Türchen 13 – Laufkarte

Für Reise 1 hatte ich zwei Reiseführer und die immer dabei. Dieses Mal verwende ich Internetseiten (JNTO und japan-guide), sowie den Lonely Planet. Es scheint sinnvoll, alle wichtigen Tourdaten für jeden Ort auf eine Zettel zu schreiben. Ne Mange Arbeit, aber ich will vermeiden, daß ich eine Attraktion verpassen. Ich nutze die Chance auch, um die Öffnungszeiten zu prüfen. Kawagoe macht Probleme. Die wichtigste Sehenswürdigkeit in Kawagoe ist bis zum 8. Januar geschlossen. Zu dumm. Eventuell ändere ich den Plan.

Eine zweite Aufgabe ist die Ausarbeitung der Pläne für Kyoto und Tokyo. Hier habe ich bisher nur lose Ideen, aber keine genaueren Pläne.

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Türchen 12 – Hindernisse

Von meine Planungen gibt es nichts neues zu berichten. Ich brauche einen Tag Auszeit. Das Thema Japan ist aber schnell zurück auf meinem Bildschirm. Um 9:24 geht der Alarm bei meinem Handy los. Erdbebenwarnung für Tokyo. Die Zahlen beunruhigen. Das Beben ist vor der Küste von Sendai. Und für Tokyo wird immer noch eine Stärke von 3 erwartet. Ich bin sofort online. Noch bevor ich die Erbebenseite erreiche sehe ich die Tsunamiwarnung. Evakuierugsalarm für die Bucht von Matsushima.

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Mein erster Gedanke: Nicht schon wieder. Das Epizentrum ist fast an der Stelle vom 11. März 2011. Der Tsunami rollt auf die Küste zu, die es damals erwischt hat. Ich beruhige mich mit folgenden Fakten: Meine Reise führt mich durch Kansai und Chubu, fernab der Pazifikküste. Ein Erdbeben der Stärke 7,3 könnte dennoch alle Pläne zu Nichte machen. Ich wechsele alle 2 Tage das Hotel. Keine Chance für eine Verschnaufpause oder eine Unterbrechung der Bahnstrecken. Ein echter Nachteil dieser Reise.

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Nebenbei: Es gibt mehr Schnee. Fast die gesamte erste Hälfte meiner Reiseroute hat 20cm Schnee. So soll das sein. Tsunagi ist noch schneefrei. Bleibt nur zu hofffen, daß der Trend anhält, das Wetter nicht übertreibt (der Norden Hokkaidos erreicht die 1m-Grenze) und Japan Rail besser ist als die Deutsche Bahn.

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Türchen 11 – Warten

Die Reiseroute ist festgelegt. Die Anfragen an die Ryokans in Osaka, Kiso und Kyoto sind raus. Der JRP ist bestellt und das Geld überwiesen. Jetzt heißt es warten, warten auf Antwort. Neues gibt es nicht zu berichten.

Bleibt Zeit um ein paar Zeilen zum späteren Japanblog zu geben. Wenn nichts dazwischen kommt, werde ich immer abends ein paar Zeilen schreiben und Bilder online stellen. Abends meint gegen 22 Uhr Ortszeit, 14 Uhr in Deutschland. Die Texte werden keinen Literaturpreis gewinnen. Die Bilder werden unbearbeitet bleiben. Den Feinschliff bekommt alles erst, wenn ich wieder in Deutschland bin. Ich will nicht vor dem PC sitzen. Ich will Japan erkunden.

Es wird ein paar „Ausfälle“ geben. In Ainokura/Shirakawa gibt es kein Internet. Mit etwas Glück habe ich Strom, aber nicht einmal das ist sicher. Das Haus, in dem ich übernachte, ist Teil des Weltkulturerbe. Es ist noch so wie vor 200 Jahren. Es hat keine Zentralheizung. Es kann gut sein, daß der Bericht mit ein paar Tagen Verzögerung ankommt. Der Stop nach Ainokura ist das Kisotal. Hier habe ich Strom aber nicht unbedingt Internetzugang. Den habe ich erst wieder in Tokyo 2 Tage später.

Ich warte übrigens auch auf Schnee. Die letzte Meldung aus Japan sehr ihr hier. In rot meine Reiseroute. Auf den Bergen liegt der erste Schnee. Hokkaido ist schon weiß. Asahikawa hat jetzt schon 1m Schnee (die beiden gelben Punkte).

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Ich bin gespannt, wie sich das in den nächsten Tagen ändern wird. Heute ging eine Unwetterwarnung für die gesamte Nordküste raus, mit Stichworten wie Storm Surge, High Waves, Gale and Snow und Thunderstorm. Dabei fällt mir ein, daß ich keine Reservetage eingeplant habe. Sonst war ich immer 3-4 Tage in einem Hotel, konnte bei Schlechtwetter umplanen. Dieses Mal bleibe ich im Schnitt 2 Nächte; Anreise, Tag vor Ort, Abreise. Bleibt also nur: abWARTEN.

