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念仏狂言 .. Nenbutsu Kyogen

Über Kabuki und Noh hattet ich schon mal was gepostet (siehe Lexikon). Es gibt noch weitere für Europäer sehr ungewöhliche Arten von Theater bzw. darstellenden Künsten. Eine davon ist Nenbutsu Kyogen.

Nenbutsu Kogen sind Kurzgeschichte, die auf buddhistischen Lehren beruhen und ohne Dialog auskommen. Die Bühne ist klein und in der Regel ohne jede Requisite. Meist dient ein Korridor oder Balkon eines Tempels als Bühne. Die Stücke haben meist nur eine Länge von wenigen Minuten.

Alles wird durch Gesten und Bewegungen erzählt. Die Schausteller tragen Masken, die ein wenig an Noh erinnern. Auch die ausladenden Bewegungen, mit denen die Handlung erzählt wird, und auch die  Kleidung erinnert an Noh, aber auch an Kabuki.

Wenn man so will, kann man Nenbutsu Kyogen als eine Art japanische Theaterversion/Gegenstück  zu europäischen Märchen verstehen. Wie auch bei Märchen hat jedes Stück einen moralische Pointe, bzw. buddhistische Lehre, die mit der Aufführung vermittelt werden soll. Zudem ist auch immer Komik dabei.

Der Urpsrung liegt vermutlich im Yuzu Nenbustu, dem rezitieren von von Buddhistischen Texten mit mehreren Personen. Dies soll die segnende Wirkung erhöhen: 100 Leute richten je 100 Bittgebete an. Das sind dann 10.000 Gebete mit der entsprechend hohen segnenden Wirkung, die allen Teilnehmern zuteil wird.

Um noch mehr Teilnehmer zu bekommen, wurden kleine Aufführungen (Noh oder Kyogen) aufgeführt. Das erklärt dann auch den Ursprung der Masken und der Komikelemente.

Hintergrund von Nenbutsu Kyogen ist auch, komplexe und schwierige buddhistische Lehren und Prinzipien herunterzubrechen und einer breiteren Masse zugänglich zu machen.

Für Ausländer spannend ist natürlich der Ansatz, dass die Aufführung nonverbal ist. Dennoch, die gezeigten Gesten sind teilweise sehr japantypisch, sodass man selbst ohne gesprochnes Wort der Handlung nicht immer sofort folgen kann. Zudem muss man sich etwas in der Götter- und Dämonenwelt auskennen, um zu wissen welche Maske welchen Charakter darstellen soll.

Die Kunst des Nenbutsu Kyogen ist am Aussterben. Es gibt nur noch wenige Japaner, die es praktizieren. Die Ensemble sind allesamt Laiendarsteller, die in ihrer Freizeit versuchen, die Kunstform am Leben zu erhalten. Erstaunlich ist das Alter der Darsteller. Es reicht von Kinder im Alter von teilweise 5 Jahre bis hin zu Rentner weit in ihren 70ern.

Zu erwähnen ist noch, dass verschiedene Tempel teilweise ihren eigenen Stil pflegen. So gibt es zum Beispiel am Senbon Enmando Injo-ji eine Version von Nenbutsu Kyogen mit Dialog. Das Stück Shaka Nyorai ist eine Besonderheit des Saga Shaka-do Seiryo-ji. Ein für Nenbutsu Kyogen bekannterTempel ist Mibu-Dera. Hie werden alle Aufführung zu ehren Jizo Bosatsu aufgeführt.

Wer Nenbutsu Kyogen sehen will, muss sich anstrengen. Es gibt nur wenige Orte wo es selten gezeigt wird. Kyoto scheint, soweit ich es dem Bericht auf NHK entnehmen kann, die letzte Gegend zu sein, wo es noch praktiziert wird.


Datenquelle: Beitrag auf NHK
Stand: 05.01.2018

33 Matsuri auf der UNESCO-Liste

In 2016 wurden 33 Float Festivals auf die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturebes der Menscheit gesetzt. Hier die Liste:

Tohoku

  • Hachinohe Sansha Matsuri (31.07. – 03.08.); Hachinohe, Aomori
  • Kakunodate Matsuri; Senboku, Akita
  • Tsuchizaki Matsuri; Akita
  • Hanawa Bayashi Matsuri (19./20.08.); Kazuno, Akita
  • Shinjo Matsuri; Shinjo, Akita

