{"id":5019,"date":"2004-09-25T22:29:19","date_gmt":"2004-09-25T20:29:19","guid":{"rendered":"http:\/\/seidenpriester.wordpress.com\/?p=5019"},"modified":"2019-05-30T11:52:20","modified_gmt":"2019-05-30T10:52:20","slug":"zwischenstop-in-nagoya","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.seidenpriester.de\/?p=5019","title":{"rendered":"Nagoya \/ Zwischenstop"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der Zug rollt in Nagoya ein. Ich verstaue meine Koffer im Coin Locker. Weitere 600yen sind weg. Das wird langsam teuer, aber immerhin besser als mitschleppen oder an Nagoya vorbeifahren. In der Touristeninfo organisiere ich eine Karte samt U-Bahnnetz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erwische sofort die falsche Bahn. Also gut, zuerst zum Schrein. Raus aus dem Untergrund stehe ich an einer Kreuzung. Wo lang? Habe die Himmelsrichtung nicht und vier Stra\u00dfen zur Auswahl. In der Hoffnung, da\u00df die Mauer an der einen Ecke zum Schrein geh\u00f6rt nehme ich die Stra\u00dfe zur rechten. Gl\u00fcck gehabt, nach 300m ist der Eingang. Wurde kurz nerv\u00f6s.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Schrein liegt in einem Waldgebiet und \u00e4hnelt damit dem Meiji Jingu. Auch sind die Geb\u00e4ude aus dunklem Holz. Die Architektur ist jedoch anders. Hier laufen viele Priester rum und ich stelle mir die Frage, ob die Fabe des Hakama eine Bedeutung hat. Die M\u00e4nner tragen ein hellblau\/t\u00fcrkis; die Schreinm\u00e4chen (Miko) orange. Ich sehe aber auch wei\u00df und violett.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einem Nebengeb\u00e4ude ist ein \u00fcverdimensionales Schwert ausgestellt. Aber ich bin f\u00fcr den Eintritt doch zu geizig. Zudem dr\u00e4ngt die Zeit. Erst sp\u00e4ter lese ich, da\u00df\u00a0 dieses Schwert eines der drei Reichsinsignien ist. Ich Depp.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann zur Burg von Nagoya. Leider habe ich die Zeit aus den Augen verloren. Die Burg selbst ist schon geschlossen. Das Gel\u00e4nde um die Burg herum ist noch 35 Minuten ge\u00f6ffnet. F\u00fcr einen Craskkurs reicht es. In der Burg w\u00e4re es f\u00fcr Fotos eh zu dunkel. 500yen Eintritt bin ich dennoch los. Gleich zur rechten ist ein kleiner Garten mit einem Teehaus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Burg ist imposant, auch wenn es ein Nachbau ist. Das Original wurde im zweiten Weltkrieg zerst\u00f6rt. Die hohen Burgmauern sind schneewei\u00df. Der Dachfirst wird von zwei goldenen Delphinen \/ Karpfen (?) verziert. Sie gl\u00fchen f\u00f6rmlich in der tiefstehenden Sonne. Neben dem Hauptgeb\u00e4ude steht noch ein Teil der Mauer, sowie ein Eckturm. Die hohen Mauern mit dem Burggraben wirken un\u00fcberwindbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf dem R\u00fcckweg zum Bahnhof lege ich noch einen Stop bei Hisaya Odori ein. Der Park ist nahe am Bahnhof. Der Park hat eine unterirdische etwa 300m lange Shoppingmall. Oben gibt es ein paar Skulpturen und einen Funkturm, der wie ein Mini-Effelturm bzw. ein Mini-Tokyo Tower aussieht, nur nicht orange.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um 17:40 erreiche ich den Bahnhof in der D\u00e4mmerung. Mein Zug rollt um 18:10, nur 30 Minuten sp\u00e4ter, in Dunkelheit los. Ich d\u00f6se sofort weg und wache erst kurz vor Oosaka wieder auf. Timing. Oder einfach nur Gl\u00fcck gehabt. Mit der U-Bahn geht es sofort weiter nach Osaka-ko. Es ist schon sp\u00e4t. Bis hierher habe ich es geschafft. Leider ist die Karte damit zu Ende. Das Rykon liegt irgendwo zwischen der Bahnstation und dem Riesenrad. Wieso steht hier eingentlich ein Risenrad. Ok, in Yokohama stand ja auch eines.