Anime /vs./ Reallife – Anohana

Hier war ich Mal an einem Ort (in diesem Fall Chichibu), der die Bühne für einen Anime ist, ohne den Anime jemals gesehen zu haben. Anohana soll ein guter Anime sein, ist aber nicht mein Stil. Dennoch habe ich den Tempel (Jorin-in) besucht.

Es ist wiedererkennbar bis hin in die kleinsten Details: die Teilung in den Holzpanelen der Tempelwand, die Bank vor dem Tempel, der Priester-Aufsteller (hier fehlt allerdings der rote Kragen), … Man kann mit gutem Willen sogar den Riss im Holz der untersten Stufe im Anime wiedererkennen. Der blaugrüne Schaukasten links fehlt im Anime und der Weg hat eine leicht anderen Pflasterung. Aber sonst …

[Nachtrag] Ich habe allerdings vergessen die Brück zu fotografieren. Ich muss noch mal zurück nach Chichibu …

Anime /vs./ Reallife – Tokyo Babylon

Tokyo Babylon ist einer der Anime, die man auslassen kann. Bannett the Sage hat ein paar  „nette“ Worte über dieses Ding.  Dennoch kann man wieder probieren, die Handlungsorte zu lokalisieren.

Das Intro zeigt eine Luftaufnahme von der Küste. Das ganze ist nicht sehr exakt, man kann es aber zuordnen: Tokyo Bay mit der Rainbow Bridge; aufgenommen aus dem Norden. Ich habe die googlemaps-Karte mal gedreht. Unten links sieht man den Hamarikyu-Teien, aus meiner Sicht der schönste japanische Garten in Japan, der aber viel zu groß gemalt ist.

Theoretisch kann man den Anime auch über die künstlichen Inseln datieren. Aber hierzu fehlen mir die Baujahre der Inseln und der Anime ist zu ungenau.

Und man kann einen Handlungsort exakt zuordnen. Toyocho, ein U-Bahnhof an der Tozai-Linie. Selten für einen Anime ist, dass die Stationsnamen unverändert sind und auch die Kanji die richtigen sind.

Und der Ort ist gar nicht so weit weg von einen Sightseeing-Spot. Linksoben sieht man den Kiyomisumi-Teien, einen der 8 Tokyo Metropolitain Garden. Nur 100m östlich ist das Furukawa-Edo-Museum; nicht groß aber definitiv einen Abstecher wert. Ich war 2016 dort [Link].

Hier dachte ich erst, dass es ein ungenauer Blick auf die Rainbow Bridge ist. Ich habe jetzt kein Foto direkt von der Wasserkante, aber das ist der Blick von Odaiba aus. Nur auf dieser Seite gibt es die Lange Rampe über Wasser mit dem Pylon mitten in der Tokyo Bay. Auf der Minatoseite steht der Pylon direkt am Ufer (vgl. Ultimate Otaku Teacher oder Darker Than Black).

Und der Protagonist ist auch in Yokohama unterwegs. Man könnte meinen, dass es die Rainbow Bridge ist, da vorher im Anime ein paar Mal zu sehen ist, aber diese Aussichtsplattform ist unter dem zweiten Pylon der Yokohama Bay Bridge.

Wenn ich die Nachrichten 2018 richtig gelesen habe, ist die Plattform renoviert worden. Man muss aber zu Fuß hinlaufen. Das steht bei mir noch auf dem Plan.

Und hier scheint der Anime wieder ungenau. Das ist Minatomirai in Yokohama. Rechts sieht man das InterContinental Yokohama Grand, links könnte der Landmark Tower sein, auch wenn die Silhuette heute nicht stimmt. Es fehlen zudem die drei Queens Square Tower.

Der Landmark Tower wurde von 1990-93 gebaut, das Queens Square erst 1995-96 und das InterContinental 1988-91. Das grenzt den Anime gut ein: nach etwa 1989 und vor 1996. Mit dem Landmark Tower in der falschen Form kann man vermuten, dass er sich erst geplant war.  — Der Mange ist von 1990-97, der Anime von 1992-94. Ganze ehrlich, die hätten die Silhuette des  Landmark besser treffen können.

Noch mal zurück zur Rainbow Bridge: Auch die wurde erst 1993 komplettiert. Erstaunlich, dass die im Intro schon drin ist. Anderseits verständlich, Minatomirai und Rainbow Bridge waren die neuesten Bauwerke und die Zukunft.

Und es erklärt auch diese Ansicht. Unten im Bild ist Odaiba mit der West Promenade. Es fehlt aber das Fuji Television Building, das erst 1994 fertiggestellt wurde.

Kumamoto Castle

Kumamoto Castle ist wieder für Besucher geöffnet. Die Burg wurde bei einem Erdbeben im April 2016 schwer beschäfigt. Ich war im September spät abends in Kumamoto und hatte in der Dämmerung ein paar Bildergemacht. Es war ein Wunder, dass das Ding noch stand. Jetzt nach drei Jahren Ist ein Teil repariert und kann wieder besucht werden. Ein Großteil der Burg ist aber noch eingerüstet.

Public gets close view of restored quake-hit castle in Kumamoto:The Asahi Shimbun


KUMAMOTO — A large crowd marveled at the majestic sight of the restored exterior of the main keep of Kumamoto Castle when the castle grounds were opened to the public on Oct. 5 after more than three years.
www.asahi.com/ajw/articles/AJ201910060028.html

Hier zum Vergleich ein paar Bilder aus 2016. Ich habe die immer noch nicht vom CCD-Rauschen befreit.

Kumamoto Castle’s fortified curved stone walls rise again:The Asahi Shimbun


KUMAMOTO — Curved stone walls at Kumamoto Castle that once thwarted enemy attackers but fell victim to earthquakes that jolted the city in April 2016 have risen again to their full glory.
www.asahi.com/ajw/articles/AJ201812280032.html

Mera Luna 2019

Das war das Mera Luna ….



Kofun-Gräber jetzt Weltkulturerbe

Die Kofungräber in Mozu und Furuichi sind seit dem 6. Juli auf der Liste der UNESCO Weltkulturerbe. Die Gräber sind allerdings nur aus der Luft interessant. Ihr Schlüssellochform ist vom Boden aus nicht zu erkennen. Hier sieht man nur Wasser und eine bewaldete Insel.

Imperial burial mounds get the nod for World Heritage status:The Asahi Shimbun

Source: www.asahi.com/ajw/articles/AJ201907060037.html
Quelle: Asahi Shimbun

Das Foto zeigt die Grabanlagen in Mozu. Ich selbst habe Mozu zwei Mal besucht; 2004 und 2014. An den Gräbern war ich nie. Ich hatte mich beide Male auf das Mozu-Schreinfest fokussiert.

Na, das stimmt ganz. Bei meiner ersten Japanreise 2004 war ich vom Bahnhof Mozu (im Foto an der oberen Kante der großen Grabanlage) falsch abgebogen und habe bin auf Höhe des Eingangs umgedreht. Ich habe, damals noch auf Diafilm, ein Foto gemacht. Die ganze Zeit habe ich nicht gewusst, dass ich vor dieser Grabanlagen stand. Das habe ich erst bei der Nachbereitung der Reise realisiert.

Typisch für mich: Being in the presence of greatness without realizing it.