Kanto

  • Hitachi Furuyomono; Hitachi,  Ibaraki
  • Karasuyama Yamaage; Nasukarasuyama, Tochigi
  • Kanuma Imamiya Shrine Festival; Kanuma, Tochigi
  • Chichibu Yomatsuri (02./03.12.) ***; Chichibu, Saitama
  • Kawagoe Higawa Matsuri (3.WE im Oktober; alle 2 Jahre); Kawagoe, Saitama
  • Sawara Float Festival (08.-10.10. ?); Katori, Chiba

Chubu

  • Takaoka Mikurumayama Matsuri; Takaoka, Toyama
  • Uozu Tatemon Matsuri; Uozu, Toyama
  • Johana Hikiyama Matsuri (14./15.05.); Nanto, Toyama
  • Seihakusai Matsuri (03.-05.05.); Nanao, Ishikawa
  • Takayama Matsuri (14./15.04. und 09./10.10.) ***; Hida-Takayama, Gifu
  • Furukawa Matsuri (19./20.04.); Hida-Furukawa, Gifu
  • Ogaki Matsuri; Ogaki, Gifu
  • Owari Tsushima Tenno Matsuri (4. Sa/So im Juli); Tsushima, Aichi
  • Chiryu Matsuri; Chiryu, Aichi
  • Inuyama Matsuri (05./06.04.); Inuyama, Aichi
  • Kamezaki Shiohi Matsuri (03./04.05); Handa, Aichi
  • Sunari Matsuri; Kanie, Aichi

Kansai

  • Kujirauna Matsuri, Yokkaichi, Mie
  • Ueno Tenjin Matsuri (23.-25.10.); Iga-Ueno, Mie
  • Ishidori Matsuri (03.06.08.); Kuwana, Mie
  • Nagahama Hikiyama Matsuri (14.-16.04.); Nagahama, Shiga
  • Kyoto Gion Matsuri Yamahoko Parade (01.-29.07., max. 17.07.) ***; Kyoto

Kyushu

  • Hakata Gion Yamakasa Matsuri (01.(?)-15.07.) ***; Fukuoka
  • Tobata Gion Matsuri; Kitakyushu, Fukuoka
  • Karatsu Kunchi; Karatsu, Saga
  • Yatsuhiro Myoken Matsuri; Yatsuhiro, Kumamoto
  • Hita Gion Matsuri; Hita, Oita

Was als allerersten auffällt ist, dass  Hokkaido, Shikoku und auch die Chugoku-Region fehlen; und die Chubu-Region das Epizenter ist. Die mit *** markierten Matsuri sind in verschiedenen Reiseführern als die Top-Festivals Japans gelistet. Die wichtigsten Monate sind April, Juli und Oktober.

Von den 33 Festivals habe ich bisher wirklich nur das in Hida-Takayama besucht. Es gibt folglich noch viel zu entdecken. Das Chichibu Night Matsuri habe ich schon auf einer anderen Liste gesehen. Es soll zudem einen ganz besonderen Charme haben. Und in Chichibu steht eine Whiskydestillerie.

Sollte mich meine 2018-Reise schon im April nach Japan führen, wäre das Takayama Matsuri gedanklich auf meiner Liste und das Furukawa Matsuri, das nach meinen Informationen ein paar Tage später stattfindet. Kawagoe ist auch interessant, da man es als Tagesreise von Tokyo aus planen kann. Obwohl, die Züge wohl überfüllt sein werden.

Erstaunlich ist, dass sich die Festivals ohne Datum nicht auf meiner Sammelliste befinden, obwohl dort mehrere hundert Festivals gelistet sind.

Takayama Matsuri - Beleuchtet

平成百景

In 2009 hat die Zeitung Yomuri Shinbun 100 Landschaften der Heisei-Ära ausgewählt. Diese Aktion wurde vom Ministry of Land, Infrastructure, Transport und Tourism unterstützt. Dies ist sicherlich keine offizielle Liste, aber fast alle Orte finden sich in einem gut sortierten Reiseführer. Da meine Reise sich bisher eher auf Tempel und Burgen fixiert haben, bin ich verwundert, dass ich einige Landschaften schon gesehen habe (mit einem * markiert).

Diese Liste ist im Prinzip der Startpunkt für Naturfreunde und Hiker. Ich vermisse in Hokkaido jedoch das Daisetsuzan und die Insel Rebun. Aber es sind auch städtische „Landschaften“ dabei.

Im Gegensatz hätte ich den Nagasaki Peace Park von der Liste gestrichen. Der zieht echt keinen Hering vom Teller. Ich würde auch Yufuin gegen Kurokawa Onsen tauschen.

