und den eigenen Servern. Die Cookies kann man problemlos blocken. Irgendwelche Tracker habe ich auf den ersten Blick nicht entdeckt.)


Und hier kurz die wichtigsten Gründe für das Sushi & Ramen Pirates:

  • Es ist das einzige, mir bekannte japanische Restaurant in Koblenz, in dem auch ein Japaner, namentlich Gaku Sumida, arbeitet.

Nichts gegen die Koreaner und Vietnamesen in den anderen Sushiläden in Koblenz, aber wenn ich zum Italiener gehe, erwarte ich einen Italiener und keinen Griechen hinterm Tresen. Und wenn ich gezielt zu einem Koreaner gehe, will ich etwas koreanisches Essen. Nennt mich engstirnig oder voreingenommen, mir egal.

Leider ist mein japanisch immer noch nicht gut genug, um den ganzen Abend dort auf Japanisch zu bewältigen.


Quizfrage: Welches Ramen ist von Gaku ?


  • Es ist kein Restaurant im deutschen Sinn … Ich merke gerade, ich muss etwas ausholen …

Als ich zum ersten Mal (2015) im Sushi Pirates war, da sah es noch aus wie eine altbackene deutsche Kneipe: ein dominanter Tresen, gefliester Fußboden, einfache Möblierung; ein bisschen so wie das Sportheim, in das mein Opa immer für den Frühschoppen gegangen ist.

Mein erster Gedanke war: „Aha … O…K…“ Mein zweiter Gedanke ein paar Minuten später war: „Irgendwie japanisch, gefällt mir“. In Deutschland wirken asiatische Restaurants, nein eigentlich alle Restaurants mit ausländischer Küche, entweder durchgestylt oder ersaufen in Klischees. Kein Grieche ohne Weinlaub, keine Chinaladen ohne diese Winkekatze Manekineko (die übrigens aus Japan kommt) oder alles ist hipsteroptimiert. Das Pirates hat nicht einmal den Versuch unternommen. Und das erinnerte mich an diese viele kleinen Izakaya aus Tokyo und Osaka. Man sitzt dort hinter einer Plastikplane unter einem Treppenaufgang oder auf umgedrehten Getränkekästen. Alles wirkt so improvisiert und unfertig. Die Atmosphäre entsteht durch die Gäste. Der Wirt gibt nur die Bühne, die Gäste sorgen für die Performance. — Ein zweiter Laden der ähnlich ist, wäre das Daruma in Hamburg. Man kann aber beide Läden trotzdem nicht miteinander vergleichen.

Mittlerweile sind die Räume etwas japanisiert. Die eine Wand ist in ein dunkles rot getaucht. Der holzfarbene Biertresen ist mit erstaunlich einfachen Mitteln optisch verdeckt worden. Es ist aber nichts übertrieben. Von mir aus kann alles so bleiben … naja, der absolute Kracher wäre eine Tatamiecke ganz hinten im Laden.


Quizfrage: Welches Sushi ist von Gaku?


  • Im Hintergrund läuft klassische Musik und kein pseudo-japanisches Gedudel … Aber: Wir sollten mal die CD wechseln *grins*

Der Hintergrund wird durch die Reportage klar: Gaku ist Opernsänger. Das war für ihn der Grund nach Deutschland zu kommen. Das Sushirestaurant war also eher sein Plan B. Und ich bin ja so dankbar für Plan B (ich bin kein Opern-Fan).

Und das gab es auch schon: Man kommt am Samstag zum Pirates und dort hängt ein Schild: Heute geschlossen. Gaku bekommt immer wieder mal die Chance eine kleine Rolle zu Singen; zuletzt an der Oper in Frankfurt in Don Carlo.  Dann ist Gaku wieder bei seinem Plan A und ich muss für das Abendessen meinen Plan B suchen.

    • Und natürlich der wichtigste Punkt: Das Essen.

2015 gab es nur Sushi und ein paar leckere Snacks wie Edameme, Yakitori und Gyoza. Dann irgendwann kam Ramen dazu; nicht nur Miso Ramen und Shoyu Ramen sondern auch mein Favorit: Tonkotsu Ramen. Der zeitliche Aufwand, um die Brühe herzustellen ist enorm.

