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Katori (香取)

In Kashima und Katori stehen zwei schöne Schreine. Wer Iaido oder Kendo macht, wird die Namen kennen. Man sollte die beiden Orte nur auf seine Reiseroute legen, wenn man sowie in der Nähe ist oder ein persönliches Interesse an deren Besuch hat.

Katori liegt an am Tone River, von Tokyo aus noch hinter Narita. Die Anreise erfolgt bei Zug über die JR-Narita-Line. Das hilft einen nicht wirklich. Ab Toyko gibt es zwei Optionen: mit der Sobu-Line über Chiba oder altertiv mit Keisei oder JR über Narita.

Vom Bahnhof ist es etwas kniffelig zum Schrein. Es sind etwas mehr als 2km Fußmarsch. Der Ausgang vom Bahnhof — ok, es ist kaum mehr als ein Unterstand an einer Bushaltestelle — ist in einer Kurve. Geht nach links, parallel zu den Schienen. Kreuzt die Schienen. Nach 200m biegt links ab. Folgt der Straße: rechts, links, geradeaus über die Ampelkreuzung, durch den Wald, bis ihr an eine Kreuzung kommt, wo — davor und dahinter — auf der linken Seite ein Parkplatz ist. Kurz dahinter endet die Straße an einer T-Kreuzung. Beim Blick nach links sehr eine Straße mit Torbogen. Das ist die Straße zum Schrein.

Der Schrein liegt in einem Waldgebiet. Der Weg nach oben ist gesäumt mit Steinlaternen. Das große Tor ist orangerot. Der Schrein selbst ist schon sehenswert; nicht so groß wie der Schrein in Kamakura aber schoner als der Meiji-Schrein in Tokyo. Die Frage ist nur: Ist es einem die Reise wert?

Die Anreise von Tokyo aus ist machbar (über 2 Stunden mit mehrfachem Umstiegen). Sinnvoller wäre ein Abstecher von Narita aus. Zwischen Kashima und Katori (es sind nur 3 Stationen) fährt ein Local, wenn auch nicht sehr häufig.

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besucht 2006 / Stand 11/2017

Kashima (鹿嶋)

In Kashima und Katori stehen zwei schöne Schreine. Wer Iaido oder Kendo macht, wird die Namen kennen. Man sollte die beiden Orte nur auf seine Reiseroute legen, wenn man sowie in der Nähe ist oder ein persönliches Interesse an deren Besuch hat.

Kashima liegt an der Ostküste, von Tokyo aus noch weit hinter Narita. Die Anreise erfolgt bei Zug über die JR-Kashima-Line, die von der JR-Narita-Line abzweigt. Das hilft einen nicht wirklich. Ab Toyko gibt es zwei Optionen: mit der Sobu-Line über Chiba oder altertiv mit Keisei oder JR über Narita. Ab Tokyo Eki gibt es auch eine Busverbindung.

Vom Bahnhof in Kashima nehmt den Südausgang. Findet die kleine Straße gegenüber. Sie ist gepflastert und macht einen Linksbogen. Es geht bergauf. Nach einem rechtsbogen kommt ihr oben an eine Querstraße (Ampelkreuzung). Geht nach links. Die Straße führt direkt zum Kashima Jingu.

Der Schrein liegt in einem Waldgebiet. Für mich war der Schrein damals so, wie ich sie mir mit meinem Animewissen immer vorgestellt habe; nur getoppt von kleinen Schreinen in den Bergen (Stichwort Tenchi Muyo).

Katori ist nur drei Stationen entfernt. In Katori zweigte die Kashima-Line von der Narita-Line ab.

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besucht 2006 / Stand 11/2017

熱海 .. Atami

Atami liegt am Anfang der Izu-Halbinsel und wird gerne übersehen. In der Mitte der Halbinsel liegt die Stadt Shuzenji. Hier werden die Fahrradwettbewerbe von Tokyo 2020 ausgetragen. Atami selbst ist eine Onsenstadt an der Ostküste. Hier beginnt im Prinzip die Halbinsel … Hm, wie Lübeck, das am Anfang der kimbrischen Halbinsel liegt.