Die Liste steht im englischen Wikipedia.

Hokkaido

  • Okhotsk driftendes Eis
  • Kushiro Marschland
  • Shiretoko Nationalpark
  • Asahiyama Zoo
  • Hügel von Biei
  • Hakodate Night View

Tohoku

  • Nebuta Festival, Aomori
  • Hirosaki-Burg, Aomori
  • Shirakami-Bergregion, Aomori/Akita
  • Towada-See, Aomori/Akita
  • (*) Hiraizumi, Iwate
  • (*) Kakunodate, Akita
  • (*) Yamadera, Yamagate
  • Mt Zao, Yamagata/Miyagi
  • (*) Matsushima, Miyagi
  • (*) Aizu-Wakamatsu, Fukushima
  • Ouchijuku, Fukushima
  • Oze, Gunma/Fukushima, Niigata

Kanto

  • (*) Nikko (Shrine, Temple, Zedern), Gunma
  • Lake Kasumigaura, Ibaraki
  • (*) Kusatsu Onsen, Gunma
  • Railway Museum, Saitama
  • (*) Kawagoe, Saitama
  • Nagatoro, Saitama
  • Chichibu Night Festival, Saitama
  • Sawara, Chiba
  • Tokyo Disney Resort, Chiba
  • Shibamata Taushakuten (+ Fähre), Chiba/Tokyo
  • Keihin Industrial Area, Kanagawa/Tokyo
  • (*) Minato Mirai, Yokohama, Kanagawa
  • (*) Kamakura, Kanagawa
  • (*) Hakone/Ashiko, Kanagawa

Tokyo

  • (*) Marunouchi
  • (*) Akihabara
  • (*) Nihonbashi
  • (*) Tokyo Tower
  • (*) Kaminarimon, Senso-ji

Chubuu

  • (*) Mt. Fuji, Yamanashi/Shizuoka
  • Night View of the Kofu Basin, Yamanashi
  • Shosenkyo Gorge, Yamanashi
  • Northern Japanese Alps, Nagano/Toyama/Gifu
  • (*) Gassho-zukuri Houses, Gifu/Toyama
  • Kamikochi, Nagano
  • (*) Matsumoto-jo, Nagano
  • (*) Tsumago und Magome, Nagano/Gifu
  • Reisterassen von Yamakoshi, Niigata
  • Kurobedamm, Toyama (geplant für 2018)
  • (*) Kanazawa, Ishikawa
  • (*) Eihei-ji, Fukui
  • Tojinbo, Fukui
  • (*) Inuyama-jo und der japanische Rhein, Aichi/Gifu
  • (*) Nagoya-jo
  • Oigawa-Eisenbahnlinie, Shizuoka
  • (*) Takayama, Gifu

Kansai

  • (*) Ise Schrein (innerer und äußere), Mie
  • (*) Biwa-See, Shiga
  • Enryaku-ji, Shiga
  • (*) Tempel und Schreine von Kyoto (Stadt)
  • (*) Gion, Kyoto (Stadt)
  • (*) Amanohashidate, Kyoto
  • Ine-no-Funaya, Kyoto
  • (*) Tempel und Schreine von Nara (Stadt)
  • (*) Horyu-ji, Ikaruga, Nara
  • (*) Mt Yoshino, Nara
  • (*) Osaka-jo, Osaka (Stadt)
  • (*) Nakanoshima, Osaka
  • (*) Tsutenkaku, Osaka (Stadt)
  • Kobe Luminarie, Kobe (Stadt) (war in Kobe hab’s verpeilt)
  • (*) Himejo-jo, Hyogo
  • Shirasaki-Küste, Wakayama
  • (*) Koyasan, Wakayama
  • Kumano Kodo Pilgerweg, Wakayama/Nara/Mie

Chugoku

  • Sanddünen von Tottori, Tottori
  • Shinji-See, Shimane
  • Izumo Taisha, Shimane
  • (*) Kurashiki, Okayama
  • (*) Atom Bomb Dome, Hiroshima (Stadt)
  • (*) Miyajima, Hiroshima
  • Kintaikyo, Iwakuni, Yamaguchi
  • Akiyoshidai Karstebenen, Yamaguchi

Shikoku

  • 88-Tempel-Pilgerstrecke, Tokushima/Kochi/Ehime/Kagawa
  • (*) Kotohira-gu (Kompira-san), Kagawa
  • Naoshima Island, Kagawa
  • Strudel von Naruko, Tokushima
  • Shimanto-Fluss, Kochi
  • (*) Dogo Onsen, Matsuyama, Ehime