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wo ist 4-1-22? Auf zur Polizeibox. Keiner da. Ab zum Supermarkt. Die Kassiererin hat keine genaue Position, aber eine Ahnung. Sie h\u00e4ngt kurzerhand ein Schild in die T\u00fcr und begleitet mich. Unterwegs treffen wir eine Passantion, die ebenfalls so eine Ahnung hat. In einer Nebenstra\u00dfe treffen wir auf den Polizisten. Er war auch Rundgang. Jetzt sind wir zu dritt. Hoffentlich finden wir das Ryokan bald. In einer weiteren Nebenstra\u00dfe ist das Ryokan. Wow. Ohne fremde Hilfe h\u00e4tte ich das nie gefunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Ryokan ist klein und bei weitem nicht so beeindruckend wie das Edoya. Das Zimmer ist nur 7 Tatami gro\u00df und ich habe kein eigenes Badezimmer. Daf\u00fcr kostet die Nacht auch nur die H\u00e4lfte. Air Condition und Hei\u00dfwasserkocher f\u00fcr Tee sind trotzdem vorhanden. Es gibt Gemeinschaftduschen und eine &#8222;Common Bath&#8220;. Dieses kann abgeschlossen werden, damit man beim Baden seine Ruhe hat. Der Fairness halber sollte man nicht stundenlang baden. F\u00fcr mich ist das ok. Um 24 uhr ist Sperrstunden. Ups. Da mu\u00df ich aufpassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf zum Ferris Wheel. Viel los ist hier nicht. Es gibt das Jony&#8217;s. Vielleicht eine Disko. Davor stehen diese getunten \u00fcberdimensionalen Roller, die ich schon in Tokyo gesehen habe. Ich blicke aufs Wasser. Urlaub. Die Tempozan-Ohashi-Bashi. Daneben eine Insel mit beeindruckender Skyline. Auf der anderen Seite geht dieses Lichtermeer weiter: WTC und CosmoSquare. Diese Insel ist neu. Sie ist in meinen Reisef\u00fchrern noch nicht eingezeichnet. Die Insel daneben (Yumeshima) ist noch nicht fertig. Die Autobahn macht hier ein wahres Inselhopping.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Letzter Stop ist ein Resto an der Bahnstation. Man hab ich Hunger. Viel Auswahl gibt es nicht. In Ueno war das anders. Ich entscheide mich f\u00fcr Ramen (600yen). Wow, ist das lecker. Um 23:30 schleiche mich mich ins Ryokan. Der Betreiber liegt im Wohnzimmer und schl\u00e4ft auf dem Sofa vor dem Fernseher. Manches scheint \u00fcberall gleich zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Randnotiz<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">Das mit diesem Schulm\u00e4dchenuniformen scheint zu stimmen. Sie haben immer diesen Matrosen-Look, den man aus Sailor Moon kennt. Au\u00dferdem scheint zu gelten: je \u00e4lter die Sch\u00fclerin, desto k\u00fcrzer der Rock. Gef\u00e4hrlich. B\u00f6se Zungen behaupten, da\u00df es Absicht ist (Mehr zu diesem Theme berichte ich gerne offline).<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Bereits zum drittten Mal erlebe ich, wie schnell und wie fr\u00fch es in Japan dunkel wird. Es fehlt die Sommerzeit und die geografische Breite. Jetzt zur Tag-Nacht-Gleiche ist die D\u00e4mmerung zudem am Schnellsten.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">4-1-22 meint in etwa 4-chome, also Bezirk an der 4. Stra\u00dfe. Es ist der 1. Bezirk und in diesem ist es das 22. Haus. Leider sind weder Stra\u00dfen, noch Bezirke in einer logischen Reihenfolge. Die H\u00e4user schon gar nicht. Es hat den Anschein, da\u00df die Nummern nach Baudatum vergeben wurden. Das erste Haus kriegt die 1, egal wo es steht, usw.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Das Porto f\u00fcr Postkarten nach Deutschland sind 40yen (30 cent). Halber Preis f\u00fcr innerdeutsche Postkarten !<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Zwei Dinge werde ich in Deutschland vermissen: Ramen und Getr\u00e4nkeautomaten<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Zug rollt in Nagoya ein. Ich verstaue meine Koffer im Coin Locker. Weitere 600yen sind weg. Das wird langsam teuer, aber immerhin besser als mitschleppen oder an Nagoya vorbeifahren. In der Touristeninfo organisiere ich eine Karte samt U-Bahnnetz. Erwische sofort die falsche Bahn. Also gut, zuerst zum Schrein. 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