Ramen und Sushi sind so dicht am Original, dass ich schon gar nicht mehr nach Düsseldorf fahre. — Nichts gegen die Läden in Düsseldorf, aber seitdem Ramen zum Wellness-Hype erhoben wurde, finde ich dort die merkwüridgsten Zutaten in der Schüssel. Was hat Brokkoli in einem Ramen verloren? — Nicht so bei Gaku. Hier ist alles klassisch.

Gleiches gilt für Sushi. Ja es gibt diese leckeren Kreationen in Düsseldorf und Frankfurt. Und ja, ich mag auch die. Aber bei Gaku kriegt man die Klassiker. Und es steht und fällt mit dem Reis.


Quizfrage: Welcher „Snack“ ist von Gaku?


Wichtig: Wer nicht reserviert (und vorbestellt), kann unter Umständen etwas länger warten. Gaku arbeitet in der Küche alleine. Sein Laden lebt von Stammkunden, die zur Abholung bestellen. Wenn man — so wie ich in der Regel — einfach so vorbei kommt, muss Gaku die Bestellung irgendwo dazwischen quetschen. Mich stört das nicht, da ich ja das Ergebnis des Wartens kenne.

Aber ich saß auch schon mal über eine Stunde. Gaku ist fair. Er sagt einem gleich beim Hereinkommen, wie ausgelastet er ist und man hat die Wahl. Ich warte gerne. Ich habe allerdings schon Gäste erlebt, die anfingen rumzumeckern. Frei nach dem Motto: ich will auswärts essen, aber um 20:15 beginnt DSDS. Ich hingegen komme gegen 19 Uhr und gehe so gegen 22 Uhr.


Würde ich was ändern wollen? Ja, drei Dinge:

  • eine kleine Tatamiecke
  • Hakata Ramen mit auf die Karte (Zutaten sind schon alle da)
  • eine größere Sake-Auswahl

TE2020 – The Soundscapes of Tokyo

Für gewöhnlich komentiere ich nicht jede Version von Tokyo Eye 2020 auf NHK World. Schon gar nicht, wenn  es sich um eine Wiederholung (vom 18.09.2019) handelt. In dieser Sendung geht es um die Welt der Geräusche in Tokyo. Und deshalb mach ich eine Ausnahme.

The Soundscapes of Tokyo – TOKYO EYE 2020 | NHK WORLD-JAPAN On Demand

www3.nhk.or.jp/nhkworld/en/ondemand/video/2053159/
(Achtung: Das Video wird nach einem Jahr entfernt. Ich versuche es irgendwie zu rippen, stelle es aber nicht online; Hashtag Copyright)

Die ersten knapp 6 Minuten zeigen Ueno (Bahnhof und den Park). Wie ihr alle bereits wisst, ist mein Hotel nur 10 Fußminuten entfernt.

Wir schreiben das Jahr 2004: Ich erreiche mit dem Keisei Liner von Narita Airport kommend Tokyo, Ueno. Ich bin erst seit zwei Stunden Im Land. Alles ist neu. Alles ist anders und unvertraut. Mein erster Fußmarsch (mit einer handgezeichneten Karte, da googlemaps noch nicht existiert) ist durch den Ueno Park und dann weiter entlang einer der Hauptstraßen von Ueno.

Die Zikaden und die Tempelglocke sind Geräusche, die ich seitdem mit Ueno verbinde. Das Piepen der Ampeln und die Melodien der Zugansagen sind fest verknüpft mit Ueno Station und Tokyo.

[Die Tempelglocke von Ueno ist eines von 100 „Sounds of Japan“. Dann muss ich also nur noch die anderen 99 live hören. Das ist machbar. *grins* ]

Im nächsten Abschnitt geht es um Shibamata. Das knirschen des Holzpaddels der Yagiri-no-watashi und die Geräusche in der Straße zum Shibamata Taishakuten … Shibamata habe ich 2019 besucht und ja, an diese Geräusche erinnere ich mich. [Damit fehlen noch 97 Sounds … Allerdings muss ich noch mal dorthin, um den Ton auch aufzunehmen.]