Kyushu

  • (*) Dazaifu Tenmangu, Fukuoka
  • Yoshinogari Ruinen, Saga
  • (*) Nagasaki Peace Park, Nagasaki
  • Mt. Unzen, Nagasaki
  • (*) Kumamoto-jo, Kumamoto
  • (*) Mt. Aso, Kumamoto
  • (*) 8 Onsen von Beppu, Oita
  • (*) Yufuin Onsen (Wiki: Hey, in dem Onsen saß ich sogar)
  • Takachihokyo-Schlucht, Miyazaki
  • Sogi-no-Taki-Wasserfall, Kagoshima
  • Sakurajima, Kagoshima
  • Jomon Sugi Zederbäume, Kagoshima

Okinawa

  • Korallenriffe
  • Taketomi Island

Souvenirs

Was bringt man mit von einer Japanreise? Auf meiner ersten Reise war es unter anderem ein Kamidana mit drei Türen. Das sollte aber nicht die erste Wahl sein. Denn normalerweise ist man auf einen Koffer mit 23kg begrenzt. Es ist also für gewöhnlich wenig Platz und nur ein  paar Kilogramm verfügbar. Daher gilt: Meldet – wenn möglich – für die Rückreise einen zweites Gepäckstück an. Die Kosten liegen irgendwo bei 50 Euro, je nach Fluggesellschaft.

Was bleibt für einen Koffer? Was ist leicht und kompakt? Und was vor allem kommt in Deutschland heil an? Bonsai-Bäume fallen also aus. Gut verpackt können Teetrinker eine japanische Teeschale mitbringen. Kendoka empfehle ich Tenugui. Man bekommt sie an vielen Orten mit lokalen Motiven. Ein Bokken oder Shinai scheitert eventuell an der Größe und könnte am Flughafen für Nervösität sorgen, da es immer wieder Deppen gibt, die Schwerter dabei haben.

Stempel: Fast jede Attraktion hat einen großen Stempel; oft sogar mit einem Datum. Man kann den Stempel auf die Flyer drücken (oft ist dafür eine freie Fläche vorhanden). Ich empfehle eine „Scetch Book“ in Japan zu kaufen. Das ist die Deluxe-Variante eines Notizbuches mit gutem, dickem Papier. Hier in diesem kann man die Stempel ideal sammeln und mit Skizzen und Notizen ergänzen.

Tempelbücher: Man kann in jedem Tempel und Schrein ein Pilgerbuch kaufen. In jedem Tempel oder Schrein, kann man sich den Besuch in das Buch schreiben lassen. Das kostet etwas, aber man hat von jedem besuchtem Tempel / Schrein eine mit Tinte geschriebene Kalligrafie.

  • Schreine wie Meiji Jingu (Tokyo) und Ise (Jingu)
  • Tempel wie Horyu-ji (Ikaruga), Eihei-ji (Fukui) und Koyasan
  • Tokyo Jissha

Ema und Omori: Ema sind kleine Holztafeln. Sie werden eigentlich im Schrein aufgehängt, eignen sich aber auch als Souvenir. Omori sind die kleinen Talismänner aus einem Schrein. Hier gilt allerdings: Hat man einen gesehen hat man fast alle gesehen. Obwohl: Es gibt immer wieder ausgefallene Objekte, z.B. mit Hello-Kitty-Motiv oder mit einem Gundam drauf.

Essen: Da wird jetzt schon etwas schwieriger, aber es ist so japanisch. Wer auf Reisen ist, bringt etwas Essbares mit. Die Chance gibt es an jedem Bahnhof. Oft gibt es kleine Verpackungsgrößen, sodass sich diese leicht im Koffer verstauen lassen. Hier ein paar Beispiele:

  • Hakodate: Shiro Kohibito = weiße Geliebte = weiße Schokolade
  • Dogo Onsen: Botchan Dango = kleine Klebreisbällchen
  • Nagasaki: Kastelle = Sponge Cake = Buskuitkuchen

Im Prinzip gibt es an jedem Ort eine zugehörige Delikatesse oder ein essbares Sounvenir. Wichtig: Nicht jede lokale Delikatesse ist als Souvenir geeignet, z.B. rohe Rinderzunge in Matsushima. Es gibt in diesem Fall eine transportgeeignete Alternative.

