Türchen 18 – Klamotten

Die grobe Packliste steht. Naja, Packliste ist übertrieben. Es sieht mehr wie eine Einkaufsliste aus. Die Technik ist komplett; Tablet, Ladegeräte, Akkus, Kamera, alles vorhanden und startklar. Socken und T-Shirts ebenso. Aber Jacke, Pullover, Winterjacke, Funktionsunterwäsche, Mütze, Handschuhe. Fehlanzeige. Selbst warme Socke sind Mangelware. Ein Stück weit, kann ich auf meine Motorradausrüstung zurückgreifen. Aber die Sachen sind für einen anderen Zweck gebaut.

Jack Wolfskin und GlobeCamp sind gleich um die Ecke. Ein Laden mit kräftigem Schnaps auch. Den brauche ich nach dem Blick auf die Preisschilder. Thermosocken 40€. Funktionsunterwäsche 70€. Winterjacke 300€. Da hilft es auch nicht Preise zu vergleichen. Handschuhe und Hosen schaue ich mir schon gar nicht mehr an. Das Problem muß anders gelöst werden. Nur wie?

Ich verschiebe das Problem auf nächste Woche, kurz vor die Abreise. Wenn die Zeit drängt, ist eine Entscheidung schneller zur Hand. Über das Wochenende werde ich definitiv die hintersten Ecken meines Kleiderschrankes durchsuchen. Den Halswärmer fürs Motorrad habe ich schon gefunden. Eine Mütze für 10€ ist schnell gekauft. Dazu die alte Sturmhaube und die Torfrock-Mütze als Backup. Handschuhe muß ich mir kaufen. Aber ich brauche eh neue. Die fürs Motorrad bestehen nur noch aus DuctTape.

Bleibt Unterwäsche und Jacke. Als Hose nehme ich die Motorradhose; ohne Protektoren. Und der Rest … am Montag.

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Türchen 17 – noch 1 Woche

Heute in einer Woche sitze ich bereits im Flieger nach Osaka. Da trifft es sich, daß der JRP heute angekommen ist. Die Hotels habe ich alle. Das Flugticket liegt bereit, der JRP ist da. Der Countdown der letzten 7 Tage heißt auch, Klamotten und Ausrüstung sichten, ggf. noch Sachen kaufen. Meine Aufgabe für morgen wird es sein, eine Materialliste aufzustellen und durchzugehen. Wichtig werden Batterien. Halb leere Akkus waren immer wieder ein Hindernis. Bei Temperaturen um die Null Grad, wird ein voller Akku noch wichtiger, weil er alleine durch die Temperaturen die Hälfte seine Leistung verlieren kann. Ich muß die Wohnung noch aufräumen (Ich will nach dem Urlaub nicht in das aktuelle Chaos zurückkehren).

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Türchen 16 – Fahrpläne

Zum ersten Mal seit Beginn meiner Japanreisen, habe ich die Bahnverbindungen rausgesucht. Vielleicht am Tag vorher kurz auf den Fahrplan geschaut, aber nie so detailliert schon in Deutschland geplant. Dieses Mal ist die Notwendigkeit gegeben. Ich hatte es schon früher erwähnt: Viele Standortwechsel, lange Fahrten und mehrere Ziele an einem Tag. Dazu das Problem der frühen Dunkelheit.

Eine Baustelle gibt es noch: Die Busse. Ich fahren an 4 Tagen mit Bussen statt dem Zug. Jedes Mal muß ein Sitzplatz reserviert werden. Keine Ahnung wie ich das machen soll.

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Türchen 15 – Streik

Es ist Montag und wie es sich für einen Montag gehört, beginnt er mit einer Overtüre für den Weltuntergang: Das Sicherheitspersonal beginnt mir Warnstreiks. Ohne diese uniformierten Pappnasen geht gar nichts. Wenn euch das Gehalt nicht paßt, dann sucht euch einen neuen Job, aber kommt meinem Urlaub ja nicht in die Quere.