Etwa ab Minute 15 geht es um Geräsuche in Ochanomizu; speziell um das Glockenspiel der Nikolai Kathedrale. Das ist auch nur 10 Miunten von Hotel Edoya entfernt, aber ich habe die Kirchenglocken noch nie gehört. Sieht so aus, als hätte ich  etwas für meine ToDo-Liste 2020.

Hm … Ich sollte meine Sounds-Of-Japan-Idee von 2010 wiederbeleben. Ich brauche allerdings ein besseres Mikrophon. Den handlichen Rekorder von 2010 habe ich noch. Ich muss auch mal die alten Audiodateien von 2010 sichten.


Die Show ist in Englisch und Japanisch (englische Untertitel. Aber es geht ja um Geräusche, die sprachunabhängig sind. Einfach mal reinhören …

Die besten Onsen

Onsen sind so eine Sache. In den optisch reizvollen Onsenorten kann man oft nur baden und Onsenorte „mit Rahmenprogramm“ sind meist optisch nicht anspruchsvoll. Dann gibt es noch jede Menge Onsenorte, bei denen man das Hotel gar nicht verlassen sollte.

Auf der Suche im Internet findet man unzählige Top-10-Listen. Einige Orte tauchen auf fast jeder Liste auf: Beppu, Kusatsu, Atami, Yufuin, Kurokawa, Hakone, Dogo, Gero, Kinugawa, Arima und Noboribetsu.

Über die Hälfte habe ich schon besucht. Einige kann ich durchaus als Top10 bestätigen. Bei Beppu denke ich „Wirklich?“ gefolgt von „Wo ist Bessho Onsen?“ … Ich mache es kurz: Ich versuche meine Top 10 aufzustellen. Dabei beschränke ich mich auf Orte, die ich  besucht habe und es ist zu beachten, dass ich hier auf eine Zeitspanne von über 15 Jahre zurückschaue, in denen sich viel ändern kann:

  • Kurokawa Onsen (2014)
  • Kusatsu Onsen (2013)
  • Dogo Onsen (2014)
  • Yudanaka Onsen / Shibu Onsen (2004, 2013, 2014)
  • Beppu Onsen (2006)
    • Bessho Onsen (2013)
    • Yufuin Onsen (2014)
    • Minakami Onsen / Takaragawa Onsen (2019)
    • Hakone Onsen / Yumoto Hakone (—)
    • Naruko Onsen (2004, 2014)
      • Kamiyamada Onsen (2016)
      • Sounkyo Onsen (2010)
      • Atami Onsen (2019)
      • Ogoto Onsen (2016)
        • [Toyoko Onsen (2010)]
        • [Higashiyama Onsen in Aizu Wakamatsu (2018)]

Kontext: Es gibt einen Grund für den Zustand der Onsenorte heutzutage; hier die Kurzversion: In den 50/60ern gab es in Japan das Wirtschaftswunder wie auch in Deutschland. Es folgte eine Boom bei den Urlaubsreisen, gerade bei den Wochenendtrips. In den 80ern trat eine Sättigung ein. Da waren aber viele Orte schon mit Bettenburgen verbaut (siehe Atami). Dann bröckelte die Wirtschaft, Anfang der 90er platzte dann die Bubble Economy. Das System Onsenurlaub kollabierte.

Ein zweites Problem, das bis heute nachwirkt, waren die großen Hotels selbst. Sie boten alles Indoor an; Restaurants, Arcades, … Dies hat den Geschäften im Ort, das Wasser abgegraben. Und mit dem Niedergang der großen Hotels war dann alles versschwunden.

Wer ab den 2000ern in einen Onsenort reist, wird dies sofort sehen: Leerstand. Sowohl bei Hotels, als auch bei Restaurants, Geschäften und Wohnungen. Teilweise habe die Orte über die Hälfte der Einwohner verloren.


(1) Kurokawa Onsen

Dieser Ort ist der Traum von einem Onsenort. Er liegt in einem kleinen Flusstal irgendwo in der Mitte von Kyushu. Hier reiht sich ein Onsen an das andere; über 50. Es gibt einen Badepass, mit dem man für 3000yen in 5 Onsen baden kann. Das ist nicht billig, lohnt sich aber, zumal der Kauf nicht an einen Übernachtung gebunden ist.