Stationary: Japan ist wild auf Stationary (Büroartikel). Ich habe noch nie zuvor in einem Kaufhaus mehrere Regalmeter mit verschiedenen Kugelschreibern gesehen. Ich empfehle die Kugelschreiber „Frixion“, deren Tinte sich durch Reibung (Hitze) löschen lässt. In Deutschland sind die Stifte nicht nur 3 bis 5 Mal so teuer, in Japan gibt es über 20 Farben. Wow. Notizbücher gibt es von einfach bis Deluxe mit handgeschöpften Papier. In Tokyo gibt es sogar einen Shop, bei dem man alles Customizen kann; bis hin zur Farbe der Schnur mit der man das Notizbuch zubindet.

Ausgefallenes

Japan ist der Ort der speziellen Souvenire. Ich bin immer wieder an Orten gewesen, bei denen das Ereignis später Teil des Souvenirs war. OK, das ist schwer zu erklären. Hier zwei Beispiele aus der Welt der Onsen:

  • Shibu Onsen (Yudanaka): Es gibt 9 öffentliche Onsen. Man kann für 300yen ein Handtuch kaufen. An jedem Onsen ist ein Stempel (ja, wir sind wieder bei Stempeln angekommen). Ziel ist es, alle 9 Onsen, den Tempel und den Schrein abzustempeln. Das Handtuch ist als Souvenir einzigartig. Ich habe mittlerweile 3 Stück.
  • Kurokawa Onsen: Man kann für 1000yen ein kleine Holzscheibe erwerben. Auf der Rückseite sind 3 Aufkleber mit den man drei Onsen gratis besuchen kann. Die Holzscheibe ist quasi Teil dieser „Tageskarte“. Mit ihr um den Hals getragen outet man sich als Onsenfan. Und am Ende des Tages ist es ein cooles Souvenir.

Die Kappabashi: Für Fans der japanischen Küche empfehle ich die Kappanashi in Tokyo. Sie ist nache des Senso-ji in Asakusa. Die Straße ist eigentlich für Restaurants gedacht. Hier kriegt man jedes erdenkliche Küchenutensil: Heya für Okonomiyaki, Edelstahl-Stäbchen zum Kochen, Nudelsiebe für Ramen und Udon. Masu als Holz für Sake. Hier bekommt an auch die typischen rotem Lampions und Fahnen, die man vor den Izakaya findet.

Zu Neujahr: Zu Neujahr ist es Teil der Neujahrstradition, sich einen Pfeil in die Tür zu hängen. Die Pfeile bekommt man im lokalen Schrein.  aber Vorsicht. Die Federn am Pfeil können beim Transport leicht kaputt gehen.

Foto-Box: Kennt ihr noch diese Paßbildautomaten, die es mal am Bahnhof gab? In Japan sind die ein Hit. Ist aber eher was für U-20, weiblich.

Nur als Photobeweis

Und dann gibt es da noch die Dinge, die man nicht einpacken, aber zumindest fotografieren kann:

  • Leuten der Tempelglocke zu Neujahr (habe ich 2013 gemacht): Ein Foto muss reichen, aber der Beweis steht im Tempelbuch, wo jeder, der die Glocke läuten durfte namentlich erfasst ist.
  • Dachziegel kaufen (2014, Ikaruga): Die Idee fand ich genial: Für die Renovierung des Horyu-ji (die ältesten Holzgebäude) muss Geld organisiert werden. Also konnte jeder einen Pate für einen Dachziegel werden. Der Dachziegel wurde mit dem Namen versehen und man wurde in die Spenderliste eingetragen. Der Name ist heute sicherlich vom Regen abgewaschen, aber ein Dachziegel trug mal meinen Namen.

In Japan, wie in jedem Urlaub, gibt es viele Dinge, die man nur als Erinnerung (und Foto) mit nach Hause nehmen kann. In Japan ist das aber denkbar einfach.


Mit zweiten Koffer, sollte unbedingt Sake, Shochu und Whisky auf die Liste. Selbst Sake aus dem Tetrapack (leicht) ist besser als die Plörre, die man hier bekommt. Shochu ist japanischer Wodka. Ich empfehle Shochu aus Kastanien. Wer Whisky mag, sollte in Japan einkaufen. Trotz der Steuern in Japan ist der Whisky im Vergleich zu Deutschland günstig. Beispiel: Suntory Kakubin kostet bei Ebay über 40€. In Japan bekommt man ihn umgerechnet für etwa 15€.