WetterwarnungDie aktuelle Wettervorhersage findet ihr unter http://www.jma.go.jp/en/yoho/.

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Türchen 10 – Wechselkurs

Der Yen-Wechselkurs meint es nicht gut mir und auf der anderen Seite wieder doch. Es wird der schlimmste Wechselkurs seit Beginn meiner Japanreisen. Damit wird es eine der teuersten Reisen.

Yenkurs 14 Jahre

Hier der Yen-Euro-Kurs der letzten 14 Jahre. Niedrig ist in diesem Fall gut. Ich mache das immer am Beispiel eines 10.000yen-Hotelzimmer fest. Auf meiner ersten Reise waren es gut 75€. Auf meiner dritten Reise nur 60€. Entsprechend hochpreisige Hotels habe ich angesteuert, habe mir die Deluxe Suite gegönnt. Leider habe ich mich daran gewöhnt.

Bei meiner letzten Reise wurde es dann eng. Der Kurs war nach zwei heftigen Sprüngen (Mitte 2008 der Beginn der Bankenkrise und 2010 die Griechenlandpleite) bei 90:1. Wechselstuben hatten den Kurs 100:1 im Display. Ein Albtraum. 10.000yen waren nun 100€. Japan war teuer. Gegenüber 2008 war der Kurs um knapp 60% gestiegen.

Für Leute mit Sparbuch: In diesen 2 Jahren brachte ein Fremdwährungskonto 25% Rendite pro Jahr. Hätte man sein Geld bis heute (4 Jahre) liegen gelassen, käme man immer noch auf 12% pro Jahr. Das darf man gar nicht überlegen.

Yenkurs 6 Monate

Und dieses Mal ist es noch schlimmer. Vorbei die Zeiten der Spa & Resort Hotels. Gegenüber 2010 ist der Kurs weiter gestiegen, erreichte im Juli Werte um 107:1. Aber ich habe auch ein wenig Glück. Seit Juli fällt der Kurs langsam. Es sieht nicht groß aus, aber rechnerisch sind es etwa 10%. Bei einer 3000€-Reise spart das 300€. Die nehme ich mit.

Dennoch muß ich Gegenmaßnahmen treffen. Gerne hätte ich in Minkami übernachtet. Aber 24.000yen pro Nacht sind viel Geld. 240€. Mit dem 2008-Kurs wären es 144€ gewesen. Das hätte ich gemacht. Minakami ist das Onsen schlechthin. Es hat auch jetzt in den Fingern gekribbelt, aber 240€ sind einfach zu viel. Ich habe das Limit auf 7000yen gesetzt. Ich muß manchmal drüber, weil es in dieser Preisregion kein mehr Zimmer gibt. Und ich werde so spät wie möglich Bargeld tauschen. Jeder Tag kann hier ein paar Euro retten.

Wenn ich das überlege: Meine 2008er-Luxusreise kostete 4000€. Heute hätte ich 6400€ hinlegen müssen. Umgekehrt wäre meine jetzte 3000€-Kalkulation mit dem damaligen Kurs auf 1870€ geschrumpft. Einen Vorteil hat das Ganze. Es sind vermutlich weniger Gaijins unterwegs.

BTW … In zwei Wochen bin ich schon in Japan.

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Türchen 9 – JRP bestellt

Ich habe die Tabelle (ausgedruckt DIN2) mehrfach geprüft. Der 2-Wochen-Paß ist immer noch die günstigste Option. Hatte ich jetzt nicht erwaertet; nicht bei den ganzen nicht-JRP-Strecken. Der Vorteil ist gegenüber Einzeltickets ist mit 100€ vergleichsweise gering. Es ist mehr eine Luxusfrage, für mehr Sitzplatz, schnellere Strecken und spontane Planänderungen.

Wer sich übrigens über Japan und meine Reiseziele informieren will. Hier sind ein paar Links:

  • japan-guide – Ein informative Seite, die vor allem auch Busverbindungen listet, die bei bei Hyperdia fehlen. In meine Augen ist die Seite für manche Orte informativer als der Lonly Planet. Sie listet nur (!) 154 Orte. Das sind mehr als genug, selbst wenn man Orte zum nur Wandern oder Skifahren ausklammert.
  • JNTO – Die offizielle Tourismus-Info-Seite
  • JPRail – Eine Seite, die sich primär mit den Zügen in Japan beschäftigt. Hier hatte ich vor zwei Jahren viele Infos über den Hokutosei gesammelt. Aber auch sonst ist die Seite in Quelle für Infos über wie komme ich von A nach B.
  • wikitravel – Noch nie benutzt, sieht aber auch sehr informativ aus
  • Speziell für Toyama: www.info-toyama.com

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