Erst der Schnee mit Chaos in Frankfurt, jetzt das. Ab sofort werde ich Hamburg und Schiphol genau beobachten. Sollte sich Ärger ankündigen, entsprechend Gegenmaßnahmen ergreifen. Da die Warnstreiks beginnen früh morgens und gehen bis zum Nachmittag. Sie könnten alle möglichen Zubringerflüge nach Schiphol blocken. Ich werde gleich nachher die Möglichkeit prüfen, bereits um Mitternacht einzuchecken. 11 Stunden am Flughafen rumlungern ist zwar nicht meine Idee von Urlaub, aber eventuell die einzige Chance überhaupt das Land zu verlassen.

Schneereport: Die Nordküsten hat fast durchgehend einen halbem Meter Schnee; in den Bergen sind es fast 1m. Hokkaido nähert sich langsam der 2m-Grenze; die Gebiete um Nagano ebenso.

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Türchen 14 – Zweite Hotel-Halbzeit

Ich habe alle Hotels zusammen.

Bereits vorgestern hat das Tabinoyado in Osaka geantwortet. Ich habe das Zimmer. Dummerweise habe ich wenige Stunden zuvor die Nerven verloren und eni Hotelzimmer gebucht. Das muß ich jetzt stornieren. Geht aber einfach. Das Ryokan liegt nahe Tennoji Eki. Für meine Belange ein idealer Standort. Hier erreicht der Zug vom Flughafen. Von hier startet der Zug nach Asuka. Der Zug nach Koyasan startet nur eine U-Bahn-Station entfernt. Ungüstig ist der Ort für Amanohashidate und Kyoto. Daher habe ich einen weiteren Standortwechsel eingeplant.

In Kyoto war kein Ryokan nach meinem Geschmack aufzutreiben, das nahe am Bahnhof liegt. Die meisten sind ausgebucht oder einfach zu teuer. 600€ pro Nacht ist sogar weit über meinem Limit. Und dann ist da die Sache mit der Sperrstunde. Curfew. Viele Ryokans verriegeln nachts die Tür. Am 24.12. möchte ich aber den Luxus genießen, mach Mitternacht zu Bett zu gehen. Schließlich habe ich mich im Vista Hotel eingebucht. Es liegt direkt am Bahnhof. 2 Fußminuten. Wenn ich langsam gehe. Damit verliere ich keine Zeit wenn es nach Amanohashidate geht und auch nicht, wenn die Reise weiter nach Kanazawa führt.

Eine kleine Planänderung gibt es in Shirakawa. Hier habe ich kein Zimmer mehr bekommen. Ich habe mich in Ainokura einquartiert. Es ist das zweite große Dorf im Tal. Der Bus führt mich erst nach Shirakawa. Nach zwei Stunden geht es dann weiter nach Ainokura. Ich hoffe sehr auf Schnee. Nicht zu viel, gerade genug für Fotos.

Die letzte Antwort kam heute aus dem Kiso-Tal. Das Hanaya war nicht meine erste Wahl, aber mein Wunsch-Ryokan war ausgebucht. In einem ist Japan wie Deutschland. Zwischen Weihnachten und Neujahr ist alles ausgebucht. Das Kiso-Tal steht seit 2004 auf meiner Liste. Damals hatte mit Peter eine Webseite ausgedruckt, die das Tal beschreibt. Bisher hat es nie in meinen Reisenplan gepaßt.

  • Osaka: Tabinoyado Hokousou Ryokan
  • Kyoto: Hotel Vista [website]
  • Ainokura: Choyomon
  • Kiso-Tal: Hanaya [website]
  • Narita: Richmond Hotel [website]

Die letzte Station in Narita wird ein Hotel. Es war wieder die einzige finanziell vernüftige Option nahe am Bahnhof zu übernachten. Vom Hotel sind es knapp 20 Minuten zum Check-in.

Am Ende ist eine gut gemischte Auswahl enstanden. 3 Nächte in Hotels, 3 Nächte in Ryokans mit Onsen, dazu 3 Nächte in alten, traditionellen Häusern. Mal mit Frühstück, ml ohne. Ich habe 3 Mal japanisches Abendessen geordert. Naja, was heißt geordert. War inklusive und nicht abwählbar. Ist aber ok. Ich mag japanisches Dinner, wenn es nur nicht so teuer wäre. Die meisten Ryokans, die es als zubuchbare Option anbieten, rufen zwischen 2000 und 3500 yen dafür auf.

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