Sehenswertes

Die Stadt ist eine große Stadt und hat damit nicht die Probleme der kleinen, teilweise in den Bergen versteckten Onsendörfer. Es gibt diverse Buslinien und wie in jeder Stadt jede Menge Wohnhäuser. Und ja, hier und da gibt es Onsen Ryokan. Das Problem aus meiner Sicht: Es gibt keinen alten Stadtkern wie in Kusatsu, wo man das Gefühl bekommt, an einem Onsenort zu sein. Das nächste Problem ist die Größe. Atami Onsen ist, gerade am Wasser, dominiert von Betonburgen von Hotels. Das war Beppu auch, aber es fühlte sich anders an. Ich kann es schlecht beschreiben. Für Atami spricht sicherlich die Nähe zu Tokyo, wobei ich eher raten würde, ein paar Zugminuten mehr zu investieren und stattdessen Yudanaka/Shibu oder Kusatsu anzusteuern. Vielleicht tue ich Atami aber auch unrecht …

  • Atami Castle (熱海城)

Die Burg wurde 1959 gebaut. Es ist eine reine Touristenattraktion aus Beton. Hier stand nie eine Burg. Das mit dem Beton ist nicht so wild. Einige Rekonstruktionen von „echten“ Samuraiburgen wurden in den 50ern und 60ern aus Beton gebaut.

Die Burg bietet eine gute Sicht über Atami und die Sagamibucht. Die Burg ist ferner ein Hanami-Spot. Im Sommer gibt es hier einige Feuerwerke. Der Sightseeing Loop Bus stoppt an der Burg.

  • MOA Museum of Art (MOA Bijutsukan)

Das Museum liegt nördlich von Atami Eki und liegt damit nicht auf der direkten Erkundungsroute für Atami. Das Museum ist auf asiatische und japanische Kunst ausgerichtet. Zum Museum gehört ein japanischer Garten mit Teehaus und Noh-Bühne. (Ein Bus fährt ab Atami Eki)

  • Kiunkaku (Former Ryokan)

Die Villa wurde 1919 gebaut und von 1947 bis 1999 als Ryokan genutzt. Mit diversen Erweiterungen ist es heute ein Mischung aus östlichen und westlichen Design. Highlight ist ein römisches Bad. Heute ist das Gebäude und der Garten im Besitz der Stadt Atami und offen für Besucher.

Das Kiunkaku liegt wie der Water Park auf halber Strecke zwischen Banhof und Burg. Vom Bahnhof sind es 20min zu Fuß. Das Haus wird auch vom Sightseeing Loop Bus angesteuert.

Sehenswertes, Restekiste

Auf googleMaps und Tripadvisor gibt es natürlich tausenden Einträge, was man alles sehen könnte. Aber wie immer: Nur weil jemand meint, dass ein Kieselstein cool aussieht ist es für mich noch keine Sehenswürdigkeit.

  • Atami seven hot spring gyser : Liegt in der Mitte der Stadt Atami unweit der City Hall.
  • Atami Water Park : Ein kleiner Park am Ufer. Während der Kirschblüte einen Stop wert.
  • Hihokan – Adult Museum Atami : Es liegt am Ende des Atami Ropeway, der hinauf zur Burg führt und zeigt erotische Ukiyo-e. Ich wollte es nur erwähnt haben.
Anreise

Atami hat einen Shinkansenhaltepunkt. Bis zum Atami Water Park, der etwa auf halber Strecke zur Burg liegt, sind es 2 km. Der Haltepunkt Kinomiya (eine Station ab Atami) liegt etwas dichter, aber ich bezweifle, dass es einen nennenswerten zeitlichen Vorteil bietet, wenn der Zug nicht gerade jetzt fährt.

Technisch liegt Atami westliche von Hakone und ist damit Kansai-Gebiet, genauer gesagt Chuubu. Bei Bahnreisen sind aber die Pässe von JR East (z.B. der JR East Kanto Pass) zu beachten, da sie die Insel abdecken. Achtung: Der Tokaido-Shinkansen ist dann nicht dabei.

Reise am Ort

Es gibt einen Sightseeing Loop Bus. Eine Fahrt kostet 250yen und eine Tageskarte 700yen. Die Seilbahn ist nicht enthalten und kosten 600yen (return ticket).

