Tag 4 (25.05.2026) — Heute ist bereits der letzte volle Tag von ConFuzzled. Es gibt volles Programm. Es sind 61 Panels gelistet. Der Tag beginnt mit Taskmaster. Das ist immer lustig. Danach besuchen wir noch schnell Dealers Den, bevor er schließt, dann die Puppetry Showcase und GamesMaster.
Danach folgen einige Furmeets für verschiedene Species. Wir können nicht alle besuchen. Rodents, Bunnies und Avaians. Fast vergessen: Wir haben einen Tisch bei der Indian Streatery reserviert. Wir bestellen verschiedene Tapas, oder wie auch immer diese Snacks in Indien heißen.
Zurück auf ConFuzzled lassen wir uns mit dem Strom treiben. Es wie schon die Tage zuvor keinen konkreten Plan. Die Danceparty lassen wir wieder aus. Die Warteschlange ist sehr lang und es dürfen immer nur Leute rein, wenn andere gehen. Neee. Wir machen es uns im Hotelzimmer bequem.
Tag 5 (26.05.2026) — Das war es im Prinzip. Heute stehen nur die Closing Ceremony und die Dead Dog Party auf der Liste. Da wir schon die Eröffnung verpasst haben, sind wir gespannt, ob die Länge der Warteschlage uns erlaubt, es in den Raum zu schaffen. Es sieht ganz danach aus, dass es sehr knapp wird.
Der Raum ist voll. Die Closing Ceremony läuft problemlos. Es werden Facts zur Con vorgestellt: Wie viel Bacon und Eier gegessen wurden; wie viele Teilnehmer und Fursuiter. Es wird das Thema für die nächste ConFuzzled vorgestellt. Das übliche. Der nächste Teil startet mit einer Menge Diskonebel. Mein Gehirn ist noch bei „Na, hoffentliche haben die die Rauchmelder …“ und da sind schon die Bühnenlichter aus, der Evakuierungsalarm ertönt. Das war mit Ansage.
Wir evakuieren durch die HIntertür. Nach etwa 10 Minuten wird der Alarm aufgehoben. Alle strömen zurück. Ich glaube nicht, dass da noch was Spannendes kommt. Wir gehen nicht zurück. Die Foodtrucks sind noch da und haben geöffnet. Das hatte ich nicht erwartet.
Für das Abendessen gehen wir erneut zum Miller & Carter. Heute ordere ich Steak. Wenn ich das so Revue passieren lasse, waren das eine Menge Steaks in den letzten zwei Wochen.
Gegen 22 Uhr sind wir zurück im Hotel. Wir versuchen die Dead Dog Party. Es läuft EDM; erst einmal nicht verkehrt. Aber die Akustik ist grausam. Die Bässe sind nicht nur viel zu laut, sondern die Anlage ist total übersteuert. Lange halten wir es nicht aus.
Abreise (27.05.2025) — Heute ist Rückreisetag. Ich habe knapp 900 km vor mir. Der erste Abschnitt ist von Birmingham nach London Heathrow Airport. Da gefühlt irgendwie alle heute abreisen, sind die Fahrstühle überfüllt. Es gibt Warteschlangen. Und dann fällt wirklich eine der beiden Aufzüge aus. Für mich zählt das nicht. Die Con war gestern zu Ende.
Ich trage fast alles die Treppe hinunter. Wir brauchen fast eine Stunde, bis alles im Wagen verstaut ist. Es lebe meine Reservezeit in meiner Planung. Kein Stress. Die Fahrt selbst ist trotz Stau vor einer Baustelle viel einfacher als erwartet.
Ich verabschiede Toni gegen 13 Uhr am Flughafen ab und setze meine Fahrt fort. Das nächste halbe Jahr werden wir uns nur via Videochat sehen. Gleich hinter dem Flughafen gerate ich in einen Stau. Ich verliere bestimmt eine halbe Stunde, aber die hatte ich bereits eingeplant. Es ist schließlich die Ringautobahn M25.
Kurz vorm Kanaltunnel tanke ich noch einmal. Ich habe Glück, ich kann einen früheren Zug nehmen. Das spart mir fast 2 Stunden. Zurück in Calais muss ich mich an den Rechtsverkehr erinnern. Und dann beginnt das Pech …
25 km hinter dem Tunnel ruckelt der Motor. Mehrere Warnlampen gehen an. Die Leistung ist weg. Ich kann mich gerade noch auf die Ausfahrt und in ein kleines französisches Dorf retten. Der Lüfter läuft auf Maximum. Das ist nicht gut. Der ADAC kann mir in Frankreich nur bedingt helfen. Was tun?
Ich riskiere die Weiterfahrt, zumindest dichter an Dünkrichen, wo es zumindest Werkstätten und Hotels gibt. Ich klemme mich hinter den ersten LKW, den ich finden. 90 km/h. Bis jetzt passiert nichts. Die Motorkontrollleuchte ist an (da ist was im Fehlerspeicher), aber der die Leistung ist zurück.
Ich erreiche Belgien. Nächste Hoffnung ist Brüssel. Bisher geht es. Leuven. Der Motor ruckelt wieder, fängt sich aber. Mein Ziel ist die deutsche Grenze. A44. Aachen, A4. Wechsel auf die A61. Bei Rheinbach dann wieder vollen Alarmprogramm. Der Motor will nicht mehr. Ich schaffe es im dritten Gang auf die Raststätte Peppenhoven. Es sind nur noch 70 km. Aber das wird mir zu heikel. Ich will nicht mitten in der Nacht auf dem Standstreifen liegen bleiben.
Der ADAC braucht eine Stunde. Hotels sind Mangelware. Und was ist mit meinem Gepäck. Ich bin mental am Ende. Der Fahrer vom Abschlepp-LKW ländt den Wagen auf. Wir fahren ins Gewerbegebiet von Rheinbach. Er ruft mir ein Taxi. Das wird teuer, aber ich will nur noch nach Hause.
Der Taxifahrer lädt alles ein. Eine Stunde und 220€ später bin ich in Vallendar. Es ist 1:30 Uhr. Ich habe bereits eine eMail an meinen Chef geschickt, dass ich einen zusätzlichen Urlaubstag benötige. Ich will nur noch Schlafen. Danach muss ich organieren, was mit dem Wagen passiert. — Eigentlich habe ich noch Glück gehabt. Wenn das in Birmingham passiert wäre, hätte Toni es nicht einmal zum Flughafen geschafft.