Die Anreise ist nur mit dem Auto oder einem Bus (ab Yufuin Onsen oder Kumamoto) möglich. Die Fahrt dauert knapp zwei Stunden und ist nur zwei Mal am Tag möglich. Ich habe diesen Tagesausflug nicht bereut. Keine Sekunde.

Man muss sich aber im Klaren sein, dass es außer Onsen in Kurokawa nichts gibt. Am Wochenende nicht einmal einen funktionierenden Geldautomaten. Einen 7eleven sucht man vergeblich. Eventuell im nächsten Dorf, aber mit nur zwei Bussen am Tag … Hier kann man wirklich nur „onsen“.

(2) Kusatsu Onsen, Kanto

Definitiv ein Ort, den man besuchen sollte. Ich empfehle den verschneiten Winter, denn Kusatsu hat ein traumhaftes Skigebiet. Es gibt in Kusatsu einen Altstadtkern und in der Mitte davon das Yubatake, eine Onsenquelle, zu heiß zum Baden in der  Yu-no-Hana (Schwefelablagerungen, die als Badezusatz verkaut werden) gewonnen wird. Das Yubatake selbst ist, gerade im Winter mit dem Dampf, ein echtes Highlight. Daneben gibt es ein altes Badehaus mit Touristenbespaßung (kann man sich wirklich anschauen) und ein kleines öffentliches Badehaus.

Weiteren Public Onsen sind wie auch die Ryokans und Hotels über das Stadtgebiet verteilt. Im Altstadtbereich gibt es viele Häuser im japanischen Baustil. Und dann ist das noch das große Public Rotenburo außerhalb der Stadt am Anfang der Berge.

Im Sommer gibt es einen Bus über die Passstraße nach Yudanaka. Im Winter ist dieser wegen der Schneemassen gesperrt. Der Gipfel, Mt. Shirane, ist ein Vulkan. Der Krater ist allerdings schon seit längerem gesperrt. Einziger Nachteil ist die etwas Anreise mit mehreren Zügen und Bussen.

(3) Dogo Onsen, Shikoku

Ich bin selbst verblüfft, dass ich Dogo Onsen auf Platz 3 packe. Es liegt wohl ein Stück weit auch am Ryokan, indem ich übernachtete. Dogo liegt etwas außerhalb der Stadt Matsuyama; im Prinzip auf genau der anderen Seite der Burg wie der Bahnhof. Ein kleine Straßenbahn bringt einem dorthin.

Der Bahnhof und der Vorplatz sind sicherlich ein Punkt für Dogo. Es gibt eine onsentypische,überdachte Einkaufsstraße. Am anderen Ende liegt das Dogo Onsen. Ein ehrwürdiger alter Holzbau mit mehreren Bädern und Ruheräumen. Dieses Onsen ist das Hightlight und Zentrum von Dogo Onsen. Nebenan gibt es noch ein modernes Sento.

Zugegeben. Das ist nicht viel. Aber der Ort hat irgendwie einen Charme und der Besuch des Onsen ist einen Abstecher wert. Pluspunkt ist sicherlich die Nähe zu Matsuyama.

(4) Yudanaka Onsen / Shibu Onsen

Dieser Ort ist sicherlich nur auf der Liste, da es mein erstes Onsen war. Yudanakas Straßen sind nachts verweist. Das Onsenleben spielt sich innerhalb der Hotels ab. Shibu Onsen ist nebenan (2km) und bietet zumindest so etwas wie eine Altstadt mit gewissem Charme und Onsen-Feeling.

In Shibu gibt es 9 kleine Public Onsen. Man kann ein Tenugui kaufen und an jedem Onsen abstempeln. Der Besuch aller 9 Onsen und der beiden kleinen Tempel soll lebenslange Gesundheit versprechen. Ein geniales Souvenir ist es allemal. Ich habe bereits 3 Stück! — Leider ist der Besuch der Public Onsen nur mit einem Schlüssel möglich, den man seit ein paar Jahren nur noch bekommt, wenn man in einem Hotel in Shibu Onsen übernachtet (2004 hatten man auch als Gast in Yudanaka Zugang).