Atami als Basislager

Entlang der Küste der Izu-Halbinsel gibt es mehrere Sehenswürdigkeiten, wie zum bei Beispiel eines der schwarzen Schiffe von Admiral Perry. Manazuru ist gleich um die Ecke. Die Zugstrecke reicht bis hinunter nach Shimode. Nach Izu kommt man über Mishima. Für den Rest der Insel empfiehlt sich eine E-Bike. Es ist sehr bergig.

[Stand Juli 2019]

Mito (水戸)

Mito hat einen der drei berühmten japanischen Gärten, Kairakuen. Die Anreise ist relativ einfach von Tokyo aus. Ab Ueno fahren regelmäßig Züge nach Mito. Allerdings dauert die Fahrt 66-77 Minuten.

Ganz ehrlich: Mich hat der Garten nicht gereizt; ich hatte was anderes erwartet. Mein Fazit: auslassen

Da es außer dem Kairakuen nichts gibt, wofür sich die Reise nach Mito lohnt, ist auch mein Fazit für Mito: auslassen.

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Informationsstand 2012 ; Stand 11/2017

小田原 .. Odawara

Odawara liegt am alten Tokaido und markiert aus Tokyo kommend den Anfang des Hakone-Gebirgszug. Der Sakawa fließt hier in die Sagamibucht. Es war ein strategisch wichtiger Ort. Kein Wunder, dass der Hojo-Clan hier eine Burg errichtete. Historisch hatte die Stadt Odawara am Ende Pech: Es war die letzte Stadt, die am 15.08.1945 bombardiert wurde, bevor Japan kapitulierte.

Sehenswertes
  • Odawara Castle

Das Burgareal ist nicht einmal 300m vom Bahnhof entfernt. Es war die Hauptburg des Hojo-Clans. Die Originalburg wurde 1703 bei einem Erdbeben zerstört.

  • Hotoku-Ninomiya-Jinja

Hotoku-Ninomiya-Jinja ( 報徳二宮神社 ) ist nichts besonderes, aber einen Stop wert, zumal er auf dem Burggelände steht. Der Schrein ist Ninomiya Sontoku gewidmet, der damit für seine Leistungen im Bereich Agrikultur und seine Lehre von moralischen und ethischen Grundsätze geehrt.

Sehenswertes, Restekiste

Auf googleMaps und Tripadvisor gibt es natürlich tausenden Einträge, was man alles sehen könnte. Aber wie immer: Nur weil jemand meint, dass ein Kieselstein cool aussieht ist es für mich noch keine Sehenswürdigkeit.

Auf der anderen Seite wird Odawara irgendwie von allen missachtet. Im dicken Lonely Planet findet sich nicht. japan-guide.com (eine meiner wichtigsten Ideenquellen für Japan) zitiert Odaware nur, weil man hier nach Hakone umsteigt. Was könnte noch von Interessse sein?

  • Statue von Hojo Soun; sieht steht am dem Nordplatz (Shinkansenseite) vom Bahnhof.
  • Wenn man an den Bahngleisen entlang zur Burg geht, kommt man am Cenotaph für den ehemaligen Station Master von Odaware vorbei. Die Story dahinter habe ich noch nicht ganz raus.
  • Man kann natürlich 1,5 nordostwärts zum Fluss Sagawa gehen. Die alten Brücken über den Sagawa gehören zu den 53 Station des Tokaido, die Hiroshige erstellt hat.
Anreise

Odawara ist ein Shinkansenhaltepunkt. Und hier fahren die Züge nach Hakone-Yumoto ab.

Es ist also einfach, bei einem Hakonebesuch hier für eine Stunde zu stoppen. Ich empfehle für Hakonebesuche ab Tokyo immer noch die Odakyu-Line (u.a. der Romancecar) ab Shinjuku. Die kommt an Odaware vorbei, aber da man nicht umsteigen muss, bin ich in Odawara nie ausgesteigen.

Man kann Odawara auch ideal zu einem Zwischenstop auf dem Weg von Tokyo nach zum Beispiel Nagoya, Kyoto oder Osaka machen, zum Beispiel wenn man Nagoya schon besucht hat.