WICHTIG: Bei großen Mengem beim Zoll durch die rote Tür und den Stoff anmelden und versteuern! Hier sind die Zollfreigrenzen (Stand 2017):

  • Brantwein (über 22%) = Shochu und Whisky: 1 Liter ODER
  • Spirituosen (unter 22%): 2 Liter ODER
    die beiden eine Anteil der zuvorgenannten PLUS
  • nicht schäumende Weine = Sake: 4 Liter UND
  • Bier: 16 Liter

Auch wenn Sake technisch gesehen ein Bier ist, fällt es Zolltechnisch in die Kategorie Wein. Versucht nicht zu diskutieren. Ich habe es probiert. Es klappt nicht. Da das mit dem UND und ODER eventuell verwirrt, empfehle ich bei Kombinationen sicherheitshalber den Weg durch die rote Tür.

  • Waren bis zu einem Wert von 430: Also Vorischt, wenn man eine Kamera oder Handy kauft.

Mit nur einem Koffer ist man für Alkohol auf Duty-Free-Shopping begrenzt. Meist ist es teuer und macht nicht so viel Spaß wie Sake von einem seiner besuchten Orte.

Sumo is coming up

Die Banzuke für Januar 2018 ging über Weihnachten raus. Es sind nur noch drei Yokozuna: Hakuho, Kisenosato und Kakuryu. Goeido und Takayasu haben ihren Rang als Ozeki behalten. Mitakeumi ist weiterhin Sekiwake.

Und ab jetzt gibt es die wichtigen Änderungen: Yoshikaze fallt von Sekiwake auf Maegashira #2. Dafür wird Tamawashi nach seinem 11-4 von M1 zum Sekiwake befördert. Er überspringt damit den Komusubi-Rang. Terunofuji fällt nach seinem 0-5-10 weit runter auf M10. Onosho konnte mit seinem knappen 8-7 den Rang dasKomusubi halten. Kotoshogiku hingegen fällt auf M2. An seine Stelle tritt Takakeisho der zuvor auf M1 war.

Den größten Sprung in den Maegashira hat Okinoumi gemacht. Er ist von M12 auf M5 gesprungen. Großer Verlierer sind Tochizan, der um sechs Ränge auf M8 fällt und der Shohozan, der ebenfalls im sechs Ränge auf M9 fällt, abgesehen von Ternunofuji der von Sekiwake 12 Ränge nach unten durchgereicht wird.

Gehen wir noch schnell durch die anderen Maegashira-Ränge. M1: Hokutofuji  (+2) und Ichinojo (+3); M2: Yoshikaze und Kotoshogiku; M3: Chiyotairyu (-1) und Tochinoshin (+3); M4: Shodai (+3) und Arawashi (+1); M5: Okinoumi (+7) und Endo (+4); M6: Takarafuji (-1) und Ikioi (+4); M7: Chiyoshoma (-1) und Chiyonokuni (-3); M8: Tochiozan (-6) und Kaisei (+2); M9: Shohozan (-6) und Chiyomaru (-1); M10: Terunofuji (-12 !) und Aminishiki (+3); M11: Kotoyuki (+3) und Daishomaru (-4); M12: Sokokurai (NEU) und Kagayaki (0); M13: Takekaze (0) und Daieisho (-5); M14: Abi (NEU) und Yutakayama (NEU); M15: Ishiura (NEU) und Nishikigi (0); M16: Ryuden (NEU) und Asanoyama (-5); M17: Daiamami (-2).

Neu dabei sind Sokokurai auf M12, Abi und Yutakayama auf M14, Ishiura auf M15 und Ruyden auf M16.

Die Makuuchi-Ränge verlassen hat Ura. Er war im September noch als M4 gestartet, hatte sich aber bereits im zweiten Kampf verletzt. Was folgte waren ein 1-2-12 und ein 0-0-15.Verlassen hat uns auch Aoiyama (M11) nach seiner 3-8-4 und Takanoiwa (M8) nach seinem 0-0-15. Wieder raus ist auch Myogiryu.

Welche 10 Sumotori werde ich beobachten; Hakuho (Y) hat das letzte Turnier dominiert. Er ist Favorit. Kisenosato (Y) muss liefern. Dann wären da noch: Goeido (O), Mitakeumi (S), Onosho (K), Okinoumi (M5), Aminishiki (M10), Sokokurai (M12), Abi (M14) und Ryuden (M15).

Für alle drei Neulinge (Sokokurai, Abi und Ryuden) sind es die sechsten Profiturniere. Sieh marschieren gerade durch die Ränge. Mal sehen, ob es in den Makuuchi so weiter geht.