Touristisch gibt es ein paar nette Punkte: Ganz oben steht der Monkey Park. Kennt ihr die badenden Affen? 90% der Fotos kommen von hier. Oberhalb von Yudanaka/Shibu ist das Shiga Kogen Ski-Resort, das Austragungsort der olypischen Spiele 1998 war.

Yudanaka ist per Zug über Nagano zu erreichen (der Express heißt Snow Monkey). Die Linie gehört nicht zu JR. Im Sommer gibt es zudem eine Busverbindung nach Kusatsu. Im Winter ist die Passstraße wegen Schnee geschlossen.

(5) Beppu Onsen, Kyushu

Beppu ist einer der favorisierten Onsenorte in Japan. Ich war 2006 dort, hatte aber die Onsen selbst noch nicht wirklich in meine Reiseplanung eingebaut. Ich war fürs Sightseeing dort (dämlich, ich weiß).

Neben einigen Public Onsen (der Rest spielt sich wieder in den Hotels ab) gibt es die Jigoku, die „9 Höllen“. Dies sind heiße Quellen, in denen man nicht Baden kann.  Man kann sie im Rahmen eines Tages besichtigen. Am Stadtrand gibt es den Berg Tsurumi, der zum Wandern einlädt.

Im Ort gibt es dutzende Ryokans und Hotels. Man muss sich fast schon bemühen eine Hotel ohne Onsen im Keller oder auf dem Dach zu finden.

Die Anreise ist mit Zügen ab Kitakyushu möglich. Beppu liegt dabei etwas nördlich vin Oita. Von Beppu fahren Busse nach Yufuin und Kurokawa. Eine Zugverbindung nach Yufuin besteht über Oita.

(6) Bessho Onsen

Es ist ein kleiner Onsenort an dem nicht viel los ist und der auch nicht wirklich eine attraktive Hauptstraße hat. Als Sehenswürdigkeiten gibt es ein paar Tempel und Schreine. Besonderheit ist definitiv eine der wenigen 6-eckigen Pagoden, die es in Japan gibt. Für einen Tagesausflug ist dieser Ort allemal brauchbar, zumal es ein paar Public Onsen gibt.

Von Ueda aus (liegt an der Strecke Tokyo-Nagano) führt eine kleine Privatbahn nach Bessho Onsen.

(7) Yufuin Onsen, Kyushu

Ein durchschnittlicher Ort. Es gibt keine pitoreske Altstadt und mit Ausnahme von zwei bis drei Public Onsen (Achtung: Einige sind unisex). Es gibt eine kleine Nebenstraße, die ganz nett ist, aber ansonsten? Es gibt die Möglichkeit, die Onsen anderer Hotels zu vesuchen.

Von Fukuoka und Kumamoto aus fahren Züge direkt nach Yufuin. Kürzer ist die Anreise von Beppu Onsen aus.

(9) Hakone Onsen, Kanto

Dieser Ort findet sich in jedem Reiseführer und ist außerhalb Japans mehr als Ausflugsziel bekannt: Lake Ashi, Owakudani, Moto-Hakone. Zu den Onsen kann ich noch nichts sagen, da ich sie noch nicht besucht habe.

Anreise ist spielend ab Tokyo möglich. Entweder mit Japan Rail über Odawara (auch Shinkansenhaltepunkt) möglich oder mit der Tobu Line direkt ab Shinjuku.

weitere Orte

Die Liste der Onsen in Japan ist mehrere Seiten lang. Hier ein paar Onsen, die es nicht auf meine Liste geschafft haben, aber in jedem Reiseführer (z.B. Lonely Planet oder japan-guide.com) zu finden sind. Die Liste ist natürlich nicht vollständig bzw. abschließend:

  • Gero Onsen
  • Arima Onsen
  • Noboribetsu Onsen
  • Kinugawa Onsen
  • Ikaho Onsen
  • Nasu Onsen / Shiobara Onsen
  • Manza Onsen
  • Shima Onsen
  • Okuhida Onsen / Kamikochi Onsen / Shirahone
Linkliste

www.tofugu.com/japan/best-onsen-resort-towns
www.tokyocreative.com/articles/20282-best-onsen-towns-in-japan
www.japantravel-centre.com/japan_guide/popular-onsen-towns
www.jrailpass.com/blog/best-onsen-in-japan
allabout-japan.com/en/article/173/